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            <title type="main">Dienstag, der 24. November 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band62_1981-11-24</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_01">Dienstag, 24. November 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_02">Beim Jour fixe mit der Handelskammer hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> sofort die Verhand<lb break="no"/>lungen über das Energiesicherungsgesetz urgiert. Er wollte von mir partout<lb/>
haben, ich sollte sofort die sozialistischen Experten ermächtigen, Ge<lb break="no"/>spräche zu beginnen, damit bis 15. Dezember alles erledigt ist. Ich<lb/>
erklärte sofort, dies könne nur noch über Parteienverhandlungen im Par<lb break="no"/>lament geschehen, dazu hat Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> den Klubobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> be<lb break="no"/>reits in einem Brief die entsprechenden Variationsvorschläge unterbrei<lb break="no"/>tet. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> rief sofort <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> an und sagte ihm ziemlich schnippisch,<lb/>
er möge mit <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> Kontakt aufnehmen. Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> verständigte<lb/>
mich dann am Abend, daß er mit <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> vereinbart hat, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs>, <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs>, <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> und <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> sollen das Energiesicherungsge<lb break="no"/>setz plenumsreif machen, gelingt dies nicht, dann wird jede Partei die<lb/>
notwendigen Beschlüsse im Plenum herbeiführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> und <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> sofort verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_04">Zum Jour fixe wurde auch der Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs> zugezogen, dieser<lb/>
verlangte Klarstellung, was jetzt mit den amtlich geregelten Preisen ge<lb break="no"/>schieht. Die Handelskammerleute waren sehr überrascht, als ich sofort er<lb break="no"/>klärte, wenn die Sozialpartner übereinkommen, bin ich gerne bereit, die<lb/>
amtliche Preisregelung für die noch wenigen verbliebenen Lebensmittel<lb/>
aufzuheben. Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> protestierte sofort dagegen und meinte, um<lb/>
das Mühlengesetz und die Zuckerpreisregelung zu halten, dürfe man höch<lb break="no"/>stens für Mehl bis zum Mühlenabgabepreis und für Zucker bis zum Fabriks<lb break="no"/>abgabepreis gehen. Bis zu dieser Stufe müßte die amtliche Preisregelung<lb/>
bleiben, damit die Getreidemarktordnung und auch das Zuckersystem wei<lb break="no"/>terhin funktionieren. Ironisch meinte ich, ich werde nicht jetzt in die<lb/>
Öffentlichkeit gehen und sagen, ich bin für die freie Preisbildung, und<lb/>
die Handelskammer verlangt von mir die amtliche. Tatsächlich aber stellt<lb/>
sich jetzt immer mehr heraus, daß die Handelskammer sehr wohl brennendst<lb/>
daran interessiert ist, Lenkungssysteme aufrechtzuerhalten, auch dann,<lb/>
wenn es ordnungspolitisch überhaupt nicht in ihr Konzept paßt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Jour fixe AK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_06"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> urgierte neuerdings die Statutenänderung der ÖFVW, wo der Han<lb break="no"/>delskammervertreter, wenn ich nicht im Direktorium bin, automatisch mein<lb/>
Stellvertreter wäre. Da die Länder, und zwar nicht nur die sozialistischen,<lb/>
<pb n="62-1360" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-24_1360.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Burgenland, Kärnten, sondern auch jetzt Salzburg dagegen ist, also die<lb/>
beiden FPÖ-Landesräte <rs type="person" ref="#per__111733">Ferrari-Brunnenfeld</rs>, Kärnten, und <rs type="person" ref="#per__117626">Baumgartner</rs>, Salz<lb break="no"/>burg, sich nicht mehr von der ÖVP einbinden lassen, ist es Landesrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs> nicht gelungen, ein Akkord aller Ländervertreter für diesen Vor<lb break="no"/>schlag zu erreichen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ist darüber so verärgert, daß er erklärt,<lb/>
er wird sich überlegen, die ÖFVW weiter zu finanzieren. Diese Drohung<lb/>
geht bei mir natürlich daneben, da ich ja an dieser Entwicklung über<lb break="no"/>haupt keinen Einfluß oder auch Schuld habe. Ich glaube allerdings, daß<lb/>
es im Laufe der Jahre möglich sein wird, eine entsprechende vernünftige<lb/>
Kompromißlösung zu erzielen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_07">Wie könnte es anders sein, § 68, eine Fa. Schmidt, Uhrenhandel, und die<lb/>
anderen offenen wurden neuerdings von <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> bei mir<lb/>
urgiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte laß die offenen fürs nächste AK Jour fixe<lb/>
zusammenstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_09">Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, daß wir im Handelsministerium jetzt eine Verordnung<lb/>
für Inlandspreis für Erdgas festlegen werden. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> meinte, dann wird<lb/>
der Streit aus der Welt geschafft sein, die RAG bekommt dann <choice><choice><sic>die</sic><corr>den</corr></choice></choice> ÖMV-<lb/>
Preis von derzeit 1,45 S, und die nächste Preiserhöhung gilt auch für<lb/>
beide. In der Verordnung, erwiderte ich, habe ich keine Notwendigkeit, so<lb/>
dezidiert vor Beginn der Verhandlung schon die Preise festzulegen, ich<lb/>
könnte mir sehr gut vorstellen, daß eine knappe Kalkulation einen tie<lb break="no"/>feren Preis als den<add>[von]</add> 1,45 S ergibt, und kündigte 1,20 S als möglichen<lb/>
Preis an. Mit SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> habe ich dann die weitere Vorgangs<lb break="no"/>weise besprochen, <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> meinte sofort, er könne unmöglich auf 1,20 S<lb/>
kommen, ich hatte diesen Preis aber nur deshalb schockierend für die<lb/>
Handelskammer genannt, damit er eine entsprechende Möglichkeit hat,<lb/>
im Kompromißwege doch eine Lösung zu erzielen, von der <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> <choice><choice><sic>Vorschlag</sic><corr>vorschlägt?</corr></choice></choice>,<lb/>
sie müsse unter 2 S bleiben. Da ich am Abend mit Dr. <rs type="person" ref="#per__114585">Schmidt</rs> von der<lb/>
Austria-Ferngas über die sowjetisch-deutschen Gasverhandlungen sprach,<lb/>
würde der unter 2 S Inlandspreis ganz gut ins Konzept passen. <rs type="person" ref="#per__114585">Schmidt</rs><lb/>
teilte mir mit, daß, seiner Information nach, die Russen zwar 4,- S<lb/>
Gasmarktpreis vereinbart haben, von diesem Preis wird aber der Transport,<lb/>
die Speicherung und die Verteilung abgezogen, so daß de facto Deutschland<lb/>
jetzt den sowjetischen Gaspreis zu 3,-- S franko Weidhausen übernimmt.<lb/>
Dies entspricht dem jetzigen sowjetischen Gaspreis auch in Österreich,<lb/>
3 S bei 0 Grad, = 2,80 S bei 20 Grad, dieser Preis gilt bei den<lb/>
jetzigen Abgabemengen ab 1. Oktober 1981 auch in Österreich. Die Sow<lb break="no"/><pb n="62-1361" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-24_1361.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>jets haben mit dieser Gaspreisregelung ihr Gesicht gewahrt, 4,-- S Markt<lb break="no"/>preis erlöst, de facto aber bekommen sie 3,-- S. Die Verhandlungen zwi<lb break="no"/>schen der Austria-Ferngas und Ruhrgas über die 500-Mio-m³-Lieferungen<lb/>
stocken, denn die Deutschen verlangen 3,50 S frei Grenze, was für die<lb/>
Austria-Ferngas bedeuten würde, 3,75 S Abgabepreis an die Landesgesell<lb break="no"/>schaft. Dieser Preis wurde und kann von <rs type="person" ref="#per__114585">Schmidt</rs> derzeit nicht akzeptiert<lb/>
werden, da er ja doch um 50 Groschen höher liegt als der <choice><choice><sic>sowjetisch</sic><corr>mit der Sowjetunion</corr></choice></choice><lb/>
abgeschlossene. Zu dieser Aussprache ist auch GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> beim Empfang<lb/>
dann dazugestoßen, hat aber überhaupt kein Wort über die Preisregelung<lb/>
resp. Vereinbarung gesagt, mir ist dies nur recht, ich bin jetzt einiger<lb break="no"/>maßen informiert und habe von <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> überhaupt nichts erfahren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_11"><rs type="person" ref="#per__114585">Schmidt</rs> beschwerte sich bei mir, daß MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> wegen der amtlichen Preis<lb break="no"/>regelung ihn persönlich sehr schlecht behandelt. Da ich den Grund nicht<lb/>
kenne, war ich nur bereit zu sagen, ihm wird schon nicht zu viel passie<lb break="no"/>ren, und ich werde mich informieren lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_13"><rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> berichtet, daß Ministerpräsident <rs type="person" ref="#per__110938">Lázár</rs> beim <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-Besuch selbst<lb break="no"/>verständlich den regionalen Ausbau der Grenzregionen angeschnitten hat.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwiderte, Österreich ist Mitglied der EFTA und hat mit der EG<lb/>
einen Vertrag, und es ist daher unmöglich, eine freihandelszonenähnliche<lb/>
Regelung mit Ungarn zu schaffen. <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs> bemüht sich sehr für ein<lb/>
Regionalabkommen, werde LH <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs>, der mit war, sofort positiv<add>[?]</add>, aber Gen.<lb/>
Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> von der Handelskammer lehnt dieses entschieden ab. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs><lb/>
war darüber nicht sehr glücklich, umso mehr als <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs> noch dazu in einer<lb/>
Wortmeldung sagt, hier müsse man eine Lösung finden, wie dies auch mit<lb/>
Jugoslawien, EFTA-Gespräche, Handelskammer-Abkommen<add>[?]</add>, in Aussicht ist.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> bemerkte zurecht, dieses Problem wird bei meinem Ungarnbesuch am<lb/>
Wochenende sicher zur Sprache kommen. Bei dieser Gelegenheit meinte er,<lb/>
sollte ich die 3-jährige Devisenzuteilung für Ungarn-Urlauber nach<lb/>
Österreich versuchen, zu verbessern, für Jugoslawien-Urlauber bekommen<lb/>
die Ungarn alle 2 Jahre eine Devisenzuteilung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte sofort entsprechende Unterlagen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_15">Der internationale Kongreß der Relais &amp; Châteaux, den ich zu begrüßen<lb/>
<pb n="62-1362" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-24_1362.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>versprach, war typisch französisch aufgebaut. Diese in Westeuropa be<lb break="no"/>triebenen Schloßhotels sind natürlich die Crème de la Crème, zur Eröffnung<lb/>
hatten sie sich die Mozartsängerknaben engagiert und die Militärmusik,<lb/>
ich hielt daher eine auf die Tradition der Schloßbesitzer hinweisende<lb/>
ergreifende Eröffnungsrede. Zum Schluß spielten sie die beiden Hymnen<lb/>
und die Fahnen wurden gehißt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_16">Die Fercher Möbelfabrik in Villach ist, wie mir der Besitzer sagte, gut<lb/>
ausgelastet und expandiert ständig. Aus kleinen Tischlereien anfangend<lb/>
hat Herr <rs type="person" ref="#per__134275">Fercher</rs> wirklich sehr viel geleistet und möchte sehr gerne, daß<lb/>
ich ihn ein Villach einmal besuchen komme. Das Staatswappen wollte er<lb/>
aber unbedingt jetzt haben, weil er in einem Wiener Spital eine Gelenk<lb break="no"/>operation hat. Dieser Wunsch wurde ihm selbstverständlich erfüllt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_17">GD <rs type="person" ref="#per__126509">Scheriau</rs> von der Maschinenfabrik Andritz ist mit seinem Vorstandsdi<lb break="no"/>rektor <rs type="person" ref="#per__134276">Karner</rs> gekommen, um zu ersuchen, daß ich bei der Gemischten Kommis<lb break="no"/>sion mit Kuba wegen eines Aluminiumwalzwerkes, jetzt bereits 1/2 Mrd. S<lb/>
Auftragswert, interveniere. <rs type="person" ref="#per__134276">Karner</rs> war gerade in Kuba und glaubt, daß<lb/>
dafür große Chancen bestehen. Die Kubaner verlangen aber dafür nicht<lb/>
nur 130 % Gegenlieferungen, sondern, was ich jetzt neu gehört habe, auch<lb/>
eine 30 %-ige Kooperationslieferung, so daß eigentlich Österreich dann<lb/>
für über 800 Mio. S Gegenlieferungen übernehmen muß. Hauptsächlich kommt<lb/>
dafür Aluminiumschrott infrage, der lt. <choice><choice><sic>Andritzer</sic><corr>den Andritzern</corr></choice></choice> dringend in Österreich<lb/>
gebraucht wird.<lb/>
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das bei meinem CSSR-Besuch sicher zur Sprache kommt, ist, daß die 1 Mrd.<lb/>
Gegenlieferung resp. Übernahme von tschechischen Anteilen nicht möglich<lb/>
sein wird, sondern nur mit 600 Mio. S derzeit vertragsmäßig gesichert ist.<lb/>
Der neue Außenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__133292">Urban</rs> wird daher garantiert<add>[auf]</add> diese Mrd.<lb/>
zu sprechen kommen. Ich schlug <rs type="person" ref="#per__126509">Scheriau</rs> vor, er sollte doch überprüfen,<lb/>
ob nicht doch eine Möglichkeit besteht, den Tschechen für die 400 Mio.<lb/>
S mit den österreichischen Baufirmen einen Hotelbau anzubieten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bis nächste Woche bitte Information festlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_20">Architekt <rs type="person" ref="#per__134278">Pahr</rs> aus Deutschland hat für die Alpine Fertighausystem in<lb/>
Österreich jetzt für die Firma den Auftrag. Mit deutscher Gründlichkeit<lb/>
eine rechtlich einwandfreie Lösung zu suchen. In Deutschland können die<lb/>
Hauskäufer alle Fertigteile beziehen und sich selbst das Haus errichten.<lb/>
Bis jetzt wurden 20.000 Stk. in Deutschland verkauft, der Käufer wird<lb/>
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unter Bauführung der Alpine Fertighaugesellschaft sein Haus errichten.<lb/>
In Österreich stehen dem, wie SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> dem Rechtsanwalt Dr. <rs type="person" ref="#per__146623">Schmidt</rs><lb/>
von der Landstraße klar und deutlich auseinandersetzte, die Bauordnungen<lb/>
entgegen. Hier muß ein Bauführer bestimmt werden, und dies kann nur da<lb/>
Land, keinesfalls der Bund regeln, die Gewerbeordnungsvoraussetzungen<lb/>
sind gegeben. Die Alpine hat jetzt einen Umsatz von 50 Mio. S durch Holz<lb break="no"/>exporte Österreichs nach Deutschland, um die Fertighausteile dort zu fer<lb break="no"/>tigen, erzielt eine weitere andere Gesellschaft ebenfalls 50 Mio. S Um<lb break="no"/>satz. SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> wird mit Dr. <rs type="person" ref="#per__146623">Schmidt</rs> in dieser Frage in engem Kontakt<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was sagen die anderen Fertighausproduzenten in<lb/>
Österreich dazu?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_22">Der Indische Energieminister ist zum OPEC-Seminar nach Wien gekommen.<lb/>
SGP war daran interessiert, daß ich ihn in Schwechat abhole, ein Ge<lb break="no"/>spräch dann in meinem Ministerium hat ergeben, daß SGP als auch Vöest-<lb/>
Alpine mit der Länderbank hoffen, einen 1000-MW-Kraftwerksauftrag zu be<lb break="no"/>kommen, mit Infrastruktur und sonstigen Einrichtungen würde dies ein<lb/>
Auftrag für 13 Mrd. S sein. Ein ähnliches Projekt hat SGP jetzt <choice><choice><sic>bei</sic><corr>auf/mit?</corr></choice></choice> den<lb/>
Philippinen in Arbeit, für mich war nur die Frage, wer soll dies für<lb/>
Indien finanzieren? Die von mir zu der Aussprache gleich gebetenen Fir<lb break="no"/>menvertreter erklärten, dies wird möglich sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Laß Dich über die weitere Vorgangsweise informie<lb break="no"/>ren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_24">Dr. <rs type="person" ref="#per__118737">Schimka</rs>, Handelskammer, GD <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs>, OeNB, erklärten sich mit einer Ge<lb break="no"/>meinschaftswerbung, die berühmte Österreichwolke, Rot-Weiß-Rot-Urlaub<add>[?]</add>,<lb/>
einverstanden. <choice><choice><sic>In</sic><corr>An</corr></choice></choice> 2400 Stellen sollen 16 Bogenplakate <choice><choice><sic>avegiert</sic><corr>affichiert</corr></choice></choice> werden,<lb/>
Kosten 1 1/2 Mio. S.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die Finanzierung endgültig klären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_26">GD <rs type="person" ref="#per__132389">Lehmann</rs> von der deutschen Papierfabrik PWA erklärte GD <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs><lb/>
und Länderbank-GD <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> mit seinen Leuten endgültig, daß er sich an<lb/>
dem Projekt Pöls in keiner Weise beteiligt. Sie werden in Hallein ihre<lb/>
Zellstoffproduktion, durch eine thermische Abwasserbehandlung der Wasser<lb break="no"/>wirtschaftslandwirtschaftsbehörde Rechnung tragend, bis 84 die Umstellung<lb/>
vollführen. Über die fast 800 Mio. Investition wurde nicht gesprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_27">Sowohl <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> als auch <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> meinten anschließend, <rs type="person" ref="#per__132389">Lehmann</rs> hat schon<lb/>
viel erklärt und versprochen und nichts gehalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_28">Die Italiener <rs type="person" ref="#per__115578">Bonelli</rs> und <rs type="person" ref="#per__113827">Adler</rs> von dem großen italienischen Zellstoff-<lb/>
und Papierkonzern Burgos erklärten dann bei der anschließenden Sitzung,<lb/>
daß sie bereit sind, 30 % der Sulfatproduktion von Pöls in Österreich zu<lb/>
Weltmarktpreisen anzubieten. Dies entspricht ungefähr den 60.000 to,<lb/>
die auch jetzt nach Österreich importiert werden müssen. Die Italiener<lb/>
haben nicht verstanden, daß vor nicht allzulanger Zeit der Bundeskanzler<lb/>
von ihnen noch eine Abnahmegarantie der 200.000 to Sulfatzellstoff ver<lb break="no"/>langt hat, die in Österreich erzeugt werden sollen, und jetzt im Konträren<lb/>
der Handelsminister 60.000 to von ihnen verlangt, daß unbedingt in Öster<lb break="no"/>reich angeboten werden müßten. Der Syndikatsvertrag wird aber dementspre<lb break="no"/>chend jetzt abgeändert, die Finanzierung, meinte GD <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs>, könne er<lb/>
wahrscheinlich in 14 Tagen auf die Beine bringen, so daß wir anschließend<lb/>
die Presse empfangen konnten und ich den Abschluß der Pölser Gespräche<lb/>
erklärte. Die APA fragte, anspielend auf die schlechte Läderbanksituation,<lb/>
wie<add>[sie?]</add> die 934 Mio. S Fremdkapital<add>[für die?]</add> Finanzierung auftreiben möchte. Die Ita<lb break="no"/>liener werden 330 Mio. Eigenkapital bringen. <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> antwortete gereizt,<lb/>
er soll sich um die finanzielle Gestion der APA kümmern, doch versicherte<lb/>
er auch offiziell, daß die Fremdfinanzierung noch im Laufe des Dezembers<lb/>
möglich ist. Den Spatenstich wird die Vöest-Alpine, die sich mit 60 Mio.<lb/>
S an dem Projekt beteiligt, für Jänner organisieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_29">Im Bundeskanzleramt fand der berühmt-berüchtigte Textilgipfel statt.<lb/>
LH <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> und LH <rs type="person" ref="#per__118211">Keßler</rs>, die mit ihren Landesräten erschienen waren,<lb/>
erklärten anfangs, sie kennen die Details nicht, wie die Sanierung vor<lb/>
sich gehen soll, die Firmenvertreter schilderten mir ihre Situation, und<lb/>
die Gewerkschaft verlangte endgültige Maßnahmen. Sozialminister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs><lb/>
schlug dann vor, daß er bereit ist, die notwendigen 38 Mio. S Überbrückung<lb/>
mit 1/3 aus der Arbeitsmarktförderung, 1/3 von den Ländern und 1/3 von<lb/>
den Banken zu finanzieren. Dies sei eine ähnliche Lösung wie seinerzeit<lb/>
für die Fa. Kneissl vereinbart wurde. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, der sich sehr im Hinter<lb break="no"/>grund hielt, er setzte sich demonstrativ nicht an den Tisch, sondern mit<lb/>
den Firmenvertretern und mit den Beamten an die Wand, meinte nur kurz,<lb/>
die Kneissl-Entscheidung hätte der Creditanstalt jetzt Klagen in der Höhe<lb/>
von 400 Mio. S gebracht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte laß, wie wir besprochen haben, dies genau<lb/>
prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_31">Die westösterreichischen Textilfirmen sind keinesfalls bereit, eine ir<lb break="no"/><pb n="62-1365" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-24_1365.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>gendwelche nebulöse Kooperation oder gar Betriebszusammenlegung zu akzep<lb break="no"/>tieren. Die Firma Ganahl hat überhaupt erklärt, daß sie sich, wenn sie<lb/>
eine entsprechende Finanzierung bekommt, eine eigene Lösung anstrebt und<lb/>
nicht mit Rhomberg und Herrburger, sowie Jenny &amp; Schindler zusammengewor<lb break="no"/>fen werden will. Die westösterreichischen Textilfirmen erklärten, daß<lb/>
sie durch zu starke Investitionen und nicht vorhergesehenen Zinssteige<lb break="no"/>rungen in dieses Schlamassel gekommen sind. Die FGG, GD <rs type="person" ref="#per__114083">Schramm</rs>, schlug<lb/>
vor, man solle jetzt internationale Textilprüfungsgesellschaften heran<lb break="no"/>ziehen. Dieser Prüfungsbericht würde maximal 5 Mio. S kosten, wie mir<lb/>
Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> zuflüsterte, und er wäre bereit, dies auch zu be<lb break="no"/>zahlen. Von den Firmenvertretern war keine endgültige Zustimmung zu er<lb break="no"/>langen, auch die Landeshauptleute erklärten auf Aufforderung <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs>,<lb/>
sich dies alles zu überlegen und dann schriftlich ihn zu verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_32">Beim OPEC-Empfang für die Seminarteilnehmer wurde mir dann über die<lb/>
Diskussion am Vormittag zwischen Ölminister <rs type="person" ref="#per__126956">Karim</rs>, Irak, der die<lb/>
Drosselung der Ölmengen verlangte, und dem Saudi-Scheich <rs type="person" ref="#per__108323">Yamani</rs>, der<lb/>
sofort replizierte und meinte, dies sei die Vorstellung des Irak, berich<lb break="no"/>tet. Ich habe <rs type="person" ref="#per__108323">Yamani</rs> dann gefragt, ob er hier einen großen Gegensatz<lb/>
zwischen Irak und Iran sieht, dieser hat sofort runtergespielt und ge<lb break="no"/>meint, dies sei nur beiläufig im Referat und in der Diskussion erwähnt<lb/>
worden. Beim Empfang hat mich dann der ORF gefragt, was ich zu dem<lb/>
großen Katar-Gasprojekt sage, da GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> in einem ORF-Interview für<lb/>
Zeit im Bild 2 entsprechende Andeutungen machte. Da BASF Deutschland,<lb/>
hier mit Ruhrgas angeblich kooperierend, die ÖMV mit einschalten will,<lb/>
sehe ich für dieses Projekt auch für Österreich eine gewisse Chance. Da<lb/>
aber erst das Gas verflüssigt werden muß, in Monfalcone dann entspannt,<lb/>
in das Rohrleitungssystem in Westeuropa eingespeist wird, wird es nicht<lb/>
nur lange Zeit dauern, sondern vor allem auch sehr viel Investitionskos<lb break="no"/>ten verlangen. Ich bin sehr gespannt, wie die ÖMV hier im Konkreten<lb/>
sich wirklich verhält.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Energiesektion soll unbedingt mit Winters<lb break="no"/>hall Kontakt halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-24_34">Bei unserer Bezirksräteklubsitzung diskutierte ich mit den Gewerkschafts<lb break="no"/>kolleginnen und -kollegen neuerdings die Ministerbezüge. In einer Sektion<lb/>
wurde die Wohnungsbeihilfe der Minister hart attackiert. Die Bevölkerung<lb/>
kriegt nur die 30 S, und Minister haben 10.000 S. Diese Regelung ist<lb/>
allerdings längst überholt, wie die Gewerkschafter von mir neuerdings<lb/>
hören wollten. Ich habe ihnen meinen Gehaltszettel, wie ja jedermann,<lb/>
sofort zur Verfügung gestellt, damit sie etwaige Auskünfte gewissenhaf<lb break="no"/><pb n="62-1366" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-24_1366.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>test geben können. Wo immer irgend etwas passiert, kann ich immer wieder<lb/>
feststellen, sind die Gewerkschafter doch die Leute, die am ehesten auch<lb/>
unangenehmen Problemen und schwierigen Situationen bereit sind, sich zu<lb/>
stellen und dann auch entsprechend sich insbesondere für mich einzu<lb break="no"/>setzen.</p>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Schönbichler, Carl Hans</persName>
               <persName><surname>Schönbichler</surname><forename>Carl Hans</forename></persName>
               <occupation>Obmann Sektion Handel BHK</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Fercher, A</persName>
               <persName><surname>Fercher</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Fercher Möbelfabrik, Villach</occupation>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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               <occupation>LH Vbg., ÖVP</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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