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            <title type="main">Montag, der  6. Dezember 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band67_1982-12-06</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_01">Montag, 6. Dezember 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_02">In Primmersdorf an der Thaya soll ein Feriendorf errichtet werden, die<lb/>
Investitionen würden in der ersten Phase 150 Mio., in der Summe 400<lb/>
Mio. ausmachen, zwei Dörfer à 300 Betten als Dorfzentrum, ein in der<lb/>
Nähe gelegenes Schloss. Dkfm. <rs type="person" ref="#per__120379">Mayr</rs> von Kärnten, der bereits Harbach<lb/>
errichtet hat, soll daran großes Interesse zeigen. Arch. <rs type="person" ref="#per__1138281">Martin</rs> hat<lb/>
mit dem deutschen Reisebüro Das verhandelt, diese hätten die Absicht<lb/>
einen Auslastungsvertrag für 180 Tage durch 5 Jahre abzuschließen. Die<lb/>
Finanzierungskosten müßten von Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> als Grenzland<lb break="no"/>projekt vorangetrieben werden. Der für das Waldviertel beauftragte<lb/>
LAbg. <rs type="person" ref="#per__146987">Leichtfried</rs> wird mit seiner Delegation, Bgm. von Raabs, Handels<lb break="no"/>kammervertreter, Projektleiter usw., mit <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> noch ein diesbezügliches<lb/>
Gespräche haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit Dkfm. <rs type="person" ref="#per__120379">Mayr</rs>, Kärnten, verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_04">Nachdem vorige Woche der Expo-Vertreter für die japanische Weltaus<lb break="no"/>stellung vorgesprochen hat, ist heute der Gen.Kommissar <rs type="person" ref="#per__1138280">Reid</rs> von<lb/>
der kanadischen Expo 86 Vancouver erschienen, um mich zu überzeugen,<lb/>
daß Österreich auch daran teilnehmen müßte. Bis jetzt haben sich 14<lb/>
Länder angemeldet. In Kanada rechnet man 13 Mio. Besucher. Die Investi<lb break="no"/>tionskosten betragen 1 Mrd. kanadische Dollar, das sind 14 Mrd. S. So wie<lb/>
den Japanern erkläre ich auch den Kanadiern, daß die Entscheidung<lb/>
letzten Endes bei der Handelskammer liegt, die Japaner waren bereit für<lb/>
jedes Land ein verhältnismäßig sehr billiges Grundstück zur Verfügung<lb/>
zu stellen, da sie eine recht große Anzahl von Ländern wünschen. <add>[Die]</add> Kanadier<lb/>
werden zwar eine wesentlich geringere Anzahl von Ländern erreichen, doch<lb/>
ist Kommissar <rs type="person" ref="#per__1138280">Reid</rs> sofort bereit und erklärt dies auch, daß er die<lb/>
selben Konditionen für die kanadische Ausstellung gibt als die Japaner<lb/>
geboten haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte von der Abteilung beide Projekte zusammen<lb break="no"/>stellen lassen und nächstes Jour fixe HK mitgeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_06">Beim Journalistenfrühstück war ich überrascht, daß so wenige Teilneh<lb break="no"/>mer gekommen sind, wie sich dann allerdings aufgrund der Präsenzliste<lb/>
herausstellte, war nur der Rundfunk nicht vertreten, alle anderen, APA,<lb/>
SK, Kurier, Krone, waren doch anwesend.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_07">Das alleinige Thema Kohleversorgung resp. Bericht dann über die öster<lb break="no"/>reichische Delegation beim nationalen Kohlenboard war scheinbar als<lb/>
<pb n="67-1436" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-12-06_1436.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>als alleiniges Thema zu wenig interessant. Dr. <rs type="person" ref="#per__116120">Hille</rs> berichtete dann,<lb/>
da MR <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> erkrankt war, über die Kohleversorgung, die anwesenden<lb/>
Journalisten interessierten sich dann zu meiner größten Verwunderung<lb/>
für die Aufgliederung des Verbrauches auf Haushalt, Elektrizität,<lb/>
Fernwärme, Industrie, Verkehr usw. Ebenso wollten sie dann wissen,<lb/>
welche Länder mit den Importen die Kohlen geliefert haben. Anschließend<lb/>
habe ich <rs type="person" ref="#per__116120">Hille</rs> ersucht, gerade solche Ziffern nicht auf jede Tonne,<lb/>
sondern in tausend Tonnen entsprechend vereinfacht in Tabellenform<lb/>
zusammenzustellen. Die Kohleversorgung war heuer gesichert und auch<lb/>
für das nächste Jahr bestehen keine wie immer gearteten Versorgungs<lb break="no"/>schwierigkeiten. Allein die E-Wirtschaft hat 3 Mio. to auf Lager, das<lb/>
ist ein über ein Jahresbedarf.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_08">Die Delegation hat in England beim Coal Board feststellen können, daß<lb/>
die Engländer große Anstrengungen machen, um das Wirbelschichtverfahren<lb/>
zu vervollkommnen. Hier gibt es für <choice><choice><sic>Österreich</sic><corr>österreichische</corr></choice></choice> Produzenten, SGP, Waagner-<lb/>
Biro, große Kooperationsmöglichkeiten. Bis zu 30 MW sind alle Probleme<lb/>
gelöst, jetzt haben die Engländer mit den Amerikanern gemeinsam eine<lb/>
250-MW-Kohleverbrennungsanlage errichtet. Wenn diese Größenordnungen<lb/>
einmal Stand der Technik sein werden, ich schätze, daß dies in 4 bis<lb/>
5 Jahren der Fall ist, dann würde wahrscheinlich die Kohle in Europa<lb/>
eine neue große Verwendungsmöglichkeit haben. Die Abgase würden nämlich<lb/>
dann wesentlich günstiger sein, als wenn wir zu diesem Zeitpunkt dann<lb/>
noch Öl oder Gas verheizen würden, die die Umwelt mehr belasten müßten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_09">An diese Ausführungen, die eigentlich gar nicht allzu lange dauerten,<lb/>
hat sich dann eine sehr lebhafte und lange Diskussion über die ganze<lb/>
Energiesituation, insbesondere auch Benzinpreiserhöhung usw., angeschlos<lb break="no"/>sen; während ich anfangs wegen der geringen Beteiligung sehr skeptisch<lb/>
war und Pressereferenten <rs type="person" ref="#per__117023">Pein</rs> und <rs type="person" ref="#per__123301">Vecsei</rs> drangsalierte, sie müßten<lb/>
alles unternehmen, damit wir nicht durch eine schlechtere Besetzung, wie<lb/>
man auf der Bühne sagt, abschmieren, war ich am Ende dann doch über<lb/>
die Anwesenheit der wichtigsten Vertreter der Presse, aber auch, was<lb/>
in meinen Augen noch viel wichtiger war, über die sehr angenehme leb<lb break="no"/>hafte Diskussion sehr überrascht und erfreut.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs>: Laß trotzdem nachfragen wer und warum manche<lb/>
nicht gekommen sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_11">Dir. <rs type="person" ref="#per__116035">Brandtner</rs> von Grundig und sein Stellvertreter kamen neuerdings<lb/>
von Fürth, um mitzuteilen, daß <rs type="person" ref="#per__126281">Max Grundig</rs> noch immer erwartet, die<lb/>
<pb n="67-1437" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-12-06_1437.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>beantragte Zollermäßigung für die japanischen Farbfernsehröhren, die<lb/>
zum größten Teil bereits in diesem Jahr in die Geräte eingebaut und<lb/>
verkauft sind, zu bekommen. Für die ca. 300.000 Stück macht dies jetzt<lb/>
schon einen Betrag von 60 Mio. S aus. Ich bin fest davon überzeugt, daß<lb/>
die Grundig-Leute auch mit einer wesentlich geringeren Zollermäßigung<lb/>
ebenfalls einverstanden wären. Wichtig ist den beiden nur gewesen, daß<lb/>
sie im Laufe der nächsten Woche einen Bescheid bekommen. Derzeit er<lb break="no"/>warten sie von der Fa. Thomson-Brandt einen Besuch, das Wiener<lb/>
Werk soll wahrscheinlich besichtigt und vor allem deren Politik genau<lb/>
analysiert werden, bevor Thomson-Brandt Grundig endgültig kauft.<lb/>
Angeblich ist noch gar nichts entschieden. <rs type="person" ref="#per__126281">Max Grundig</rs> hätte ihnen<lb/>
erklärt, es besteht die Möglichkeit mit Siemens und Bosch in Deutschland<lb/>
zu einer Kooperation zu kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit GD <rs type="person" ref="#per__98102">Wolfsberger</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_13">Ich habe nachmittags dann mit Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> telefonischen<lb/>
Kontakt aufgenommen, er teilt meine Meinung, daß, was immer geschieht,<lb/>
die beiden Kontrahenten, die zwar kapitalmäßig miteinander verbunden<lb/>
sind, nämlich Philips und Grundig, werden wie immer wir entscheiden, <choice><choice><sic>dioe</sic><corr>dies?</corr></choice></choice><lb/>
als Vorwand, vielleicht auch sogar als wirkliche Begründung benützen,<lb/>
um Maßnahmen im Abbau der Beschäftigten zu begründen. Ich habe<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> vorgeschlagen, wir sollten überprüfen, ob es nicht eine andere<lb/>
Möglichkeit gibt, <rs type="person" ref="#per__126281">Grundigs</rs> Wünsche zu erfüllen. Grundig hat seinerzeit<lb/>
bei der Gründung des Wiener Werkes nur ERP-Kredit bekommen, jetzt<lb/>
stellt sich heraus, daß man wesentlich mehr Subvention für solche<lb/>
Neugründungen gibt, weshalb alle die früher nichts bekommen haben,<lb/>
sozusagen eine Nachforderung am liebsten stellen würden. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> wird<lb/>
seinen Mann beauftragen, mit SC <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> sofort Kontakt aufzunehmen, um<lb/>
einen Ausweg aus dieser verzwickten Situation zu suchen. Vielleicht<lb/>
kann man als Begründung, daß Philips sehr wohl entsprechende Unter<lb break="no"/>stützung für das Videowerk in Wien auch dann in einer Form einer<lb/>
Gegenüberstellung, was man für Lebring getan hat und wie wenig man<lb/>
für Grundig getan hat, wenn schon keine Zustimmung, dann doch wenigstens<lb/>
ein stillschweigendes Akzeptieren zu erreichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die Gespräche so schnell als<lb/>
möglich zu einem Ende bringen und dann einen MRV mit Finanzministerium<lb/>
vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_15">Vertreter der Fa. Placzek wollten mir allen Ernstes klarmachen, daß<lb/>
wir aus der CSSR und insbesondere auch aus der DDR weitere Rundholz<lb break="no"/><pb n="67-1438" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-12-06_1438.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>importe dringend brauchen. Österreichische Abnehmer, z.B. auch der<lb/>
Sägefachverbandsvorsteher <rs type="person" ref="#per__1137917">Götz</rs>, hätten erst jetzt wieder entsprechende<lb/>
Importmengen wieder verlangt. Auf der einen Seite klagt die Sägeindu<lb break="no"/>strie und der Waldbesitz, die Präsidentenkonferenz der Landwirtschafts<lb break="no"/>kammern attackiert auch mich ständig, auf der anderen Seite werden aber<lb/>
nach wie vor entsprechende Importmengen verlangt. Da ich nicht genau<lb/>
weiß, ob dies tatsächlich der Fall ist, ersuchte ich die Firmenvertreter<lb/>
mir unverzüglich darüber einen Brief zu schreiben. Überrascht war ich<lb/>
nur, daß der Branchenreferent für Holz, MR <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs>, auch diesen beiden<lb/>
Firmenvertretern sehr verständnisvoll für ihre Wünsche in jeder Bezie<lb break="no"/>hung entgegenkommen will, ich habe das Gefühl, je nachdem, ob der Holz<lb break="no"/>wirtschaftsratvertreter oder die Sägeindustrie oder die Holzimporteure<lb/>
oder gar ausländische Lieferländervertreter hier sind, je nachdem, als<lb/>
wer gerade vorspricht, entsprechende positive Erledigungen in Aussicht<lb/>
stellt. Daß eine solche Politik nur Schiffbruch erleiden kann, ist<lb/>
mir vollkommen klar, weshalb ich den beiden Vertretern klar machte, daß<lb/>
sie sich nicht an mich wenden müssen, sondern eben an die Präsidenten<lb break="no"/>konferenz der Landwirtschaftskammern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte schau so schnell als möglich den Brief<lb/>
der beiden zu bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_17">Erstmals habe ich ein Dekret zur Führung des Staatswappens an einen<lb/>
Handelsvertreter, die Fa. <rs type="person" ref="#per__1138282">Erich Hula</rs>, die sich mit Planung und Er<lb break="no"/>richtung von Großwäschereien beschäftigt, ausgestellt. Ich sehe zwar<lb/>
keinen Grund, warum nicht auch Handelsvertreter damit ausgezeichnet<lb/>
werden können, bin aber jetzt doch schon über die Breite unserer Aus<lb break="no"/>zeichnungsverleihungen selbst ein wenig überrascht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wieso wirkt eigentlich die neue Vereinbarung<lb/>
zwischen Handelskammer und Ministerium so wenig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_19">Ein Kleinkraftwerkbesitzer <rs type="person" ref="#per__1138283">Hirr</rs> möchte von der zugrundegegangenen Firma<lb/>
Funder in Pöckstein ein stillgelegtes Rindenverwertungsareal erwerben.<lb/>
Dort möchte er mit der Fa. Kiener aus Stuttgart eine Müllverbrennungsan<lb break="no"/>lage errichten. Die Anlage würde genau in die Fernwärmeförderung fallen.<lb/>
Interessanter ist aber, daß auch mit dieser Rindenverwertung eine Holz<lb break="no"/>kohleproduktion aufgenommen werden sollte. Hier würde es sich um eine<lb/>
Innovation handeln, die nicht nur von der Gegend, sondern auch vom<lb/>
Produkt her sehr interessant ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Wie wird der jetzige Holz<lb break="no"/>kohlenbedarf gedeckt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_21">Die größte gewerbliche Fleischerei Brüder Bösel mit 11 Filialen und<lb/>
125 Beschäftigten hat ebenfalls das Staatswappen von mir in der Fabrik<lb/>
überreicht bekommen. Den derzeitigen Firmenchef <rs type="person" ref="#per__1138284">Herbert Bösel</rs> kenne ich<lb/>
schon jahrzehntelang, er selbst hat bei seiner Ansprache darauf ver<lb break="no"/>wiesen, daß wir im Viehverkehrsfonds manchen Strauß ausfechten mußten.<lb/>
Jetzt ist sein Sohn im Werk tätig, vor versammelter Mannschaft konnte<lb/>
ich daher der Familie, auch die 88-jährige Großmutter war anwesend,<lb/>
und vor allem allen Kolleginnen und Kollegen, die dann zu Sekt und<lb/>
Wurstsemmeln geladen waren, herzlichst danken. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs>,<lb/>
die übrigens Kunde bei <rs type="person" ref="#per__1138284">Bösel</rs> ist und die natürlich von ihm ganz beson<lb break="no"/>ders begrüßt wurde, hat sofort die Blumen, die sie bekommen hat, der<lb/>
88-jährigen mit viel Dank übergeben. Ich glaube, daß diese Geste einen<lb/>
ungeheuren Eindruck auf die Belegschaft gemacht hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_22">Mit dem Betriebsrat und dem <rs type="person" ref="#per__1138285">jungen Bösel</rs> habe ich dann die beabsichtig<lb break="no"/>ten Investitionen besprochen. Ich habe ihm vorgeschlagen, er soll doch<lb/>
sofort bei der BÜRGES einreichen, damit er womöglich noch den 4 %-igen<lb/>
Zinsenzuschuß, den wir heuer geben, nützen könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-06_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte bei <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> fragen, welche Möglichkeit<lb/>
es dazu noch gibt.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 6.12.1982</head>
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               <persName type="label">Hille, Monika</persName>
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               <occupation>Beamtin HM, Fraktion soz. Beamter im HM</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName><surname>Vecsei</surname><forename>Paul</forename></persName>
               <occupation>Pressesprecher Staribachers</occupation>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>GD Wiener Werk Grundig</occupation>
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