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            <title type="main">Dienstag, der 15. Februar 1983</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band68_1983-02-15</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_01">Dienstag, 15. Februar 1983<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_02">Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> hat BuKa-Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> und den<lb/>
Weingremiumvorsteher <rs type="person" ref="#per__132520">Petermichl</rs> sowie von der Landwirtschaftskammer<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113056">Bierbaum</rs> und den Weinfondsobmann <rs type="person" ref="#per__114721">Mauss</rs> sowie den Genossenschafter <rs type="person" ref="#per__1138511">Weisböck</rs><lb/>
sowie zuständige Beamte und mich zu einem Weingipfel geladen. Die Land<lb break="no"/>wirtschaft war nicht bereit, vor den Wahlen aus den 180.000 hl Weinein<lb break="no"/>fuhrkontingent auch nur die geringste Menge Deckwein reinzulassen. Die<lb/>
HK fordert 25.000 hl, ich schlug dann als Kompromiß vor, 8000 hl als<lb/>
erste Tranche, die Landwirtschaft meinte, darüber könne man reden, wenn die<lb/>
100.000 hl Export in die UdSSR, 4,–– S/l, oder die 20.000 hl in die DDR,<lb/>
S 4,20, abgeschlossen seien. Offen ist noch bei diesen Exporten die<lb/>
Stützung, UdSSR wahrscheinlich 20 Mio. und in die DDR sollte ebenfalls<lb/>
vom Weinfonds ein gewisser Betrag zur Verfügung gestellt werden. <rs type="person" ref="#per__114721">Mauss</rs> er<lb break="no"/>klärte, der Weinwirtschaftsfonds hat jetzt 145 Mio. S Budget, im Vorj. waren<lb/>
es noch 47,5 Mio. Für die DDR-Exporte muß jetzt <rs type="person" ref="#per__132520">Petermichl</rs> SC <rs type="person" ref="#per__114570">Steiner</rs> die<lb/>
Preiskalkulation vorlegen. <rs type="person" ref="#per__113056">Bierbaum</rs> erbat sich Bedenkzeit. Aktuell wird<lb/>
das Ganze, wenn auf der Leipziger Messe am 13. März der DDR-Vertrag sicher<lb/>
unterzeichnet wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die letzten Weinpreis- <add><sic>Mais?</sic></add> und -mengenunterlagen<lb/>
mir dann mitgeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_04">Bei der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> einen Exilösterreicher,<lb/>
der jetzt in London in der Gemeindeverwaltung tätig ist und der über<lb/>
das Konferenzzentrum dort berichten konnte, vorgestellt. Mr. <rs type="person" ref="#per__1138512">Gold</rs> refe<lb break="no"/>rierte, daß in einem neuen Siedlungsgebiet, 5000 Wohnungen, 68 geplant<lb/>
wurde, ein Konferenzzentrum um 10 Mio. £ zu errichten. Voriges Jahr hat<lb/>
es die Königin eröffnet, gekostet hat es 153 Mio. £, ca. 3,8 Mrd. S. Die<lb break="no"/>ses Konferenzzentrum besteht aus einem Konzertsaal für die Londoner<lb/>
Symphoniker, 2000 Sitze, einem Theatersaal, 1600 Sitze, 3 Kinos, eine<lb/>
Gemäldegalerie, also ein Art Center, und vor allem zwei Ausstellungsräume,<lb/>
die sehr wenig kosteten und die größte Attraktion darstellen. In diesen<lb/>
Ausstellungsräumen werden insbesondere kommerzielle Veranstaltungen,<lb/>
Messen, Verkaufsinformationen usw. im Zusammenhang mit den Konferenzen ab<lb break="no"/>gehalten. Nachteilig stellt sich jetzt heraus, daß das Personal nicht<lb/>
eingeschult ist. Die Verpflegung müssen jetzt größere Restaurants, die in<lb/>
Lizenz dies bekommen, versorgen. Nach elfeinhalb Monaten Betrieb ist es<lb/>
jetzt ein großer Erfolg, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verwies darauf, daß <rs type="person" ref="#per__1138512">Gold</rs> ihm gesagt hat,<lb/>
alles ist jetzt ausgebucht bis zum Jahre 1992, ein kanad. Manager hat<lb/>
die Administration für das Ganze und macht eine Produktkoordination. Für<lb/>
mich war entscheidend, daß auch dort das Konferenzzentrum nur vermietet<lb/>
<pb n="68-0196" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-02-15_0196.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wird und <add>[sie?]</add> keine Eigenveranstaltung machen, mit Ausnahme der Kunstausstel<lb break="no"/>lung. Die Jahreskosten sind derzeit 7 Mio. £. Einnahmen gibt es von Aus<lb break="no"/>stellungen und Messen 1 Mio., Konferenzen 500.000,––, Konzerte 500.000,––<lb/>
und sonstiges auch 500.000,––, also insgesamt 2,5 Mio. £, derzeit ein<lb/>
jährliches Defizit von 4,5 Mio. £, d.s. rund 130 Mio. S. In fünf Jahren<lb/>
hoffen sie, daß sie ausgeglichen bilanzieren. Nach dieser Diskussion ver<lb break="no"/>abschiedete <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> <rs type="person" ref="#per__1138512">Gold</rs> mit vielen Dank, daß er sich zur Verfügung ge<lb break="no"/>stellt hat und dem Hinweis, daß er ja jetzt noch mit den österr. dafür<lb/>
in Frage kommenden Stellen Spezialgespräche führen wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> be<lb break="no"/>richtet dann gleich über die Konferenzzentrumsfinanzierung. Es wird ein<lb/>
Joint venture geben zwischen dem Bund, Wien und den drei arab. Fonds,<lb/>
Saudi-Arabien, Kuwait und die Emirate. Das Aktienkapital wird 2–3 Mrd. S<lb/>
betragen. Die Ausländer bekommen dafür eine Vorzugsdividende mit 6 % ga<lb break="no"/>rantiert. Über das Kapital werden eben die billigeren Gelder zur Finanzie<lb break="no"/>rung herangezogen. Nach 14 Jahren wird ein Rückkauf des Bundes und der<lb/>
Gemeinde möglich sein. Im Gespräch steht auch noch ein 3. Partner, Shera<lb break="no"/>ton, die 500 Mio. einzahlen würden. Diese wollen ein Hotel und sonstige<lb/>
Aktivität dort betreiben. Feststeht, daß das Konferenzzentrum zu teuer<lb/>
kalkuliert ist. Es wird sicher von einem Manager betrieben und keine<lb/>
Beamtenverwaltung <add>[haben]</add> und genau wie in London auch eine Mehrzweckverwendung<lb/>
<choice><choice><sic>vorsehen</sic><corr>vorgesehen sein</corr></choice></choice>. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hofft, daß er sehr bald einen Letter of intent bekommt,<lb/>
zu diesem Zeitpunkt wird er dann in die Öffentlichkeit treten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_05"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fragt <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs>, ob der <rs type="person" ref="#per__139738">Klimt</rs>-Fries, der zur 100-Jahr-Feier für<lb/>
<rs type="person" ref="#per__88902">Beethoven</rs> seinerzeit geschaffen wurde, von der kleinbürgerlichen Mentali<lb break="no"/>tät aber in der Monarchie als obszön abgelehnt wurde, die Familie Lederer<lb/>
dann diesen Fries erworben hat, die Nazi ihn beschlagnahmten und verrotten<lb/>
ließen. Auch alle ÖVP-Unterrichtsminister bis 70 haben kein Interesse für<lb/>
die Restaurierung gezeigt. Jetzt, wo ein Teil fertig ist, beginnen die<lb/>
Museen sich zu streiten, wer ihn bekommen soll. Insbesondere <rs type="person" ref="#per__140821">Peichl</rs>, ein<lb/>
Gegner des Konferenzzentrums, möchte ihn <choice><choice><sic>für irgend ein</sic><corr>irgendeinem</corr></choice></choice> Museum geben, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreis<lb break="no"/>ky</rs> möchte ihn am liebsten im Konferenzzentrum aber aufstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_06"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> berichtet, daß am 21. die Auflösungssitzung im Nationalrat stattfin<lb break="no"/>det, <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> wird sicher attackieren. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird antworten und darauf ver<lb break="no"/>weisen, daß von der Regierungserklärung alles schon verwirklicht ist.<lb/>
Am 2. März wird dann über die Vorschläge und Wünsche des Gesundheits<lb break="no"/>ministeriums verhandelt sowie etliche Verträge genehmigt. Am 3. März<lb/>
aber, der letzten Sitzung <choice><choice><sic>nach</sic><corr>vor der Wahl???</corr></choice></choice> wird der Sicherheitsbericht und der Volks<lb break="no"/>anwaltschaftsbericht diskutiert und dann kommen 40 Vorlagen, sicherlich<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann auch noch der Bericht über die Finanzierung des Konfe<lb break="no"/>renzzentrums.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Das Produktsicherungsgesetz kommt, wie ich ver<lb break="no"/><pb n="68-0197" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-02-15_0197.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>mutete, erst spät nachts.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_08"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> berichtet auch, daß mit LH <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> von OÖ über den Ausbau von<lb/>
BMW Steyr es sehr schwer ist, zu einer Einigung zu kommen. Die Drittel<lb break="no"/>lösung wie mit General Motors Gemeinde Wien lehnt <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> entschieden<lb/>
ab. Er ist mit der Stadt Steyr höchstens bereit, 100 Mio. S zu geben.<lb/>
Die Investition muß aber für Steyr gerettet werden, da BMW sonst nach<lb/>
Regensburg mitgeht.<lb/>
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mehr beziehen, genügt nicht, denn <rs type="person" ref="#per__109961">Staberl</rs> und viele andere attackieren<lb/>
jetzt alle Politiker, daß sie dafür die Pauschalbetragregelung bekommen<lb/>
haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_10">Für Ecuador schlägt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vor, sollte man S 1 Mio. aus der Katastrophen<lb break="no"/>hilfe zahlen. Der Finanzminister stimmt zu. Die HK hat vorgeschlagen, man<lb/>
sollte wegen eines Bergrutsches dort helfen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, das könnte<lb/>
die HK ja besorgen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_11">Der allgemeine Bauernverband hat vorgeschlagen, es soll wieder ein Bauern<lb break="no"/>gipfel stattfinden. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> meint, es wäre zweckmäßig, wenn man nur mit<lb/>
den Funktionären spricht und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ersucht ihn, dies zu organisieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_12">Im Angestelltenverzeichnis der UNO scheint auch die 3. Frau von <rs type="person" ref="#per__109961">Nimmer<lb break="no"/>richter</rs> auf. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird prüfen lassen, wieviel von Zollfreibezügen<lb/>
dort auch <rs type="person" ref="#per__109961">Staberl</rs> über seine Frau kauft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_13"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> informiert auch <choice><choice><sic>von</sic><corr>über das</corr></choice></choice> <rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs>-Gespräch, das verhältnismäßig leicht<lb/>
zu führen war, da jeder Präsident seinen eigenen Stil hat, <rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs> regiert<lb/>
monarchisch. Er trifft keine Entscheidungen, das einzige, was er macht,<lb/>
daß er über vorbereitete Unterlagen seinen Sanktus gibt. Wenn der Berater<lb/>
das negativ referiert, dann sagt er Nein, wenn positiv, dann Ja. Unser<lb/>
österr. Botschafter in Amerika, <rs type="person" ref="#per__1137705">Klestil</rs>, war über diese Qualifikation nicht<lb/>
sehr glücklich, die <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch öffentlich andeutete. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> befürchtet<lb/>
aber, daß wenn es zu einem Gipfelgespräch mit <rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs> kommt, dieses Gipfel<lb break="no"/>gespräch sehr kurz sein wird. Die Washington-Administration entwickelt<lb/>
keine Spontanität. Der gescheiteste Mann in dem ganzen <rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs>-Team ist<lb/>
der Sicherheitsbeauftragte <rs type="person" ref="#per__1137505">Clark</rs>, dieser hat auch den ehemaligen Außen<lb break="no"/>minister <rs type="person" ref="#per__128854">Haig</rs>, der als unbesonnener Mann galt, durch den durch überra<lb break="no"/>gende Qualität sich auszeichnenden <rs type="person" ref="#per__149296">Shultz</rs> ersetzt. Dieser spricht in<lb/>
der Wirtschaft den anderen politischen Entscheidungen immer mehr mit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_14"><rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs> hat seine Mannen weitverzweigtest untergebracht. Dazu benötigte<lb/>
er zumindestens die vorgesehene amerik. Botschafterin in Österreich,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1138325">von Damm</rs>. Mit ihrer ungeheurem Personalkenntnis war sie für <rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs> unent<lb break="no"/>behrlich und hat über alle Personalprobleme entsprechend Bescheid gewußt<lb/>
und disponiert. <rs type="person" ref="#per__1137505">Clark</rs> dürfte <rs type="person" ref="#per__1138325">von Damm</rs> bei <rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs> für den österr. Bot<lb break="no"/>schafterposten weggelockt haben. Diese hat jetzt von gewissen Kreisen,<lb/>
wo sie <choice><choice><sic>gesnobt</sic><corr>gemobbt???</corr></choice></choice> werden könnte, Angst. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hatte sofort gesagt, wegen<lb/>
ihrer Herkunft und ihrer großen Aufstiegschance braucht sie bei der soz.<lb/>
Seite keine Bedenken haben. Die VP <add>[wird]</add> sie als militante Exponentin nützen.<lb/>
Der kleine <rs type="person" ref="#per__1138513">Khol</rs>, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> den Leiter der ÖVP-Schulung bezeichnet, und<lb/>
der Berater von <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> auch bei der Amerikareise war, hat mit seinem Manö<lb break="no"/>ver Schiffbruch erlitten. <rs type="person" ref="#per__1138034">Douglas</rs>, der ja von <rs type="person" ref="#per__1138513">Khol</rs> nach Wien eingeladen<lb/>
war und hier die angeblichen Schwierigkeiten und Widersprüche verbreitete,<lb/>
möchte jetzt gerne vom Renner-Institut eingeladen werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat<lb/>
aber abgesagt, weil er, wie er sagte, dafür schon aus der alten Garde <rs type="person" ref="#per__1138514">Paul</rs><lb/>
gewonnen hatte. Bis jetzt gibt es für den Freitagvortrag bereits 1500 An<lb break="no"/>meldungen. Der Begleiter von <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> in Washington, <rs type="person" ref="#per__1138515">Allen</rs>, ist jetzt wegen<lb/>
seinem korrupten Verhalten von der <rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs>-Administration und auch von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126232">Reagan</rs> <add>[selbst]</add> fallen gelassen worden. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> hat sich in Amerika nicht unkorrekt<lb/>
verhalten. die Nullösung, die er dort vertreten hat, war außenpolitisch<lb/>
falsch. Selbst der dt. Außenminister <rs type="person" ref="#per__125813">Genscher</rs>, der dies miterfunden hat,<lb/>
geht jetzt davon schon ab. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> wollte in Amerika auch mit entsprechenden<lb/>
Zeitungen Kontakt aufnehmen, seine Berater haben ihn zur Washington Times<lb/>
gebracht. Er wußte nicht, daß es sich hier um eine Zeitung der Moon-Sekte<lb/>
handelt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst hat im National Press Club eine ungeheuer große Be<lb break="no"/>teiligung gehabt. Washington Post, Business Week, New York Times usw., alle<lb/>
führenden Zeitungen berichteten entsprechend. Die negativen Probleme. z.B.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__123182">Gaddafi</rs>-Besuch, hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst angeschnitten, um ja alles sozusagen<lb/>
zu bereinigen und zu besprechen. Damit ist das ÖVP-Manöver, <rs type="person" ref="#per__1138513">Khol</rs> kriegt<lb/>
von Presse-Amerika Beobachter <rs type="person" ref="#per__1138192">Possanner</rs> Informationen und gibt diese dann<lb/>
nach Washington weiter, dort kommt es wieder nach Wien zurück und so<lb/>
werden die Zeitungen mit Falschmeldungen informiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_15"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fragt bei <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>, ob dieser schon <add>[über?]</add> den Brief wegen der kredit<lb break="no"/>schädigenden Äußerung von <rs type="person" ref="#per__1138516">Seinitz</rs> in der Kronen-Zeitung an den Herausge<lb break="no"/>ber berichtet hat, was dieser auch bestätigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_16"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> faßt dann zusammen, daß er <choice><choice><sic>von der</sic><corr>über die</corr></choice></choice> Amerikareise persönlich sehr<lb/>
zufrieden ist, politisch leider nicht, da <del>er</del> mit <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs> nicht allzu viel<lb/>
geredet werden konnte. Sein Moskau-Termin wird jetzt fixiert. <rs type="person" ref="#per__1137846">Andropow</rs><lb/>
hat ein beträchtliches Format. Er weiß, daß in der Sowjetunion einen<lb/>
tiefen Wandel durchführen muß, ohne die Liberalisierung allerdings wirk<lb break="no"/>lich zuzulassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_17">Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> fragt, ob die amerik. neue Politik bezüglich einer<lb/>
Beschäftigungsaktivität zutrifft. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> befürchtet, daß <rs type="person" ref="#per__1138517">Regan</rs>, der<lb/>
Finanz- und Handelsminister, mit <choice><choice><sic>denen</sic><corr>dem</corr></choice></choice> er geredet hat, <choice><choice><sic>meinen</sic><corr>meint</corr></choice></choice>, sie sind<lb/>
schon überm Berg. In Detroit werden jetzt ein paar tausend Autoarbeiter<lb/>
wieder aufgenommen. Es besteht ein riesiger Aufholbedarf. Früher wurden<lb/>
die Wagen alle drei Jahre gewechselt, jetzt sind es sieben Jahre.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_18"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtet dann über die Arbeitslosensituation Mitte Februar:<lb/>
182.509, um 1000 mehr als Ende Jänner, Arbeitslosenrate 6,3 %. Bauarbeiter<lb/>
sind gleichgeblieben und nicht mehr gestiegen. Von den 45.000 arbeitslosen<lb/>
Jugendlichen sind aber um 1242 weniger als im Vormonat. Bis 19 Jahre<lb/>
8000 um 187 weniger, von 19–25 37.000, um 1055 weniger.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_19">Im Belgrad hat er über die jugosl. Gastarbeiter verhandelt. Die Belgrader<lb/>
möchten gerne, daß finanziell auch noch den Rückkehrern geholfen wird.<lb/>
Vor allem aber wünschen sie, daß die Arbeitslosenversicherung auch nach<lb/>
Belgrad überwiesen wird, was <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> natürlich ablehnt. <add>[Am]</add> Höhepunkt 73<lb/>
gab es 185.000 jugosl. Gastarbeiter. jetzt sind es 97.000. Insgesamt<lb/>
haben die Jugoslawen 1 Mio. Gastarbeiter, die aber jetzt zum größten<lb/>
Teil wieder rückwandern müssen. Unser Slogan im Wahlprogramm, wir haben<lb/>
Arbeitskräfte gerufen und <del>die</del> Menschen sind gekommen, hat die Jugoslawen<lb/>
sehr beeindruckt. Sie selbst haben 800.000 Arbeitslose jetzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_20">Sts. <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> fragt an, was jetzt mit den Polenflüchtlingen geschehen sollte,<lb/>
die nicht anerkannt werden und die doch in Österreich leben. Man schätzt,<lb/>
es sind ungefähr 3000. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> berichtet, daß 10.500 Polen in Österreich<lb/>
jetzt registriert sind, davon sind 1000 legal mit Genehmigung der Regie<lb break="no"/>rung zu kommerziellen oder sonstigen Zwecken in Österreich. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> meint,<lb/>
man wird diesen allen helfen müssen. Die Finanzlandeskonferenz hat aller<lb break="no"/>dings Länderhilfe verweigert, sie können diese Sozialfälle wegen budget<lb break="no"/>tärer Belastung nicht übernehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_21"><rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> berichtet dann über das Sparprogramm der ÖVP. Wissenschaftler<lb/>
sollen jetzt endlich beweisen, wie diese 60 Mrd. eingespart werden könn<lb break="no"/>ten. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> verweist darauf, daß wir ja schon im Budget 83 eine 15-%ige<lb/>
Kürzung der Subventionen durchgeführt haben, Bundestheaterausgaben<lb/>
werden 83 gleich der 82er Quote sein. <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> verweist darauf, daß die<lb/>
ÖBB 72 2,5 Mrd. S investiert <add>[hat]</add>, heuer werden 10,3 Mrd. sein. Dazu kommen<lb/>
die 3,8 Mrd., die ja für soziale Tarifgestaltung subventioniert werden<lb/>
müssen. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> meint, Überstunden wurden von ihm im Vorjahr bereits 100 Mio.<lb/>
eingespart. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> berichtet, daß er bei Bauernversammlungen jetzt darauf<lb/>
hinweist, daß er z.B. am Opernball nicht mehr war. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> spricht sich<lb/>
ganz entschieden gegen eine Politik aus, jetzt der ÖVP mit ihrem Slogan<lb/>
<pb n="68-0200" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-02-15_0200.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>nachzugeben und ein paar hundert Mio. in den Ressorts zusammenzukratzen,<lb/>
die man schon gespart hat oder vielleicht noch in Zukunft sparen wird.<lb/>
Gegen das 60-Mrd.-Ding kann man sich nur wehren, indem man weder vom Sparen<lb/>
noch vom Kürzen spricht, diese Begriffe sind positiv besetzt, sondern<lb/>
eben die 60 Mrd. als ein Ganzes als Schwindel hinstellt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_22"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwartet für seine Diskussion mit <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, daß jedes Ressort ihm<lb/>
ganz kurz die Regierungserklärungserfüllung unverzüglich mitteilt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte von den Sektionen sofort anfor<lb break="no"/>dern und sofort Brief entwerfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_24">Zur Ministerratstagesordnung, die dann auch genehmigt wird, bemerkt <rs type="person" ref="#per__112992">Lösch<lb break="no"/>nak</rs>, daß <choice><choice><sic>Notenwechsel</sic><corr>aufgrund des Notenwechsels?</corr></choice></choice> über Käse-GATT-Vereinbarungen <add>[mit der?]</add> EWG der Verfassungs<lb break="no"/>dienst doch Bedenken wegen der Genehmigung des paraphierten Abkommens hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: MR <rs type="person" ref="#per__116916">Waas</rs> hat das Gegenteil behauptet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_26">GD <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> von Shell geht jetzt in Pension, wird allerdings Aufsichts<lb break="no"/>ratsmitglied. Sein Nachfolger DI <rs type="person" ref="#per__1138519">Berch-Nielsen</rs>, ein Däne, wird von ihm<lb/>
vorgestellt. Ich werfe <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> vor, daß im Shell-Nachrichtendienst die<lb/>
österr. Energiepolitik, insbesondere meine Verhalten, hart kritisiert<lb/>
wird. <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> ist sehr überrascht und hat dies nicht gewußt, aber auch<lb/>
nicht gelesen. Er wird dies unverzüglich prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_27">Ich <choice><choice><sic>ersuche</sic><corr>ziehe?</corr></choice></choice> zu dieser Aussprache dann auch Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs><lb/>
wegen des Fernwärmeprojektes in Schwechat für die Gemüsegärtner <add>[zu?]</add>. Invest<lb break="no"/>itionen für Shell betragen 350 Mio. Sie brauchen daher eine 15jährige<lb/>
Abnahmegarantie. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> meint, die Vegetationsheizung, die in zwei <choice><choice><sic>Ver<lb break="no"/>zugsanalgen</sic><corr>Versuchsanlagen</corr></choice></choice> in Schwechat durchgeführt wurde, hat sich bestens bewährt<lb/>
und eine 50-%ige Energieeinsparung mindestens gebracht, der 2. Betrieb<lb/>
ja sogar 70 %. Für die Leitungsfinanzierung kann er AEK-Kredite, das ist<lb/>
ein fast 50-%iger Zinsenzuschuß, zur Verfügung stellen. Das muß jetzt<lb/>
so schnell als möglich ein Rechtsträger, womöglich in Form einer Genossen<lb break="no"/>schaft aller dieser Gemüsegärtner, gefunden werden. Er wird dazu einladen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_28"><rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> berichtet dann noch, daß die Unterdeckung 550,–– S derzeit auf<lb/>
den Listenpreis ausmacht, eine Benzinpreissenkung daher nicht möglich<lb/>
ist. <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> bestätigt mir auch, wäre jetzt noch der Benzinpreis geregelt,<lb/>
hätten sie im vergangenen Jahr mindestens 40 g Benzinpreiserhöhung sicher<lb break="no"/>lich bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_29">Die ägypt. Bohrungen sind jetzt fündig. Heuer werden im 3. Quartal dann<lb/>
25.000 t Rohöl für Österreich dort gewonnen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_30">Bei der Eröffnung des Verbandstages des Pensionistenverbandes, an dem<lb/>
sicherlich <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> als neuer Obmann gewählt wird, haben viele Regierungs<lb break="no"/>mitglieder, Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, aber auch sogar BP <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> teilgenommen, de<lb/>
dann auch eine Eröffnungsansprache hielt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_31">Dir. <rs type="person" ref="#per__1138215">Heckel</rs> von Waagner-Biro berichtet mir auch, daß die Iraker nur mehr<lb/>
auf Kredit abrechnen wollen. Bis Herbst vergangenen Jahres haben sie<lb/>
alles in bar bezahlt. Den im Irak arbeitenden Firmen entstehen Kriegs<lb break="no"/>mehrkosten. Die Japaner haben 40 % verlangt, jetzt 10 % zuerkannt bekom<lb break="no"/>men. Bei den Indern ist es ähnlich. <rs type="person" ref="#per__1138215">Heckel</rs> wünscht, daß die Österr. Kontroll<lb break="no"/>bank jetzt, wenn sie die Kreidebezahlungen Irak anerkennt, ihnen hilft,<lb/>
daß auch die österr. Firmen Kriegsmehrkosten anerkannt bekommen. Die<lb/>
Österr. Kontrollbank wird darüber am 22.2. beraten. MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs>, der der<lb/>
Sitzung zugezogen war, erklärt mir nachher, daß es sich hier nur um eine<lb/>
Routinesitzung handelt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_32">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte über die Irakfinanzierung <add>[der? bei der?]</add> Österr. Kontroll<lb break="no"/>bank genaue Informationen dann einholen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_33">Der bulgar. FV-Minister <rs type="person" ref="#per__116952">Eftimow</rs> ist nach Wien gekommen. Ich habe <add>[ihn]</add> im Haus<lb/>
Wittgenstein zu einer Kulturveranstaltung, die er gegeben hat, besucht<lb/>
und mich kurz auch <add>[dort]</add> aufgehalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_34">Um 19 Uhr wurde die Bezirkskonferenz vom NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> geleitet, mit einer<lb/>
Multimediaschau begonnen. Dies hat sich gut bewährt. Ich berichtete<lb/>
dann in der Konferenz über die Aktivität in den letzten Jahren und ganz<lb/>
besonders über unsere Wahlaufgaben. Vorher hatte über ein ähnliches Thema<lb/>
NR <rs type="person" ref="#per__112942">Braun</rs> als Delegierter des Wr. Vorstandes gesprochen. Das Hauptreferat<lb/>
hielt aber dann Parteivorsitzender-Stv. <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs>. Über die Berichte, auch<lb/>
den sehr positiven des neuen Kassiers <rs type="person" ref="#per__1138190">Dolinek</rs>, wurde nur vereinzelt disku<lb break="no"/>tiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_35">Die Junge Generation hat 3 Anträge eingebracht, zwei über die Abwicklung<lb/>
von Konferenzen, insbesondere Wahlvorgang, und aber auch über die Dekla<lb break="no"/>rierung der politischen Mandatare über die Bezüge, Nebenbeschäftigungen<lb/>
usw. wurden dem Vorstand zugewiesen. Der Antrag des Jungen-Generation-Ver<lb break="no"/>treters Dr. <rs type="person" ref="#per__127783">Hein</rs> über die notwendigen Maßnahmen auf der Landstraße beim<lb/>
Bau der U3 wurde vom Parteilandessekretär <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs>, der einer meiner<lb/>
Stellvertreter ist, auf das entschiedenste abgelehnt. Die Argumentation<lb/>
der Jungen Generation ist genau dieselbe, die auch die ÖVP auf der Land<lb break="no"/><pb n="68-0202" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-02-15_0202.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>straße gegen den U3-Bau verwendet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_36">Diesmal wurde unsere Wahl statutenmäßig geheim durchgeführt. Am Ergebnis<lb/>
änderte sich im Prinzip nichts. Manche hatten überhaupt keine Streichung,<lb/>
ich selbst 6, manche mehr. Der Wahlvorschlag für die Organe des Bezirkes,<lb/>
aber auch für die Gemeinderats- und Bezirksvertretungsliste <add>[wurde]</add> antragsgemäß<lb/>
trotz geheimer Abstimmung <del>gewählt und</del> bestätigt. Die 15 vorgesehenen<lb/>
Umreihungsverbesserungen waren natürlich bei 280 Delegierten natürlich<lb/>
nicht zu berücksichtigen. Die geheime Wahl hatte nur zur Folge, daß die<lb/>
Sitzung unterbrochen werden mußte. Nach dem Wahlvorgang sind über 100<lb/>
dann der Delegierten gleich weggegangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-15_37">Erstmals hatte ich, seitdem ich mich erinnern kann, im Büro, wo ja <add>[nach?]</add> der<lb/>
Bezirkskonferenz Zeit genug <add>[ist, (?)]</add> um eine Stunde mit MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> und den Sekretären<lb/>
ein bißchen zu plaudern und nostalgisch die Zeit zu besprechen, wo er und<lb/>
ich im Krieg gewesen sind. Unwahrscheinlich, wie jetzt, fast würde ich<lb/>
sagen, die Arbeit abgerissen ist, wir, also <choice><choice><sic>sich</sic><corr>ich?</corr></choice></choice>, sozusagen das HGI, sondern<lb/>
auch Leute, die sonst immer nach Terminen drängen, auf solche verzichten.<lb/>
Entweder nehmen sie an, daß<add>[sie]</add> nach den Wahlen bei anderen vorsprechen <choice><choice><sic>wird</sic><corr>werden</corr></choice></choice><lb/>
müssen oder ist auch jetzt in dieser Beziehung, sicherlich durch den<lb/>
Wahlkampf ausgelöst, eine Stagnation aller Aktivitäten in der Bevölkerung<lb/>
und besonders in der Wirtschaft festzustellen.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 15.2.1983</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 164. Ministerratssitzung, 15.2.1983</head>
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            <head>Nachtrag TO 164. Ministerratssitzung, 15.2.1983</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>ZS GPA, ab 1980 Sozialminister</occupation>
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               <persName><surname>Mock</surname><forename>Alois</forename></persName>
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               <persName type="label">Genscher, Hans-Dietrich</persName>
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               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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