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            <title type="main">Donnerstag, der 16. September 1982 bis Freitag, der 17. September 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_01">Donnerstag, 16., und Freitag, 17. September 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_02">Diesmal war die Regierungsklausur wieder in einem repräsentativen<lb/>
Gebäude, da die Salzburger Gemeinderatswahl haben, wurde Schloß Hell<lb break="no"/>brunn, das angeblich sogar der Stadt gehört, als Regierungsklausur ge<lb break="no"/>wählt. Eingangs hatten sich junge ÖVPler mit großem Ständer aufgestellt<lb/>
und die 10 harten Fragen an die Regierung aufgeschrieben. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> gingen mit Filzstiften bewaffnet auf die Plakate und schrieben<lb/>
die Erledigung dazu. Ich erklärte ihnen, ich fühle mich direkt diskrimi<lb break="no"/>niert, <choice><choice><sic>die</sic><corr>von den</corr></choice></choice> 10 Fragen an die Minister haben keine einzige das Handels<lb break="no"/>ministerium beinhaltet. Überrascht waren einmal mehr die deutschen Gäste,<lb/>
die ganz unabhängig von der Regierungsklausur ihre Schloßbesichtigung<lb/>
durchführen konnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_03"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eröffnete, in dem er erklärte, ein Freund hätte ihm empfohlen.<lb/>
es wäre notwendig optimistischer die Situation darzustellen. Er dagegen<lb/>
verweise immer wieder darauf, daß auch in der Vergangenheit einzelne<lb/>
Staatsmänner optimistisch in die Zukunft blickten und dann die Prognosen<lb/>
genau das Gegenteil vorhersagend auch eingetroffen sind. Andererseits<lb/>
verwies er darauf, daß Prof. <rs type="person" ref="#per__137132">Streissler</rs> jetzt in der Züricher Zeitung<lb/>
einen Artikel geschrieben hat, wo man sich mit der Arbeitslosigkeit ab<lb break="no"/>finden müsse. Derzeit gebe es eine unabsehbare Krise, in Amerika seien<lb/>
die Zinsen zwar ein wenig gesenkt und die Aktienkurse hätten angezogen<lb/>
aber niemand weiß wie es weiter geht. In Deutschland sei ebenfalls die<lb/>
mächtige Wirtschaft in einer Situation, wo sie leider nicht entsprechend<lb/>
durch die Koalition entwickelt werden könnte, dort gebe es eine politische<lb/>
Arbeitslosigkeit, wie dies jetzt auch die österr. Bauarbeitergewerkschaft<lb/>
sagt. In einer amerikanischen Wochenzeitschrift werden jetzt Österreich,<lb/>
Frankreich und Kanada als schlechte Schuldner dargestellt. Kanada hat<lb/>
eine aktive Zahlungsbilanz und der kanadische Ministerpräsident <rs type="person" ref="#per__1138033">Trudeau</rs><lb/>
vermutet eine politische Intrige. Dies gelte auch für die österr. Aus<lb break="no"/>sage. Überhaupt sei <del>der</del> in Amerika <add>[der]</add> in Österreich geborene <rs type="person" ref="#per__1138034">Douglas</rs> ganz<lb/>
auf der ÖVP-Linie, zuerst hätte man die Außenpolitik kritisiert und jetzt<lb/>
hat er sich ganz besonders über die Flüchtlingspolitik negativ geäußert<lb/>
Der österr. Botschafter in Washington, <rs type="person" ref="#per__1137705">Klestil</rs>, hätte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verständigt,<lb/>
-aß der Außenminister <rs type="person" ref="#per__149296">Shultz</rs> ihn zur Seite genommen hat und gesagt hat,<lb/>
die Amerikaner rechnen mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> guten Diensten in der arabischen<lb/>
Sache. Schwierig hätte es <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit Bundesparteiobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, dieser<lb/>
lese, wie er selbst sagt, nur gelegentlich Bücher und sei ein schwacher<lb/>
Verhandler. Dies sei auch bei der Besetzung bei der verstaatlichten<lb/>
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gegen <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> nicht durchsetzen können, daß <rs type="person" ref="#per__113833">Assmann</rs> nicht kommt und<lb/>
der ehemalige LH GD <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> jetzt ihm nicht mehr helfen <add>[konnte? wollte?]</add> und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
schlägt jetzt Prof. GD <rs type="person" ref="#per__145758">Fuhrmann</rs>, ehemaliger Porsche-Konstrukteur, vor.<lb/>
Auch bei der ÖMV wollte <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> einen aus der dritten Linie kommenden<lb/>
Siemensianer <choice><choice><sic>zum</sic><corr>als</corr></choice></choice> GD, jetzt sei ihm der unparteiische GD <rs type="person" ref="#per__122959">Kaes</rs> ernannt.<lb/>
Bei Elin hätte er als Nachfolger von <rs type="person" ref="#per__113018">Kohlruß</rs> einen von Voith gewünscht,<lb/>
jetzt sei <add>[es]</add> der der unparteiische <rs type="person" ref="#per__1137788">Bichlbauer</rs>, der sich sehr bewährt hat.<lb/>
Die verstaatlichte Industrie braucht 3,5 Mrd. S zur Sanierung, dies wird<lb/>
durch einen Kredit der ÖIAG abgewickelt die Zinsen und <add>[Fehlstelle, Anm.]</add> wird<lb/>
dann über das Budget bezahlt. Interessant für mich ist nur, daß der<lb/>
Finanzminister immer von 3 Mrd. $ nur spricht und daß dieses Geld vom<lb/>
Bund so ausgelegt wird, daß, wenn die verstaatl. Industrie positiv<lb/>
abschließen sollte, dann diese die entsprechenden Leistungen zu erbringen<lb/>
hätte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_04"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kam dann auf den Osthandel zu sprechen, er meinte, die UdSSR be<lb break="no"/>stelle jetzt in der letzten Zeit sehr viel, was auch für das Jahr 82<lb/>
mit 26 % Steigerung stimmt. Staatssekr. <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> sei bei ihm gewesen und<lb/>
hätte ihm ebenfalls versichert, daß sie den geborgten Kredit zurück<lb break="no"/>zahlen werden und viele Konsumgüter, Schuhe, Textilien usw. auch in Hin<lb break="no"/>kunft gekauft werden. Er hätte <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> dann sofort an mich verwiesen und<lb/>
hat mir dann auch noch die schriftl. Aufzeichnung gegeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_05">Das Konferenzzentrum wird jetzt in Form einer Aktiengesellschaft mit<lb/>
einem Kapital von 30 Mio. Dollar teils errichtet und betrieben werden,<lb/>
er hat eine ausländische Hotelkette, Araber sind daran beteiligt, aber<lb/>
auch mit Deutschen und Schweizern wird verhandelt. Ein Teil soll bei<lb/>
der öffentl. Hand bleiben, wahrscheinlich 30 %, der Bund und die Ge<lb break="no"/>meinde Wien weiterverwalten. Umwegrentabilitätsberechnungen hätten<lb/>
ergeben, daß 6.000 Beschäftigte ständig im Konferenzzentrum Arbeits<lb break="no"/>plätze finden, wenn die Messe abgehalten wird, sogar 7.000. Als nächstes<lb/>
ersuchte er dann <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>, das 2. Beschäftigungsprogramm zu erörtern.<lb/>
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Ausland noch zu festigen, er hat deshalb jetzt veranlaßt, daß jetzt in<lb/>
Amerika untersucht wird, ob Österreich noch immer 3A, Triple A, hat.<lb/>
Jetzt kann er bereits sagen, daß mit größter Wahrscheinlichkeit diese<lb/>
Untersuchung positiv enden wird. Auch eine amerikanische Monatszeit<lb break="no"/>schrift hat festgestellt, daß nach Japan Österreich der zweitbeste<lb/>
Staat der Welt ist. Er machte dann, wie er selbst sagt, eine Milch<lb break="no"/>mädchenrechnung, die Goldreserven betragen 656 to, wenn man die mit dem<lb/>
<pb n="66-1082" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-09-16_1982-09-17_1082.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>jetzigen Tageswert rechnet, sind es 165 Mrd. S, die Auslandsschulden be<lb break="no"/>tragen 100 Mrd. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat dann noch eingeworfen, und die Devisenbe<lb break="no"/>stände muß man auch noch dazu rechnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_07">Tatsächlich ist das Nettobudgetdefizit 1981 2,6 % des Bruttoinlands<lb break="no"/>produktes gewesen. 1982 war es mit 2,8 % präliminiert, aufgrund des<lb/>
ersten und zweiten Beschäftigungsprogrammes wird es auf 3,8 % steigen,<lb/>
es ist damit noch immer tiefer als 75 und 76, wo es 4,5 % des Bruttoin<lb break="no"/>landsproduktes betragen hat. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> weist auf diese Ziffern immer be<lb break="no"/>sonders hin, weil er von dem Denker und auch hier scheinbar von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
sich attackiert fühlt, daß jetzt die Verschuldung so hoch ist, obwohl<lb/>
zu <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch's</rs> Zeiten die Verschuldungen wesentlich stärker und schneller<lb/>
gestiegen sind als wie bei ihm jetzt. Er erörterte dann das zweite<lb/>
Beschäftigungsprogramm wenig in Details gehend, aber doch einzelne<lb/>
Posten aufzählend. Da er eine umfangreiche Unterlage so wie auch andere<lb/>
Minister unterbreitet hat, kann man theoretisch dort alles nachlesen.<lb/>
Daß dies niemand macht, ist eigentlich klar, zusammenfassend stellte er<lb/>
fest, daß das Investitionsvolumen 82 bis 85 insgesamt 320 Mrd. S aus<lb break="no"/>machen wird, wovon der Staat 32 Mrd. S wirklich zur Verfügung stellen<lb/>
wird, 82 3,4 Mrd., 83 5,6 Mrd., dadurch können 30 bis 35.000 Beschäftigte<lb/>
gesichert werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_08"><add>Das</add> Budget 1983 wird ein Defizit von 74 Mrd. brutto, 48 Mrd. netto haben.<lb/>
Dies erklärt sich daraus, daß die Sozialversicherung allein um 7,4 Mrd.<lb/>
mehr braucht und die Arbeitsmarktförderung 3,3 Mrd. Nur anmerkend, wie<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> sagt, möchte er feststellen, daß das Sozialministerium, wenn man<lb/>
die Arbeitslosenversicherung <add>[um]</add> 0,4 % anhebt, 1 Mrd. S mehr Einnahmen hätte,<lb/>
und daß die Wohnungsbeihilfe, wenn man diese 20 S dem Ausgleichszulagen<lb break="no"/>empfänger weiterbezahlt, immerhin eine Mrd. S Budget bringen könnte.<lb/>
Steuererhöhungen hat er derzeit nicht vorgesehen und bedankte sich viel<lb break="no"/>mals bei allen Ministern, daß sie das Budget 83 doch einvernehmlich lösen<lb/>
konnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_09"><rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> hat sich dann sofort gemeldet und ersucht, man sollte auch den<lb/>
Marchfeldkanal-Ausbau in das 2. Beschäftigungsprogramm aufnehmen. Früher<lb/>
oder später muß die Regierung ja doch den Druck NÖs nachgeben; die<lb/>
1,3 Mrd., was die Ausbaustufe kosten würde, muß man nicht gleich ins Budget<lb/>
aufnehmen, mit Hilfe der Unterstützung des Wasserwirtschaftsfonds kann<lb/>
man die Finanzierung des Bundes auf ein Minimum <add>[drücken? senken?]</add>, immerhin aber auch 100<lb/>
Mio. S pro Jahr Belastung rechnen. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, der sich dafür<lb/>
sehr eingesetzt hat, haben dann letzten Endes dem zugestimmt. Ich selbst<lb/>
nutzte die Gelegenheit um sofort einen Zwischenruf zu klären; wenn jetzt<lb/>
<pb n="66-1083" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-09-16_1982-09-17_1083.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schon durch den Marchfeldkanal Wasser für die E-Wirtschaft verloren<lb/>
geht, dann müsse man unbedingt den Standort in Hainburg optimal wählen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> erklärte, darüber könne man jetzt mit ihm reden, <choice><choice><sic>bei</sic><corr>am</corr></choice></choice> Mittagstisch,<lb/>
wo ich dann mit Gesundheitsminister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> und ihm über dieses Problem<lb/>
lang und breit diskutierte, einigten wir uns darauf, daß vielleicht<lb/>
durch ein klein wenig Runterrücken der Kraftwerksachse die Stopfen<lb break="no"/>reuther Au wenig mehr geschont werden kann. Ich habe sofort DoKW-Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> davon verständigt, daß er jetzt auf dieser neuen Vereinbarung<lb/>
die konkreten Planungen dem Landwirtschaftsminister vorlegen soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Nächstes Jour fixe <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_11">Sozialminister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> erörterte seine Arbeitslosenprognosen, er<lb/>
rechnet mit Jänner 210.000 Arbeitslose. Jetzt am 15. Sept. sind es immer<lb break="no"/>hin 75.000, um 30.000 mehr als im Vorjahr, wobei noch immer 6.000 Bau<lb break="no"/>arbeiter sind. Erfreulich teilte er mit, daß das Lehrlingsproblem ge<lb break="no"/>löst ist. 7.800 Lehrstellensuchenden stehen 4.100 offene Stellen gegen<lb break="no"/>über und er ist fest davon überzeugt, daß auch so wie im Vorjahr Lehr<lb break="no"/>stellensuchende untergebracht werden können. Ich habe <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> dann<lb/>
unter vier Augen erklärt, ich hätte ihm ja sofort prognostizieren können,<lb/>
daß heuer kein Lehrstellenproblem auftreten wird. Durch die jährlich<lb/>
geringeren Schulentlassungen ist es, wenn die Wirtschaft nicht durch<lb/>
Jugendeinstellungsgesetz usw. irritiert wird, mit Sicherheit anzunehmen,<lb/>
daß wir in Hinkunft die Lehrlinge unterbringen können. Anders sieht<lb/>
dies aus bei den Schulentlassenen, Maturanten, kaufm. höhere Schulen usw.<lb/>
Dort gibt es große Unterbringungsschwierigkeiten, ich erklärte <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs><lb/>
dezidiert, ich habe nur dieser ganzen Kampagne geschwiegen, um ihn nicht<lb/>
zu desavouieren, notwendig wäre sie nicht gewesen, wie dies das Ergeb<lb break="no"/>nis eindeutig zeigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_12">Alle anderen Minister wurden dann von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> aufgefordert einen ent<lb break="no"/>sprechenden Bericht zu bringen. Diesmal hatte er sogar alle Staats<lb break="no"/>sekretäre dazu aufgefordert. Die Diskussion verlief äußerst flau,<lb/>
eigentlich waren nur ein oder zwei Wortmeldungen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_13"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat dann mittags mit <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> die große Pressekonferenz gehalten,<lb/>
dies geht nämlich dann noch in <add>[den]</add> Rundfunk und insbesondere in die Zei<lb break="no"/>tungen am nächsten Tag. Die zweite Pressekonferenz dann am Abend nach<lb/>
der Tagung wurde von ihm <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> und mir bestritten. Ich erklärte ihm<lb/>
sofort, wir seien ja nur der rechte und ich der linke Schächter. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
war überzeugt und wollte es mir einreden, daß keiner davon ins Paradies<lb/>
eingeht, soviel ich mich aber erinnern kann, stimmt dies nicht, der<lb/>
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hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann gemeint, natürlich gibt es Gegensätze zwischen Ge<lb break="no"/>sundheits- u. Handelsminister, dies würde alles in der Regierung freund<lb break="no"/>schaftlich geklärt, auf eine Anfrage eines Redakteurs zur Frage des<lb/>
neuen Waschmittelgesetzes, das <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> beabsichtigt, und die Stellung<lb break="no"/>nahme des Industrieministers, erklärte ich ihm, daß es in der Schweiz<lb/>
solches Gesetz bereits gibt, daß ich fest davon überzeugt bin, mit<lb/>
der HK gemeinsam eine vernünftige Lösung zu finden. Dies veranlaßte<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zur der Bemerkung, die HK hat noch niemals einen besseren<lb/>
Handelsminister gehabt als mich, was wieder allgemeine Polemik auslöste,<lb/>
daß dieses Lob der HK-Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ja nicht glaubt und wie ich <del>mich</del><lb/>
dazu <choice><choice><sic>stelle</sic><corr>stehe</corr></choice></choice>. Da ich mich in diesem Punkt niemals äußere und auch nicht<lb/>
bereit bin über meine zukünftige Absicht auch nur ein Wort zu verlieren,<lb/>
bin ich in dieser Beziehung für die Presse ein undankbares Subjekt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_14">Die Hosenfabrik Maier <add>[?]</add> aus Wels verdient so gut, daß der Besitzer in<lb/>
Saalfelden sich ein richtiges großes landwirtschaftliches Gut gekauft<lb/>
hat, dort errichtet er jetzt ein ganz modernes Hotel: Fitnessraum,<lb/>
Bowling, Swimming pool, Reithalle und jetzt soll sogar noch ein Golf<lb break="no"/>platz dazukommen. Zur inoffiziellen Eröffnung dieses Hauses hatte er die<lb/>
Bürgermeister aller umliegenden Gemeinden und auch sonstige FV-Verant<lb break="no"/>wortliche, aber auch lokale Presse eingeladen. Während dieses Abendessens<lb/>
gab es die Sendung Tritsch Tratsch, wo ich vorher aufgefordert wurde,<lb/>
ich sollte einer gewissen Frau <rs type="person" ref="#per__1138036">Frei</rs> aus Hessen einen Wiener Urlaub<lb/>
zusagen, der Moderator der Sendung, <rs type="person" ref="#per__134016">Kirschner</rs>, hatte nämlich, wie sich<lb/>
dann bei der Sendung herausstellte, daß diese Frau auf Wien entsprechend<lb/>
schimpfen wird, als Vergeltung für die Piefke-Sendung von <rs type="person" ref="#per__1138035">Fuchsberger</rs>,<lb/>
ich erklärte natürlich sofort, daß ich, bevor ich die Sendung nicht ge<lb break="no"/>sehen habe, nicht bereit bin, auch nur eine Äußerung darüber zu geben.<lb/>
Bei der Sendung stellte sich dann heraus, daß diese Frau eine für Öster<lb break="no"/>reich so positive Erklärung abgegeben hat, daß man fast hätte sagen<lb/>
können, sie ist von der ÖFVW geschickt. Interessant war ihre Bemerkung,<lb/>
daß man von ihr erwartet, daß sie auf Wien schimpft, aber sie hat gar<lb/>
keinen Grund dazu. Als ich nachher aus der Sendung angerufen wurde, um<lb/>
zu deren Äußerung Stellung zu nehmen, erklärte ich nur, daß ich vielmals<lb/>
für diese vernünftige und konstruktive Antwort danke. <rs type="person" ref="#per__134016">Kirschner</rs> erklärte<lb/>
dann im Laufe der Sendung dieser Frau, daß ich sie mit ihrem Gemahl<lb/>
auf Kurzurlaub nach Wien einlade. In diesem Fall war ich sogar bereit,<lb/>
obwohl ich dies gar nicht so dezidiert sagte, diese Frau wirklich zu<lb/>
mir einzuladen, um mit ihr für dieses freundschaftl. Verhalten reden.<lb/>
Einmal mehr aber konnte ich wieder feststellen, <choice><choice><sic>die</sic><corr>wie?</corr></choice></choice> der ORF in jeder<lb/>
Beziehung manipuliert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte sofort mit ÖFVW alle Details besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_16">Die Bürgermeister haben dann im Laufe des Abends ersucht, ich sollte<lb/>
mir überlegen, ob ich nicht die Prämien für die Komfortzimmeraktion<lb/>
usw. erhöhe. Dies würde ein wesentlicher Anreiz sein, um mehr Unter<lb break="no"/>nehmer zu entsprechenden Investitionen zu veranlassen. Andererseits<lb/>
haben dort anwesende Finanzberater erklärt, die Eigenkapitalbildung<lb/>
ist jetzt so gering und die kleinen Betriebe könnten die Kredite gar<lb/>
nicht mehr aufbringen, daß ihnen eine Prämienerhöhung auch nichts mehr<lb/>
nützt. Ich versprach nur die ganze Frage genau zu prüfen, tatsächlich<lb/>
ist, daß immer mehr bei 3 % Zinsenzuschuß z.B. 1 % für Haftungsübernahmen,<lb/>
1/2 % die Hoteltreuhand, mit einem Wort, mehr als die Hälfte fast auf die<lb/>
Spesen und sonstige Abzüge des Zinsenzuschusses verloren gehen. Wir<lb/>
sollten jetzt wirklich nach 12 Jahren imstande sein ein besseres System<lb/>
auszuarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und mir besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_18">Die Bürgermeister waren bereit eine Entschließung zu unterschreiben,<lb/>
daß jetzt der Golfplatz so schnell als möglich errichtet werden soll.<lb/>
Die Familie Maier stellt dazu ihren eigenen Grund zur Verfügung, der<lb/>
Golfplatz würde 12 Mio. S kosten, 55 Hektar umfassen. Jetzt taucht in<lb/>
letzter Zeit ein ganz altes Projekt, bei einem solchen Golfplatz in<lb/>
Zell am See zu errichten, wieder auf. Dort müßte aber allein den Grund<lb break="no"/>besitzern 600.000 S Miete pro Jahr bezahlt werden, darüber hinaus kostet<lb/>
der Golfplatz dort 20 Mio S. Die Grundfrage ist überhaupt noch nicht<lb/>
geklärt, alle waren sehr begeistert als ich zum Unterschied des FV-<lb/>
Referenten <rs type="person" ref="#per__117627">Oppitz</rs>, der sich nur, weil es zwei Salzburger betrifft, herum<lb break="no"/>redete und nicht entscheiden wollte, sofort mich für diese Resolution<lb/>
ausgesprochen und auch unterschrieben habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_19">Mag. <rs type="person" ref="#per__1138037">Kraus</rs> von der Raiffeisenkasse in Salzburg trug mir dann unter vier<lb/>
Augen zwei Projekte vor. Erstens soll jetzt das Parkhotel Mirabell in<lb/>
Salzburg von Sheraton gekauft werden, dafür sind 150 Mio. S Investition<lb/>
notwendig, die Raika möchte wissen, wie wir hier mit Krediten helfen<lb/>
können. Zweitens gibt es ein Kurprojekt in Vigaun, Hallein, dort seien<lb/>
Investitionen von 200 Mio. S notwendig, deutsche Eigentümer hätten sich<lb/>
gefunden, die 10 Mio. DM investieren würden. Ich <add>[habe]</add> Mag. <rs type="person" ref="#per__1138037">Kraus</rs>, 71561/Kl.<lb/>
305, <add>[eine]</add> entsprechende Antwort versprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte prüfen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_21">Der Bürgermeister von Saalfelden <rs type="person" ref="#per__143595">Schwaiger</rs> hat mir mitgeteilt, daß<lb/>
er jetzt bei einem Staatsakt, den ich dann auch besichtigte, 44 Mio. in<lb break="no"/>vestierte, FAG-Mittel hat er nur 1,6 Mio. bekommen, 10 Mio. ERP-Ersatz.<lb/>
Der Rest ist ein Darlehen der Städt. Versicherung, in einem Schreiben<lb/>
hat er festgehalten, daß die Finanzierung zu seinem Nachteil durch Fehl<lb break="no"/>entscheidungen erfolgte. Ich versprach ihm, diese Brief genau zu prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die FV-Abteilung<add>od. Förderungsabteilung ??</add> soll mir einen genauen<lb/>
Bericht machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_23">Am nächsten Tag wurde in der Früh <del>im</del> Fitnessport mit allerdings nur<lb/>
sehr wenigen Teilnehmern durchgeführt. Ich hatte ihnen zuerst erklärt,<lb/>
wie ich täglich vollkommen ungefährlich und ohne Geräte Turnübungen,<lb/>
seinerzeit Morgengymnastik genannt, durchführe. Leider habe ich mich dann<lb/>
auch verführen lassen auf diesen modischen Geräten zu üben, prompt<lb/>
flog ich auf die Brust und habe mir meine Rippen ganz schön angeschlagen,<lb/>
sodaß ich kaum, wie ich später herausstellte, sitzen konnte. Von dem<lb/>
ganzen Wochenendprogramm konnte ich daher nur noch die Parteivorstands<lb break="no"/>sitzung in Salzburg besuchen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat dort wieder einmal mehr über<lb/>
die außenpolitische Situation referiert, in die Sitzung hinein platzte<lb/>
die Mitteilung, daß die deutschen FDP-Minister ihre Ministerposten zur<lb/>
Verfügung gestellt haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_24">Probleme hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nur zwei aufgeführt, das erste, das Konferenzzen<lb break="no"/>trum, ohne auch den Parteivorstand Details über die Finanzierung zu er<lb break="no"/>zählen, interessant ist nur, daß bereits in den Zeitungen aufgetaucht<lb/>
ist, daß Sheraton sich daran beteiligen wird, die Zeitungen wissen also<lb/>
wieder einmal mehr als die zuständigen Gremien. Das zweite Problem ist<lb/>
die verstaatl. Industrie, wo er auch dem Parteivorstand die Personal<lb break="no"/>änderungen klarlegte. Zusammenfassend meinte er, die Medien sind heute<lb/>
mehr denn je daran interessiert, die Regierung zu stürzen. Die SPÖ ist<lb/>
wieder in Form, die Partei hat Tritt gefaßt, er fürchtet nur, daß sie<lb/>
vielleicht vor der Wahl noch zu früh in Hochform kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_25"><rs type="person" ref="#per__97727">Marsch</rs> berichtete dann über das Organisatorische, so wie immer hörte<lb/>
ihm fast niemand zu, <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> dann über die Novelle des Parteiengesetzes<add>[, dieses]</add><lb/>
soll also durch eine Spendendeklaration über 30.000 S durch ein einfaches<lb/>
Gesetz im Parlament jetzt entschieden werden. Die ÖVP wehrt sich dagegen,<lb/>
insbesondere der neue Generalsekretär <rs type="person" ref="#per__128688">Graff</rs>, wenn man aber hört und weiß,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__1138038">Flick</rs> hier z.B. in Salzburg <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> 200.000 S Spende gegeben hat,<lb/>
dann kann man diese Haltung aber auch verstehen. In das neue Gesetz<lb/>
soll dann auch reinkommen, daß der Rechenschaftsbericht entsprechend<lb/>
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Vorjahresabschluß zu bestätigen haben, ansonsten soll bis zur Bestäti<lb break="no"/>gung die weitere Parteienspende eingestellt werden, eine Wahlkampf<lb break="no"/>kostenbeschränkung für die Nationalratswahl 83 wird ebenfalls wieder<lb/>
gemacht, aber nicht in die Verfassung oder in einem Gesetz aufgenommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_26">Weiteres wurde von ihm dann über das Parteienverbotsgesetz berichtet,<lb/>
das Präsidium hat beschlossen, hier soll eine Juristenkommission unter<lb/>
Führung des Klubobmannes <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> eingesetzt werden. Die Meinungsumfra<lb break="no"/>gen laufen günstig, jetzt sind es um 8 % mehr, die der Regierung die<lb/>
Lösung der Probleme zutrauen und wir haben wieder 56 % in dieser Frage<lb/>
erreicht. Das Augustprogramm für Österreich, wo nichts anderes zu sehen<lb/>
war, als daß soz. Rot-Weiß-Rot-Signet für Österreich war notwendig, weil<lb/>
die ÖVP sich auf diese positive Aussage draufsetzen wollte. In diesem<lb/>
24-Bogen-Plakat ist ihnen die Möglichkeit jetzt genommen. Zur Wahl wird<lb/>
auch ein Schwarzbuch der ÖVP, die Oppositionspolitik, von den Sozialisten<lb/>
vorgelegt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_27">Interessanterweise gab es zu allen drei Berichten keine einzige Wort<lb break="no"/>meldung. <rs type="person" ref="#per__97727">Marsch</rs> berichtet dann noch aus den Delegationen und Partei<lb break="no"/>organisationen. <rs type="person" ref="#per__133069">Nußbaum</rs>, der ehemalige Wiener Sekretär, wird jetzt für den<lb/>
Wahlkampf von der Bundespartei angestellt. Der ehemalige Kronen-Zeitung-<lb/>
Redakteur <rs type="person" ref="#per__133398">Mahr</rs>, dann beim Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>, wird jetzt in der Zentrale ange<lb break="no"/>stellt und wird dort PR machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_28">Zum Parteitag wird auch die kommunalpolitische Gruppe drei Delegierte<lb/>
haben, der Konsum wird in Hinkunft die Fraktion soz. Genossenschaftler<lb/>
im Konsum heißen, das Schiedsgericht wurde eingesetzt gegen die Statuten<lb break="no"/>verstöße. Außerdem wurde festgehalten, daß, wenn jemand wegen strafbaren<lb/>
Handlungen verfolgt wird, das Ruhen der Mitgliedschaft automatisch ein<lb break="no"/>tritt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_29">Die NÖer haben jetzt ein großes Reglement im Nationalrat vor. Anstelle<lb/>
des Badeners <rs type="person" ref="#per__1138039">Lehr</rs> kommt der LP-Sekr. <rs type="person" ref="#per__126976">Strache</rs>, im Bundesrat zieht für ihn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1138040">Mohnl</rs> aus Tulln ein. <rs type="person" ref="#per__1138041">Pichler</rs> wird von <rs type="person" ref="#per__1138042">Praha</rs>, einer Frau, abgelöst,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1138045">Klisch</rs> von <rs type="person" ref="#per__113387">Preiß</rs>, einem Lehrer, und <rs type="person" ref="#per__97752">Mondl</rs> wird in Hinkunft durch <rs type="person" ref="#per__1138043">Kuba</rs> er<lb break="no"/>setzt, die NÖer haben also vor der Wahl eine entsprechende Neuerung<lb/>
durchgeführt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-09-16_30">Den Aufsichtsrat der Vorwärts wird der Stellvertreter jetzt <rs type="person" ref="#per__146041">Waldmann</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add><lb/>
bestellt. Die Soz. Jugend kriegt neben dem Sekr. <rs type="person" ref="#per__1138044">Gusenbauer</rs> mit ent<lb break="no"/>sprechender Bezahlung <rs type="person" ref="#per__1138046">Kalina</rs>. Unwahrscheinlich, wie sich der büro<lb break="no"/><pb n="66-1088" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-09-16_1982-09-17_1088.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>kratische Apparat auch in der Partei immer wieder vermehrt. Auch hier<lb/>
gab es keine einzige Wortmeldung.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 16./17.9.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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