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            <title type="main">Montag, der  3. Mai 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band64_1982-05-03</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_01">Montag, 3. Mai 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_02">In der LUGA haben mir die Sekretäre mitgeteilt, daß es jetzt nach<lb/>
langwierigen schwierigen Verhandlungen geglückt ist, für die Fettarbei<lb break="no"/>ter Kollektivvertragslöhne um 6,9 und die DAZ um 0,4 % zu erhöhen. Da<lb/>
dieser Vertrag nur 12 Monate Laufzeit hat, ist dies ein sehr schöner<lb/>
Abschluß. Durch unsere Lohnverhandlungsmethode für jede einzelne Gruppe<lb/>
ja dort für jede einzelne Branche einen eigenen Kollektivvertrag sind<lb/>
all unsere Abschlüsse überhaupt nicht spektakulär, weil sie immer nur<lb/>
ein paar tausend Arbeiter umfassen und daher gar nicht in der Öffent<lb break="no"/>lichkeit beachtet werden. Ich glaube, daß es möglich ist, rein rechne<lb break="no"/>risch unsere Kolleginnen und Kollegen vor einem Reallohnverlust zu<lb/>
schützen. Das wirkliche Problem beginnt aber dahin, daß alle unsere<lb/>
Abschlüsse auf Bruttobezüge aufgebaut sind, durch die Steuer und Sozial<lb break="no"/>versicherungsabgaben aber wahrscheinlich knapp der Reallohn gehalten<lb/>
werden kann. Da unsere Gruppen hier macht sich doch die jahrzehntelange<lb/>
Schulung bemerkbar nicht überhöhte Forderungen stellen, kommt dann auch<lb/>
der Abschluß für unsere Mitglieder nicht überraschend und, wie mir der<lb/>
Molkereisekretär mitteilte, wird er dann auch von allen Beteiligten<lb/>
positiv aufgenommen. Bei den Angestellten der Molkereibeschäftigten,<lb/>
wo man ein wenig mehr verlangt hat, als überhaupt die Möglichkeit bestan<lb break="no"/>den hat durchzusetzen, wird dann leicht über den getätigten Abschluß<lb/>
entsprechend kritisiert. Nie spektakulär zu viel verlangen, weil man<lb/>
dies letzten Endes doch nicht imstande ist durchzusetzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_03">Beim Jour fixe in der Handelskammer hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> mir einleitend sofort<lb/>
mitgeteilt, im Nationalrat hätte ihm sein Fraktionskollege Dkfm. <rs type="person" ref="#per__112149">Gorton</rs><lb/>
gefragt, ob er tatsächlich als Firma beim Konferenzzentrum Offert ge<lb break="no"/>legt hat. Abgesehen davon, daß dort überhaupt keine Steinmetzarbeiten<lb/>
verlangt werden, erklärte <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> würde er auch ein solches Anbot gar<lb/>
nicht stellen, dies halte ich zwar für ehrenwert, aber doch aus betriebs<lb break="no"/>wirtschaftlichen Überlegungen für falsch. Auch Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> hätte<lb/>
irgendwo eine solche Behauptung aufgestellt. Ich habe mich sofort er<lb break="no"/>bötig gemacht, darüber mit <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> zu sprechen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> entschied sich<lb/>
aber es ihr selbst zu sagen. Ich glaube, daß dieses Gerücht so entstan<lb break="no"/>den ist, daß vielleicht für die Bauausschreibung die Neue Reformbau, wo<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> im Aufsichtsrat tätig ist, sich als große Baugesellschaft<lb/>
selbstverständlich für diese Ausschreibung interessiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_04"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wurde auch von IBM aufgefordert, ein Geleitwort für ihre<lb/>
Broschüre zu schreiben, er wollte mit mir abstimmen, ob ich auch bereit<lb/>
<pb n="64-0500" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band64/64_1982-05-03_0500.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>für Einzelfirmen, die natürlich diese Geleitworte zur Unterstreichung<lb/>
ihrer Tätigkeit gerne haben und wo <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> eine gewisse Gefahr sieht,<lb/>
abzustimmen. Da ich ja bis jetzt auch bereits allen Firmen, die solche<lb/>
Begrüßungsworte, Begleitworte zu Firmenjubiläen, Tätigkeitsberichten<lb/>
usw. geschrieben habe, erklärte ich sofort, daß ich auch IBM ein solches<lb/>
Geleitwort zur Verfügung stellen werde. Die Abgrenzung ist nämlich<lb/>
furchtbar schwierig. Selbstverständlich kommt in meinen Geleitworten<lb/>
keine firmenpropagandistische Anpreisung so nach der Methode Handelsmi<lb break="no"/>nister schlägt vor, bestellen sie nur bei unserer Firma zum Ausdruck<lb/>
kommen kann. Eine <choice><choice><sic>nichtssagend, für ein Geleitwort</sic><corr>nichtssagendes Geleitwort?</corr></choice></choice> ist meiner Meinung<lb/>
nach noch immer das beste.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_06">Das Hotel in Bad Gastein, Elisabethpark, hat um die Führung des Staats<lb break="no"/>wappens angesucht, angeblich ist die AK dagegen und die HK würde dies<lb/>
sehr gerne positiv erledigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte wie liegt der Fall.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_08"><rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> hat sich wegen der Mineralölproduktexporte aus Österreich im<lb/>
Detail informiert, die von der Fa. Mobil eingereichten 1000 to Diesel<lb/>
nach CSSR dienen dort nicht für den freien Verkauf, sondern sind für<lb/>
das große Bauprojekt Paskov, für die dort laufenden LKW und Motoren<lb/>
der Fa. Andritz bestimmt. Wenn dies zutreffen sollte, dann frage ich mich,<lb/>
warum die Fa. Andritz nicht um den Export einreicht. Ich versprach,<lb/>
diesen Fall besonders zu prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Was wissen wir davon?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_10">Die Fa. Avanti ist mit der Genehmigung von Benzinen nicht einverstanden,<lb/>
sie möchte auch unbedingt die 10.000 to Diesel, die sie aus dem Osten<lb/>
importiert, eben nach den Westen exportieren. Die HK würde daher ihre<lb/>
ablehnende Haltung jetzt dahingehend revidieren, daß man sowohl Mobil<lb/>
als auch Avanti den Diesel ebenfalls exportieren lassen soll. Damit<lb/>
bin ich nicht einverstanden, weil letzten Endes dann doch in der Öffent<lb break="no"/>lichkeit die Bauernvertreter und auch das Lastwagengewerbe, d.h. die<lb/>
Fuhrwerker dagegen protestieren würden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__146854">Fischer</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_12">Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> hatte auch von der Handelsabteilung, <rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs>, eine<lb/>
Information wegen ev. Fahrradkooperation zwischen Jugoslawien und<lb/>
Österreich, sollte die jugoslawische Firma eine österreichische Firma<lb/>
tatsächlich dafür gewinnen, lehnt die Handelskammer eine Zollermäßigung<lb/>
oder Befreiung nach § 6 Zollgesetz ab, weil ihrer Meinung nach eine<lb/>
Begründung preispolitisch oder gar versorgungspolitischer Art nicht ge<lb break="no"/>geben ist. Sie schlägt höchstens dafür eine Ermäßigung des autonomen<lb/>
Zollsatz auf Präferenzzoll, das wäre 17 %, vor. Ich ersuchte <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, sich<lb/>
nicht jetzt schon zu präjudizieren, sondern abzuwarten, ob eine solche<lb/>
Kooperation zustande kommt und welche Voraussetzung dann österreichi<lb break="no"/>scherseits dann gemacht werden müßten, damit dann tatsächlich Zoller<lb break="no"/>mäßigungen oder sonstige Erleichterungen zur Durchführung der Koopera<lb break="no"/>tion notwendig sind. Bei einer Kooperation werden sicherlich nicht<lb/>
ganze Fahrräder nach Österreich importiert werden, sondern wahrscheinlich<lb/>
Teile, die dann in Österreich entweder assembliert werden oder sogar<lb/>
ergänzt durch österreichische Produkte und durch Austausch mit öster<lb break="no"/>reichischen Produkten dann individuell untersucht und gelöst werden<lb/>
müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Laß feststellen, ob schon einmal solche Koopera<lb break="no"/>tionsvereinbarungen durch entsprechende Zollermäßigungen begünstigt oder<lb/>
vielleicht gar erst überhaupt ermöglicht wurden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_14"><rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> hat jetzt erfahren, daß Dr. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> als AK mit dem Gremialvorsteher<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1137676">Hammerschmidt</rs> sich bezüglich einer Novelle zur Ausverkaufsverordnung<lb/>
geeinigt hat. Die AK hat jetzt den Widerstand gegen eine kleine Novelle<lb/>
aufgegeben, die Ausverkaufsverordnung soll nur in einem Punkt jetzt<lb/>
als erstes novelliert werden, daß nämlich keine ausverkaufsähnlichen Ak<lb break="no"/>tionen vor der Ausverkaufszeit gestattet sind. Seinerzeit hat auch Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112563">Farnleitner</rs> mit SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> eine solche Idee besprochen, auf den Sektions<lb break="no"/>leitertagungen in Tirol und jetzt in Salzburg wurde diese kleine Novelle<lb/>
von den Handelsbetrieben unabdingbar gefordert. Ich habe <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> erklärt,<lb/>
ich könnte mir vorstellen, daß wenn man so eine kleine Novelle machte,<lb/>
gleichzeitig eine Punktation festlegt, wie dann sofort die neue Ausver<lb break="no"/>kaufsordnung aussehen soll. Damit könnten alle Kritiker vielleicht be<lb break="no"/>friedigt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte diese Idee mit <rs type="person" ref="#per__112563">Farnleitner</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_16">Ich verwies auf die von einem Waldfachmann, <rs type="person" ref="#per__1137677">Scheiring</rs>, mir gegenüber<lb/>
<pb n="64-0502" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band64/64_1982-05-03_0502.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>kritische Behauptung in den Zeitungen, daß die Vorschläge des Handels<lb break="no"/>ministeriums zur Dampfkesseldurchführungsverordnung das Ende des<lb/>
Waldes sind. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> erklärte <rs type="person" ref="#per__1137677">Scheiring</rs> nicht zu kennen, teilte aber nach<lb/>
wie vor die kritischen Bemerkungen zu dieser Verordnung der Handels<lb break="no"/>kammer mir mit. Ich informierte ihn, daß sich jetzt ein Kompromiß ab<lb break="no"/>zeichnet, das auch von seiten der Industrie akzeptiert werden kann. Der<lb/>
Wunsch der Handelskammer nicht nur bei Fichte, sondern auch bei Buchen<lb/>
sozusagen als zweite Holzart die SO2-Emissionen abgestuft festzulegen,<lb/>
kann nicht erfüllt werden, Forstleute haben dem Handelsministerium nach<lb break="no"/>gewiesen, daß reine Buchenbestände gar nicht existieren, die empfindli<lb break="no"/>che Fichte aber eben mehr geschützt werden muß und daher auch nur als<lb/>
Grundlage für die SO2-Emissionen genommen werden muß. Nach dem jetzt<lb/>
vorliegenden Kompromiß würden sowohl die zwei Kohlekraftwerke, die jetzt<lb/>
in Niederösterreich neu errichtet werden, als auch Voitsberg III, aber<lb/>
auch die alten Kraftwerke eigentlich nach dem Stand der Technik und<lb/>
entsprechenden Einbau von Filtern, sofern es sich um die neuen Kraftwerke<lb/>
handelt, gebaut werden können. Ausgeschlossen ist nach wie vor ein im<lb/>
Burgenland zu errichtendes aufgrund der ungarischen Lignite. Die Handels<lb break="no"/>kammer nahm diese Erklärungen mit Befriedigung, auch was das burgenlän<lb break="no"/>dische Kraftwerk betrifft, weil dort letzten Endes ihr Kammerpräsident<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs> sich zwar nicht dagegen wehrt, aber gerade nicht sehr glücklich<lb/>
ist, zur Kenntnis.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Wie lautet jetzt die endgültige Fassung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_18">Bezüglich Biosprit wurde übereinstimmend festgehalten, daß jetzt die<lb/>
Idee des Bauernbunddirektors NR <rs type="person" ref="#per__114622">Riegler</rs> kaum zu verwirklichen sein wird.<lb/>
Die Handelskammer ist zwar nicht sehr glücklich, daß jetzt die Sozial<lb break="no"/>partner eine Punktation festlegen sollen, wie es im Biosprit weitergehen<lb/>
wird. Sie selbst fürchtet, daß doch noch zu große Investitionen für<lb/>
eine weitere Pilotanlage getätigt werden müßten. Mit Recht meinten<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, daß letzten Endes die Entscheidung über Biosprit<lb/>
eine politische Entscheidung sein wird. Ohne aber eine vernünftigen<lb/>
schriftlichen Grundlage würde ich der Regierung nicht empfehlen eine<lb/>
solche weitreichende Entscheidung zu treffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_19"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> fragte an, ob jetzt die Einladung für den chilenischen Han<lb break="no"/>delsminister, der allerdings jetzt erst neu bestellt wurde, weiterhin<lb/>
gilt. Da ich diese seinerzeit im Interesse und auf Wunsch der Handels<lb break="no"/>kammer ausgesprochen habe, ist es für mich selbstverständlich, daß auch<lb/>
der neue Minister von dieser Einladung Gebrauch machen kann. Da ich dies<lb/>
bereits dem chilenischen Botschafter mitgeteilt habe, sehe ich keine<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_20">Die Handelskammer wird jetzt mit den Klubobmännern <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs>, <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__122970">Steger</rs> eine Reise zu Außenhandelsstellen der Bundeshandelskammer<lb/>
durchführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_21"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> waren sehr überrascht, als ich ihnen mitteilte, daß<lb/>
heute ich allein komme, weil Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> in Bulgarien, Plow<lb break="no"/>diw bei der Messeeröffnung ist. Sie meinten, an dieser Messe nehmen ja<lb/>
nur 2 österreichische Firmen teil, dies, erklärte ich sofort, ist für<lb/>
mich der Grund, daß Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> runterfährt, um den Bulgaren<lb/>
zu dokumentieren, das Handelsministerium übernimmt alles, um die Plowdi<lb break="no"/>wer Messe auszuzeichnen und vielleicht dadurch die österreichischen<lb/>
Firmen zu veranlassen, daß nächste Mal sich stärker zu beteiligen. Mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> allerdings stimme ich vollkommen überein, daß es für ein öster<lb break="no"/>reichisches Unternehmen nicht rentabel ist, an einer Konsumgütermesse<lb/>
in Bulgarien teilzunehmen, weil dortige Importe nur sehr begrenzt zuge<lb break="no"/>lassen werden. An der Investitionsgütermesse im Herbst beteiligen sich<lb/>
sowieso mehrere Firmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Bitte nach Deiner Rückkunft dann auf alle<lb/>
Fälle im nächsten Jour fixe berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_23">Im Pressefrühstück hat MR <rs type="person" ref="#per__111722">Kinscher</rs> über die Mühlengesetznovelle 82 be<lb break="no"/>richtet, die morgen in den Ministerrat kommt. Tatsächlich wurde seit<lb/>
Schaffung des Mühlengesetzes die Anzahl der Mühlen von 1.077 auf 460<lb/>
reduziert, das Kontingent von 72.000 to auf 55.000 to um 23 % verringert.<lb/>
Trotzdem ist die Mühlenkapazität noch immer wesentlich größer als unser<lb/>
Bedarf.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_24">In Österreich findet jetzt ein dreitägiges Arbeitsseminar Energiepfade<lb/>
für Österreich an der TU Wien, organisiert von Prof. <rs type="person" ref="#per__131682">Jansen</rs>, statt. Dieser<lb/>
ehem. Chefanalytiker für die deutsche parlamentarische Kommission<lb/>
möchte eine ähnliche Analyse der Energiemöglichkeiten in Österreich<lb/>
durchführen. Neu oder wenn man so will für uns sehr brauchbar ist, daß<lb/>
er von der qualitativen Aussage zur quantitativen Aussage kommen möchte.<lb/>
Hier wird sich dann sehr bald zeigen, ob tatsächlich eine andere Poli<lb break="no"/>tik hätte gemacht werden können, als dies in Österreich seitdem ich<lb/>
für die gesamte.Energie verantwortlich bin, gegangen wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_25">MR <rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs> berichtet über die Berggesetznovelle. Interessant für die Journa<lb break="no"/>listen war ja nur, daß jetzt die Förderzinse von 15 % für Gas zwar in<lb/>
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auch, daß man von der vergangenen Berechnungsart amtlich festgesetzte<lb/>
Höchstpreise jetzt auf die durchschnittlichen Importpreise übersteigt.<lb/>
Mit Deutschland wo bis zu 32 % in Niedersachsen Förderabgabe verlangt<lb/>
wird, kann man dies schwer vergleichen, weil dort eine andere Basis als<lb/>
Berechnung gilt. Da die Ölfirmen, welche bei uns bohren und auch letzten<lb/>
Endes fördern der Zins ist ja nur auf diese Menge zu bezahlen, alle<lb/>
sehr gewinnträchtig sind, wird die Förderzinsabgabe in Wirklichkeit nur<lb/>
umgeschichtet, diese Einnahmen kommen dem Finanzminister direkt zugute<lb/>
über die Körperschaftsteuer müßte er sie dann mit den Ländern und Gemein<lb break="no"/>den, wenn geringe Förderzinse höhere Gewinne ermöglichen, teilen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_26">Der ehem. Fachverbandssekretär für die Bergwerke Dr. <rs type="person" ref="#per__136470">Denk</rs> ist mit dem<lb/>
Salinen-GD, Stf. <rs type="person" ref="#per__1137678">Thomanek</rs>, wegen einer Erhöhung der Stützung für den<lb/>
Schulverein Berg- und Hüttenwerke in Leoben gekommen. Bisher haben wir<lb/>
dort 300.000 S Heizkosten übernommen, jetzt werden wir sie auf 500.000<lb/>
S erhöhen. Der Bund bezahlt schon 6 Mio. S, die steirische Handelskammer<lb/>
200.000, entscheidend ist, daß der Fachverband und die VÖEST-Alpine ihre<lb/>
Subvention aufrechterhält. Ich habe diesbezüglich auch sofort mit GD<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> gesprochen, dieser meinte im Prinzip sei er dafür, doch müßten<lb/>
die Bergwerke und Firmen, die also ihre Leute dorthin schicken, auch ent<lb break="no"/>sprechende größere Anteile an diesen Subventionen übernehmen. Erstmals<lb/>
wurde heuer wieder ein Steigerkurs mit 28 Teilnehmern abgehalten. In<lb/>
den letzten Jahren ging es nämlich rapide bergab. Durch die Stillegung<lb/>
vieler Bergwerke war das Interesse und die Notwendigkeit nicht gegeben.<lb/>
Da es sich hierum eine einmalige Lösung Internatskurs für Erwachsener<lb/>
mit schulischer Ausbildung handelt, sollte versucht werden ähnlich wie<lb/>
die Fachschule in Kuchl über die Sägeindustrie und vor allem aber in<lb/>
Kramsach über Glaserzeugung mit dem Unterrichtsminister ein ähnliches<lb/>
Statut auszuarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Beim Büro <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> darüber nachfragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_28"><rs type="person" ref="#per__1137678">Thomanek</rs> informierte mich, daß jetzt die neue Saline nicht nur den In<lb break="no"/>landsbedarf an Salz decken kann, sondern auch positiv gebart. Während<lb/>
ca. 40 bis manchmal sogar 75.000 to Streusalz bis zum Jahre 1980 impor<lb break="no"/>tiert werden mußten, kann jetzt mit 1,29 S dieses Salz wesentlich billi<lb break="no"/>ger als Splitt und vor allem auch die als Düngemittel angepriesene<lb/>
<choice><choice><sic>Plentapon</sic><corr>?</corr></choice></choice> S^6, ein Kalkchlorpräparat, das über 6 S kostet, verwendet wer<lb break="no"/>den. Ich verwies ihn darauf, daß jetzt der Fremdenverkehr bestrebt ist,<lb/>
wo möglich, salzstreufreie Straßen zu haben, nicht nur wegen dem Umwelt<lb break="no"/>,schutz sondern wegen der schönen Landschaft. <rs type="person" ref="#per__1137678">Thomanek</rs> meinte, von 160.000<lb/>
<pb n="64-0505" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band64/64_1982-05-03_0505.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>km werden 11.500 km nur mit Salz gereinigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wie ist die Stellung der offiziellen Fremden<lb break="no"/>verkehrsverantwortlichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_30">Der Fachverband für Spiritus und Hefeindustrie ist mit den Betriebsräte:<lb/>
wegen der Arbeitsplatzsicherung im Werk Gmünd erschienen. Wenn Gmünd<lb/>
nämlich das Spirituskontingent der Fa. Pöls bekommt, dann würden 3<lb/>
Betriebe, die die Nachreinigung dieser Spiritusmenge durchführen Arbeits<lb break="no"/>plätze verlustig werden. Insgesamt sind in den davon betroffenen 3<lb/>
Betrieben, Kirchmeier <add>[?]</add>, Linz, Vereinigte Hefefabrik, Mautner Markhof Wien,<lb/>
Reininghausbrauerei Graz, auch ein paar Dutzend Arbeiter damit beschäf<lb break="no"/>tigt. Dr. <rs type="person" ref="#per__133371">Mandl</rs> wurde ersucht jetzt zu recherchieren, wie es mit der Über<lb break="no"/>tragung des <choice><choice><sic>Spritkontingentes</sic><corr>Spirituskontingentes?</corr></choice></choice> wirklich steht. Daß für das Waldviertel<lb/>
wirklich etwas geschehen muß, sind sich allerdings alle klar.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_31">Der ehem. Besitzer der Fa. Wispo, <rs type="person" ref="#per__1137679">Pschikal</rs>, hat jetzt mit der deutschen<lb/>
Firma Merz Kontakt aufgenommen, diese wäre bereit in Litschau eine<lb/>
Konfektion gemeinsam mit der Fa. <choice><choice><sic>Thiel</sic><corr>Diehl?</corr></choice></choice> aufzubauen. Wispo mußte zusperren,<lb/>
weil er selbst hohe Kosten 70.000 S pro Monat und Abfertigungen von<lb/>
4 Mio. S bezahlen mußte, das Gebäude mit 3000 m² kann er jetzt kaum ver<lb break="no"/>werten. In Litschau in seinem Betrieb hatte er noch Gebäude, Dampfer<lb break="no"/>zeugung, Arbeitseinrichtungen ohne Maschinen, die eine Wiederaufnahme<lb/>
der Fa. <choice><choice><sic>Thiel</sic><corr>Diehl?</corr></choice></choice> ermöglichen könnten. Voraussetzung ist, daß die Deutschen<lb/>
sich beteiligen, Dr. <rs type="person" ref="#per__114499">Krehlik</rs> wird mit ihm alle Details besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_32">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mich über den weiteren Vorgang informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-05-03_33">Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> vom Patentamt hatte mir neuerdings eingeschärft, daß ich<lb/>
bezüglich der INPADOC-Übernahme äußerst vorsichtig vorgehen sollte. Wie<lb/>
ich dann beim Besuch, wo Teile des Aufsichtsrates, viel wichtiger aber<lb/>
für mich MR <rs type="person" ref="#per__110130">Kaber</rs> vom Finanzministerium anwesend war, feststellen konnte,<lb/>
hat die INPADOC im letzten Jahr tatsächlich 96,4 % ihrer Ausgaben durch<lb/>
Einnahmen hereingebracht, die Exportquote ist auch gleich 96,6 %. Es<lb/>
wurden als für 31 Mio. S Einnahmen und gleichzeitig Devisen dafür gebracht<lb/>
Die Hauptschwierigkeit liegt aber darin, daß das EPÜ jetzt als Service<lb break="no"/>leistung zu unvergleichlich billigeren Konditionen die Informationen<lb/>
zusammenstellen und weitergeben wird. Der Vertreter des Finanzministe<lb break="no"/>riums, <rs type="person" ref="#per__110130">Kaber</rs>, erklärte daher dezidiert, das Finanzministerium wäre bereit<lb/>
ev. noch eine einmalige Investition dann zu geben, wenn das auch optisch<lb/>
für mich sehr gut ausgerüstete Firma INPADOC damit auch in Hinkunft<lb/>
konkurrenzfähig wäre. Wenn aber das Europäische Patentamt bei seiner<lb/>
<pb n="64-0506" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band64/64_1982-05-03_0506.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Absicht bleibt, gibt es nach Meinung <rs type="person" ref="#per__110130">Kabers</rs> eine einzige Möglichkeit,<lb/>
nämlich INPADOC zu liquidieren. Diesen Standpunkt teile auch ich 100-<lb/>
%-ig.<lb/>
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         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 3.5.1982</head>
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         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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         <div type="attachment" subtype="other">
            <head>Programm Pressegespräch 3.5.1982</head>
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               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
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               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName type="label">Leberl, Otto</persName>
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               <occupation>Präs. Patentamt</occupation>
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               <persName type="label">Steger, Norbert</persName>
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               <occupation>FPÖ-Obmann</occupation>
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               <persName type="label">Gleißner, Friedrich</persName>
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               <occupation>Leiter Abt. Handelspol./Außenhandel BWK</occupation>
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               <persName type="label">Burian, Ferdinand</persName>
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               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>Sekr. Büro Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Mandl, Josef</persName>
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               <occupation>Branchenreferent Nahrungs- u. Genussmittel HM</occupation>
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               <persName type="label">Fast, Franziska</persName>
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               <occupation>Sts.</occupation>
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               <occupation>GD VÖEST</occupation>
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               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
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               <persName type="label">Krehlik, Helmut</persName>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>Ministerialrat Finanzministerium</occupation>
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               <occupation>Sekt.R HM</occupation>
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               <occupation>GF Fachverband Bergwerke; evtl. Falschidentifikation</occupation>
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               <persName type="label">Riegler, Josef</persName>
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