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            <title type="main">Dienstag, der  1. Februar 1983</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band68_1983-02-01</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_01">Dienstag, 1. Februar 1983<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_02">In der Bundesvorstandssitzung berichtete Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> über die wirt<lb break="no"/>schaftspolitische Situation, insbesondere über das Maßnahmenpaket. Er<lb/>
stellte eindeutig klar, daß er keinesfalls, wie in den Zeitungen<lb/>
stand, BK <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sofort für alle Maßnahmen als ÖGB die Zustimmung ge<lb break="no"/>geben hat. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> ist viel zu schlau, um so einen Fehler zu machen.<lb/>
Er erklärte, er wird den zuständigen Stellen im ÖGB darüber berichten.<lb/>
Er informierte sofort den Vizepräsidenten <rs type="person" ref="#per__113374">Gassner</rs>, dann wurde die<lb/>
Steuerkommission des Gewerkschaftsbundes damit sofort beauftragt die<lb/>
Vorschläge zu prüfen. Offiziell wurde dann das Präsidium des ÖGB<lb/>
damit befaßt, heute obliegt es dem Bundesvorstand seinen Bericht<lb/>
zu diskutieren und dann eben zuzustimmen; da die Sicherung der Be<lb break="no"/>schäftigung die größte Priorität hat, ist die soz. Fraktion, nachdem<lb/>
für die kleineren Einkommen und Konsumenten wesentliche Verbesserun<lb break="no"/>gen erzielt werden konnten, bereit dem zuzustimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_03">Der Vertreter der christlichen Gewerkschafter, NR <rs type="person" ref="#per__113374">Gassner</rs>, lehnte im<lb/>
Namen seiner Fraktion das Maßnahmenpaket ab, ebenso die kommunisti<lb break="no"/>schen Kollegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_04">Für die Steuerkommission berichtete der Vorsitzende NR <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs>, der<lb/>
Sekretär der christlichen Gewerkschaft, Ing. <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs>, ein karenzier<lb break="no"/>ter Handelsministeriumsbeamter, hatte dort erklärt, er nehme an den<lb/>
Beratungen sozusagen gar nicht teil, er sei nur gekommen, weil er<lb/>
eingeladen wurde. Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> bemerkte zu Recht, dies sei ein komisches<lb/>
Verhalten, er könne selbstverständlich ohne weiteres, wenn die christ<lb break="no"/>lichen Gewerkschafter der Meinung sind, etwas sei schlecht, dies durch<lb/>
ein ablehnendes Votum zum Ausdruck bringen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> sei es aber auch<lb/>
recht, wenn er glaubt, sozusagen in einer Kommission als Unperson<lb/>
dort und dennoch nicht dort zu sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_05">Überrascht war ich dann am Abend in den Medien zu hören, daß die<lb/>
christliche Gewerkschaft wegen dieses Maßnahmenpaketes eine Gefahr<lb/>
für die Überparteilichkeit des Gewerkschaftsbundes sieht. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hatte<lb/>
ausdrücklich erklärt, daß das Paket ja nicht vom ÖGB, sondern vom<lb/>
Parlament zu beschließen ist. Ich glaube, diese Gefahr besteht wegen<lb/>
dieser offenen Diskussion und letzten Endes Zustimmung der soz. Seite<lb/>
nicht. Dies ist in meinen Augen nur die Folge der Wahlkampfzeit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_06">In der Ministerratsvorbesprechung berichtete <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, daß er von<lb/>
Betriebsfunktionären immer wegen der 30-S-Wohnbeihilfe-Wegnahme ange<lb break="no"/>sprochen wird. Nicht, daß man nicht einsieht, daß die 30 S für andere<lb/>
Zwecke jetzt verwendet werden, sondern daß auch die Regierungsmit<lb break="no"/>glieder hier ein entsprechendes Opfer zu bringen hätten. In Graz<lb/>
hätte die Alternative Liste schon erklärt, daß die Politikerbezüge<lb/>
zu hoch sind, es herrscht über dieses Problem eine unerfreuliche<lb/>
Stimmung. Dies wird auch zentrales Thema des Wahlkampfes bleiben, ohne<lb/>
etwas wird es nicht gehen. Er möchte nur zeitgerecht darauf aufmerksam<lb/>
gemacht haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_07">Die ersten Motoren und Getriebe von Aspern wurden jetzt in Detroit<lb/>
geprüft, es wurde festgestellt daß sie die besten innerhalb des<lb/>
GM-Konzernes sind. Derzeit werden 832 täglich erzeugt, GM wünscht<lb/>
jetzt überall nur die österreichische Produktion, man denkt sogar<lb/>
an eine Produktionsvergrößerung.<lb/>
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des Hunde- und Katzenfutters bekommen. Vizekanzler <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> erklärte<lb/>
ihm die Verhandlungen, die wir geführt haben, und daß es jetzt leider<lb/>
wieder Schwierigkeiten gibt. Ich verwies darauf, daß eine Lösung<lb/>
gefunden werden kann und gefunden werden muß. Wenn heute diese Produk<lb break="no"/>te in Deutschland und in der Schweiz erzeugt werden können, dann<lb/>
sehe ich nicht ein, warum man nicht in Österreich auch eine diesbezüg<lb break="no"/>liche Lösung finden können. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ersuchte <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> unbedingt<lb/>
die Verhandlungen weiterzuführen. Vom Gesundheitsminister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs><lb/>
wurde zugesagt, daß jetzt von ihm die Veterinäre nach Deutschland<lb/>
fahren, um sich dort anzusehen, wie es gemacht und wie es genehmigt<lb/>
werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_09">ÖVP-Abg. <rs type="person" ref="#per__111712">Bergmann</rs> hat alle Minister jetzt wegen der Benutzung von Pri<lb break="no"/>vatflugzeugen parlamentarisch gefragt. Die Koordination übernimmt<lb/>
Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Antwortschreiben sofort an <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs><lb/>
schicken, bevor dann die endgültige Antwort von mir erfolgt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_11">Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> berichtete, daß die ÖVP innerhalb von 4 Tagen<lb/>
für die verschiedensten Einsparmaßnahmen die verschiedensten Ziffern<lb/>
nennt, am 27. Jänner, nach der ÖVP-Parteivorstandssitzung, Vizebürger<lb break="no"/>meister <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs>, am 31.1. der Wirtschaftssprecher Präs. <rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_12">Einsparung bei der ÖBB 8 Mrd. zu 18 Mrd., Beamteneinsparung <choice><choice><sic>zu</sic><corr>von?</corr></choice></choice> 1 Mrd.<lb/>
zu 2 Mrd., Straßenbaueinsparungen 15 Mrd. zu 6 Mrd. Nur das Konferenz<lb break="no"/>zentrum ist mit je 10 Mrd. gleich. Dort hat der NR bereits das Fi<lb break="no"/>nanzierungsgesetz beschlossen, wo 3 Mrd. 750 Mio. vorgesehen sind.<lb/>
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Handelskammer hier gegen diese unsachliche Polemik auftreten, weil<lb/>
sie ja letzten Endes davon am meisten betroffen ist, ist nicht zu er<lb break="no"/>waren. Das Ganze müßte man ständig im NR diskutieren.<lb/>
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sieht, die Widersprüchlichkeit aufzuzeigen, der Nachteil ist aber,<lb/>
daß eigene Regierungsmitglieder dann mehr oder minder die ÖVP-Ziffern<lb/>
präsentieren müssen. Am Mittwoch wird im Parlament zuerst ein Justiz<lb break="no"/>kapitel verhandelt und dann kommt der Bundesrechnungsabschluß, wo<lb/>
man all diese Diskussionen führen kann. Ich habe anschließend nach dem<lb/>
Ministerrat <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> im Vorzimmer getroffen und erklärt, diese Haltung<lb/>
verstehe ich nicht ganz. Ich habe während meiner ganzen jetzt bald<lb/>
13-jährigen Handelsministertätigkeit zwei dringliche Anfragen gehabt,<lb/>
die erste war von NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> wegen der Zuckerversorgung an mich ge<lb break="no"/>richtet und, wie ich glaube, ein wirklich voller Erfolg. Die zweite<lb/>
war von der ÖVP wegen angeblicher Falschinformation des Nationalrates<lb/>
und auch diese ging eindeutig zu unseren Gunsten aus. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> gab<lb/>
mir Recht und meinte, er wird neuerdings mit Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> darüber re<lb break="no"/>den.<lb/>
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er hat ja auch sofort den richtigen Slogan, der große Schwindel mit<lb/>
den 60 Mrd. <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> meinte, wenn diese neue Parole propagiert werden<lb/>
soll, dann müßte er 2 1/2 Mio. S neuerdings für den Wahlkampf zusätz<lb break="no"/>lich bekommen, alles andere sei bereits verplant. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ärgerte<lb/>
diese Aussage sehr, denn er sagt, 2 1/2 Mio. S muß man zusätzlich auf<lb break="no"/>bringen; wenn dies notwendig ist, wird er sich selbst darum bemühen.<lb/>
So unbeweglich kann es nicht sein und vor allem eine solche Gelegen<lb break="no"/>heit darf man sich nicht entgehen lassen.<lb/>
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und dann die Strategie besprechen, auch das lehnte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ganz ent<lb break="no"/>schieden ab. Die Strategie muß vorher festgelegt werden und die 2 1/2 <add>[Mio.]</add><lb/>
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man müsse daher jetzt eben die generelle Gegenkampagne starten, der<lb/>
große Schwindel mit den 60 Mrd. Wenn <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> einmal erkannt hat,<lb/>
und ich glaube, hier hat er vollkommen Recht, welche Gegenmaßnahmen<lb/>
resp. welche Schwächen sich die ÖVP in einem gewissen Punkt gibt, dann<lb/>
wird er sehr ungeduldig, wenn auch noch so begründete sachliche<lb/>
Einwendungen, wie es ist kein zusätzliches Geld mehr vorhanden man<lb/>
nicht sofort alles unternimmt, um diese Politik auch zu unterstützen.<lb/>
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es nur 181.494, das ist eine Arbeitslosenrate von 6,3 %. Ursprünglich<lb/>
hatte er geschätzt, daß es 185.000 werden, weil er angenommen hat,<lb/>
daß von Mitte Jänner, wo eine Schätzung vorlag, bis Ende Jänner im<lb/>
Vorjahr 8.000 dazugekommen sind. Heuer waren es Gott sei dank nur<lb/>
4.500. Dar Bau ist mit 51.000 Arbeitslosen darin enthalten, das sind<lb/>
um 2.000 weniger als im Vorjahr. Die Prognose der Unternehmer hat<lb/>
bekanntlicherweise 100.000 vorhergesagt. Am meisten beunruhigend ist,<lb/>
daß darin auch 46.000 Jugendliche sind bis 25 Jahre. Die Arbeitslosen<lb break="no"/>rate bei diesen ist 5,9 %, also unter dem allgemeinen Durchschnitt,<lb/>
aber hier wird man sich besonders etwas einfallen lassen müssen.<lb/>
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Einsparungsmöglichkeit <choice><choice><sic>5 Mo</sic><corr>5 Mio.???</corr></choice></choice> vorgesehen sind, im Budget 83 sind aber<lb/>
für die zu erwartenden Aufwendungen nur 27 Mio. notwendig und auch<lb/>
vorgesehen.<lb/>
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und LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__123039">Grünner</rs> ihn wegen der Sondermüllbeseitigung in Asten<lb/>
angesprochen hat. Er fürchtet, daß es jetzt zu keiner Einigung kommt<lb/>
und letzten Endes aber doch gegenüber LH <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> die Regierung nach<lb break="no"/>gibt.<lb/>
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geforderten 60 Mio., vorsieht in Form eines Zweckzuschusses für Asten.<lb/>
Dieser dient nur zur Errichtung der Anlage, die Betriebskosten müssen<lb/>
dann kostendeckend weiterverrechnet werden. Der Wasserwirtschafts<lb break="no"/>fonds, auch eine Bundesleistung, wird darüber hinaus noch 70 % der<lb/>
Kosten übernehmen.<lb/>
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haben ja auch bereits mit den Entsorgungsbetrieben Simmering wesent<lb break="no"/>liche Eigenleistungen für die Giftmüllentsorgung geleistet.<lb/>
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diesen Sondermüll verursacht. Es muß eine Lösung über das Budget<lb/>
gefunden werden, da man ansonsten vorwerfen wird, die verstaatlichte<lb/>
Industrie ist der Hauptverursacher, sie soll daher wenn notwendig<lb/>
vielleicht sogar über die ÖIAG diese Entsorgung mitfinanzieren.<lb/>
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anfallen. EBS ist für Ostösterreich, für die westlichen Bundesländer<lb/>
soll eben Asten errichtet werden. Die Medien nehmen sich dieses<lb/>
Problemes an. In Lambach soll eine Deponie existieren, die skandalöse<lb/>
Zustände hat. Das Sonderabfallbeseitigungsgesetz, das jetzt im Na<lb break="no"/>tionalrat verhandelt wird, scheitert derzeit an der Finanzierung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_25"><rs type="person" ref="#per__117943">Kreisky</rs> ersucht <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> und vor allem auch <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> für diese Probleme<lb/>
endlich eine Lösung zu finden. Man muß eben mit Wien und OÖ Genossen<lb/>
besonders sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_26"><rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> berichtet, daß jetzt die AHS- und BHS-Lehrer wegen der unzu<lb break="no"/>länglichen Beförderungsrichtlinien für diese Gruppen Maßnahmen<lb/>
setzen werden. Für Freitag ist eine Dienststellenversammlung vorge<lb break="no"/>sehen. Es war bis jetzt noch nie der Fall, daß, während Verhandlungen<lb/>
geführt wurden, Maßnahmen gesetzt werden, die Forderung würde allein<lb/>
4 Mrd. S kosten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bemerkt dazu, die Forderungen der Lehrer<lb/>
werden bei der Bevölkerung schlecht ankommen, schon allein, weil<lb/>
die kurze Arbeitszeit, 20 Stunden pro Woche, die Lehrer unbeliebt<lb/>
macht. Die Behauptung von <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs>, daß die Lehrer sagen, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
hätte das Prinzip bereits anerkannt, welches auch bei den Richtern<lb/>
bereits durchgeführt wird, bestreitet <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auf das Entschiedenste.<lb/>
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wird<add>[bei; von]</add> 100 Lehrer<add>[-n]</add> deren Überstunden durch neue Dienstposten zu er<lb break="no"/>setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_28">Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> will wissen, ob die Polenflüchtlinge, die als<lb/>
Flüchtlinge abgewiesen werden, von ihrer Organisation weiter betreut<lb/>
werden sollen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> stellt sofort fest, irgendwer muß sich um<lb/>
diese Polen kümmern. Hier zeigt sich die Heuchelei der ÖVP, die nach<lb/>
außen dafür eintritt, aber innen bei der Bevölkerung gegen die Flücht<lb break="no"/>linge schürt. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> bemerkt dazu, daß Flüchtlingshilfe Sozialhilfe<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_29"><rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> verweist darauf, daß die Heizkostenzuschüsse in OÖ<lb/>
nur teilweise gefragt werden und daher beträchtliche Mittel über<lb break="no"/>bleiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_30">Im Ministerrat hat <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> das Jugendgerichtsgesetz zurückgestellt,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat wieder bei den Staatsbürgerschaften, die diesmal das<lb/>
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gefragt, worum es sich hier handelt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_31"><rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> beantragt dann, daß die Dienstreise <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> durchführen mußte,<lb/>
um in Amerika jetzt die technologischen Transferprobleme zu lösen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> hat mich dann auch am Nachmittag angerufen, um zu klären, wer<lb/>
jetzt ein solches Abkommen paraphieren könnte, ich habe gesagt, er,<lb/>
wenn er will, in meinem Namen, dies hat <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> aber nicht für zweck<lb break="no"/>mäßig gehalten und ersucht, daß MR <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs> von mir dazu ermächtigt<lb/>
wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_32"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtet dann über die Arbeitslosenziffern, er wird jetzt<lb/>
nach Jugoslawien fahren, um dort über das Gastarbeiterproblem zu ver<lb break="no"/>handeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_33"><rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> hat die Freigabe der Stabilisierungsquote beantragt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_34"><rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> berichtet, daß der irakische Innenminister bei ihm war. Über<lb/>
kriminaltechnische Fragen wurde gesprochen, insbesondere aber auch<lb/>
über die österreichischen Lieferwünsche von Schuhen und Spaten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_35">Nach dem Ministerrat hat mir <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> erzählt, daß die Saudis angeblich<lb/>
nur mehr bis zur Mitte des Jahres den Irakern Geld geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_36">Mit <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> und <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> besprach ich dann seine Algerienreise. Die<lb/>
Algerier drängen darauf, daß so wie bei Frankreich und Italien eine<lb/>
große Gemischte Kommission mit Österreich gebildet werden sollte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> ist absolut dagegen und wünscht nur, daß wir bei den nächsten<lb/>
Wirtschaftsverhandlungen über alle Wirtschaftsfragen reden sollen.<lb/>
Dies habe ich zugesagt. Die Hauptschwierigkeit wird aber darin sein,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> mit Recht sich nicht mehr bereit erklärt für eine weitere<lb/>
Tranche den Algeriern einen 6 %-igen Kredit zu gewähren. Die ersten<lb/>
6 Mrd. S sind bereits verbraucht. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__110169">Nußbaum</rs> hat seinerzeit<lb/>
einen Rahmenvertrag von 30 Mrd. zu 6 % abgeschlossen. Ich selbst<lb/>
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Algeriern sagt, vor der Wahl kann nichts mehr beschlossen werden. Der<lb/>
Zeitpunkt der zweiten Tranche liegt nämlich im Ermessen der öster<lb break="no"/>reichischen Seite. Nach den Wahlen wird man verhandeln müssen, daß<lb/>
den österreichischen Exporteuren dann die Differenz zu dem möglichst<lb/>
wahrscheinlich über 8 % liegenden Zinsfuß auf die 6 % durch irgendeine<lb/>
Konstruktion abgegolten werden muß. Sollten dann die Produkte<lb/>
in Algerien nicht mehr übernommen werden, weil sie eben zu teuer sind,<lb/>
dann haben wir den <choice><choice><sic>30 Mrd. Rahmenvertret</sic><corr>30-Mrd.-Rahmenvertrag?</corr></choice></choice> theoretisch erfüllt. In<lb/>
der Praxis kann er halt nicht abgewickelt werden. Mit diesem meinem<lb/>
Vorschlag waren sowohl <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> als auch <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> einverstanden, da ja<lb/>
niemand eine bessere Lösung hatte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_37">Ich habe diese Hauptproblematik der Leiterin des Vorkommandos<lb/>
Mag. <rs type="person" ref="#per__133381">Burian</rs> mitgeteilt. Diese wird jetzt gleichzeitig mit dem MR<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97340">Bodo Beelitz</rs> nach Algerien fahren, um dort insbesondere den großen<lb/>
Eisenbahnvertrag endgültig auszuarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_38">Innenminister <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> ergänzte mir noch gegenüber, daß er diese Schuh-<lb/>
und Spatenbriefe in der offiziellen Sitzung dem irakischen Innenmini<lb break="no"/>ster gegeben hat. Dadurch erscheint dies im Protokoll auf. Dieser<lb/>
ist auch Mitglied des Revolutionsrates, hat einen großen Einfluß und<lb/>
er hofft, daß er sich in Bagdad dann tatsächlich für diese Lieferungen<lb/>
einsetzten wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_39">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Spatenfirma und Kastinger verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_40">Die Verhandlungen mit dem bosnischen Wirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__126301">Pulja</rs> über<lb/>
die Kompensationslieferung Getreide gegen Kohle verlief deshalb dra<lb break="no"/>matisch, weil die Jugoslawen auf einen Abschluß hoffen, für die Tonne<lb/>
Qualitätsweizen aber nur 152 $ anbieten. Das Landwirtschaftsministe<lb break="no"/>rium, SL <rs type="person" ref="#per__114570">Steiner</rs>, hat aber mir gegenüber begründend erklärt, daß sie<lb/>
unter 162 $ nicht gehen können. Schon bei diesem Preis beträgt die<lb/>
Stützung mehr als 2.000 S pro to. Ich habe den Jugoslawen nur zugesagt,<lb/>
wenn der erkrankte Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> kommt, dann sofort<lb/>
mit ihm über dieses Problem neuerdings zu sprechen. Die Verhandlungen<lb/>
wurden in der Zwischenzeit fortgesetzt, die Bosnier wünschen jetzt<lb/>
allerdings, daß ein Teil der Kohle, die wir übernehmen wollen, als<lb/>
Kompensation angerechnet wird, der größere Teil soll dann bar be<lb break="no"/>zahlt werden. Diese Forderung, habe ich MR <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__116120">Hille</rs> gesagt,<lb/>
können wir kaum erfüllen. Da die bosnische Seite eine ganze Reihe<lb/>
von Kompensationswünschen nicht nur bei Kohle, sondern auch anderen<lb/>
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Delegation, müßte es gelingen entsprechende Lösungen zu finden. Die<lb/>
Bosnier waren sehr enttäuscht, daß die ÖDK von ihnen heuer anstelle<lb/>
der 380.000 to<add>[, die]</add> im Vorjahr geplant war<add>[en]</add>, tatsächlich wurden nur 320.000<lb/>
to geliefert, auf 200.000 to reduziert hat und gleichzeitig auch aus<lb/>
Montenegro rund 200.000 to in Kompensation kauft. Ich habe der jug.<lb/>
Seite auf Wunsch der Zuckerindustrie auch ev. Zuckerkompensations<lb break="no"/>lieferungen für die Kohle angeboten. Auf alle Fälle erklärte ich,<lb/>
müssen wir versuchen Kompensationsgüter für diese Kohleabnahme zu<lb/>
finden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_41">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> sofort verbinden, wenn er<lb/>
wieder im Büro ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_42">Im Direktorium der ÖFVW berichtete Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs>, daß die<lb/>
Schweizer Verkehrszentrale vom Bund eine 40 %-ige Zuschußerhöhung<lb/>
bekommen hat, um den Fremdenverkehrsrückgang besser bekämpfen zu<lb/>
können. Wir werden in Österreich max. eine 10 %-ige Erhöhung mit<lb/>
den Ländern durchsetzen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_43">In Deutschland wurde festgestellt, daß auch der innerdeutsche Urlau<lb break="no"/>berverkehr einen Rückschlag um -7 % erlitten hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_44">Die atb war ein voller Erfolg, für den dritten Tag ist jetzt vorgesehen,<lb/>
daß die österreichischen Anbieter mit dem Außenhandelsstellenleiter<lb/>
der ÖFVW und mit allen Verkaufsförderern zusammentreffen können.<lb/>
KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> bemerkt, daß insbesondere die Anbieter mehr konkrete Ver<lb break="no"/>käufe durchführen sollten<add>[. Die,]</add> die konkret angeboten haben haben nicht<lb/>
nur Kontakte hergestellt, sondern auch Kontrakte abgeschlossen, wie<lb/>
ich immer wieder sage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_45">Bei dem Cotal-Kongreß in Argentinien wird der ganze südamerikanische<lb/>
Raum vertreten sein. Die Tiroler haben angekündigt, sie werden einen<lb/>
eigenen workshop dort machen, der Vertreter Tirols im Kuratorium,<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__1137938">Braun</rs>, mußte zugeben, daß dies nicht allzu zweckmäßig ist. Alle<lb/>
Aktivitäten sollen im Einvernehmen mit der österreichischen Fremden<lb break="no"/>verkehrswerbung erfolgen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_46"><rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> wird im Fontainebleau an einem Wochenkurs teilnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_47">Zweiter Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs> berichtet, daß die Rotation jetzt schön<lb/>
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Bei der offiziellen Übergab waren 200 Besucher bei dem Empfang, wo<lb/>
er vorgestellt wurde. Ende Februar soll es in London sein, Ende Dez<lb break="no"/>ember dann in Frankfurt, zuletzt dann in New York. Syndikus <rs type="person" ref="#per__118737">Schimka</rs><lb/>
verwies mit Recht darauf, daß Paris jetzt seit Monaten unbesetzt<lb/>
ist, wir beschlossen daher auf meinem Antrag, die Geschäftsführung<lb/>
soll alles unternehmen, um den neuen Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__134295">Patzak</rs>, derzeit<lb/>
in New York, so schnell als möglich nach Paris zu bringen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_48">Die Länder halten sich jetzt an die neuen Termine für die Mitglieds<lb break="no"/>beitragszahlung, insbesondere Salzburg und Tirol haben bereits bezahlt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_49">In Südafrika wird der Honorarkonsul in Durham, weil er 70 Jahre alt ist,<lb/>
zurücklegen. Das Außenamt will keinen neuen bestellen, man befürchtet,<lb/>
daß 3.000 bis 4.000 Visa, die jetzt nach Kapstadt geschickt werden<lb/>
müssen, zu lange dauern, wodurch diese zusätzlichen, nach Österreich<lb/>
kommenden Reisenden über die Reisebüros verloren gehen könnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_50">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Außenamt davon verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_51"><rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs> berichtete, daß jetzt die Finanzierung über meinen Vorschlag<lb/>
mit den zinsenfreien Krediten unter Führung von GD <rs type="person" ref="#per__113372">Wallner</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> anläuft.<lb/>
Ich schlug vor, man soll außer dem Bürohaus in der Margaretenstraße<lb/>
auch andere Projekte, insbesondere das Anbot von NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, die Fa.<lb/>
Schöps möchte in der Mariahilfer Straße ein Haus günstig verkaufen,<lb/>
genau besichtigt werden soll. Mit unserem derzeitigen Hausherren GD<lb/>
<rs type="person" ref="#per__127036">Kornis</rs> von der Generali habe ich beim Empfang für <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs>, "Mann<lb/>
des Jahres", gesprochen und erklärt, daß wir auch andere Projekte jetzt<lb/>
überlegen. <rs type="person" ref="#per__127036">Kornis</rs> wäre zu konkreten Verhandlungen jetzt mit <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs><lb/>
mehr aufgeschlossen als vor etlichen Monaten. <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> bestätigte<lb/>
mir, daß der Büroraum und überhaupt Realitätenmarkt jetzt ganz zusammen<lb break="no"/>gebrochen ist. So billig wie jetzt konnte man bis jetzt noch niemals<lb/>
kaufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_52">Zur Nominierung der Rechnungsprüfer wurde auf Vorschlag <add>[von]</add> <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs><lb/>
wieder der Vertrag mit <rs type="person" ref="#per__122994">Ziegler</rs> verlängert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_53">In Amsterdam, berichtete <rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs>, müssen wir uns eine neue Zweigstelle<lb/>
suchen. In New York wurde der Mietvertrag, der bis Ende des Jahres<lb/>
gilt, bis 1987 verlängert, bei 50 %-iger Erhöhung. Vergleichsangebote<lb/>
lagen alle um 100 bis 300 % höher. <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> bemerkte zu Recht, wir<lb/>
werden noch alle der Idee nachtrauern, daß wir dort nicht, wie beabsichtigt,<lb/>
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daß bei ihm Finanziers für dieses Österreichhaus gewesen wären, wenn<lb/>
der ORF ähnlich der Krebs- und Sporthilfe-Aktionen <add>[eine]</add> solche Gewinn<lb break="no"/>lotterie starten würde. Solche Vorschläge gibt es zu Dutzenden, das<lb/>
Österreichhaus in New York ist übrigens nicht an der Finanzierung<lb/>
gescheitert, diese wäre möglich gewesen, sondern an der Ablehnung<lb/>
der betroffenen Stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_54">Im Bezirksvorstand auf der Landstraße kam die Frage des Landstraßer<lb/>
Museums, Berufung des neuen Präsidenten, zur Diskussion. In diesem<lb/>
Verein besteht ein vollkommen unzulängliches Statut, trotzdem konnte<lb/>
jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Der ehem. Bez.vst.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97347">Berger</rs> hat bei seiner Berufung damals ausdrücklich festgestellt, daß<lb/>
der jeweilige Bezirksvorsteher automatisch Präsident des Vereines<lb/>
ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-02-01_55">In der Bezirksausschußsitzung wurde nach meinem politischen Bericht<lb/>
kaum diskutiert. Auch nach den Organisationsberichten und einzelnen<lb/>
Diskussionen darüber war diese Sitzung verhältnismäßig sehr kurz.<lb/>
Entweder ist schon alles im Wahlkampffieber oder die befreundeten<lb/>
Organisationen, die ja eigentlich im Bezirksausschuß vertreten sind <add>[Satzteil fehlt offenbar, Anm.]</add>,<lb/>
man wird die ganze Diskussion dann bei unserer nächsten Bezirkskon<lb break="no"/>ferenz Mitte des Monats abhalten. Das Gerücht geistert nämlich rum,<lb/>
daß die Vertreter der JG eine eigene Liste für die Bezirksvertretung<lb/>
aufstellen wollen. Jetzt wurde einmal bei unserer Bezirksausschuß<lb break="no"/>sitzung nur anhand der Statuen geklärt, welche Organisation und wer<lb/>
von diesen Organisationen zur Bezirkskonferenz geschickt wird.<lb/>
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            <head>Nachtrag TO 162. Ministerratssitzung (TOP 31–35), 1.2.1983</head>
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            <head>hs. Notizen, 1. Teil (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 162. Ministerratssitzung (TOP 27–30), 1.2.1983</head>
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            <head>hs. Notizen, 2. Teil (TO MR-Sitzung, TOP 27–30, Rückseite)</head>
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                  ÖVP-Politiker</occupation>
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