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            <title type="main">Dienstag, der 13. Juli 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band65_1982-07-13</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_01">Dienstag, 13. Juli 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_02">Oberbürgermeister <rs type="person" ref="#per__130197">Wolfram</rs> von Recklinghausen, Energiesprecher im dt.<lb/>
Parlament, teilt mir nach Recherchen in Bonn mit, daß BK <rs type="person" ref="#per__114106">Schmidt</rs> unter<lb/>
allen Umständen an dem sowjet.-deutschen Gasvertrag festhält. Der GD der<lb/>
Ruhrgas, Dr. <rs type="person" ref="#per__130199">Liesen</rs>, hat ihm neuerdings bestätigt, daß an dem Vertrag mit<lb/>
der Sowjetunion nichts mehr, auch nicht die Preisformel geändert wird.<lb/>
Der abgeschlossene Vertrag gilt, der Gaspreis ist weitestgehend an den<lb/>
Ölpreis durch die Gleitklausel gebunden. Die Ruhrgas hat jetzt ihren<lb/>
Preis um 1 % gesenkt, im Oktober wird eine neuerliche Preissenkung wahr<lb break="no"/>scheinlich erfolgen. Ich informiere über diese Auskunft sofort ÖMV, Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>, auf dessen Wunsch ich Recherchen eingeleitet habe. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> seiner<lb break="no"/>seits teilt mir mit, daß er mit dem Iran wegen Ablöse der Gasgesellschaft<lb/>
sehr wohl mit allen Staaten, die daran beteiligt waren, Gespräche statt<lb break="no"/>finden, aber noch kein Statt abgeschlossen hat. Die Iraner verlangen auch<lb/>
von Österreich eine Verzichtserklärung, bevor die 20.000 t Rohöl zu ver<lb break="no"/>billigten Preisen als Entschädigung liefern werden. Eine Verzichtserklä<lb break="no"/>rung, und dafür habe ich volles Verständnis, kommt aber erst in Frage,<lb/>
bis tatsächlich die Lieferung erfolgt ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_03">Beim Jour fixe mit <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> teile ich ihm mit, daß es jetzt geglückt ist,<lb/>
die Belastungsgrenze der Luft für Schwefel und für Staub den Elektrizitätsun<lb break="no"/>ternehmer-Grenzwünschen festzusetzen. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> versichert neuerdings, daß<lb/>
die Verbundkraft in Dürnrohr keinen Baustopp durchführen wird, diesbe<lb break="no"/>zügliche Untersuchungen und Androhungen der Geschäftsführung respektive<lb/>
des Aufsichtsrates ergeben sich nur aus der schwierigen rechtlichen<lb/>
Situation. Die Gemeinde Wien will dort Parteistellung bekommen, die große<lb/>
Gefahr ist, daß wenn sie übergangen wird, oder auch ein anderer Anrainer<lb/>
oder der sich geschädigt fühlt, ebenfalls übergangen ist, so kann bei<lb/>
entsprechenden Gerichtsentscheiden dann ein schon genehmigter Baubescheid<lb/>
wieder aufgehoben werden. Ein solche Rechtsunsicherheit ist auf die Dauer<lb/>
wirklich unerträglich. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> schlägt deshalb vor, man müsse versuchen,<lb/>
was ähnlich wie im Bundesland Kärnten auch die anderen Bauordnungen, ins<lb break="no"/>besondere in NÖ und der Steiermark sowie in Kärnten zweckmäßigerweise<lb/>
novelliert werden. Da dafür das Bautenministerium zuständig ist, spreche<lb/>
ich mit, vor der MRV, mit Sts. <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Die Elektrizitätswirtschaft soll ein dies<lb break="no"/>bezügliches schriftl. Ansuchen an das Bautenministerium, <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs>,<lb/>
richten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_05"><rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> berichtet, daß er mit der <choice><choice><sic>ARE-Tessin Elektrizitätsunternehmen</sic><corr>Aare-Tessin AG für Elektrizität</corr></choice></choice><lb/>
bezüglich der Überlandleitung verhandelt hat und bei vollstem Verständnis<lb/>
für die österr. Probleme, unsere Leitung ist ja schon fertig, durch abzu<lb break="no"/>wickelnde Grundstücksenteignungen frühestens 1984 dieses Teilstück gebaut<lb/>
sein wird, bezüglich des Südtiroler Teiles wird jetzt mit LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__1137726">Benedik<lb break="no"/>ter</rs> mit <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> eine Aussprache in Wien erfolgen, wenn <rs type="person" ref="#per__1137726">Benedikter</rs> wünscht<lb/>
werde ich auch zugezogen. Hoffentlich wird diesmal die Südtiroler Stellung<lb break="no"/>nahme eindeutig festgelegt werden können, das letzte Mal hat ja der da<lb break="no"/>für zuständige Landesrat <rs type="person" ref="#per__1137715">Sepp Mayr</rs> mich aufgefordert, ich sollte mich in<lb/>
Südtirol für ihre Leitung stark machen, und dann ist er im Landtag voll<lb break="no"/>kommen umgefallen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_06">Von der Sowjetunion ist <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> verständig worden, daß Gosplan jetzt<lb/>
doch für den Stromaustausch gewonnen werden konnte. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hofft, bei<lb/>
den nächsten Verhandlungen in Moskau den Vertrag gegebenenfalls para<lb break="no"/>phieren zu können, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates und<lb/>
des Handelsministeriums. Ich habe ich eine solche Ermächtigung sofort<lb/>
gegeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_07">Mit Jugoslawien müßte eine 50 km Leitungsstrecke dort gemeinsam gebaut<lb/>
werden, um für die zwei mal 380-kV-Leitung den Anschluß zu haben und<lb/>
zwischen den Kernkraftwerk an der Drau und Österreich eine leistungs<lb break="no"/>starke Verbindung herzustellen. Die Jugoslawen brauchen dafür 120 Mio. S<lb/>
Kredit, die <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> dann mit Stromlieferung sich dann bezahlen lassen<lb/>
will.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_08">In Bayern müßte eine 380 kV<add>[-Leitung]</add> ca. 16 km zur österr. Grenze gelegt werden,<lb/>
damit auch hier das Leitungsnetz verstärkt wird. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> befürchtet aber<lb/>
daß die Bayern, Eger, CSSR- und Bayerngrenze, eine Hochspannungsgleichrich<lb break="no"/>terübertragungsanlage HGÜ beabsichtigten und daher eine stärken österr.-<lb/>
bayer. Leistungsverbund nicht mehr so interessiert sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_09">Die tschech. HGÜ wird im September 1983 fertig und <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hat mich zur<lb/>
Eröffnung bereits eingeladen. Ich erklärte ihm, dazwischen sind Wahlen<lb/>
und wer weiß, ob ich dann noch Handelsminister bin. Er meint, dann würde<lb/>
er sich auch als Generaldirektor sofort pensionieren lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_10">Die Verbundgesellschaft hat jetzt eine Studie fertiggestellt und brief<lb break="no"/>lich an BK <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> und andere Spitzenmandatare geschickt, wo<lb/>
die Bauschwierigkeiten festgehalten werden, Verbundkraft, Rauchgasent<lb break="no"/>schwefelung. Der Generalversammlungsbeschluß, der deshalb herbeigeführt<lb/>
<pb n="65-0838" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-07-13_0838.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>werden mußte, sieht den Weiterbau vor. Bis zur Grenze des kommerziell<lb/>
vertretbaren Wagnisses. Die Tauernkraftwerke haben Schwierigkeiten in<lb/>
Zillergründl, da sie nur Teilbaubewilligungen bekommen. Auch hier wird<lb/>
die Hauptversammlung entsprechende Beschlüsse fassen müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_11">Bei den Vorarlberger Illwerken hat der Rechnungshof die Vorstandsverträge<lb/>
respektive Zuwendungen kritisiert, da die Schadenersatztermine mit 31.7.<lb/>
abläuft, hat LH <rs type="person" ref="#per__118211">Keßler</rs> als Präsident des Aufsichtsrates <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> nur<lb/>
auf den Tatbestand aufmerksam gemacht und wollte aber keine Maßnahmen<lb/>
setzen <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hat verlangt, daß unbedingt die Klage eingereicht werden<lb/>
muß. Ich decke diese Vorgangsweise.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_12">Die Verbundgesellschaft hat mit der KELAG 1973 einen Vertrag abgeschlossen,<lb/>
wonach 8 % der Donaustufe an Kärnten angedient werden muß. Die KELAG hat<lb/>
aber kein Geld, die Verbundgesellschaft braucht die Donauwasser, weshalb<lb/>
man sich geeinigt hat, eine Reduzierung auf 4 % dieses Vertrages vorzu<lb break="no"/>nehmen, um gleichzeitig auch einen Regiezuschlag für die Finanzierung von<lb/>
seiten der KELAG in den Vertrag aufzunehmen. Da die KELAG aber nur mehr<lb/>
8 % Eigenkapital hat, hat <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> mehr spaßhaft als ernst, dann aber<lb/>
doch von LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> akzeptiert, angeboten, die KELAG-Anlagen zu<lb/>
übernehmen, die Verbundgesellschaft würde dann so wie bei der BEWAG aus<lb break="no"/>schließlich den Strombedarf befriedigen. Die Übernahme der Eigenanlagen<lb/>
durch die Verbundgesellschaft würde die KELAG finanziell sehr stärken<lb/>
und außerdem der Zulieferungssorge entheben. Ich kann mir zwar nicht vor<lb break="no"/>stellen, daß allein aus Prestigedenken schon dieser Plan verwirklichst<lb/>
werden könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_13">Vor der Ministerratssitzung hat mir Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> mitgeteilt, daß<lb/>
Betriebsräte der Verbundgesellschaft bei ihm waren und sich über einen<lb/>
angekauften Schreibtisch mit Elefantenhaut von 80.000,–– S, einen neuen<lb/>
PKW von 750.000,–– S, das Einfahrtstor mußte erweitert werden, weil<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> unbedingt damit reinfahren will, eine Fernsehüberwachung selbst<lb/>
ins Badezimmer des Generaldirektors und noch andere unmögliche Geldaus<lb break="no"/>gaben getätigt wurden. Ich habe GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> sofort davon verständigt, er<lb/>
sagt dies stimmt nicht und wird dies Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> erklären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_14">Verteidigungsminister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> hat bis jetzt zugewartet, um der Schweiz Be<lb break="no"/>stellungen bezüglich Heeresausrüstung zu tätigen. Er kann noch zuwarten,<lb/>
bis ich vom Dreiertreffen mit BR <rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> zurückkomme. Bis Dienstag muß<lb/>
er aber dann die Bestellung aufgeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs> soll die Vorarbeiten danach einrichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_16">Mit Justizminister <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> habe ich vereinbart, daß die Gastwirtehaftungs-<lb/>
Gesetzesnovelle, Aufwertung der Grenzen, nicht vor Mitte nächsten Jahres<lb/>
in die Begutachtung von ihm geht. Er sieht vollkommen ein, daß solange<lb/>
im Kulanzweg dies jetzt befriedigt gelöst wurde, eine so dringliche Neu<lb break="no"/>regelung nicht notwendig ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_17"><rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> ersuchte mich, ich sollte, da auch bei ihm die albanische Seite<lb/>
war, wegen eines Vergleiches mit der südsteirischen Volksbank intervenieren.<lb/>
Die Albaner haben eine Firma bezahlt, obwohl dort, ohne daß sie es wußten,<lb/>
bereits Eigentumsvorbehalt war und alle Zahlungen, selbst ohne Leistungen<lb/>
sofort zitiert wurden. Angeblich haben sie 1,5 Mio. gezahlt <choice><choice><sic>ind</sic><corr>und im?</corr></choice></choice> Zivil<lb break="no"/>rechtsverfahren wurde dies der südsteir. Volksbank zugesprochen. Jetzt<lb/>
müßte bei einer neuerlichen Intervention versucht werden, das vielleicht<lb/>
doch ein weiterer Kompromiß zustande kommt. Ich habe sofort mit den süd-<lb/>
<choice><choice><sic>dt</sic><corr>steirischen</corr></choice></choice>. Volksbankleuten gesprochen, diese erklärten, sie hätten sowieso ihr<lb/>
Angebot auf 850.000,–– S reduziert. Die Albaner wollen aber nur 200.000,––<lb/>
anerkennen. Auf alle Fälle wird die Volksbank neuerdings mit den Albanern<lb/>
Gespräche über einen neuen Kompromiß beginnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs>-Büro verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_19">Im Ministerrat hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erstmals erklärt, <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> sei im Ausland, <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs><lb/>
auf der Kur bei den burgenländischen Schwestern, <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> auf Urlaub,<lb/>
Staatssekr. <rs type="person" ref="#per__97614">Karl</rs> bei einer Beamtenschulung. Dies glaube ich machte er<lb/>
nur deshalb, weil er meinte, er hätte nicht viel zu berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_20">In Kärnten wurde eine slowenische Eingabe in slowenischer Sprache ge<lb break="no"/>macht. Kärnten wäre ja nicht behandelt, eine Beschwerde an den Unter<lb break="no"/>richtsminister geschickt, der Verfassungsdienst hat dies geprüft und<lb/>
meint rechtlich sei es zulässig. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> warnt aber davon, die Amtssprache<lb/>
sei deutsch und man dürfe sich nicht ein neues Problem aufhalsen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_21"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> hat ihm jetzt die Aufgliederung der 25.000 offenen Stellen<lb/>
von der Mai-Statistik bei 80.000 Arbeitslosen geschickt, in der Zwischen<lb/>
zeit ist ja die Arbeitslosigkeit auf 66.000 zurückgegangen und 19.000<lb/>
offene Stellen. Regional verschieden stehen 59 % von Arbeitslosen keine<lb/>
offenen Stellen gegenüber. Die Aufgliederung von offenen Stellen zeigt aber,<lb/>
daß 90.210 im Hotel- u. Gast-/Schankgewerbe, 2.000 bei den Metallarbeitern,<lb/>
2.040 bei den Bauarbeitern, 1.400 bei den Reinigungen, 1.400 bei Be<lb break="no"/>kleidung und Schuhe, 900 allgemeine Verwaltung und der Rest sich dann<lb/>
auf viele andere aufteilt. In Wien, NÖ und der Steiermark ist die höchste<lb/>
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Bauarbeiterarbeitslosen ist es im Westen günstiger.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_22"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fragt, was jetzt eigentlich mit dem Gestüt für Saudi-Arabien ist,<lb/>
die Minister fehlen, die Staatssekretär wissen nichts, sodaß ich <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
erkläre, ich habe den Eindruck, daß es noch monatelang dauern wird, bis<lb/>
eine den Saudis entsprechende Lösung gefunden wird. Ich schlage daher<lb/>
neuerdings vor, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> soll, da GD <rs type="person" ref="#per__116997">Dautzenberg</rs> von Heid meint, dies genügt<lb/>
ihm, einen persönlichen Brief an die Saudis schreiben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint,<lb/>
er müsse jetzt immer und überall als Intervenient auftreten, Steyr-Daimler-<lb/>
Puch hat eine philippinische Transportgesellschaft für LKW-Lieferungen einge<lb break="no"/>setzt, dort große Schwierigkeiten und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> soll daher an <rs type="person" ref="#per__120629">Marcos</rs> ein dies<lb break="no"/>bezügliches Schreiben richten. Bei Holzlieferungen in Libyen gab es auch<lb/>
Schwierigkeiten, für die Österr. Klimatechnik und Elin muß er ständig bei<lb/>
irgendwelchen arabischen Staaten intervenieren. Ich habe ihm dann trotzdem<lb/>
klargemacht, daß nur sein persönliches Prestige, das ich <choice><choice><sic>neidlich</sic><corr>leidlich?</corr></choice></choice> in der<lb/>
arabischen Nation anerkenne und daß die guten Liefermöglichkeiten mehr<lb/>
oder minder er schließt, von mir nicht angekratzt werden soll, daß ich<lb/>
aber keine andere Möglichkeit sehe, wenn tatsächlich diese Gestütlieferung<lb/>
noch zustande kommen sollte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erklärte sich dann letzen Endes dann<lb/>
doch bereit, einen diesbezüglichen Brief zu unterschreiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__116997">Dautzenberg</rs> soll sofort mit dem Kabinett<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wegen den Inhaltes des Briefes Kontakt aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_24"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erörtert dann auch die Insolvenzstatistik, Wohnbauost mit 1,5 Mrd.<lb/>
S an der Spitze, Bauknecht 1,4, Herburger und Rhomberg 663 Mio., Seidenfa<lb break="no"/>brik 384, Brevillier Urban 247, Jenny-Schindler 220, Zuckermann<lb/>
202, Seilarmaturen Zoo, Molden 174 Mio. usw. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, die Bauge<lb break="no"/>nossenschaften werden noch etliche folgen, es ist dies erst der Anfang,<lb/>
er tritt daher für eine Verschärfung der Kontrolle ein, auch dann wenn<lb/>
manche SPÖ-Funktionäre in den Genossenschafter darüber verärgert sind.<lb/>
Er hat eine Abordnung von Revisoren der Baugenossenschaften empfangen,<lb/>
einen sehr guten Eindruck gehabt, von ihnen aber erfahren, welche be<lb break="no"/>schränkte Möglichkeiten sie nur haben. Staatssekr. <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> erwidert,<lb/>
daß die 4 Genossenschaftsverbände die Eigenrevision verstärken müßten, das<lb/>
wirkliche Problem sei aber, daß nicht nur die Wohnbaugenossenschaften<lb/>
Raiffeisen, Volksbanken, Wüstenrot usw. sondern auch die Konsumgenossen<lb break="no"/>schaft dann davon betroffen sein wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_25"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kam auf die Spitzenregelungen der Manager zu sprechen und meinte,<lb/>
<pb n="65-0841" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-07-13_0841.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>dort werden und wurden unverdientermaßen hohe Verträge genehmigt. Bei der<lb/>
VÖEST-Alpine erhalten 300 Leute auf privatrechtlichen Verträgen 100 Mio. S.<lb/>
Für die 15.000 Beschäftigten für die 300 Mio. zur Verfügung stehen, soll<lb/>
es jetzt eine 50%ige Kürzung dieser Zusatzleistung geben,<lb/>
wogegen sich natürlich der Betriebsrat mit Recht wehrt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_26">Bei der Kommunalkredit AG, eine Gründung, die ja seinerzeit mit Staats<lb break="no"/>sekr. <rs type="person" ref="#per__98091">Withalm</rs> als Staatssekr. durchsetzen konnte, als die Amerikaner be<lb break="no"/>reit waren, damaliger Botschafter <rs type="person" ref="#per__1137786">Thompson</rs> hat dies verhandelt, dem damaligen<lb/>
Finanzminister <rs type="person" ref="#per__111742">Kamitz</rs> eine Investitionskredit-Bank mehr oder minder mit<lb break="no"/>finanzieren. Diese Kommunalkredit AG hat sich gut entwickelt, bekommt<lb/>
heuer wieder von ERP-Fonds anstelle der gewünschten 40 Mio. zwar nur<lb/>
35, aber hat ihre Funktion bis jetzt erfüllt. Der Vorstand ist aber unge<lb break="no"/>heuer teuer. Auf der <sic>Berol??gehaltsliste</sic> steht GD <rs type="person" ref="#per__114084">Schramke</rs> mit 1,8 Mio.,<lb/>
von der Hoteltreuhand Dr. <rs type="person" ref="#per__115176">Graenz</rs> mit 1 Mio. bei Minderleistungen, von der<lb/>
Z der ÖVPler <rs type="person" ref="#per__1137944">Penninger</rs> mit 880.000 S und die Dkfm. <rs type="person" ref="#per__97907">Schaumayer</rs> mit 1,070.000.<lb/>
Der Gesamtaufwand für diese vier ist im Jahr 10 Mio. S, 14 Monatsgehälter<lb/>
ein <choice><choice><sic>Bilanzrennomation</sic><corr>?</corr></choice></choice>, obwohl dieser Vorstand nicht notwendig ist. In GB<lb/>
und in Schweden gibt es daher viel mehr Transparenz und keinesfalls solch<lb/>
mit geringeren oder gar keiner Leistung verbundenen Einkommen. Ähnlich<lb/>
sei es aber auch in der Privatwirtschaft, bei Veitscher Magnesit, diese<lb/>
wurde ja jetzt von <rs type="person" ref="#per__114658">Kahane</rs>, seinem Industrieberater, der in der Öffentlich<lb break="no"/>keit nie in Erscheinung tritt, aber auf <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> viel Einfluß hat, ja jetzt<lb/>
gekauft, auch dort gibt es <sic>Berols??</sic>, die unverantwortlich sind. Überhaupt<lb/>
sind Manager in Positionen und das gute kapitalistische System, wo die<lb/>
Eigentümer etwas zu reden haben, wirkt in manchen Gebieten überhaupt nicht.<lb/>
So war <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt bei der ÖIAG-Hauptversammlung als Eigentumsvertreter<lb/>
anwesend, Präs. <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> des Aufsichtsrates hat die Tagesordnung herunter<lb break="no"/>gespult, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mußte mehr oder minder alles akzeptieren, so wie auch in<lb/>
Wirklichkeit der Aufsichtsrat, der für die Katz ist. Der Vorstand informiert<lb/>
den Aufsichtsrat wenig und auch den Eigentumsvertreter. Dies Unzulänglich<lb break="no"/>keiten möchte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> durch eine Novelle zum Aktiengesetz ändern. Die Ver<lb break="no"/>luste der Verstaatlichten waren 1980 700 Mio. und sind 1981 <add>[auf]</add> 7 Mrd. ge<lb break="no"/>stiegen und dies bei gestiegenen Umsätzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_27"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> werden daher über die Verstaatlichtenfrage weiter ver<lb break="no"/>handeln, die Verstaatlichte braucht neuerdings 2,5 Mrd. S. Darüber hinaus<lb/>
muß auch Semperit geklärt werden. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> zeigt daran wenig Interesse, weil<lb/>
der ÖAAB dort keine Hauptverantwortung trägt, für Betriebe, wo Sozialisten<lb/>
beschäftigt sind, will sich die ÖVP also nicht engagieren. In OÖ wieder<lb/>
ist LH <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> nicht bereit für die BMW in Steyr für Investitionen<lb/>
etwas zu bezahlen, selbst 150 Mio. S hat er abgelehnt und meint, damit<lb/>
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Taktik im Bund und im Land ist nur LH <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs>, der für die Obersteiermark<lb/>
sehr wohl bereit ist bis an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu gehen.<lb/>
Scheinbar rechnet es sich dort einen Einbruch in die Arbeiterschaft aus.<lb/>
Über die verstaatliche Industrie werden am Montag <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> mit <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> und <rs type="person" ref="#per__128688">Graff</rs> verhandeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_28"><rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> möchte in den Aufsichtsrat der VÖEST-Alpine Präs. <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> von der<lb/>
OKA, die SPÖ OÖ ist dagegen, will aber in den Landeszeitungen wegen angeblich<lb/>
vielfach verdienen und so weiter keine Polemik entfalten. LH <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> möchte<lb/>
wieder auf diesen Posten ... <rs type="person" ref="#per__113833">Assmann</rs>. Diese brutale Privatkapitalist<lb/>
macht derzeit aber Geschäfte mit der VÖEST, sodaß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hofft, <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzen<lb break="no"/>böck</rs> wird <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> davon überzeugen, daß <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> kommen sollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_29">Die ÖVP weiß auch, daß bei der ÖMV kein Generaldirektor mehr für sie<lb/>
drinnen ist, sie wünscht, daß die 2 ÖVP-Direktoren <rs type="person" ref="#per__97907">Schaumayer</rs> und einen<lb/>
gewissen <rs type="person" ref="#per__1137787">Schatz</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_30">Der neue Vorstand der Elin, sowohl GD <rs type="person" ref="#per__1137788">Bichlbauer</rs>, ein Neutraler, aber auch<lb/>
der SPÖ-Vertreter <rs type="person" ref="#per__1137777">Brenner</rs> aus St. Pölten haben sich gut bewährt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_31">Die Verluste in Ranshofen steigen sehr, auch die VÖEST-Alpine wird im<lb/>
2. Halbjahr 82 entsprechende Verluste bauen, obwohl <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> geglaubt hat,<lb/>
er wird positiv abschließen. Bei den Vereinigten Edelstahlwerken VEW<lb/>
wird weiter 1,5 Mrd. S benötigt, den Betriebsrat trifft eine große Schuld,<lb/>
weil er sich gegen die Bestellung eines neuen Vorstandes wendet. Der Be<lb break="no"/>triebsrat hat zwar auf Sozialleistungen verzichtet, was ihm hoch anzu<lb break="no"/>rechnen ist, aber bezüglich der Vorstandsmitglieder möchte er seine Freunde<lb/>
dort unbedingt halten, obwohl der gesamte Vorstand ausgewechselt gehört.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_32"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war ganz erschüttert, daß die ERP-Kommission einstimmig dem Wr.<lb/>
Kurier einen ERP-Kredit von 70 Mio. S gibt. Beantragt waren 300 Mio. S<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> als für den ERP-Fonds zuständig fühlt sich noch immer auf die<lb/>
seinerzeitig in der Großen-Koalitions-Zeit vereinbarte Regelung und damit<lb/>
auch die Genehmigung durch ihn als Bundeskanzler, wenn ein einstimmiger<lb/>
Beschluß vorliegt, gebunden. Die großen Zeitungen Kurier, Kronen-Zeitung<lb/>
usw. werden gefördert und für die kleineren, insbesondere für die AZ, gibt<lb/>
es kein Geld.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_33"><rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> bemerkt, daß man nicht Semperit, sondern auch die CA indirekt<lb/>
sanieren muß. Die CA wäre durch die Semperitpleite zweimal so stark ge<lb break="no"/>troffen wie die Länderbank bei Eumig war. Semperit ist Eumig mal 3.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_34">CA ist Länderbank mal 2, neben der Länderbank und Credex würde daher die<lb/>
CA auch in einen furchtbaren Ruf kommen. Die Verhandlungen mit den west<lb break="no"/>lichen europäischen Reifenfirmen werden von GD <rs type="person" ref="#per__125950">Leibenfrost</rs> u.a. mit Conti<lb/>
sehr schlecht geführt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_35"><rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> macht neuerdings darauf aufmerksam, daß er für eine Betriebsmittel<lb break="no"/>aktion, die 100 Mio. S kosten würde, kein Geld hat. Er zitiert mich aus<lb break="no"/>drücklich und ich erkläre ihm neuerdings dezidiert, daß diese Idee weder<lb/>
von mir stammt noch von mir unterstützt wurde, was er auch sofort be<lb break="no"/>stätigt. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> hat Angst, daß bei Gesprächen über das zweite Regierungs<lb break="no"/>beschäftigungsprogramm die ÖVP dann womöglich mit diesen Betriebsmittel<lb break="no"/>kreditzuschüssen durchdringen könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_36"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fordert <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> auf die Urlaubsberechnung bekannt zu geben, dieser<lb/>
teilt mit, daß die 2 Tage bei neuen zusätzlichen Planstellen eine 200,000<lb/>
S im Durchschnitt dem Bund mit 250 Mio. S belasten würden zusätzlich einig<lb/>
Dienstpostenklassifikationen, die zwar ungerecht, aber dann notwendig sind,<lb/>
um 40 Mio. dazu also rd. 300 Mio. Sollte aber diese Regelung über Über<lb/>
stunden abgegolten werden so würde das 550 Mio plus 70 Dienstposten also<lb/>
620 Mio. S kosten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, wenn er die 2,5 Mrd. S, die jetzt die Ver<lb break="no"/>staatlichte bekommen muß, für Tilgung und Kreditzinsen bezahlen muß, dann<lb/>
macht das dasselbe aus was die Urlaubsbelastung im Mindestausmaß für den<lb/>
Staat bedeuten würde. Er meint, der Staat, die Regierung kann sich dies<lb/>
nicht leisten und wird für verschieben eintreten. Der Gewerkschaftsbund<lb/>
hat zwar die Beschlüsse gefaßt jetzt mit 1. Jänner 83 das Gesetz in Kraft<lb/>
zu setzen, <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> ist aber nicht anwesend und daher wird über dieses<lb/>
Problem nicht weiter diskutiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_37"><rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> berichtet, daß er jetzt eine Betriebsversammlung in Judenburg hat,<lb/>
dort wurde von Betriebsrat ein Forderungsprogramm an den Vorstand ihm<lb/>
überreicht, <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> sieht Schwierigkeiten wird dort aber als Obmann der<lb/>
Metallarbeiter auftreten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_38">Die Produktion von Felten &amp; Guilleaume ist wegen der Baustahlgitter<lb break="no"/>lieferung sehr kritisch, <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> verlangt von mir endlich eine Import<lb break="no"/>beschränkung. Da ich ein friedlicher Mensch bin, erkläre ich <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nur,<lb/>
daß Staatssekr. <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> ja diesbezüglich Gespräche mit Parlament mit<lb/>
allen Beteiligten geführt hat, das Handelsministerium ist sofort bereit<lb/>
eine Lösung bezüglich Importbeschränkungen durchzuführen, wenn endlich<lb/>
die Ü-Norm geändert wird, was bereits vor etlichen Jahren vom damaligen<lb/>
Bautenminister <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> verlangt und auch zugesagt wurde. Im Normenausschuß<lb/>
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meint, da müsse man dies eben im Gesetz ändern. Dies wäre falsch, da wir<lb/>
ja eine gesetzliche Regelung jetzt schon haben und die Schwierigkeit sich<lb/>
nur durch den einstimmigen Beschluß im Normenausschuß ergibt. Bei Rippen<lb break="no"/>torstahlimporten ist ja nicht nur die VÖEST-Alpine, Betriebsratsobmann<lb/>
NR <rs type="person" ref="#per__127078">Fauland</rs>, sondern auch die Firma Peng betroffen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat seiner<lb break="no"/>zeit vorgeschlagen, man soll es zu 2/3 zu 1/3 aufteilen. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> wird<lb/>
sich weiter bemühen, ob eine Regelung im Bautenministerium jetzt endlich<lb/>
schnell und zweckmäßig erfolgt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_39">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte alles daran setzen, daß endlich<lb/>
diese Regelung zustande kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_40">Sts. <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> berichtet, daß die ÖMV 9 Mio. S Aufträge nach Deutschland ver<lb break="no"/>geben hat, obwohl hier österr. Firmen liefern konnten, allerdings um<lb/>
10 % teurer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_41">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort prüfen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_42"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> berichtet, daß jetzt der Vorsitzende des Unterausschusses für<lb/>
das Konferenzzentrum <rs type="person" ref="#per__116692">Steinbauer</rs> jetzt bereits Pressekonferenzen abhält,<lb/>
und dort falsche Informationen gibt. Im Gesetz <choice><choice><sic>ist bei</sic><corr>sind?</corr></choice></choice> 2,5 Mrd. S für die<lb/>
Finanzierung vorgesehen, Er behauptet, die Finanzierungskosten werden<lb/>
5 Mrd. S betragen. Überhaupt informiert die ÖVP jetzt die Öffentlichkeit<lb/>
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sich durchgesetzt, obwohl <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> doch eindeutig feststellt, daß die<lb/>
ÖVP auf ihre Forderungen verzichtet hat und zwei Punkte, die beschlossen<lb/>
wurden, auf SPÖ-Initiativen zurückgehen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, er wird darüber<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_43">Innenminister <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> berichtet, daß jetzt für die Tschechoslowaken Durch<lb break="no"/>reisevisen nach Jugoslawien nach genau denselben Prinzipien gegeben wer<lb break="no"/>den sollen wie bei den Polen. In der Vergangenheit war man liberaler.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_44">In Deutschland hat es eine Irandemonstration gegeben. Die Deutschen<lb/>
schieben daher die <rs type="person" ref="#per__109803">Khomeini</rs>-Leute ab. Diese können dann nur nach Öster<lb break="no"/>reich, wenn Deutschland den Nachweis erbringt, daß die Iraner die <rs type="person" ref="#per__109803">Kho<lb break="no"/>meini</rs>-Leute dann auch aufnehmen, sonst würden sie Monatelang in Österreich<lb/>
verbleiben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schließt sich dieser Meinung an und meint, man müsse<lb/>
unbedingt verhindert, daß Österreich hier jetzt als Warteland für iran.<lb/>
Schubhäftlinge dient.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_45">Herr <rs type="person" ref="#per__113123">Moskovics</rs>, Bankhaus Winter, hätte eine Idee, wie man den Osthan<lb break="no"/>del wieder in Schwung bringt. Er möchte vom Handelsministerium oder von<lb/>
der HK entsprechende Subventionen, damit er Importe aus diesen Staaten<lb/>
verbilligt, weil sie preislich ja meistens nicht entsprechen, weiterver<lb break="no"/>kauft. Er wird diesbezüglich mit den zuständigen Sektionen reden. <rs type="person" ref="#per__113123">Mosko<lb break="no"/>vics</rs> hat immer gute Gedanken, wie man Probleme lösen könnte, allerdings<lb/>
meistens auf Kosten eines Dritten, in dem Fall auf Kosten des Staates.<lb/>
In der HK hat er doch keine Chance auch nur einen Groschen zu bekommen<lb/>
und ich erkläre ihm sofort, daß wir im Handelsministerium dafür kein Geld<lb/>
haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_46">Die Fa. Tree hat die Fa. Itterheim, ein 100 Jahre altes Unternehmen,<lb/>
welches Zeichenbedarfsmittel an Architekten als Spezialgeschäft verkauft,<lb/>
von der Fa. Hoechst erworben. Höchst hat seinerzeit diesen Betrieb aufge<lb break="no"/>kauft, sofort in die Zentrale verlegt, dort computermäßig alles abwickeln<lb/>
wollen und ist daran gescheitert. Jetzt sitzt die Fa. wieder im <choice><choice><sic>Neubau<lb break="no"/>hof</sic><corr>Hof in Wien Neubau?</corr></choice></choice>, hat ihre festen Stammkunden und macht glaube ich auch einen ganz<lb/>
gutes Geschäft. Typisch ist nur, wie schnell auch dort der techn. Fort<lb break="no"/>schritt sich auswirkt. Von Hoechst hat, wie mit der Geschäftsführer<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1137789">Schumak</rs> mitteilte, sie etliche Posten von Rechenschiebern übernommen,<lb/>
diese <choice><choice><sic>hat man</sic><corr>haben</corr></choice></choice> vor nicht allzu langer Zeit noch 300,–– S gekostet, jetzt<lb/>
sind sie durch die Elektronik, Mikroprozessoren überholt. Jeder hat seine<lb/>
Rechenmaschine und die Rechenschieber werden daher um 5,–– das Stück<lb/>
verkauft. Als Souvenir habe ich mir einen mitgenommen, denn in meiner Ju<lb break="no"/>gend war dies der Traum, einen solchen Rechenschieber zu besitzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_47">Bei Spitalsbesuch von Dr. <rs type="person" ref="#per__114512">Koholzer</rs> muß ich feststellen, daß es ihm wirk<lb break="no"/>lich immer schlechter geht. Er selbst ist durch eine gefälschte Kranken<lb break="no"/>geschichte scheinbar noch immer auf der falschen Fährte gelegt worden.<lb/>
Da bei ihm ein Nahtmaterial gerissen ist, möchte er jetzt die Fa. Ethi<lb break="no"/>con in Harburg klagen, das Nahtgut ist zwar registriert und müßte 45 Tage<lb/>
halten, bei ihm ist es aber nach 12 Tagen durchgerissen. Ich habe dies<lb break="no"/>bezüglich dann mit dem Krankenhausdirektor Prim. <rs type="person" ref="#per__126596">Huber</rs> gesprochen, dieser<lb/>
meint, seine und meine Taktik kann nur sein, mit ihm wie bisher fast<lb/>
schimpfend und fluchend sich zu unterhalten. Ich habe ihn aufgefordert,<lb/>
er soll endlich jetzt sein Versprechen einhalten und mit mir Steine<lb break="no"/>klopfen gehen, was er mir auch zusagte, weil alles andere ist sinnlos.<lb/>
Trotzdem habe ich ihm versprochen, ich werde den Fall Ethicon weiter ver<lb break="no"/>folgen, <rs type="person" ref="#per__114512">Koholzer</rs> meint, man müßte einen Gewerkschaftsanwalt in Deutsch<lb break="no"/>land finden, der ev. eine Klage dort vertritt und ihn nicht finanziell be<lb break="no"/>lastet.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_48">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit Gesundheitsministerium vorsichtigst Ge<lb break="no"/>spräche aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_49">Die Vertreter des Verbandes ausl. FV-Repräsentanten, der Vorsitzende ist<lb/>
der Grieche <rs type="person" ref="#per__1137790">Georgossopoulus</rs> und der port. Vertreter haben bei mir protes<lb break="no"/>tiert gegen den Fernsehsport der Österr. Nationalbank bezüglich Auslands<lb break="no"/>reisen <add>[der?]</add> Österreicher. Sie waren sehr befriedigt von mir zu hören, daß die<lb/>
Österr. Nationalbank diesen Spot ja jetzt im Fernsehen abgesetzt hat und<lb/>
er nicht mehr wieder kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_50">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte GD <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> davon informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_51">Die Vereinigung der Kabelindustrie Österreich hat sich wegen Importbe<lb break="no"/>drohung an mich gewandt. Sie befürchten allen Ernstes, daß die EVUs in<lb/>
Hinkunft nur mehr ausl. Kabel verwenden werden. Westdeutschland hat z.B.<lb/>
die rheinisch-westfälische Elektrizitätsunternehmen RWE ohne weiteres einen<lb/>
20 % höheren Kabelpreis gegenüber der österr. Konkurrenz von dt. Liefer<lb break="no"/>firmen akzeptiert. Österr. Kabel könnten in Deutschland niemals von den<lb/>
Elektrizitätsunternehmen verwendet werden. Eine ähnliche Vorgangsweise,<lb/>
hofft die Kabelindustrie, würden die österr. EVUs machen. Ich habe ihnen<lb/>
sofort gesagt, darüber besteht kaum eine Chance. Ich werde mich nur ein<lb break="no"/>setzen, daß die Kabelaufträge in Österreich bleiben. In Preisverhandlun<lb break="no"/>gen mische ich mich nicht drein. Die Kabelindustrie hat dies eingesehen,<lb/>
wird aber überlegen, ob sie nicht doch noch ein Antidumpingverfahren ein<lb break="no"/>leiten möchte. Diesbezügliche Vorbesprechungen müssen innerhalb der HK<lb/>
geführt werden. Auch die Trafoindustrie will jetzt ein solches Antidum<lb break="no"/>pingverfahren machen. Ich bin nicht davon überzeugt, ob tatsächlich die<lb/>
HK einen solchen Antrag stellen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-13_52">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte entsprechende Unterlagen zu<lb break="no"/>sammenstellen lassen.<lb/>
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            <head>Tagesordnung 141. Ministerratssitzung, 13.7.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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            <head>Nachtrag TO 141. Ministerratssitzung, 13.7.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>Dir. Bankhaus Winter</occupation>
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               <occupation>Sts. BKA</occupation>
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               <persName type="label">Frühbauer, Erwin</persName>
               <persName><surname>Frühbauer</surname><forename>Erwin</forename></persName>
               <occupation>Verkehrsminister, LH-Stv. Ktn.</occupation>
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               <persName type="label">Fremuth, Walter</persName>
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               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <persName type="label">Schmidt, Helmut</persName>
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               <occupation>Min./BK BRD, SPD</occupation>
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