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            <title type="main">Dienstag, der  2. März 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band63_1982-03-02</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_01">Dienstag, 2. März 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_02">Beim Jour fixe mit der HK hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> anfangs, als wir beide noch<lb/>
allein waren, sehr geklagt über seine Schmerzen und <choice><choice><sic>vorallemal</sic><corr>vor allem einmal</corr></choice></choice> über die<lb/>
Schwierigkeiten in der ÖVP, er sei der ruhige Pol, zu ihm kommen sie,<lb/>
mehr Konkretes sagte er aber nicht. Abends war ich dann sehr überrascht<lb/>
im Fernsehen zu sehen, daß Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97686">Lanner</rs> doch seinen Posten räumt<lb/>
und die ÖVP-Spitze ganz klar und heimlich in der Fremdenverkehrshotel<lb break="no"/>fachschule der Wr. HK Modul ihren neuen Generalsekretär Dr. <rs type="person" ref="#per__128688">Graff</rs> vom<lb/>
Vorstand wählen ließ.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_03">In Anwesenheit von <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> und mir sagte er dann, eine weiter<lb/>
wie er glaub sehr wichtige Sache die man keinesfalls aufzeichnen sollte<lb/>
nämlich einen Zeitungsartikel in der irischen Presse über die Unter<lb break="no"/>suchung der Waffenlieferung an den Papst-Attentäter. In dieser Zeitung wurde<lb/>
von der BRD und von Österreich eine Fotokopie abgebildet. Die österr.<lb/>
FK ist ein strengst vertrauliches Schreiben der HK über Wahrnehmungen<lb/>
eines Außenhandelsstellenleiters. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> tat sehr empört, daß ein<lb/>
solch vertrauliches Schreiben überhaupt in die Presse gelangen kann.<lb/>
Der Eingangsstempel der Staatspolizei war deutlich sichtbar, also muß<lb/>
nach Meinung der Bundeskammer dieser Akt von der Staatspolizei irgend<lb/>
wie in Pressehände gekommen sein. Mich wundert dies gar nicht, denn auch<lb/>
in der österr. Presse, Profil, Wochenpresse, kann man immer wieder Akten<lb break="no"/>abzüge finden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_04">Wir diskutierten dann auch über die Steyr-Daimler-Puch-Trennung von<lb/>
BMW. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> meinte, es hätte keine andere Möglichkeit gegeben, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
verwies darauf, daß bereits der Vorvorgänger <add>[von]</add> <rs type="person" ref="#per__111400">Malzacher</rs> <rs type="person" ref="#per__1137583">Ryznar</rs>, aber<lb/>
auch sein Vorgänger <rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs> diese ganze unglückliche Entwicklung bei<lb/>
Steyr-Daimler-Puch mitverursacht haben. Außer dem Waffengeschäft sind<lb/>
alle anderen Produktionssparten negativ gebarend.<lb/>
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Jugend sich ganz entschieden gegen die Rüstungsproduktion wendet und<lb/>
von Steyr-Daimler-Puch eine Zivilproduktion erwartet. Alle haben wir<lb/>
allerdings eingesehen, daß dies leider nur ein frommer Wunschtraum<lb/>
sein kann. Steyr-Daimler-Puch müßte heute sofort subventioniert werden<lb/>
wenn es ausschließlich nur Friedensprodukte erzeugt. Ähnlich liegt die<lb/>
Situation bei der VÖEST-Alpine.<lb/>
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sehr froh von mir zu hören, daß <rs type="person" ref="#per__126281">Grundig</rs> selbst jetzt drei Wochen Waffen<lb break="no"/>stillstand will und die ganze Frage mit Philips noch einmal zu besprechen<lb/>
und in ein Kompromiß zu lösen.<lb/>
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und die drei Wochen Waffenstillstand nach Eindhoven mitteilen.<lb/>
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daß für die Forschung der E-Wirtschaft und <choice><choice><sic>vorallemal</sic><corr>vor allem einmal</corr></choice></choice> der Firmen, die<lb/>
Hochstromgeräte erzeugen, mich einsetzen. Für Investitionen sind 300 Mio.<lb/>
S notwendig, die Prüfungsanstalt Arsenal hat dazu keine Möglichkeit <choice><choice><sic>men</sic><corr>?</corr></choice></choice><lb/>
auch Elin in Weiz hat hiezu keine Anlagen und ist auch zu weit entfernt.<lb/>
Den Unternehmervertretern schwebt ein ähnliches Modell wie Seibersdorf<lb/>
vor, mit anderen Worten der Staat soll es bezahlen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die ganze Angelegenheit<lb/>
genau prüfen und mit Wissenschaftsministerium besprechen.<lb/>
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eingeladen habe, ich werde dies in Hinkunft auch stets tun damit Präs.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> keine Ausrede hat und sagt ich vernachlässige die HK. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs><lb/>
meint, ihm erscheint es wertvoller, wenn der zuständige Referent in die<lb/>
Delegation von Seiten der HK entsendet wird. Mir persönlich ist es<lb/>
ja wirklich auch vollkommen egal.<lb/>
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ihren Wunsch MR <rs type="person" ref="#per__116916">Waas</rs> zur Multifaserverhandlung nach Manila schicke,<lb/>
die 40.000 S, welche die Reise in die vier Staaten kosten wird, muß die<lb/>
HK indirekt dem Handelsministerium bei anderen Angelegenheiten ersetzen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat es zwar im Prinzip abgelehnt, ich glaube aber, daß wir<lb/>
bei konkreten Wünschen sehr wohl diese Vorleistung auf einen anderen<lb/>
Gebiet der HK anrechnen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_13">Ich habe <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> die Kohlenvorratsgesetzverpflichtung der Importeure<lb/>
in der Schweiz gegeben, und ersucht er soll dies genau studieren und<lb/>
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vorgesehen, daß die Kohlenimporteure verbilligte Kredite bekommen kön<lb break="no"/>nen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__131107">GROSSENDORFER</rs>: Bitte sofort eruieren lassen, wie die<lb/>
Kreditsätze heute dort verrechnet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_15"><rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> hat jetzt eine Stacheldrahtausschreibung des Bundesheeres, wo<lb/>
österr. Firmen hofften, daß sie diesen Zuschlag freihändig bekommen,<lb/>
als Anlaß genommen um neuerdings bei mir intervenieren wie wir stärker<lb/>
österr. Zulieferung berücksichtigen könnten. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> ist sich vollkom<lb break="no"/>men klar, daß die Ö-Norm 2040 in den Punkten 1, 3 und 4 dagegen spricht,<lb/>
auch das neue Ausschreibungsgesetz spricht ja nur tunlichst die volks<lb break="no"/>wirtschaftlichen Interessen zu berücksichtigen. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> war sehr beruhigt<lb/>
von mir zu hören, daß solange dieses neue Gesetz nicht inkraft ist<lb/>
wir im Handelsministerium sehr wohl Importe durch interministerielle<lb/>
Beratungen in einem nicht offiziellen Komitee wirksamst überprüfen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> wird seinen Firmen sagen, daß sie sich auch diesbezüglich an uns<lb/>
wenden können. Seine volkswirtschaftl. Abteilung hat ihm jetzt eine<lb/>
Unterlage gegeben, daß Lieferpreise <add>[der]</add> österr. Firmen, selbst wenn sie um<lb/>
40 % höher sind als die Importpreise noch immer gesamtwirtschaftl.<lb/>
vertretbar sind denn durch die Steuerleistung und die Tatsache, daß die<lb/>
Wertschöpfung im Inland bleibt, läßt sich eine solche Preisdifferenz<lb/>
verteidigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs><add>+ <rs type="person" ref="#per__109811">Marsch</rs></add>: Bitte von <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs> genau prüfen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_17"><rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> urgierte neuerdings, daß bei der Zuckerpreisfestsetzung für<lb/>
Würfel- u. Staubzucker nur der Fabrikabgabepreis geregelt werden sollte<lb/>
Ab dieser Stufe sollte der Preis frei sein, obwohl wir bereits vor län<lb break="no"/>gerer Zeit einmal den Würfelzucker aus der Preisregelung herausgenommen<lb/>
hatten dann aber wieder in die Preisregelung nehmen mußten, weil an<lb break="no"/>sonsten das ganze Zuckerpreis- u. Ausgleichssystem zusammengebrochen<lb/>
wäre, beharrt <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> auf seinen Vorschlag. Da die Präsidenten der ande<lb break="no"/>ren Interessensvertretungen dies in der letzten Paritätischen Kommission<lb/>
einstimmig beschlossen haben, habe ich dann mit SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und MR <rs type="person" ref="#per__117640">Kurzel</rs><lb/>
der dagegen größte Bedenken hat diese Frage noch einmal besprochen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__117640">Kurzel</rs> ist bereit, wenn in der Preiskommission alle Interessensver<lb break="no"/>tretungen dieser Idee zustimmen, sie dann trotz seiner größten Bedenken<lb/>
dann durchzuführen. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> hatte wieder einmal vorgeschlagen ich sollte<lb/>
ganz einfach eine Weisung geben, was ich aber ganz strikt ablehnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_18"><rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> verwies auf den Wunsch des Dr. <rs type="person" ref="#per__1137584">Zaki Hano</rs>, einem Ägypter in<lb/>
Österreich, der eine Wirtschaftszeitung für die arabische Welt heraus<lb break="no"/>geben möchte und von der HK entsprechende Unterstützung braucht. Diese<lb/>
verweist allerdings darauf, daß sie eine eigene Zeitschrift in Arabisch<lb/>
herausgibt und anfängliche Übersetzungsfehler jetzt nicht mehr vorkom<lb break="no"/>men, die Kritik von <rs type="person" ref="#per__1137584">Zaki</rs> bezügl. der Übersetzung von der Uni. geprüft<lb/>
wurde und als nicht berechtigt zurückgewiesen wird. Die HK wird <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs><lb/>
noch einmal von ihrer weiteren Untersuchung verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_19">Meinem Vorschlag, über die Lehrlingseinstellung für den Sommer entspre<lb break="no"/>chende Gespräche zu beginnen, damit so wie bisher die Unterbringung ge<lb break="no"/>währleistet wird, stimmt <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> sofort zu. Er wendet sich nur gegen die<lb/>
Idee des Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>, ein Jugendeinstellungsgesetz wieder ins Leben zu ru<lb break="no"/>fen. Das vor Jahrzehnten in Österreich bestehende hat man übereinstim<lb break="no"/>mend bei allen Interessensvertretungen dann auslaufen lassen, durch die<lb break="no"/>ses Gesetz haben Firmen Jugendliche aufgenommen. Da sie sie meistens<lb/>
nicht ausbilden konnten, wurde diese als Hilfsarbeiter verwendet. Dies<lb/>
ist genau die gegenteilige Entwicklung, die die HK, aber auch das Sozial<lb break="no"/>ministerium und gar das Handelsministerium wünschten. Da ich für die<lb/>
Lehrlingsprobleme noch immer zuständig bin, erklärte ich, es müßten<lb/>
aber jetzt schon bereits Gespräche über die mögliche Unterbringung<lb/>
stattfinden. Auch eine individuelle Ausnahme für Firmen, wenn sie mehre<lb break="no"/>re Lehrlinge als die derzeitig im Verhältnis zahlen zulassen einstellen<lb/>
wollen, wird von der HK als richtig angesehen. Eine generelle Herab<lb break="no"/>setzung der Verhältniszahlen lehnt die HK wie übrigens auch die Ge<lb break="no"/>werkschaft ab.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_20">ANMERKUNG FÜR SEKT.CHEF <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte mach auf Beamtenebene die ersten<lb/>
Besprechungen, welche zusätzliche Maßnahmen wir ins Auge fassen soll<lb break="no"/>ten.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_21">In der MRV hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sofort mit dem Steyr-Daimler-Puch-Problem be<lb break="no"/>gonnen. Er ist irrsinnig verärgert, daß <rs type="person" ref="#per__111400">Malzacher</rs> ihn überhaupt nicht<lb/>
informierte. Seine ersten Informationen hat er vom Betriebsrat NR <rs type="person" ref="#per__146460">Heigl</rs><lb/>
bekommen, dies alles unter der Hand. Die Bundesregierung hat aus dem<lb/>
Forschungsförderungsfonds für 3 Jahre 60 Mio. aus den 300 Mio., die die<lb/>
HK zur Verfügung stellt, für 2 Jahre 50 Mio. Zinsenzuschuß 1978 von 75<lb/>
Mio. Arbeitsmarktförderungsschulungszuschüsse für 2 Jahre 30 Mio. und vom<lb/>
Bundesbudget 439 Mio. zugesagt. Insgesamt betragen die ganzen Zusagen<lb/>
eine Milliarde 0,05 Millionen. Das Land OÖ hat 114 Mio., die Stadt Steyr<lb/>
41 Mio. ohne Auflage der SDP und BMW gegeben. Dies sind ca. 15 % der<lb/>
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Drittel gewesen. Der <rs type="person" ref="#per__114911">List</rs>-Motor hätte keine Schwächen, nur die Einspritz<lb break="no"/>pumpen funktionieren nicht, Bosch hat sich zurückgezogen und <choice><choice><sic>mit der</sic><corr>die?</corr></choice></choice><lb/>
österr. Fa. Friedmann &amp; Maier in Salzburg wurde nie beauftragt. Derzeit<lb/>
will die SDP mit einer Schweizer Firma diesbezüglich wegen der <choice><choice><sic>industri</sic><corr>industriellen?</corr></choice></choice><lb/>
Fertigung Verhandlungen führen. Das Ganze, so sagte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, sei durch<lb/>
eine Indiskretion von Gen.Sekretariat der CA an die Presse gelangt,<lb/>
die Presse hätte von ihr erfahren, daß in den nächsten Tagen hier eine<lb/>
große Entscheidung bevorsteht. Jetzt ist die SDP wegen 3.000 Maschinen<lb break="no"/>pistolen für Bolivien wieder an ihn herangetreten. Nach Bolivien könne<lb/>
man diese Waffen aber nicht exportieren. Die sei keine Racheaktion,<lb/>
sondern der demokratischen Regierung hat man Kettenfahrzeuge geliefert<lb/>
der jetzigen aber nicht mehr. <rs type="person" ref="#per__111400">Malzacher</rs> gilt als Wunderknabe der ÖVP,<lb/>
bezieht 350.000 S pro Monat, die ÖVP wird sich aber hüten, ihn oder die<lb/>
Regierung wegen dieser <choice><choice><sic>Entscheig</sic><corr>Entscheidung? hs. Korrektur erscheint unsinnig, Anm.</corr></choice></choice> zu attackieren. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ersuchte<lb/>
dann <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> noch zu ergänzen, dieser hat mit <rs type="person" ref="#per__111400">Malzacher</rs> eine lange<lb/>
Aussprache gehabt und er bedauert die <sic>unzeitige</sic> Veröffentlichung. Der<lb/>
Aufsichtsrat am 24.2. hat einstimmig die Trennung beschlossen, da der<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114911">List</rs>-Motor nicht zeitgerecht geliefert werden kann, hat BMW die Möglich<lb break="no"/>keit die Vertragsauflösung zu verlangen. Sie bezahlt dafür 400 Mio.<lb/>
cash, der Zinsenverlust aber darf dabei nicht außer Acht gelassen werden.<lb/>
Der Ministerrat hat am 21.10.81 654 Mio., vorher schon 156 Mio. beschlos<lb break="no"/>sen. Am 14.12.82 sollte noch bei der FGG 424 Mio. beschlossen werden<lb/>
die FGG, Dr. <rs type="person" ref="#per__126298">Hutterer</rs>, hat bis jetzt nichts gehört, <rs type="person" ref="#per__111400">Malzacher</rs> sagt, sein<lb/>
Finanzdirektor hat einen Herzinfarkt gehabt und deshalb seien all diese<lb/>
Informationen unterblieben. Derzeit seien an den M 105, also an den<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114911">List</rs> -Motoren 300 Leute beschäftigt, bald werden es 1.000 sein. In Summe<lb/>
sind 1,2 Mrd. S Anlaufverluste und Anlageninvestitionen bis jetzt ent<lb break="no"/>standen. Die Summe der Förderung müßten jetzt durch neue Verträge neu<lb/>
beschlossen und neu aufgeteilt werden. Die Frage für <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ist, wie<lb/>
lange noch Autofirmen mit SDP zusammenarbeiten werden.<lb/>
Mercedes gemeinsame Fertigung aufgelöst, jetzt soll in Zukunft noch mit<lb/>
VW in Graz der <choice><choice><sic>Allrad</sic><corr>?</corr></choice></choice> gemeinsam erzeugt werden, niemand weiß wie dies<lb/>
enden wird. Die Frage, ob SDP überhaupt ein zuverlässiger Partner ist,<lb/>
wird aktuell, in der Verlautbarung der CA sieht <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eine Absicht,<lb/>
diese umso mehr als jetzt wieder dort herauskommt, daß SDP billiger<lb/>
als GM abgeschlossen hat. Für <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> ist die ganze Angelegenheit eine<lb/>
Frage, daß man blockiertes Anlagevermögen aktivieren möchte, um über<lb break="no"/>haupt für 82 eine Bilanz herstellen zu können. Er stellt fest, daß<lb/>
im Briefverkehr 5 bis 6 Wochen mit SDP dies abgehandelt wird, welches<lb/>
normalerweise mit Telex sofort erledigt werden kann. BMW sei daher<lb/>
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geschieht eine politische Absicht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_22"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> berichtet dann über den Brief des Kardinal <rs type="person" ref="#per__109820">Königs</rs> über den Katho<lb break="no"/>likenkrach, damit seien die Schwierigkeiten zwischen ihm und der Kirche er<lb break="no"/>ledigt nur die Bischöfe von Innsbruck, St. Pölten und Wien, <rs type="person" ref="#per__1137585">Krätzl</rs>, seien<lb/>
als Radikalinski immer wieder an einer Spannung der Regierung und der<lb/>
Kirche interessiert. Bei dieser Gelegenheit erwähnt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, daß die österr.-<lb/>
poln. Verhandlungen über Kohlenlieferungen, die österr.-sowjet. Verhandlung<lb/>
über Gaslieferungen weitergeführt werden und ohne US-Beeinflussung so wie<lb/>
in der Vergangenheit von uns abgewickelt werden. Wir lassen uns von nie<lb break="no"/>mandem etwas vorschreiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_23">Trotzdem ist es immer wieder zweckmäßig darauf zu verweisen, daß das<lb/>
polnische Militärregime so schnell als möglich die Inhaftierten rauslassen<lb/>
soll. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat auch von polnischen Sozialdemokraten, die sich im Vor<lb break="no"/>jahr konstituierten, aus der Haft einen Brief bekommen. Der internationale<lb/>
Sekretär <rs type="person" ref="#per__97507">Hacker</rs> soll versuchen, wie man hier direkte Hilfe dieser Gruppe<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_24"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kommt dann auf die Friedensaktion am 15. Mai zu sprechen. Die SPÖ<lb/>
wird am 1. Mai ihre Parolen "Frieden erhalten, Freiheit sichern, Wirtschafts<lb break="no"/>krise bekämpfen" tragen. Er befürchtet, daß in der Friedensaktion der<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97552">Hindels</rs>, <rs type="person" ref="#per__111409">Cap</rs> und <rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs> schon zugestimmt haben, gegen die Eisenstädter<lb/>
Beschlüsse der SPÖ nämlich keine KP gemeinsamen Aktionen zu machen, ver<lb break="no"/>stoßen wird. Die SU als größter Waffenlieferant der Dritten Welt wird von<lb/>
der KP dann dort wieder weitestgehend gegen die Friedensaktion ausgespart<lb/>
bleiben. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> berichtet über den Frauentag, wo jüngere Frauen nur mit<lb break="no"/>gehen wollen, wenn man auch über ihre Probleme diskutiert. Am 15. Mai wurde<lb/>
beschlossen, auch gegen Afghanistan zu demonstrieren. <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> meinte dann,<lb/>
die <rs type="person" ref="#per__124044">Offenbeck</rs>-Erklärung, wonach nur am 1. Mai die Sozialisten marschieren<lb/>
werden, hätte dort ein Pfeifkonzert ausgelöst und stellt die Frauentagskon<lb break="no"/>ferenz als negatives Ergebnis dar: starke Polarisation am Podium, keine Eini<lb break="no"/>gung, einseitige Parolen usw. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> hat sofort festgestellt, daß es bei<lb/>
diesem Frauentag wo sie den Vorsitz führte, wesentlich milder zugegangen<lb/>
ist als 1981. Es war für alle Anwesend ein guter Frauentag. <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> hatte<lb/>
sich nur kurz dort aufgehalten und sei deshalb zu diesem Eindruck gekommen.<lb/>
Auch Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> meinte, man muß mit den anderen diskutieren, die<lb/>
Jugend könne sich gar nicht an andere Regierungen erinnern. Dazu bemerkte<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> allerdings, daß dies schon stimmt, aber deshalb auch die Jugend das<lb/>
Gefühl hat, sie muß unbedingt gegen diese Regierung demonstrieren, wenn wir<lb/>
einmal in der Opposition sind, wird sie dies dann täglich können, weshalb<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_25">Es wurde dann noch von anderen, <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs>, <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs>, <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs>, über<lb/>
diese Demonstration resp. Friedensaktion diskutiert, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hofft, daß<lb/>
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Es gilt zu überlegen, ob nicht doch auch der Bundesjugendring dann als<lb/>
überparteiliche Organisation dies übernimmt, in dem Fall wäre auch die<lb/>
ÖVP eingebunden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> stellt zum Schluß fest, es ist zwar wichtig<lb/>
wer die Organisation macht, aber wichtiger ist es, daß diese Demonstra<lb break="no"/>tion unsere Parolen zeigt und nicht von der KP dann niederdemonstriert<lb/>
wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_26"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtet dann sowie auch in der Regierungssitzung selbst über<lb/>
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sieht man, wie plakativ er denkt, die Arbeitslosenziffer zurückgegangen.<lb/>
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betrug die Arbeitslosenrate 3 1/3 %, jetzt 5,1 %. Bei einer Pariser Ar<lb break="no"/>beitsministerkonferenz von der OECD wird <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> versuchen aus den<lb/>
Resolutionen, die Philosophie, Arbeitslosigkeit muß man hinnehmen, Lohn<lb break="no"/>kürzungen sind zweckmäßig, die Sozialpolitik muß zurückgesteckt werden,<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_27"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> verweist auf den BR-Einspruch <add>[unsinnige hs. Korr. auf "PR", Anm.]</add> für das Wohnbauprogramm durch die<lb/>
ÖVP, dies muß stärker in der Publizistik herausgestrichen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_28"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> ersucht dann auch man sollte sich jetzt darüber einigen, wie<lb/>
man den Schriftstellern eine Pensionsversicherung zusichern kann.<lb/>
Seinerzeit war beabsichtigt einen Bibliotheksgroschen einzuführen, dies<lb/>
hätte einen ungeheuren Verwaltungsaufwand gebracht, jetzt wird <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs><lb/>
versuchen die sozialversicherungsrechtliche Absicherung. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> er<lb break="no"/>gänzt allerdings, daß ja immer die Frage ist, wer bezahlt den Unterneh<lb break="no"/>merbeitrag, damit nicht der Staat alles bezahlen muß, bei den Bauern<lb/>
wo eine ähnliche Situation war hat heute der Staat schon 75 % der Pen<lb break="no"/>sionen zu bezahlen. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> verweist, daß jetzt am Samstag eine Demon<lb break="no"/>stration der Schriftsteller erfolgen wird, obwohl sie 1 1/2 Mio. S<lb/>
Subvention bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_29">NR <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs>, der für den Pensionistenverband berichtet, daß 1982 ein<lb/>
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das Jahr der Alten ausgerufen, trotzdem meint <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs>, im Hinblick auf<lb/>
die 83er-Wahlen müssen wir uns um die Älteren mehr kümmern. Bei National<lb break="no"/>ratswahlen werden 30 % über 60 Jahr<add>[-e alt]</add> sein, in Wien sogar 37 %, bei den<lb/>
Alten sind im Pensionistenverband nur 23 % organisiert, obwohl dies<lb/>
der stärkste Verband ist, er macht auch darauf aufmerksam, daß es jetzt<lb/>
eine Organisation EURAG gibt, die nur 300 Mitglieder hat und sich an<lb/>
die Ministerien um Unterstützung wendet. Zur Koordinierung dieser Alten<lb break="no"/>tätigkeit ist im Sozialministerium MR <rs type="person" ref="#per__1137586">Simatzek</rs>, Vizepräsident des ASKÖ<lb/>
Wien, im Pensionistenverband er selbst tätig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__1137586">Simatzek</rs> Kontakt bezüglich unserer Ak<lb break="no"/>tivitäten aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_31">Außenminister <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> berichtet, daß jetzt in afrikanischen Staaten wegen<lb/>
der Veröffentlichung, daß auch die Südafrikaner Polenflüchtlinge auf<lb break="no"/>nehmen, Verärgerung besteht. Offiziell, erklärt <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs>, wurde nichts veröf<lb break="no"/>fentlicht, sondern hier wird immer nur von Amerika, Kanada und Austra<lb break="no"/>lien gesprochen Inoffiziell wissen wir aber, daß es auch viele Polen<lb/>
gibt, die nach Südafrika auswandern, weil sie eben woanders nicht unter<lb break="no"/>kommen. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> berichtet, daß die Polenhilfe eben jetzt ca. 1 1/2 Mrd. S<lb/>
kosten wird, im ersten BÜG werden es 800 Mio. direkt sein und für die<lb/>
Verdoppelungsaktion 75 Mio. Im zweiten BUG werden es weitere 200 Mio<lb/>
sein und auch für Kasernenräumung muß er 75 Mio. bereitstellen. Er meint<lb/>
auch, daß jetzt die Verdoppelungsaktion geschlossen werden muß, sonst<lb/>
besteht nämlich eine permanente Aktion. <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> befürchtet, daß die kari<lb break="no"/>tativen Organisationen noch etliche dutzende Millionen ständig sonst<lb/>
zum Verdoppeln einreichen würden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ergänzt gleich, er wird in<lb/>
Hinkunft in der Entwicklungshilfe nicht so viel Geld ausgeben können,<lb/>
weil Österreich auch für die Polenflüchtlinge diese 1 1/2 Mrd. S aufge<lb break="no"/>wendet hat.<lb/>
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der Hochschulen. Die ÖVP hätte hier entsprechend angreifen wollen, in<lb/>
ihrer Pressekonferenz vorher hatte sie ja die Parole ausgegeben, Hoch<lb break="no"/>schulen in Not. Bei der Enquete hat sich dann rausgestellt, daß selbst<lb/>
die Rektoren und Assistentenvertreter zugeben mußten, daß sehr viel für<lb/>
die Hochschule geschieht, Personalmangel kann man der ÖVP teilweise<lb/>
sogar zuschieben, weil sie immer wieder erklärt, es gibt zu viele<lb/>
Schreibtische. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> verweist darauf, daß der Bildungssektor<lb/>
immer mehr zum Vorläuferorganisation der ÖVP wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_33"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwähnt dann zum Schluß noch, daß die Althangründe, d.h.<lb/>
der Franz-Josefs-Bahnhof unter die Rechnungshofkontrolle gestellt wird,<lb/>
obwohl die Eigentumsverhältnisse, Kuratorium usw. vielleicht die Außer<lb break="no"/>achtlassung der Rechnungshofkontrolle begründen würden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_34">Im Ministerrat hat dann <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> den <rs type="person" ref="#per__109820">König</rs>-Brief genau verlesen, zu dem<lb/>
Katholikentag Parole Hoffnung Leben, Hoffnung geben, wird auch der<lb/>
Papst wahrscheinlich kommen. Der Ministerrat beschließt, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
und die zuständigen Minister mit Kardinal <rs type="person" ref="#per__109820">König</rs> und dem Leiter der<lb/>
Katholischen Aktion <rs type="person" ref="#per__1137589">Ploier</rs> Verhandlungen führen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_35">Zentraldirektor <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyer</rs> vom Werk Gmünd ersucht mich weiter um wohl<lb break="no"/>wollende Unterstützung seiner Pläne. Er hätte gehofft, für seien ver<lb break="no"/>faulten Erdäpfel ein Brennrecht zu bekommen. Gratkorn hat 35.000 hl<lb/>
zurücklegen müssen, Niklasdorf 25.000 hl und auch in Pöls sind derzeit<lb/>
20.000 nur Vorbehaltslösungen genehmigt, die jederzeit an Gmünd über<lb break="no"/>tragen werden könnten. Das Brandweinmonopol ist dazu aber nicht bereit.<lb/>
Die kartellmäßige Aufteilung, 50 % Sulfitsprit, also Papierindustrie<lb/>
25 % Melasse, 25 % landwirtschaftliche Brennereien, wird nicht geändert.<lb/>
Der Vertreter der landwirtschaftlichen Brennereien <rs type="person" ref="#per__1137587">Eichinger</rs> erklärt,<lb/>
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MR <rs type="person" ref="#per__137693">Mayer</rs> im Finanzministerium ist nicht bereit, den Wünschen <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyers</rs><lb/>
entgegenzukommen. Die Landwirtschaft hat sich mit den Rübenbauern über<lb/>
die Grünsiruplösung weitestgehend eingeschaltet und Gmünd wieder ver<lb break="no"/>drängt. Gmünd muß jetzt mit der VÖEST-Alpine einen Produktionsbetrieb<lb/>
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wenn er gleichzeitig auch ein Veto hat, bei österreichischen Produzenten,<lb/>
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S inkl. Reinigung dieses mit der VÖEST entwickelte Verfahren imstande<lb/>
um 12.32 S bei Vollauslastung zu fahren. Da derzeit noch Forschung und<lb/>
Entwicklung betrieben wird, kommt es auf 15.30 S. <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyer</rs> erwartet<lb/>
auch Unterstützung bei seinem Initiativantrag über eine Stärkeabgabe<lb/>
und vor allem eine neue Erdäpfelpreiserhöhung, derzeit 82 Groschen pro<lb/>
kg, mindestens aber über 1 S notwendig. Derzeit lagern 6000 to Stärke<lb/>
wozu er jetzt sogar noch eigene Lager bauen müßte. Ich habe <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyer</rs><lb/>
nur zugesichert, daß das Ministerium sich mit dem Finanzministerium,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110130">Kaber</rs>, über all diese Wünsche ins Einvernehmen setzen wird. <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyer</rs><lb/>
ist ja schon glücklich, wenn er mit mir reden kann, die anderen hören<lb/>
ihm ja nicht einmal mehr zu.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_36">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Abteilung soll mit MR <rs type="person" ref="#per__110130">Kaber</rs> Kontakt aufneh<lb break="no"/>men.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_37">Die Firma Linz Textil möchte, daß das Handelsministerium eine Energie<lb break="no"/>sparstudie veranlaßt. In der Textilindustrie könnte man ungeheuer viel<lb/>
Energie durch Wärmepumpen sparen. Sie selbst sind bereit, die Unterla<lb break="no"/>gen zur Verfügung zu stellen und auch einen Teil dazu beizutragen.<lb/>
Wir einigten uns sofort, daß jetzt die Energiesektion alle Unterlagen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126515">Thalhammer</rs> hatte sowieso schon zugesagt, der Firma zur Verfügung stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_38">Die Aussprache mit allen Präsidenten der OÖ Interessensvertretungen, aber<lb/>
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rückwirkender Bescheid gegeben, keine Nachforderung bis 1. Jänner 81,<lb/>
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bis 1.12.82, wenn die derzeitigen Förderzinse 15 % beibehalten werden.<lb/>
Dies hat auch das Finanzministerium mir schon zugesagt. Ab 1.12. bis<lb/>
31.5.83 wird der Preis auf 2 S raufgesetzt, defacto aber wird durch<lb/>
Änderung der Berechnungsumlage für den Förderzins, nämlich Importabgabe<lb/>
preis von 3 S die RAG 1,82 S defacto weiterverrechnen. Alle 6 Monate<lb/>
wird der Preisbescheid überprüft und die Preisdifferenz gegenüber der<lb/>
ÖMV soll 15 Groschen nicht überschreiten. In der Diskussion meinte<lb/>
Präs. <rs type="person" ref="#per__114520">Trauner</rs>, zuerst hätte man geglaubt, 1,75 S würden der RAG genügen<lb/>
er kann aber den 1,82 S auch zustimmen, weil die OÖ Ferngas, Geschäfts<lb break="no"/>führer <rs type="person" ref="#per__116012">Amon</rs>, war anwesend, sofort akzeptiert hat, daß auch das für 82<lb/>
keine Preiserhöhung bringen wird. AK-Präsident <rs type="person" ref="#per__116950">Schmidl</rs> meinte, es gäbe<lb/>
hier noch Bedenken der AK, zuerst sei die 15-Groschen-Preisdifferenz<lb/>
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die notwendigen Gasmengen von der OÖ Ferngas preiswerter zur Verfügung<lb/>
zu stellen. Dem hat sich dann auch Präs. <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs> in der Diskussion ange<lb break="no"/>schlossen, nicht zuletzt wegen der zu erwartenden Düngemittelpreiser<lb break="no"/>höhung.<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> vereinbart habe, daß der Förderzins bei 15 % bleibt, allerdings<lb/>
sich die Berechnungsgrundlage ändert, was aber darüber hinaus für die<lb/>
Lager 1 Groschen pro m³ weiter verlangt werden muß. Dagegen remonstrier<lb break="no"/>te zuerst Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, als er dann aber erfuhr, daß auch jetzt<lb/>
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dann drohte ich an, wird es nicht bei dem einen Groschen bleiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_40">Mit dem Finanzminister habe ich vorher schon vereinbart, daß der Gas<lb break="no"/>förderzins 15 % beträgt, Rohöl ab 1. Jänner 82 aber mit 20 % erhöht<lb/>
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OÖ AK <rs type="person" ref="#per__123479">Preinfalk</rs> unbedingt den Präs. <rs type="person" ref="#per__116950">Schmidl</rs> dazu bringen wollen, daß der<lb/>
draufschreibt nur "zur Kenntnis genommen". Dies hat sich <rs type="person" ref="#per__116950">Schmidl</rs> aber,<lb/>
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Er hat das Protokoll also ohne Einschränkung unterschrieben nur die<lb/>
Stellungnahme der AK wurde wenn man so will dem Protokoll beigefügt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_42">Die Fa. Schrack, der BRO wollte vom Handelsministerium eine Information,<lb/>
wie er einen Computer am Flughafen Budapest zu installieren, liefern<lb/>
könnte. Noch immer sind die Amerikaner in der CoCom-Liste gegen jede<lb/>
Computerlieferung in die Oststaaten insbesondere natürlich in die SU.<lb/>
Die Fa. Schrack wird jetzt versuche, ob sie diese Schwierigkeit über<lb break="no"/>winden kann. Wir können hier keinerlei Ausnahmebestätigung geben, wohl<lb/>
aber können wir sofort die Endverbleibsbestätigung ausstellen, die von<lb/>
amerikanischen Exporteuren gewünscht werden, wenn der Computer von der<lb/>
Fa. Schrack z.B. an eine andere österreichische Firma weiterverkauft<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_43">Ein Präzisionswerkzeugfabrikant <rs type="person" ref="#per__1137590">Rauch</rs>, vor 10 Jahren als Selbständiger<lb/>
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einen Export nach Philips Holland beteiligt. Er hat beim österreichi<lb break="no"/>schen Exportfonds um 3,8 Mio. Exportförderung eingereicht. Zu seiner<lb/>
größten Verwunderung hat dies monatelang gedauert und jetzt hat man<lb/>
ihm 500.000 S genehmigt. In der Zwischenzeit hat er sich anders helfen<lb/>
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500.000 S bekommt, dann soll er sie nehmen, MR <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> wird versuchen<lb/>
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ihm empfohlen, er soll diesbezüglich Verhandlungen mit dem Exportfonds<lb/>
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konnte ihm glaube ich doch ein wenig helfen die Situation zu verstehen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> wird übrigens beim Exportfonds intervenieren, wieso so geringe<lb/>
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Kaserne diskutiert. Unsere Genossen wollen nicht einsehen, daß der Bund<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-03-02_46">In der Bezirksausschußsitzung gab es über meinen Bericht dann eine<lb/>
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der Auflassung von Stationen im Zuge des Tramwaybeschleunigungsverfah<lb break="no"/>rens.</p>
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            <head>Tagesprogramm, 2.3.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 123. Ministerratssitzung, 2.3.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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            <head>Nachtrag TO 123. Ministerratssitzung, 2.3.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Preinfalk, Hans</persName>
               <persName><surname>Preinfalk</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Sekr. AK Linz</occupation>
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               <persName type="label">Sallinger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Sallinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
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               <persName type="label">Grossendorfer, Enno</persName>
               <persName><surname>Grossendorfer</surname><forename>Enno</forename></persName>
               <occupation>Stat. Zentralamt, ab 1981 Büro JS</occupation>
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               <persName type="label">Kurzel, A</persName>
               <persName><surname>Kurzel</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Anwalt Paris, Frkr., Bruder v. MR Kurzel</occupation>
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               <persName type="label">Pahr, Willibald</persName>
               <persName><surname>Pahr</surname><forename>Willibald</forename></persName>
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               <persName type="label">Fast, Franziska</persName>
               <persName><surname>Fast</surname><forename>Franziska</forename></persName>
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               <persName type="label">Firnberg, Hertha</persName>
               <persName><surname>Firnberg</surname><forename>Hertha</forename></persName>
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               <persName type="label">Fischer, Heinz</persName>
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               <persName type="label">Lehner, Hans</persName>
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               <persName type="label">List, Hans</persName>
               <persName><surname>List</surname><forename>Hans</forename></persName>
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               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
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               <occupation>Finanzminister</occupation>
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               <persName type="label">Eypeltauer, Beatrix</persName>
               <persName><surname>Eypeltauer</surname><forename>Beatrix</forename></persName>
               <occupation>SPÖ-NR-Abg., Staatssekretärin</occupation>
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               <persName type="label">Dallinger, Alfred</persName>
               <persName><surname>Dallinger</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>ZS GPA, ab 1980 Sozialminister</occupation>
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               <persName type="label">Fabrizii, Christoph</persName>
               <persName><surname>Fabrizii</surname><forename>Christoph</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Amon, Walter</persName>
               <persName><surname>Amon</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>GF Ferngas OÖ</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Hacker, Walter</persName>
               <persName><surname>Hacker</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Sozialistische Korrespondenz (SK)</occupation>
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               <persName type="label">König, Franz</persName>
               <persName><surname>König</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Kardinal</occupation>
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               <persName type="label">Sinowatz, Fred</persName>
               <persName><surname>Sinowatz</surname><forename>Fred</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister</occupation>
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               <persName type="label">Mayer, E</persName>
               <persName><surname>Mayer</surname><forename>E</forename></persName>
               <occupation>Amtsrat im FM [1971 Vorschlag Kreiskys, einige B-Beamte in den A-Stand zu
                  übernehmen, wofür zunächst nur ÖVP-Leute in Frage kämen, Mayer sei ein typisches
                  Beispiel dafür; Schreibung?; ident mit einem schon vorhandenen Mayer, ev. anders
                  geschrieben?; wird am 9.11.1971 nochmals erwähnt, hier mit Titel
                  Hofrat]</occupation>
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               <persName type="label">Kaber, Walter</persName>
               <persName><surname>Kaber</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat Finanzministerium</occupation>
               </person>
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               <persName type="label">Wohlmeyer, Heinrich</persName>
               <persName><surname>Wohlmeyer</surname><forename>Heinrich</forename></persName>
               <occupation>Agrarindustrie Gmünd</occupation>
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               <persName type="label">Thalhammer, Johann Christian</persName>
               <persName><surname>Thalhammer</surname><forename>Johann
                  Christian</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM; evtl. Falschidentifikation</occupation>
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               <persName type="label">Trauner, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Trauner</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>oö. ÖVP-LR</occupation>
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               <persName type="label">Lanc, Erwin</persName>
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               <persName><surname>Schmidl</surname><forename>Sepp</forename></persName>
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               <persName type="label">Schranz, Edgar</persName>
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               <persName type="label">Grundig, Max</persName>
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               <persName type="label">Offenbeck, Jolanda</persName>
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               <persName type="label">Edlinger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Edlinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
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               <persName type="label">Waas, Gerhard</persName>
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               <persName type="label">Malzacher, Hans Michael</persName>
               <persName><surname>Malzacher</surname><forename>Hans Michael</forename></persName>
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               <persName type="label">Rabus, Karl</persName>
               <persName><surname>Rabus</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>GD Steyr-Daimler-Puch</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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