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            <title type="main">Freitag, der  2. April 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band64_1982-04-02</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_01">Freitag, 2. April 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_02">Der Präsident der Verbundgesellschaft <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ersuchte mich als<lb/>
Wasserstraßen- und Schiffahrtsvereinspräsident in Linz eine kurze An<lb break="no"/>sprache zur Veranstaltung wegen des Rhein-Main-Donau-Kanals zu halten.<lb/>
Da ich leider zu dieser Zeit in Helsinki bin, versprach ich ihm mit<lb/>
Frau Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> zu sprechen, ob diese die Begrüßung vor<lb break="no"/>nehmen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Bitte übernimm diese Verpflichtung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_04"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> kommt aber in Wirklichkeit, um als Präsident des Aufsichtsrates<lb/>
der Verbund sozusagen immer zu rapportieren, welche Probleme er sieht.<lb/>
Selbstverständlich erzählt er mir dabei überhaupt nichts Neues, doch<lb/>
ist es für mich sehr interessant, daß er eine solche Verpflichtung dem<lb/>
Eigentumsvertreter gegenüber sieht. Das Klima, sagt er, hat sich jetzt<lb/>
in der Verbund wesentlich verbessert, mit den Betriebsräten kann man<lb/>
jetzt einigermaßen auskommen, die, wie er immer wieder betont, einen<lb/>
sehr starken Einfluß in dieser Gesellschaft haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_05">Sorgen macht er sich wegen der Ausbaumöglichkeit von Hainburg und von<lb/>
Osttirol. Im letzteren Fall ist er überhaupt wegen des neuerlichen<lb/>
Schwenks von LH <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> bezüglich der Grünen und der Abgrenzung Na<lb break="no"/>tionalpark auf der Nordseite des Venedigers sehr erstaunt. Ich erwi<lb break="no"/>derte ihm, daß es notwendig ist, still und leise zu versuchen, die<lb/>
Wasserrechtsverhandlungen jetzt über beide Projekte durchzuführen.<lb/>
Alles andere wird sich finden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_06">Bezüglich des sowj. Elektrizitätstauschvertrages ergibt sich jetzt<lb/>
eine neue Situation, weil die Sowjets scheinbar daran nicht interessiert<lb/>
sind resp. unmögliche Forderungen stellen. Auch hier kamen wir über<lb break="no"/>ein, daß nur durch geduldiges Verhandeln eine Verbesserung ev. zu er<lb break="no"/>zielen wäre.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_07">Natürlich kommt früher oder später die Sprache auch auf seine vorher<lb break="no"/>gehende Funktion, näml. Gen.Sekr. der Bundeshandelskammer, zur Sprache.<lb/>
Da erklärt er dezidiert, unter seine Ära hat er erfolgreich verhindert,<lb/>
daß ein neues Gebäude irgendwo gebaut resp. bezogen wird. Für ihn ist<lb/>
der Stubenring traditionsgemäß Markenbegriff und er kann nie verstehen,<lb/>
daß man dort weggeht. Er ist auch fest davon überzeugt, daß keinesfalls<lb/>
alle Fachverbände in das Semperithaus übersiedeln werden. Auch für den<lb/>
<pb n="64-0414" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band64/64_1982-04-02_0414.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Fachverband Papier ist die Gumpendorfer Straße genau der selbe Begriff<lb/>
wie eben für die Bundeshandelskammer der Stubenring.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_08">Als ehem. niederösterreichischer Nationalrat sprechen wir auch über<lb/>
die WEG-Affäre, daß er darüber nicht glücklich ist, brauche ich nicht<lb/>
besonders zu erwähnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_09">Der Leiter des Institutes für Markt- und Sozialanalysen IMAS, <rs type="person" ref="#per__1137740">Kirschho<lb break="no"/>fer</rs>, erörtert mit dem Ausarbeiter der Stimmungs- und Konjunkturprognose<lb/>
<rs type="person" ref="#per__1137739">Beutelmeyer</rs> ihre neuen Analysen. Beide fühlen sich sehr geehrt, daß<lb/>
sie mit dem Handelsminister über diese Methode der Realisierung der<lb/>
öffentlichen Meinung sprechen können. Diese neue Methode, die sie An<lb break="no"/>fang der 70-er Jahre eingeführt haben, geben ihnen gute Auskünfte über<lb/>
die Wahlen und Wirtschaftslageentscheidungen der Befragten. Nach ihrer<lb/>
Ergebnissen ist der pessimistische Tiefpunkt mit Dezember 81 über<lb break="no"/>schritten, jetzt geht es aufwärts.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_10">Für mich war wichtiger einmal diese Leute kennenzulernen, nachdem ich<lb/>
die IFES und Fessel als auch Gallup-Institutsvertreter ja schon kenne.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107953">Buchauer</rs> und <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> von der Grundsatzabteilung werden mit ihnen weitere<lb/>
Kontakte halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Ich habe keinerlei finanzielle Zusagen gemacht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_12">Vor der Besprechung mit den Firmen, die für die Arbeitsgemeinschaft<lb/>
resp. Kooperation, vielleicht sogar auch joint venture mit der DDR<lb/>
in Frage kommen, habe ich den Vorsitzenden des Fachverbandes <rs type="person" ref="#per__114715">Herbeck</rs><lb/>
für das große Silberne Ehrenzeichen verliehen. Diese Auszeichnung hat<lb/>
ihn sehr gefreut, gebührt ihm aber auch, denn ich sagte, den Haufen der<lb/>
Bauindustrie zusammenzuhalten, ist wahrlich eine schwierige und zeit<lb break="no"/>raubende Aufgabe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_13">Bei der Erörterung der Möglichkeit einer engen Zusammenarbeit mit der<lb/>
DDR diese will ja 4 Mrd. S Aufträge mit Österreich gemeinsam in den<lb/>
ihnen befreundeten afrikanischen und asiatischen Staaten abwickeln, er<lb/>
gaben sich sehr interessante Aspekte. Die Vertreter der Universale,<lb/>
GD <rs type="person" ref="#per__122958">Vlcek</rs> und sein Stellvertreter <rs type="person" ref="#per__126440">Frey</rs>, kamen zu spät, anfangs waren da<lb break="no"/>her alle anderen Firmenvertreter Ilbau, Hinteregger, Porr mit der<lb/>
Anwesenheit von Hofman &amp; Maculan, Hr. <rs type="person" ref="#per__113105">Maculan</rs> war selbst gekommen,<lb/>
scheinbar einverstanden. Nach Erscheinen der Vertreter von Universale<lb/>
wurde dann die Frage aufgeworfen, wieso auch <rs type="person" ref="#per__113105">Maculan</rs> zugezogen wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_14">Ich selbst konnte mich nicht mehr genau erinnern und habe daher in<lb/>
meinen Aufzeichnungen nachgesehen, wo auch nichts besonderes vermerkt<lb/>
steht. Die DDR-Vertreter haben sich sicherlich auf keinen Firmenkreis<lb/>
festgelegt. Um ja keinen Zweifel aufkommen zu lassen, erklärte ich ein<lb break="no"/>mal mehr, daß ich mich in die innerösterreichische Aufteilung und Ver<lb break="no"/>handlungsmethode nicht einmische. Für mich ist die alleinige Aufgabe ver<lb break="no"/>mittelnd den österreichischen Firmen zu helfen, mir erscheint es zweck<lb break="no"/>mäßiger, wenn sie sich, bevor sie mit der DDR verhandeln, absprechen.<lb/>
Vor allem stellte ich klar, daß in dieser Frage NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> bei mir nicht<lb/>
interveniert hat. Ich selbst habe daher sowohl den Firmenvertretern<lb/>
als auch neuerdings den Referenten, Fachreferent MR <rs type="person" ref="#per__140282">Drössler</rs> von der<lb/>
Industriesektion und MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> von der Außenhandelssektion neuerdings<lb/>
mein Prinzip erörtert, daß sich das Handelsministerium in diesen Fragen<lb/>
niemals dreinmischt. Das Kriterium war und ist, ob eine Firma schon<lb/>
im Ausland entsprechende Arbeit geleistet hat. Ich habe auch diese<lb/>
Firmen vorher mit GD und Vorsitzenden der Industrie <rs type="person" ref="#per__114715">Herbeck</rs> besprochen<lb/>
und er war mit dieser Lösung und Vorschlag einverstanden. Ich persön<lb break="no"/>lich fürchte, daß wenn potente Firmen, die auch im Ausland Aufträge<lb/>
suchen, nicht zugezogen werden, daß dann eine Zusammenarbeit und ab<lb break="no"/>gestimmtes Verhalten der österreichischen Firmen nicht zustande kommen<lb/>
wird. Da ich die Beteiligungen an Delegationen vor allem nicht als<lb/>
Funktion des Handelsministeriums betrachtete, schlug ich vor, ich werde<lb/>
nur eine Vermittlung mit dem DDR-Botschafter <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs> und ev. seines<lb/>
Handelsdelegierten <rs type="person" ref="#per__126945">Stahl</rs> herstellen. Mit <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs> wurde von mir dann<lb/>
telefonisch für die Karwoche ein Termin für die Vorsprache vereinbart.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte auf die absolute Neutralität gegen alle<lb/>
Firmen besonders achten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_16">Der Personalvertreter Mag. <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> ersuchte um einen Zuschuß für ein<lb/>
Dichterlesen des Herrn <rs type="person" ref="#per__1137741">Eibner</rs>, die Kosten belaufen sich auf 2.000 S<lb/>
plus 1.000 S Repräsentationsaufwendungen. Da wir auch vor etlichen<lb/>
Jahren eine solche kulturelle Veranstaltung einmal für die Belegschaft<lb/>
gemacht haben, habe ich dem zugestimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_17">Die Personalvertretung möchte heuer wieder einen Betriebsausflug<lb/>
machen und ersuchte um den selben Zuschuß wie das letzte mal. Auch hie<lb/>
besteht ja schon ein Gewohnheitsrecht, sodaß ich dem auch zustimmen<lb/>
mußte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_18">Abgelehnt habe ich dagegen, daß die Personalvertretung jetzt ein Seminar<lb/>
<pb n="64-0416" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band64/64_1982-04-02_0416.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wahrscheinlich in einem Gewerkschaftsheim machen möchte und daß<lb/>
ich die Aufwendungen für diese drei Tage auch bezahlen müßte. Nach<lb/>
Mitteilung von <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> werden in allen anderen Ministerien solche Semi<lb break="no"/>nare auch von der Dienststelle bezahlt. Meine Einstellung dazu, als<lb/>
Gewerkschafter erklärte ich ihm ganz dezidiert, ist, daß dies selbst<lb/>
bei sehr knausrig geführten Gewerkschaften wie z.B. der LUGA selbst<lb break="no"/>verständlich von der Gewerkschaft bezahlt werden muß. Ich stehe auch<lb/>
auf dem Standpunkt, daß dies im öffentlichen Dienst auch so sein sollte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> erklärte, die Gewerkschaft übernimmt nur für Gewerkschaftsver<lb break="no"/>anstaltungen die Bezahlung. Ohne daß <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> es sagte, meinte er wahr<lb break="no"/>scheinlich damit, daß für die Gewerkschaftsmitglieder sehr wohl die<lb/>
Gewerkschaft öffentlicher Dienst bereit wäre die Kosten zu übernehmen;<lb/>
wenn Personalvertreter, aber nicht Gewerkschaftsmitglieder sind, dann<lb/>
zahlt wahrscheinlich die Gewerkschaft öffentlicher Dienst auch für<lb/>
diese nichts. Die einzige Möglichkeit ist eben, daß die Gewerkschaft<lb/>
alles bezahlt, daß alle Gewerkschaftsmitglieder werden. Ich kann mir<lb/>
überhaupt nicht vorstellen, daß es Personalvertreter, also Funktionäre<lb/>
gibt, die nicht gleichzeitig auch Mitglied der Gewerkschaft sind.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> wollte mich insofern für diese Seminaridee begeistern, als er<lb/>
sagte, daß selbstverständlich alle Personalvertreter, also auch die<lb/>
Sozialisten, dazu eingeladen werden; daß sie für die 3 Tage Dienstfrei<lb break="no"/>stellung bekommen, war ihm und mir eine Selbstverständlichkeit.<lb/>
Bezüglich der Bezahlung wird er noch eine genaue Erhebung bei den<lb/>
anderen Ministerien durchführen, mit der Gewerkschaft selbst auch<lb/>
noch reden und dann schriftlich an mich herantragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte mit der Gewerkschaftsfraktion sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_20">Beim Bautenminister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> sind die Betriebsräte der EVUs wegen<lb/>
der <sic>Dampfkesselemissionsgesetzverordnung</sic> mit dem Zentralsekretär <rs type="person" ref="#per__134024">Nürn<lb break="no"/>berger</rs> der Gewerkschaft Metall und mir zu einer Besprechung zusammenge<lb break="no"/>kommen. Der zuständige Beamte im Bautenministerium berichtete, daß<lb/>
jetzt der 4. Entwurf dieser Durchführungsverordnung vorliegt, welcher<lb/>
den Einwänden der Betriebsräte nicht nur der Elektrizitätswirtschaft<lb/>
sondern auch anderer Betriebe voll Rechnung trägt und mit dem Gesund<lb break="no"/>heitsministerium abgesprochen ist. Dies wurde auch von den EVU-Be<lb break="no"/>triebsräten bestätigt, über Kleinigkeiten einigten uns <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> und<lb/>
ich mich, sollten unverzüglich mit allen Beamten der betroffenen Mini<lb break="no"/>sterien weitere Gespräche geführt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Über das Verhandlungsergebnis soll dann<lb/>
Energiesektion <rs type="person" ref="#per__1137742">Pollak</rs> dir berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_22">Vor dem Jour fixe AK und ÖGB hat mich Dr. <rs type="person" ref="#per__114467">Wehsely</rs>, der Leiter der<lb/>
wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der AK, informiert, daß er mit<lb/>
der Handelskammerseite sich über eine Papieraktion 82/83 geeinigt<lb/>
hat, Umfang 2,1 Mrd. S, 4 % Zinsenzuschuß auf 5 Jahre begrenzt, 2 Jahre<lb/>
rückzahlungsfrei, maximales förderbares Volumen 80 %, die übrige<lb/>
Industrie hat übrigens nur 75 %. Sollte das Zinsniveau so hoch bleiben<lb/>
oder vielleicht gar noch steigen, dann kann man über Krisenzuschläge<lb/>
für die Obergrenze durch Richtlinienänderung rechnen. Diesen letzteren<lb/>
Punkt hat er aber noch nicht der Handelskammer angeboten. Einig ist<lb/>
man sich, daß neue Projekte damit nur finanziert werden können und<lb/>
nicht alte sozusagen von anderen Aktionen übriggebliebene schlechte<lb/>
Projekte. Die BAWAG, teilte mir <rs type="person" ref="#per__114467">Wehsely</rs> mit, rechnet, daß Steyrermühl da<lb break="no"/>von 1 Mrd. S <choice><choice><sic>prompt</sic><corr>braucht?</corr></choice></choice>, die AK meint höchstens könnten 650 Mio, von den<lb/>
2,1 Mrd. genommen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_23">Im Jour fixe wurde diese Lösung von den AK-Vertretern nicht erwähnt,<lb/>
sondern ich mußte dann durch entsprechende Bemerkung des Gewerkschafts<lb break="no"/>vertreters <rs type="person" ref="#per__115583">Muhm</rs> über dieses Problem Dir. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> mehr oder minder<lb/>
dazu zwingen Farbe zu bekennen. Bis jetzt war nämlich die AK genauso<lb/>
wie der Finanzminister gegen eine solche Sonderaktion für die Papier<lb break="no"/>industrie. Beide wollten nämlich im Prinzip, daß auch die Papierindu<lb break="no"/>strie <add>[in]</add> den allgemeinen Förderungsrahmen der Top-Investitionen einbezogen<lb/>
wird. AK-Vertreter meinten, der Druck des Obmanns der Chemiearbeiter<lb/>
Gewerkschaft NR <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs> war zu stark. Ich war ja mit einer weiteren<lb/>
Papieraktion im Prinzip seit eh und je einverstanden, dazu hätte es<lb/>
bei mir erst gar nicht eines Druckes der sachlich zuständigen Gewerk<lb break="no"/>schaft bedurft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_24">GD <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> berichtete über die Entwicklung in der OeNB. Er schätzt den<lb/>
Rückgang des Leistungsbilanzdefizits von 16,2 Mrd. auf 7,5 Mrd. 1982<lb/>
als zu günstig ein. Die Deutschen erwarten, wie er mit einer Rückspra<lb break="no"/>che bei dem Kieler Wirtschaftsforschungsinstitutsleiter <rs type="person" ref="#per__140904">Giersch</rs> fest<lb break="no"/>stellen konnte, eine schlechte Konjunktur. Auch IFES und andere Mei<lb break="no"/>nungsumfrageninstitute machen ähnliche Erhebungen wie IMAS, aus dem<lb/>
Jubiläumsfonds Nationalbank wird die Spar- und Konsumneigung der Öster<lb break="no"/>reicher ebenfalls seit den 70-er Jahren erhoben. Davon hat interessan<lb break="no"/>terweise weder die AK noch der ÖGB, geschweige denn unsere Grundsatz<lb break="no"/>abteilung etwas davon gewußt. Wir werden uns sofort mit dem OeNB<lb/>
Vertreter und Sachbearbeiter ins Einvernehmen setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_25"><rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> war jetzt in der Schweiz und in Österreich auf einigen Schutz<lb break="no"/>hütten, er hat festgestellt, daß unsere jetzt sauberer und besser aus<lb break="no"/><pb n="64-0418" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band64/64_1982-04-02_0418.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>gestattet sind als die Schweizer. Dies glaube ich sicherlich nicht<lb/>
generell, doch war ich sehr erfreut zu hören, daß schön langsam unsere<lb/>
Aktionen zu wirken beginnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_26">SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und ich berichteten den AK-Leuten und auch dem ÖGB-Vertreter<lb/>
über die Gesetzesinitiativen, die noch vor der nächsten Wahl erledigt<lb/>
werden sollen. Das sogenannte Mittelstandsgesetz für die Klein- und<lb/>
Mittelbetriebe, die WTBO, Wirtschaftstreuhänderberufsordnung, die Ände<lb break="no"/>rung der Förderungsrichtlinien und Betriebskredite einzubeziehen,<lb/>
die Grundpreisauszeichnung, die Reisebüroverordnungen, 2 über die Aus<lb break="no"/>stattung, 4 über die Berufsausbildung, und vor allem auch über die beab<lb break="no"/>sichtigten Verhandlungen einer Ausverkaufsverordnung. Dr. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> ver<lb break="no"/>spricht eine lange Liste der AK-Wünsche <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> zuzusenden. Staatssekre<lb break="no"/>tär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> versucht der AK klarzumachen, daß es in der nächsten Zeit<lb/>
darüber große Aktivitäten geben wird. Ich selbst appelliere noch ein<lb break="no"/>mal an AK und ÖGB, daß sie Verständnis dafür haben, daß vor den näch<lb break="no"/>sten Nationalratswahlen doch einiges für die Gewerbetreibenden nicht<lb/>
zuletzt auch wegen Präs. <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> vom Freien Wirtschaftsverband ge<lb break="no"/>schehen müßte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_27">Bezüglich des Exportes von Erdölproduktion kommt es zu einer harten<lb/>
Konfrontation. Die AK ist sehr verärgert, daß im letzten Außenhandels<lb break="no"/>beirat, wenn der AK-Vertreter <rs type="person" ref="#per__127009">Zurek</rs> nicht aufgepaßt hätte, die Firma<lb/>
Avanti, Ing. <rs type="person" ref="#per__97787">Nouza</rs>, je 10.000 to Superbenzin, Normalbenzin und Diesel<lb break="no"/>kraftstoff um 165 Mio. S die Genehmigung zum Export bekommen hätte.<lb/>
Gleichzeitig aber wird Avanti eine Zollbegünstigung für Importe gewährt,<lb/>
weil die österreichische Versorgung durch die Inlandsproduktion nicht<lb/>
gesichert erscheint. In der Vergangenheit, am 10. März z.B. wurde für die<lb/>
Fa. Mobil ein Export von Dieselkraftstoff für 6,5 Mio. S noch abgelehnt.<lb/>
Niemand konnte sich diese Meinungsänderung des Handelsministeriums er<lb break="no"/>klären. Rücksprache mit MR <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs> von der Außenhandelsstelle ergab<lb/>
dann, daß dieser bei der Sitzung nicht anwesend sein konnte, er mir<lb/>
sofort dezidiert erklärte, diese Fehlentscheidung wäre von ihm wahr<lb break="no"/>scheinlich noch zu korrigieren gewesen, weil auch seiner Meinung nach<lb/>
die AK vollkommen recht hat und die bisherige Politik des Handelsmini<lb break="no"/>steriums fortgesetzt werden wird. Die Entscheidung für den Export von<lb/>
Normalbenzin und Dieselkraftstoff wäre überhaupt unvorstellbar, weil<lb/>
Superbenzin hatte <rs type="person" ref="#per__97787">Nouza</rs> bei einer Vorsprache bei mir angeblich ver<lb break="no"/>sprochen, er würde ungeheuer wertschöpfend exportieren, tatsächlich<lb/>
aber sind in all diesen Anträgen die Exportpreise unter den Importprei<lb break="no"/>sen, wir würden daher keine Wertschöpfung exportieren, sondern eine ne<lb break="no"/>gative Wertschöpfung schaffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Versuch den Beweggrund von Dr. <rs type="person" ref="#per__112977">Neuhold</rs><lb/>
über seine Zustimmung zu erfahren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_29">Bezüglich der Verordnung des Finanzministers über die Inkraftsetzung<lb/>
für 15 % Zoll auf alle Farbfernsehbildröhren möchte die AK nach Vor<lb break="no"/>sprache von Grundig-Betriebsräten dagegen Stellung nehmen. Sie meinte,<lb/>
daß es nur vertretbar wäre, die Philipsproduktion in Lebring nur für<lb/>
die Farbfernsehröhren zu schützen, die sie auch erzeugen. Alle ande<lb break="no"/>ren sollten aus Japan nach wie vor zollfrei eingeführt werden können.<lb/>
Da ich der AK und dem ÖGB durch etliche Male bei Jour fixen über die<lb/>
Problematik informiert habe, es auch bei allen eine einheitliche Mei<lb break="no"/>nung gegeben hat, war ich über diese neue Stellungnahme sehr verwun<lb break="no"/>dert. Innerhalb AK und ÖGB gibt es auch keine einheitliche Auffassung.<lb/>
Ich konnte mit Recht darauf verweisen, daß mich beide Institutionen<lb/>
in der Vergangenheit sogar zum extrem philipsprotektionistischen Stand<lb break="no"/>punkt gezwungen haben, dies gilt insbesondere für NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs>, ÖGB.<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> meinte nur, ich hätte versprochen, daß eine Aussprache über<lb/>
dieses Problem zwischen Philips, Grundig den Interessenvertretern und<lb/>
aller die sich dafür interessieren, im Handelsministerium stattfinden<lb/>
sollte. Diese Aussprache habe ich beabsichtigt, allerdings durch die<lb/>
Weigerung einzelner Teile, vor allem aber auch durch die Spitzengesprä<lb break="no"/>che, die ich in Eindhoven und Nürnberg getrennt geführt habe, zeigten mir<lb/>
klar, daß es derzeit nicht möglich ist zu einem Kompromiß zu kommen.<lb/>
Vielleicht ändert sich dieser Standpunkt, wenn die Verordnung in Kraft<lb/>
ist. Dann nämlich wird Grundig selbstverständlich weitere Zolleinfuhr<lb break="no"/>kontingente ersuchen. Ich selbst habe in Nürnberg Herrn <rs type="person" ref="#per__126281">Max Grundig</rs><lb/>
den Fall genau geschildert, er selbst meinte, ich müßte dies eben<lb/>
entscheiden, in weiterer Folge hatte er dann endlich zugesagt, er<lb/>
bräuchte noch 14 Tage Waffenstillstand, damit er mit dem Philipsvor<lb break="no"/>stand diese Problem bereinigt wird. Auch dieser Termin ist abgelaufen,<lb/>
ohne daß es zu einer Vereinbarung gekommen ist. Die AK-Vertreter haben<lb/>
dann meinen Vorschlag akzeptiert, sie sollen, was sie schon etliche<lb/>
Male getan haben, zu diesem Verordnungsentwurf verschweigen, da ja<lb/>
ein sehr kurzer Begutachtungszeitraum vom Finanzministerium vorgesehen<lb/>
ist, wäre dies sogar eine objektiv tragbare Begründung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit AK diesbezüglich Kontakt<lb/>
halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_31">AK-Vertreter, insbesondere <rs type="person" ref="#per__114598">Hruby</rs>, wollten von mir unbedingt die Zusage,<lb/>
daß ich jetzt die Fernwärmepreise zentral wieder regle, der Grazer<lb/>
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für diese Idee gewonnen. Die Steirer nämlich sind in sich nicht einig,<lb/>
Stadtwerke Graz und STEWEAG haben zwar die Idee einen entsprechenden<lb/>
Investitionszuschlag von 10 Groschen auf ihre verhältnismäßig tiefen<lb/>
Fernwärmepreise zu legen, möchten aber, daß nicht sie dies machen müssen,<lb/>
sondern daß ich diese Funktion übernehmen soll. <rs type="person" ref="#per__116993">Schachner-Blazizek</rs> hat<lb/>
über diese Idee die AK nicht informiert. Ich habe daher dezidiert er<lb break="no"/>klärt, solange nicht in dem ja jetzt arbeitendem Komitee über die<lb/>
Finanzierung der Fernwärme ein ganz konkreter Vorschlag vorliegt, so<lb break="no"/>lange insbesondere dann diese Belastungen, die für die Konsumenten er<lb break="no"/>wartet werden müssen, von der AK und ÖGB akzeptiert sind, solange die<lb/>
ganzen Vorschläge, die wir sicherlich machen werden müssen, mit den<lb/>
anderen Interessenvertretungen abgestimmt sind, solange bin ich nicht<lb/>
bereit, die Fernwärme zentral preiszuregeln, ich würde in diesem Fall nur<lb/>
der Prügelknabe für die Interessensvertretungen sein, die Länder wür<lb break="no"/>den sich dann wieder einmal mehr abputzen und erklären, daß haben eben<lb/>
die Wiener, sprich der Handelsminister, so verfügt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_32">Bezüglich der Urheberrechtswünsche der Verwertungsgesellschaften hat<lb/>
die AK, Mag. <rs type="person" ref="#per__114716">Knittler</rs>, größte Bedenken, daß diese die Gast- und Schankge<lb break="no"/>werbe, sprich Fremdenverkehrsbetriebe, hart treffen würde. Es gibt eine<lb/>
einstimmige Entschließung des Nationalrates, daß gegen Entgelt selbst<lb break="no"/>verständlich Videorecordervorführungen für die Gäste auf alle Fälle<lb/>
gesichert werden müssen, gegebenenfalls müßte man eine Zwangslizenz<lb/>
einführen, sodaß die Verwertungsgesellschaften und der ORF dann sich<lb/>
nicht mehr dagegen aussprechen können. Diese Meinung vertritt auch<lb/>
die Handelskammer, Dr. <rs type="person" ref="#per__112563">Farnleitner</rs> hat allerdings zu erkennen gegeben,<lb/>
daß es ihm nicht möglich war im Interessensausgleich ? eine einstimmige<lb/>
Beschlußfassung zu erreichen, weil z.B. auch die Kinos <del>es</del> sich neben<lb/>
den Verwertungsgesellschaften sehr dagegen aussprechen. Die AK be<lb break="no"/>fürchtet, daß im Justizministerium MR <rs type="person" ref="#per__135932">Dittrich</rs> aus gesamtjuristischen<lb/>
Überlegungen für eine praktikable Lösung wäre. Sie ersuchen deshalb<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hier initiativ zu werden, was dieser auch zugesagt hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band64_1982-04-02_33">Einige traurige Ereignisse hatte ich diesmal auch zu erfüllen. Der<lb/>
amerikanische Botschafter in Österreich ist unerwartet in Amerika ver<lb break="no"/>storben, erstmals habe ich erlebt, daß eine Botschaft dafür ein Kon<lb break="no"/>dolenzbuch auflegt. Das zweite traurige ist, daß mein Freund <rs type="person" ref="#per__114512">Koholzer</rs><lb/>
jetzt <choice><choice><sic>im Rudolfspital</sic><corr>in der Rudolfstiftung</corr></choice></choice> operiert werden mußte, ich habe ihn als Stein<lb break="no"/>klopfer, wie ich sagte, gerne besucht und mit ihm vereinbart, daß wir<lb/>
nach seiner Genesung gemeinsam in der Umgebung Mineralien suchen wer<lb break="no"/>den.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Zöllner</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>AK</occupation>
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               <persName type="label">Mühlbacher, Kurt</persName>
               <persName><surname>Mühlbacher</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>Vizepräs. BHK, Präs. FWV</occupation>
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            <person xml:id="per__113822">
               <persName type="label">Haslauer, Wilfried</persName>
               <persName><surname>Haslauer</surname><forename>Wilfried</forename></persName>
               <occupation>LH Sbg.</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Buchauer, Gerfried</persName>
               <persName><surname>Buchauer</surname><forename>Gerfried</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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