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            <title type="main">Freitag, der 11. Juni 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band65_1982-06-11</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_01">Freitag, 11. Juni 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_02">Hofrat <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs> teilt mir mit, daß die Durchführung der beschlossenen<lb/>
termindirekten Bezahlung der Beiträge zur ÖFVW nicht bei ihm, der Frem<lb break="no"/>denverkehrsabteilung, liegt, sondern ausschließlich beim Finanzressort.<lb/>
Ich spreche sofort mit Finanzlandesrat <rs type="person" ref="#per__114529">Klauser</rs>, der mir versichert, sie<lb/>
werden, wenn alle anderen Bundesländer jetzt zeitgerecht zahlen, dies<lb/>
auch selbstverständlich tun.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_03"><rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs> fragt mich, ob ich schon bezüglich der Neubesetzung der<lb/>
Außenstelle New York entschieden habe. Er teilt mir mit, daß neben<lb/>
dem Dr. <rs type="person" ref="#per__1137673">Winkler</rs> sich auch jetzt Dr. <rs type="person" ref="#per__126235">Klement</rs> dafür interessiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_05">Der singende Schnapsbrenner <rs type="person" ref="#per__126237">Schweighofer</rs> aus Kirchdorf hat mit der<lb/>
Straßenverwaltung wegen Verkauf eines Grundstückes verhandelt. Die<lb/>
von ihm verlangten 3 Mio. S bräuchte er dringend, um seinen Betrieb<lb/>
finanzieren zu können. Bautenminister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> hat nun aber entschie<lb break="no"/>den, daß keinerlei Grundstücke mehr gekauft werden sollen. Ich ver<lb break="no"/>spreche <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs>, daß wir uns beim Bautenminister dafür einsetzen<lb/>
werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte im Bautenministerium intervenie<lb break="no"/>ren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_07">Der dänische Handelsrat <rs type="person" ref="#per__98057">Weis</rs> begleitet den Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__1137930">Englhart</rs><lb/>
Fa. Grundfos, eine Pumpenvertriebsgesellschaft in Gröding, der sich<lb/>
wegen der Ausschreibungsmethoden öffentlicher Auftragsvergeber be<lb break="no"/>schwert. Angeblich wird jetzt von einzelnen Dienststellen der öffent<lb break="no"/>lichen Hand vorgeschrieben, daß nicht dänische Pumpen, sondern eben<lb/>
Vogel- resp. Garvenspumpen verwendet werden sollen. Im Prinzip erkläre<lb/>
ich, daß sich Österreich selbstverständlich an die GATT-Regeln hält,<lb/>
daß aber durch das Recherchieren von Mag. <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs> er mir mitteilt,<lb/>
daß Grundfos heute 63 % von Pumpen in Österreich verkaufen kann, wäh<lb break="no"/>rend Garvens 3,2 % und Vogel 2 1/2 % von diesen Spezialpumpen nur ver<lb break="no"/>kaufen kann. Ich stelle daher sofort die Gegenfrage, was der dänische<lb/>
Handelsminister sagen würde, wenn sich bei solchen Marktanteilen eine<lb/>
österreichische Erzeugerfirma sich beschweren würde. Trotzdem verstehe<lb/>
ich die Intervention von <rs type="person" ref="#per__1137930">Englhart</rs>, der übrigens jetzt seit kurzem<lb/>
<pb n="65-0672" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-06-11_0672.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>österreichischer Staatsbürger wurde und der die österreichische<lb/>
Firma Pumpenvertriebs GesmbH vertritt, daß er sich um jeden Auftrag be<lb break="no"/>müht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die öffentlichen Stellen müssen noch<lb/>
vorsichtiger vorgehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_09">Der tschechische Handelsrat <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> möchte unbedingt, daß ich ihn mit<lb/>
meiner Frau zu einem Essen zuhause besuche. Ich nehme die Einladung<lb/>
dankend an, möchte aber, wenn es irgendwie geht, davon Abstand nehmen.<lb/>
Wenn ich erst einmal beginne, Einladungen von Handelsräten halb<lb/>
privat, halb offiziell zu akzeptieren, werde ich wahrscheinlich eine<lb/>
ganze Reihe von Einladungen bekommen. Ich habe selbst bei Botschaftern<lb/>
bis jetzt erfolgreich solche Wünsche mit entsprechenden Ausreden ab<lb break="no"/>gelehnt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> geht bald in Pension, bis dorthin wegen<lb/>
Terminschwierigkeiten nichts zusagen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_11"><rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> wünscht einen Artikel für eine tschechische Außenhandelszei<lb break="no"/>tung, dies werde ich selbstverständlich so schnell als möglich liefern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte trachte einen entsprechenden Entwurf<lb/>
so bald als möglich zuzuschicken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_13">Ich habe <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> dann wegen der tschechischen Holzlieferungen gefragt,<lb/>
wie es jetzt mit den österreichischen Firmen weitergehen soll. <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs><lb/>
teilte mir mit, daß Schweighofer, Umsatz 500 Mio., Brandstätter, Umsatz<lb/>
200 Mio. S, Willenshofer aus Kindberg und andere Firmen sehr wohl, wenn<lb/>
sie Holz aus der CSSR beziehen, eine Wertschöpfung von 300 bis 500 Mio.<lb/>
S pro m³ in Österreich mit diesem Holz schaffen, das dann entspre<lb break="no"/>chend natürlich als österreichisches Schnittholz exportiert wird. Die<lb/>
genannten Umsatzziffern beziehen sich nicht auf tschechisches Holz,<lb/>
sondern hier schätzt <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs>, daß ca. 800 Mio. S von allen Firmen, die<lb/>
tschechisches Holz beziehen, entsprechenden Umsatzanteil haben. Handels<lb break="no"/>rat <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> war über unsere Aussprache im Handelsministerium informiert<lb/>
und meint nur, in Hinkunft, wenn die Zellulosefabrik Paskov fertig<lb/>
sein wird, die Holzexporte aus der CSSR sowieso wesentlich reduziert<lb/>
werden. Die CSSR muß nicht zuletzt, weil sie ihr Rohholz bis jetzt nicht<lb/>
entsprechend verarbeiten kann und dadurch keine Direktexporte nach<lb/>
dem nahen Osten mit diesem Holz abwickeln kann, sich der österreichi<lb break="no"/><pb n="65-0673" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-06-11_0673.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schen Sägen bedienen. <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> meint, die CSSR hätte im Produktionsbereich<lb/>
immer zu wenig Arbeitskräfte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_14">Ein Herr <rs type="person" ref="#per__1137931">Kratky</rs>, von der SPÖ, <rs type="person" ref="#per__112037">Tischler</rs>, zu mir geschickt, ersucht, ob nicht<lb/>
auch die verstaatlichte Industrie bei seiner Fa. Beffa-Chemie Korrosions<lb break="no"/>schutzmittel kaufen könnte, die wesentlich billiger sind als die heute<lb/>
von den großen bezogenen Lieferungen. Ich bringe ihn mit Dkfm. <rs type="person" ref="#per__131953">Bauer</rs> von<lb/>
der ÖIAG in Kontakt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_15">In Wirklichkeit dürfte <rs type="person" ref="#per__1137931">Kratky</rs> aber gekommen sein, weil dieser junge<lb/>
Mann allen Ernstes von mir erwartet, daß ich ihm einen full-time-job<lb/>
bei der SPÖ verschaffen könnte. Hier erkläre ich sofort, daß ich keine<lb/>
wie immer geartete Möglichkeit habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte nächste Bezirksveranstaltung am Dienstag<lb/>
erinnern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_17">Ing. <rs type="person" ref="#per__116110">Denzel</rs> hat vom Bundespräsident das Große Silberne Ehrenzeichen<lb/>
erhalten, das ich ihm feierlich überreiche. Zum Glück habe ich genug<lb/>
persönliche Erfahrung und Kontakte mit ihm gehabt, da ich die Unterla<lb break="no"/>gen erst zu dem Zeitpunkt erhalte, wo ich gerade das Ehrenzeichen ihm<lb/>
übergeben soll. Ich habe zum x-ten Male erklärt, daß eine solche Vor<lb break="no"/>gangsweise für mich unakzeptabel ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte für mich die Unterlagen immer einen Tag vor<lb break="no"/>her übergeben und direkt von der Abteilung verlangen da ich sie sonst zu<lb/>
spät bekomme.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_19"><rs type="person" ref="#per__116110">Denzel</rs> und seine Begleitung teilen mir mit, daß sie jetzt in Pichling<lb/>
bei Köflach große Schwierigkeiten haben. Der Auftragsbestand konnte<lb/>
zwar von 36 Mio. S im Vorjahr auf 50 Mio. erhöht werden, doch ist der<lb/>
ganze <rs type="person" ref="#per__116110">Denzel</rs>-Konzern in einer großen Kreditschwierigkeit. 140 Mio. S<lb/>
Konsortialkredit, von den Banken aber insgesamt 750 Mio. aushaftende Kre<lb break="no"/>ditsumme. Die Kreditaufwendungen waren 81 118 Mio. und werden heuer <del>auf</del><lb/>
130 Mio. S betragen. Die Firma wird daher kaum diese Kreditbelastung<lb/>
verkraften können. MR <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> schlägt mit Recht daher vor, man sollte<lb/>
ein Gespräch über die Kreditfinanzierung von seiten der <rs type="person" ref="#per__116110">Denzel</rs>-Gruppe<lb/>
anstreben, wofür er sich bereit erklärt, die notwendigen Vertreter zusam<lb break="no"/>menzutrommeln.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die formelle Vorarbeit so<lb/>
schnell als möglich in Angriff nehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_21">Eine junge Frau <rs type="person" ref="#per__1137932">Kosta</rs> hat ein Patent über Schneeabkehrbesen für Privat<lb break="no"/>autos angemeldet. Zum Glück hat mich Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> verständigt, daß<lb/>
dieses Patent bereits wirklich genehmigt wurde. <rs type="person" ref="#per__1137932">Kosta</rs> möchte nun eine<lb/>
Firma finden, die diesen Abkehrbesen auch erzeugt. Ich konnte nicht<lb/>
anders, als sie an die Patentverwertungsgesellschaft zu verweisen.<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> hat die notwendigen Verbindungen im Haus und mit der Patent<lb break="no"/>verwertungsgesellschaft hergestellt. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> ist genauso überrascht,<lb/>
daß eine solche einfache Idee, Abkehrbesen mit Knickgelenk, damit man<lb/>
beim Runterkehren nicht von der Straßenseite verkehrsgefährdet, also<lb/>
dies alles vom Gehsteig aus durchführen kann, überhaupt patentiert<lb/>
bekommt. Der ÖAMTC, der sich angeblich auch für diese Erfindung interes<lb break="no"/>siert, meint, mehr als wie 100.–– S darf ein solcher Besen aber nicht<lb/>
kosten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Nur der Interesse halber, laß dir dann berichten,<lb/>
wie es weitergeht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_23">GD <rs type="person" ref="#per__97929">Schützelhofer</rs> von der BBU bringt riesige Trümmer von Mineralien,<lb/>
die er mir als Freund gerne schenkt, bei dieser Gelegenheit diskutiere<lb/>
ich aber die finanzielle Situation der BBU. Die Preise am Weltmarkt<lb/>
sind katastrophal, selbst die größten internationalen Gesellschaften<lb/>
sind jetzt in den roten Zahlen. Seit 1956, also seit 25 Jahren, ist<lb/>
Zink bei einem Weltverbrauch von 4,5 Mio. to um 28 % im Preis nur ge<lb break="no"/>stiegen, Blei bei 3,9 Mio. dann sogar um 7 % gefallen. Die Präliminare<lb/>
der BBU 1982, wieder einen Verlust von 72 Mio. durch die Bergbauförderung<lb/>
abgedeckt zu bekommen, reicht nicht aus, es werden mindestens 100 Mio.<lb/>
werden. 80 waren es 172 Mio. S, 1981 115 Mio. Die Unternehmungsplanung<lb/>
hat jetzt beschlossen, die Ausbeutegrenze von 1 1/2 % auf 2 % zu er<lb break="no"/>höhen, dadurch wird der Bergbau anstelle von 12 Jahren nur mehr 7 Jahre<lb/>
betrieben werden können, wenn keine Neuaufschließungen erfolgen sollten.<lb/>
Minderwertige Erze werden daher also in Hinkunft unberücksichtigt<lb/>
bleiben und trotzdem ist die finanzielle Situation der BBU katastro<lb break="no"/>phal.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_24">Zwei Aussprachen mit den ÖMV-Vertretern <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> und <rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs> am Morgen<lb/>
und am Nachmittag dann <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> mit Dir. <rs type="person" ref="#per__123475">Balogh</rs>, Shell, und Dir. <rs type="person" ref="#per__1137933">Riedl</rs>,<lb/>
Mobil Oil, betreffend Berggesetznovelle, sprich Förderzins, führen zu<lb/>
keinem positiven Abschluß. NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> vom ÖGB hatte die Idee, es<lb/>
sollten die drei Firmen sich bereiterklären, die zu erwartenden Förder<lb break="no"/>zinserhöhungen nicht auf die Abnehmer zu überwälzen. Für diese Zuge<lb break="no"/>ständnisse sollte dann die Preisfreigabe von Benzin weiter verlängert<lb/>
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für 1. Dezember d.J. eine Preiserhöhung fixiert, und von allen Inte<lb break="no"/>ressenvertretungen, auch den oberösterreichischen bereits zugestimmt,<lb/>
wonach auf den Nettopreis von 1,55 S die 15 %-ige Förderzinserhöhung<lb/>
bereits drauf verrechnet werden kann und damit 2 S ungefähr, also an<lb break="no"/>nähernd der derzeitige ÖMV-Preis durch Vereinbarung fixiert ist. Die<lb/>
ÖMV dagegen rechnet mit einer weiteren Preiserhöhung ihres Inlands<lb break="no"/>gaspreises und will oder kann auch wirklich vielleicht keine Zugeständ<lb break="no"/>nisse machen. GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> hat höchstens noch ein Viertel- bis halbes Jahr<lb/>
aktive Amtszeit, ist daher nicht mehr bereit irgendwelche Entschei<lb break="no"/>dungen, die sicherlich sehr weitgehend sind, zu treffen. Er erklärt jetzt<lb/>
immer rundweg, dann regeln sie halt die amtlichen Preise, wir werden<lb/>
uns bei den Gerichten unser Recht holen. Wir einigen uns letzten Endes<lb/>
dann darauf, daß die ständige Beratergruppe, die sich mit den Öl- und<lb/>
Gaspreisen beschäftigt, dieses Problem besprechen solle.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_25">Beim Jour fixe AK und ÖGB berichte ich über dieses Ergebnis, wobei<lb/>
zum Unterschied vom Gewerkschaftsbund die AK, Dkfm. <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__112965">Maurer</rs>,<lb/>
kaum eine Möglichkeit sehen, hier für die ÖMV zu einem tragbaren Kompro<lb break="no"/>miß zu kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_26"><rs type="person" ref="#per__112965">Maurer</rs> beschwert sich auch, daß Dr. <rs type="person" ref="#per__114528">König</rs> von der Energiesektion jetzt<lb/>
wieder einen Bescheid über den Netzausbau für die OÖ Ferngas um 1 Jahr<lb/>
verlängert hat, ohne daß die AK davon etwas erfahren hat. Dr. <rs type="person" ref="#per__114528">König</rs> wird<lb/>
vom Sekretär <rs type="person" ref="#per__131107">Grossendorfer</rs> darauf aufmerksam gemacht, daß dies eindeutig<lb/>
gegen meinen Wunsch, alle diese Fragen mit den Interessensvertretungen<lb/>
zu besprechen, verstößt. <rs type="person" ref="#per__114528">König</rs> hat den Akt nicht einmal seinem Sektions<lb break="no"/>chef gezeigt, er hat alles abgefertigt und dann erst vor Hinterlegung<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> vorgeschrieben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte auf Tagesordnung nächste Sektions<lb break="no"/>leiter <add>[-sitzung]</add> setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_28">Meine neuerliche Anregung, nachdem ich von <rs type="person" ref="#per__114658">Kahane</rs> gehört habe, er<lb/>
würde 40.000 to Zucker aus dem Inland gerne beziehen, jedoch eine Rege<lb break="no"/>lung <del>zu</del> versuchen, wird sowohl von der AK als auch ÖGB als nicht ziel<lb break="no"/>führend abgelehnt. <rs type="person" ref="#per__114658">Kahane</rs> ist nur bereit einen so tiefen Preis für den<lb/>
Zucker zu bezahlen, daß es zweckmäßiger ist, er führt vom Weltmarkt<lb/>
je nach den Schwankungen eben teureren oder billigeren Zucker auf Vor<lb break="no"/>merkschein ein, denn 97 % seiner Zitronensäureproduktion werden ja wie<lb break="no"/><pb n="65-0676" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-06-11_0676.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>der exportiert. Die AK fürchtet, wenn hier <rs type="person" ref="#per__114658">Kahane</rs> weitere Konzessionen<lb/>
gemacht werden, die Export- und Veredlungszuckerlösung nicht mehr<lb/>
möglich wäre.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_29">Der Wunsch der Handelskammer insbesondere auch <add>[vom]</add> Sektionsobmann Ge<lb break="no"/>werbe Wien, Stadtrat <rs type="person" ref="#per__126257">Neusser</rs>, der Fa. Henn das Staatswappen zu geben, kann<lb/>
von der AK nicht positiv befürwortet werden. Jetzt wurde in einem<lb/>
Flugblatt festgestellt, daß die Betriebsangehörigen keine Gewerkschaft<lb/>
wollen, daß zu einer AK-Einladung wegen Betriebsratswahl niemand ge<lb break="no"/>kommen ist, und es wird vermutet, daß dies alles doch durch entspre<lb break="no"/>chende Politik des Unternehmens, vielleicht sogar durch gewissen Druck<lb/>
sich so ergeben hat. Ich ersuche trotzdem neuerdings die AK einen ent<lb break="no"/>sprechenden Versuch zu unternehmen. Bezüglich des Hotel Elisabethpark,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__146221">Franzmair</rs>, in Bad Gastein wird die AK dies prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_30">Die WTBO ohne die Akademikerklausel für Steuerberater wird von allen<lb/>
befriedigt zur Kenntnis genommen. Präs. <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs> der Treuhänderkammer<lb/>
hat aber bereits bei allen interveniert. Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat sich dazu<lb/>
überhaupt nicht geäußert, Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, man müsse im<lb/>
Hinblick auf die nächsten Wahlen dies besonders überlegen, war dann<lb/>
aber sofort mit der im Parlament im Handelsausschuß beschlossenen Re<lb break="no"/>gelung einverstanden, weil auch die ÖVP und die FPÖ dieser Formulierung<lb/>
zugestimmt haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_31">Bezüglich der Fernwärme berichte ich, daß ich mit dem Stadtrat <rs type="person" ref="#per__133689">Buchleit<lb break="no"/>ner</rs> wegen einer Rohrleitung von Riedersbach, die über 30 km betragen wird,<lb/>
nach Salzburg gesprochen habe. Die längste bis jetzt ist die in der<lb/>
Steiermark von Mellach nach Graz mit 17 km, <rs type="person" ref="#per__133689">Buchleitner</rs> möchte eine<lb/>
Studie, die bis Ende September fertig sein soll, abwarten, die wir auch<lb/>
noch mitfinanzieren sollten und 110.000,–– S kosten wird. NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs><lb/>
verweist zu Recht, daß die Gemeinderatswahlen in Salzburg Mitte Septem<lb break="no"/>ber erfolgen und daher er mit <rs type="person" ref="#per__133689">Buchleitner</rs> reden wird, daß man früher<lb/>
schon eine Grundsatzentscheidung treffen sollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_32">Die Abwärme von Dürnrohr nach St. Pölten soll ebenfalls durch die<lb/>
NEWAG erfolgen, die ja auch die Abwärme des Verbundblockes verwerten<lb/>
sollte. Hier handelt es sich aber nur um Prozeßwärme und keine Kraft-<lb/>
Wärme-Kopplung. Ich werde darüber mit Bgm. <rs type="person" ref="#per__115368">Schickelgruber</rs> sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_34">Die Fa. Shell, <rs type="person" ref="#per__123475">Balogh</rs>, teilte mir mit, daß sie jetzt bereit ist, die<lb/>
Abwärme von Schwechat für die Gärtner in Simmering auszubauen und ge<lb break="no"/>gebenenfalls auch mit einer Bank zu finanzieren. Während bis jetzt<lb/>
keine Firma daran interessiert war, gibt es jetzt sogar zwei. Die<lb/>
Fa. Shell und die Fa. <choice><choice><sic>Bakon</sic><corr>Bacon?</corr></choice></choice>. <rs type="person" ref="#per__131107">Grossendorfer</rs> meint, man müsse jetzt ab<lb break="no"/>warten, bis endlich die EVA, <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs>, der Kleinkraftwerksverein, SC<lb/>
a.D. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, Zeit haben und zu einer Sitzung zusammenkommen können.<lb/>
Genau dies brauche ich jetzt nicht mehr abzuwarten; da ich bereits<lb/>
jetzt zwei Firmen habe, werde ich unverzüglich jetzt eine diesbezügliche<lb/>
Aussprache mit Banken, Gärtnervertretern und den beiden interessierten<lb/>
Firmen unter Zuziehung der EVA abhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_35">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte Einladung schnellstens ausschicken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_36">SC <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> berichtet über die Verhandlungen mit <rs type="person" ref="#per__1137844">Pfaff</rs>, Grundig Fürth,<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__1137934">Gindl</rs>, Philips Austria, über die zollfreie Einfuhr von Farbfernseh<lb break="no"/>röhren aus Japan. Da es zu keinem Kompromiß zwischen diesen beiden<lb/>
Firmen bis jetzt gekommen ist und ein solcher auch nicht zu erwarten<lb/>
ist, werden sowohl AK als auch ÖGB darauf aufmerksam gemacht, daß es<lb/>
früher oder später zwischen den Betriebsräten dieser Firmen und dem<lb/>
Handelsministerium zu sehr schwierigen Verhandlungen kommen wird. Jede<lb/>
der Gruppen wird ihren eigenen Standpunkt unbedingt durchsetzen wollen.<lb/>
Wenn die Unternehmer nämlich sich nicht einigen können, sehe ich auf<lb/>
dem Betriebsrätesektor auch keine Möglichkeit zu einem vernünftigen<lb/>
Kompromiß zu kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_37"><rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> berichtet von dem Besuch Dr. <rs type="person" ref="#per__1137817">Reinisch</rs>, Ausgleichsverwalter von<lb/>
Bauknecht in Stuttgart. Dort hätte man uns zugesichert, daß in Öster<lb break="no"/>reich die Bezüge aufrechterhalten bleiben. Das deutsche Sanierungskon<lb break="no"/>zept wird aber frühestens in 6 bis 8 Wochen fertig sein und ca. 80 %<lb/>
der normalen Produktion, die bis jetzt auch in Österreich als deutscher<lb/>
Zulieferer gewesen ist, bleiben könnte. Bauknecht Österreich wird 41 Mio.<lb/>
pro Monat Lohnkosten haben, die insgesamt in einer Höhe von 123 Mio. von<lb/>
Insolvenzausgleichs IESG gesichert werden sollen. Darüber hinaus<lb/>
möchte Bauknecht noch für 2 Urlaubswochen von der Arbeitsmarktförderung<lb/>
19,5 Mio. S. Die Landesregierung ist bereit 60 Mio. Landeshaftung zu ge<lb break="no"/>ben, wenn die Direktoren <rs type="person" ref="#per__1137774">Plocher</rs> und <rs type="person" ref="#per__1137861">Musil</rs> als Geschäftsführer be<lb break="no"/>stellt werden. Bis jetzt ist als einziger Geschäftsführer nur Herr<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1137776">Bauknecht</rs> im Handelsregister eingetragen. Mit dieser Landeshaftung<lb/>
würde dann die VÖEST-Alpine eine Produktion für Bauknecht aufnehmen,<lb/>
die 6 Wochen Produktionszeit hat, einmal mehr wird eben ein Betrieb auf<lb/>
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und niemand weiß, wie es in Zukunft wirklich weitergehen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_38">In der Top-Investitionsaktion ist vorgesehen, daß zwei Beamte der FGG,<lb/>
zwei des BKA, zwei des Finanzministeriums und SC <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> als Beobachter<lb/>
festlegen, ob ein Kredit die <choice><choice><sic>mindest 430 Punkte</sic><corr>430 Mindestpunkte?</corr></choice></choice> in der Bewertung er<lb break="no"/>reicht. NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> hat nun von den VMW eine Aufbereitungsanlage vorge<lb break="no"/>legt, die mit 415 Punkten klassifiziert wurde. <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> ist der berech<lb break="no"/>tigten Meinung, daß in so einem Fall ein Ministerkomitee, wie es auch<lb/>
früher bei den Kreditvergaben war, latzten Endes entscheiden müßte,<lb/>
damit außer den streng zu beurteilenden Kriterien dann doch eine In<lb break="no"/>stanz existiert, die bei geringer Unterschreitung dann aus politischen<lb/>
Gründen erklärt, daß man trotzdem diese Investition finanzieren sollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_39">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte bring dies bei der nächsten Beiratssitzung<lb/>
zur Sprache.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_40">Die Fremdenverkehrsagenden im WIFO würden jetzt von niemanden mehr im<lb/>
besonderen wahrgenommen. <rs type="person" ref="#per__114653">Schulmeister</rs> hat sich jetzt ganz auf Progno<lb break="no"/>setechnik verlegt. Sein Nachfolger <rs type="person" ref="#per__126277">Haase</rs> ist jetzt zu Chemometall abge<lb break="no"/>wandert und ein gewisser <rs type="person" ref="#per__133327">Smeral</rs> macht dies nur so nebenbei. <rs type="person" ref="#per__131107">Grossen<lb break="no"/>dorfer</rs> meint, ich sollte darüber dem Leiter des Instituts, <rs type="person" ref="#per__131086">Kramer</rs>, einen<lb/>
Brief schreiben, dies halte ich nicht für zweckmäßig, da dieser dann<lb/>
sofort mit entsprechenden zusätzlichen Subventionsansuchen kommen wird.<lb/>
Viel wichtiger erscheint mir, daß jetzt SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> einmal <choice><choice><sic>mit</sic><corr>im</corr></choice></choice> Wirtschafts<lb break="no"/>forschungsinstitut vorfühlt, wie dort überhaupt in Hinkunft die Frem<lb break="no"/>denverkehrsagenden behandelt werden sollen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-06-11_41">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte mir darüber zu berichten.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 11.6.1982</head>
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               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName type="label">Burkert, Franz</persName>
               <persName><surname>Burkert</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Präs. Kammer d. Wirtschaftstreuhänder</occupation>
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               <persName type="label">Fabrizii, Christoph</persName>
               <persName><surname>Fabrizii</surname><forename>Christoph</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Peyerl, Fritz</persName>
               <persName><surname>Peyerl</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <persName type="label">Schickelgruber, Hans</persName>
               <persName><surname>Schickelgruber</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Bgm. St. Pölten</occupation>
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               <persName type="label">Meszaros, Kurt</persName>
               <persName><surname>Meszaros</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation/>
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               <persName type="label">Blaha, Hermann</persName>
               <persName><surname>Blaha</surname><forename>Hermann</forename></persName>
               <occupation>AK</occupation>
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               <persName type="label">Klement, Walter</persName>
               <persName><surname>Klement</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Leiter ÖFVW-Außenstelle Frankfurt/Main</occupation>
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               <persName type="label">Zolles, Helmut</persName>
               <persName><surname>Zolles</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Direktor ÖFVW</occupation>
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               <persName type="label">Kahane, Karl</persName>
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               <occupation>Unternehmer</occupation>
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               <persName type="label">Gaisbacher, Josef</persName>
               <persName><surname>Gaisbacher</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Landesfremdenverkehrsamt Stmk. (Tirol?)</occupation>
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