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            <title type="main">Mittwoch, der  1. Dezember 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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               <persName>Gustav Graf</persName>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_01">Mittwoch, 1. Dezember 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_02">Das große Fernwärmeprojekt Dürnrohr – St. Pölten beginnt sich endlich zu<lb/>
konkretisieren. Die VÖEST-Alpine hat übernommen eine Studie zu erstellen.<lb/>
Zu diesem Zweck wird alles Material von der NIOGAS, die die Abwärme von<lb/>
Dürnrohr im Auftrage der NEWAG und der Verbund verkaufen wird, VÖEST-<lb/>
Alpine zur Verfügung gestellt. Es muß ein Wärmeplan und es müssen die<lb/>
Energiekennziffern und es muß vor allem die Rentabilität genau berech<lb break="no"/>net werden. Dr. <rs type="person" ref="#per__114585">Schmidt</rs> von der NIOGAS hat festgestellt, daß ca.<lb/>
25 Groschen die kWh, obwohl die Abwärme nicht berechnet wird, die In<lb break="no"/>vestitionen die Verluste, die durch die Auskoppelungen entstehen, usw. für<lb/>
das Kraftwerk Dürnrohr ankaufen und daher ersetzt werden müssen. Dipl.<lb/>
Ing. <rs type="person" ref="#per__1138294">Wentner</rs> von der VÖEST-Alpine war über die Kooperation, die sicher<lb break="no"/>lich durch meine Anwesenheit besonders positiv herausgestrichen wurde,<lb/>
befriedigt. NIOGAS hat selbst schon Studien angefertigt und glaubt, daß<lb/>
in St. Pölten nicht die notwendige Abnahme der Wärme vorhanden sein<lb/>
wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Die Energiesektion soll entsprechend mit<lb break="no"/>wirken.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_04">Die NIOGAS ist in Verhandlungen mit der Wienerberger, damit beim Gelände<lb/>
des Kraftwerkes eine Ziegelfabrik errichtet wird. In einer Entfernung<lb/>
von 8 km ist die Tonqualität und Menge dafür vorhanden, die Abwärme<lb/>
könnte dann vom Werk besser genützt werden, ebenso könnten die Asche<lb/>
und die Rauchgasentschwefelungsrückstände auch von der Wienerberger ver<lb break="no"/>wertet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_05">GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> berichtet mir, daß er jetzt die einzelnen Gesellschaften über<lb/>
deren Lohnverhältnisse und insbesondere sonstige Benefizien genau unter<lb break="no"/>suchen läßt. Die wesentlich besseren Bezüge, die jetzt in der Öffentlich<lb break="no"/>keit behauptet werden, treffen zu. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> wird mir entsprechende Vor<lb break="no"/>schläge in absehbarer Zeit unterbreiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Versuche vorsichtig die Meinung der Ge<lb break="no"/>werkschaftsvertreter und Betriebsräte zu recherchieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_07">GD <rs type="person" ref="#per__97929">Schützelhofer</rs> von der BBU berichtet, daß er 100 Mio. S heuer und im<lb/>
nächsten Jahr theoretisch 120 Mio. S Bergbauförderung brauchen würde.<lb/>
Die Kärntner Landesregierung verlangt wesentliche Umweltschutzverbesse<lb break="no"/>rungen, die chemische Fabrik wurde deshalb teilweise schon umgebaut, der<lb/>
<pb n="67-1418" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-12-01_1418.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Rest, insbesondere die Zinkschmelze, soll aufgegeben werden. Zur Erforschung<lb/>
der Lagerstätten hat die Landesregierung 3 Mio. vorgesehen, von den<lb/>
Gesamtinvestitionen von 80 Mio. sollen wir über die OB und Bergbauförde<lb break="no"/>rung ca. 75 % übernehmen. Heuer noch bekommt für die Prospektion im<lb/>
Grazer Paläozoikum eine neue Lagerstätte die BBU 3 Mio. Insgesamt sind<lb/>
dort 33 Mio. Untersuchungsprojekt<add>[e?]</add> vorgesehen, 1/3 wird der Staat, 1/3<lb/>
die Steiermark und 1/3 die ÖIAG davon übernehmen. Die BBU leidet ins<lb break="no"/>besondere darunter, daß ihr Zinkpreis mit ca. 1.000 $ Kosten derzeit nur<lb/>
800 $ pro to seit 1975 auf den Märkten erzielen kann. Bei Blei ist es<lb/>
ähnlich, Blei hat aber in der Produktion nicht annähernd die Bedeutung<lb/>
von Zink.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_08">Zwei ältere Damen beschwerten sich über eine Betriebsanlage in ihrem<lb/>
Haus. MR <rs type="person" ref="#per__131814">Schedl</rs> kannte die beiden sehr gut, seinerzeit wurde dort auch<lb/>
die Tischlerei Kraus im Beschwerdeweg von ihm behandelt und auch eine<lb/>
befriedigende Lösung, wie die beiden zugegeben hatten, gefunden. Dann ging<lb/>
die Tischlerei leider in Konkurs, die Hausverwaltung hat jetzt an eine<lb/>
Metallstanzerei vermietet. <rs type="person" ref="#per__131814">Schedl</rs> vermutet, daß es sich bei dem Ver<lb break="no"/>fahren um einen übergangenen Nachbar handelt, die beiden Damen haben<lb/>
aber über den Bürgerdienst Kontakt mit der Gemeinde aufgenommen, die<lb/>
zuständige Referentin hat aber dann, durch wessen Verschulden weiß ich<lb/>
nicht, sie so verärgert, daß sie wieder weggelaufen sind. Beide waren<lb/>
Kindergärtnerinnen, die eine hat sogar die Tochter von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gehabt<lb/>
und erklärt, deshalb sie wird sie an alle wenden und sich über diese unzu<lb break="no"/>mutbare Belästigung und Lärmentwicklung beschweren. MR <rs type="person" ref="#per__131814">Schedl</rs> hat sehr<lb/>
geschickt die beiden, wenn man so sagen darf, behandelt. Er wird sich auch<lb/>
mit der dafür zuständigen Magistratsabteilung in Verbindung setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_09">Für einen Beamten gibt es auch heute noch sicherlich nichts Größeres,<lb/>
als mit dem Hofratstitel ausgezeichnet zu werden. Dies konnte ich wieder<lb/>
einmal feststellen, RR <rs type="person" ref="#per__1138295">Klement</rs> ist zwar schon in Pension und war daher<lb/>
sehr angenehm überrascht, nicht nur den Titel zu bekommen, sondern auch<lb/>
noch 2 Sektionschefs, die Personalvertretung und andere Beamten bei die<lb break="no"/>sem feierlichen Akt als Gratulanten zu haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_10">Der neue marokkanische Botschafter hat die Idee, daß bei der Reise von<lb/>
Außenminister <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> nach Marokko im nächsten Frühjahr die Gemischte<lb/>
Kommission zusammentreten sollte. Es gibt eine solche im Handelsabkommen<lb/>
und eine im Investitionsabkommen. Beide sollen zusammengefaßt werden und<lb/>
es soll eine große Gemischte Kommission tätig werden. In der Handelskam<lb break="no"/>mer aus den 50-er Jahren gibt es noch indikative Listen, die <add>[sie?]</add> meinte,<lb/>
sollte man im Rahmen der 5-Jahres-Pläne notifizieren usw. Genau daran<lb/>
<pb n="67-1419" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-12-01_1419.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>war ich aber überhaupt nicht interessiert, weil dies viele Beamten be<lb break="no"/>schäftigen würde, aber kein konkretes Projekt wirklich bringt. Ich schlug<lb/>
ihm daher vor, er soll die begleitenden Wirtschaftler und Firmenvertre<lb break="no"/>ter, die <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> nach Marokko mitbringt, durch vorbereitende Vermittlung zu<lb/>
den zuständigen Stellen, vielleicht Ministerien bringen, in unserem Wirt<lb break="no"/>schaftssystem schließen ausschließlich die Firmen die Verträge ab. Bis<lb/>
jetzt ist es geglückt die Importe vom Vorjahreszeitraum <add>[von]</add> 40 Mio. auf<lb/>
102 Mio., aber auch unsere Exporte von 95 auf 161 Mio. zu steigern. Weitere<lb/>
Steigerungen können nur Geschäftsabschlüsse der Firmen bringen und keine<lb/>
großen Kommissionen. Interessant war von ihm zu erfahren, daß in Deutsch<lb break="no"/>land in Bonn der Wirtschaftsberater sitzt, der auch für Österreich zustän<lb break="no"/>dig ist. Mag. <rs type="person" ref="#per__133381">Burian</rs>, die hervorragend übersetzt hat und sich mit den<lb/>
Maghrebstaaten beschäftigt, war so wie ich sehr interessiert mit diesem<lb/>
Mann in Kontakt zu kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_11">Die Fa. Margreiters Enkel, eine Stempelerzeugungsfirma, die aber auch<lb/>
Gummistempel für große Verpackungsdrucks jetzt herstellt, hat das<lb/>
Dekret zur Führung des Staatswappens bekommen. Bei der Betriebsbesich<lb break="no"/>tigung wurde mir voll Stolz gezeigt, daß 4 weibliche Lehrlinge das<lb/>
Graveurhandwerk erlernen, selbstverständlich ersuchte ich sofort, ob es<lb/>
nicht möglich ist, ausnahmsweise noch einen fünften einzustellen. Der<lb/>
Firmenchef meinte, er wird dies überprüfen. Die lustigste Story ist, daß<lb/>
einmal tatsächlich ein Bauer geschrieben hat, ob er ihm nicht einen<lb/>
20-Mark-Geldscheinstempel machen könnte. Zuerst dachte er an einen<lb/>
Witz, war aber sehr überrascht, als dann tatsächlich dieser Auftrag<lb/>
noch einmal urgiert wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_12">Der Geschäftsführer von ImmoRent, <rs type="person" ref="#per__1138296">Pölleritzer</rs>, hat mit Dr. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, der<lb/>
mich darum ersuchte und mir die Probleme einer Leasingfinanzierung<lb/>
besprochen. ImmoRent macht nur Bauleasing, derzeit ist die Leasingmöglich<lb break="no"/>keit für Bau, aber auch für Mobilien, sprich also Maschinen, aus der<lb/>
Bürges ausgeschlossen. Die Problematik liegt darin, daß eben der Eigen<lb break="no"/>tümer die Leasinggesellschaft ist und nicht der Gewerbebetrieb.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1138296">Pölleritzer</rs> meinte, er könne garantieren, daß man vertragsmäßig vorsehen<lb/>
kann, daß der Kreditzuschuß tatsächlich dem Leasingnehmer zugute kommt.<lb/>
Selbstverständlich würde die Leasinggesellschaft auch die Kreditober<lb break="no"/>grenzen einhalten. Da diese wahrscheinlich wesentlich tiefer liegen als<lb/>
die normalen Leasingkreditzinsen, war ich brennendst daran interessiert<lb/>
zu erfahren, warum die Leasingfirmen sich trotzdem um diese Kreditzu<lb break="no"/>schüsse so bemühen. Die Erklärung war dann, daß selbstverständlich die<lb/>
Mutter der ImmoRent, die GZ der Sparkassen, hofft, daß durch die Leasing-<lb/>
Kreditgewährung doch kleinere und mittlere Betriebe sich dem Leasing<lb/>
<pb n="67-1420" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-12-01_1420.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>bedienen und dann die anderen Geschäftszweige, Betriebsmittelkredite,<lb/>
Exportfinanzierung usw., eben auch den Sparkassen zugute kommen. Die<lb/>
Gemeinde Wien hat mit ihrer Investitionszuschußaktion, aber auch die<lb/>
Bundesregierung mit der Kreditgewährung 78 das Leasing nicht ausge<lb break="no"/>schlossen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte noch einmal die Möglichkeit<lb/>
prüfen und mit <rs type="person" ref="#per__1138296">Pölleritzer</rs> Kontakt aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_14">Der Bürgermeister von Rechnitz ersuchte mich, ob ich die Windmeßergeb<lb break="no"/>nisse von <rs type="person" ref="#per__1138297">Schacher</rs> im Zuge der Errichtung eines Kohlekraftwerkes im<lb/>
Burgenland ihm zur Verfügung stellen könnte. Ich habe ihm dies zugesagt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs> Bitte sofort, ohne auf Rechnitzer Bürger<lb break="no"/>meister zu verweisen, für mich verschaffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_16">Die Brauindustrie ist derzeit in Preisverhandlungen mit AK, Dr. <rs type="person" ref="#per__115003">Weihs</rs>,<lb/>
und ÖGB, <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs>. Im Vorjahr haben sie am 15. Dezember 54 gr pro l bekommen<lb/>
diesmal verlangen sie 47 gr. Wie mir dann <rs type="person" ref="#per__115003">Weihs</rs> mitteilte, ist die<lb/>
maximale Preiserhöhung 34 gr. GD <rs type="person" ref="#per__114051">Beurle</rs> war damit zwar nicht zufrieden,<lb/>
aber wird sich glaube ich mit dieser Erhöhung abfinden. Das wirklich<lb/>
Entscheidende ist, daß dann die zugestandene Preiserhöhung nicht wieder<lb/>
mit Rabatten unterfahren wird, die Brauindustrie hat nach Ableben von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115363">Egger sen</rs>. Hoffnungen, daß <rs type="person" ref="#per__1138298">Egger jun</rs>. diese Schleuderpolitik, wie sie<lb/>
die alteingesessenen Braufirmen bezeichnen, nicht mehr fortführen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_17">BK <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat mehr lächelnd als ernst gemeint, im Parlament mir vorge<lb break="no"/>worfen, ich hätte der Braunauer Kabelbäumefabrik bei meinem Betriebsbe<lb break="no"/>such vor Jahren versprochen, daß wenn sie 200 Beschäftigte mehr haben<lb/>
sie entsprechende Unterstützung bekommen, ich kann mich noch genau er<lb break="no"/>innern, daß ich ein solches Versprechen sicherlich nicht dahingehend abge<lb break="no"/>geben habe, daß wir vom Handelsministerium ihnen Subventionen zukommen<lb/>
lassen könnten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sagte dann auch, wir hätten sie nur ans Sozialmi<lb break="no"/>nisterium verwiesen. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> meinte dann, bei der heutigen<lb/>
Vorsprache bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hätten sie für eine Investition von 130 Mio. S<lb/>
25 Mio. Zuschuß verlangt. Die Mitteilungen in der Presse, daß man eben<lb/>
für GM, jetzt für BMW usw. sehr große Subventionen gibt, veranlassen<lb/>
eben andere Firmen dasselbe von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zu verlangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was wissen wir über diesen Wunsch.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-12-01_19">Im Parlament war den ganzen Tag Budgetdebatte, nach <add>[den]</add> obersten Organen und<lb/>
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behandelt worden, zu meiner größten Überraschung gab es nur 5 Redner<lb/>
und die Sitzung war vor 10 Uhr schon aus. Scheinbar herrschte diesmal<lb/>
doch mehr Disziplin und die Klubs versuchen die Sitzungen nicht end<lb break="no"/>los auszudehnen. Vielleicht allerdings irre ich mich und es geht bei<lb/>
den anderen Kapiteln dann wesentlich länger. Interessanter wird dadurch<lb/>
diese Budgetdebatte, die natürlich <choice><choice><sic>die</sic><corr>als</corr></choice></choice> letzte vor den nächsten Wahlen<lb/>
sehr hart geführt wird, nicht.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Weihs</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>AK; evtl. Falschschreibung</occupation>
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               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
               <persName><surname>Grossendorfer</surname><forename>Enno</forename></persName>
               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName><surname>Schedl</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>MR</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <occupation>Dir. Brau-AG</occupation>
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               <persName type="label">Lacina, Ferdinand</persName>
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