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            <title type="main">Donnerstag, der 14. Jänner 1982</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band63_1982-01-14</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_01">Donnerstag, 14. bis Sonntag, 17. Jänner 1982<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_02">GD <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> und sein Wien-Vertreter Dir. <rs type="person" ref="#per__112049">Rimsky</rs> von Chemie Linz wollen<lb/>
von mir eine bindende Zusage, daß wenn es zu Gaspreiserhöhungen für<lb/>
sie kommt, diese immer vor dem 1. Juni erfolgen sollen. Dann hat Chemie<lb/>
Linz genügend Zeit ihre Düngerpreisanträge in der Paritätischen Kommis<lb break="no"/>sion einzureichen. <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> bestätigt mir wieder, daß die OÖ Ferngas<lb/>
zum Unterschied zur RAG die bei Gaslieferungen an die OÖ Ferngas einen<lb/>
Preisvorbehalt gemacht hat, ein solcher von der OÖ Ferngas gegenüber<lb/>
Chemie Linz nicht existiert. Die OÖ Ferngas müßte deshalb wenn tatsäch<lb break="no"/>lich der Verwaltungsgerichtshof wie zu erwarten, die anderen beiden<lb/>
Preisbescheide ebenfalls aufhebt, die ca. 600 Mio. S aus ihrem eigenen<lb/>
Vermögen bezahlen, da dies unmöglich ist, ist sie auf alle Fälle zum<lb/>
Konkurs verurteilt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_03">SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hat noch einmal mit dem Dir. <rs type="person" ref="#per__134092">Gross</rs> von der RAG gesprochen, diese<lb/>
wäre mit Etappenlösungen d.h. die Anhebung des derzeitigen 1.-- Abgabe<lb break="no"/>preises auf seine gewünschten über 2.-- einverstanden. Die Wiener AK<lb/>
als AK-Tag nicht zuletzt auf Forderung der OÖ AK lehnt aber eine An<lb break="no"/>gleichung des RAG-Preises an die ÖMV-Preise entschieden ab. Sowohl<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> als auch ich machen daher alle irgendwie daran interessierten<lb/>
u.a. auch die Chemie Linz auf diese Entwicklung besonders aufmerksam,<lb/>
wir sind beide überzeugt, daß diese Politik letzten Endes schief gehen<lb/>
muß und sowohl die AK Linz als auch die OÖ Betriebe aus dieser Politik<lb/>
den Kürzeren ziehen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_04">GD <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> hat jetzt mit der WÖV, GD <rs type="person" ref="#per__117174">Lunacek</rs> vereinbart, daß sie den<lb/>
Kriegszustand wegen Importen von Stockstoffdünger beenden wollen. Von<lb/>
den 1,2 Mio. to Linzer Produktion werden 660.000 to im Inland verkauft.<lb/>
10 % des Inlandsverbrauches hält sich <rs type="person" ref="#per__117020">Lunacek</rs> aber, wie <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> sich<lb/>
ausdrückt aber frei. Hier kann er überall entsprechende Importgeschäf<lb break="no"/>te tätigen. Die Ungarn haben jetzt 6.000 to der WÖV angeboten und auch<lb/>
abgeschlossen. Da die Stickstoffwerke mit den ungarischen Stellen <choice><choice><sic>10.000</sic><corr>?</corr></choice></choice><lb/>
to vereinbart haben, übernimmt Chemie Linz nur mehr den Rest von 2.500<lb/>
to. Am liebsten hätte Chemie Linz, wenn das Handelsministerium entspre<lb break="no"/>chende administrative Beschränkungen durch spezielle Überprüfungen über<lb/>
die Qualität wie dies die Franzosen an der Grenze immer wieder machen<lb/>
oder andere administrative Hemmnisse errichten könnte. Dies lehne ich<lb/>
auf das entschiedenste ab, weil ich felsenfest davon überzeugt bin,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> es sich mit den Ungarn sowie mit den anderen Staatshandels<lb break="no"/><pb n="63-0039" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band63/63_1982-01-14_1982-01-17_0039.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ländern wie er dies auch mit der BRD getan hat arrangiert. Daß <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs><lb/>
uns als Schützer der österreichischen Industrie gegebenenfalls durch<lb/>
administrative Maßnahmen von Dumpingimporten oder überhaupt von Impor<lb break="no"/>ten geschützt wird darstellt, dagegen habe ich nichts einzuwenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit Außenhandelssektion darüber reden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_06">Eine neuerliche telefonische Aussprache mit GD <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> wegen mehr<lb/>
Russlandexporten im Zusammenhang mit dem neuen Gasvertrag bestätigt<lb/>
meine Befürchtung, daß wie <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> mir dezidiert erklärte, die öster<lb break="no"/>reichische Industrie nicht lieferfähig für Kompensationsgeschäfte sich<lb/>
derzeit herausstellt. Außer Blechlieferungen für die Rohre ist in<lb/>
Österreich scheinbar niemand imstande, Kompensationsgüter den Russen<lb/>
anzubieten. Die SU hat bis jetzt immer 15 % Anzahlungen bar bezahlt,<lb/>
jetzt möchte sie, daß auch diese Anzahlungen von Österreich vorfinan<lb break="no"/>ziert werden. Die SU versucht die notwendige devisenmäßige Unterstützung<lb/>
von Polen über jetzt bestehende schon Westgeschäfte auf den Westen über<lb break="no"/>zuwälzen. Barzahlung wird entsprechend eingestellt und durch Kredit<lb break="no"/>zahlung ersetzt. Da die Sowjets von der Kreditlinie 10 Mrd. S mit 7 %<lb/>
Verzinsung noch immer fast die Hälfte offen haben, fürchtet <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>,<lb/>
daß für ihn eine weitere finanzielle Belastung bringen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_07">Bezüglich eines Besuches mit ihm bei der Eröffnung der Leipziger Messe<lb/>
wird er mit Dr. <rs type="person" ref="#per__114101">Mittag</rs> und Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> noch Kontakt aufnehmen<lb/>
und mich verständigen. Wichtiger erscheint <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>, daß unter allen<lb/>
Umständen ich mit ihm im Frühjahr nach Griechenland fahre. Die neue<lb/>
sozialistische Regierung hat angeblich mit Unbehagen vermerkt, daß zwar<lb/>
die Franzosen und andere westeuropäischen Staaten bereits mit großen<lb/>
Ministerdelegationen bei ihnen waren, während sich Österreich überhaupt<lb/>
nicht rühr. Ich habe ihm selbstverständlich zugesagt, daß wir alle<lb/>
Vorkehrungen treffen werden um im April spätestens eine gemischte<lb/>
Besuchsdelegation nach Athen zu führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte entsprechende vorsichtige Anfrage über<lb/>
Außenamt einleiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_09">Die für die Stadthalle B einberufene Vertrauenspersonenkonferenz wo<lb/>
Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> die Einleitung hielt, <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>, <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sprachen und<lb/>
dann <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> das Schlußwort hielt, war überaus gut besucht. Man hatte<lb/>
den Fehler gemacht, die Stadthalle B mit 2.500 Besuchern normal besetzt<lb/>
nur zu mieten, eine größere Halle gibt es jetzt gar nicht und gekommen<lb/>
ist. Alle Gänge waren besetzt, die Stadthalle sehr bald polizeilich ge<lb break="no"/><pb n="63-0040" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band63/63_1982-01-14_1982-01-17_0040.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sperrt und die Übertragung erfolgte über Monitoren in verschiedene<lb/>
andere Räume. Da aus ganz Österreich Delegationen geschickt wurden,<lb/>
waren gerade die Bundesländerbesucher sehr verärgert, daß sie über<lb break="no"/>haupt nicht in den Saal rein konnten. Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> konnte deshalb mit<lb/>
Recht sagen, dies sei ein Beweis, daß wir ein Konferenzzentrum brau<lb break="no"/>chen, obwohl dies nicht beabsichtigt war. Die Organisation bezüglich<lb/>
der Einladung war <choice><choice><sic>Überforderung</sic><corr>überfordert?</corr></choice></choice> und daß eine so rege Beteiligung er<lb break="no"/>folgte, konnte niemand annehmen. Die Stimmung war daher entsprechend<lb/>
gut. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> und <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> sprachen über die Wirtschaftssituation, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
wie ich dann aus den Zeitungen und den Nachrichten sofort entnehmen<lb/>
konnte, über die verschiedensten analytisch gegebenen Wirtschafts- aber<lb/>
vor allem politische Lage, insbesondere in Polen. Unerklärlich ist<lb/>
für mich, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dabei, was er schon bei Ministerratsvorbespre<lb break="no"/>chungen leicht andeutete, die katholische Kirche in Polen wegen ihres<lb/>
Führungsmangels hart kritisierte. Was <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt veranlaßt diese<lb/>
Politik öffentlich einzuleiten insbesondere aber auch die Zwentendorf-<lb/>
Debatte neuerdings zu beginnen, wobei er gleich nicht nur von dem<lb/>
einen Kraftwerk, das fast fertig ist, für die Wiedereröffnung plädiert<lb/>
sondern erklärt, man werde dann noch zwei oder drei andere Kraftwerke<lb/>
ebenfalls brauchen ist mir nicht ganz verständlich. Für ihn als routi<lb break="no"/>nierten Politiker kann es doch nicht die Politik "viel Feind, viel<lb/>
Ehr" geben. Auf alle Fälle war die Reaktion auf <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> Ankündigungen<lb/>
von der katholischen Kirche bis zu den Grünen eine entsprechend heftige<lb/>
und negative. Daß Slogans wie das Konferenzzentrum bei der UNO bietet<lb/>
mehr Sicherheit für den österreichischen Staat als Abfangjäger bei den<lb/>
sozialistischen Vertrauensleuten gut ankommt, steht außer Zweifel.<lb/>
Wie aber in der Praxis das ganze abgewickelt wird, steht auf einem<lb/>
anderen Blatt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_10">Bei der Konferenz traf ich Dir. <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> von der DoKW, diesem erzählte<lb/>
ich, daß in der Unterausschußsitzung des Handelsausschusses die ÖVP-<lb/>
Leute den Ausbau der Wien-Donaustufe vorziehen würden, um dem Problem<lb/>
Hainburg auszuweichen resp. es zu verschieben. Interessanterweise hat<lb/>
der ehem. AR-Vorsitzende-Stv. der DoKW Stadtrat <rs type="person" ref="#per__97561">Hofmann</rs> dann <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs><lb/>
erklärt, daß auch die Wiener ÖVP solche Ideen hat. Die Stadtplanung<lb/>
übrigens möchte tatsächlich auch, daß jetzt eine Entscheidung über die<lb/>
Wiener Donaustufe fällt, da sie befürchten, daß wenn doch zuerst Hain<lb break="no"/>burg gebaut wird, die Entlastungsgerinnearbeiten gerade abgeschlossen<lb/>
sein werden, wenn dann die DoKW in Wien neuerdings ihre Bauarbeiten auf<lb/>
der Wiener Donaustufe beginnt. <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> verwies allerdings darauf, daß<lb/>
es unmöglich ist, den Zeitplan zu ändern, primär geht es aber darum, wer<lb/>
die Kosten für div. Infrastrukturmaßnahmen, Hebung der Donaubrücken und<lb/>
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Gemeinde Wien möchte die DoKW. <rs type="person" ref="#per__97561">Hofmann</rs> meinte, wenn alle Beteiligten<lb/>
mit offenen Karten spielen, müßte es möglich sein, sehr bald eine be<lb break="no"/>friedigende Lösung für alle zu erreichen. Dies wird meiner Meinung nach<lb/>
deshalb schwierig sein, weil es gar nicht darauf ankommt, daß alle<lb/>
offenen Karten auf den Tisch gelegt werden, als die Frage geklärt wird<lb/>
wer was zu bezahlen hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Was weiß unsere Energiesektion darüber.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_12">Die Vorverhandlungen über eine Benzinpreissenkung mit GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> von der<lb/>
ÖMV und AK und ÖGB, verlief sehr negativ. Obwohl dann am Abend die<lb/>
Gespräche langwierig fortgesetzt wurden, kam es zu keiner Einigung.<lb/>
Sowohl ÖGB, <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs>, aber vor allem AK, <rs type="person" ref="#per__112965">Maurer</rs>, <rs type="person" ref="#per__114598">Hruby</rs> und Dkfm. <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs> war<lb/>
das Angebot von 20 Groschen für Normal und 30 Groschen für Super zu<lb/>
gering. Spät abends habe ich noch Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> vom Gespräch verständigt,<lb/>
er meinte, er wird mit <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs> noch darüber reden, glaubt aber, daß man<lb/>
jetzt die 20 und 30 Groschen annehmen sollte, wie auch ich beabsichtigte.<lb/>
Zu große Preissenkungen meinte<add>[er?]</add>, würden dann sehr bald die Notwendigkeit<lb/>
beinhalten wieder die Preise zu erhöhen, was man in Österreich in der<lb/>
Bevölkerung nicht gerne sieht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_13">Die Verhandlungen wurden dann am Freitag von SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> weitergeführt,<lb/>
auch hier kam es zu keiner konkreten Einigung. Der ÖGB, <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs> hat dann<lb/>
aber mehr oder minder zu verstehen gegeben, daß man wie dies auch ur<lb break="no"/>sprünglich von der ÖMV beabsichtigt war, im engen Kontakt jetzt in Hin<lb break="no"/>kunft die Preisentwicklung nicht nur genau verfolgen sondern gegebenen<lb break="no"/>falls außer diesen 20 und 30 Groschen dann sehr bald eine zweite Preis<lb break="no"/>senkungsetappe folgen läßt. Die AK dagegen beharrt nach wie vor auf<lb/>
die amtliche Preisregelung und hat bereits mit Erklärungen der deutsche<lb/>
Preis ist um über 1 S gegenüber dem österreichischen billiger, einen<lb/>
Maßstab gelegt, den überhaupt niemand erfüllen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit Präs. <rs type="person" ref="#per__97386">Czettel</rs>, AK verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_15">Durch die Vertrauenspersonenkonferenz war es nicht möglich eine Frak<lb break="no"/>tionssitzung bei dem LUGA-Vorstand abzuhalten. Es zeigte sich dann in<lb/>
der Vorstandssitzung deutlich, daß über alle Probleme die wir disku<lb break="no"/>tierten, der fraktionelle Standpunkt stärker zum Durchbruch kam als dies<lb/>
sonst der Fall ist. Darüber war natürlich der Vertreter der christli<lb break="no"/>chen Gewerkschaft insbesondere ihr Sekretär sehr verärgert. In Hinkunft<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte den Fraktionstermin ebenfalls für mich<lb/>
stets freihalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_17">In Zürs zum Hotlierseminar mußte ich unter allen Umständen fahren um<lb/>
ja nicht den Eindruck zu erwecken, seitdem Präs. <rs type="person" ref="#per__111729">Skardarasy</rs> zurückge<lb break="no"/>legt hat, bin ich an der Hoteliervereinigung nicht mehr interessiert.<lb/>
Der neue Präsident Hotelier in Seefeld, <rs type="person" ref="#per__114525">Zorn</rs>, war daher sehr dankbar,<lb/>
daß ich gekommen bin und mich auch zur Diskussion stellt. Natürlich<lb/>
konnte ich auf die positive Entwicklung des Fremdenverkehrs in den 70er-<lb/>
Jahren verweisen und auch für das Jahr 1981 also den schon beginnen<lb break="no"/>den 80er-Jahren nachweisen, daß das Handelsministerium und ich per<lb break="no"/>sönlich für die österreichische Fremdenverkehrswirtschaft sehr viel<lb/>
bereit bin, einzusetzen. Selbst die prononcierten FPÖ- und ÖVP-Vertreter<lb/>
konnten in der Diskussion daher kaum meine Ausführungen kritisieren.<lb/>
Abg. <rs type="person" ref="#per__111728">Westreicher</rs> von der ÖVP verwies daher nur auf die Probleme die das<lb/>
Jugendbeschäftigungsgesetz für die Fremdenverkehrsindustrie mit sich<lb/>
bringt. Der Generalsekretär der ÖVP <rs type="person" ref="#per__97686">Lanner</rs> wollte mich diesbezüglich<lb/>
festlegen und meinte, ich bräuchte nur hier die Erklärung abgeben, daß<lb/>
ich im Parlament für die Wünsche der Fremdenverkehrswirtschaft also<lb/>
gegen das Jugendbeschäftigungsgesetz stimmen werde. Auch der FPÖ-L.Rat<lb/>
von Kärnten <rs type="person" ref="#per__111733">Ferrari-Brunnenfeld</rs> hat mir ähnliche unsittliche Anträge<lb/>
gemacht. Ich konnte daher natürlich freimütig und offen erklären, daß<lb/>
ich als disziplinierter Sozialist so etwas niemals tun würde. Meine<lb/>
Kompetenz ist nicht das Jugendbeschäftigungsgesetz und die ÖVP wird<lb/>
sich deshalb über die Sozialpartnerschaft und wahrscheinlich auch sogar<lb/>
im Rahmen des Sozialausschusses mit dem Vorschlag <rs type="person" ref="#per__111740">Dallingers</rs> auseinan<lb break="no"/>dersetzen müssen. Mich vorzuspannen ist ein hoffnungsloses Bemühen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_18">Der Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__147444">Nedomansky</rs> von Wien erörterte die Belastungen die<lb/>
jetzt durch Brandschutzauflagen auf die Wiener Hotels zukommen. Die Ho<lb break="no"/>teliervereinigung ist fest davon überzeugt, daß wenn all diese Auflagen<lb/>
erfüllt werden müssen die Wiener Betriebe auf Jahre hinaus keinerlei<lb/>
Investitionen zur Verbesserung durchführen können. Allein für <rs type="person" ref="#per__147444">Nedo<lb break="no"/>mansky</rs> wären Auflagen für 2 1/2 Mio. S gefordert. Auch der Obmann der<lb/>
Fremdenverkehrssektion <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> verwies darauf, daß seine Hotels ähnlich<lb/>
belastet sind. Da die Wiener Hotels beim Magistrat bereits Berufung<lb/>
eingelegt und in letzter Instanz diese Verfahren bei uns als Betriebs<lb break="no"/>anlagengenehmigungen landen, muß das Handelsministerium entsprechende<lb/>
Verfahren durchführen. Ich habe der Hoteliervereinigung zugesagt, daß<lb/>
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die ersten Berufungen bereits eingetroffen sind und wahrscheinlich zu<lb/>
entsprechender Änderung der Bescheide führen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte mich zeitgerecht über jeden<lb/>
einzelnen Fall informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_20">Der Bürgermeister von Lech-Zürs, <rs type="person" ref="#per__127922">Schneider</rs> hat sich bei mir wegen<lb/>
des verzögernden Ausbaus der Lawinensicherheit der Straße zwischen<lb/>
Lech und Langen beschwert. Immer wieder ist Lech tagelang von der<lb/>
Außenwelt abgeschnitten. Dies führt dazu, daß die Gäste, sobald es<lb/>
nur zu schneien beginnt, gegen Ende der Woche sofort vorzeitig ihre<lb/>
Abreise durchführen. Viele befürchten und sind darüber sehr unglück<lb break="no"/>lich, daß sie ansonsten wie es auch mir persönlich vor etlichen Jahren<lb/>
erging in Zürs oder Lech tagelang eingeschlossen sind. Ich habe <rs type="person" ref="#per__127922">Schnei<lb break="no"/>der</rs> nur zugesagt, mit Bautenministerium und Landesregierung darüber<lb/>
zu reden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band63_1982-01-14_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte entsprechende Briefe vorbereiten.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 14.1.1982</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Wr. Präsidium, 15.1.1982</head>
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            <head>Wr. erweiterter Vorstand, 15.1.1982</head>
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               <persName type="label">Lunacek, Heinrich</persName>
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               <occupation>Verband ländlicher Genossenschaften; evtl. ident mit A Lunacek, GD Fa.
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               <persName type="label">Ferrari-Brunnenfeld, Mario</persName>
               <persName><surname>Ferrari-Brunnenfeld</surname><forename>Mario</forename></persName>
               <occupation>Landesrat Ktn., FPÖ</occupation>
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               <occupation>MR, Leiter Gruppe FV u. Gewerbeförd. HM</occupation>
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               <persName type="label">Apfalter, Heribert</persName>
               <persName><surname>Apfalter</surname><forename>Heribert</forename></persName>
               <occupation>GD VÖEST</occupation>
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               <persName type="label">Westreicher, Hugo</persName>
               <persName><surname>Westreicher</surname><forename>Hugo</forename></persName>
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               <persName type="label">Hofmann, Fritz</persName>
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               <occupation>Wr. Planungsstadtrat, stv. AR-Präs. DoKW, Obmann BO
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