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            <title type="main">Montag, der 26. Juli 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_01">Montag, 26. Juli 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_02">GD <rs type="person" ref="#per__118748">Brommer</rs>, Stölzle Oberglas, versuchte mir klarzumachen, daß die Glas<lb break="no"/>industrie und insbesondere seine Firma jetzt auch die Einwegflasche wie<lb/>
er einschränkte soweit als nötig produzieren und verkaufen müßte. Die<lb/>
Kunststofflasche, insbesondere Coca-Cola 2 Liter, aber auch die Abwande<lb break="no"/>rung von Softring zu Papierverpackung hat Glas hart konkurrenziert. Ich<lb/>
ersuchte ihn doch, auf unsere seinerzeitigen Gespräche Rücksicht zu<lb/>
nehmen, wo wir gemeinsam beschlossen haben, eine zweckmäßigere Lösung<lb/>
des Verpackungsproblemes in Angriff zu nehmen. <rs type="person" ref="#per__118748">Brommer</rs> redete sich aus,<lb/>
daß der Verpackungsgipfel, den wir vor zwei Jahren ungefähr besprochen<lb/>
haben, vom Handelsministerium hätte einberufen werden müssen. Ich habe<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> sofort ersucht, er soll mit <rs type="person" ref="#per__118748">Brommer</rs> dies jetzt in Angriff neh<lb break="no"/>men. Seinerzeit haben wir gehofft, daß das Verpackungsinstitut, Dr. <rs type="person" ref="#per__118749">Ketz<lb break="no"/>ler</rs> die notwendigen Vorarbeiten leisten wird. Dieses Institut mußte jetzt<lb/>
saniert werden. Der insgesamte Aufwand war fast 200 Mio. und wird in Hin<lb break="no"/>kunft kein Geld mehr haben, um volkswirtschaftliche Untersuchungen durch<lb break="no"/>führen zu können. Trotzdem erscheint es notwendig, daß in der Frage der<lb/>
Bepfändung, der Gebots-, gegebenenfalls sogar der Verbotsgesetzgebung neue<lb/>
Überlegungen angestellt werden. Der Bepfändung hat die Erfahrung in<lb/>
Michigan, USA, gezeigt, daß der Nachbarstaat das größte Geschäft machte,<lb/>
weil die Konsumenten dort hin einkaufen gegangen sind, wo keine so hohe Be<lb break="no"/>pfändung war. In Schweden wieder hat man so ein aufwendiges System er<lb break="no"/>richtet, daß nur mehr Dosen jetzt verkauft werden. <rs type="person" ref="#per__118748">Brommer</rs> und <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs><lb/>
stimmten aber überein, daß es dringendst notwendig ist, jetzt eine neue<lb/>
Konzeption gemeinsam auszuarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_03">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte so schnell als möglich diesen<lb/>
Verpackungsgipfel einberufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_04">Am 30.9. wird Stölzle Oberglas 300 Jahre Porzellanfabriken Meissen, 30<lb/>
Jahre Stölzle Oberglas und 3 Jahre Kooperation zwischen den beiden fei<lb break="no"/>ern. Ich soll dort auch das Wort ergreifen, was ich zusagte. Der österr.<lb/>
Inlandsanteil an der Produktion ging zurück. Die Exporttangente von<lb/>
30 % Großglas blieb, ist aber unter einem ungeheuren Preisdruck.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_05">Beim Pressefrühstück wurde die Sammelbestgemeinde<add>[hs. korrigiert, Anm.]</add> für Altglas 1981 wieder die<lb/>
<choice><choice><sic>Firma</sic><corr>Gemeinde?</corr></choice></choice> Gols im Burgenland. Der Bürgermeister BR <rs type="person" ref="#per__1137965">Achs</rs> hat den Pokal von mir<lb/>
übernommen und kann mit 114 Tonnen, 18 %-ige Steigerung, 34 kg/Kopf sehr<lb/>
stolz sein, der Durchschnitt ca. die Hälfte ist. Insgesamt wurden 34.000<lb/>
Tonnen in 1600 Gemeinden gesammelt. Im ersten Halbjahr 82 aber um 10 %<lb/>
weniger. Obwohl 400 Behälter zusätzlich aufgestellt wurden und sogar Vor<lb break="no"/><pb n="66-0879" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-07-26_0879.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>arlberg jetzt in die Aktion einbezogen ist. Die Glastangenten nimmt<lb/>
gegenüber Papier und insbesondere wahrscheinlich Dosen doch merklich ab,<lb/>
was eindeutig zeigt, daß wir dringendst etwas auf dem Verpackungssektor<lb/>
machen müssen. Die ÖPG, zuständiger Referent <rs type="person" ref="#per__1137966">Gehrer</rs>, hat dann über<lb/>
Recycling von Altbatterien berichtet. Ein Wiener Sammelversuch hat bereit<lb/>
100.000 Stück gebracht. Insgesamt werden ca. 55 Mio. Stück verkauft.<lb/>
Es ist bei Österreich ein 8 Stück pro Kopf Verbrauch. In Deutschland 10,<lb/>
in der Schweiz 11, in Japan 18 und in Amerika 20. Dieses Recycling wird<lb/>
auch vom Gesundheitsstandpunkt dringendst notwendig sein, denn immerhin<lb/>
werden 3.600 kg Quecksilber dadurch von den Müllhalden wegkommen, die<lb/>
jetzt früher oder später das Grundwasser neben anderen giftigen Bestand<lb break="no"/>teilen der Batterien verseuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_06">Die beiden anderen Programmpunkte, Erlagscheinwerbung, wo es jetzt Sts.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> geglückt ist, eine Positivliste durchzusetzen, und 10 Jahre<lb/>
Konsumentenfibel, die jetzt vom Konsum Österreich neben Deutsch und Eng<lb break="no"/>lisch, das das Handelsministerium herausgibt, jetzt auch in Serbokroatisch<lb/>
und Türkisch mit Auszügen erschienen ist, hat natürlich <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> sehr ge<lb break="no"/>freut. Insgesamt berichtete Rat <rs type="person" ref="#per__116971">Franziska Smolka</rs>, daß jetzt bereits 1,8<lb/>
Mio. Konsumentenfibel gedruckt wurden, 200.000 an die Schulen versandt<lb/>
wurden und die anderen, wie ich immer so sage, unter der Hand verteilt<lb/>
wurden. Theoretisch müßte daher in jedem Haushalt eine solche Konsumen<lb break="no"/>tenfibel gelandet sein. Eine Meinungsumfrage würde aber ergeben, daß<lb/>
wahrscheinlich nur ein Bruchteil sie kennt und noch sie weniger sie ge<lb break="no"/>lesen haben. Trotzdem glaube ich, hat <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> recht, wenn sie sagt, die<lb break="no"/>se Funktion muß das Handelsministerium erfüllen, auch dann wenn es viel<lb/>
Geld kostet und die Breitenwirkung, zumindest glaube ich, ist, hoffent<lb break="no"/>lich irre ich mich, sehr gering.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_07"><rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> hat mir die Präsidenten der Frauenorganisation von Konsum Öster<lb break="no"/>reich, <rs type="person" ref="#per__1137967">Klottek</rs>, und vor allem die Verbrauchsreferatsleitung, also die<lb/>
Sekretärin, wie wir<add>[sie]</add> bezeichnen würden, <rs type="person" ref="#per__1137968">Höferer</rs>, vorgestellt. Ich muß einge<lb break="no"/>stehen, daß ich beide nicht gekannt habe, so wenig Kontakt habe ich ei<lb break="no"/>gentlich zu der Organisation des Konsums, eher noch zu den Bürokraten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Wie funktioniert Dein Kontakt zu den Funktionär<lb break="no"/>innen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_09">Dir. <rs type="person" ref="#per__134086">Krämer</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__115007">Pripfl</rs>, die neue Leitung der wiener Hafenbetriebsge<lb break="no"/>sellschaft, kamen sich vorstellen und haben gleichzeitig auch ihr Angebot<lb/>
gemacht, bei logistischen Problemen dem Handelsministerium jederzeit zur<lb/>
Verfügung zu stehen. Der Hafen wird jetzt groß ausgebaut und einmal<add>mehr</add> soll<lb/>
<pb n="66-0880" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-07-26_0880.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>die Hafenbetriebsgesellschaft viele Leistungen übernehmen. Derzeit haben<lb/>
sie noch große Lagerräume frei, weshalb sie eine Krisenbevorratung sehr<lb/>
begrüßen würde. Ich habe sofort erklärt, hier können sie höchstens vom<lb/>
Handelsministerium eine moralische Unterstützung bekommen, finanzielle<lb/>
Mittel stehen dafür, auch wenn es mir klar ist, daß wir im Rahmen der<lb/>
wirtschaftlichen Landesverteidigung solche Krisenlager aufbauen müßten,<lb/>
nicht zur Verfügung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_10">Ein weiteres Problem vom Hafen ist, daß die Zentralsparkasse, die in der<lb/>
Wohnwelt ca. 280 Mio. S Kredit gegeben hat und bei der Mischek-Pleite<lb/>
jetzt um diese Gelder zittert. Auch die Wohnwelt der Hafenbetriebsgesell<lb break="no"/>schaft überantworten möchte. Dort sind 100.000 m², 40.000 verbaut, wes<lb break="no"/>halb die beiden Direktoren befürchten, daß dort womöglich auch nur ein<lb/>
Lager entsteht. Die Idee wäre, nun einen Autosalon ähnlich dem Genfer<lb/>
Autosalon dort zu errichten und vom Fahrrad über Zubehör bis zu den Pkws<lb/>
eine ständige Verkaufsausstellung zu installieren. Ich habe den beiden<lb/>
nur zusagen können, daß ich ein diesbezügliches Schreiben an die betrof<lb break="no"/>fenen Auto-, Motorrad- und Fahrradfirmen, vor allem aber auch an die HK<lb/>
zur Unterstützung schreiben würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Logistik Angebot berücksichtigen und schreiben,<lb/>
dann wirklich weitersehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_12">Beide hatten sich bei mir beschwert, daß sie mit dem Verkehrsministerium<lb/>
bezüglich der Abgrenzung und Abstimmung nicht entsprechend kooperieren<lb/>
können. Die Bahn beabsichtigt Lagereinrichtungen zu errichten, die der<lb/>
Hafen Wien längst hat, hier wäre eine Kooperation für beide zweckmäßig.<lb/>
Eine Aussprache mit dem Verkehrsminister war aber noch nicht möglich zu<lb/>
erreichen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> sofort telefonisch angerufen und er war,<lb/>
wie ich gar nicht anders erwartet habe, sehr wohl bereit, die beiden so<lb break="no"/>fort zu treffen. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> sagte mit Recht, beide waren sehr überrascht,<lb/>
wie schnell man bei uns 1. einen Termin kriegt und 2. Verbindungen herge<lb break="no"/>stellt werden. Dies ist und war bis jetzt unsere Stärke. Ich hoffe und bin<lb/>
überzeugt, daß ich auch diese Taktik in Zukunft fortsetzen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte, wenn irgendwie möglich, eben<lb/>
schnell Termine geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_14">Auch Bauernbundpräsident <rs type="person" ref="#per__127925">Derfler</rs> und seine Delegation bezüglich der<lb/>
Schnittholzimporte aus der CSSR bedankte sich einleitend, daß er so<lb/>
schnell einen Termin bekommen hat. Das Problem ist sehr einfach, den<lb/>
Tschechen ist es geglückt, gegenüber 1979, wo erst 229.000 m³ Schnittholz<lb/>
<pb n="66-0881" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band66/66_1982-07-26_0881.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>importiert wurden, diese auf 393.000 im vergangenen Jahr zu erhöhen. Die<lb/>
Rundholzeinfuhr dagegen ist<add>[von]</add> 1,7 Mio. m³ auf 1,5 im heurigen Jahr zurück<lb break="no"/>gegangen. MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> hat mit dem csl. HR <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> vereinbart, daß die Tsche<lb break="no"/>chen sehr wohl bereit wären, heuer nicht mehr als 400.000 m³ zu impor<lb break="no"/>tieren, dies erscheint natürlich dem Bauernvertreter und den Großwaldbe<lb break="no"/>stizern, auch <rs type="person" ref="#per__1137969">Orsini-Rosenberg</rs> war anwesend, als wesentlich überhöht, da<lb/>
die tschechischen Holzimporteure, insbesondere <rs type="person" ref="#per__126233">Schweighofer</rs>, aber auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__127179">Brandstätter</rs> und <rs type="person" ref="#per__1137970">Platzek</rs> sehr interessiert wären, daß ich den tschech.<lb/>
Forstminister einlade, habe ich <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> sofort diesbezüglich ermächtigt<lb/>
und wir konnten der Delegation mitteilen, daß wir auf diesem Weg ver<lb break="no"/>suchen werden, die übermäßigen Schnittholzimporte aus der CSSR gemeinsam<lb/>
wieder auf ein erträgliches Maß zurückzuführen. Heuer wird der Einschlag<lb/>
ca. 10 Mio. sein, gegenüber 12,75 Mio. 1980 und 12,16 Mio. 1981, aller<lb break="no"/>dings bedingt durch die 4 Mio. Windwurfkatastrophenholz-Aufarbeitung.<lb/>
Der Rundholzopreis ist von 1200,-- S für die Fichte auf 1000,-- S 1982 ge<lb break="no"/>fallen und auch der Schleifholzpreis von 650,-- S wird im heurigen Jahr<lb/>
bei den Verhandlungen mit der Papierindustrie nicht aufrecht erhalten<lb/>
werden können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_15">Neuerdings hat LR <rs type="person" ref="#per__131041">Blochberger</rs> bei dieser Gelegenheit wieder auf die Bio<lb break="no"/>spritmöglichkeit für die Bauern verwiesen. Ich selbst habe ihm genauso<lb/>
klargemacht, wie das letzte Mal den Agrarvertretern der Zuckerindustrie,<lb/>
GD <rs type="person" ref="#per__117098">Vogler</rs>, daß die Regierung und insbesondere das Handelsministerium<lb/>
nicht vorher die entsprechenden Konstruktionen beschließen wird, sondern<lb/>
die Bauernvertreter mit der Ölwirtschaft ein entsprechendes Konzept aus<lb break="no"/>arbeiten müssen. Wenn ein solches vorliegt, wird dann die gesetzliche<lb/>
Notwendigkeit des Beimischungszwanges und der außenwirtschaftlichen Ab<lb break="no"/>sicherung, daß nicht Benzine importiert werden können, die ohne einer<lb/>
Biosprit-Beimengung aus Österreich auf den Markt gebracht werden dürfen.<lb/>
Ich hoffe, daß es langsam die Bauernvertreter dies auch verstehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Vielleicht sollte bei einer passenden Ge<lb break="no"/>legenheit die Sektion dies den Interessensvertretungen noch einmal<lb/>
mitteilen. Jour fixe AK &amp; HK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_17">Botschafter <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs> von der DDR hat mir den Auftrag von Sts. <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> mit<lb break="no"/>geteilt, daß die DDR heuer bereit wäre, 150.000 Tonnen Getreide zu be<lb break="no"/>ziehen. Ich habe sofort Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> zu dieser Sitzung<lb/>
dazugebeten, der sehr froh war, daß es mir geglückt ist, beim letzten<lb/>
Aufenthalt von <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs>, er hat seinen Urlaub ja in Österreich verbracht,<lb/>
dieses Geschäft zu entrieren. Insgesamt rechnet <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, daß er 500 bis<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_18">Bezüglich der österr. Textillohnveredlung teilte mir <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs> mit, daß<lb/>
diese jetzt in der DDR positiv beschlossen wurde, wegen des Zukaufs von<lb/>
Garnen durch die Fa. TAG-Textilgesellschaft Landeck, voriges Jahr 145<lb/>
Mio. S, ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs>, der die<lb/>
Fa. sehr genau kennt, wird sich jetzt mit ihr bei seinem Besuch im Wes<lb break="no"/>ten ins Einvernehmen setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_19">Ich habe Botschafter <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs> ersucht, er möge mit der Stubaier Genossen<lb break="no"/>schaft, KR <rs type="person" ref="#per__1137971">Kapferer</rs>, Kontakt aufnehmen, ob es nicht doch möglich wäre,<lb/>
Stubaier Werkzeug, das in der Vergangenheit viel gekauft wurde, wieder<lb/>
in die DDR zu exportieren. Voraussetzung dafür ist, wie ich vermutet ha<lb break="no"/>be, daß es zu einer Kompensation kommt, da die DDR dafür keine Devisen<lb/>
bereitstellen möchte. Ich habe KR <rs type="person" ref="#per__1137971">Kapferer</rs> sofort von dieser Unterredung<lb/>
informiert. <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs> hat von Dr. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> alle Prospekte der Fa. erhalten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1137971">Kapferer</rs> ersuchte mich auch, ich sollte das neue Eispickel dem Bundes<lb break="no"/>heer vorstellen. Dies habe ich ihm zugesagt, bis Minister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> vom Ur<lb break="no"/>laub zurückkommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> einen Termin vereinbaren, zur<lb/>
Demonstration auch die Bilder der ÖFVW mitgeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_21">Überrascht und angenehm berührt war ich, daß Botschafter <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs> auch<lb/>
ein gelernter Lithograf ist. Dies habe ich bis jetzt nicht gewußt, obwohl<lb/>
natürlich über Berufsverbindungen eine gewisses vertrauliches und freund<lb break="no"/>schaftliches Verhältnis entsteht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band66_1982-07-26_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte in Hinkunft insbesondere bei Staatshandelsl.<lb/>
auf diese Seite besonders achten.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 26.7.1982</head>
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               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
               <persName><surname>Grossendorfer</surname><forename>Enno</forename></persName>
               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName type="label">Krämer, Siegfried</persName>
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               <persName type="label">Schramm, Gerhard</persName>
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               <persName type="label">Schweighofer, A</persName>
               <persName><surname>Schweighofer</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Holzindustrie Schweighofer GmbH und Co. KG, Niedernondorf
                  (NÖ)</occupation>
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               <persName type="label">Smolka, Franziska</persName>
               <persName><surname>Smolka</surname><forename>Franziska</forename></persName>
               <occupation>vw. Referat ÖGB</occupation>
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               <persName type="label">Brandstätter, Karl</persName>
               <persName><surname>Brandstätter</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>KR Obmann Sägeindustrie</occupation>
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               <persName type="label">Haiden, Günter</persName>
               <persName><surname>Haiden</surname><forename>Günter</forename></persName>
               <occupation>Dir. Bundesforste, später Sts., dann LWM</occupation>
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               <persName type="label">Pripfl, Helmut</persName>
               <persName><surname>Pripfl</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Wr. Obermagistratsrat</occupation>
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               <persName type="label">Martin, A</persName>
               <persName><surname>Martin</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Sekr. Büro Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Vogler, Karl</persName>
               <persName><surname>Vogler</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Tullner Zuckerfabrik</occupation>
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               <persName type="label">Ketzler, A</persName>
               <persName><surname>Ketzler</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Sekretär Institut für Verpackungswesen</occupation>
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               <persName type="label">Fälbl, Maximilian</persName>
               <persName><surname>Fälbl</surname><forename>Maximilian</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Rösch, Otto</persName>
               <persName><surname>Rösch</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <persName type="label">Beil, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Beil</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>DDR-Außenhandelssts./-min.</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Blochberger, Franz</persName>
               <persName><surname>Blochberger</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>LR NÖ, ÖVP</occupation>
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               <persName type="label">Albrecht, Anneliese</persName>
               <persName><surname>Albrecht</surname><forename>Anneliese</forename></persName>
               <occupation>Sts. HM</occupation>
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               <persName type="label">Derfler, Alois</persName>
               <persName><surname>Derfler</surname><forename>Alois</forename></persName>
               <occupation>Präs. ÖVP-Bauernbund</occupation>
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               <persName type="label">Brommer, Erwin</persName>
               <persName><surname>Brommer</surname><forename>Erwin</forename></persName>
               <occupation>GD Fa. Stölzle-Oberglas, Präs. Inst. f. Verpackungswesen ab
                  1978</occupation>
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               <persName type="label">Chrust, Ladislav</persName>
               <persName><surname>Chrust</surname><forename>Ladislav</forename></persName>
               <occupation>HR CSSR</occupation>
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