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            <title type="main">Dienstag, der 30. November 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_02">Im soz. P-Klub wurden nur die Taktik und Redner der einzelnen Materien<lb/>
der umfangreichen Tagesordnung besprochen. Diesmal gab es keinen Bericht<lb/>
vom BK, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war nämlich gar nicht erschienen. Sicherlich hatten<lb/>
viele, auch ich, angenommen, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wegen der Auseinandersetzung<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> diese auch im Parlamentsklub zur Sprache bringen würde. In<lb/>
österr. Zeitungen wurden nämlich verschiedenste Stellungnahmen <add>[von]</add> mehr oder<lb/>
minder dazu Berufenen oder sich zumindestens fühlenden zu diesem Streit<lb/>
abgedruckt. Diese Auseinandersetzungen wird uns noch längere Zeit be<lb break="no"/>gleiten und es ist keinesfalls für den Wahlkampf und das Wahlergebnis<lb/>
förderlich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_03">In der MR-Vorbesprechung ging <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch mit keinem Wort auf dieses<lb/>
Problem ein. Im Pressefoyer wurde er dann, wie gar nicht anders zu er<lb break="no"/>warten, von der Presse natürlich über diese Auseinandersetzung und zur<lb/>
Interpretation seiner Aussage im Kurier detailliert gefragt. <rs type="person" ref="#per__123301">Vecsei</rs> be<lb break="no"/>richtete mir, daß er zum Unterschied von der Vorwoche diesmal diese<lb/>
Frage sehr herunterspielte.<lb/>
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die Finanzierung des Konferenzzentrums weitestgehend Einvernehmen be<lb break="no"/>steht. Es wird zwischen Bund und der Stadt Wien, einer arab. Finanz<lb break="no"/>gruppe und einer Hotelkette zu einem Joint Venture kommen. Hauptschwie<lb break="no"/>rigkeit sind die Kreditbedingungen. Die Entwicklungsländer würden, wenn<lb/>
die Araber uns besonders günstige Bedingungen geben, glattweg erklären,<lb/>
daß sie dies nicht verstehen können, daß das für sie reiche Österreich<lb/>
jetzt besondere Konditionen bekommt.<lb/>
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er in der AZ gelesen hat. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> machte sofort den Zwischenruf: nein.<lb/>
Die DDSG verlangt für die alten Dampfer Stadt Wien und Stadt Passau 2<lb/>
neue, diese kosten 320 bis wahrscheinlich 400 Mio. S. Da die Personen<lb break="no"/>schiffahrt jetzt schon 50 Mio. S pro Jahr Defizit hat, die FV-Gemeinden<lb/>
nichts dazuzahlen wollen, läßt <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> jetzt untersuchen, ob nicht<lb/>
doch eine Reparatur der beiden Schiffe noch möglich ist. Diese Angele<lb break="no"/>genheit ist dringend, denn wenn technisch tatsächlich die Schiffe nicht<lb/>
mehr einwandfrei sind, muß eine neue Lösung gefunden werden. Der Neubau<lb/>
der Schiffe bedeutet ja auch, daß sie frühestens 85–86 ausgeliefert<lb/>
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die Generaldirektion von VEW nach Kapfenberg zu verlegen. Booz-Allen<add>[-Hamilton]</add>-Gut<lb break="no"/><pb n="67-1407" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-30_1407.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>achten hat seinerzeit ähnliche Vorschläge gemacht. Zweckmäßig erscheint<lb/>
auf alle Fälle ein Büro, das direkt mit der Produktion zu tun hat und<lb/>
auch in die Produktionsstätte zu verlegen, also eine partielle Lösung<lb/>
anzustreben. Die Wiener Partei hat jetzt aber einen Beschluß gefaßt,<lb/>
der sich ganz entschieden gegen eine Verlegung ausspricht. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> er<lb break="no"/>innert daran, daß seinerzeit als die VÖEST-Alpine geschaffen wurde,<lb/>
der Sitz dieses mächtigen Konzerns auch nach Linz verlegt wurde, woge<lb break="no"/>gen auch die Wiener heftigst protestierten. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> bemerkte, daß<lb/>
noch immer die Konzentration in Wirklichkeit nicht erfolgt ist, denn<lb/>
die Alpine hat in Wien noch immer 400 Beschäftigte, jetzt eben im Rahmen<lb/>
der VÖEST-Alpine.<lb/>
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127.000 Arbeitslose, eine Arbeitslosenrate von 4,5 % im Verhältnis zum<lb/>
Vorjahr 3,2 %. Die Zuwachsraten nehmen zwar ab, September + 63 %,<lb/>
Oktober 37 %, November 35 % im Verhältnis zum Vorjahr, dies muß aber logisch<lb/>
eintreten, es sei denn, wir würden eine Massenarbeitslosigkeit im Winter<lb/>
bekommen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, man wird genau untersuchen müssen, von den 127.000<lb/>
sind nämlich nur 13.000 Bauarbeiter arbeitslos. 110.000 sind also aus<lb/>
anderen Berufen, die <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> verspricht, daß sie genau analysiert wer<lb break="no"/>den.<lb/>
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Beschäftigungsgesetz, große Zurückhaltung auch bei den Bauunternehmen<lb/>
festzustellen ist. Ein Unternehmer hat ihm gesagt, daß in Wien und<lb/>
NÖ eine tendentielle Neigung besteht von diesen Aktionen keinen Gebrauch<lb/>
zu machen.<lb/>
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der Bausparkassenverträge zu einer katastrophalen Entwicklung käme. Die<lb/>
Bausparkassen könnten wirksame Bauverträge von 12,4 Mrd. heuer im nächsten<lb/>
Jahr nur mehr mit 9,2 Mrd. bezahlen. Er verhandelt derzeit mit den Baus<lb break="no"/>sparkassen, damit 83 bis 85 eine Nachfolgeprämie von 20 % möglich sein<lb/>
wird, dadurch werden 66 bis 70.000 Bausparkassenverträge verlängert<lb/>
werden und zusätzlich 5 Mrd. zur Verfügung stehen. Dem Bund kostet das<lb/>
ca. 35 bis 40 Mio. zusätzliche Budgetmittel.<lb/>
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liegt, <del>was</del> überhaupt nicht stimmt. Der Kurier behauptete nämlich, 2,1 Mrd.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_11">für den Straßenbau hätte <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> freigegeben und <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> nicht bean<lb break="no"/>sprucht. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> ergänzt sofort, daß ein Redakteur <rs type="person" ref="#per__1138261">Cech</rs>, der mit ihm<lb/>
diesbezüglich gesprochen hat, falsch meldete, denn er hätte ihm nur ge<lb break="no"/>sagt, die Mittel wurden vom Finanzministerium zur Verfügung gestellt.<lb/>
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bestätigt, 1., die Einnahmen im Budget 82 wurden zum Zeitpunkt der Er<lb break="no"/>stellung des Budgets richtig geschätzt und 2., das Budget 83 hat eine<lb/>
hohe Investitionsquote. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> ergänzte dann noch die Steuerquote<lb/>
83 ist geringer als die 81, <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> meinte allerdings, das kommt davon, daß<lb/>
die Steuern schlechter bezahlt werden und nur die Einnahmen und nicht die<lb/>
Vorschreibungen verglichen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_13">Eine Diskussion ergab dann, ob die Gehaltsabschlüsse jetzt bei den 4 %-<lb/>
igen Politikererhöhungen nur auf den versteuerten Anteil in die Pension<lb/>
übergeführt werden sollen oder auch auf die nicht versteuerte Aufwands<lb break="no"/>pauschale. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hielt zwar am Prinzip der Bindung der Gehälter von<lb/>
Politikern an das Bezügegesetz unbedingt fest, meinte aber, diesmal<lb/>
dürfe die Aufwandsentschädigung nicht erhöht werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_14">Die großen Gehälter, Banken, Versicherungen, Elektrizitätswirtschaften,<lb/>
wo überall über 14 Bezüge bezahlt werden, bleiben unberührt und werden<lb/>
auch in der Öffentlichkeit kaum diskutiert. In den Ländern richten sich<lb/>
die Landeshauptleute, <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> bekommt den Handelskammerbezug, das stimmt<lb/>
sicherlich nicht, <rs type="person" ref="#per__115696">Katschthaler</rs> als LH-Stv. seinen Bezug als Schuldirektor,<lb/>
dies ist angeblich schon wieder möglich, die Landeshauptleute nämlich<lb/>
unterliegen der Bezügeregelung wie die Regierungsmitglieder, die LH-<lb/>
Stv. dagegen sofort den länderweise verschieden und wesentlich günsti<lb break="no"/>geren Länderbestimmungen. Die Doppelbezüge der Beamten könnte man nicht<lb/>
lösen, indem man die freigestellten Politiker wieder dienstzuteilt. Was<lb/>
sollte Außenminister <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> mit Staatssekretär a.D. <rs type="person" ref="#per__97991">Steiner</rs>, Landespar<lb break="no"/>teiobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, ÖAAB-Gen.Sekr.-Stv. <rs type="person" ref="#per__116706">Ettmayer</rs>, aber auch mit den SPÖ-Abg.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__140914">Hesele</rs> machen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schwebt noch immer vor, daß die Beamten in eine<lb/>
Art Vorpensionsstadium übergeführt werden, werden sie wieder aktiv, dann<lb/>
wird ihnen alles wieder angerechnet.<lb/>
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steuerfreie Auslageersatz nicht der Pension zugeführt wird, die Minister<lb/>
bis zu 1.200 S pro Monat mehr bekämen. Da dies nicht der Fall sein soll,<lb/>
wird die Pensionsleistung nicht 4 %, sondern eben von 6 auf 16 %, d.h.<lb/>
um 7 % erhöht werden. Dies ist auch berechtigt, denn immerhin bekommen<lb/>
Politiker nach 4 Jahren bereits einen Anspruch auf einen Pension und nach<lb/>
<pb n="67-1409" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-30_1409.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>9 Jahren haben sie das volle Pensionsausmaß erreicht. Für den National<lb break="no"/>rat werden von 7 auf 13 % die Pensionsleistung auch erhöht. Die Grazer<lb/>
und Salzburger, wo ja die Diskussion über die Politikerbezüge begonnen<lb/>
wurde, unterliegen gar nicht dem Bezügegesetz.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_16">Im Ministerrat wurde die TO wie üblich schnell abgewickelt und <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs><lb/>
berichtete dann über die Arbeitsmarktsituation.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_17">Mit <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> besprach ich die Angriffe des Finanzstadtrates <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs> im<lb/>
Wiener Vorstand wegen der jetzt zu verhandelnden Straßenverkehrsordnungs<lb break="no"/>novelle. Auch NR <rs type="person" ref="#per__97558">Hobl</rs> erklärte mir, daß diese Novelle ausschließlich der<lb/>
Fa. 3M zugute kommt, über die Reflexregelung der autonomen <add>[?]</add> ein Weltpa<lb break="no"/>tent hat. Angeblich hat das Handelsministerium die Fa. Swarovski unter<lb break="no"/>stützt und der Forschungsförderungsfonds hat Mio. Swarovski gegeben, aber<lb/>
kein befriedigendes Ergebnis erzielt. <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> hat seine Fachleute dann<lb/>
gefragt und diese erklärten ihm, daß diese Gesetzesbestimmung erst<lb/>
mit 1.1.93 in Kraft tritt. Bis dorthin müßte es doch möglich sein,<lb/>
daß österreichische Firmen ein ähnliches Produkt wie 3M erzeugen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte ein diesbezügliches Konzept<lb/>
sofort ausarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_19">Bezüglich des Importes von Rippentorstahl wurde von Dir. <rs type="person" ref="#per__1138238">Banasch</rs> und<lb/>
insb. Abg. <rs type="person" ref="#per__127078">Fauland</rs> von der VÖEST-Alpine Donawitz und <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> und mir<lb/>
in Anwesenheit von SC <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> und MR <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> wegen der Importe aus Ita<lb break="no"/>lien hart diskutiert. Letzten Endes habe ich mich entschlossen und MR<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> ersucht, wir sollten trotz größter rechtlicher Bedenken jetzt<lb/>
eine Gewaltlösung herbeiführen. Aufgrund des Außenhandelsgesetzes könnten<lb/>
wir, wenn die Länder die Zulassung von gewissen Baustählen nicht geneh<lb break="no"/>migen, diese Baustähle dann bereits bei der Einfuhr aus Sicherheits<lb break="no"/>gründen ausschließen. Verhandlungen mit den Ländern haben ergeben, daß<lb/>
diese scheinbar daran nicht sehr interessiert sind, einzelne Länder<lb/>
wie Salzburg und OÖ, angeblich auch Wien, was aber von <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> bestritten<lb/>
wird, haben solche Zulassungsbestimmungen festgelegt, die anderen Länder<lb/>
lassen aber andere Baustähle zu, d.h. sie bedienen sich selbst der<lb/>
billigen italienischen Baustähle. In Deutschland gibt es eine solche<lb/>
gesetzliche Regelung bereits, in Österreich müßten wir erst einen Art<lb/>
15a-Vertrag schließen, der noch jahrelang verhandelt werden muß. Ich<lb/>
entschied daher, daß wenn 1 Land die Kriterien der Zulassung bereits<lb/>
handhabt, daß wir jetzt eine Verordnung ausarbeiten werden, wonach<lb/>
in ganz Österreich dann andere Stähle als die eben zugelassenen in dem<lb/>
einen Bundesland nicht mehr eingeführt werden können. Ich machte<lb/>
<pb n="67-1410" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-30_1410.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> und ganz besonders die Vertreter der VÖEST-Alpine und <rs type="person" ref="#per__127078">Fauland</rs><lb/>
darauf aufmerksam, daß wenn ein Importeur zu den obersten Gerichten<lb/>
geht, dann diese Verordnung bestimmt aufgehoben wird. Nach Aufhebung<lb/>
gibt es dann keine gesetzliche Regelungsmöglichkeit mehr, außer das<lb/>
Parlament beschließt ein anderes Gesetz. Trotzdem wünschen alle, daß<lb/>
ich so vorgehe, und ich habe <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> sofort in einem Brief, den <rs type="person" ref="#per__113091">Bach<lb break="no"/>mayer</rs> am selben Tag noch konzipierte, davon Mitteilung gemacht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_20"><rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> kooperiert ungeheuer kooperativ und daher war ich umso mehr<lb/>
überrascht zu erfahren, bei einer Aussprache die zwischen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs><lb/>
<rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> und mir wegen der Embargobestimmungen, sprich CoCom-Regelung, zu<lb/>
hören, daß sehr wohl ein Beamter des Handelsministeriums bei den Beamten<lb break="no"/>besprechungen auch zur Vorbereitung wegen der amerikanischen Verhandlun<lb break="no"/>gen vom Handelsministerium anwesend war, der nur, nach der Beschreibung<lb/>
nach, <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> sein konnte. Ich war sehr überrascht über <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> diese<lb/>
Auskunft über die weiteren Verhandlungen zu erhalten und nicht über<lb/>
das Haus darüber informiert zu sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was weißt Du davon.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_22">Die Generalversammlung der ÖFVW verlief wie üblich. Ich berichtet ganz<lb/>
kurz, daß im Winter wir 4,3 % Zuwachs gehabt haben, in diesem <rs type="person" ref="#per__128855">Sommer</rs><lb/>
aber durch einen verhältnismäßig unbedeutenden, aber stabilen Oktober<lb/>
die bisher -4,5 auf -4,3 % Nächtigung gerechnet werden mußten. MR<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> bezeichnet dies als positive Stagnation. Ich erklärte sofort,<lb/>
wenn wir schon keinen anderen Erfolg haben in diesem Sommer, dann haben<lb/>
wir wenigstens einen neuen Begriff geprägt. Der Bericht der Geschäfts<lb break="no"/>führung, <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> war erkrankt und <rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs> verwies darauf, daß wenigstens<lb/>
durch den in der letzten GV beschlossenen Finanzplan, Terminzahlung, wir<lb/>
uns 1 Mio. S Zinsen für Zwischenkredite, die wir sonst aufnehmen hätten<lb/>
müssen, erspart haben. Die Portospesen betragen jetzt bereits 24 Mio. S,<lb/>
das sind 9 % des Budgets, die Prospekte sind früher einmal vom Schmal-<lb/>
auf Quartformat, jetzt entwickeln sie sich schön langsam zu DIN-A4-<lb/>
Format, dies bedeutet, daß viele Zweigstellen der ÖFVW neu ausgestattet<lb/>
werden müssen, um die Formate überhaupt dort unterbringen zu können.<lb/>
Einzelne werden sogar in größere Räume dadurch übersiedeln müssen.<lb/>
Hauptproblem ist überhaupt die Hauptgeschäftsstelle in der Margareten<lb break="no"/>straße. Dort müßte man unter allen Umständen bleiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_23">Ich nützte die Gelegenheit, um der GV mein Konzept vorzuschlagen, um<lb/>
das Haus in der Margaretenstraße erwerben zu können. Derzeit zahlen wir<lb/>
dort 4.950.000 S Miete. Es müßte doch möglich sein mit Ehrenmitglied<lb break="no"/><pb n="67-1411" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-30_1411.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schaft reiche Institutionen, auch Private wie z. B. die Casino AG, und<lb/>
sonst an Fremdenverkehr interessierten Institutionen für einen zinsen<lb break="no"/>losen Kredit in der Höhe von 70 Mio. S, so viel wird das Haus ungefähr<lb/>
kosten, zu gewinnen. Wir könnten dann diesen Kredit aus der Hausmiete<lb/>
zurückzahlen. Die Ehrenmitglieder würden dann in einer großen Marmor<lb break="no"/>tafel beim Haus besonders geehrt. Dieser Plan fand allgemeine Zustimmung,<lb/>
ich hoffe, daß wir ihn bald verwirklichen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte weiterverfolgen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_25">Präs. <rs type="person" ref="#per__122994">Ziegler</rs>, unser Wirtschaftsprüfer, gab den uneingeschränkten Be<lb break="no"/>stätigungsvermerk und berichtete, daß im vergangenen Jahr die Buchhaltung<lb/>
nur mehr ein paar Wochen im Rückstand ist. Ich erinnerte daran, daß<lb/>
1970, als ich das Geschäft dort übernommen habe, die Buchhaltung jahrelang<lb/>
im Rückstand war.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_26">Die Mitgliedsbeiträge für 83 wurden im selben Ausmaß wie heuer, + 6 %<lb/>
Steigerung, festgelegt. Ich verwies darauf, daß ich bei der Landesfinanz<lb break="no"/>referententagung für 84 appelliert habe, daß man mindestens 10 % Erhöhung<lb/>
braucht, 2 Länder, OÖ und Salzburg, haben uns dies auch bereits positiv<lb/>
mitgeteilt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_27">Das Budget wurde dann für 83 nach Referat des Vorsitzenden des Budget<lb break="no"/>ausschusses, MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs>, genehmigt, dabei wurde der Wunsch des LRat <rs type="person" ref="#per__111733">Ferrari-<lb/>
Brunnenfeld</rs>, der schriftlich deponiert hatte, man müsse mehr für Deutschland<lb/>
tun, in der Diskussion insbesondere vom Wiener Vertreter <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs> hart<lb/>
kritisiert. Im Budgetausschuß sind alle Verhandlungsberechtigten und<lb/>
ermächtigten Ländervertreter gesessen und haben dem zugestimmt. Jetzt<lb/>
könne es keine Änderung mehr geben. Der Kärntner Vertreter <rs type="person" ref="#per__133708">Slama</rs> berich<lb break="no"/>tete sogar, daß in Kärnten das Budget sogar um 12 % gekürzt wird. Der<lb/>
Beschluß über das vorgeschlagene Budget erfolgte dann auch einstimmig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_28">Bei der Wahl des Obmann-Stv. HK KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> wie gehabt. Handelsminsterium,<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs>, nur bei den Ländern wurde <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs>, den ich bei der Gelegen<lb break="no"/>heit auch gleich verabschiedete, weil er in Pension geht, in Zukunft er<lb break="no"/>setzt, für Tirol wurde anstelle des jetzigen in Pension gegangenen <rs type="person" ref="#per__112562">Lässer</rs><lb/>
der neue Referent Dr. <rs type="person" ref="#per__1137938">Braun</rs> gewählt. Bei dieser Gelegenheit kam auch<lb/>
das Schreiben von LRat <rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs>, Tirol, zur Sprache, dieser wieder wollte<lb/>
eine Satzungsänderung dahingehend, daß noch ein zusätzlicher Länderver<lb break="no"/>treter ins Direktorium entsandt wird. Die anderen Länder bemerkten<lb/>
zu Recht, daß darüber ja schon lange verhandelt wurde und daß eigentlich<lb/>
eine Paketlösung, die ja der Wunsch auch der Handelskammer war, vorgeschla<lb break="no"/>gen wurde. Diese Lösung wurde bei der letzten Hauptversammlung von <rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs><lb/>
<pb n="67-1412" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-30_1412.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sehr zur Überraschung aller abgelehnt. Die Handelskammer, KR <rs type="person" ref="#per__97459">Fröhlich</rs>,<lb/>
hatte sich daher ganz entschieden gegen den Wunsch <rs type="person" ref="#per__112216">Bassettis</rs> jetzt ausge<lb break="no"/>sprochen. Ich, der ich ja die ganzen Verhandlungen immer sehr locker und<lb/>
humorvoll führe, meinte, Tirol will eben aus dem Kuchen die Rosinen und<lb/>
uns soll der Teig bleiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_29">Anschließend an die GV gab es dann im Steirerstüberl von der ÖFVW im<lb/>
kleinen Kreis eine Abschiedsfeier für <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs>. Dort ist der Schmäh<lb/>
gelaufen und auf seinen Wunsch habe ich sogar auf der Mundharmonika<lb/>
ihm seine Lieder alle vorgespielt. <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs> war sehr kooperativ, wie<lb/>
es in der Steiermark wirklich weitergeht weiß keiner, dem politischen<lb/>
Funktionär LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__126234">Wegart</rs> hat man nun den Fremdenverkehr weggenommen,<lb/>
darüber hat es einen Riesenkrach gegeben, für <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs> werden auch<lb/>
2 neue Leute eingesetzt, <rs type="person" ref="#per__1138263">Hermann</rs> folgt ihm als Beamter und <rs type="person" ref="#per__1138264">Trafler</rs>,<lb/>
der Gen.Sekr. von der Skiweltmeisterschaft in Schladming, wird jetzt Ge<lb break="no"/>schäftsführer des steirischen Fremdenverkehrsverbandes. Ich bin gespannt,<lb/>
wie die Entwicklung in der Steiermark weiter verlaufen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_30">Ein Gespräch mit dem Dir. <rs type="person" ref="#per__1138262">Seiler</rs> von der Swissair, den ich bereits in<lb/>
Zürich kennengelernt hatte, bestätigte mir, daß die Swissair kommerziell<lb/>
heute optimal geführt wird. Trotzdem hat sie auf dem Linienflug, wie<lb/>
er mir streng vertraulich mitteilte, 50 Mio. S sfr <add>[?]</add> Verlust, Fracht und<lb/>
ganz besonders die Post bringt aber soviel Gewinn, daß mit den Neben<lb break="no"/>leistungen dann Swissair positiv abschließen wird. Die Schweizer Herren<lb/>
glauben, daß es ein Fehler war, daß die AUA die Langstreckenflüge aufge<lb break="no"/>geben hat, sie geben allerdings zu, daß sie z.B. bei der Strecke nach<lb/>
den Vereinigten Staaten bei jedem Flug bis jetzt zumindestens drauf<lb break="no"/>zahlen. Dort herrschte eine mörderische Konkurrenz. Die wirklich kritische<lb/>
Situation aber ist bei der AUA, daß sie so stark mit dem Osten verbunden<lb/>
ist, dort hat jetzt Bulgarien z.B., um die Schwarzmeerküste einigermaßen<lb/>
zu beleben, den 9.000 S auf 1.900 S Wien–Varna und zurück festgelegt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1138262">Seiler</rs> offerierte mir auch, daß wenn ich das nächste Mal in Zürich eine<lb/>
Zwischenlandung mache und wahrscheinlich wieder 1 oder 2 Stunden warten<lb/>
muß, ich ihre Küche besichtigen sollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_31">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> <add><rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs></add>: Bitte vormerken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_32">Im Parlament kamen dann meine zwei Tagesordnungspunkte zur Diskussion<lb/>
und Beschluß, die dritte Gewerbestrukturnovelle, Finanzierungsmöglichkei<lb break="no"/>ten von Neugründungen und Haftungsübernahmen, gab eine sehr positive und<lb/>
zustimmende Diskussion, außer über die angeblich schlechte Dotierung<lb/>
des Handelsbudgets. Hier erwiderte ich ganz kurz, daß, wenn wir bei der<lb/>
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Wunsch der Frau Abg. <rs type="person" ref="#per__122900">Tichy-Schreder</rs> aber wegen der Richtlinienänderung,<lb/>
erklärte ich, könnte ich jetzt erfüllen, denn mit der HK wurde vor einigen<lb/>
Tagen und mit der AK jetzt gerade am selben Tag noch eine Einigung<lb/>
erzielt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die Richtlinien dann auch <rs type="person" ref="#per__122900">Tichy-Schreder</rs><lb/>
persönlich zustellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_34">Bezüglich der Novelle des Bergbauförderungsgesetzes hat, wie nicht anders<lb/>
zu erwarten, der Abg. <rs type="person" ref="#per__112162">Neumann</rs> hart kritisiert, er meint die 13 Jahre soz.<lb/>
Regierung sind genug und er ist fest davon überzeugt, daß das nächste<lb/>
Jahr der Spuk vorüber ist. <rs type="person" ref="#per__112162">Neumann</rs> <add>[be]</add>endete dann seine Rede mit einem<lb/>
Loblied auf den Parteiobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, den er als Bundeskanzler im nächsten<lb/>
Jahr schon begrüßte. <rs type="person" ref="#per__112162">Neumann</rs> kenne ich jetzt auch schon etliche Jahrzehnte,<lb/>
er hat immer den jeweiligen Klubobmann resp. Parteiobmann seiner Partei<lb/>
bei allen seinen Ausführungen am Rednerpult so positiv herausgestrichen<lb/>
und angepriesen, daß es selbst für die eigenen Leute immer peinlich war.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112162">Neumann</rs> bemerkt scheinbar gar nicht, daß sich seine eigenen Parteifreunde<lb/>
darüber lustig machen. Ich kenne keinen anderen so Parteiobmann-ergebenen<lb/>
Abg. wie <rs type="person" ref="#per__112162">Neumann</rs>. Auch diese Novelle wurde letzten Endes einstimmig be<lb break="no"/>schlossen, Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs>, die ja stets bei allen unseren Ge<lb break="no"/>setzen an meiner Seite sitzt, wundert sich ja jetzt nicht mehr, wie es<lb/>
im Handelsausschuß und auch letzten Endes im Plenum so reibungslos ver<lb break="no"/>läuft. Sie kennt ja die Taktik und unterstützt sie auch, daß es zweckmäßig<lb/>
ist vorher mit der HK und den anderen Interessensvertretungen womöglich<lb/>
eine vollkommene Übereinstimmung zu erzielen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_35">Das Fernwärmeförderungsgesetz wurde zwischen den Ländern, Interessensver<lb break="no"/>tretungen, jetzt schon vom neuen Sektionsleiter <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> geleitet, ebenfalls<lb/>
zu einer einstimmigen Lösung gebracht. Der Wiener Vertreter GD <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs><lb/>
wollte zwar, daß auch in das Gesetz noch aufgenommen wird, daß eine<lb/>
Förderung für Fernwärmeerzeuger, die auf Gas und Öl beruht, ebenfalls vor<lb break="no"/>gesehen werden müßte. Dagegen sprachen sich alle Interessensvertretungen<lb/>
und auch alle Länder außer Wien aus. Wir einigten uns dann unter sehr ge<lb break="no"/>schickter Formulierung von <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs>, daß im Ausschußbericht darauf verwie<lb break="no"/>sen wird, wenn sich bis 85 herausstellen sollte, daß aus Umweltschutz<lb break="no"/>gründen ein Gas- oder Ölkraftwerk gebaut werden muß, dies gilt insbeson<lb break="no"/>dere, weil Wien Kohlekraftwerke ganz entschieden ablehnt, daß man dann<lb/>
eine Novelle in Aussicht nehmen wird. Der neue Block Donaustadt wird<lb/>
nämlich frühestens 1984 akut. Mit dieser Regelung war <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> auch<lb/>
einverstanden. NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> hat dann den ÖVP-Energiesprecher <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> infor<lb break="no"/>miert und dieser hat gegen ein Öl- oder Gaskraftwerk ganz entschieden re<lb break="no"/><pb n="67-1414" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-30_1414.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>monstriert. Ich bin aber auch überzeugt, daß es gelingen wird im Han<lb break="no"/>delsausschuß dann über diese Materie Einstimmigkeit zu erzielen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-30_36">Am Abend mußte dann noch über die Fristsetzungsanträge der SPÖ abge<lb break="no"/>stimmt werden; da die ÖVP ja jetzt bereits die Zusammenarbeit im Parla<lb break="no"/>ment endgültig aufgekündigt hat, muß jetzt für Materien, wo sie dagegen<lb/>
ist, eine Frist festgelegt werden, weil ansonsten <add>[wegen]</add> Einspruch des Bundesra<lb break="no"/>tes <add>[in]</add> dieser Legislaturperiode die Beharrungsgesetze dann nicht mehr im<lb/>
Nationalrat beschlossen werden könnten. Dies betraf das Urlaubsgesetz<lb/>
und das Postsparkassengesetz, das mit Stimmen der SPÖ allein beschlossen<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 30.11.1982</head>
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            <head>hs. Notiz (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 155. Ministerratssitzung, 30.11.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <occupation>ZS GPA, ab 1980 Sozialminister</occupation>
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               <persName type="label">Fauland, Adolf</persName>
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               <occupation>SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <occupation>ÖVP-NR-Abg., ÖAAB</occupation>
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               <occupation>Obmann Sektion FV BHK</occupation>
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               <occupation>Kärntner Vertreter in der ÖFVW</occupation>
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               <occupation>MR, Leiter Gruppe FV u. Gewerbeförd. HM</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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               <occupation>Landesrat Ktn., FPÖ</occupation>
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               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <occupation>Landesfremdenverkehrsamt Stmk. (Tirol?)</occupation>
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