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            <title type="main">Montag, der  5. Juli 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band65_1982-07-05</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_01">Montag, 5. Juli 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_02">Beim Jour fixe mit der Handelskammer, an dem neben <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> diesmal auch Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs>, Obmann der Sektion<lb/>
Handel, teilgenommen hat, ging es primär um die Mehlpreise. <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs><lb/>
drängt darauf, daß die Verbraucherpreise für Mehl aus der amtlichen<lb/>
Preisregelung freigegeben werden. Obwohl wir seit 1974 Jahr für Jahr<lb/>
die Kleinhandelspanne um 1/4 % erhöht haben, ist diese Regelung nach<lb/>
Meinung des Kleinhandels <choice><choice><sic>unbefriedigt</sic><corr>unbefriedigend</corr></choice></choice>. Ihre Kostenspanne wäre 18 %,<lb/>
derzeit liegen wir bei 10 1/2, die Handelskammer konnte nicht ent<lb break="no"/>kräften, daß vor meiner Zeit bei Getreidepreiserhöhung und damit dann<lb/>
folgenden Mehlpreiserhöhungen die Handelsspanne, wie der Fachausdruck<lb/>
heißt, absolut zuzüglich der Lohnerhöhungen und der Umsatzsteuer<lb/>
verrechnet wurde. Dadurch sei man in diese Schlamastik gekommen,<lb/>
konterte sofort Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>. Die Handelskammer schlug dann als<lb/>
Kompromiß vor, man sollte das bessere Weizenmehl eigentlich unter<lb/>
der Fachbezeichnung W 480 Grieß preisfrei geben, und daß glatte 700-<lb/>
er amtlich preisregeln, dann müßte man auch das Mehl, nicht wie jetzt<lb/>
vorgesehen jeweils um 70 Groschen, sondern nur um 60 Groschen er<lb break="no"/>höhen. Diese Möglichkeit besteht, wenn darüber ein Sozialpartnerab<lb break="no"/>kommen zustandekommt, was ich allerdings bezweifle.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte Jour fixe AK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_04"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> teilte mir mit, daß die Handelskammer jetzt Dr. <rs type="person" ref="#per__1137831">Moritz</rs><lb/>
nachdem er die Prüfungen alle einwandfrei bestanden hat, in die Außen<lb break="no"/>handelsorganisation aufnehmen wird. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> beschwerte sich, ohne<lb/>
auf konkrete Geschäfte einzugehen, über unsere ERP-Fremdenverkehrskre<lb break="no"/>ditvergabe. Er unterstrich neuerdings, daß SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> nicht nur ihr<lb/>
Vertrauen hat, sondern als der beste Sektionschef heute bezeichnet<lb/>
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Diskussion, die Handelskammer hat nur größte Bedenken, gegen <add>[den]</add>, wie sie<lb/>
es bezeichnen, Sanatoriumsbau von Dkfm. <rs type="person" ref="#per__120379">Mayr</rs> <choice><choice><sic>in</sic><corr>aus</corr></choice></choice> Kärnten <choice><choice><sic>aus</sic><corr>in</corr></choice></choice> Groß Gerungs.<lb/>
Ich replizierte, daß ich selbstverständlich genauso bereit wäre,<lb/>
jeden Niederösterreicher im Waldviertel zu unterstützen, wenn sich<lb/>
jemand finden würde. Die Argumentation von Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, daß ein<lb/>
gewachsener Betrieb aus der Gegend die Probleme viel besser lösen<lb/>
könnte und wahrscheinlich nicht so viele Probleme kriegt als <rs type="person" ref="#per__120379">Mayr</rs><lb/>
aus Kärnten, hilft aber auch nicht darüber hinweg, daß sich eben bis<lb/>
jetzt und wahrscheinlich auch in Zukunft niemand Einheimischer findet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_05">Eine lange und harte Diskussion gab es dann wegen der Urlaubsverlänge<lb break="no"/>rung von Sozialminister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs>. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> meinte, die Regierung müßte<lb/>
jetzt endlich beschließen, daß keine weitere Belastung der Unter<lb break="no"/>nehmer mehr eintritt, weder direkt noch indirekt, daß sozusagen wenn<lb/>
man schon nichts abbauen kann von den Sozialbelastungen, diese nicht<lb/>
mehr ausgedehnt werden und nicht immer ständige Ankündigungen über<lb/>
weitere Belastungen kommen. Ich replizierte und meinte, die Handels<lb break="no"/>kammer müsse sich eben mit den Gegebenheiten abfinden und hätte so wie<lb/>
dies die italienische Wirtschaft auch getan hat, vorbeugend dafür<lb/>
sorgen müssen, daß eben z.B. für die Urlaubsverlängerung die zwei<lb/>
Donnerstagfeiertage kompensiert werden. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> bemerkte dann noch,<lb/>
er wird jetzt sowieso in die Öffentlichkeit gehen, weil die LUGA <choice><choice><sic>ihren</sic><corr>für den</corr></choice></choice><lb/>
Rahmenkollektivvertrag jetzt nach jahrelangem Stillstand wieder ver<lb break="no"/>langt hat, daß einige Verbesserungen verhandelt werden, nach Be<lb break="no"/>rechnungen der Unternehmer macht dies 25, manche behaupten sogar 33 %<lb/>
der jetzigen Kosten aus. Ich erwiderte sofort, darüber bin ich sehr<lb/>
glücklich, wenn er in einem Pressegespräch dies verkündet, wenigstens<lb/>
wird mein Image, daß ich ausschließlich nur die Unternehmensinteres<lb break="no"/>sen vertrete, korrigiert. Ich habe ihm zwar mit aller Deutlichkeit<lb/>
gesagt, daß es bis jetzt auch von Seiten der Handelskammer und der Un<lb break="no"/>ternehmerorganisation üblich war, mit der LUGA still und leise zu<lb/>
verhandeln und nach langwierigen und oft sehr schweren Situationen<lb/>
dann doch einen Kompromiß anzustreben, den beide akzeptieren konnten.<lb/>
Über eine öffentliche Diskussion wäre ich zwar nicht glücklich, aber<lb/>
wenn <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> sie wünscht, werden wir diesen Angriff auch ertragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_06"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> stellt fest, daß der Wunsch des LRat <rs type="person" ref="#per__115673">Neuhauser</rs>, Präs. der<lb/>
Welser Messe Kommerzialrat zu werden, nur aus dem Kontingent von Vize<lb break="no"/>präsident <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> erfüllt werden kann. Wie wir dann feststellten,<lb/>
hat auch der GD der Wiener Messe <rs type="person" ref="#per__115005">Hintschig</rs> im Jahre 79 auf Antrag,<lb/>
als er noch Prokurist bei der Fa. Hamburger war, 1973 den Kommerzial<lb break="no"/>ratstitel vom Freien-Wirtschaftsverband-Kontingent bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_08">Eine lange Diskussion ergab sich, weil die Handelskammer sich wehrt,<lb/>
Dolmetschkosten für das Handelsministerium zu übernehmen. Beim<lb/>
letzten Arbeitsessen mit den Scheichs der Arabischen Emirate wurde,<lb/>
ich weiß nicht, wer ihn bestellt hat, einen Dolmetsch, der 5.000,–– S<lb/>
kostete, angefordert. Daß wir ihn beim Essen gar nicht gebraucht<lb/>
hätten, sondern dort ohne weiters mit Englisch ausgekommen wären,<lb/>
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Dolmetschkosten zu übernehmen. Da die Handelskammer aber eigene<lb/>
Dolmetsche selbst hat und teilweise auch andere engagiert, erscheint<lb/>
es mir zweckmäßig, daß wenn man tatsächlich unbedingt einen Dolmetsch<lb/>
braucht, dann auch von ihr ein solcher beigestellt werden sollte.<lb/>
Ich selbst erklärte rundweg, daß wir im Handelsministerium dazu keine<lb/>
Möglichkeit haben und das auch gar nicht bezahlen werden. Im Amt gibt<lb/>
es einen Dolmetschdienst, der Reg.Rat ist allerdings meistens krank<lb/>
und wird wahrscheinlich bald in Pension gehen. Mit dem müßten wir<lb/>
unbedingt das Auslangen finden. Wenn Besucher von exotischen Ländern<lb/>
kommen, dann müssen sie von ihrer Botschaft selbst einen Dolmetsch<lb/>
mitbringen, sofern nicht sowieso über Englisch verhandelt werden<lb/>
kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_10">Die Bürofirma Swoboda bekommt jetzt bekommt jetzt das Dekret zur Führung<lb/>
des Staatswappens und hat bei Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> schon zweimal vorge<lb break="no"/>sprochen, weil sie eine Aktion für Jungunternehmer starten möchte.<lb/>
Angeblich braucht sie dazu aber nicht nur die moralische Unterstützung,<lb/>
sondern auch entsprechende Subvention. Dafür, erklärte ich sofort,<lb/>
wird kaum Geld vorhanden sein, ich werde mir aber alle Vorschläge, auch<lb/>
die der Firma Swoboda anhören, wie man Jungunternehmern helfen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_12">Ich berichtete dann über die Aussprache mit GD <rs type="person" ref="#per__1137832">Kalai</rs> betreffend des<lb/>
Österreich-ungarischen Reisebüros in Ungarn. Die von allen Seiten be<lb break="no"/>hauptete 1 Mio. $ Gesellschaftskapital, die die österreichische Firma<lb/>
beistellen müßte, ist noch nicht ausgehandelt. Ich kann mir aller<lb break="no"/>dings sehr gut vorstellen, daß die Ungarn sehr wohl darin eine, wenn<lb/>
auch nur kleine, aber doch umso billigere Devisenquelle für diese<lb/>
Gesellschaftsgründung sehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_13">Ich informiere die Handelskammer über unsere Verhandlungen mit Bau<lb break="no"/>knecht und daß es auch bei Pöls jetzt Umweltschutzschwierigkeiten gibt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> meint, die Handelskammer war immer gegen Pöls, obwohl er da<lb break="no"/>für eigentlich sachlich keine Begründung angeben kann. Die Behauptung,<lb/>
daß dort besonders gefördert wurde, trifft nämlich nicht zu, vielleicht<lb/>
hat der Wasserwirtschaftsfonds einen größeren als üblichen Kredit<lb/>
<pb n="65-0788" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-07-05_0788.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>zur Verfügung gestellt, vom Handelsministerium haben im Rahmen der<lb/>
Papierförderung, die über 6 Mrd. S beträgt, die 900 Mio., die Pöls ge<lb break="no"/>fördert wurde, normal eingebaut. Die Diskussion erstreckt sich dann<lb/>
auch auf die obersteirische Regionalkonferenz. Auch dort hat man<lb/>
keine neuen Erkenntnisse aus dem Referat <rs type="person" ref="#per__117678">Tichys</rs> gewonnen, denn das<lb/>
Ziel mit endogenen Erneuerungen, EE genannt, die Obersteiermark zu<lb/>
sanieren, ist ein theoretisches. In der Praxis ist es bis jetzt eben<lb/>
immer an mangelnden Projekten insbesondere für Klein- und Mittelbe<lb break="no"/>triebe gescheitert. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> verwies dann darauf, daß die ganze Politik<lb/>
der Belastungen eben für die Unternehmer verheerend sei, die 820 Kon<lb break="no"/>kurse, zu denen noch 1000 mangels Masse, die abgewiesen werden, dazu<lb break="no"/>kommen, sei darauf zurückzuführen. Ich konterte sofort, daß dies durch<lb/>
die neue Bankpolitik, wo jeder Banker sehr ängstlich ist, eingetre<lb break="no"/>ten ist, die Hochzinspolitik, die weltweite Stagnation, der letzte Öl<lb break="no"/>preisschock, aber vor allem die Zurückhaltung der Banken bei Kredit<lb break="no"/>gewährung auch von normalen Betrieben, die keinesfalls in Konkurs<lb/>
gehen müßten, kommt es zu der Entwicklung, in der wir uns jetzt befinden.<lb/>
Wenn die Banken ihre Einstellung nicht ändern, wird dieser Prozeß<lb/>
kaum zum Stillstand kommen. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> meinte dann mir<lb/>
gegenüber, daß dies heute eine ganz harte Diskussion gewesen ist.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> war insbesondere sehr verärgert, weil er noch immer, wie <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
sagt, als Idealist daran glaubt, daß man die andere Seite, sprich also<lb/>
uns, mit Argumenten überzeugen kann. Diesmal war <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, aber auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, wie <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> vermutet, nur deshalb besonders hart, weil eben<lb/>
ein unbeteiligter Dritter, Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs>, anwesend war.<lb/>
Dem wollte man beweisen, daß man nicht nur für die Erhöhung der Klein<lb break="no"/>handelsspanne eintritt, sondern eben auch für die gesamten Belange<lb/>
der gewerblichen Wirtschaft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_14">Im Pressegespräch hat SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und dann der Ausarbeiter ORat <rs type="person" ref="#per__115404">Sedlak</rs><lb/>
den neuen Entwurf des Bundesgesetzes zum Schutz von gefährlichen Pro<lb break="no"/>dukten vorgestellt. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine gute<lb/>
Diskussionsbasis, der Entwurf geht ja jetzt erst in die Begutachtung.<lb/>
Ob wir tatsächlich in dieser Legislaturperiode dieses Gesetz noch<lb/>
durchbringen, bezweifle ich. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und <rs type="person" ref="#per__115404">Sedlak</rs> haben zwar versucht auf<lb/>
Sozialpartnerebene einen weitestgehenden Akkord herzustellen, da die<lb break="no"/>ses Gesetz aber wirklich in Europa Neuland ist, wird die Handelskammer<lb/>
und auch letzten Endes die ÖVP darauf drängen, daß man erst abwartet,<lb/>
wie die Erfahrungen solcher Gesetzwerdungen in der EG vor sich gehen.<lb/>
Auch dort versucht man ja dieses Problem zu lösen, allerdings auf<lb/>
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die einzelnen Produkte genau definiert werden. In Österreich will<lb/>
man ja keine kasuistische Regelung, sondern hat in 28 § haben das<lb/>
Subsidiaritätsprinzip, soweit nicht andere Gesetze etwas bestimmen,<lb/>
dieses allgemeine Gesetz vorgeschlagen. Auch die Maßnahmen halte ich<lb/>
für sehr vernünftig, das wirkliche Problem ist aber, daß zwar alle<lb/>
zugeben, wie Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs>, die sich sehr engagierte nicht<lb/>
nur für die Gesetzwerdung, sondern auch dann in der Pressekonferenz,<lb/>
die Notwendigkeit ergibt die Statistik, 500.000 Unfälle pro Jahr<lb/>
davon 216.000 Freizeit und davon wieder 72.000 bei der Hausarbeit.<lb/>
Wenn der Einsatz von <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> auf die anderen genauso wirkt, wie sie<lb/>
bei der Pressekonferenz enthusiastisch sich dafür eingesetzt hat, dann<lb/>
müßte es gelingen, das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode durchzu<lb break="no"/>bringen. Ich bin neugierig, was die Presse darüber schreiben wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_15">Dr. <rs type="person" ref="#per__123791">Knapp</rs> vom ÖIBF hat dann über seine Lehrlingsstudie, Ausblick 1982/<lb/>
83, referiert. Einmal mehr wurde die Erfahrung von ihm bestätigt, im<lb/>
Juli überwiegen die Lehrstellensuchenden, z.B. Mitte der 70er Jahre<lb/>
und auch dann gegen 80 zu, wo ja bekanntlicherweise immer die jahr<lb break="no"/>gangsstärksten Schulentlassenen zu verzeichnen sind, fehlten immer bei<lb/>
46.000 Lehrstellensuchenden und 35.000 offenen Stellen 11.000. In<lb/>
der Septemberstatistik war es dann umgekehrt, da waren ca. 4.000 Lehr<lb break="no"/>stellensuchende und 8.000 offene Stellen. Das Problem, das sich heuer<lb/>
besonders kraß auswirken wird, ist die regionale und branchenmäßige<lb/>
Verschiedenheit. In Wien werden 800 Lehrstellen fehlen, in OÖ<lb/>
600, in der Stmk. 300 bis 400 und im Burgenland 150 bis 200, insgesamt<lb/>
also ca. 2000, das sind ungefähr 4 % der Lehrstellensuchenden, die nicht<lb/>
unterkommen könnten. In den anderen Bundesländern wird man aber eine<lb/>
stärkere Nachfrage haben, als tatsächlich Lehrlinge zur Verfügung stehen<lb/>
Dieser regionale Ausgleich wird sehr schwierig möglich sein. <rs type="person" ref="#per__123791">Knapp</rs><lb/>
hat sofort erklärt, daß die jetzt im ORF und Zeitungen gegebenen<lb/>
Ziffern falsch sind. Von einer dramatischen Entwicklung kann überhaupt<lb/>
keine Rede sein. Er ist genauso optimistisch wie ich, daß wir doch<lb/>
im großen und ganzen auch heuer das Lehrstellenproblem werden lösen<lb/>
können. Auf die Frage der Journalisten, ob dies auch Sozialminister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> weiß, der ja bekanntlich jetzt sogar ein Jugendeinstellungs<lb break="no"/>gesetz propagiert, meinte <rs type="person" ref="#per__123791">Knapp</rs>, er kennt die Unterlagen sehr genau und<lb/>
tritt daher auch nur für regionale Maßnahmen und branchenspezifische<lb/>
Maßnahmen insbesondere für Mädchen ein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_16">Dr. <rs type="person" ref="#per__123819">Neuwirth</rs> berichtete dann über den Berufsausbildungsbeirat und<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__1137517">Kiefer</rs> über die internationale Jugendbeschäftigungssituation.<lb/>
Über beide gab es dann natürlich keine Diskussion mehr, nachdem sich<lb/>
zuerst die Lehrlingsdiskussion weit über die vorgesehene Zeit<lb/>
hinaus erstreckte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_17">In der 41. GV der ÖFVW wurde diesmal eine Ergänzung der TO von LRat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs> gewünscht, was vermuten ließ, daß es sich um eine längere<lb/>
und härtere Auseinandersetzung handeln wird. Die Fremdenverkehrslandes<lb break="no"/>räte und auch Frau Vizebürgermeister <rs type="person" ref="#per__97899">Fröhlich-Sandner</rs> hatten sich<lb/>
vorher zu einer ersten Aussprache getroffen, bis jetzt war es eben<lb/>
üblich, daß die Finanzlandesreferenten zu jeweiligen Routinesitzungen<lb/>
zusammenkamen, für die Fremdenverkehrsreferenten war dies eine Art<lb/>
Premiere. Dort wurde über alle offenen Fragen, insbesondere über die<lb/>
Budgetsituation der ÖFVW gesprochen. Nach den Berichten von mir als<lb/>
Obmann und den beiden Geschäftsführern <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> und <rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs> gab es<lb/>
auch darüber eine Diskussion. Interessant war, daß LRat <rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs>, der<lb/>
immer als Art Sprecher der Bundesländer auftrat, der Geschäftsführung<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_18">Die wirkliche Diskussion entwickelte sich dann über die Frage der<lb/>
Statuten. Obwohl mit den beamteten Ländervertretern eine Einigung<lb/>
erzielt wurde und auch die beiden letzten offenen Fragen mit der Han<lb break="no"/>delskammer einvernehmlich geklärt werden konnten, hat nach einem Vor<lb break="no"/>trag der Statutenkommission MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> zur Kenntnis nehmen müssen, daß<lb/>
sein Kompromiß, den er mir erklärte, würde einstimmig angenommen wer<lb break="no"/>den, doch nicht durchkam. Auf Vorschlag <rs type="person" ref="#per__112216">Bassettis</rs> und auch Vizebür<lb break="no"/>germeister <rs type="person" ref="#per__97899">Sandners</rs>, die erklärte, sie hätte in allen Punkten nachge<lb break="no"/>geben und jetzt käme es doch nicht zu einer einstimmigen Verabschie<lb break="no"/>dung, man sollte das Ganze noch einmal rückstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_19">Ähnlich hart ging es auch bei der Budgeterstellung vor, hier hatte<lb/>
der Werbebeirat, nachdem die Finanzlandesreferenten beschlossen haben<lb/>
auch im nächsten Jahr nur eine 6 %-ige Beitragssteigerung zu akzeptie<lb break="no"/>ren, einen entsprechenden generellen Budgetvorschlag erstellt, einzel<lb break="no"/>ne Ländervertreter, nicht nur <rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs>, sondern auch die FPÖ-Landes<lb break="no"/>räte <rs type="person" ref="#per__117626">Baumgartner</rs> von <choice><choice><sic>Slzbg</sic><corr>Salzburg</corr></choice></choice>. und <rs type="person" ref="#per__111733">Ferrari-Brunnenfeld</rs> von Ktn. hatten<lb/>
andere Vorstellungen. Auch hier wurde beschlossen, daß der Budgetaus<lb break="no"/>schuß sich noch einmal mit dem Problem beschäftigt, all sind sich<lb/>
allerdings einig, daß es kaum zu einer wesentlichen Änderung des<lb/>
sicherlich verhältnismäßig knappen Budgets und damit einer auch schon<lb/>
<pb n="65-0791" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-07-05_0791.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>mehr oder minder vorbestimmten Aufteilung kommen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_20"><rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs> wollte auch wissen, wie weit die einzelnen Länder Kongreß<lb break="no"/>förderung betreiben. Insbesondere war diese Frage auf Wien gezielt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97899">Fröhlich-Sandner</rs> erwiderte, es gibt einen eigenen Kongreßausschuß,<lb/>
der 5 Mio. S Budget hat, von denen die Hälfte die Handelskammer Wien<lb/>
und die Hälfte die Gemeinde beisteuert. Vorsitzender dieses Aus<lb break="no"/>schusses ist KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs>, der sofort erklärte, für Kongresse von<lb/>
Oktober bis April wird 1/3 Werbung, 1/3 Betreuung und Druck und<lb/>
1/3 Subvention für entsprechende Banketts zugeschossen. Mehr gibt es<lb/>
nicht. Die GV ersuchte das Handelsministerium bei allen Kongreßver<lb break="no"/>anstaltungen die Konditionen zu erforschen und dann einen entsprechen<lb break="no"/>den Bericht vorzulegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> wird Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_22">Neuerdings kam die Frage der Winterferienregelung 83 zur Diskussion.<lb/>
Die Niederlande aber auch Teile von Deutschland und Österreich wer<lb break="no"/>den im nächsten Februar kollidieren, dadurch kommt es zu sehr<lb/>
starken massiven Nachfrage und entsprechender Belastung der Anreise<lb break="no"/>wege, sprich Straßenunfälle, eine Verschiebung wäre zweckmäßig, die<lb/>
Fremdenverkehrswirtschaft traut sich dies aber gar nicht vom Unter<lb break="no"/>richtsminister ernstlich zu verlangen, weil dann sofort wieder gesagt<lb/>
wird, die entscheiden ausschließlich nur nach kapitalistischen Profit<lb break="no"/>interessen. Ich habe übernommen, neuerdings mit Unterrichtsminister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> darüber zu reden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_23">Der Rechnungshofbericht wurde zur Kenntnis genommen, umso mehr als ich<lb/>
mitteilen konnte, daß im Rechnungshofausschuß ja nicht einmal eine<lb/>
Wortmeldung dazu stattfand und auch ich als Obmann gar nicht zum<lb/>
Rechnungshofausschuß zitiert wurde. Trotzdem ist es notwendig, mit<lb/>
dem Rechnungshofpräsidenten <rs type="person" ref="#per__112588">Broesigke</rs> zu klären, wie es in Hinkunft<lb/>
mit der Zusendung der Rohberichte an einzelne Landesregierungen ge<lb break="no"/>handhabt wird. Nach übereinstimmender Auffassung der Generalversammlung<lb/>
sollte der Rohbericht nur der ÖFVW zugeben, damit diese dann dazu<lb/>
Stellung nehmen kann und der Endbericht dann selbstverständlich an<lb/>
alle beteiligte Stellen versendet wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wenn der Rechnungshof wegen der Fremdenverkehrs<lb break="no"/>abteilungskontrolle zu mir kommt, bitte erinnern.<lb/>
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            <pb n="65-0792" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-07-05_0792.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_25">Die Inlandswerbung der ÖFVW, im Budget mit 9 Mio. dotiert, wird immer<lb/>
wieder angegriffen, die Länder möchten, daß dieser Betrag für Auslands<lb break="no"/>werbung aufgewendet wird. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn die<lb/>
Länder dann tatsächlich ihre Inlandswerbung entsprechend verstärkten<lb/>
und zusätzliche Mittel aufwenden. Dies trifft aber sicherlich nicht<lb/>
zu.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_26">Der neue Slogan der ÖFVW "Mitfeiern, Festland Österreich" ist meiner<lb/>
Meinung nach nicht annähernd so gut wie "Wanderbares Österreich".<lb/>
Eine Testserie hätte ergeben, daß aber von allen neu vorgeschlagenen<lb/>
Werbeslogans der beste ist. Derzeit ist sicherlich in dieser wirt<lb break="no"/>schaftlichen Rezessionszeit eine Aufforderung mitzufeiern nicht ge<lb break="no"/>rade sehr glücklich, es sei denn, man geht von den 20-er Jahren aus, wo<lb/>
auch eine riesige Krise bevorstand und trotzdem habe die Leute sozu<lb break="no"/>sagen nach der Methode "verkaufts mei Gwand, i foa in Himme", damals<lb/>
eine ungeheure Hektik gezeigt. Meiner Meinung nach könnte sich, bis<lb/>
dieser Slogan durchschlägt, in ca. 1/2 bis 1 Jahr vielleicht die wirt<lb break="no"/>schaftliche Situation geändert haben, weshalb dann der Spruch "Mit<lb break="no"/>feiern, Festland Österreich" gar nicht so schlecht sein kann. Die Bun<lb break="no"/>deskammer sagte, dieser Slogan kommt ihren Intentionen entgegen, weil<lb/>
eben beim Wanderbaren Österreich die Unternehmer gerade nicht sich<lb/>
sehr angesprochen fühlten, doch soll man unter Festland Österreich<lb/>
nicht verstehen, daß das in Festzelten insbesondere von der freiwilli<lb break="no"/>gen Feuerwehr, Rotem Kreuz usw., wo die Wirte ausgeschaltet werden,<lb/>
zu verstehen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_27">In der anschließenden Direktoriumssitzung ging es primär um die Frage<lb/>
der endgültigen Besetzung der Außenstelle Paris. Dort sind derzeit<lb/>
8 Beschäftigte. Die Geschäftsführung wollte sogar einen 1/2 Dienst<lb break="no"/>posten aus Zürich und einen 1/2 aus der Reserve, also einen 9. Dienst<lb break="no"/>posten in Paris schaffen, dagegen habe ich mich, aber auch die anderen<lb/>
Direktoriumsmitglieder ausgesprochen, weil vorerst doch die Besetzung<lb/>
Paris mit dem neuen Zweigstellenleiter erfolgen sollte. Dafür hat<lb/>
sich, und am besten dafür prädestiniert, der jetzige Zweigstellenleiter<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__134295">Patzak</rs> aus New York beworben. Nach New York sollte <rs type="person" ref="#per__126235">Klement</rs> aus<lb/>
Frankfurt kommen, nach Frankfurt <rs type="person" ref="#per__137440">Burda</rs> aus London, <rs type="person" ref="#per__1137833">Hotter</rs> nach London,<lb/>
nach Frankfurt dann noch als Vertriebschef und Bereichsleiter Marketing<lb/>
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Mag. <rs type="person" ref="#per__1137837">Nagy</rs>. Die ganze Rotation funktioniert allerdings nur wenn der<lb/>
Stellvertreter in New York <rs type="person" ref="#per__1137835">Marcus</rs> bleibt. Die Handelskammer, insbeson<lb break="no"/>dere KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs>, der sehr oft in New York ist, beschreibt <rs type="person" ref="#per__1137835">Marcus</rs> als<lb/>
einen sehr tüchtigen Mann, dem man am besten diese Zweigstelle übertra<lb break="no"/>gen sollte. Die Geschäftsführung ist davon weniger begeistert, meint<lb/>
allerdings, <rs type="person" ref="#per__1137835">Marcus</rs> müßte als zweiter Mann unbedingt bleiben. Da <rs type="person" ref="#per__1137835">Marcus</rs><lb/>
erklärte, er würde gegebenenfalls wieder in die private Industrie<lb/>
zurückgehen, besteht für New York die Gefahr, daß ein neuer Mann sich<lb/>
dort erst einarbeiten müßte, wodurch dieser sensible Markt und unsere<lb/>
Aktivität dort sehr gestört werden könnte. Angeblich hat, wie <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs><lb/>
berichtete, Swissair den Fehler begangen, einen nicht den amerikani<lb break="no"/>schen Markt genau kennenden <choice><choice><sic>Stationmaster</sic><corr>?</corr></choice></choice> hinzuschicken und das Er<lb break="no"/>gebnis war, daß sie ihn nach kürzester Zeit wieder zurückrufen mußten.<lb/>
Ein Telefongespräch von Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> und KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1137835">Marcus</rs> ergab, daß <add>[es]</add> sich dieser noch bis morgen überlegen wird. Da die<lb/>
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zweite dort bleiben will, neuerdings das ganze Problem wieder verhan<lb break="no"/>delt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-07-05_28">Der ganze Nachmittag war eigentlich diesesmal mit <add>[der]</add> ÖFVW verpflastert.<lb/>
Bis in den Abend hinein wurde nur über die ö. FV-Politik gesprochen, die<lb/>
jetzt vorliegenden Fremdenverkehrsergebnisse für die ersten 5 Monate<lb/>
sind sehr gut, eine 4,4 %ige Nächtigungssteigerung, für den Sommer<lb/>
allerdings gibt es ganz schlechte Prognosen, ich bin sehr gespannt,<lb/>
wie der Sommer dann letzten Endes wirklich abschneiden wird. Auch im<lb/>
Vorjahr war eine sehr schlechte negative Prognose und dann ist es<lb/>
sich doch auf +-0 ausgegangen.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 5.7.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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