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            <title type="main">Montag, der 21. Februar 1983</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <idno type="signature">Band68_1983-02-21</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_01">Montag, 21. Februar 1983<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_02">Der Minister für Tourismus und Wirtschaftsangelegenheiten aus Katalonien<lb/>
war zur österreichischen Ferienmesse gekommen und hat eine Besprechung<lb/>
mit Dr. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs>, MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> bei mir abgehalten. Er bedankte sich für die<lb/>
Unterstützung der Zweigstelle der Handelskammer, die einen Handelsdele<lb break="no"/>gierten erfolgreich seit Jahren hat. Sein Vorschlag war, es sollte auch<lb/>
die ÖFVW eine Zweigstelle in Barcelona errichten oder zumindestens dem<lb/>
Handelsdelegierten einen Mann für den Tourismus dazugeben, beides mußten<lb/>
wir aus finanziellen Gründen ablehnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_03"><rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> und <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> informierten mich anschließend, daß der Fremdenverkehrs<lb break="no"/>direktor von Wien, <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs>, erklärt, daß Stadtrat <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs> nicht bereit wäre für<lb/>
1984 eine 10 %-ige Aufstockung des Budgets der ÖFVW zu akzeptieren.<lb/>
Wir beschlossen trotzdem, daß im Budgetausschuß, wo auch die Fremden<lb break="no"/>verkehrsdirektoren der Länder anwesend sind, nur ein 10 und 12 %-iger Bud<lb break="no"/>getvoranschlag <choice><choice><sic>vorzulegen</sic><corr>vorgelegt wird.</corr></choice></choice>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_04">Bei dem <add>[Jubiläum]</add> 5 Jahre Modezentrum in St. Marx habe ich Stadtrat <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs> getroffen<lb/>
und ihn sofort über diese Aussagen von <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs> informiert. Ich erklärte<lb/>
ihm, daß ich bei der Finanzreferententagung mit allen 9 Landesfinanz<lb break="no"/>referenten über eine mindestens 10 %-ige Erhöhung des 84-er Budgets<lb/>
gesprochen habe. Damals war der Wunsch der ÖFVW auch für das Jahr 82<lb/>
rückwirkend und 83, für heuer also, eine anstelle der 6 % 12 %-ige Budget<lb break="no"/>erhöhung zu bekommen. Die Landesfinanzverantwortlichen haben für 82<lb/>
und 83 abgelehnt, nur für 84 aber sehr wohl eine wohlwollende Prüfung,<lb/>
ja fast eine Zusage für die 10 %-ige Erhöhung zugesagt. Stadtrat <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs><lb/>
hat daher auch diesmal mir sofort erklärt, wenn die anderen Landesräte<lb/>
dem zustimmen, er selbstverständlich auch die 10 % akzeptiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> soll die anderen Finanzlandesräte<lb/>
auch diesbezüglich verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_06">Beim Pressefrühstück berichtete Stadtrat <rs type="person" ref="#per__116209">Zilk</rs> über den Bürgerdienst, den<lb/>
er geschaffen hat. Die beste Voraussetzung für ihn war, daß ja er als<lb/>
Ombudsmann im Fernsehen und dann sogar in der Zeitung schon Vorarbeiten<lb/>
für diese, wie ich glaube, wichtige Funktion einer Stadt durchgeführt<lb/>
hat. Wie sein Bürgerdienstleiter <rs type="person" ref="#per__1138370">Kotzek</rs>, ein ganz junger Beamter, mitteilt,<lb/>
waren es 200.000 Fälle, die sie im vergangenen Jahr bearbeiteten, darunter<lb/>
6.000 schwierige. Dr. <rs type="person" ref="#per__116971">Smolka</rs> berichtet dann über die Tätigkeit des Staats<lb break="no"/>sekretariates, hier waren nur 500 Fälle im Vorjahr zu verzeichnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_07">Schon aus dieser Anzahl sieht man den großen Unterschied, den heute Wien,<lb/>
als Gemeinde und Land doch dem Bürger näher als ein Ministerium mit<lb/>
36 Beamten, zugegebenermaßen aber leistet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_08">Ich konnte dann vor der Presse sozusagen den Staatspreis für Innova<lb break="no"/>tion an die Fa. Paar in Graz überreichen. Seit dem Jahre 79, wo wir<lb/>
diesen Innovationspreis eingeführt haben, der mit 100.000 S dotiert<lb/>
ist, können wir ein zögerndes, aber doch steigendes Interesse feststellen.<lb/>
Heuer wurden auch 5 Anerkennungspreise von mir übergeben. Die Fa. Paar<lb/>
erzeugt in Graz mit 100 Beschäftigten ein Dichtemeßgerät, welches von<lb/>
der Jury ausgewählt wurde. Dieses von Univ.Prof. <rs type="person" ref="#per__1138371">Leopold</rs> in Graz ent<lb break="no"/>wickelte Gerät kann Temperaturen oder die Dichte Gramm pro cm³ in<lb/>
Sekundenschnelle anzeigen. Das Gerät selbst hat einen viertausendstel<lb/>
Energieverbrauch von anderen großen Geräten und 1/10 des Gewichtes.<lb/>
Die Großgeräte waren auch früher exklusiv in den Labors, mit dem jetzt<lb/>
14.000 S kostenden handlichen Gerät kann man die Nachfrage vieler<lb/>
Stellen befriedigen. 1.400 Stück wurden bis jetzt exportiert. Für eine<lb/>
solche Entwicklung braucht man 3 Jahre, 1/2 bis 2 Jahre dauert dann die<lb/>
Fertigung vom Prototyp bis zur laufenden Produktion. Der Forschungsfonds<lb/>
hat dieses Projekt auch unterstützt. Weltweit ist derzeit zumindestens<lb/>
das Gerät unschlagbar. Die Japaner, Seiko, interessieren sich aber sehr<lb/>
für diese Produktion. Ich habe den Innovationsträgern und den mit<lb/>
Anerkennung Ausgezeichneten versprochen, daß wir ihre Produkte im Haus<lb break="no"/>flur des Handelsministeriums ausstellen werden, wodurch eine gewisse<lb/>
Propaganda für die Arbeit, die sie geleistet haben, interessierten Vor<lb break="no"/>übergehenden gezeigt werden kann. Obwohl ich die Presse sozusagen von de<lb/>
Innovationspreisen und deren Zuschlägen durch die Jury immer wieder infor<lb break="no"/>miere, wird wahrscheinlich kaum ansonsten viel in den Zeitungen stehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs>: Vielleicht kann man die Wissenschaftsredaktionen<lb/>
insbesondere vom ORF dafür interessieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_10">Die ARGE für Patentförderung legte ihren Jahresbericht 82 vor. Der Ge<lb break="no"/>schäftsführer Ing. <rs type="person" ref="#per__131307">Mayer</rs> konnte darauf verweisen, daß wiederum 19 % mehr<lb/>
Fälle, insgesamt 590, bearbeitet wurden, erfreulich ist, daß 111 Sprech<lb break="no"/>tage abgehalten werden konnten, wo die ARGE für Patentförderung und ein<lb/>
Patentanwalt in den Bundesländern für Erfinder zur Verfügung standen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs>: Vielleicht könnte man auch hier eine Spezialin<lb break="no"/>formation dem ORF zur Verfügung stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_12">Die Sonderuntersuchung über den Außenhandel von MR <rs type="person" ref="#per__113619">Pschorn</rs> hatte dies<lb break="no"/>mal zweckmäßigerweise den Unterschied zwischen den Warenströmen und<lb/>
den Zahlungsströmen dargestellt. Ob die Zeitungen dies bringen, weiß<lb/>
ich nicht. Sicherlich kommt einmal mehr wieder die Pro-Kopf-Berechnung,<lb/>
China hat nur 1 S pro Einwohner Handelsaktivitäten mit uns.<lb/>
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Energieimporte. Die schillingmäßige Reduktion von 62 Mrd. 1981 auf<lb/>
52 Mrd. 1982 wurde auch preis- und mengenmäßig ergänzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_14">Diskussion gab es keine. Ich bin dies ja schon gewohnt, vor den Gästen<lb/>
aber, die wir immer wieder zu unseren Pressefrühstücken einladen, ob<lb/>
dies jetzt Stadtrat <rs type="person" ref="#per__116209">Zilk</rs> war oder die Firmen, die ich mit dem Innova<lb break="no"/>tionspreis auszeichnen konnte, in meinen Augen für die Redakteure ein<lb/>
wenig blamabel.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_15">Prof. <rs type="person" ref="#per__1138371">Leopold</rs> von Graz hat mir anschließend dann geklagt, daß er mit<lb/>
seiner Familie im vergangenen Sommer Wanderbares Österreich mit Rucksack<lb/>
und Bahn durchstreifen wollte. Zu seiner größten Verwunderung mußte er<lb/>
dann feststellen, daß selbst bei schriftlich bestätigter Übernachtung<lb/>
dann die Hotels eine solche konkret verweigerten. Niemand hat schein<lb break="no"/>bar Interesse daran einen Wanderer, der nicht mit Auto vorfährt, und<lb/>
schon gar nicht eine Nacht, zu beherbergen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs>: Wie kann man diese Unsitte bei uns<lb/>
abstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_17">Das Modezentrum in St. Marx besteht 5 Jahre. Aus diesem Grund wurde<lb/>
ich eingeladen, die 5. Jahresgeburtstagsfeier sozusagen zu eröffnen. Zu<lb/>
meiner größten Überraschung war auch Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> anwesend. Eine Kapelle<lb/>
intonierte im Hof Marschmusik, oben spielte dann <add>[eine]</add> moderne Jazzband laute<lb/>
und verrückte Rhythmen, wie mir manche Teilnehmern sagten. Mich selbst<lb/>
hat dies gar nicht gestört, sondern ganz im Gegenteil, <del>sondern</del> schon<lb/>
allein durch meinen Sohn bedingt, fand ich es <choice><choice><sic>weder</sic><corr>nicht</corr></choice></choice> laut, die Sängerin<lb/>
übrigens sogar ausgezeichnet. Der Graphiker <rs type="person" ref="#per__1138372">Deix</rs>, der immer im Profil<lb/>
seine <choice><choice><sic>Kartons</sic><corr>Cartoons</corr></choice></choice> veröffentlicht, darüber hinaus aber jetzt für die Tabak<lb break="no"/>regie die Casablancawerbung macht, hatte eine Vernissage, GD-Stv. der<lb/>
Tabakregie <rs type="person" ref="#per__116106">Mauhart</rs> hat sie dann mit mir gemeinsam eröffnet. Das Spiel<lb break="no"/>casino hat einen Spieltisch aufgestellt, wo ich auch die erste Kugel<lb/>
rollen ließ und dann das Spiel sozusagen eröffnete am Parkplatz wurde<lb/>
dann auch noch eine Eisstockbahn auf Asphalt von mir ebenfalls er<lb break="no"/>öffnet. Zwei Tage jetzt werden dort Aktivitäten dargeboten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_18">In meiner Eröffnungsansprache dankte ich allen, die sich um das Zustande<lb break="no"/>kommen dieses Modezentrums hier in Wien und dann auch ein paar Jahre<lb/>
später in Salzburg verdient gemacht haben, insbesondere Herrn <rs type="person" ref="#per__126228">Böhm</rs>.<lb/>
Unmittelbar hinter dem Modezentrum wird jetzt von der Fa. Huber ein<lb/>
großes Distributionszentrum errichtet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_19">Auf Vorschlag der Fa. Atomic, vor allem aber auch <rs type="person" ref="#per__134176">Lintner</rs> von Dachstein<lb/>
habe ich Präs. <rs type="person" ref="#per__1138373">Onitsuka</rs>, Leiter der Produktion und insbesondere Vertei<lb break="no"/>lerfirma <choice><choice><sic>Assitz</sic><corr>Asics</corr></choice></choice> für Skischuhe und Skier, mit einem hohen Orden ausgezeich<lb break="no"/>net. Die österreichischen Firmen legten Wert darauf, dies sehr feierlich<lb/>
zu machen, erstmals wieder seit Jahrzehnten wurde deshalb von ihnen<lb/>
ein Quartett bestellt, diese intonierten dann feierlichst nicht nur<lb/>
die Bundeshymne, sondern auch die japanische. Der Präsident und seine<lb/>
Gattin, vor allem aber auch der anwesende japanische Botschafter waren<lb/>
sehr gerührt, wie alle von österreichischer Seite feststellen konnten.<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> hat sich bei den beiden Firmen durch die gute Organisation<lb/>
sehr beliebt gemacht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_20">Im Parlament hat den ganzen Tag die Parlamentsauflösungsdebatte gedauert.<lb/>
Leider konnte ich bei dem Diskussionsbeitrag des Bundeskanzlers durch<lb/>
die Eröffnung im Modezentrum nicht dabei sein. Übereinstimmend wurde<lb/>
mir aber mitgeteilt, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eine ganz große, rhetorisch beeindruckende<lb/>
Rede gehalten hat. Insbesondere verwies er darauf, daß sich doch die<lb/>
Oppositionspartei klar überzeugen konnt, daß wenn er sich jetzt aus<lb break="no"/>schließlich im Interesse Österreichs für eine weitere Legislaturperiode<lb/>
zur Verfügung stellt, er dies auch physisch ohne weiteres wird leisten<lb/>
können. Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs>, den ich hörte, war ebenfalls brilliant und<lb/>
hat mit den anderen Parteien, insbesondere der ÖVP und deren Arbeits<lb break="no"/>platzvernichtungskonzept, das 60-Mrd.-Ding, aufgeräumt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_21">Der Freie Wirtschaftsverband hat in Meidling eine Großveranstaltung<lb/>
abgehalten, wo man mich zu einem Referat und Diskussion eingeladen hat.<lb/>
In der Diskussion allerdings fragte man mich nur was das Ministerium<lb/>
gegen die Konzentration des Handels, sprich also den Niedergang der<lb/>
Kleingewerbetreibenden, unternimmt. Ich konnte auf das Nahversorgungs<lb break="no"/>gesetz verweisen, insbesondere aber wird jetzt mit dem Bericht über die<lb/>
Klein- und Mittelbetriebe an den Nationalrat in Hinkunft klargestellt<lb/>
werden, was alles schon geschehen ist und was aber sicherlich noch zu<lb/>
tun ist. Eines steht auf alle Fälle fest, daß Dienstleistungs- und Ge<lb break="no"/>werbebetriebe selbst in den konzentrationsfreudigen Vereinigen Staaten,<lb/>
aber auch jetzt im Comecon-Bericht, <choice><choice><sic>von</sic><corr>wo</corr></choice></choice> sie früher abgeschafft wurden,<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_22">Nach dem offiziellen Referat und der Diskussion sind dann einige zu<lb/>
mir gekommen und haben ihre speziellen Wünsche besprochen. Eine Künstler<lb break="no"/>agentur <rs type="person" ref="#per__1138374">Meutner</rs> fragte mich insbesondere, wie er von divergenten Ge<lb break="no"/>setzesstellen, GewO auf der einen Seite, Gesetze des Sozialministeriums<lb/>
auf der anderen Seite, durchlavieren kann. Ich habe ihm nur versprochen,<lb/>
es wird ihn SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> anrufen, um diese Differenz mit ihm zu klären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte Künstleragentur <rs type="person" ref="#per__1138374">Mautner</rs>, Tel. 83 05 54,<lb/>
anrufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_24">Im Parlament hat mir NR <rs type="person" ref="#per__112988">Wille</rs> mitgeteilt, daß er mit Betriebsräten<lb/>
bei der ÖDK in Klagenfurt, ich glaube sogar bei LH <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs>, über den Be<lb break="no"/>richt des Rechnungshofes diskutierte. Zu seiner größten Verwunderung<lb/>
wurde dort auch behauptet, daß man jetzt ihre Privilegien attackiert, aber<lb/>
Leute wie <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs>, <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs>, <rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs>, <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> in der ÖDK, sprich am<lb/>
Reißeck, ihre Weihnachts- und Osterurlaube verbringen. Nicht dazugesagt<lb/>
wurde, daß wir uns das bezahlen, sicherlich, wie ich bei genauerer Über<lb break="no"/>legung zugeben muß, wahrscheinlich zu Bedingungen, die sonst nur Betriebs<lb break="no"/>angehörige haben. Ich habe sofort mit den 4 Erwähnten gesprochen und<lb/>
wir sind überein gekommen, daß wir ab sofort nicht mehr diese "Ver<lb break="no"/>günstigung" in Anspruch nehmen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-21_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs> verbinden.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Zilk, Helmut</persName>
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               <persName type="label">Würzl, Anton</persName>
               <persName><surname>Würzl</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>MR, Leiter Gruppe FV u. Gewerbeförd. HM</occupation>
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               <persName type="label">Grünwald, Oskar</persName>
               <persName><surname>Grünwald</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Büro Staribacher; ÖIAG</occupation>
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               <persName type="label">Wille, Josef</persName>
               <persName><surname>Wille</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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               <persName type="label">Böhm, Leopold</persName>
               <persName><surname>Böhm</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Fa. Schöps</occupation>
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               <persName type="label">Mauhart, Beppo</persName>
               <persName><surname>Mauhart</surname><forename>Beppo</forename></persName>
               <occupation>AR-Vors. Austria Tabak</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Veselsky, Ernst Eugen</persName>
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               <persName type="label">Staribacher, Josef</persName>
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               <persName type="label">Smolka, Franziska</persName>
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               <occupation>vw. Referat ÖGB</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
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               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Martin, A</persName>
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               <occupation>Sekr. Büro Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Wagner, Leopold</persName>
               <persName><surname>Wagner</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>LH Kärnten, SPÖ</occupation>
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               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
               <persName><surname>Grossendorfer</surname><forename>Enno</forename></persName>
               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName type="label">Hautzenberg, Hans</persName>
               <persName><surname>Hautzenberg</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>ÖDK</occupation>
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               <persName type="label">Lintner, Anton</persName>
               <persName><surname>Lintner</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>Fa. Dachstein Skischuhe [lt. Homepage 1925 von einem Anton Lintner gegr.;
                  offenbar der Sohn mit gleichem Vornamen]</occupation>
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               <persName type="label">Zolles, Helmut</persName>
               <persName><surname>Zolles</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Direktor ÖFVW</occupation>
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               <persName><surname>Pschorn</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Krebs, Helmut</persName>
               <persName><surname>Krebs</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Wr. Landesfremdenverkehrsdir.</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Mayr, Hans</persName>
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               <occupation>Wr. Wirtschafts- u. Finanzstadtrat</occupation>
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