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            <title type="main">Dienstag, der 11. Mai 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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                  <idno type="signature">Band65_1982-05-11</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_01">Dienstag, 11. Mai 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_02">Der pakistanische Industrieminister besuchte die UNIDO. Zwischen Öster<lb break="no"/>reich und Pakistan gibt es einen sehr geringen Handelsverkehr. Im Vor<lb break="no"/>jahr 115 Mio. S Importe und 190 Mio. S Exporte. Die VÖEST-Alpine<lb/>
hat zwei Projekte und Lenzing ein Projekt in Pakistan laufen. Ich er<lb break="no"/>suchte den Minister, er sollte unseren Firmen die notwendige Unter<lb break="no"/>stützung bei Offertlegung und womöglich beim Zuschlag geben, damit im<lb/>
Follow-up seines Besuches doch unser Handelsverkehr sich wesentlich<lb/>
verbessern würde. Er verwies darauf, daß <choice><choice><sic>sie</sic><corr>es</corr></choice></choice> sich in Pakistan um öffent<lb break="no"/>liche aber auch private Firmen handelt. Die nach ihrem Wirtschaftssystem<lb/>
ähnlich dem unseren die eigene Entscheidung nun zu treffen hat. Größere<lb/>
Möglichkeiten sieht er in der agrarverarbeitenden Industrie, derzeit<lb/>
exportieren sie Reis, Zucker, Baumwolle, und hier wird die verarbeiten<lb break="no"/>de Industrie ausgebaut, respektive verbessert. Selbstverständlich wurde<lb/>
ich einmal mehr wieder von dem Minister nach Pakistan eingeladen. Zum<lb/>
Glück war ich einmal 1972 nach China. Fuhr auf der Hinreise, da ich da<lb break="no"/>mals mit der Pakistan Air geflogen bin, in Islamabad und auf dem Rückflug<lb/>
in Karatschi. Wodurch ich zwar die Einladung dankend annahm, aber gleich<lb break="no"/>zeitig erklärte, daß ich sicherlich nicht vor den nächsten Nationalrats<lb break="no"/>wahlen im April dazukommen würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_03">In der Ministerratsvorbesprechung berichtete <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, daß jetzt eine<lb/>
Demonstration der Studentengruppe <choice><choice><sic>Yes</sic><corr>JES?</corr></choice></choice> gegen das Konferenzzentrum am<lb/>
Ballhausplatz durchgeführt werden wird, da man sich mit ihm wegen des<lb/>
Zeitpunktes gar nicht ins Einvernehmen gesetzt hat, denkt er nicht daran,<lb/>
die Delegation der Demonstranten zu empfangen. Tatsächlich kamen dann<lb/>
50 Teilnehmer. Der Präsidialist SC <rs type="person" ref="#per__116956">Zeleny</rs> hat die Resolutionen entgegen<lb break="no"/>genommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_04"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kritisierte auch, daß die CA jetzt mit <choice><choice><sic>Yes</sic><corr>JES?</corr></choice></choice> ein Seminar verein<lb break="no"/>bart hat. Der Organisator Dr. <rs type="person" ref="#per__1137766">Hartig</rs> <add>[ev. Falschidentifikation, Anm.]</add> hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dazu eingeladen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird jetzt die CA fordern, daß sie auch einen Kostenanteil von<lb/>
Besuch des Nationalökonomen <rs type="person" ref="#per__1137535">Tobin</rs> im Renner-Institut übernimmt. Er<lb/>
ist sehr gespannt, ob sie dies akzeptieren wird kritisiert aber, wenn<lb/>
die Creditanstalt oder die Banken überhaupt jetzt in den politischen<lb/>
Kampf immer stärker sich einschalten, man sich nicht wundern darf, daß<lb/>
die Raiffeisenkassen dadurch ermutigt werden, in der Unterstützung der<lb/>
ÖVP noch weiterzugehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_05">Vom BKA hat <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> mit <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> und <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> die Lehrlingsproblema<lb break="no"/><pb n="65-0545" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-05-11_0545.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>tik besprochen. Seit 1970, wo es 1800 Lehrlinge gegeben hat, wurden dann<lb/>
im Laufe der Jahre 1300 Jugendliche auch aufgenommen. In diesem Jahr<lb/>
sollen es 2500 Lehrlinge sein und 2100 Jugendliche. Darüber <choice><choice><sic>wird</sic><corr>werden</corr></choice></choice> noch<lb/>
200 Lehrlinge für die Werkstätten und Labors der UNI und für das<lb/>
Bundesheer 110 Praktikanten bei der Gendarmerie, derzeit gibt es solche<lb/>
nur bei der Polizei, 40 Praktikanten bei den elektronischen Datenverar<lb break="no"/>beitungsstellen, 250 Jugendliche als Vertragsbedienstete, Schreib- und<lb/>
Kanzleikräfte und 100 Jugendliche als sonstige Praktikanten aufgenommen<lb/>
werden. Insgesamt wird der Bund 700 zusätzliche Jugendliche unterbringen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_06">Über dieses Ergebnis hat dann auch Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> nachmittags in<lb/>
der Fraktion des Österr. Gewerkschaftsbundes berichtet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_07"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verwies dann auf den Katholikentag im September 83. Manche<lb/>
wollen daraus ein Politikum machen, er ist fest davon überzeugt, daß<lb/>
es eine sozialistische Regierung noch geben wird, daß man sich daher<lb/>
jetzt schon mit den Organisatoren insbesondere mit den Kardinal ins Ein<lb break="no"/>vernehmen setzen wird, da ja auch ein Papstbesuch bei dieser Gelegenheit<lb/>
vorgesehen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_08">Für das OPEC-<choice><choice><sic>Amsic</sic><corr>Amtssitz?</corr></choice></choice>-Abkommen war vorgesehen, daß nach Ausziehen der Natio<lb break="no"/>nalbank das Grand Hotel dafür zur Verfügung gestellt werden soll. Beamte<lb/>
hätten aber trotz des erklärten Willens vom Bundeskanzler erklärt, es<lb/>
gäbe andere Vorstellungen. Ein Renovieren dieses ehemaligen alten Hotels<lb/>
und neu eröffnen, sei unrentabel. Die großen Hotelketten bauen heute gar<lb/>
nicht mehr im Zentrum. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> verteidigte seinen Beamten, SC <rs type="person" ref="#per__130520">Waiz</rs>, und<lb/>
meinte, man hätte ja vorgesehen, daß mehrere Angebote OPEC gemacht werden<lb/>
sollen. Es war niemals die Rede, daß es hierbei um ein symbolischen Miete<lb/>
wie bei der UNO 1,-- S, sondern eben nur um einen günstigen Preis handeln<lb/>
würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_09"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kam auf das Volksbegehren der ÖVP zu sprechen und meinte, das<lb/>
rührt an die österr. Seele. Draußen wird jetzt von der ÖVP eine Anti-Wien-<lb/>
Stimmung propagiert. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> hat bei der Fernsehsendung mit ihm keine Argu<lb break="no"/>mente gebracht, sondern nur Propagandarede gehalten. <rs type="person" ref="#per__118217">Karajan</rs> hätte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreis<lb break="no"/>ky</rs> nachher angerufen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> liebt es, auf Einzeltelefongespräche oder<lb/>
sonst Erlebnisse einzugehen. Unter anderem hätte ein Taxler sich bei ihm<lb/>
sehr positiv geäußert, weil natürlich von den Stadthotels, wenn sie in die<lb/>
Hofburg, Konferenzzentrum die Leute führen, weniger verdienen als wenn sie<lb/>
eben dann zur UNO-City rausfahren werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_10">Die ÖVP predigt eine immer größer populistische Politik, dies hätte in<lb/>
<pb n="65-0546" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-05-11_0546.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>der Vergangenheit zu faschistischer Entwicklung geführt und auch in<lb/>
anderen Staaten sei diese Gefahr vorhanden. Er studiere jetzt die<lb/>
Ministerratsprotokolle der I. Republik. Im ersten Band hätte er nachge<lb break="no"/>lesen, daß man auf <rs type="person" ref="#per__114126">Adolf Hitler</rs> Einreiseverbot aufgehoben hat, als Bür<lb break="no"/>germeister <rs type="person" ref="#per__114986">Seitz</rs> als Landeshauptmann fragte, ob die Regierung beim Verbot<lb/>
bleibt, wenn er ein solches neuerdings ausspricht, hat <rs type="person" ref="#per__1137767">Rintelen</rs> ihm ge<lb break="no"/>antwortet, nein. Im 2. Band kann man jetzt nachlesen, wie Waffenschiebe<lb break="no"/>rei in Hirtenberg aufgeflogen ist und wie man damals reagierte, auf eine<lb/>
Protestnote der westlichen Großmächte hätte der Ministerrat beschlossen<lb/>
Überhaupt nicht darauf zu reagieren. Die Intransigenz der Christl.-Soz.<lb/>
waren schon in der Monarchie verheerend und in der 1. Republik waren es<lb/>
die Kleriko-Faschisten. Diese Entwicklung mitmachten, sogar förderten.<lb/>
Damals wurde diese Anti-Wien-Stimmung systematisch gefördert und der<lb/>
Marsch auf Wien angekündigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_11">Beim <rs type="person" ref="#per__113024">Schiwkow</rs>-Besuch hat er jetzt veranlaßt, daß dieser nicht nach Salz<lb break="no"/>burg fährt, sondern ins Burgenland. Auch bei dem Besuch des Ministerprä<lb break="no"/>sidenten <rs type="person" ref="#per__121042">Strauß</rs> wird dieser nicht nach Salzburg, sondern nach Linz einge<lb break="no"/>laden. Salzburger Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs>, aber auch der Vorarlberger<lb/>
<rs type="person" ref="#per__118211">Keßler</rs> seien die größten Schreier gegen das Konferenzzentrum. In Bre<lb break="no"/>genz aber hätte man ein Landhaus um 650 Mio. S errichtet, das überhaupt<lb/>
keine Umwegrentabilität hätte. Die 6 ÖVP-LH beginnen jetzt einen Krieg<lb/>
gegen die Regierung, wenn sie wollen, sollen sie ihn haben. Diese Poli<lb break="no"/>tik muß eine Reaktion der Regierung auslösen. Er bittet die Minister,<lb/>
diese Politik nicht zu konterkarieren. <rs type="person" ref="#per__113822">Halsauer</rs> hat jetzt vom Bundespräsi<lb break="no"/>denten eine Auszeichnung bekommen. Er wird sie ihm nicht im BKA über<lb break="no"/>reichen. LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__110148">Moritz</rs>, mit dem er gesprochen hat, ist mit dieser Poli<lb break="no"/>tik einverstanden. Da ich auch in der Vergangenheit mit den LH fast<lb/>
nichts zu tun habe, ergibt sich für mich keine besondere Situation. Außer<lb break="no"/>dem bin ich fest davon überzeugt, daß sich dieser Zustand früher oder<lb/>
später ändern wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_12">Die Besprechung mit den Slowenen hat er abgesagt, weil man auf die Bahnhofs<lb break="no"/>besetzung in Klagenfurt durch die slowenische Minderheit weiter reagieren<lb/>
muß. Innenminister <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> ergänzte, daß es<add>[sich]</add> jetzt um eine Aktion der<lb/>
slowenischen Hochschülergruppe handelt. In der Vergangenheit waren es<lb/>
slowenisches Gymnasium. <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> meinte, in den Jahren 80, 81 hätte es<lb/>
dutzendmale diese Bahnhofsbesetzung gegeben, man könne zweisprachige<lb/>
Karten ohne weiteres kaufen. Was jetzt verlangt wird ist, daß jetzt auch<lb/>
in den Zügen jetzt von Schaffnern auf Slowenisch verlangt wird, da die<lb break="no"/>ser darauf nicht reagieren kann oder will, man nichts bezahlt und sich<lb/>
<pb n="65-0547" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-05-11_0547.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>daraus dann Amtshandlungen mit Verfahren ergeben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> stellte fest,<lb/>
daß man auf Druck reagieren muß, die Slowenen gehen nicht in die Beiräte,<lb/>
haben aber große Wünsche. Die österr. Minderheit wird aber von Radi<lb break="no"/>kalen, Klerikalen, deren Sitz in Rom ist, unterstützt. Sollte Jugosla<lb break="no"/>wien anfragen, wird man auf Kosovo hinweisen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_13">Neuerdings erwähnte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, daß der außenpolitische Beirat jetzt einge<lb break="no"/>schaltet wird, bezog sich dabei aber glaube ich auf die Waffenex<lb break="no"/>porte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_14">Die Wirtschaftssituation, so berichtete <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zu meiner größten Über<lb break="no"/>raschung im Unterschied von der letzten Ministerratsvorbesprechung, ver<lb break="no"/>bessert sich, die Exporte steigern sich und es ist sogar eine Steigerung<lb/>
der Inlandsproduktion um 4 % festzustellen. Die Kronen-Zeitung, <rs type="person" ref="#per__114719">Wailand</rs>,<lb/>
hat sehr negativ über die Regierungstätigkeit in Wirtschaftsfragen be<lb break="no"/>richtet, das dürfe man sich auch nicht gefallen lassen, man müsse sich<lb/>
überhaupt jetzt mehr dagegen wehren. In einem halben Jahr sei es zu<lb/>
spät, weil der Wahlkampf dann in vollem Gang sein wird. Bei der positiven<lb/>
Entwicklungsaussage <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> über die Wirtschaft mußte ich niesen, er<lb/>
sagte, daß es wahr ist und ich erklärte, dies hätte ich ja bereits vor<lb/>
einer Woche in der Ministerratsvorbesprechung im Detail geschildert, daß<lb/>
die österr. Wirtschaft sich wesentlich besser entwickelt als prognosti<lb break="no"/>ziert und ich deshalb ja auch einmal mehr als Optimist kritisiert wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_15">Semperit hat jetzt endlich mit den Japanern die Kooperation begonnen,<lb/>
in keinem Punkt aber wurde von dem Vorstandsdirektor, auch von <rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs>,<lb/>
der im Fernsehen interviewt wurde, erwähnt, daß die Bundesregierung<lb/>
durch ERP-Mittel und Zuschüsse des Sozialministers wesentlich dazu beige<lb break="no"/>tragen hat, daß Semperit überhaupt diese Produktion aufnehmen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_16">In den Zeitungen wird keine substanzielle politische Frage besprochen,<lb/>
auch Bundesobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> wünscht eine Aussprache mit ihm, nachdem er vorher<lb/>
frech diskutiert, in den Versammlungen natürlich noch viel mehr als im<lb/>
Fernsehen. Bei dieser Aussprache wird es wahrscheinlich nur darum gehen,<lb/>
jetzt den neuen Generaldirektor der ÖMV womöglich zu vereinbaren, der<lb/>
unmögliche drittklassige Elin-Mann <rs type="person" ref="#per__151979">Hübl</rs> ist der ÖVP-Kandidat, sollte er<lb/>
vorgeschlagen werden, wird <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sofort darauf reagieren, daß dieser<lb/>
Posten ausgeschrieben werden muß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_17">Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> teilte mit, daß auch Generaldirektor <rs type="person" ref="#per__126941">Musil</rs> mit<lb/>
1. Jänner 83 sich von der Tabakregie ausscheiden wird, und daß man sich<lb/>
auch darüber geeinigt hat, eine Ausschreibung vorzunehmen, betriebs<lb break="no"/><pb n="65-0548" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-05-11_0548.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>intern gilt der jetzige Vorstandsdirektor <rs type="person" ref="#per__127117">Leidinger</rs> als der beste Mann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_18"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> fragte an, wie es mit dem Volksbegehren jetzt weitergeht. Am<lb/>
ersten Tag seien 4 x so viel in Wien zur Unterschrift gegangen, als bei<lb/>
dem Kernkraftwerksvolksbegehren, für das man mehr oder minder die Sozia<lb break="no"/>listen als Urheber bezeichnete, selbst im 11. Bezirk 2 x so viel und im<lb/>
1. Bezirk sogar 10 x so viel. Es ist ohne weiteres möglich, daß die Milli<lb break="no"/>onengrenze überschritten wird. Die Erlässe der Landeshauptleute von NÖ<lb/>
und OÖ wurden jetzt auf Weisung des Innenministers, daß man den Gemein<lb break="no"/>den die Unterlagen auszuhändigen hat, zurückgenommen. Er fragte <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs>,<lb/>
wie es mit der Steiermark steht. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, es sei ohne weiteres<lb/>
möglich, daß die Millionengrenze überschritten wird, da alle Medien gegen<lb/>
das Konferenzzentrum sind. Mit dem Kernkraftwerksvolksbegehren könne<lb/>
man es überhaupt nicht vergleichen. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> erklärte, daß am ersten Tag in<lb/>
Wien 25.000 unterschrieben haben, das sind 2 %. Für das Kernkraftwerk<lb/>
waren es 6.200. In Graz und in Salzburg ist es wesentlich höher, 3,5 –<lb/>
4 %. Sicherlich trägt dazu bei, daß die ÖVP die Wähler mit Abstimmungs<lb break="no"/>vorgangskarten versorgt, ähnlich wie sie bei der Volksbefragung in Wien<lb/>
verwendet werden. LH <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> hat an die Gemeinden einen Erlaß, daß Zeu<lb break="no"/>gen beim Ermittlungsverfahren zuzulassen sind, herausgegeben, weshalb<lb/>
auch er keinen Weisungserlaß wie <choice><choice><sic>an</sic><corr>?</corr></choice></choice> NÖ und an Salzburg schicken konnten.<lb/>
Er hat in einem <choice><choice><sic>Briefform</sic><corr>?</corr></choice></choice> aber an die Bürgermeister in der Steiermark<lb/>
mitgeteilt, daß er eine andere Rechtsansicht hat. Bgm. <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> hat aber<lb/>
für Graz bereits eine diesbezügliche Weisung erlassen und der Leiter<lb/>
des statistischen Amtes hat daher jetzt von <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs>, rechtlich allerdings<lb/>
fraglich, gleich direkt eine Weisung bekommen, Wahlzeugen nicht zuzu<lb break="no"/>lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_19"><rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> erklärte, daß man die bisherigen Volksbegehren mit dem jetzigen<lb/>
der ÖVP nicht vergleichen kann, die 150.000, die die ÖVP jetzt bereits<lb/>
hat, ist ein absoluter Rekord. Bei den bisherigen Volksbegehren haben die<lb/>
Unterschriften, die bereits zur Einleitung gegeben wurden, dann nicht<lb/>
mehr neuerdings gegeben werden müssen, weil diese dann automatisch da<lb break="no"/>zugezählt werden. Diesmal ist das Volksbegehren aber von Abgeordneten<lb/>
initiiert, weshalb die Aktivisten natürlich gleich am ersten Tag alle<lb/>
auf Aufforderung der Partei zur Unterschrift gegangen sind. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs><lb/>
fragte mich ganz betrübt, ob ich auch meine, daß die Millionengrenze über<lb break="no"/>schritten wird. Ich glaube nicht. Außerdem wäre es, so müßte man es dar<lb break="no"/>stellen, dann noch immer nicht ein entscheidender Erfolg, denn die ÖVP<lb/>
hat 2 Mio. Wählerstimmen, behauptet sogar noch, 1/3 der Sozialisten sind<lb/>
auch gegen das Konferenzzentrum, weshalb also auch dann noch ein verhält<lb break="no"/>nismäßig sehr geringer Prozentsatz wirklich unterschreiben geht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_20"><rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> berichtete über die Jugendproblematik und insbesonders über die<lb/>
Gespräche mit den Betriebsräten bezüglich des General-Motors-Besuches.<lb/>
Außerdem wollte sie noch einmal bestätigt haben, daß Spenden für die<lb/>
Polenhilfe nach dem 31. März nicht mehr von der Regierung verdoppelt<lb/>
werden, obwohl jetzt aus der Steiermark eine weitere Liste gekommen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_21">Im Ministerrat wurde alles einvernehmlich genehmigt, auch die zurückge<lb break="no"/>stellte Bergbaugesetznovelle vom Landwirtschaftsminister akzeptiert,<lb/>
nachdem ich den erläuternden Bemerkungen feststellen ließ, daß sich in<lb/>
seiner Kompetenz sich nichts ändert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_22"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verwies auf die Jugendbeschäftigungsmöglichkeit und die Mehrein<lb break="no"/>stellung beim Bund. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> auf seinen <choice><choice><sic>viermündigen</sic><corr>?</corr></choice></choice> Bericht, den Irak-Be<lb break="no"/>such usw. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> besucht die Münchner Landwirtschaftsmesse und <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs><lb/>
Griechenland, die europ. Justizministerkonferenz.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_23">In der amerik. HK hielt ich einen Vortrag über aktuelle Wirtschaftsprob<lb break="no"/>leme unter besonderer Berücksichtigung des Außenhandels. Ich habe ihn ge<lb break="no"/>nauso sozusagen frei von der Leber her weg gehalten, wie bei der Schwei<lb break="no"/>zer HK in Zürich. Als Draufgabe hat man mich noch ersucht, ob ich tat<lb break="no"/>sächlich nach der Diskussion, die nur einige Punkte umfaßt und nicht be<lb break="no"/>sonders gravierend war, nicht doch mit der Mundharmonika spielen würde.<lb/>
Für die Amerikaner selbstverständlich das Lied "We shall overcome", wo<lb break="no"/>bei ich meinte, nachdem dieses Friedensbewegungslied nicht für alle pas<lb break="no"/>send war, wir werden siegen, bezieht sich auf die ökonomische Situation.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_24">Die engl. Feuerzeugfabrik Ronson hat in Großbritannien keine Möglichkeit<lb/>
ihren Schichtbetrieb auszuweiten, deshalb will sie nach Österreich kom<lb break="no"/>men, bietet einer österr. Firma entweder Joint venture oder kauft eine<lb/>
entsprechend stillgelegte Fabrik. Da <choice><choice><sic>dieser</sic><corr>?</corr></choice></choice> Firmenvertreter von der Vös<lb break="no"/>lauer Heilwasser, <rs type="person" ref="#per__118321">Walz</rs> zu uns gebracht wurde, hat <rs type="person" ref="#per__118321">Walz</rs> sofort die Vös<lb break="no"/>lauer Textilwerke empfohlen. Ich selbst aber erklärte, daß es ausschieß<lb break="no"/>lich in der Entscheidung der englischen Firma liegt. Was das Handelsmini<lb break="no"/>sterium aber jetzt sofort alles unternehmen wird, um die Entscheidungsgrund<lb break="no"/>lagen insbesondere alle Angebote, die uns bekannt sind, der Firma mitge<lb break="no"/>teilt werden. MR <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> wird dies bevorzugt behandeln. Das neue bei die<lb break="no"/>ser Investition wäre nämlich, daß Ronson bereit ist, hier 80 Mio. $ Gas<lb break="no"/>ausrüstung für Feuerzeuge und für 60 Mio. $ Feuerzeuge eine Absatzgaran<lb break="no"/>tie zu geben. Die Firma selbst vermarktet nicht, sie verkauft nur an die<lb/>
Abnehmer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> soll unbedingt laufend berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_26">Der nicaraguanische Außenhandelsminister, der sich in einer großen Dele<lb break="no"/>gation mit dem Ministerpräsidenten jetzt zu einer Österreich-Good-will-<lb/>
Tour in Wien aufhält, hat mir die Fragen der Verbesserung der Wirt<lb break="no"/>schaftsbeziehungen besprochen. Im Vorjahr importierten wir für 149 Mio.<lb/>
und haben nur für 16 Mio. S exportiert. Die Nicaraguaner brauchen drin<lb break="no"/>gendst Kredite. Der Ministerpräsident hat jetzt mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> einen 100-<lb/>
Mio.-S-Kreditrahmen unterzeichnet. Was sie erwarten, ist <choice><choice><sic>eine</sic><corr>ein?</corr></choice></choice> für ihre<lb/>
Verhältnisse Zollsenkungsübereinkommen. Ich selbst konnte ihm sofort die<lb/>
Zollbegünstigung ohne Gegenleistung für handwerklich hergestellte Waren<lb/>
anbieten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_27">In der ÖGB-Bundesfraktionssitzung hat Sts. <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> über die Lehrlings<lb break="no"/>situation berichtet. Insbesondere unterstreicht sie immer wieder, daß<lb/>
dies im engsten Einvernehmen mit dem Handelsministerium geschieht. SC<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hat mir auch bestätigt, daß jetzt eine sehr gute Kooperation be<lb break="no"/>steht. Ich wurde aufgefordert, über die Wirtschaftssituation zu berich<lb break="no"/>ten. Auch dort hatte man sofort erklärt, man erwartet von mir so wie<lb/>
immer eine optimistische Aussage. In der Diskussion mußte <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> bestäti<lb break="no"/>gen, daß dies auch zutrifft. IFES hätte jetzt in einer Meinungsumfrage<lb/>
sogar festgestellt, daß auch innerhalb der Bevölkerung im März ein<lb/>
Umschwung zum Positiven festzustellen ist. Der Vorsitzende der Steuer<lb break="no"/>kommission <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs> berichtete dann, daß die Überstundenregelung, die<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> verlangte, eine stärkere Besteuerung innerhalb der Steuerkommis<lb break="no"/>sion vereinbart wurde, jetzt die einzelnen Gewerkschaften aufzufordern,<lb/>
kurz ihre Meinung und ihre besonderen Verhältnisse dem Gewerkschaftsbund<lb/>
mitzuteilen. Erst dann wird über diesen Vorschlag genauer und im Detail<lb/>
diskutiert werden. Zentralsekretär <rs type="person" ref="#per__97727">Marsch</rs> berichtet dann über das Volks<lb break="no"/>begehren und behauptete, daß es Fälle gibt, daß bereits am Samstag z.B.<lb/>
<choice><choice><sic>in</sic><corr>im?</corr></choice></choice> Spital i. Ried Unterschriften geleistet respektive abverlangt wurden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_28">Anläßlich des 75. Bestandes der Zentralsparkasse hat Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> zu ei<lb break="no"/>nem großen Empfang im Rathaus gegeben. Da ich mich ein wenig verspätete<lb/>
und erst zu der Begrüßungsansprache von GR <rs type="person" ref="#per__114543">Pöder</rs> für die Gemeindebedien<lb break="no"/>steten und Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> für den ÖGB gekommen bin, hat <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> mich nachher<lb/>
sogar noch besonders begrüßt. Obwohl von seiten der Regierung sowieso<lb/>
Sozialminister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> anwesend war. Ich habe mit den Vertretern der<lb/>
Z neuerdings über die Frage der Stelzhammer-Lokalvermietung gesprochen.<lb/>
Dir. <rs type="person" ref="#per__116108">Haiden</rs> wird sich mit der Firma noch einmal ins Einvernehmen setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: bitte mit <rs type="person" ref="#per__1137770">Van Staden</rs>, Fa. Stelzhammer verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_30">Im Klub der Bezirksräte wurde die nächste von der ÖVP außerordentlich<lb/>
verlangte Bezirksratssitzung bis ins letzte Detail besprochen. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs><lb/>
flüsterte mir, wenn wir dies im Parlament auch so machen würden, müß<lb break="no"/>ten wir Tag und Nacht beisammen sitzen. Zuletzt habe ich auch dann dort<lb/>
einen politischen und wirtschaftlichen Bericht geben können, an den sich<lb/>
aber interessanterweise gar keine Diskussion anschloß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-11_31">Ein Sänger, der auch mit meinem Sohn gemeinsam vor Jahrzehnten in der<lb/>
Jazzkapelle Spinning Wheel mitgewirkt hat, hat jetzt mit eigenen Platten<lb/>
einen Riesenerfolg, da er bereits 50.000 in Österreich verkauft hat, hat<lb/>
er die goldene Schallplatte bekommen. Sein Künstlername ist <rs type="person" ref="#per__1137771">Falco</rs>. Sein<lb/>
richtiger bürgerlicher Name ist <rs type="person" ref="#per__1137771">Hansi Hölzel</rs> und der größte Hit ist "Der<lb/>
Kommissar". Ich habe bei der Überreichung dieser Schallplatte mit ihm<lb/>
längere Zeit unterhalten. Ich habe ihm sofort gesagt, er hat erkannt,<lb/>
daß jetzt die englische Welle schön langsam zu Ende geht und daß man<lb/>
wieder in Deutschland und in Österreich deutsche Songs bevorzugt. Er<lb/>
ist auch fest davon überzeugt, daß er die deutsche goldene Schallplatte<lb/>
bekommen wird. Dazu muß er 500.000 verkauft haben, jetzt hat er bereits<lb/>
460.000 auch in Deutschland abgesetzt. Ich habe mich für ihn sehr ge<lb break="no"/>freut und ihm auch herzlichst gratuliert.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 11.5.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 132. Ministerratssitzung, 11.5.1982</head>
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            <head>hs. Notizen auf überholter/unvollst. TOP-Liste</head>
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            <head>Nachtrag TO 132. Ministerratssitzung, 11.5.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>Wirtschaftsredakteur Kronen-Zeitung</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <persName type="label">Strauß, Franz Josef</persName>
               <persName><surname>Strauß</surname><forename>Franz Josef</forename></persName>
               <occupation>bayrischer Min.präs.</occupation>
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               <persName type="label">Karajan, Herbert von</persName>
               <persName><surname>Karajan</surname><forename>Herbert von</forename></persName>
               <occupation>Dirigent</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
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               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <occupation>Dir. Z, Kassier SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Albrecht, Anneliese</persName>
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               <occupation>Sts. HM</occupation>
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               <occupation>LH Sbg.</occupation>
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               <occupation>GD Tabakregie/Austria Tabak</occupation>
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               <occupation>LH Vbg., ÖVP</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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