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            <title type="main">Mittwoch, der 27. April 1983</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band70_1983-04-27</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_01">Mittwoch, 28. April 1983<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_02">Beim LUGA-Aufbaukurs im Hueber-Haus kam wie gar nicht anders zu erwarten,<lb/>
obwohl ein christlicher Gewerkschafter auch dort war, natürlich die Frage,<lb/>
wie geht es politisch und wirtschaftlich weiter zur Diskussion. Einlei<lb break="no"/>tend stellte ich allerdings mit aller Deutlichkeit fest, daß der ÖGB und<lb/>
daher auch die LUGA niemals zu bestimmen oder gar zu entscheiden haben,<lb/>
ob sie mit einer Regierung und mit welcher Regierung sie zusammenarbeiten.<lb/>
Die Gewerkschafter haben seit eh und je erklärt, daß ist Angelegenheit der<lb/>
politischen Parteien, die Gewerkschaftsbewegung hat mit jeder Regierung<lb/>
zusammenzuarbeiten, selbstverständlich beurteilt sie daher auch eine<lb/>
Regierung ausschließlich danach, wie sie die Interessen der arbeitenden<lb/>
Bevölkerung berücksichtigt, resp. welche Politik sie für diese Bevölke<lb break="no"/>rungsschichte macht. Die Gewerkschaftsfraktionen unterstützen selbst<lb break="no"/>verständlich ihre Partei, der ÖGB hat im Bundesvorstand alle Fraktionen,<lb/>
ja selbst eine Gruppe parteifreie Mitglieder, auch die sind durch einen<lb/>
Kollegen im Bundesvorstand vertreten. Neben der starken sozialistischen,<lb/>
der zweitstärksten christlichen Fraktion gibt es noch die beiden kommu<lb break="no"/>nistischen Gruppen, wenn man die Gewerkschaftliche Einheit auch als eine<lb/>
kommunistische, allerdings nicht moskauhörige bezeichnen kann. Die frei<lb break="no"/>heitlichen und eben die parteifreien Vertreter. Es war meiner Meinung<lb/>
nach ein Weitblick, als man schon vor sehr langer Zeit, vor allem also<lb/>
bevor die sozialistische Alleinregierung das Amt übernommen hat, fast<lb/>
alle Gruppen inklusive der Freiheitlichen dort vertreten sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_03">Ich erklärte auch dezidiert, daß ich keinesfalls irgendwelche konkreten<lb/>
Informationen über die Verhandlungen geben kann, ich bin ja nicht im<lb/>
Verhandlungskomitee und schon gar nicht weiß, wie es also jetzt <choice><choice><sic>bei</sic><corr>?</corr></choice></choice> mir<lb/>
weitergehen soll. Sicher ist für mich nur, daß, wann immer und welch<lb/>
immer Koalition zustande kommen wird, ob schwarz-rot, oder blau-rot, das<lb/>
Handelsministerium sicherlich nicht mehr von mir wird geleitet werden.<lb/>
Jede der Oppositionsparteien wird, und dies sogar mit gutem Recht, dieses<lb/>
Ministerium verlangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_04">Beim weggehen fragten mich dann einige sozusagen unter 4 Augen, aber der<lb/>
LUGA bleibst du schon erhalten, unwahrscheinlich, wie ich mich seit eh<lb/>
und je in der Gewerkschaft daheim fühle. Ich habe auch wirklich das<lb/>
Gefühl, daß man mich dort, und zwar nicht nur bei der LUGA gut leiden<lb/>
kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_05">Zur Verleihung der goldenen Waage, im letzten Jahr beim Pressefrühstück<lb/>
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einem anschließenden Gulasch oder Beuschel-Frühstück verbunden, sprach ich<lb/>
sozusagen noch einmal letztmalig über Handelsprobleme. Bereits bei der<lb/>
Begrüßung hatte man mich gefragt, ob es denn wahr ist, daß jetzt dann ein<lb/>
Rechtsanwalt, man nannte den Namen <rs type="person" ref="#per__122970">Steger</rs>, nicht wirklich das Handels<lb break="no"/>ministerium bekommen sollte. Ich erklärte sofort, es liegt ja nicht an<lb/>
mir, sicher ist für mich nur, daß wie immer die Koalitionsverhandlungen<lb/>
dann ausgehen, ob schwarz oder blau, ich werde nicht dann mehr Handels<lb break="no"/>minister sein, weil eben jeder Koalitionspartner dieses Ministerium als<lb/>
erstes verlangen wird. Dr. <rs type="person" ref="#per__1137517">Kiefer</rs> hatte mir eine sehr gute Zusammenstellung<lb/>
über die Beschäftigtenanzahl im Handel, die Handels-, und zwar Groß- und<lb/>
Einzelhandelsentwicklung, den Produktionswert, die Investitionen usw.<lb/>
zusammengestellt. Anhand dieser Ziffern, die er sich vom WIFO verschafft<lb/>
hat, waren Unikate und für mich ungeheuer wertvoll. Sie zeigen nämlich<lb/>
eindeutig, daß jetzt in den letzten Jahren der Rückgang oder wie man<lb/>
oft landläufig sagt, das Greißlersterben sein Ende hat. Natürlich kommt<lb/>
es zu Strukturverschiebungen, auf alle Fälle aber ist sowohl beim Groß- als<lb/>
auch bei Einzelhandel ein Zuwachs zu verzeichnen. Gegenüber 1970 ist<lb/>
sogar in der Beschäftigung, derzeit ca. 380.000, im Handel ein Zuwachs von<lb/>
100.000 Beschäftigten festzustellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_06">Vor mir hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> sozusagen als Hausherr und ganz besonders dem<lb/>
Initiator der Goldenen Waage seit 1967, wie er meinte, gedankt und auf<lb/>
die Bedeutung dieser Aktion für den Mittelstand verwiesen. Ich mußte ihn<lb/>
dann leider korrigieren und meinte, die erste Verleihung, ich war ja<lb/>
bei allen anwesend und habe sie durchgeführt, war erst 1977. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
meinte daraufhin in einem Zwischenruf, 67 wurde eben schon daran gedacht,<lb/>
worauf ich natürlich sofort konterte, in unserer Zeit halt eben erst ver<lb break="no"/>wirklicht. Ich dankte aber selbstverständlich auch den Initiatoren 3M<lb/>
M und vor allem dem Herausgeber und Chefredakteur der Handelszeitung<lb/>
Regal.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_07">Der ehem. Presse-Redakteur und jetzige Chefredakteur von Regal, <rs type="person" ref="#per__117982">Schuhmayer</rs><lb/>
erinnerte dann an sein erstes Interview, das er mit mir noch in der Prinz-<lb/>
Eugen-Straße, also in der AK gehabt hat, als ich zum Handelsminister desig<lb break="no"/>niert war. Damals gab er zu herrschte blankes Entsetzen, daß nicht nur<lb/>
ein Sozialist, das war in einer Sozialistischen Regierung noch selbstver<lb break="no"/>ständlich, sondern auch noch ein aktiver Gewerkschafter und damals sogar<lb/>
noch Kammeramtsdirektor der AK als Handelsminister vorgeschlagen war.<lb/>
Die Handelskammer und insbesondere die Handelsbetriebe, aber auch die Ge<lb break="no"/>werbebetriebe und der Fremdenverkehr erwarteten von mir eine ausschließ<lb break="no"/><pb n="70-0542" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band70/70_1983-04-27_0542.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>liche Industriepolitik. Jetzt, erklärte <rs type="person" ref="#per__117982">Schuhmayer</rs>, hätte ich in den<lb/>
13 Jahren bewiesen, daß ich ungeheuer viel anders und für andere gemacht<lb/>
habe als man von mir vermutete, heute, meinte er, sei ich auch für meine<lb/>
Tätigkeit für den Handel bedankt, für den ich großes geleistet habe, so<lb/>
viel Lob habe ich weder verdient noch, muß ich ehrlich gestehen, von ihm<lb/>
erwartet. <rs type="person" ref="#per__117982">Schuhmayer</rs> bedauerte nur, daß ich scheinbar jetzt zur Überzeu<lb break="no"/>gung gelangt bin, daß das Handelsressort sozusagen für mich verloren ist,<lb/>
und daß ich eigentlich bei der Verleihung der Goldenen Waage jetzt<lb/>
an den Handel jetzt <choice><choice><sic>beime</sic><corr>meine</corr></choice></choice> Abschiedsrede gehalten habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_08">Beim anschließenden Beuschelessen habe ich dann von Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
gehört, daß, was immer geschehen mag, ich doch hoffentlich noch die Bedeu<lb break="no"/>tung der Sozialpartnerschaft weiter vertreten werde, was ich nicht nur<lb/>
für meine Person, sondern auch glaube ich für die gesamte Gewerkschaftsbe<lb break="no"/>wegung zusagen konnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_09">Der Obmann der Sektion Handel, KR <rs type="person" ref="#per__121792">Steidl</rs>, fragte dann noch, wie es mit dem<lb/>
Heizölpreisantrag der Mineralölwirtschaft jetzt weitergeht. Ich erklärte<lb/>
ihm sofort, daß ich gar nicht daran denke diesen Erhöhungsantrag von<lb/>
6 S auf über 6.50 S, das heißt höher als es vor der Absenkung gewesen ist,<lb/>
zu genehmigen. Ein genaues Prüfungsverfahren ist selbstverständlich<lb/>
eingeleitet worden. <rs type="person" ref="#per__121792">Steidl</rs> war damit sehr einverstanden, weil er ja be<lb break="no"/>fürchtet, daß von der amtlichen Preiskommission dekretierte Aufteilung<lb/>
auf die Erzeuger, Händler und Tankstellen ansonsten wieder zu Fall kommen<lb/>
würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_11">Beim Jour fixe mit GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> und MR <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> sowie <rs type="person" ref="#per__131107">Grossendorfer</rs><lb/>
meinte <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> wegen der Kompetenzänderung und überhaupt Verlust des<lb/>
Handelsministeriums, das liege ausschließlich bei meiner Person. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs><lb/>
glaubt allen Ernstes, daß ich für die Beibehaltung des Handelsministeriums<lb/>
eintreten würde, ich sozusagen in einer neuen Regierung noch Handelsmi<lb break="no"/>nister sein könnte. Abgesehen davon, daß ich fest überzeugt bin, daß er hier<lb/>
irrt, wäre das für mich das schlechteste sozusagen in eigener Sache<lb/>
kämpfen, damit ich unbedingt Minister bleibe. Ich bin zwar niemals davon<lb break="no"/>gelaufen oder habe Demissionsabsichten, auch dann wenn ich sehr verärgert<lb/>
war, geäußert, schon gar nicht in der Öffentlichkeit, aber jetzt <choice><choice><sic>mit</sic><corr>mich</corr></choice></choice> als<lb/>
Sesselkleber zu zeigen, habe ich weder Lust noch Liebe dafür.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_12">Die Vorstandserweiterung durch eine Satzungsänderung habe ich seit eh<lb/>
und je als falsch gehalten, möglich erschien mir nur, daß man, wenn eines<lb/>
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Stellvertretung für den Verhinderungsfall schafft. Derzeit hat <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs><lb/>
einen Generalbevollmächtigten, Ing. <rs type="person" ref="#per__1138770">Mayer</rs>, dieser könnte ihn gegebenenfalls<lb/>
auch dann entsprechend vertreten, wenn <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> keine andere Person, er<lb/>
hat seit eh und je an Dipl.Ing. <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> gedacht, dafür in Frage käme.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__110944">ZLUWA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Wo bleibt der diesbezügliche<lb/>
notwendige Akt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_14"><rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> möchte die Verlängerung von <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> von der Do,KW der jetzt theo<lb break="no"/>retisch schon in Pension gehen könnte, durch eine entsprechende Erhöhung<lb/>
des Gehaltes diesem schmackhafter machen, ich habe dies sofort rundweg<lb/>
abgelehnt. In der jetzigen Diskussion, wo die Gehälter und sonstige<lb/>
Privilegien der E-Wirtschaft in aller Munde sind, halte ich eine auch<lb/>
noch so begründete Erhöhung für unmöglich, <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> wird zwar diesbezüg<lb break="no"/>liche Vorschläge mir schicken, ich habe ihn aber nicht im Unklaren gelassen,<lb/>
daß ich eine solche Genehmigung durch den Minister für vollkommen un<lb break="no"/>möglich halte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Hast Du <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> dann darüber verständigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_16">Der Vertrag mit Dir. <rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs>, ÖDK wurde im letzten Aufsichtsrat ge<lb break="no"/>nehmigt. Dort hat <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> darauf verwiesen, daß die Privilegien für die<lb/>
Direktoren weitestgehend abgebaut sind, die ÖDK<add>[hs. korrigiert, Anm.]</add> wurde ja diesbezüglich<lb/>
am meisten kritisiert. Geblieben sind die zwei Monatsbilanzgehältder.<lb/>
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hat im Aufsichtsrat mit dem<lb/>
Handelskammervertreter <rs type="person" ref="#per__123384">Baurecht</rs> gegen die so durchgeführte Vertragsver<lb break="no"/>längerung gestimmt. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> konnte mit Recht darauf verweisen, er hätte<lb/>
gar nicht anders können, weil er ja an den bisherigen Vertrag, der schon<lb/>
wesentlich für <rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs> verschlechtert wurde, mehr oder minder gebun<lb break="no"/>den ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_17">In der DoKW und in der Verbund gibt es ähnliche Regelungen, in der DoKW<lb/>
wurde dieser sogar einstimmig vom Ausschuß beschlossen. Auch bei der ÖDK<lb/>
wurden die 46 Bilanzgeldbezieher, die oft mit der Erstellung der Bilanz<lb/>
gar nichts zu tun hatten, auf die 5, die wirklich davon betroffen sind,<lb/>
beschränkt. Gleichzeitig wurde auch wie in der DoKW z.B. für die Handels<lb break="no"/>bevollmächtigten von 1 1/2 Monatsgehältern dies auf 1 Monat zurückge<lb break="no"/>führt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Die Energiesektion soll jetzt dann die<lb/>
Besonderheiten der Verträge und auch die Sonderverträge der<lb/>
Vorstandsmitglieder zusammenstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_19">Der Aufsichtsrat in der TKW soll insoferne geändert werden als sich<lb/>
zwar an der Zusammensetzung nichts ändert, anstelle des SAFE-Vertreters<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114474">Kettl</rs> aber der Landesrat <rs type="person" ref="#per__113008">Radlegger</rs> von den Sozialisten nominiert wurde,<lb/>
das der ÖVP zustehende Bundesmandat <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> soll jetzt der ehem. Finanz<lb break="no"/>landesrat <rs type="person" ref="#per__137356">Haslinger</rs>, ÖVP bekommen, dafür soll das Landesmandat <rs type="person" ref="#per__137356">Haslinger</rs><lb/>
an den jetzt auf einem Bundesmandat sitzenden LH <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> gegeben werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> von der Verbund als Treuhänder wird dies dem Vorsitzenden des<lb/>
Aufsichtsrates <rs type="person" ref="#per__137476">Bock</rs> mitteilen.<lb/>
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daß Zwentendorf jetzt auf ein Gaskraftwerk umgebaut werden soll. Es be<lb break="no"/>steht nur ein Gutachten von <choice><choice><sic>Siemsnd</sic><corr>Siemens?</corr></choice></choice> welches festhält, daß die Umbauko<lb break="no"/>sten dafür 2 1/2 Mrd. S betragen würden, die reinen Brennstoffkosten würden<lb/>
dann auf 1,10 S kommen, so daß Gesamtkosten von ca. 1,40 S pro kWh ent<lb break="no"/>stehen würden. Dies ist wesentlich höher als ein Ölkraftwerk, ca. 1,10,<lb/>
oder gar ein Kohlekraftwerk ca. 1,05, als inklusive Entschwefelung. Für<lb/>
den Verkauf der Komponenten könnte man höchstens 600 bis 700 Mio. S<lb/>
erlösen. Wenn man von der bis jetzt aufgelaufenen Summe 9 Mrd. S 3 Mrd. S<lb/>
für den Bau, 2 Mrd. für die Elektroteile abzieht, so würde dem gegenüber <choice><choice><sic>ein</sic><corr>?</corr></choice></choice><lb/>
Kostenaufwand von ca. 4. Mrd S stehen, die Konservierung beträgt jetzt<lb/>
jährlich ca. 60 bis 65 Mio. S. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> meint aber, es müßte jetzt aber wirk<lb break="no"/>lich bald entschieden werden, was mit dem Kernkraftwerk Zwentendorf ge<lb break="no"/>schehen soll, um sich die Konservierung zu ersparen wird man als ersten<lb/>
Schritt einmal die Komponenten verkaufen, d.h. den Kernkraftteil ganz<lb/>
einfach ausräumen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_21">Bezüglich des Kraftwerks Hainburg, Kosten ca. 7 1/2 Mrd. S, wurde festge<lb break="no"/>halten, daß am Montag mit den sozialistischen Regierungsmitgliedern bei<lb/>
AK-Präs. <rs type="person" ref="#per__113119">Hesoun</rs> ein Gespräch stattfindet, an dem auch <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> und <rs type="person" ref="#per__114580">Ko<lb break="no"/>bilka</rs> teilnehmen sollen. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> ist leider im Ausland, <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> in<lb/>
Jugoslawien auf Urlaub.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Wer wird jetzt dann wirklich kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_23">Bezüglich Kraftwerk Osttirol, jetzige Plankosten ca. 12 Mrd. S, berichtete<lb/>
ich ihnen über die Vorsprache des LH <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> bei BK <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>. Hier wird<lb/>
am 3. Mai eine Beamtensitzung wegen der Förderungsmöglichkeiten Osttirols<lb/>
abgehalten. Finanzministervertreter <rs type="person" ref="#per__1138771">Gutwinski</rs> wird sie führen, ich er<lb break="no"/>suchte die Energiesektion einen Vertreter dorthin zu entsenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Wer wird jetzt aller hingehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_25">Die 380-KV-Leitung Ernsthofen - St. Peter wird fertig, wichtig ist auch<lb/>
die 177 km lange Leitung und <choice><choice><sic>der</sic><corr>die?</corr></choice></choice> Einbindung von Dürnrohr. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> klagte,<lb/>
daß man so spät, Jänner 80 erst den Baubeschluß auf sein Drängen mit dieser<lb/>
380-KV-Leitung <choice><choice><sic>4 Systembeleg</sic><corr>?</corr></choice></choice> begonnen hat. Die Nord-Süd-Achse ist daher<lb/>
noch nicht fertig, Strom kann derzeit nicht abtransportiert werden,<lb/>
die Bayern haben abgelehnt die 20 km von Ernsthofen in ihr bayerisches<lb/>
Netz 380 KV anzuschließen, dadurch gibt es derzeit keine Transportmöglich<lb break="no"/>keit mehr, die thermischen Werke sind schon alle stillgelegt, trotzdem<lb/>
fließt jetzt Wasser über Wehr, weil eben in Schwachlastzeiten keine Mög<lb break="no"/>lichkeit mehr des Weitertransportes und Exportes unserer Elektrizitäts<lb break="no"/>mengen, die wir produzieren können, besteht. Wenn man bedenkt, daß diese<lb/>
Entwicklung auf die Entscheidung des ehem. GD <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs> der Verbund vor<lb/>
20 Jahren und noch länger zurückgeht, sieht man welche langfristigen Aus<lb break="no"/>wirkungen manche Investitionsentscheidungen haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_26">Der Treuhandvertrag zwischen Regierung und Verbund, der jetzt eine Art<lb/>
Blankoscheck ist, kann und soll meiner Meinung nach nicht geändert werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hat Angst bezüglich einer anderen Ressortführung, hier kann ich<lb/>
ihm aber beim besten Willen nicht helfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_27">Die finanzielle Situation der Elektrizitätswirtschaft ist geregelt, aber<lb/>
sicherlich nicht vom Standpunkt der Elektrizitätswirtschaft optimal. Für<lb/>
Greifenstein wurde ein Kredit von 3 Mrd. aufgenommen, für Melk 2 Mrd., der<lb/>
Bund hat sich verpflichtet die Zinsen und Tilgung zu übernehmen. Die<lb/>
Kapitalaufstockung 320 S pro Jahr sind im Budget vorgesehen, im Minister<lb break="no"/>ratsvortrag wurde seinerzeit festgehalten, daß dadurch 1 Mrd. in Summe<lb/>
jetzt fällig ist. Für jedes Kraftwerk wurde immer eine neue Kapitalauf<lb break="no"/>stockung vorgesehen. 1981 hat <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> darauf verzichtet, weil ansonsten<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> von ihm eine Dividende als Verbundgesellschaft verlangt hätte.<lb/>
Diese Kapitalaufstockung wurde aufgeschoben. Ebenso wurde bei der Kaptial<lb break="no"/>herabsetzung von Jochenstein 270 Mio. S, die auf der Einnahmenseite beim<lb/>
Bund zu verzeichnen waren, nicht zusätzlich der E-Wirtschaft gegeben, <choice><choice><sic>sondern</sic><corr>?</corr></choice></choice><lb/>
eben auf die 320 Mio. S angerechnet, also insgesamt nur 50 Mio. S im vor<lb break="no"/>jährigen Budget de facto anerkannt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_28">Der Rechnungshof ist derzeit bei der Verbund. Der Rohbericht wird 83<lb/>
noch fertig sein, der Endbericht im Juli 84 im Nationalrat vorliegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_29"><rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hat mit der KELAG jetzt <choice><choice><sic>ernte</sic><corr>erste/ernste?</corr></choice></choice> Gespräche geführt, anstelle der<lb/>
vereinbarten 15 % Stromabnahme von der Verbund werden 17 % bezogen, die<lb/>
Kelag produziert für sich zu selft ?? und vor allem aber zu teuer.<lb/>
Speicherenergie wird jetzt im Band abgerechnet. Die Kelag ist daher in<lb/>
<pb n="70-0546" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band70/70_1983-04-27_0546.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>einer furchtbaren finanziellen Situation. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hat vorgeschlagen, es<lb/>
soll jetzt ein Simultanmodell zeigen, wie in den Jahren 80 bis 83, wenn<lb/>
ein besseres Einsatzprogramm zwischen Verbund und Kelag bestanden hätte,<lb/>
die Kelag besser finanziell abgeschnitten hätte. Eine Koordination oder<lb/>
noch besser ein Kooperationsvertrag der die ganze Produktion steuert wird<lb/>
notwendig sein. Darüber hinaus hat <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> angeboten, er kauft sämtliche<lb/>
Anlagen von der Kelag und sie bezieht dann sozusagen so wie die BEWAG,<lb/>
also die Burgenländer, 100 % den Strom von der Verbund. Kommt dies nicht<lb/>
zustande, müsse zumindestens ein Kooperationsvertrag vorsehen, daß die<lb/>
Verbund allen erzeugten Strom der Kelag übernimmt und die Selbstkosten<lb/>
wie bei den Sondergesellschaften der Verbund der Kelag refundiert. Auch<lb/>
hier zeigte sich, wie die vor Jahrzehnten begonnene falsche Investitions<lb break="no"/>politik der Kelag sich erst jetzt finanziell für diese Gesellschaft so<lb/>
verheerend auswirkt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_30"><rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> beabsichtigt die Verbundkraft, eine GesmbH, in eine AG umzuwandeln,<lb/>
um einen besseren Zugriff zu haben. Derzeitige Geschäftsführer Dipl.Ing.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1138772">Wagner</rs> für die Technik und Dkfm. <rs type="person" ref="#per__114730">Sommerbauer</rs> für den kaufmännischen Be<lb break="no"/>reich können dann besser eingebunden werden. Die beste Lösung wäre aller<lb break="no"/>dings, wenn die DoKW die Verbundkraft übernehmen würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_31">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Was sagt <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> dazu.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_32">Bei der DoKW bekam ich das Modell und vor allem die letzten Pläne für<lb/>
dein Ausbau von Hainburg erläutert. Wie die Bohrversuche, einige Dutzend<lb/>
wurden durchgeführt, eindeutig zeigen, liegt vor Deutschaltenburg eine<lb/>
Felsformation in der Donau, <choice><choice><sic>der</sic><corr>die</corr></choice></choice> auch die Heilquellen beinhaltet. Die<lb/>
DoKW muß daher im neuen Donaubett dieser Felsformation ausweichen, nie<lb break="no"/>mand kann nämlich verantworten, daß es womöglich zu einem Versiegen dieser<lb/>
Heilquellen käme. Durch diese neuen geologischen Erkenntnisse stellt die<lb/>
DoKW eindeutig fest, daß das Kraftwerk nur in der ursprünglichen auch<lb/>
vorgesehenen Stopfenreuther Au errichtet werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_33">Ich habe Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> und seinem Sekretär <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> auf diese neue Er<lb break="no"/>kenntnis besonders aufmerksam gemacht. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat, wie ja bereits das letzte<lb/>
Mal und auch wie in der Vergangenheit schon sich eindeutig für den Bau<lb/>
des Kraftwerkes Hainburg zeitgerecht und wo eben immer die optimale<lb/>
Lage ist ausgesprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_34">Mit den beiden erörterte ich dann die Besetzung der Nationalratsmandate.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> ersuchte mich nämlich noch einmal zu überdenken, warum ich denn<lb/>
mein Nationalratsmandat zur Verfügung stelle, wenn jetzt doch mit ziem<lb break="no"/><pb n="70-0547" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band70/70_1983-04-27_0547.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>licher Sicherheit meine Ministertätigkeit auch zu Ende geht. Ich er<lb break="no"/>klärte ihm dezidiert, daß es dafür zwei Gründe gibt, die er dann letzten<lb/>
Endes auch eingesehen hat. Erstens ist jetzt festgehalten, daß auf das<lb/>
Reststimmenmandat nicht der auf der Liste nächste Dr. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> kommt, son<lb break="no"/>dern eben der Stadtschulratspräsident <rs type="person" ref="#per__127015">Matzenauer</rs>. Zweitens wurde vom<lb/>
Gewerkschaftsbund, und die Partei hat dies akzeptiert, festgehalten, daß<lb/>
3 Gewerkschafter, als erster Fraktionsobmann der Sozialisten Wien<lb/>
und gleichzeitig auch Obmann der Gemeindebediensteten <rs type="person" ref="#per__114543">Pöder</rs>, an zweiter<lb/>
Stelle die Frauenreferentin <rs type="person" ref="#per__133074">Gabi Traxler</rs> und an dritter Stelle der Bau<lb break="no"/>arbeiterobmann <rs type="person" ref="#per__115024">Rautner</rs> kommen muß. Da die Partei dies akzeptiert hat, wird<lb/>
selbst bei Rücklegung von Ministern, die gleichzeitig auch Abgeordnete<lb/>
sind, kaum ein Mandat für <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> übrig bleiben. Zweitens aber habe ich<lb/>
dezidiert erklärt, ich möchte aber nicht in die Situation kommen, dann im<lb/>
Parlament auf die Angriffe der ÖVP-Wirtschaftsvertreter <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs>, <rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs>, <rs type="person" ref="#per__122900">Tichy-Schreder</rs>, um nur einige zu nennen, dann den neuen<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__122970">Steger</rs>, der ja scheinbar sehr sich für dieses Ministerium interessiert,<lb/>
verteidigen zu müssen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat dies eingesehen und mehr oder minder<lb/>
erklärt, daß er damit einverstanden ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band70_1983-04-27_35">Bezüglich der weiteren Tätigkeit von <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> im ÖGB habe ich bevor er<lb/>
gekommen ist noch mit <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> darüber gesprochen, wie wir diese<lb/>
sichern können. <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> meinte, er beabsichtigt jetzt sogar ein Buch<lb/>
über die 20 Jahre Tätigkeit <rs type="person" ref="#per__97346">Benyas</rs> im ÖGB schreiben zu lassen. Dies halte<lb/>
ich für sehr zielführend und zweckmäßig, weil ich auch <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> gegenüber<lb/>
erklärte, er hätte sich wirklich große Verdienste um den Gewerkschafts<lb break="no"/>bund, nach dem Präsident <rs type="person" ref="#per__97363">Böhm</rs> sicherlich die zweitmeisten erworben. Ich<lb/>
bin daher sehr einverstanden, daß er sowohl als Präsident des National<lb break="no"/>rates als auch als Präsident des Gewerkschaftsbundes im September wieder<lb/>
kandidiert. Meine Mitarbeit mit ihm wird er zu bestimmen haben und<lb/>
das steht momentan ja überhaupt nicht zur Diskussion. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> war dann<lb/>
noch mehr erfreut von mir zu hören, daß wenn er schon unbedingt oder wenn<lb/>
die Partei schon unbedingt eine weitere Tätigkeit sucht, die Möglichkeit<lb/>
eines geschäftsführenden Obmannes bei der ÖFVW laut Satzung immer noch<lb/>
möglich ist. Seinerzeit wurde ja dieser geschäftsführende Obmann von<lb/>
mir geschaffen, um unseren Direktor Dr. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> reibungslos installieren<lb/>
zu können. Wenn die Partei will, bin ich dazu bereit.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 27.4.1983</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <occupation>Obmann Gew. Bau-Holz</occupation>
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               <persName type="label">Böhm, Johann</persName>
               <persName><surname>Böhm</surname><forename>Johann</forename></persName>
               <occupation>erster ÖGB-Präs.</occupation>
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               <persName type="label">Fremuth, Walter</persName>
               <persName><surname>Fremuth</surname><forename>Walter</forename></persName>
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               <persName><surname>Burian</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Sommerbauer, Otto</persName>
               <persName><surname>Sommerbauer</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Verbund, ÖVP</occupation>
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               <persName type="label">Haslauer, Wilfried</persName>
               <persName><surname>Haslauer</surname><forename>Wilfried</forename></persName>
               <occupation>LH Sbg.</occupation>
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               <occupation>GD Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Haslinger, Michael</persName>
               <persName><surname>Haslinger</surname><forename>Michael</forename></persName>
               <occupation>LH-Stv., Finanzlandesrat Salzburg, ÖVP</occupation>
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