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            <title type="main">Donnerstag, der 11. November 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <idno type="signature">Band67_1982-11-11</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_01">Donnerstag, 11. November 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_02">Der libysche Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__1138341">Hajazi</rs>, angeblich heißt er anders,<lb/>
aber niemand weiß es genau, wurde von mir auf Wunsch der Fa. Heid<lb/>
eingeladen. Bei seinem Besuch strich ich besonders heraus, daß Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__116997">Dautzenberg</rs> von Heid sich in Libyen um große Aufträge bemüht, dort<lb/>
auch wesentliche Leistungen schon vollbracht hat, den einzigen kon<lb break="no"/>kreten Wunsch, den <rs type="person" ref="#per__116997">Dautzenberg</rs> hatte war, daß ich daran erinnern sollte,<lb/>
daß Libyen für Projekte noch 6 1/2 Mio. S der Fa. Heid schuldet. Die<lb/>
Libyer haben nämlich in Frühjahr, als der Ölpreis stark rückläufig<lb/>
war und sie ihre zusätzlichen Mengen Öl kaum verkaufen konnten, sich<lb/>
<choice><choice><sic>aich</sic><corr>auch?</corr></choice></choice> mit ihren Zahlungen sehr zurückgehalten. Der Minister versprach<lb/>
diese Kleinigkeit so wie alle anderen offenen Probleme, die es zwischen<lb/>
Libyen und Österreich gibt, zu bereinigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_03">Schwierig war es für mich festzustellen, ob ich ihn schon einmal in<lb/>
Tripolis getroffen habe. Die Libyer haben ja jetzt keine Minister mehr,<lb/>
sondern nur mehr Sekretäre des Volkes, niemand weiß genau, wie lange<lb/>
sie im Amt sind resp. waren, sodaß eine kontinuierliche Zusammenarbeit<lb/>
sehr schwer ist. Umso inniger hat er mich bei der Begrüßung umarmt<lb/>
und auf die Wange geküßt, wie es arabische Sitte ist, so als wären<lb/>
wir schon längs jahrzehntelange alte Freunde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wenn auch sehr schwierig <add>[ist,]</add> sollte man doch immer<lb/>
versuchen zu erfahren, ob ich den Mann schon irgendwo getroffen habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_05">Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> hat es dankenswerterweise übernommen, die<lb/>
Staatspreise für Werbung zu überreichen. Da ich Zeit habe und sie mich<lb/>
dann auch noch eingeladen hat, bin ich zu dieser Festveranstaltung<lb/>
gerne gegangen. Zwei Sachen haben mich dabei überrascht, erstens hat<lb/>
die werbewirtschaftliche Gesellschaft, deren Präs. der ehem. GD von<lb/>
Persil, <rs type="person" ref="#per__116375">Lobner</rs>, ist, die Feier mit einem Streichquartett umrahmt, gegen<lb break="no"/>über dem letzten, das ich bei der Bezirksvertretung Landstraße im<lb/>
Haus der Industrie gehört habe, ein haushoher Unterschied, die zweite<lb/>
Überraschung war für mich, daß <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> einen blendenden Vortrag ge<lb break="no"/>halten hat und vor allem, wie ich ihr immer sage, mit ihrem Charme diese<lb/>
feierliche Preisverleihung wirklich bestens durchführt. Ich habe ihr<lb/>
sofort gesagt, daß <add>[sie]</add> in Hinkunft nicht nur diese, sondern, wenn es nach<lb/>
mir geht, alle diese Feiern bestreiten sollte. Im nächsten Jahr wird<lb/>
<pb n="67-1314" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-11_1314.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ein eigener Staatspreis für Exportwerbung kommen, die Jury wurde außer<lb break="no"/>dem wesentlich erweitert und ergänzt, unter den ersten 3 Preisträgern,<lb/>
Cincinnati, ÖFVW und Porsche Austria, freute mich natürlich, daß auch die<lb/>
ÖFVW diesmal mit dabei war. Das einzig wenig erfreuliche ist nur, daß<lb/>
weder der Rundfunk noch das Fernsehen von diesen Veranstaltungen Kennt<lb break="no"/>nis nehmen, dies liegt sicherlich aber nicht an den Organisatoren, ja<lb/>
auch nicht an Frau Staatssekretär, sondern an dem wenigen Interesse<lb/>
des ORF. Selbst als wir bei manchen Staatspreisen bedeutende Maler wie<lb/>
<rs type="person" ref="#per__127116">Fuchs</rs> und andere auszeichneten und dazu die Presse und selbstverständlich<lb/>
auch den ORF geladen hatten, ist auch niemand erschienen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs>: Ergründe vorsichtig, wer im ORF sozusagen hier<lb/>
immer diese Entscheidung trifft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_07">In der LUGA, soz. Vorstandsfraktion, wurde ich zu einem politischen Re<lb break="no"/>ferat aufgefordert, an das sich diesmal sogar eine längere Diskussion<lb/>
anschloß. Immer wieder auch hier die Klage, daß führende Genossen, sei<lb/>
es Parteiprobleme oder führende soz. Gewerkschafter dann auch Lohn- und<lb/>
Gewerkschaftsprobleme in der Öffentlichkeit diskutieren, ohne sich vor<lb break="no"/>her abzusprechen oder nur zu versuchen auf eine gemeinsame Linie im<lb/>
kleinsten Kreis zu kommen. Diese Kritik insbesondere jüngerer Genossen<lb/>
verwundert mich nicht, nach wie vor ist auch bei den jungen Funktionären<lb/>
erwünscht, daß man zwar hart diskutiert, aber nur im Kreise unserer Par<lb break="no"/>tei oder der Gewerkschaft, keinesfalls aber in der Öffentlichkeit und<lb/>
dadurch nur dem Gegner hilft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_08">Die Vorstandssitzung verlief dann wie üblich, dort referiere ich ja<lb/>
prinzipiell primär über Probleme, die die LUGA besonders betreffen. In<lb/>
der Diskussion dann eben die sehr konkreten Fragen, was geschieht mit<lb/>
dem Biospritprojekt, wird jetzt der Zuckerhirse, wie die Zuckerarbeiter<lb/>
natürlich wollen, erste Priorität eingeräumt. Wird die <choice><choice><sic>Gündner</sic><corr>Gmünder</corr></choice></choice>, die ja<lb/>
auf Stärkebasis eine Biospritanlage möchte, als ersten Schritt ihre<lb/>
Versuchsanlage errichten, werden für all diese Projekte öffentliche<lb/>
Mitte resp. Zinsenzuschüsse gewährt werden, alles Fragen, die niemand<lb/>
konkret beantworten kann, weil sie ja noch nicht entschieden sind.<lb/>
Sicher ist nur eines, daß Dir. <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyer</rs> von der Gmünder Stärkefabrik<lb/>
jetzt angeblich einen Beschluß in seinen Organen durchgebracht hat, daß<lb/>
er eine Versuchsanlage errichten wird. Die jetzt schon bestehenden Spi<lb break="no"/>ritusfabriken, die ja alle eine wesentlich höhere Kapazität haben, als<lb/>
sie Brennrechte vom Finanzminister zuerkannt bekommen haben, fürchten,<lb/>
daß womöglich jetzt <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyer</rs> auch ein Kontingent von einer stillzu<lb break="no"/>legenden Fabrik erhält, vorerst wird er zwar nur mit einer sogenannten<lb/>
<pb n="67-1315" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-11_1315.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Vormerkverkehrsregelung das Auslangen finden, wenn sich dann heraus<lb break="no"/>stellt, daß dieses Projekt so nicht geht, wird er dann im Hinblick auf<lb/>
die durchgeführten Investitionen und die Beschäftigungslage im Wald<lb break="no"/>viertel alles daran setzen, um auch ein inländisches Brennrecht dafür<lb/>
zu bekommen. Als vollkommen falsch wurde mir erklärt, ist die Behaup<lb break="no"/>tung, daß er 50 Beschäftigte in dieser Fabrik wird zusätzlich unterbrin<lb break="no"/>gen können, die gesamte Spiritusindustrie hat auf diesem Sektor nur<lb/>
170 Beschäftigte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Unser Branchenreferent <rs type="person" ref="#per__133371">Mandl</rs> soll dies im ein<lb break="no"/>zelnen genau prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_10">Bei dem Bericht über die einzelnen Gruppen wurde auch die Situation<lb/>
bei Masterfoods im Burgenland geschildert. Ich habe dem Vorstand auch<lb/>
meine Verwunderung mitgeteilt, daß wir für Dutzende Mio. Hunde- und<lb/>
Katzenfutter importieren und es noch immer Veterinäre und sonstige<lb/>
Behörden gibt, die eine inländische Produktion verhindern, obwohl dort<lb/>
wirklich sofort 50 Beschäftigte zusätzlich eingestellt werden könnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wie weit, hat <rs type="person" ref="#per__133371">Mandl</rs> jetzt festgestellt, gibt es<lb/>
noch Widerstände gegen dieses Projekt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_12">Die Süßwarenarbeiter BRO <rs type="person" ref="#per__131195">Beck</rs> hat sich bei mir bedankt, daß es jetzt<lb/>
auch möglich ist, in die DDR für 1 Mio. <choice><choice><sic>DM</sic><corr>M</corr></choice></choice>, das sind 7 Mio. S, Schokolade<lb/>
und Süßwaren zu exportieren. Sie hofft sehr, daß dieses Geschäft noch<lb/>
ausgeweitet werden kann resp. sich vielleicht auf einen längeren Zeit<lb break="no"/>punkt erstrecken wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte bei <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs>-Besuch erinnern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_14">Im Parlament wurde bis am Nachmittag der Grüne Bericht von über einem<lb/>
Dutzend Redner diskutiert. Der Integrationsbericht und Mühlenfondsbe<lb break="no"/>richt kam daher sehr spät zur Debatte. Zu meiner größten Überraschung<lb/>
hatten sich auch zum Integrationsbericht 7 Redner gemeldet. Als einziger<lb/>
hatte nur der ehem. GSekr. <rs type="person" ref="#per__97686">Lanner</rs>, der sich früher mit Integrationsfragen<lb/>
sehr intensiv beschäftigte, zwar kurz, aber dafür sehr aggressiv die Re<lb break="no"/>gierung angegriffen. Mir hat er nur vorgeworfen, daß ich erst zweimal<lb/>
in Brüssel gewesen bin und 44-mal in den Oststaaten, angegriffen hat er<lb/>
aber direkt, aber für allem indirekt den Bundeskanzler, weil er sich<lb/>
nach Meinung der ÖVP um die große Politik kümmert und nicht, wie man allen<lb/>
Ernstes kindisch vorgeschlagen hat, er sollte auch nach Brüssel gehen,<lb/>
um die Agrarwünsche dort durchzusetzen. Die <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>sche Politik bringt<lb/>
<pb n="67-1316" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band67/67_1982-11-11_1316.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>nach Auffassung der ÖVP gar nichts. Mit <rs type="person" ref="#per__123182">Gaddafi</rs> zusammenzukommen, ist<lb/>
vollkommen falsch. Was mich dabei verwundert ist, daß die ÖVP auch<lb/>
jetzt noch nicht erkennt, wie gerade diese Politik <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> der öster<lb break="no"/>reichischen Wirtschaft und auch der Landwirtschaft gedient hat. Ich<lb/>
habe daher in der Beantwortung ganz hart <rs type="person" ref="#per__97686">Lanner</rs> gesagt, unsere Exporte<lb/>
in die OPEC-Staaten haben sich von 8 Mrd. 1979 auf 18 Mrd. im Vorjahr<lb/>
erhöht, werden viele landwirtschaftliche Produkte, vor allem auch Holz<lb/>
geliefert, er soll sich bei ÖVP-Bundesrat <rs type="person" ref="#per__128473">Schwaiger</rs>, der einer der<lb/>
Haupttransporteure von Agrarprodukten in diesen Raum ist, darüber erkun<lb break="no"/>digen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_15">Kritisiert wurden, und dies zu Recht, die Maßnahmen der französischen Re<lb break="no"/>gierung, für Videorecorder ein einziges Zollamt, mitten in Frankreich ge<lb break="no"/>legen, das europäische und vor allem auch japanische Einfuhren abferti<lb break="no"/>gen darf, das Verlangen alle Begleitpapiere bei Exporten müssen in<lb/>
Hinkunft auf Französisch sein und die Frage an mich, welche Gegenmaßnah<lb break="no"/>men ich durchführen werde. Insbesondere wollte <rs type="person" ref="#per__122900">Tichy-Schreder</rs> von mir<lb/>
hören, ob der Vorschlag <add>[von]</add> <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, den französischen Botschafter zu mir<lb/>
zu bitten, bereits durchgeführt wurde. Da ich gar nicht die Absicht habe,<lb/>
überstürzt irgendwelche unbedachte Maßnahmen zu setzen, habe ich nur<lb/>
erklärt, ich werde dies alles im engsten Einvernehmen mit der Bundes<lb break="no"/>handelskammer machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte laß alle Maßnahmen zusammenstellen und<lb/>
recherchieren, was andere Staaten dagegen unternehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_17">Beeindruckend für mich war aber die Schilderung von <rs type="person" ref="#per__122900">Tichy-Schreder</rs>,<lb/>
daß man beim Export von 300 Flaschen Qualitätswein nach München Stempel<lb break="no"/>gebühren von 623.20 S durch die Zollabfertigung und entsprechende<lb/>
Hausbeschau usw. bezahlen muß und noch für die Sortenuntersuchung<lb/>
768.–– S. Ich glaube, daß diese konkreten Fälle wirklich geprüft werden<lb/>
sollten, um eine entsprechende Vereinfachung erzielen zu können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108322">MEISL</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte diese Frage mit dem Finanzmini<lb break="no"/>sterium besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_19">Der Obmann des Getreidefonds, ÖVP-Abg. <rs type="person" ref="#per__97425">Fachleutner</rs>, hat dann bei dieser<lb/>
Gelegenheit die schwierige Exportsituation durch die Überschußproduk<lb break="no"/>tion der Landwirtschaft dargelegt. Für die Getreideexporte fehlen seiner<lb/>
Meinung nach 400 Mio. S für dieses Jahr noch, der Zuckerexport soll heuer<lb/>
noch 200.000 to betragen, wofür natürlich im Zuckerfonds auch nicht die<lb/>
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Jahr beträchtliche Exporte durchgeführt werden, mit einem Wort, die<lb/>
österreichische Bundesregierung soll ihm sofort sagen, wie diese Über<lb break="no"/>schußprobleme der Landwirtschaft gelöst werden. Sein einziger Vorschlag<lb/>
war, man sollte so wie in der EG alles entsprechend subventionieren,<lb/>
dann seien die Landwirte die Sorgen los. Er selbst hat aber zugegeben,<lb/>
daß der Landwirtschaftsfonds in der EG von 90 Mrd. S Mitte der 70-er Jahre<lb/>
jetzt bereits auf 380 Mrd. gestiegen ist. Die EG macht sich selbst größte<lb/>
Sorgen, wie sie diese ungeheuren Mittel aufbringen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die Zuckerfondsabrechnung resp. Vorschau<lb/>
zusammenstellen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band67_1982-11-11_21">Beim Mühlenfondsbericht hätten ebenfalls Redner dazu Stellung nehmen. Da<lb/>
aber die Bauern so lange ihren Grünen Bericht debattierten, wurde nicht<lb/>
nur, wie ich selbst überrascht war, der Integrationsbericht trotz der<lb/>
vielen Redner und doch meiner notwendigen Antwort, alle haben sich aber<lb/>
sehr kurz gefaßt, zum Mühlenfonds dann alle Redner gestrichen. Zum<lb/>
Mühlenfonds war ja wirklich nichts zu sagen, die Wünsche, die im Handels<lb break="no"/>ausschuß bezüglich zusätzlicher Information geäußert wurden, habe ich ja<lb/>
durch persönliches Überbringen der Antwort an den Handelsausschußvor<lb break="no"/>sitzenden <rs type="person" ref="#per__112996">Staudinger</rs> zeitgerecht noch dem Hohen Haus zugeleitet. Über<lb break="no"/>haupt kann ich einmal mehr feststellen, daß wenn ich zu irgendeinem Punkt<lb/>
bei der Debatte im Plenum dann kritisiert werde, dann gilt es meistens<lb/>
gar nicht mir, sondern indirekt wird "die Regierung" gesagt und man meint<lb/>
in Wirklichkeit immer <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat daher auch, als er zufällig<lb/>
bei der Attacke von <rs type="person" ref="#per__97686">Lanner</rs> im Saal war, sich zu mir auf die Regierungsbank<lb/>
gesetzt und meinte, Du wirst ihm hoffentlich entsprechend antworten,<lb/>
was ich auch selbstverständlich dann getan habe.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Tichy-Schreder, Ingrid</persName>
               <persName><surname>Tichy-Schreder</surname><forename>Ingrid</forename></persName>
               <occupation>ÖVP-NR-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Beck, A</persName>
               <persName><surname>Beck</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>BRO Fa. Victor Schmidt &amp; Söhne, 1110 Wien</occupation>
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               <persName type="label">Fachleutner, Karl</persName>
               <persName><surname>Fachleutner</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Obmann Getreideausgleichsfonds</occupation>
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               <occupation>Künstler</occupation>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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