<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19830113.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19830112.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19830114.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Donnerstag, der 13. Jänner 1983</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Thomas Tretzmüller</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band68_1983-01-13</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1983-01-13">Donnerstag, 13. Januar 1983</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2019-12-09">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text>
      <body>
         <pb n="68-0035" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-01-13_0035.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry">
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_01">Donnerstag, 13. Jänner 1983<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_02">In der LUGA haben die Zuckerarbeiter ein Problem, das sie unbedingt<lb/>
mit mir besprechen wollten, die Unternehmer haben ohne lange mit ihnen<lb/>
zu verhandeln, einzelne Vorstände erklärten kategorisch, das ist so<lb break="no"/>wieso ein Geschenk, das sie freiwillig vergeben, die Kampagnenprämie<lb/>
um 20 % gekürzt, tatsächlich ist diese nicht vertraglich fixiert,<lb/>
ich versuchte den Kollegen klarzumachen, daß durch die überlange<lb/>
Kampagnendauer erstmals bis in den Februar hinein die Unternehmer<lb/>
sicher auf dem Standpunkt stehen, daß die Zuckerarbeiter noch nie<lb break="no"/>mals eine so lange Verdienstmöglichkeit hatten. Während der Kampagne<lb/>
sind die Nacht- und Überstundenzuschläge die ausbezahlten Löhne beson<lb break="no"/>ders hoch. Die Unternehmer begründen daher die Kürzung der Prämie<lb/>
sicherlich damit, daß die Jahreseinkommen bei dieser Kampagne durch die<lb/>
lange Dauer außergewöhnlich gut sind. Die Zuckerindustrie hat die<lb/>
größten Schwierigkeiten, die mindestens über 100.000 to betragenden<lb/>
Überschüsse, die <choice><choice><sic>wetern</sic><corr>weder</corr></choice></choice> exportiert werden können noch im Inland ver<lb break="no"/>kauft werden kann, einzulagern und eben irgendwie für das nächste<lb/>
Jahr dann abzusetzen. Alles Kosten, die die Zuckerindustrie bei wesent<lb break="no"/>lich geringerer Absatzchance und wie<add>[sie]</add> sagt nicht kostendeckenden Preisen<lb/>
tragen muß. Sicher war die Vorgangsweise, wenn sie wie einige Kollegen<lb/>
schilderten so war, nicht sozialpartnerschaftlich, diese Mitteilung ohne<lb/>
vorher darüber zu verhandeln ist für die Zuckerindustrie unüblich.<lb/>
Wir beschlossen daher, daß wir entsprechende Verhandlungen wünschen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_03">VW Deutschland hat eine Wärmepumpe um ca. 50 Mio. DM bisherige Investition<lb/>
entwickelt. Da die Umsatzziffern zumindest zu Beginn der Produktion<lb/>
zu gering <choice><choice><sic>ist</sic><corr>sind</corr></choice></choice>, entschloß sich der VW Vorstand in Wolfsburg dieses jetzt<lb/>
fertige Projekt ins Ausland zu vergeben. VW ist immer nur an Serien von<lb/>
100.000 Stück pro Jahr interessiert. Eine solche große Serie kann aber<lb/>
selbst in einigen Jahren nicht erreicht werden. Dringend notwendig ist<lb/>
nämlich, daß gleichzeitig auch das Service in den Ländern entwickelt<lb/>
wird, wo diese Pumpe abgesetzt werden soll. Porsche Österreich wird<lb/>
daher sein Servicenetz zur Verfügung stellen. Bei der <choice><choice><sic>Repräsentation</sic><corr>Präsentation</corr></choice></choice><lb/>
dieser Wärmepumpe, die auf einen Dieselmotor aufgebaut ist, waren die<lb/>
Entwickler und Forscher aus der VW-Stadt Wolfsburg gekommen. Staatsse<lb break="no"/>kretär <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs>, aber weil er sich auch persönlich dafür interessiert,<lb/>
Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> und ich sowie eine große Anzahl von Beamten<lb/>
hörten und diskutierten diesen sehr interessanten Vortrag. Die Bundes<lb break="no"/>handelskammer war, wie dies scheinbar jetzt überhaupt üblich ist, nur<lb/>
durch Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs> und einigen Beamten vertreten. VW<lb/>
Wolfsburg ist heute der größte Dieselmotorenerzeuger. Die Dieselmotoren<lb/>
<pb n="68-0036" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-01-13_0036.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>bilden auch neben den Kompressoren, die eigentlich wieder Autokühl<lb break="no"/>systeme sind, die Grundlage dieser Wärmepumpen, der VW-Vertreter, der<lb/>
für den Vst.Dir. <rs type="person" ref="#per__111752">Münzner</rs> den Einkauf in Österreich organisiert, <rs type="person" ref="#per__123317">Matou<lb break="no"/>sek</rs>, nimmt sich für dieses Lieblingsprojekt wie er es selbst bezeichnet<lb/>
besonders an. Porsche Salzburg wird jetzt ihr Zentrallager, das in<lb/>
Wr. Neustadt vorhanden ist, nach Salzburg zurücknehmen, dadurch wird<lb/>
dieses Gelände in Wr. Neustadt frei, die Wr. Neustädter rechnen aber<lb/>
fest, daß auf ihrem Gebiet jetzt die Montage dieser Wärmepumpe unver<lb break="no"/>züglich beginnt. Wie ich nachher festgestellt habe interessiert sich<lb/>
aber auch GD <rs type="person" ref="#per__116449">Streicher</rs>, VMW, der anwesend war, diese Produktion nach<lb/>
Berndorf zu bekommen. Er hat von VMW in Alternativenergie insbesondere<lb/>
natürlich eben die Wärmekollektoren bereits 200 Mio. S investiert. Die<lb break="no"/>ses Geld kann er allerdings, wie mir <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> nachher selbst bestätigte,<lb/>
abschreiben. Die Sonnenkollektoren und alle anderen Alternativenergie<lb break="no"/>investitionen haben sich als Fehlinvestitionen erwiesen, ich selbst<lb/>
hatte ja immer größte Bedenken gegen diese Sonnenkollektorenproduktion,<lb/>
weil es erstens zu wenig Sonneneinstrahlung in Österreich gibt und<lb/>
zweitens selbst Stiebel Eltron bei günstigsten Sonneneinstrahlungen<lb/>
und wesentlich besserer technischer Organisation mit den Sonnenkollek<lb break="no"/>toren Schiffbruch erlitten hat. Zwischen Wr. Neustadt und Berndorf<lb/>
wird es daher zu einem harten Konkurrenzkampf kommen durch die schle<lb break="no"/>chte Situation, aber im Raum Wr. Neustadt wird so glaube ich auch<lb/>
letzten Endes das BKA für die Produktionsstätte Wr. Neustadt drücken.<lb/>
Ich selbst habe den Vertretern von VW klar und deutlich gesagt, daß<lb/>
Österreich an dieser Produktion brennendst interessiert ist, daß wir<lb/>
sie in jeder Beziehung unterstützen werden. Das Handelsministerium hat<lb/>
nur keine finanziellen Mittel dafür, gemeinsam mit dem BKA werden wir<lb/>
eine optimale Förderung versuchen, ohne ihnen Details mitzuteilen bin<lb/>
ich fest davon überzeugt, können sie die 100.000 S pro Arbeitsplatz<lb/>
plus entsprechende ERP- resp. Top-Kredite <add>[?, hs. Korr. unklar; Anm.]</add> bekommen. Die in Deutschland<lb/>
entwickelten Unterlagen, insbesondere Energieeinsparung und Rentabili<lb break="no"/>tätsberechnungen werden jetzt für österreichische Verhältnisse adap<lb break="no"/>tiert. Ich habe dort offiziell zugesagt, daß dies eine Voraussetzung<lb/>
ist, bevor man in Österreich die notwendigen Beschlüsse fassen kann.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte in Zusammenarbeit mit <rs type="person" ref="#per__123317">Matousek</rs><lb/>
sofort diese Vorarbeiten in Angriff nehmen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_05">Dir. <rs type="person" ref="#per__113107">Walter</rs> von der Porr AG scheidet dort nach über 30-jähriger Tätig<lb break="no"/>keit aus, weil er sich mit dem anderen Vorstandsdirektor <rs type="person" ref="#per__114058">Huber</rs> nicht<lb/>
versteht. <rs type="person" ref="#per__113107">Walter</rs> hat nun in Amerika festgestellt, daß in den USA sei<lb break="no"/>ner Meinung nach österreichische Baufirmen sicherlich Bauaufträge be<lb break="no"/><pb n="68-0037" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-01-13_0037.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>kommen könnten. Als ich verwundert fragte wie und was dort eigentlich<lb/>
gebaut werden könnte, das die Amerikaner selbst nicht wesentlich<lb/>
besser zusammenbringen, meinte <rs type="person" ref="#per__113107">Walter</rs>, die österreichische Tunnelbauweise<lb/>
ist heute weltweit als führend bekannt. Einer Schweizer Firma ist es<lb/>
z.B. geglückt, die Verankerungen so zu spezialisieren, daß sie gegen<lb/>
die härteste amerikanische Konkurrenz in den USA als die Verankerungs<lb break="no"/>firma bekannt ist und daher auch stets herangezogen wird. <rs type="person" ref="#per__113107">Walter</rs> glaubt,<lb/>
daß auch eine solche österreichische Tunnelproduktionsgemeinschaft dort<lb/>
sehr wohl Bauaufträge bekommen könnte.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte diese Überlegungen prüfen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_07">MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> berichtet mir, daß über die Zuckerpreisverhandlungen die erste<lb/>
Sitzung stattgefunden hat. Das Klima meint er war ausgezeichnet, die<lb/>
Sachdifferenzen zwischen AK, die eine 20 Groschen Beteiligung der<lb/>
Landwirtschaft an dieser Überschußproduktion verlangen, die von der<lb/>
Landwirtschaftskammer ganz entschieden abgelehnt wird, noch sehr dif<lb break="no"/>ferenzierte Auffassungen existieren. <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> ist fest davon überzeugt,<lb/>
daß er trotzdem bevor er auf Kur geht, die notwendigen einvernehmli<lb break="no"/>chen Beschlüsse zustande bringt. Ich habe schon etliche Mal festgestellt,<lb/>
daß es äußerst günstig ist wenn Beamte Kurtermine haben, sie setzten<lb/>
dann nämlich alles daran, daß dies vor dem Kurbeginn sie ihre Arbeit<lb/>
erledigt haben. Manche allerdings scheren sich da weniger um die Arbeit,<lb/>
denen ist die Kur das allerwichtigste. Die Arbeit soll dann halt<lb/>
irgend ein anderer machen oder sei bleibt eben liegen, bis sie zurück<lb break="no"/>kommen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_08"><rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> teilte mir mit, daß die Landwirtschaft jetzt verlangt hat, daß die<lb/>
Universität für Bodenkultur eine neue Düngemittelberechnung anstellen<lb/>
sollte. Der letzte Düngemittelverbrauch für die Getreidekalkulation<lb/>
liegt etliche Jahre zurück. AK hat zwar Bedenken dagegen, ich glaube<lb/>
aber, daß wir tatsächlich diese von der Landwirtschaft verlangten Unter<lb break="no"/>lagen von der Bodenkultur bekommen sollten, ich habe daher zugestimmt,<lb/>
daß der Auftrag für diese Studie an die Bodenkultur gegeben wird, die<lb/>
Kosten bezifferte <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> mit 5.000 S für diese Studie.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs> UND <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Die Budgetmittel und gleich<lb break="no"/>zeitig aber die 5.000 S als Maximum flüssig machen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_10">MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> bedankte sich bei mir, daß jetzt seine Tochter ebenfalls ins<lb/>
Handelsministerium aufgenommen wurde. Mit Stolz erzählte er, daß damit<lb/>
die 4. Generation der Kurzel-Runtscheiner dem Staate jetzt dient.<lb/>
</p>
            <pb n="68-0038" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-01-13_0038.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_11">In der Fraktion der LUGA gab es über die Maßnahmen von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> eine sehr lange und harte Diskussion. Diese hatte sich dann<lb/>
sogar in der Vorstandssitzung ebenfalls wiederholt. Ich bin wirklich<lb/>
sehr froh, daß der ÖGB, insbesondere Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> BK <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, der sich<lb/>
sehr lange dagegen wehrte, und letztens Endes Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> da<lb break="no"/>von überzeugen konnte, daß man für die kleineren Leute den Sparertrags<lb break="no"/>freibetrag von 7.000 S wird in irgendeiner Weise aufrechterhalten.<lb/>
Hätte es dort keine Sozialkomponente gegeben, wie dies beim 13. und<lb/>
14., erst ab 20.000 S, oder beim Wegfall der 30 S Wohnungsbeihilfe, ent<lb break="no"/>sprechende Richtlinienänderung für die Kleinstrentenbezieher, so wäre<lb/>
es sicherlich in der Öffentlichkeit sehr schwer gewesen dieses Steuer<lb break="no"/>paket als einigermaßen erträglich hinzustellen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_12">Der Obmann-Stellvertreter und gleichzeitig auch Obmann von der Unile<lb break="no"/>ver-Fettproduktion in Atzgersdorf als Verhandlungsführer über den<lb/>
Rahmenkollektivvertrag berichtete über die weiteren Verhandlungen mit<lb/>
der Unternehmerseite. Dort ziehen sich die Verhandlungen sehr zäh,<lb/>
zugegebenermaßen wurden auch jetzt zusätzliche Kollektivvertragswünsche<lb/>
für die Unternehmerseite als sehr schwer verkraftbar bezeichnet. Die<lb/>
Verhandlungen wurden aber in einer wesentlich besseren Konjunkturlage<lb/>
begonnen, ziehen sich sicherlich so lange hin, bis wieder eine bessere<lb/>
Konjunkturlage eintritt, daher hoffen die LUGA, daß es doch möglich sein<lb/>
wird, zu einem positiven Abschluß zu kommen. Ähnlich verhält es sich<lb/>
auch mit den Kollektivvertragslohnbewegungen. Die jetzigen Abschlüsse<lb/>
bewegen sich zwischen 5 und 6 % pro Jahr. Da wir ja bei der LUGA keine<lb/>
einheitlichen Kollektivvertrag für die gesamte LUGA, wie dies z.B. die<lb/>
Bauarbeiter oder Metallarbeiter haben, gibt es ständige Kollektivver<lb break="no"/>tragslohnverhandlungen und Abschlüsse. Die jetzt anfallenden werden<lb/>
eben zu äußerst geringen perzentuellen Erhöhungen führen, die Kollegen<lb/>
sind allerdings auch mit diesem Ergebnis bis jetzt zufrieden. Das wirk<lb break="no"/>lich primär wichtigste Problem und daher mit größter Priorität bei<lb/>
Arbeitergewerkschaften ausgestaltet, ist und bleibt die Beschäftigungs<lb break="no"/>situation.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band68_1983-01-13_13"/>
         </div>
      <div type="back"><pb n="68_0034_01" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-01-13_0034-01.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 13.1.1983</head>
         </div>
         <pb n="68_0034_02" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band68/68_1983-01-13_0034-02.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__97511">
               <persName type="label">Haiden, Günter</persName>
               <persName><surname>Haiden</surname><forename>Günter</forename></persName>
               <occupation>Dir. Bundesforste, später Sts., dann LWM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__123317">
               <persName type="label">Matousek, Paul</persName>
               <persName><surname>Matousek</surname><forename>Paul</forename></persName>
               <occupation>Leiter VW-Einkaufsorganisation Wien</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111737">
               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__131107">
               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
               <persName><surname>Grossendorfer</surname><forename>Enno</forename></persName>
               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97346">
               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/119083906</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__112011">
               <persName type="label">Kurzel-Runtscheiner, Oswald</persName>
               <persName><surname>Kurzel-Runtscheiner</surname><forename>Oswald</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97678">
               <persName type="label">Lacina, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Lacina</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/13847284X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97891">
               <persName type="label">Salcher, Herbert</persName>
               <persName><surname>Salcher</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__111752">
               <persName type="label">Münzner, Horst</persName>
               <persName><surname>Münzner</surname><forename>Horst</forename></persName>
               <occupation>Einkaufsvorstand VW</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111717">
               <persName type="label">Schönbichler, Carl Hans</persName>
               <persName><surname>Schönbichler</surname><forename>Carl Hans</forename></persName>
               <occupation>Obmann Sektion Handel BHK</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114058">
               <persName type="label">Huber, Alfons</persName>
               <persName><surname>Huber</surname><forename>Alfons</forename></persName>
               <occupation>Vorstandsdir. Porr AG</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108746">
               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97668">
               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118566512</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__116449">
               <persName type="label">Streicher, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Streicher</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Wiener Metallwerke, Vereinigte Metallwerke Ranshofen, GD Austria Metall
                  AG</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__123301">
               <persName type="label">Vecsei, Paul</persName>
               <persName><surname>Vecsei</surname><forename>Paul</forename></persName>
               <occupation>Pressesprecher Staribachers</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__113107">
               <persName type="label">Walter, Ernst</persName>
               <persName><surname>Walter</surname><forename>Ernst</forename></persName>
               <occupation>Dir. Porr</occupation>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>