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            <title type="main">Montag, der 10. Mai 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_01">Montag, 10. Mai 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_02">Das Donaueuropäische Institut hat gesponsert durch die Länderbank eine<lb/>
chinesische Volksrepublik Delegation zu einem Symposium in Wien.<lb/>
Zur Begrüßung hatte man auch mich als Handelsminister ersucht, einige<lb/>
Worte zu sagen. Da wir seit 72 einen Handelsvertrag, den ich sogar da<lb break="no"/>mals in Peking unterzeichnete, und seit 80 ein Kooperationsabkommen<lb/>
haben, wären alle Voraussetzungen theoretisch geschaffen, damit der<lb/>
chinesisch-österreichische Außenhandel wesentlich stärker sein könnte<lb/>
als er es ist. Tatsächlich wurde nach Abschluß des Handelsvertrages<lb/>
eine Verstärkung des chinesisch österreichischen Außenhandels verzeich<lb break="no"/>net, aber sehr bald dann wieder eine wesentliche Reduktion unserer<lb/>
Exporte. Die Chinesen selbst haben durch ständige politisch bedingte<lb/>
Änderungen, Kulturrevolution, Gegenrevolution, jetzt wieder die Politik<lb/>
des Readjustierens, Perioden wo sie im Ausland und damit auch in Öster<lb break="no"/>reich mehr kaufen und dann wieder wo sie restriktiv vorgehen. Ich<lb/>
verwies darauf, daß die Kontakte sehr wichtig sind, aber daß Kontrakte<lb/>
auch aus diesem Symposium zumindestens vorbereitet zwischen Firmenver<lb break="no"/>tretern und den doch fast 1 Dutzend Anwesenden chinesischen Wirtschafts<lb break="no"/>vertretern abgeschlossen werden müßten. Einmal mehr überraschte mich<lb/>
der ehemalige FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat, Botschafter a.D. <rs type="person" ref="#per__97490">Gredler</rs>,<lb/>
der in Chinesisch die Delegation begrüßte. Noch mehr überrascht war<lb/>
ich als ich das Tagungsprogramm lesen konnte. Hier waren wirklich nur<lb/>
kurze Einleitungsreferate vorgesehen und dann tagelang Vormittag und<lb/>
Nachmittag bilaterale Gespräche zwischen Firmenvertretern und der<lb/>
chinesischen Delegation. Es war das größtmögliche Arbeitstagungs<lb break="no"/>symposium oder man konnte mit den Chinesen keine wie immer gearteten<lb/>
anderen Tagesprogramme festlegen, das letztere habe ich angenommen,<lb/>
weshalb ich diese anerkennenswerte Absicht des Symposiums besonders<lb/>
hervorstrich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_03">Das Journalistenfrühstück wurde im Lusthaus abgehalten, weil als einzige<lb/>
Tagesordnung die Aktivität der ÖFVW bezüglich radelbares Österreich<lb/>
am Programm stand, auch von Wien war Frau Vizebürgermeister <rs type="person" ref="#per__97899">Fröhlich-<lb/>
Sandner</rs> und Stadtrat <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs> zu dieser Pressekonferenz geladen. <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs><lb/>
ist für Sport zuständig und hat dann über die Absicht der Gemeindever<lb break="no"/>waltung auf Errichtung von Fahrradwegen innerhalb der Erholungsgebiete<lb/>
und Grünzonen gesprochen. Wichtiger wäre noch Stadtrat <rs type="person" ref="#per__97561">Hofmann</rs> gewesen,<lb/>
der leider erkrankt ist, denn er ist für Verkehr zuständig und hätte<lb/>
müssen die Konzeption auf den normalen Straßenverbindungen Errichtung<lb/>
<pb n="65-0540" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-05-10_0540.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>von Radfahrwegen referieren. Die Hauptschwierigkeit ist nämlich nicht,<lb/>
daß heute sowieso schon genug Radfahrwege, sei es im Prater oder ande<lb break="no"/>ren Grünzonen, existieren, insbesondere die dann neu hinzukommenden auf<lb/>
der Donauinsel, sondern wie man in diese Erholungsgebiete mit dem Rad<lb/>
kommt, ohne der so gefährlichen normalen Verkehrsstraße ausgesetzt<lb/>
zu sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_04">Ministerialrat <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> erörterte die vom Handelsministerium noch in Auf<lb break="no"/>trag gegebene Studie, wie solche Radfahrwege angelegt sein sollten und<lb/>
wie man eine Radfahrpolitik durchführen müßte. Neue Erkenntnisse gab<lb/>
es dabei auch sehr wenig. Da die Fa. Puch einmal mehr ihr Österreich<lb break="no"/>rad zur Verfügung stellte, hatte diese Firma auch die Möglichkeit<lb/>
ganz kurz ihre Produktion vorzustellen. Die verhältnismäßig große An<lb break="no"/>zahl von Teilnehmern an dieser Pressekonferenz erklärt sich nur dadurch,<lb/>
daß anschließend eben vom Lusthaus durch den Prater, keinesfalls nur durch<lb/>
die Hauptallee, sondern auf den verschiedensten Wegen zum Riesenrad ge<lb break="no"/>radelt wurde. Da am 20. Mai der Nationale Radfahrtag abgehalten wird,<lb/>
ersuchte mich das Fernsehen, welches ausnahmsweise wieder einmal beim<lb/>
Pressegespräch anwesend war, während des Radelns ein diesbezügliches<lb/>
Interview zu geben. Alles was halt optisch und gag-haftig ist, wird von<lb/>
den Massenmedien viel lieber aufgenommen, als eine noch so seriöse Be<lb break="no"/>richterstattung eines Ressorts. Ich möchte mich dabei nicht beklagen,<lb/>
denn noch immer bin ich eben durch die Gags wesentlich mehr im Fernsehen<lb/>
als irgendein anderer Minister, natürlich mit Ausnahme des Bundeskanzlers.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_05">Redakteur <rs type="person" ref="#per__115174">Swietly</rs> möchte eine neue Sendung und fragte mich, ob ich<lb/>
zu Interviews zur Verfügung stehe, was ich natürlich sofort bejahte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__123301">VECSEI</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__115174">Swietly</rs> Kontakt aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_07">SC <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs>, Gruppenleiter <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__116120">Hille</rs> erklärten mir dezidiert,<lb/>
daß sie den Vorschlag der Personalvertreter, Mag. <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs>, dem Dr. <rs type="person" ref="#per__112977">Neu<lb break="no"/>hold</rs> ein Referat zu geben auf das entschiedenste unisono ablehnen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112977">Neuholds</rs> Referat könnte höchstens die vorbereitende Preistätigkeit für<lb/>
Heizöl extra leicht und einige Gaspreise, die noch jetzt amtlich gere<lb break="no"/>gelt sind, umfassen, diese Tätigkeit ist für ein Referat zu gering. <rs type="person" ref="#per__112977">Neu<lb break="no"/>hold</rs> selbst wurde einige Male von ihnen aufgefordert, er soll sich<lb/>
doch auch um andere Aktivitäten bemühen, und hat dies stets abgelehnt.<lb/>
Ihm sonst übertragene Arbeiten hat er selbst beim besten Willen von<lb/>
ihm nicht erfüllen können. Um der Personalvertretung entgegen zu kommen,<lb/>
könnte ein in der Energiesektion tätiger Kanzleibeamter <rs type="person" ref="#per__1137763">Cech</rs> in die Ab<lb break="no"/>teilung V/2 <rs type="person" ref="#per__114624">Obermair</rs> zugeteilt werden, um dort eine bessere Aufstiegs<lb break="no"/><pb n="65-0541" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-05-10_0541.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>möglichkeit zu haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_08">Für den Frachtausgleich wurde der zuständige Beamte, der jahrelang diese<lb/>
Tätigkeit ausübt, <rs type="person" ref="#per__116116">Riedler</rs> sein Arbeitsverhältnis um ein halbes Jahr durch<lb/>
Ministerratsbeschluß verlängert. <rs type="person" ref="#per__116116">Riedler</rs> hat aber in diesem halben Jahr<lb/>
nicht seinen Nachfolger <rs type="person" ref="#per__1137764">Pinczolits</rs> eingeschult, sondern erklärt, jetzt<lb/>
hätte er noch 2 Monate Resturlaub und er würde jetzt gerne in den Urlaub<lb/>
gehen. Dies bedeutet, daß man ihn neuerdings um ein halbes Jahr wieder<lb/>
durch Ministerratsbeschluß verlängern müßte. Dagegen habe ich mich ganz<lb/>
entschieden ausgesprochen. Im Prinzip bin ich überhaupt gegen Verlänge<lb break="no"/>rungen, noch viel mehr aber, wenn es sozusagen auf Etappen geschieht. Wir<lb/>
haben dann nach Zuziehung von SC <rs type="person" ref="#per__131809">Bujatti</rs> der als Präsidialist ja doch<lb/>
die Dienstverhältnisse rechtlich am besten beurteilen kann, vorgesehen,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__116116">Riedler</rs> jetzt zwar in seinen Urlaub geht, während des Urlaubs aber<lb/>
Herrn <rs type="person" ref="#per__1137764">Pinczolits</rs> einschult. Als ich seinerzeit vorgeschlagen habe, den<lb/>
Frachtausgleich überhaupt aufzugeben und erklärte, die Ölfirmen sollen<lb/>
sich dies selbst ausrechnen, hier ist ja nur mehr für Heizöl extra leicht<lb/>
Frachtausgleich zu verrechnen, hat die ÖMV sofort vorgeschlagen, sie ist<lb/>
bereit, den Beamten, der dies rechnet, zu bezahlen. Dies ging aus recht<lb break="no"/>lichen Erwägungen nicht, jetzt aber soll die ÖMV, nachdem <rs type="person" ref="#per__116116">Riedler</rs> mit<lb/>
Halbjahr ausscheidet, diesen dann durch einen Werkvertrag z.B. mit<lb/>
3 Monatsgehältern dafür honorieren, daß er ihr eine Studie ausarbeitet,<lb/>
über die Frachtausgleiche im Bundesdienst durch die amtliche Preisrege<lb break="no"/>lung oder wie immer man sonst diese Studie benennen will. Ich hoffe,<lb/>
daß es gelingt, die rechtlich einwandfreie Lösung für <rs type="person" ref="#per__116116">Riedler</rs> zu fin<lb break="no"/>den.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte auf Einhaltung der von SC <rs type="person" ref="#per__131809">Bujatti</rs> festge<lb break="no"/>legten Richtlinien genau achten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_10">Der sozialistische Personalvertreter <rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs> wollte von mir eine end<lb break="no"/>gültige Erklärung wie es jetzt mit der Ausschreibung <rs type="person" ref="#per__116120">Hille</rs> weitergehen<lb/>
soll. Er selbst meinte es wäre zweckmäßig wenn wir mit der Personal<lb break="no"/>vertretung einen Kompromiß finden könnten, damit wäre ich sofort ein<lb break="no"/>verstanden und erklärte ich <rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs> dezidiert, es kann nichts gegen<lb/>
die Sektionsleitung, in dem Fall sogar noch unterstützt durch Gruppen<lb break="no"/>leiter <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> und <rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs> selbst, entschieden werden. Ich hoffe, daß auch<lb/>
die Personalvertretung unisono einsieht, daß es sich hier nicht um ein<lb/>
Politikum handelt, sondern wirklich nur um eine Fachfrage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte diesen Gesichtspunkt besonders beachten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_12">Im Wiener Vorstand und dann noch viel mehr im Wiener Ausschuß war eine<lb/>
ungeheuer schlechte Präsenz. Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> mußte zu anderen Veranstaltungen,<lb/>
Landesparteisekretär <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> berichtete über die Abwicklung des<lb/>
Landesparteitages, dann gab es eine kurze Diskussion über den Friedens<lb break="no"/>marsch am Samstag, da dieser von der Basis, wie es so schön heißt, or<lb break="no"/>ganisiert war, ergaben sich also verhältnismäßig fürchte ich Unzuläng<lb break="no"/>lichkeiten in der zeitlichen Abwicklung. Ein Tagesordnungspunkt Prä<lb break="no"/>mierung der Bezirkszüge zeigte mir, wie schwierig es ist für die Be<lb break="no"/>zirke die auch eine Prämie bekommen haben. Im zweiten Bezirk hat eine<lb/>
Sektion eine Gefangenengruppe dargestellt und wurde deshalb von der<lb/>
Jury besonders erwähnt. Der Bezirksobmann NR <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs> ersuchte, daß<lb/>
man in die Liste – Großplakate dazuschreibt, eine andere Sektion hat<lb/>
nämlich durch Wochen hindurch riesige Plakate selbst gepinselt und<lb/>
würde es nicht verstehen, daß nur die Idee Gefangene dort mitmarschie<lb break="no"/>ren zu lassen, mehr prämiert wird als ihre Arbeit als Plakatpinsler.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_13">Personell wurde die Berufung der ausgeschlossenen Mitglieder, die sich<lb/>
bei den Personalvertretungswahlen der Gemeindebediensteten auf Alterna<lb break="no"/>tivlisten aufstellen ließen, und die gegen einen Ausschluß berufen haben,<lb/>
behandelt. Auch im Ausschuß wurde darüber viel diskutiert, weil dort<lb/>
der Bericht des Obmanns der Gemeindebediensteten <rs type="person" ref="#per__114543">Pöder</rs> zur Debatte<lb/>
stand. Die Gemeindebediensteten haben mit 88,2 % noch immer eine gigan<lb break="no"/>tische Leistung vollbracht, obwohl sie 1,6 % gegenüber den 78er-Wahlen<lb/>
verloren haben. Die Fraktion christlicher Gewerkschafter hat 1 1/2 %<lb/>
dazugewonnen, hauptsächlich dadurch, daß sie jetzt in einigen Dienst<lb break="no"/>stellen kandidieren konnte. Früher haben diese Leute ungültige Stimmen<lb/>
abgegeben. Die KP ist vernichtet, von 829 zu vergebenden Mandaten hat<lb/>
sie 78 10 bekommen und davon 4 verloren, also nur mehr 6 Mandate. Ein<lb break="no"/>brüche gelangen bei der Feuerwehr, für alle vollkommen unerklärlich, vor<lb/>
25 Jahren war es das letzte Mal, daß die Fraktion christlicher Gewerkschafter<lb/>
dort kandidieren konnte, jetzt haben die Sozialisten dort 1.500 und die<lb/>
Fraktion christlicher Gewerkschafter 300 Stimmen bekommen. In Spitälern<lb/>
wurde schlecht abgeschlossen, darunter auch im Rudolfspital, dort liegt<lb/>
es aber für mich eindeutig klar an dem bisherigen Verantwortlichen Per<lb break="no"/>sonalvertreter <rs type="person" ref="#per__1137765">Polani</rs>, der jetzt durch eine Schwester ersetzt wurde.<lb/>
Wirklich kritisch ist es bei den Sozialarbeitern, Erziehern und in der<lb/>
Stadtplanung. Diese 3 in der Hoheitsverwaltung ressortierenden Gruppen ha<lb break="no"/>ben sich insbesondere durch Alternativlisten ausgezeichnet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_14">Eine weitere Personaländerung ist, daß der Stadtschulrat umbesetzt wird,<lb/>
<pb n="65-0543" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band65/65_1982-05-10_0543.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>dort einige Genossen, die in anderen Funktionen sind, jetzt durch an<lb break="no"/>dere Genossen ersetzt werden. Im Vorstand selbst wurde dann noch über<lb/>
die Bezirksvertretungsablöse auf der Landstraße kurz berichtet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_15">Nach dem Vorstand hat mich Präs. <rs type="person" ref="#per__137476">Bock</rs> von den Tauernkraftwerken ersucht,<lb/>
ich sollte doch überlegen, das Bundesmandat im Aufsichtsrat der TKW von<lb/>
SAFE-Direktor <rs type="person" ref="#per__114474">Kettl</rs> anders zu besetzen. Er kommt fast nie und es ist<lb/>
nicht ganz sicher, ob er wirklich dort die Interessen der TKW oder nicht<lb/>
viel mehr der SAFE vertritt. Da <rs type="person" ref="#per__114474">Kettl</rs> auf einem Bundesmandat nominiert<lb/>
wurde, erklärte ich ihm sofort, man wird bei der nächsten Gelegenheit,<lb/>
da ja die Aufsichtsräte nach wie vor verkleinert werden sollen, 2 Man<lb break="no"/>,date eben SPÖ <rs type="person" ref="#per__114474">Kettl</rs> und dann ein ÖVP-Mandat kürzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte nächstes Jour fixe <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band65_1982-05-10_17">In der AK haben wir nach längere Zeit wieder einmal die Opinion leader,<lb/>
sprich Intelligenzbestien der Landstraße zu einem Referat von NR <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs><lb/>
geladen. Da <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> heute als Parteiobmann-Stellvertreter immer mehr be<lb break="no"/>kannt wird, waren seine Ausführungen insbesondere über die Außenpolitik<lb/>
sehr gefragt und auch dann eingehend diskutiert. Wie nicht anders zu<lb/>
erwarten, wurde zuletzt natürlich auch dann das Konferenzzentrum sozu<lb break="no"/>sagen zum Abschluß ebenfalls hart umstritten. Hier konnte ich einmal<lb/>
mehr feststellen, wie die ÖVP-Propaganda, aber ganz besonders die Massen<lb break="no"/>medien, die sich ja alle gegen das Konferenzzentrum ausgesprochen haben<lb/>
und immer dagegen schreiben, einen tiefgreifenden Einfluß auf diese<lb/>
Diskussion haben. Nach der Zusammenkunft habe ich <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> noch unter 4<lb/>
Augen gesagt, es müßte endlich jetzt eine entsprechende Aufklärung, wenn<lb/>
auch fast schon zu spät, unserer Mitglieder und Wähler bezüglich des<lb/>
Volksbegehrens der ÖPV durchgeführt werden. Ich höre, daß bei den Be<lb break="no"/>zirksämtern Leute erscheinen, die unbedingt unterschreiben wollen, weil<lb/>
sie für das Konferenzzentrum sind. Da sie sich aber nicht auskennen,<lb/>
hängt es ganz von den dort beamteten Vertreter ab, ob er aufklärend wirkt<lb/>
oder ganz einfach nur die formelle Überprüfung, ob der Betreffende dort<lb/>
überhaupt unterschreiben kann, vornimmt und dann sozusagen es dem einzel<lb break="no"/>nen überläßt, ob er unterschreibt oder nicht. Bis hoch hinauf, konnte ich<lb/>
feststellen, ist die Unterscheidung zwischen Volksbegehren, Volksbefra<lb break="no"/>gung, Volksabstimmung überhaupt nicht geläufig. <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> meinte aller<lb break="no"/>dings, dazu sei es jetzt, und da dürfte er schon recht haben, zu spät.<lb/>
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               <persName type="label">Schranz, Edgar</persName>
               <persName><surname>Schranz</surname><forename>Edgar</forename></persName>
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               <persName type="label">Würzl, Anton</persName>
               <persName><surname>Würzl</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>MR, Leiter Gruppe FV u. Gewerbeförd. HM</occupation>
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               <persName type="label">Hille, Monika</persName>
               <persName><surname>Hille</surname><forename>Monika</forename></persName>
               <occupation>Beamtin HM, Fraktion soz. Beamter im HM</occupation>
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               <persName type="label">Sterk, Georg</persName>
               <persName><surname>Sterk</surname><forename>Georg</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Herold, Hans</persName>
               <persName><surname>Herold</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Beamter/Personalvertreter HM</occupation>
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               <persName type="label">Kettl, Hanns</persName>
               <persName><surname>Kettl</surname><forename>Hanns</forename></persName>
               <occupation>Dir. SAFE, SPÖ</occupation>
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               <persName><surname>Blecha</surname><forename>Karl</forename></persName>
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               <persName type="label">Fremuth, Walter</persName>
               <persName><surname>Fremuth</surname><forename>Walter</forename></persName>
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               <persName type="label">Schieder, Peter</persName>
               <persName><surname>Schieder</surname><forename>Peter</forename></persName>
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               <persName type="label">Obermair, Günter</persName>
               <persName><surname>Obermair</surname><forename>Günter</forename></persName>
               <occupation>Abteilungsleiter Energiesektion HM</occupation>
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               <persName type="label">Hofmann, Fritz</persName>
               <persName><surname>Hofmann</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Wr. Planungsstadtrat, stv. AR-Präs. DoKW, Obmann BO
                  Floridsdorf</occupation>
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               <persName type="label">Gredler, Willfried</persName>
               <persName><surname>Gredler</surname><forename>Willfried</forename></persName>
               <occupation>öst. Botschafter BRD/China</occupation>
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               <persName type="label">Müller, Gustav</persName>
               <persName><surname>Müller</surname><forename>Gustav</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM, Fraktion soz. Beamter im HM</occupation>
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               <persName type="label">Bujatti, Günther</persName>
               <persName><surname>Bujatti</surname><forename>Günther</forename></persName>
               <occupation>SC Handel, Bauten</occupation>
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               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
               <persName><surname>Grossendorfer</surname><forename>Enno</forename></persName>
               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName type="label">Peyerl, Fritz</persName>
               <persName><surname>Peyerl</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Neuhold, Peter</persName>
               <persName><surname>Neuhold</surname><forename>Peter</forename></persName>
               <occupation>Beamter Energiesektion HM</occupation>
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               <persName type="label">Bock, Hans (Politiker)</persName>
               <persName><surname>Bock</surname><forename>Hans (Politiker)</forename></persName>
               <occupation>Wiener Stadtrat und Vizebgm., SPÖ</occupation>
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               <persName type="label">Pöder, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Pöder</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Obmann Gew. Gemeindebedienstete</occupation>
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               <persName type="label">Riedler, Friedrich</persName>
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               <occupation>Fachoberinspektor HM</occupation>
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