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            <title type="main">Donnerstag, der 26. November 1981 bis Sonntag, der 29. November 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band62_1981-11-26</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_01">Donnerstag, 26., bis Sonntag, 29. November 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_02">Bevor ich zur EFTA-Tagung nach Genf abflog, hatten wir noch eine Be<lb break="no"/>sprechung wegen der Parteienverhandlung über das Energiesicherungsge<lb break="no"/>setz mit der ÖVP. Sowohl NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> als auch NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs>, ÖGB, stimmten<lb/>
mit mir überein, daß wir der ÖVP bei Beginn der Verhandlung keinerlei<lb/>
Zugeständnisse zu machen hatten, sondern zuerst festzustellen, welche<lb/>
ÖVP-Zugeständnisse zum Energiesicherungsgesetz zu erwarten sind. Wir<lb/>
waren uns vollkommen klar, daß die ÖVP sicherlich das Fernwärmegesetz<lb/>
und vielleicht noch einige unbedeutende Verbesserungen des Energielen<lb break="no"/>kungsgesetzes und des Erdölbevorratungs- und Meldegesetzes zugestehen<lb/>
würde. Die wichtige offene Frage aber, die Substitution der Energie<lb/>
und vor allem die Bestimmung über das Energiesparen in der GewO sowie<lb/>
die Schaffung des Energiebeauftragten nur sehr schwer, ich würde sagen<lb/>
fast sicherlich nicht von dem ÖVP-Verhandlungsteam akzeptiert wird.<lb/>
Wir einigten uns daher auch mit SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und in weiterer Folge mit<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs>, daß wir keinerlei Formulierungen der ÖVP überreichen. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs><lb/>
hat zwar, wie er dann im Gespräch mitteilt, die notwendigen Formulie<lb break="no"/>rungen, möchte sie aber überhaupt niemanden geben, damit nicht diese<lb/>
bereits als Angebot der Sozialisten frühzeitig bekannt werden. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs><lb/>
ist ein sehr fleißiger, gewissenhafter, manchmal auch sehr eigenwilliger<lb/>
Verhandlungsteilnehmer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_03">Festgelegt wurde von mir, daß die Verhandlungen im Parlament auf<lb/>
Parteienebene stattfinden, sodaß ich eigentlich als Minister nur ein<lb/>
Teil des Verhandlungskomitees bin. Verhandlungsleiter ist der Energie<lb break="no"/>sprecher der SPÖ, Dr. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, der sich auch sofort mit NR Dr. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> ins<lb/>
Einvernehmen setzte, um mit ihm die offenen Punkte abzuklären. Ich hatte<lb/>
noch ein Telefongespräch mit Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> und festgelegt, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> Dr. <rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs>, den Experten der Bundeshandelskammer in Energiefragen,<lb/>
und wir Dr. <rs type="person" ref="#per__112965">Maurer</rs> von der AK zu den Verhandlungen mitnehmen. Selbst<lb break="no"/>verständlich war <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> damit einverstanden, daß <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> als<lb/>
Beamte, also nicht Teil des Verhandlungskomitees bei den Gesprächen<lb/>
anwesend sind, da sie ja letzten Endes, welche Ergebnisse immer auch<lb/>
herauskommen, dann die entsprechenden Formulierungen machen müssen.<lb/>
Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> hat sich mir gegenüber schon wesentlich weniger opti<lb break="no"/>mistisch bezüglich einer Einigung gezeigt als Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, der ihm<lb/>
ja sein Mandat abgetreten hat. Auch Dr. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> mußte feststellen, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> zwar die entsprechenden offenen Punkte <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> bestätigte, aber<lb/>
gleich mit ihm darüber in ein Gespräch einsteigen wollte, um ihm zu er<lb break="no"/><pb n="62-1378" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-26_1981-11-29_1378.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>klären, daß diese Forderungen kaum erfüllt werden könnten. Die Verhand<lb break="no"/>lungen werden also sehr schwierig sein und sollen eigentlich nur unser<lb/>
Verhandlungsbereitschaft dokumentieren. Dies hat scheinbar auch Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> der ÖVP irgendwann einmal angedeutet, er war daher mit der<lb/>
Vorgangsweise sehr einverstanden, wir haben nur zu zeigen, daß wir<lb/>
verhandlungsbereit sind und daß wir eben jetzt eine entsprechende Re<lb break="no"/>gelung im Energiesicherungsgesetz bekommen oder eben dann in der Gewer<lb break="no"/>beordnungsnovelle einfachgesetzlich die mit den Ländern vereinbarten<lb/>
Punkte zeitgerecht beschließen müssen. Der UA des HA wurde für 4. De<lb break="no"/>zember und der Handelsausschuß selbst für 11. Dezember durch die Präsi<lb break="no"/>dialsitzung festgelegt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Bitte diese Termine freihalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_05">In der EFTA-Ministerratssitzung ist der Vorsitz diesmal auf Österreich<lb/>
entfallen, diesmal war es aber wesentlich leichter, da Übersetzung von<lb/>
Deutsch ins Englische erfolgte und ich daher nicht in Englisch rumstottern<lb/>
mußte, wie ich dies vor etlichen Jahren, als ich schon einmal den<lb/>
Vorsitz hatte, gar nicht anders ausweichen konnte. Damals hätten wir<lb/>
den Dolmetscher bezahlen müssen, diesmal hat es die EFTA übernommen.<lb/>
Unerklärlicherweise wurde nämlich bis jetzt immer, da Englisch und Fran<lb break="no"/>zösisch die, wenn ich so sagen darf, die Amtssprachen dieser Organisation<lb/>
sind, wurde auch früher immer von Französisch ins Englisch und in Fran<lb break="no"/>zösisch übersetzt. Interessant ist, daß in dieser Organisation eigent<lb break="no"/>lich außer vielleicht einem Schweizer Delegierten weder Englisch noch<lb/>
Französisch die Muttersprache der Teilnehmerländer ist und trotzdem<lb/>
wurde immer in diesen beiden Sprachen gearbeitet. Jetzt hat man sich<lb/>
endlich durchgerungen, alles nur mehr in Englisch zu machen und, da ja<lb/>
alle nordischen Staaten Deutsch können, wird vielleicht schön lang<lb break="no"/>sam zumindestens inoffiziell Deutsch stärker verwendet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_06">Ich hatte drei neue Minister aus Portugal, Schweden und Norwegen zu<lb/>
begrüßen. Der Portugiese ist als Bankdirektor und Leiter des Industrie<lb break="no"/>fonds der EFTA in Lissabon mit der Organisation seit längerem verbun<lb break="no"/>den, der Schwede war EFTA-Parlamentarier, nur der Norweger hatte mit<lb/>
der EFTA bis jetzt nichts zu tun. In meiner Ansprache beim EFTA-Diner<lb/>
habe ich darauf verwiesen, daß ja dies nur infolge seiner glücklichen<lb/>
Jugend erklärlich ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_07">Die EFTA-Tagung war eine wirklich formelle Sitzung, wie ich sie seit<lb/>
11 Jahren ständig erlebe. Die Tagesordnung wird eben Punkt für Punkt<add>[durchgearbeitet.]</add><lb/>
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EFTA stellen kann, unseren MR <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> dafür zu gewinnen, so habe ich,<lb/>
obwohl ich also deutsch hätte sprechen können, <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> ersucht, die<lb/>
Österreicherklärungen zu den einzelnen Punkten abzugeben. Da er die<lb/>
Unterlagen für mich aber nur in Stichworten vorbereitet hatte, wenn<lb/>
wir Englisch sprechen, dann lese ich sie stotternd immer nur herunter,<lb/>
hat auch er diesmal vollkommen frei gesprochen, er war ein wenig aufge<lb break="no"/>regt, aber hat es ganz hervorragend gemacht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_08">Der einzig interessante und, fast würde ich auch sagen, kritische Punkt<lb/>
war der Bericht über die Verhandlungen mit Jugoslawien. Im schriftli<lb break="no"/>chen Bericht des Generalsekretariats wurde über die letzte Gemischte<lb/>
Kommission EFTA mit Jugoslawien berichtet. Vor der Sitzung hatte man<lb/>
mich aufmerksam gemacht, daß die Norweger angeblich einen eigenen<lb/>
Punkt oder zumindestens einen Unterpunkt für Jugoslawien in der Tages<lb break="no"/>ordnung wünschen. In diesem Fall erwartete man, daß die Schweizer und<lb/>
die Schweden dagegen remonstrieren würden. Ich habe daher den jungen<lb/>
neuen norwegischen Minister vor Eingang der Sitzung ersucht, er möge<lb/>
davon Abstand nehmen, was auch sofort geschehen ist. Ich glaube auch<lb/>
nicht, daß tatsächlich in der Sitzung dann wegen der Tagesordnung es<lb/>
zu dieser Konfrontation gekommen wäre, da es meistens nur die high<lb/>
officials, also die höchsten Beamten, die in Genf den Sitz haben und<lb/>
sich ständig treffen und über alles reden, weil es nichts zu reden<lb/>
gibt, sich immer dann gleich ausreden oder, besser gesagt, zusammenreden,<lb/>
was nicht alles passieren kann, wenn dies oder jenes passiert. Auch<lb/>
die Schweden und die Schweizer haben dann in der Sitzung sich voll<lb break="no"/>kommen normal verhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_09">Alle Delegationsmitglieder, die das Wort ergriffen, und vorher hatte man<lb/>
schon aus den Delegationen erfahren, daß eine Geneigtheit besteht,<lb/>
mit Jugoslawien in konkretere Verhandlungen einzutreten. Ich nützte die<lb/>
Gelegenheit als Vorsitzender dann in der Zusammenfassung über diese<lb/>
gemeinsame Auffassung zu sagen, daß wir jetzt bereit wären, mit Jugo<lb break="no"/>slawien sehr konkrete Gespräche zu führen. Die Jugoslawen sollten jetzt<lb/>
nur präzisieren, was sie alles wünschen. Dies führte dann natürlich<lb/>
nach meiner Zusammenfassung dieses Punktes, weil zufälligerweise dann<lb/>
die Kaffeepause gehalten wurde, zu einer sofortigen Kontaktnahme der<lb/>
Delegationen untereinander und insbesondere der Minister. Zuerst kam<lb/>
der finnische Minister mit seinem Delegationschef zu mir, um mir zu<lb/>
sagen, er erwartet schon, daß jetzt die Jugoslawen kommen, um Wünsche<lb/>
<pb n="62-1380" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-26_1981-11-29_1380.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>zu äußern und man müßte hier äußerst vorsichtig vorgehen. Diese Hal<lb break="no"/>tung der Finnen überraschte mich sehr. Anschließend daran kamen dann<lb/>
die Schweizer, Schweden und die Isländer gemeinsam und intervenierten<lb/>
in genau der selben Richtung. Nicht, daß sie verlangten, daß meine Zu<lb break="no"/>sammenfassung resümiert wird, erwarteten sie aber doch insbesondere<lb/>
dann bei der Pressekonferenz<add>[,] daß ich</add> entsprechende vorsichtige Formulierungen<lb/>
gebrauche.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_10">Auf der Pressekonferenz wurde ich dann tatsächlich über diesen Punkt<lb/>
besonders gefragt, weil er auch der Presse als der einzig interessante<lb/>
erschien. Ich erklärte, daß von dem einen Extrem, Beitritt zur EFTA,<lb/>
<choice><choice><sic>das</sic><corr>der? was?</corr></choice></choice> ja überhaupt nicht infrage kommt, da ja eben auch die jugoslawische<lb/>
Seite<add>[dies]</add> derzeit nicht wünscht, bis zum anderen Extrem, eine Vereinbarung<lb/>
der Anerkennung der pharmazeutischen Zertifikate<add>[, die]</add> jetzt bereits mit<lb/>
Jugoslawien, auch anderen Oststaaten besteht, gibt es eine ganze Band<lb break="no"/>breite von Möglichkeiten. Die Jugoslawen werden jetzt einmal ihre<lb/>
konkreten Wünsche präzisieren und dann werden<add>[sich]</add> die EFTA-Staaten unter<lb break="no"/>einander konsultieren, die high officials die Vorgangsweise festlegen<lb/>
und die Verhandlungen beginnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_11">Zweimal wurde eigentlich von mir in der EFTA ein positiver Beitrag<lb/>
geleistet. Das erste Mal war es, als wir den portugiesischen Industrie<lb break="no"/>fonds geschaffen haben, damals hat ja die sozialdemokratische Regie<lb break="no"/>rung Schwedens rumgenudelt und hat wegen der Höhe des Fonds größte<lb/>
Bedenken gehabt. Ich erinnere mich noch, wie Ministerpräsident <rs type="person" ref="#per__114142">Palme</rs><lb/>
noch während der Sitzung <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> angerufen hat und dieser bei mir rück<lb break="no"/>fragte, was denn eigentlich in Genf los ist. Ich hatte mich damals nach<lb/>
einer Rücksprache mit dem Schweizer Bundesrat <rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs>, der ebenfalls<lb/>
nur wesentlich weniger akzeptieren wollte, dann doch auf 100 Mio. $<lb/>
Fondshöhe <choice><choice><sic>geeinigt. Eben</sic><corr>geeinigt, der eben</corr></choice></choice> letzten Endes dann alle EFTA-Staaten zustimmten.<lb/>
Das zweitemal könnte es jetzt bei dem Durchbruch für konkretere jugo<lb break="no"/>slawische Verhandlungen mit der EFTA sein. Da dies für die anderen<lb/>
Staatshandelsländer als entsprechendes Präjudiz gelten würde, kann und<lb/>
müßte dies auch im Sinne der Entspannung von den EFTA-Staaten gewünscht<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_12">Ein ganz kleiner Fortschritt wurde auch in den Inner-EFTA-Beziehungen<lb/>
durch Abschluß des bilateralen Präferenzabkommens isländischer Fischpro<lb break="no"/>dukte durch die Schweiz erzielt.<add>[Die]</add> Schweiz gewährt, wie mir Bundesrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111708">Honegger</rs> sagte, da es für sie ganz uninteressant ist, den Isländern<lb/>
eine Zollpräferenz für Fischprodukte. MR <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> hat zwar Bedenken, daß<lb/>
diese eigentlich gar nicht unter den EFTA-Vertrag fallen, da aber die<lb/>
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diese Präferenz der Schweiz auch den anderen EFTA-Staaten zugute.<lb/>
Theoretisch könnten also jetzt Norwegen und auch Portugal entsprechende<lb/>
Fischprodukte präferenziell in die Schweiz liefern. Die Isländer<lb/>
warten natürlich, daß auch die anderen EFTA-Staaten, insbesondere aber<lb/>
Österreich einer ähnlichen Regelung verhandeln. MR <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> wird dies<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte laß Dich auf dem Laufenden halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_14">Außerhalb der Sitzung habe ich mit BR <rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> über weitere Weinimporte<lb/>
verhandelt. Das Landwirtschaftsministerium ersuchte mich nämlich, ich<lb/>
sollte unbedingt auf eine Globalimportlösung für das nächste Jahr<lb/>
drängen. <rs type="person" ref="#per__111708">Honegger</rs> erklärte, dies sei sowieso ihre Absicht. Mit Jänner<lb/>
des Jahres werden 55 Mio. l Wein im Globalkontingent freigegeben, 30<lb/>
Mio. rot, für uns weniger interessant, und 25 Mio. l Weißwein. Davon kann<lb/>
Österreich den größten Teil durch Veltlinerlieferung bekommen. Dieser<lb/>
Wein ist in der Schweiz jetzt sehr gefragt. <rs type="person" ref="#per__111708">Honegger</rs> erwartet, daß die<lb/>
Preise der österreichischen Weine nicht allzu sehr steigen. Mit diesem<lb/>
55-Mio.-l-Kontingent möchte ja die Schweiz nicht nur die verhältnis<lb break="no"/>mäßig schlechte Ernte, sondern vor allem aber auch die ungeheuren Preis<lb break="no"/>steigerungen auf dem Weinsektor bekämpfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Landwirtschaftsministerium verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_16">Botschafter <rs type="person" ref="#per__114112">Seyffertitz</rs> aus Brüssel teilte mir mit, daß die Kommission<lb/>
wahrscheinlich jetzt zwar über die Straßenfinanzierungsforderung<lb/>
Österreichs reden wird, aber keinerlei konkretes Verhandlungsmandat<lb/>
bekommt. Er war sehr überrascht von mir zu erfahren, daß in der letzten<lb/>
Ministerratsvorbesprechung der Bautenminister von den ursprünglichen<lb/>
9 Mrd. S Forderungen jetzt auf 7 Mrd. S zurückgegangen ist. In meinen<lb/>
Augen ist dies allerdings weder ein taktischer Zug, noch hat er irgend<lb/>
welchen Einfluß, denn die EG wird weder 9 noch 7, sie wird meiner<lb/>
Meinung nach überhaupt keinen finanziellen Betrag zur Pyhrnautobahn<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_17">Die Eröffnung des Forumhotels in Budapest, zu der ich eingeladen wurde,<lb/>
gab mir die Gelegenheit mit den Ministern <rs type="person" ref="#per__119828">Veres</rs> und <rs type="person" ref="#per__110926">Saghy</rs> sehr konkre<lb break="no"/>te Gespräche zu führen. Außenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__119828">Veres</rs> interessierte sich<lb/>
besonders für die Aussprache bei der EFTA über die jugoslawischen Ver<lb break="no"/>handlungen. Die Ungarn haben kein besonderes Interesse daran, jetzt und<lb/>
<pb n="62-1382" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-26_1981-11-29_1382.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>zu den Bedingungen, die vielleicht die EFTA diktieren wollte, in Ge<lb break="no"/>spräche einzutreten. <rs type="person" ref="#per__119828">Veres</rs> hat mir dies dezidiert gesagt und auch Vize<lb break="no"/>ministerpräsident <rs type="person" ref="#per__134126">Marjai</rs>, den ich bei der Eröffnung getroffen habe,<lb/>
bestätigt, daß die Ungarn abwarten wollen, was von Seiten der EFTA an<lb/>
konkreten Angeboten Jugoslawien gemacht wird. Erst dann, wenn ich das<lb/>
Gefühl hätte, daß die anderen EFTA-Staaten ebenfalls bereit wären, mit<lb/>
Ungarn in ähnliche Verhandlungen einzutreten, sollte ich dies die<lb/>
ungarische Seite wissen lassen. Die Ungarn möchten sich unter gar<lb/>
keinen Umständen eine Blamage holen, daß sie nämlich von sich aus die<lb/>
EFTA zu Verhandlungen ersuchen, dann jahrelang auf die lange Bank ver<lb break="no"/>schoben werden. Auch für die Ungarn kommt natürlich ein Beitritt über<lb break="no"/>haupt nicht infrage. Die entsprechenden französischen Presseagentur<lb break="no"/>meldungen sind falsch. Ich habe den Ungarn dezidiert die Situation in<lb/>
der EFTA erklärt, sie kennen den Widerstand der Schweizer und nordi<lb break="no"/>schen Staaten sehr genau. Überrascht waren sie nur, daß auch Finnland<lb/>
größere Bedenken bei den Jugoslawienverhandlungen gezeigt hat. Wir<lb/>
verblieben so, daß ich über die Möglichkeiten mit den Ungarn stets<lb/>
Kontakt halten werde und daß ich selbstverständlich entsprechende Infor<lb break="no"/>mationen der ungarischen Seite gebe, wenn und wie die Verhandlungen<lb/>
fortschreiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_18">Die ungarische Seite, insbesondere <rs type="person" ref="#per__119828">Veres</rs>, aber auch dann Vizeministerprä<lb break="no"/>sident <rs type="person" ref="#per__134126">Marjai</rs> wollten diese EFTA-Gespräche nicht mit ihrem Wunsch einer<lb/>
kleinen Grenzverkehrregelung vermischt sehen. Sie stehen aufgrund des<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-Besuches bei Ministerpräsident <rs type="person" ref="#per__110938">Lazar</rs> auf dem Standpunkt, daß ich<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ermächtigt wurde und ersucht wurde, so schnell als mög<lb break="no"/>lich eine entsprechende, Ungarn befriedigende Lösung zu finden. Da auch<lb/>
LH <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs> bei dieser Aussprache sich sehr positiv geäußert hat, die Un<lb break="no"/>garn auch wissen, daß der Landeskammerpräsident, Nationalrat und Wirt<lb break="no"/>schaftssprecher der ÖVP, <rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs>, dafür ist, sehen sie überhaupt keinen Wi<lb break="no"/>derstand oder Schwierigkeit mehr in Österreich. Ich mußte sie darauf<lb/>
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Delegation vorher vereinbart wurde. Sprecher war <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> war<lb/>
daher sehr überrascht, daß LH <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs> das Wort ergriff und sich so positiv<lb/>
zu diesem Punkt äußerte. Der Widerstand der Handelskammer ist keines<lb break="no"/>falls geringer als bisher. Da bei diesem Eröffnungszeremoniell und vor<lb break="no"/>her schon bei der Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__119828">Veres</rs>, <rs type="person" ref="#per__110926">Saghy</rs> ich auch Gen.Sekr.Stv.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__116699">Walkolbinger</rs> dazugeben habe, ist die Handelskammer über <rs type="person" ref="#per__116699">Walkolbinger</rs>,<lb/>
vor allem aber über ihren Handelsdelegierten Dr. <rs type="person" ref="#per__134277">Wagner</rs> bestens infor<lb break="no"/>miert. <rs type="person" ref="#per__116699">Walkolbinger</rs> kennt die Materie nicht und hat sich daher dahinge<lb break="no"/><pb n="62-1383" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-26_1981-11-29_1383.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>hend geäußert, daß der kleine Grenzverkehr ja jetzt schon existiert<lb/>
und sich sehr positiv auswirkt. Er meinte allerdings den Personenver<lb break="no"/>kehr, nichts ahnend, daß diese positive Äußerung von den Ungarn sofort<lb/>
auch auf den von ihnen beabsichtigten Warenverkehr bezogen werden könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_19">Selbstverständlich habe ich dann die ganzen bilateralen Gespräche abge<lb break="no"/>wickelt und insbesondere die Firmen, die bei mir interveniert haben<lb/>
und mir Unterlagen zur Verfügung gestellt hatte, besonders erwähnt.<lb/>
Die Unterlagen habe ich dann der ungarischen Seite übergeben. Insbe<lb break="no"/>sondere erwähnte ich aber dann noch immer den in Ungarn festgehaltenen<lb/>
Firmenvertreter <rs type="person" ref="#per__134280">Adler</rs>, der in ein Devisenvergehen verwickelt ist. Unser<lb/>
Botschafter glaubt, daß die Ungarn ihn deshalb in Budapest zurückhal<lb break="no"/>ten, weil sie ihn gegebenenfalls zur Konfrontation mit ungarischen Be<lb break="no"/>schuldigten brauchen. Er selbst kann sich ja frei bewegen, kann aber,<lb/>
da ihm der Paß abgenommen wurde, nicht heraus. <rs type="person" ref="#per__134280">Adler</rs> ersuchte mich, ich<lb/>
sollte zumindestens erreichen, daß der Prozeß so schnell als möglich<lb/>
abgewickelt wird. Dieses Verlangen habe ich an <rs type="person" ref="#per__110926">Saghy</rs> und <rs type="person" ref="#per__119828">Veres</rs> heran<lb break="no"/>getragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_20">Bei der Eröffnung des Hotels waren fast nur Österreicher anwesend. Die<lb/>
ungarische Seite hat gar nicht übersetzt, weil sie meinte, es verstehen<lb/>
sowieso alle, zumindestens die dort anwesend waren, Deutsch. Überrascht<lb/>
war ich, daß der gesamte CA-Vorstand mit 2 Flugzeugen nach Budapest<lb/>
geflogen ist, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Am Abend hat dann,<lb/>
wie ich aus der Ankündigung entnehmen konnte, GD <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> noch ein<lb/>
Abendessen auch gegeben, bevor sie Mitternachts zurückgeflogen sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_21">Bereits bei den ersten offiziellen Gesprächen und dann auch bei der<lb/>
Eröffnung hat es die Behauptung gegeben, daß ich durch den 300-Mio.-$-<lb/>
Kredit für Fremdenverkehrseinrichtungen an Ungarn Vater dieses Hotels<lb/>
sei. Dies geht vielleicht auch darauf zurück, weil ich bei der Grund<lb break="no"/>steinlegung anwesend war. Da der positive Erfolg viele Väter hat, habe<lb/>
ich bei meiner Rede zum Gaudium aller erklärt, ich fühle mich nicht als<lb/>
Vater, wohl aber habe ich die Abtreibung verhindert. In Ungarn werden<lb/>
derzeit 8 Hotels von Österreichern errichtet resp. wurden zugeschlagen.<lb/>
Wir besuchten auch das von der Vorarlberger Firma <rs type="person" ref="#per__125852">Hinteregger</rs> errichte<lb break="no"/>te, welches im April fertig sein soll. Der Manager dieser Gruppe, Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__125851">Jurkowitsch</rs><add>[evtl. Falschidentifikation]</add>, interessiert sich derzeit auch für einen Auftrag für die<lb/>
Gaspipeline. Strengst vertraulich hat er mir mitgeteilt, daß nach<lb/>
seiner Information jetzt die Ungarn von den 40 Mrd. m³ 26 Mrd. m³ be<lb break="no"/>kommen sollen, die CSSR, die bereits 2 Gaspipelines nach Baumgarten<lb/>
Österreich hat, soll nur 14 Mrd. bekommen, dafür soll die schon fast<lb/>
<pb n="62-1384" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-26_1981-11-29_1384.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>fertiggestellte Iran-Gaspipelinelinie, also die dritte aus der SU voll<lb break="no"/>endet werden. Die Ungarn rechnen sehr fest, daß sie diesmal zum Zug<lb/>
kommen. Die letzte Entscheidung, habe ich allen erklärt, liegt letzten<lb/>
Endes bei der SU, Hauptschwierigkeit ist noch, daß von der ungarisch-<lb/>
österreichischen Übergangsstelle eine 60 km Leitung dann nach Norden<lb/>
nach Baumgarten gelegt werden muß, weil die ÖMV verlangt, daß sie in<lb/>
ihr Netz dort übernimmt. Für diese 60-km-Leitung soll die ÖMV zuerst<lb/>
ihre Zustimmung gegeben haben und jetzt dafür 1,7 Mrd. S Baukosten ver<lb break="no"/>anschlagt haben. Nach Hochrechnungen der letzten WAK-Kostenrechnung<lb/>
<choice><choice><sic>gibt</sic><corr>ergibt?</corr></choice></choice> dies aber 700 Mio S. Ich habe mich bereit erklärt, ohne daß ich<lb/>
irgendwelche Namen nenne, mit der ÖMV über dieses Problem zu verhandeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte erkundige Dich, wie die ÖMV die Lei<lb break="no"/>tungsverhandlungen mit der SU, CSSR und Ungarn sieht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_23">Dies von Vorarlberg errichtete Hotel entspricht dem österreichischen<lb/>
Novotel-Typ. Die in Österreich zu bauenden Novotel-Hotels wollen jetzt<lb/>
einen entsprechenden ERP-Kredit. Angeblich hat die Hoteltreuhand, <rs type="person" ref="#per__115176">Grenz</rs>,<lb/>
die Gutachten bereits positiv abgeschlossen, MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> hat sich dagegen<lb/>
ausgesprochen. Für Linz werden 25 Mio. verlangt, für St. Pölten und Steyr<lb/>
40 Mio. und für Innsbruck 20 Mio. Insgesamt hat die Firma bereits 250<lb/>
Mio. S investiert, hat derzeit 100 Beschäftigte und wird in Kürze 500<lb/>
haben. Sie sind über die Ablehnung der ERP-Fremdenverkehrsansuchen<lb/>
sehr enttäuscht. Ich habe ihnen nur versprochen, mir sofort die Akte<lb/>
vorlegen zu lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-26_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wie steht der Fall und warum kriegen die nicht<lb/>
die ERP-Ersatzaktion.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm 26./27.11.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm 26./27.11. Rückseite)</head>
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            <head>Tagesprogramm, 28./29.11.1981</head>
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               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
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               <occupation>ung. Ministerpräsident</occupation>
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