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            <title type="main">Mittwoch, der 18. August 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_01">Mittwoch, 18. August 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_02">GD <rs type="person" ref="#per__126973">Lap</rs> von Philips teilt mir mit, daß die Ausschreibung der österr. Bun<lb break="no"/>desforste, obwohl Philips Bestbieter war, jetzt doch <choice><choice><sic>an die</sic><corr>der</corr></choice></choice> Fa. Schrack<lb/>
zugeschlagen wird. Philips <choice><choice><sic>interim</sic><corr>sieht darin?</corr></choice></choice> eine eindeutige Politik, gewisse österr.<lb/>
Firmen zu bevorzugen, obwohl bei einer Aussprache bei BK <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> Philips<lb/>
zugesichert wurde, gleich wie alle anderen österr. Firmen behandelt zu<lb/>
werden. <rs type="person" ref="#per__126973">Lap</rs> befürchtet, daß auch die Ausschreibung der Österr. National<lb break="no"/>bank, wo sich Philips an dem Sicherungssystem beteiligt und wo Philips<lb/>
gegebenenfalls mit Siemens kooperieren würde, um den Anteil der Wert<lb break="no"/>schöpfung noch zu erhöhen, ebenfalls benachteiligt werden könnte. Philips<lb/>
will keine Sonderstellung, Philips will nur die gleichmäßige Behandlung<lb/>
wie alle anderen Firmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_03">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte vorsichtig recherchieren, wie<lb/>
es bei den Österr. Bundesforsten zu dieser Entscheidung gekommen ist und<lb/>
bei der Österr. Nationalbank den Sachverhalt feststellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_04">In der Energiesektion hat die Referentin <rs type="person" ref="#per__1138130">Dal-Bianco</rs> mit Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs>, MR<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> und auch ganz besonders Mag. <rs type="person" ref="#per__131107">Grossendorfer</rs> im Rahmen der Arbeits<lb break="no"/>gruppe Regierungsprogramm für den Herbst ein Fernwärmekonzept <choice><choice><sic>erarbeiten</sic><corr>erarbeitet? zu erarbeiten?</corr></choice></choice>.<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs>, der teilweise auf Urlaub war, hat sich nicht bei mir, aber durch<lb/>
Bemerkungen in der Arbeitsgruppe dann beschwert, daß er so lange die De<lb break="no"/>tails und Unterlagen nicht bekommen hat. Ich glaube wirklich, daß dies<lb/>
kein faires und richtiges Vorgehen gewesen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_05">Ich war selbst überrascht, daß aus dieser Arbeit hervorgeht, welche Vorar<lb break="no"/>beiten für dieses Fernwärmekonzept schon bestehen. Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> hat dann noch<lb/>
ein Fernwärmeförderungsgesetz ähnlich dem Elektrizitätsförderungsgesetz<lb/>
ausgearbeitet. Der Verbundgeneraldirektor <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hat die Idee, wir soll<lb break="no"/>ten eine Fernwärmestudiengesellschaft gründen. Dort wäre nicht nur admini<lb break="no"/>strative Arbeit zu leisten, sondern auch entsprechende Studien usw. durch<lb break="no"/>zuführen. Die Mittel für diesen Beirat sollten aus den Mitgliedern, sprich<lb/>
HGI, Städtebund, Länderbund, Interessensvertretungen, EVA, aufgebracht<lb/>
werden. In dieser Zusammensetzung ist mir vor allem die Elektrizitätswirt<lb break="no"/>schaft abgegangen, die ja am meisten Geld hat und daher auch wahrschein<lb break="no"/>lich am meisten wird finanziell dazu beitragen müssen, falls es tatsächlich<lb/>
zu so einem solchen Beirat kommen sollte. Ich selbst bin immer neuen Bei<lb break="no"/>ratsgründungen sehr skeptisch gegenüber, werde aber dieses Problem am<lb/>
Wochenende mit <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> im einzelnen noch besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte Unterlagen mitnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_07">Die Kernfrage der ganzen Fernwärmeaktivität bleibt, wieviele finanzielle<lb/>
Mittel das Finanzministerium bereit ist, zur Verfügung zu stellen. Hier<lb/>
wurde nur prinzipiell mit dem Büro des Finanzministers verhandelt. Kon<lb break="no"/>krete Forderungen und Budgetbeträge wurden noch nicht gesagt. Ich habe<lb/>
daher sofort telefonisch mit FM <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> Kontakt aufgenommen, dieser hat<lb/>
mir erklärt, er könne sich vorstellen, daß für die Investitionen für den<lb/>
Leitungsbau, aber auch für die Haushalte gewisse Zinsenzuschüsse gegeben<lb/>
werden. Aus einer unverbindlichen Aufstellung konnte ich dann entnehmen,<lb/>
daß er für das Jahr 1983 40 Mio. S dafür vorsieht. Da ich überzeugt bin,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> keine größeren Mittel zur Verfügung hat, wird es bei einem<lb/>
großen Fernwärmekonzept mit verhältnismäßig kleinen Budgetmitteln bleiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_08"><rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> hat mir mitgeteilt, daß er jetzt den Akt Minerex unterschrieben<lb/>
hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte sofort die Betroffenen verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_10"><choice><choice><sic>In den</sic><corr>Den</corr></choice></choice> Unterlagen zu den Fernwärmekonzept konnte ich dann entnehmen, wie<lb/>
selbst bei Projekten, die die öffentliche Hand betreffen, oft geringere<lb/>
Aufwendungen sofortige Erfolge erzielen könnten. Es gibt 12 Projekte, wo<lb/>
der Fernwärmeanschluß bereits im Keller ist und wo durch eine Investition<lb/>
des <choice><choice><sic>Wärmeaustausches</sic><corr>Wärmetauschers?</corr></choice></choice> und Druckverminders diese Fernwärme sofort genützt<lb/>
werden könnte. Scheinbar waren diese 14 Mio. nicht sofort greifbar. Typisch<lb/>
ist selbst die Energiesektion am Schwarzenbergplatz, dort wird auch seit<lb/>
geraumer Zeit auf die Umstellung hingearbeitet. Der Fernwärmeanschluß ist<lb/>
vorhanden. Das ganze Heizsystem muß aber erneuert werden; da es für dieses<lb/>
Jahr bereits vorgesehen war, wurde dann selbst bei warmen Tagen im Früh<lb break="no"/>jahr bis <choice><choice><sic>im</sic><corr>in den</corr></choice></choice> Juni hinein geheizt, um das Heizöl wegzubringen. Warum man es<lb/>
nicht abgepumpt hat, weiß ich nicht. Jetzt stellt sich heraus, daß die Ar<lb break="no"/>beiten keinesfalls fertig werden können, da sie nicht einmal noch konkret<lb/>
in Angriff genommen wurden und man daher wahrscheinlich im Herbst wieder<lb/>
Heizöl wird zukaufen müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte laß dies einmal genau untersuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_12">Vor zwei Jahren hat sich ein Verein für Touristik gegründet, dort können<lb/>
Klein- und Mittelreisebüros Mitglieder werden. Der Vereinsführer <rs type="person" ref="#per__126873">Reitinger-Laska</rs><lb/>
berichtet mir nun, daß er gute Erfolge hat und auch mit den österr. Reise<lb break="no"/>büroverband, <rs type="person" ref="#per__112934">Raml</rs>, bestens zusammenarbeitet. Die Vermittlungstätigkeit des<lb/>
Vereines ergibt, daß sie ihren ca. drei Dutzend kleinen Reisebüros Provi<lb break="no"/><pb n="66-0974" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-08-18_0974.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sionen zukommen lassen können, wenn eben der Verein mit der größeren Bu<lb break="no"/>chungskraft als jedes einzelne Mitglied auftritt. Überrascht war ich zu<lb/>
erfahren, daß wenn sie Österreichbuchungen in Tirol vornehmen wollen, größ<lb break="no"/>tenteils nur über Neckermann Deutschland zu Betten kommen, dann müssen<lb/>
sie von ihrer 10 %igen Provision 8 %ige MWSt. bezahlen. Ich versprach, die<lb/>
sen Fall prüfen zu lassen. Am besten funktioniert die Vermittlung über<lb/>
NÖ, wo die Bettenzentrale bestens funktioniert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die MWSt-Frage klären lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_14">Die Witwe von Dr. <rs type="person" ref="#per__114512">Koholzer</rs> möchte nun die Praxis und die Wohnung auf der<lb/>
Landstraße, Fiakerplatz, dem jungen Arzt <rs type="person" ref="#per__1138131">Lawitschka</rs> übertragen, im Okto<lb break="no"/>ber die Ordination und im Jänner dann die danebenliegende Wohnung. Da sei<lb break="no"/>nerzeit <rs type="person" ref="#per__114512">Koholzer</rs> von der Gemeinde diese Wohnung und Ordination zusammen<lb/>
bekommen hat, um eben die ärztliche Versorgung sicherzustellen, sehe ich<lb/>
keine Schwierigkeit, daß diese Wohnung übertragen werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit GR <rs type="person" ref="#per__116994">Seeböck</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_16">Die Gemeinde gibt für junge Ärzte bis zu S 300.000,–– einen 4 %igen Kredit.<lb/>
Ich habe mit der MA 50, Gesundheitsamt, geklärt, daß selbstverständlich auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1138131">Lawitschka</rs> diesen Kredit bekommen kann. Da auch <rs type="person" ref="#per__114512">Koholzer</rs> neben seiner<lb/>
Praxis Polizeiarzt auf der Landstraße war, habe ich bei Polizeipräsident<lb/>
<rs type="person" ref="#per__140911">Reidinger</rs> für <rs type="person" ref="#per__1138131">Lawitschka</rs> ebenfalls interveniert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_18"><rs type="person" ref="#per__1138131">Lawitschka</rs>, den ich bei der Witwe <rs type="person" ref="#per__1138132">Koholzer</rs> ebenfalls getroffen habe, war<lb/>
sehr überrascht, daß er so eine tatkräftigste Unterstützung von allen be<lb break="no"/>kommen hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_19"><rs type="person" ref="#per__97818">Pittermann</rs>, der jetzt im September seinen Geburtstag feiert, war sehr er<lb break="no"/>freut, mich wieder zu treffen. Seit meinem letzten Besuch habe ich aber<lb/>
festgestellt, daß er jetzt schon sehr stark altert. Sarkastisch und eine<lb/>
gewisse Selbstironie, die ihm ja immer auszeichnete, veranlaßte ihn mir<lb/>
zu sagen, ganz vertrottelt bin ich ja doch noch nicht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_20">Seine Tochter, Dr. <rs type="person" ref="#per__145516">Pittermann</rs>, berichtete, daß jetzt aufgrund des Arten<lb break="no"/>schutzabkommen die Fa. Immuno Schimpansen eingeführt hat, die sie für<lb/>
Versuche dringend benötigt. Andere Tiere können dafür nicht herangezogen<lb/>
werden. Jetzt wurden der Fa. diese Schimpansen weggenommen und im Khlesl<lb break="no"/>platz im Tierschutzheim verwahrt. Wenn die Firma diese Versuche in Öster<lb break="no"/><pb n="66-0975" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-08-18_0975.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>reich nicht durchführen kann, muß sie ihre Wissenschaftler nach Sierra<lb/>
Leone schicken. Ich versprach die ganze Sache zu klären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit der zuständigen Abteilung verbinden.<lb/>
<add>MR <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> bis 30.8.82 – Urlaub</add><lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_22">Beim Empfang des Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> für die Konferenz der Vereinten Nationen über<lb/>
die Erforschung und friedliche Nutzung des Weltraumes erklärte mir der<lb/>
Präsident, ein Inder, daß entgegen den Zeitungsberichten sehr wohl die<lb/>
Konferenz positiv wird enden. Nicht derselben Meinung ist allerdings der<lb/>
Österreichbeauftragte und zukünftige Generalsekretärstellvertreter des<lb/>
Außenamtes, <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add>, gewesen. Da die Konferenz diese Woche zu Ende<lb/>
geht, wird man ja sehen, wie sie wirklich endet. Die große Auseinander<lb break="no"/>setzung war und wird auch in Zukunft sein, wie die militärische Nutzung<lb/>
des Weltraumes einigermaßen eingebremst werden kann. Die Entwicklungs<lb break="no"/>länder haben außerdem große Sorgen, daß man ihre berechtigten Interessen<lb/>
von den Industrieländern entsprechend negiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_23">Ich nutzte die Gelegenheit, um <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs> über das APA-Interview von<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> über den Osthandel zu informieren. Soviel ich nämlich <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
kenne, wird er bei seiner Rückkehr aus Mallorca keinesfalls die ganze An<lb break="no"/>gelegenheit als erledigt betrachten, sondern sicherlich im Außenamt dann<lb/>
entsprechende Recherchen anstellen und Maßnahmen einleiten. Da <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs><lb/>
dann mit dieser Frage konfrontiert sein wird, wollte ich entsprechend<lb/>
vorbereitend die ganze Angelegenheit weitestgehend neutralisieren. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
hat mir wahrscheinlich sogar mit Recht erwidert, daß er vielleicht nur<lb/>
härter oder besser gesagt undiplomatischer die Ablehnung der Boykottmaß<lb break="no"/>nahmen der Amerikaner gegen den Osten, insbesondere der UdSSR das selbe<lb/>
ausgedrückt hat, was auch bereits seinerzeit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst andeutete.<lb/>
Die Frage ist und wird nur sein, ob in der jetzigen Phase, wo sogar an<lb break="no"/>geblich Verhandlungen mit den Amerikanern über diese Probleme stattfinden,<lb/>
diese Verlautbarung einen Einfluß hat respektive überhaupt gelesen<lb/>
wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-18_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte vorsichtigst mit <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs> recherchieren.<lb/>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
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               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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