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            <title type="main">Dienstag, der 10. August 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_01">Dienstag, 10. August 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_02">Laut Tagesprogramm sollte eine taiwan-chinesische Delegation von Wirt<lb break="no"/>schaftsministern zu mir kommen. Tatsächlich stellte sich dann heraus, daß<lb/>
es sich um die Vorstand der Overseas Chinese, d.h. der im Ausland lebenden<lb/>
Chinesen handelt. 25 Mio. Chinesen sind über die Welt verstreut, erstmals<lb/>
haben sie in Wien eine Overseas Chinese Convention. Prof. <rs type="person" ref="#per__117925">Winkler</rs>, der<lb/>
auch diese Institution betreut, war über die Aussprache und den Empfang<lb/>
glücklich. In der fast ein dutzend Personen umfassenden Delegation waren<lb/>
auch 3 Chinesen aus Taiwan, unter anderen auch der Präsident <rs type="person" ref="#per__1138073">King</rs> von<lb/>
Trust of China. Von Österreich ist der Repräsentant ein Besitzer eines<lb/>
chin. Restaurants in der Porzellangasse im 9. Bezirk. Die Repräsentanten<lb/>
dieser Auslandschinesen, die natürlich meistens wirtschaftlich in den<lb/>
neuen Ländern entsprechend verankert sind, könnten wesentlich dazu beitra<lb break="no"/>gen, daß in allen Ländern eine gewisse Vermittlerfunktion für Kosumgüter<lb break="no"/>exporte Österreichs in diese Ländern zu vermitteln. In der Diskussion ha<lb break="no"/>ben sich sowohl der amerik. als auch der afrik. Vertreter dazu geäußert.<lb/>
Sie meinten, es müßte über die HK möglich sein, entsprechende Kontakte her<lb break="no"/>zustellen. Ich habe ihnen das österr. Außenhandelssystem erklärt. Ich<lb/>
werde diese Frage mit<add>[der]</add> Bundeshandelskammer besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte nächstes Jour fixe HK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_04">Vor dem Ministerrat habe ich Sts. <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> über die Fragen unserer Perso<lb break="no"/>nalmaßnahmen im Zusammenhang mit der Pensionierung von SC <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> und SC<lb/>
<rs type="person" ref="#per__131809">Bujatti</rs> gesprochen. <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> erklärte mir dezidiert, er sei allem einver<lb break="no"/>standen, wenn<add>[es]</add> nur keine neuen 9er-Dienstposten, die er ja nicht hätte,<lb/>
notwendig macht. Ich versprach ihm zeitgerecht dann die Details, wenn sie<lb/>
mit der Personalvertretung abgesprochen sind, mitzuteilen. Mit Land<lb break="no"/>wirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> besprach ich seinen Brief an mich, daß ich die<lb/>
stärkste Kompetenz sei und deshalb er den Bauern dies mitgeteilt hat. Ich<lb/>
erörtere <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, daß wir 192 Mio. S im Budget zur Verfügung haben, durch<lb/>
ein Budgetüberschreitungsgesetz 30 Mio. für den Abverkauf und 11 t Ausfi<lb break="no"/>nanzierung noch 7,5 Mio. S zur Verfügung gestellt. 1983 wird<add>[es]</add> diese zusätz<lb break="no"/>lichen Beträge nicht mehr geben, so daß insgesamt 171 Mio. S wahrscheinlich<lb/>
bei der Budgetverhandlung im September rauskommen werden. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> hat auch<lb/>
den Bauernvertretern, ohne die genauen Summen zu kennen und mitzuteilen,<lb/>
diese Linie versucht klarzumachen. Ich informierte <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> über die Vor<lb break="no"/>gangsweise der österr. Bundesforste, insbesondere in Pertisau, dort wurde<lb/>
nicht nur für die Pisten Pacht 350.000 S/Jahr verlangt, sondern auch für<lb/>
das Aufstellen einer Bank 160,-- S/Jahr. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> hat mir zugesichert, daß<lb/>
er diesen Unfug mit so hoher Pacht für Bankaufstellen nicht deckt und dies<lb break="no"/><pb n="66-0943" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-08-10_0943.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>bezüglich mit den österr. Bundesforsten reden<add>[wird]</add>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_05">Dem Bautenminister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> übergab ich die Briefe bezüglich der Straßen<lb break="no"/>wünsche von den einzelnen Orten, wo ich gewesen bin. Insbesondere machte<lb/>
ich ihn aufmerksam, daß im kleinen Walsertal niemand einen Verbindungs<lb break="no"/>tunnel mit Vorarlberg wirklich wünscht. Ich erzählte ihm, daß man im klei<lb break="no"/>nen Walsertal befürchtet, nachdem die vbg. Landesregierung, insbesondere<lb/>
LH <rs type="person" ref="#per__118211">Keßler</rs> bis jetzt diesbezüglich keine sehr klaren Aussagen gemacht hat,<lb/>
man Bautenminister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> von seiten der Vorarlberger vorschickt. <rs type="person" ref="#per__111741">Seka<lb break="no"/>nina</rs> war über die Information sehr dankbar.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_06">Ich informierte <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs>, daß jetzt die 2 Delegierten in die BUWOG, der<lb/>
Wohnbaugenossenschaft der öffentl. Bediensteten neu zu entsenden sind.<lb/>
Für mich ist es ganz klar, daß dafür Dr. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> vom HGI vorgeschlagen<lb/>
werden soll. Über den Bautendelegierten wollte ich und konnte ich mich<lb/>
gar nicht äußern. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> wird wegen der politischen Zusammensetzung die<lb break="no"/>ses Aufsichtsrates wahrscheinlich noch mit dem Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__113010">Holoubek</rs><lb/>
Kontakt aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__113010">Holoubek</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_08">In der Ministerratsvorbesprechung sagte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> einleitend, wenn er im<lb/>
Ausland ist, hat er das Gefühl, <add>[daß?]</add> überhaupt keine Innenpolitik zu erkennen<lb/>
sei. Die ÖVP-Bemühungen und Angriffe <choice><choice><sic>sein</sic><corr>seien?</corr></choice></choice> wirklich in dieser kritischen Zeit<lb/>
unzulänglich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_09">Die Frage, die ihn in seinem Urlaub beschäftigte, war die Überkapazität<lb/>
der Bauwirtschaft. Hier müsse man einen vorsichtigen Abbau denken. Bei<lb/>
öffentlichen Bauaufträgen, insbesondere um Reparaturaufträge könnte zwar<lb/>
die Bauwirtschaft vorübergehend beschäftigt werden, es gäbe aber keine<lb/>
langfristige Wirkung. Man müsse daher überlegen, ob man diese Baugeld<lb break="no"/>mittel nicht bei Ausbau der Verstaatlichung nützlicher anlegen könnte.<lb/>
Manche scheinbar finanziell am Ende befindliche Firmen könne man doch<lb/>
über die Runden helfen. Ein typisches Beispiel sei jetzt in Amerika die<lb/>
Autofirma Chrysler. Diese konnte nicht verschwinden, denn dann wären die<lb/>
beiden restverbliebenen General Motors und Ford mit dem Antitrustgesetz in<lb/>
Amerika in Konflikt gekommen. Jetzt ist es Chrysler geglückt, durch ent<lb break="no"/>sprechende Kostensenkung doch wieder aus den roten Zahlen herauszukommen.<lb/>
In Deutschland ist derzeit die AEG unter ganz großem Druck. Der Ausgleich<lb/>
wird eine Kettenreaktion auslösen, die man noch gar nicht überblicken<lb/>
kann. Dieses Verhalten in der BRD sei <choice><choice><sic>wieder</sic><corr>?</corr></choice></choice> eine Frage der Koalition als<lb/>
die Spaltung der Auffassung auch der SPD. Die rechten Liberalen um <rs type="person" ref="#per__114106">Schmidt</rs><lb/>
<pb n="66-0944" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-08-10_0944.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>können sich gegen die Linken, die weniger praktisch bezogene Wirtschafts<lb break="no"/>politik machen wollen, nicht mehr richtig durchsetzen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fürchtet,<lb/>
daß das Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen das Ende der Bonner Koali<lb break="no"/>tion sein wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_10">In Österreich werde man diese aggressive Politik fortsetzen. Selektiv punk<lb break="no"/>tuell anders geht es nicht. Eumig in Wr. Neudorf wird weiter keine gorße<lb/>
Unterstützung brauchen. Anders in Fürstenfeld, in Fohnsdorf wird<add>[man]</add> punktuell<lb/>
helfen müssen. In Fohnsdorf verwies <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> darauf, daß der Einkaufsdirek<lb break="no"/>tor von VW, <rs type="person" ref="#per__111752">Münzner</rs>, sich <choice><choice><sic>her</sic><corr>hier?</corr></choice></choice> engagiert. In Kirchdorf, OÖ, wird ein<lb/>
Eumig-Werk diese 100.000,--/Arbeitsplatz geben müssen. In der Steiermark<lb/>
soll, wenn möglich, das Toshiba-Projekt kommen, er hat ein Telegramm er<lb break="no"/>halten, das aber nichts sagt, weil er es noch nicht gelesen hat. In der<lb/>
Steiermark gibt es jetzt auch Schwierigkeiten mit der VÖEST-Alpine und<lb/>
<choice><choice><sic>American-Electronics-Werk</sic><corr>?</corr></choice></choice>. Die Elektronikfirma hat sich mit einer fusioniert<lb/>
und jetzt gibt es durch die amerik. Regierung Schwierigkeiten beim Tech<lb break="no"/>nologietransfer nach diesem österr.-amerik. Werk. Dadurch verzögert sich<lb/>
der Abschluß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_11">Mit LH <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> ist<add>[er?]</add> ja bezüglich einer Landesbeteiligung BMW in Steyr<lb/>
im Streit. <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> hat auf <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> Aufforderung, das Land soll sich<lb/>
so wie in der Steiermark und anderen Bundesländern mit einem Drittel an<lb/>
dem Ausbau der BMW-Motorproduktion beteiligen, dies glatt abgelehnt. die<lb/>
BMW-Leute werden eine Motorproduktion mit 1000 Beschäftigten so ausbauen,<lb/>
daß im Endausbau sogar 1800 Beschäftigte gebraucht werden. Was für die<lb/>
Region von ungeheurer Bedeutung ist, weil Steyr-Daimler-Puch ständig ab<lb break="no"/>baut. Die Subvention, die BMW dort bekommen wird, wird nicht so hoch sein<lb/>
wie für General Motors in Wien oder Zanussi in Fürstenfeld, sondern ungefähr 20 % %<lb/>
nur betragen. <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> hat seinen Anteil sofort abgelehnt und meint,<lb/>
diese Beträge würde er für Klein- und Mittelbetriebe zur Verfügung stellen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> <add>[hat]</add> mit soz. neuen Parteiführung, Parteiobmann <rs type="person" ref="#per__123039">Grünner</rs> vereinbart,<lb/>
daß man noch ein wenig zuwartet, ob sich nicht das Land doch überlegt,<lb/>
dann aber würde man eine große landespolitische Aktion starten, denn ge<lb break="no"/>rade in diesem Krisengebiet ist es unerklärlich, daß sich das Land nicht<lb/>
mehr engagieren will.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_12"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, er bewundere den Hofrat <rs type="person" ref="#per__126867">Kausel</rs>, der nach wie vor opti<lb break="no"/>mistische Wirtschaftsprognosen stellt, obwohl er sie nicht teilt. Anderer<lb break="no"/>seits mußte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> aber zugeben, daß die Ziffern zu <rs type="person" ref="#per__126867">Kausels</rs> Gunsten<lb/>
sprechen. Arbeitslosenziffern, Lebenshaltungskosten, vor allem aber die<lb/>
Leistungsbilanz, Defizitrückgang und die Exportsteigerung usw. bestätigen<lb/>
scheinbar <rs type="person" ref="#per__126867">Kausels</rs> Optimismus. Nebenbei bemerkt, ich habe immer mit <rs type="person" ref="#per__126867">Kausel</rs><lb/>
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diese Negativdarstellung aller anderen Wirtschaftsforscher und theoret.<lb/>
Ökonomen aufgetreten ist. Die bisherigen 12-jährigen Erfolge der soz. Re<lb break="no"/>gierung sollten, meiner Meinung nach, mit <rs type="person" ref="#per__126867">Kausel</rs>-Argumenten untermauert wer<lb break="no"/>den.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_13"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bemerkte auch, daß es jetzt bemerkbar ist, daß seitdem <rs type="person" ref="#per__131086">Kramer</rs> vom<lb/>
ÖAAB das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO leitet, ein leichter negati<lb break="no"/>ver touch in den Konjunkturberichten festzustellen ist. <rs type="person" ref="#per__131086">Kramer</rs> bemüht<lb/>
sich sehr objektiv zu sein, aber in der Titelgebung kommt es immer wieder<lb/>
zu wirtschaftspessimistischen Aussagen. Ähnliche Erfahrungen hat man auch<lb/>
in der Vergangenheit im Ford-Institut gemacht. Dort allerdings haben lei<lb break="no"/>tende Mitarbeiter sofort als sie in die Position gekommen sind, der ÖVP<lb/>
erklärt, sie werden entsprechende Unterlagen immer liefern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_14"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fragte dann ganz unvermittelt <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, wie es dann eigentlich mit<lb/>
dem Biosprit weitergeht. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> verwies darauf, daß jetzt der NÖ LT eine<lb/>
Entschließung verabschiedet hat, die allen zuständigen Ministern gesendet<lb/>
wurde. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> berichtet, daß jetzt die Wirtschaftspartner am Zug sind,<lb/>
daß das Beimischungszwangsproblem durch Verkehrsminister <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs>, der<lb/>
derzeit auf Urlaub ist, geregelt wurde, und daß jetzt alles bestens läuft,<lb/>
er sich aber mehr oder minder jetzt auf die Wirtschaftspartner verläßt und<lb/>
zurückziehen. Ich selbst habe es sofort sehr hart reagiert und gemeint,<lb/>
die Bauernvertreter erwarten und dies halte ich für so gefährlich, daß<lb/>
die Regierung eine Art Marktordnung, wie sie für Getreide und Milch exis<lb break="no"/>tiert, auch bei der Biospriterzeugung bekommen. Dagegen muß man unter allen<lb/>
Umständen schärfstens Stellung nehmen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat wieder einmal das Prob<lb break="no"/>lem des Umweltschutzes herangezogen. Durch die Verarbeitung durch Getreide<lb/>
und Zuckerrübe zu Biosprit entsteht eine derartig große Masse von Schlempe.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> meinte, die müsse man dann verfüttern, was mich zum Zwischenruf<lb/>
veranlaßt, dann wüßten wir gar nicht wohin mit dem vielen heraus produzier<lb break="no"/>ten Vieh. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erklärte zum Schluß, er wird dieser Entwicklung sehr<lb/>
wachsam folgen und nicht nur beobachten, wie er dies beim Kernkraftwerk<lb/>
Zwentendorf getan hat. Durch die Intervention eines Wirtschaftsberaters,<lb/>
<choice><choice><sic>Ohrenbläsers</sic><corr>?</corr></choice></choice>, <rs type="person" ref="#per__114658">Kahane</rs>, erklärt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt immer wieder dezidiert, daß er<lb/>
sich in die Biospritüberlegungen auch von Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs><lb/>
und Gesundheitsminister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> sehr energisch wenden wird, wenn nicht<lb/>
gleichzeitig die Bauern verantwortlich eingebunden werden. Ich bin über<lb break="no"/>zeugt, die Bauernvertreter haben hier ganz andere Absichten, nämlich eben<lb/>
zu erklären, wir produzieren die Produkte und die Regierung muß sehen, wie<lb/>
sie sie vermarktet oder wegbringt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Jour fixe HK und AK &amp; ÖGB setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_16">Bautenminister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> berichtete dann, für mich überraschend, daß eine<lb/>
einvernehmliche Änderung der bereits verschriebenen VO zum Dampfkessel<lb break="no"/>gesetz im Ministerrat beschlossen werden sollte. Er sieht ein, daß jetzt<lb/>
die SPÖ, insbesondere der Steiermark und der Jungen Generation in Wien<lb/>
höhere Grenzwerte verlangt und daß Sts. <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> die diesbezüglichen<lb/>
Verhandlungen geführt und jetzt endgültig beschlossen werden sollte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> ergänzte, daß 1 1/4 Jahre jetzt verhandelt wird, und daß man<lb/>
ein halbes Jahr bereits im Verzug sei. Sie befürchtet übrigens, daß wenn<lb/>
zu der Nichterhöhung der Grenzwerte kommt, dann die V0 angefochten wird und<lb/>
von den obersten Gerichten aufgehoben werden könnte. Ich wendete mich<lb/>
sofort mit Entschiedenheit gegen eine solche Vorgangsweise, nämlich zu<lb break="no"/>erst eine diesbezügliche VO sicherlich viel zu lange zu verhandeln, dann<lb/>
einvernehmlich aber zu beschließen und jetzt neuerdings, ohne entsprechen<lb break="no"/>de Detailverhandlungen und über Auswirkungen sich im <choice><choice><sic>klaren</sic><corr>[zu]</corr></choice></choice> sein, <choice><choice><sic>via</sic><corr>?</corr></choice></choice><lb/>
überrumpelungstaktikmäßig eine Änderung zu boxen. Die Angaben über Mellach,<lb/>
wo eine 90 %-ige Entschwefelung festgelegt ist, stimmen nicht. Die STEWEAG<lb/>
hat mitgeteilt, daß sie einen diesbezüglichen Bescheid weder hat noch<lb/>
exekutieren könnte, in der 1. Ausbaustufe wird deshalb die STEWEAG nur<lb/>
mit Gas feuern, wenn man natürlich auf schwefelfreies Heizöl oder auf Gas<lb/>
umstellt, dann kann man andere Werte erreichen, als wenn man die Kohle<lb/>
verfeuert. Ich kann daher einer solchen Änderung nicht zustimmen, obwohl<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch an mich appellierte und meinte, die Grünen werden jetzt immer<lb/>
stärker und die SPÖ in den Ländern, nicht nur Steiermark und Wien, kommt<lb/>
diesen immer mehr entgegen. Gesundheitsminister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> behauptete, daß<lb/>
nach der jetzigen Verordnung Mellach in der 1. Ausbaustufe nur 20 % Ent<lb break="no"/>schwefelung hat, in der 2. dann maximal 40 %. Dies sei von seinem Stand<lb break="no"/>punkt unakzeptabel und er hätte daher die VO gar nicht unterschreiben<lb/>
dürfen. Ich verwies doch aber darauf, daß wir immer wieder den Fehler<lb/>
machen, zuerst lange zu verhandeln, um dann uns doch auf einen Kompromiß<lb/>
einigen, <choice><choice><sic>daß</sic><corr>den</corr></choice></choice> man viel früher schon hätte erreichen können. Das typischs<lb break="no"/>te Beispiel ist der Schwefelgehalt von Heizöl. Wir hätten nur vor Jahren<lb/>
schon als Handelsministerium die entsprechende Verordnung aufgrund der<lb/>
Gewerbeordnung erlassen wollen, das Gesundheitsministerium hat mich nur<lb/>
ersucht, das HGI soll davon Abstand nehmen, sie werden mit den Ländern<lb/>
bessere Werte erzielen, zuerst hat das Gesundheitsministerium gehofft,<lb/>
es bekommt die Bundeskompetenz für die Luftverunreinigung, was sich in<lb/>
der Zwischenzeit schon herausgestellt hat, daß die Länder dies niemals<lb/>
hergeben werden. Jetzt hat das Gesundheitsministerium mit den Ländern eine<lb/>
Artikel-15-a-Vereinbarung getroffen, wo genau dieselben Werte drinstehen,<lb/>
als wir in der Gewerbeordnungsverordnung schon längst hätten feststellen<lb/>
können und die jetzt endgültig fixiert sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_17">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> wird alles genau prüfen,<lb/>
dann müssen wir noch einmal<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_18"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtete dann über die Arbeitsmarktsituation. Im Juli ist<lb/>
die Arbeitslosenziffer von 66.200 auf 68.500 gestiegen oder<add>[von]</add> 2,3 % Arbeits<lb break="no"/>losenrate auf 2,4 %. In der BRD hat z.B. auch die Arbeitslosigkeit um<lb/>
107.000 zugenommen und beträgt jetzt bereits 7,7 %, die Analyse der<lb/>
Arbeitslosenziffern ergibt, daß im Vorjahr 43,6 % männlich waren, heuer<lb/>
sind es 55,3. Frauen waren im Vorjahr 56,4 und sind jetzt auf 45,7 % an<lb break="no"/>teilsmäßig zurückgegangen. Entscheidend ist nach wie vor, daß die Bauar<lb break="no"/>beiter einen größeren Anteil haben, als früher und strukturell es hier<lb/>
auf die Dauer leider so bleiben wird. 200 % mehr Bauarbeiter arbeitslos<lb/>
als im Vorjahr, aber auch 118 % mehr Metallarbeiter. Bei den Jugendlichen<lb/>
wird das Lehrstellenangebot im Herbst sich wesentlich verbessern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_19">Schwierig wird es jetzt in einzelnen <choice><choice><sic>Repteriven</sic><corr>?</corr></choice></choice> und Regionen, die VÖEST-<lb/>
Alpine verlangt Kurzarbeit für 740, jetzt kommen von Donawitz noch 900<lb/>
dazu. Dies wird dem Sozialminister 11 Mio. S kosten. Steyr-Daimler-Puch<lb/>
245 kündigen und 650 Kurzarbeit beantragen. Die 100 %-ige Tochter von<lb/>
Steyr-Daimler-Puch Kromag in NÖ mit 300 Beschäftigten braucht 50 Mio.<lb/>
Dieser Antrag wird jetzt von der FGG geprüft, wahrscheinlich positiv er<lb break="no"/>ledigt, wenn das Land NÖ mitmacht. Felten &amp; Guilleaume wird in Diemlach<lb/>
schließen. Brevillier &amp; Urban in Neunkirchen in einer ähnlichen Situation.<lb/>
Zu diesen beiden Betrieben meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, Felten &amp; Guilleaume-Besitzer,<lb/>
der Luxemburger Konzern Arbed hat jetzt durch ein Jahr den Ofen weiter<lb/>
betrieben. Durch die Stillegung wird die VÖEST-Alpine 120.000 t zusätzlich<lb/>
Produktion für Donawitz bekommen, kann aber wegen der schlechten wirt<lb break="no"/>schaftlichen Lage in Donawitz nicht zusätzliche Arbeiter übernehmen.<lb/>
Brevillier &amp; Urban dagegen haben nur im Vorjahr 20 Mio. S Verlust gebaut,<lb/>
mit geringem Mitteleinsatz könnte man diese Firma retten, er hofft, daß<lb/>
die dt. Eigentümer mittun.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_20"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> meinte, das Wirtschaftsforschungsinstitut rechnet jetzt mit<lb/>
einer durchschnittlichen Arbeitslosenrate von 4 %. In seinem Ministerium<lb/>
rechnet man mit 3,5 - 3,7 % Arbeitslosenrate. Im Budget seien aber nur 2,8<lb/>
% als Grundlage angenommen worden. Jedes weitere Zehntel % kostet 230 Mio.<lb/>
S zusätzliche Budgetmittel. Für die Zeit Jänner bis April, Mai 83 hat er<lb/>
einen Plan über graduelle Änderungen, die aber sehr teuer sein werden.<lb/>
Da der Finanzminister nicht in der Sitzung war, hat <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> und insbe<lb break="no"/>sondere <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gemeint, dies müsse man dann halt bei der Septembertagung<lb/>
besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_21"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, <choice><choice><sic>die</sic><corr>der</corr></choice></choice> steir. Landesrat <rs type="person" ref="#per__1138114">Jungwirth</rs> hat sich wegen einer Lan<lb break="no"/>desausstellung um Subvention an ihn gewandt. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> erklärte sofort, daß<lb/>
er ein gefährliches Präjudiz, weil dann alle anderen Länder ebenfalls<lb/>
bei Sonderausstellung vom Bund ein Geld wollen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_22"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat sich vom Molden-Verlag die geschädigten Schriftsteller geben<lb/>
lassen. Alle intervenieren für den Verlagsbesitzer <rs type="person" ref="#per__126929">Fritz Molden</rs>. Niemand<lb/>
denkt aber an die oft wirklich von Tantiemen lebenden Schriftsteller. <rs type="person" ref="#per__140562">Brand<lb break="no"/>stätter</rs> 400.000, <rs type="person" ref="#per__1138116">Fink</rs> 110.000, <rs type="person" ref="#per__1138117">Fussenegger</rs> 190.000, <rs type="person" ref="#per__1138118">Drogger</rs> 100.000, <rs type="person" ref="#per__1138115">Hub<lb break="no"/>mann</rs> 800.000, der insbesondere Fotos geliefert hat usw. Einige sind gut<lb/>
situiert und brauchen nichts, aber manche leben wirklich davon. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs><lb/>
erklärte, daß er jetzt einen Sozialfonds für Literaten mit 10 Mio. S vom<lb/>
Finanzminister bekommen hat, geprüft wird, wie man den einzelnen helfen<lb/>
kann und wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_23"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vermutet, daß jetzt die Kronen-Zeitung, die ja immer neue Aktionen<lb/>
startet, die sich teils gegen die Regierung oder meistens gegen Gemeinde<lb/>
Wien wendet, wie Radfahrwege in Wien, Mülldeponien jetzt gerade oder sei<lb break="no"/>nerzeit gegen den Sternwartepark eine Aktion gegen das Bundesheer starten<lb/>
wird. Dabei spielen auch persönliche Verhältnisse, Redakteure oder Her<lb break="no"/>ausgeber eine große Rolle.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_24">Zentralsekretär <rs type="person" ref="#per__97727">Marsch</rs> berichtete, daß die steir. Partei unbedingt ver<lb break="no"/>langt, daß ein Minister am Sonntag bei dem Österreich-Grand-Prix bei der<lb/>
Eröffnung anwesend ist. Prompt haben alle Minister, insbesondere der Un<lb break="no"/>terrichtsminister <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> abgelehnt. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> erklärte dezidiert, dieser<lb/>
Motorsport ist nicht im Sportring verankert, weshalb er aus verschieden<lb break="no"/>sten Gründen daran auf gar keinen Fall teilnehmen kann. Letzten Endes er<lb break="no"/>klärte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, ersucht<add>[er]</add> mich als FV-Minister neben anderen Ministern, die<lb/>
das selbe verlangten, teilzunehmen, und ich war weich genug zuzustimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die Details, insbesondere Hubschrauberflug<lb/>
regeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_26">In der Ministerratssitzung, die 95 Punkte umfaßte, gab es nur gelegent<lb break="no"/>lich unbedeutende Bemerkungen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, insbesondere um die vielen Aus<lb break="no"/>landsreisen, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte zu <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs>, man wird dies wieder ganz genau<lb/>
prüfen müssen. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> berichtet dann über die Verhaftung von dem Rechts<lb break="no"/>terroristen <rs type="person" ref="#per__1138113">Weil</rs> aus der BRD. Dort hat ein eigener dt. Beamter, der auf<lb/>
ihn eingesetzt ist, diesen längere zeit verfolgt. Feststeht, daß die<lb/>
NDP, <rs type="person" ref="#per__116417">Burger</rs> bereits seit längerer Zeit wußte, wo er sich aufgehalten hat,<lb/>
auch tatsächlich untergebracht. Ermittlungen sind schon lange vor der<lb/>
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der wieder Beziehungen zu Kärnten und Steiermark hat, aber auch Beziehun<lb break="no"/>gen außerhalb NDP hat, ebenfalls verhaftet. Die große Schwierigkeit ist<lb/>
nur Zusammenhänge nachzuweisen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, man wird mit aller Ent<lb break="no"/>schiedenheit gegen diese Leute vorgehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-08-10_27">In der Lebensmittelarbeitergewerkschaft war die Bäckerversammlung gut be<lb break="no"/>sucht. Sekretär <rs type="person" ref="#per__116458">Höllersberger</rs> und ich berichteten über die bisherigen<lb/>
Gespräche. Daran schloß sich dann eine lebhafte und lange Diskussion an.<lb/>
Sie wäre wahrscheinlich sogar noch fortgesetzt worden, hätte nicht ein<lb/>
seit 1946 in der Gewerkschaft wirkender Funktionär <rs type="person" ref="#per__1138119">Planninger</rs>, der jetzt<lb/>
schon Pensionist ist, erklärt, es müßten alle dazu reden. Die gegenteilige<lb/>
Aktion, die Leute sagten wir lassen uns doch nicht auffordern von einem<lb/>
Pensionisten ob wir was zu sagen haben oder nicht. Der langen Dis<lb break="no"/>kussion kurzer Sinn, es soll weiter verhandelt werden, hofft, daß es ge<lb break="no"/>lingt, einen Abschluß noch in dieser Woche zu erreichen. Das Verhandlungs<lb break="no"/>komitee hat volles Vertrauen der Konferenz.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 10.8.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 142. Ministerratssitzung, 10.8.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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            <head>Nachtrag TO 142. Ministerratssitzung, 10.8.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>Dir. Bundesforste, später Sts., dann LWM</occupation>
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               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <persName type="label">Martin, A</persName>
               <persName><surname>Martin</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Sekr. Büro Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Bujatti, Günther</persName>
               <persName><surname>Bujatti</surname><forename>Günther</forename></persName>
               <occupation>SC Handel, Bauten</occupation>
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               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
               <persName><surname>Grossendorfer</surname><forename>Enno</forename></persName>
               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName type="label">Peyerl, Fritz</persName>
               <persName><surname>Peyerl</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <persName type="label">Ratzenböck, Josef</persName>
               <persName><surname>Ratzenböck</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation/>
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               <persName type="label">Kahane, Karl</persName>
               <persName><surname>Kahane</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Unternehmer</occupation>
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               <persName type="label">Molden, Fritz</persName>
               <persName><surname>Molden</surname><forename>Fritz</forename></persName>
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               <persName type="label">Lanc, Erwin</persName>
               <persName><surname>Lanc</surname><forename>Erwin</forename></persName>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Grünner, Karl</persName>
               <persName><surname>Grünner</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>LR OÖ, SPÖ</occupation>
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