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            <title type="main">Dienstag, der 17. November 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_01">Dienstag, 17. November 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_02">Beim 9. Gewerkschaftstag des öffentlichen Dienstes war fast die ganze<lb/>
Regierung vertreten. Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bescheinigte den Beamten, daß<lb/>
sie stets loyal und verständnisvoll dem österreichischen Staate und damit<lb/>
der Bevölkerung dienen. Die Verhandlungen mit der Regierung werden sehr<lb/>
hart geführt, gehen bis zum Äußersten, aber immer wieder wird ein für<lb/>
beide Teile erträglicher Kompromiß gefunden. Bei der Begrüßung erhielt<lb/>
der Klubobmann der ÖVP, Dr. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, natürlich demonstrativ den längsten<lb/>
Applaus. Überrascht war ich, daß von den einzelnen Ministerien auch die<lb/>
anwesenden Sektionschefs begrüßt wurden. Noch mehr überrascht war ich,<lb/>
daß das Handelsministerium nicht vertreten war.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Kläre vorsichtig, ob wir und wer eingeladen gewe<lb break="no"/>sen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_04">Mit Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> besprach ich die Möglichkeit des<lb/>
Getreideexportes nach Jugoslawien. Die Österr. Draukraftwerke möchten<lb/>
dem jugoslawischen Wunsch entsprechend für die 50.000 to Getreide Braun<lb break="no"/>kohle importieren. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> ist mit einer solchen Vorgangsweise sofort<lb/>
einverstanden, wahrscheinlich kann er den Polen nur 60.000 to liefern,<lb/>
100.000 to in die DDR, die abgeschlossen werden sollen, hat der Importeur<lb/>
<rs type="person" ref="#per__58381">Fritz Mauthner</rs> erklärt, werden kaum zu liefern sein, da er aber nie in die<lb/>
DDR geliefert hat, glaube ich nicht, daß er dafür die kompetente Auskunft<lb/>
geben kann. Da insgesamt 280.000 to Getreide nach dem Exportplan des GAF<lb/>
exportiert werden sollen, besteht die Möglichkeit, auch mehr Weizen nach<lb/>
Jugoslawien zu kompensieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die OB soll feststellen, welche Kohlenmenge ge<lb break="no"/>gebenenfalls gebraucht<add>[wird]</add> resp. zur Verfügung steht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_06">In der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> über den Baugipfel berich<lb break="no"/>tet, da die Ergebnisse gestern erst sehr spät abends erreicht werden<lb/>
konnten, hat er die Maßnahmen jetzt als mündlichen Vortrag des Bundes<lb break="no"/>kanzlers vom Finanzminister und ihm zusammenfassen lassen und dann auch<lb/>
endgültig beschließen. Darin wird sogar als erster Punkt die Fremden<lb break="no"/>verkehrswirtschaft erwähnt, <choice><choice><sic>die</sic><corr>für die?</corr></choice></choice> im Rahmen der ERP-Ersatzaktion, Zinsen<lb break="no"/>stützungen für Kredite in der Höhe von 1 Mrd. S im Rahmen seines Budget<lb break="no"/>überschreitungsgesetzes für das Jahr 1982 zur Verfügung stehen wird.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> ersuchte, den Nebensatz "im Rahmen eines BÜG" zu streichen, weil<lb/>
<pb n="62-1328" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-17_1328.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>er rein optisch nicht bereits jetzt, wo das Budget noch gar nicht im<lb/>
Plenum beschlossen ist, schon ein BÜG ankündigen möchte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte sofort mit Finanzministerium ak<lb break="no"/>tenmäßig festlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_08"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwähnte auch in der MRV die Eröffnung der Gewerkschaft Öffent<lb break="no"/>licher Dienst und unterstrich, daß deren Verhalten über die Parteigren<lb break="no"/>zen hinweg gegenüber der Regierung sehr loyal ist. Überleitend meinte er<lb/>
dann, jetzt sei für ihn eine schwere Entscheidung bezüglich der Personal<lb break="no"/>politik bei der Vöest-Alpine zu treffen. Auch hier möchte er mit Partei<lb break="no"/>obmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> zu einer entsprechenden Vereinbarung kommen. Die ÖVP besteht<lb/>
aber auf den vierten Vorstand, während der Betriebsrat der Vöest-Alpine,<lb/>
aber auch das Management und vor allem auch, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sich ausdrückt,<lb/>
im ÖGB den Dr. <rs type="person" ref="#per__134056">Koch</rs>, bis vor 4 Jahren ÖAAB-Mitglied, der ausgetreten ist,<lb/>
als Finanzmann im Vorstand wollen. Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> meinte, die Variante,<lb/>
die im Kurier steht, <rs type="person" ref="#per__134056">Koch</rs> jetzt gleich und <choice><choice><sic>Elektronika</sic><corr>?</corr></choice></choice>, den die ÖVP<lb/>
vorschlägt, Dr. <rs type="person" ref="#per__134058">Tschisch</rs> zu einem späteren Zeitpunkt. Dies wäre doch<lb/>
sicher von der ÖVP lanciert, geht leider nicht. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> lehnt dies ab,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sagt, er muß jetzt vorsichtig operieren, den Neidkomplex der<lb/>
anderen Arbeiter und der Betriebe, daß die Verstaatlichte eine Mrd. Sub<lb break="no"/>vention bekommt, darf man nicht unterschätzen. Er möchte deshalb mit der<lb/>
ÖVP in diesen Fragen, so wie sie auch der Länderbanksanierung zugestimmt<lb/>
haben, zu einem Übereinkommen kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_09">Die AK Tirol hat ihnen ein Telegramm geschickt, wo sie schon darauf<lb/>
hinweist, daß jetzt für die Sanierung der Textilbetriebe Jenny &amp; Schind<lb break="no"/>ler, Heerburger und Rhomberg, und Ganahl in Westösterreich unbedingt für<lb/>
die 3.000 Beschäftigten etwas geschehen muß. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verweist darauf,<lb/>
daß die Textil-Ost-Lösung eine Pleite war und man deshalb vorsichtig vorge<lb break="no"/>hen muß. Aufklärungsbedürftig ist noch, wieso die CA, Dr. <rs type="person" ref="#per__122965">Treichl</rs>, vor<lb/>
dieser Konstruktion noch Kammgarnfabrik-Aktien umgetauscht hat und damit<lb/>
diesen Aktienbesitzern geholfen hat. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtet, daß man zuerst<lb/>
angenommen hat,<add>[daß]</add> 5 Mio. S pro Monat, insgesamt also 15 Mio., zu je 1/3 von Bund,<lb/>
Ländern und Bank getragen, eine Übergangslösung wäre, bis ein Gutachten<lb/>
vorliegt, jetzt stellt sich heraus, daß man mindestens 50 Mio. braucht<lb/>
für die 3000 Beschäftigten. LH <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> erklärt, dies sehr schwierig<lb/>
nur aufbringen zu können, LH <rs type="person" ref="#per__118211">Keßler</rs> lehnt kategorisch ab. Auch die<lb/>
Länderbank hat große Schwierigkeiten. Man überlegt deshalb, ob man nicht<lb/>
das Insolvenzentgeltsicherungsgesetz heranziehen könnte. Dieses hat be<lb break="no"/>reits 1,7 Mrd. 81 aufgewendet, die Einnahmen betragen nur 840 Mio,. näch<lb break="no"/><pb n="62-1329" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-17_1329.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>stes Jahr wird es deshalb Einnahmenerhöhungen geben müssen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> er<lb break="no"/>sucht, es soll sofort eine Sitzung im BKA mit allen Ministern stattfinden,<lb/>
wie dies auch bei den Eumig-Pleiten geschehen ist, dort sollen dann<lb/>
die Landeshauptleute erklären, daß sie nicht wollen oder können. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
fragt auch mich, ohne daß er sagt, er möchte das schon entscheiden, wie<lb/>
es jetzt mit dem Operationskalender bei der Energiewirtschaft weiter<lb break="no"/>geht. SC <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs> verweist darauf, daß ein Ministerratsbeschluß ja vor<lb break="no"/>sieht, daß die einzelnen Ministerien entsprechend zu berichten haben,<lb/>
welche Maßnahmen jetzt noch getroffen werden müssen. Ich erkläre sofort,<lb/>
daß das ganze Maßnahmenpaket jetzt immer in den Energieberichten, von<lb/>
allen Interessenvertretungen und den beteiligten Ministerien positiv<lb/>
zugestimmt, und sogar der letzte vom Nationalrat einstimmig genehmigt<lb/>
wurde, <choice><choice><sic>einfgenommen</sic><corr>aufgenommen?</corr></choice></choice> wird. Eine weiter Publizistik sollte unterbleiben,<lb/>
die seinerzeit von der EVA geforderten Maßnahmen würden den Finanzmini<lb break="no"/>ster sehr viel Geld kosten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Im Maßnahmenkatalog sollen auch die möglichen<lb/>
Aufgaben der Ministerien zur Energieeinsparung aufgezählt werden. Eine<lb/>
Außerkraftsetzung des Ministerratsbeschlusses muß man sich genau überlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_11">Die Nationalbank könnte, wie GD <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> berichtet, aus dem Jubiläumsfonds<lb/>
500 Mio. S für die produktionsnahe Forschung der Industrie zur Verfügung<lb/>
stellen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, gleich 300 Mio. hat auch die Handelskammer im<lb/>
Vorjahr aus dem AHF zur Verfügung gestellt, die man ev. auch auf 500<lb/>
aufstocken könnte. 500 Mio. könnten für die Exportförderung der Klein- und<lb/>
Mittelbetriebe zur Verfügung gestellt werden. Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs><lb/>
meint, daß die dafür in der österr. Nationalbank notwendigen Beschlüsse<lb/>
bis jetzt nicht gefaßt wurden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_12">Die Bergarbeiter resp. einige Funktionäre haben sich bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> beklagt,<lb/>
daß die Kohlevorkommen nicht mit entsprechender Sorgfalt untersucht<lb/>
werden. Im Fohnsdorfer Gebiet gäbe es noch große Möglichkeiten. NR <rs type="person" ref="#per__134236">Kokail</rs><lb/>
meinte, man müsse 500 Mio. S zur Verfügung stellen, um Österreich eingehend<lb/>
zu untersuchen. Ich verweise darauf, daß aus der Bergbauförderung, aber<lb/>
auch aus sonstigen Budgetmitten vom Wissenschaftsministerium und Han<lb break="no"/>delsministerium, das Lagerstättengesetz 46 vor ein paar Jahren von uns<lb/>
aktiviert wurde und sehr wohl Untersuchungen heute überall stattfinden.<lb/>
Die berechtigte Klage, daß der Kohlepreis für Inlandskohle tiefer liegt<lb/>
als der ausländische Importpreis, ist teilweise richtig, und ich werde<lb/>
mit der AK diesbezüglich Gespräche führen. Bezüglich der Maßnahmen, die<lb/>
<pb n="62-1330" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band62/62_1981-11-17_1330.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>aber zur Untersuchung des Bundesgebietes geführt haben, und was bis jetzt<lb/>
für Ergebnisse herausgekommen sind, erkläre ich sofort, daß ich eine<lb/>
Sitzung mit den Bergarbeitervertretern, den Direktionen der Kohlegesell<lb break="no"/>schaften, dem Wissenschafts- und Finanzministerium persönlich einladen<lb/>
werde. <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> unterstützt mich und erklärt sich auch bereit, zu diesem<lb/>
Gespräch zu kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte sofort feststellen, wer insbesondere bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sich beschwert hat, und sofort die Sitzung einberufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_14">Bezüglich des Baus des Konferenzzentrums hat Arch. <rs type="person" ref="#per__97981">Staber</rs> jetzt berechnet,<lb/>
daß 700 Mio. S, die durch Planung resp. Auftragsvergabe bereits teils be<lb break="no"/>zahlt, teils bezahlt werden müssen, noch 1 Mrd. S Infrastruktur, also ins<lb break="no"/>gesamt 1,7 Mrd. S, stehenbleiben würden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, die Regierung<lb/>
könne es sich nicht leisten, daß lauter große Trümmer unvollendet, AKH,<lb/>
Kernkraftwerk, jetzt Konferenzzentrum übrigbleiben. Es wird notwendig<lb/>
sein, daß man hier trachtet, zu einer für die Öffentlichkeit verständli<lb break="no"/>chen Lösung zu kommen. Viel wird natürlich vom Volksbefragungsergebnis<lb/>
der ÖVP abhängen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schätzt, daß 15 % zur Wahl gehen werden, nach<lb break="no"/>dem der Sonntag und der Montag ja nicht sehr gut gelaufen sind. Von der<lb/>
Stimmenabgabe rechnet er mit 5 % Nein und 2/3 Ja. Ich glaube, daß dieses<lb/>
Verhältnis mehr Jastimmen bringen wird, weil eben verhältnismäßig wenig<lb/>
Leute zur Volksabstimmung gegangen sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_15">Innenminister <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> meint, es müßte jetzt regierungsmäßig geklärt werden,<lb/>
was mit dem Messepalast geschieht. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> weist darauf hin, daß ursprün<lb break="no"/>glich geplant war, diesen als Erweiterung des Kulturbereiches auszubauen.<lb/>
Bautenminister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> und der Dir. <rs type="person" ref="#per__113081">Stock</rs> von der Hofburg überlegen<lb/>
jetzt eine alternative Lösung, dieses Kongreßzentrum im ersten Bezirk kann<lb/>
aber kein Ersatz für das UNO-Kongreßzentrum sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_16"><rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> verweist darauf, daß jetzt Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs> ihm mitteilte, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> sich bezüglich der Klein- und Mittelbetriebe ein<lb break="no"/>en Konsens gefunden hätten, und daß daher auch gewisse andere Forderungen<lb/>
wahrscheinlich erfüllt werden. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> veweist darauf, daß auch die Bürges<lb/>
eine entsprechende Erhöhung um 30 Mio. S pro Jahr bekommen wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
ist mit dieser Konsenspolitik sehr einverstanden, denn Meinungsumfragen<lb/>
bestätigen immer wieder, daß die Bevölkerung eine Ruhe will, die Zusammen<lb break="no"/>arbeit, und wir mit dieser Politik eben beweisen können, daß wir alles<lb/>
dazu beitragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_17"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtet dann, daß Mitte November eine Arbeitslosenziffer<lb/>
von 85.113 gezählt wurde. Das sind um 25.000 mehr als im Vorjahr und<lb/>
um 14.500 mehr als im Vormonat. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> unterstreicht einmal mehr, wie<lb/>
notwendig es war, den Bautengipfel abzuführen, und daß er hofft, daß die<lb/>
Bauarbeiterarbeitslosigkeit eben nicht so stark steigt, als ursprünglich<lb/>
befürchtet. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> prophezeit, und dies ist mit Sicherheit anzunehmen,<lb/>
daß wir sehr bald die 100.000-Arbeitslosen-Grenze überschreiten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meint, daß dies eine Ziffer ist, die auf die Bevölkerung entsprechend<lb/>
wirkt. Ich verweise darauf, daß auch heuer im Jänner 105.000 Arbeitslose<lb/>
gezählt wurden, und daß durch die damalige Besprechung mit der Bauwirt<lb break="no"/>schaft und Vorziehen, insbesondere der westlichen Länder, von Aufträgen<lb/>
dann auch die Arbeitslosigkeit wieder unter die 100.000-Grenze fiel.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> macht darauf aufmerksam, daß wir im Jänner deshalb eine Regie<lb break="no"/>rungsklausur brauchen. Die nächsten Ministerräte werden besprochen, an<lb break="no"/>stelle des Dienstag wird Mittwoch, den 25.11. im Parlament der Minister<lb break="no"/>rat stattfinden. Der Ministerrat am 22. Dezember wird zwar nicht offi<lb break="no"/>ziell abgesagt, aber es wird dann wahrscheinlich keiner abgehalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>. Bitte entsprechend vormerken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_19">Der irakische Botschafter geht jetzt nach Paris, er ist darüber sehr<lb/>
unglücklich, obwohl ihm alle gratulieren und meinen, in Paris sei sehr<lb/>
viel mehr los als in Wien. Austroplan hat bei mir noch interveniert<lb/>
wegen einer Fittingfabrik. Ich habe ihm eine diesbezügliche Aktennotiz<lb/>
übergeben. Ob er allerdings viel wird für Österreich machen, bezweifle<lb/>
ich. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> hat sich, da sie ja durch seine Vermittlung<lb/>
in Bagdad auch sehr gut betreut wurde, besonders herzlich von ihm ve<lb break="no"/>rabschiedet. Was ihm den Abschiedsschmerz wahrscheinlich noch mehr ver<lb break="no"/>größerte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_20">Ausländische Fremdenverkehrsjournalisten aus Dänemark, Belgien und<add>[den]</add> Nie<lb break="no"/>derlanden besuchten Wien, und der Betreuer <rs type="person" ref="#per__97559">Hofbauer</rs> von der ÖFVW ersuchte<lb/>
mich, sie zu empfangen. Wir haben ihnen kurz die Wichtigkeit des öster<lb break="no"/>reichischen Fremdenverkehrs erklärt, sehr interessiert waren sie aller<lb break="no"/>dings nicht, weil sie anschließend gleich neuerdings ein Sightseeingpro<lb break="no"/>gramm absolvieren wollten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_21">Auf der Landstraße habe ich zuerst mit den Bezirksräten, dann mit den<lb/>
Sektionsleitern eine furchtbar lange Diskussion geführt. Die Preisstei<lb break="no"/>gerungen, insbesondere bei Energie, regen natürlich unsere Mitglieder auch<lb/>
entsprechend auf. Wenn ich in meinem Vortrag irgendetwas vergesse, kann<lb/>
ich sicher sein, daß in der Diskussion sofort gefragt wird, warum dieses<lb/>
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das Startwohnungsprogramm von Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs>. Da diese Start<lb break="no"/>wohnungen angeblich von Hausherren zum freien Mietzins dann vergeben wer<lb break="no"/>den können, befürchtet man, daß diese Wohnungen sich niemand leisten wird<lb/>
können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band62_1981-11-17_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wie steht diese Frage innerparteilich?<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 109. Ministerratssitzung, 17.11.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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            <head>Nachtrag TO Ministerratssitzung, 17.11.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Löschnak, Franz</persName>
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               <occupation>Sts. BKA</occupation>
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               <persName type="label">Wallnöfer, Eduard</persName>
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               <persName type="label">Firnberg, Hertha</persName>
               <persName><surname>Firnberg</surname><forename>Hertha</forename></persName>
               <occupation>Wissenschaftsministerin</occupation>
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               <occupation>Kongresszentrum, Verkehrsbüro, Hofburg</occupation>
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               <occupation>SPÖ-Klubsekr./-obmann</occupation>
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               <occupation>ZS GPA, ab 1980 Sozialminister</occupation>
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               <persName type="label">Hofbauer, Norbert</persName>
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               <occupation>Pressechef ÖFVW</occupation>
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               <persName type="label">Eypeltauer, Beatrix</persName>
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               <occupation>SPÖ-NR-Abg., Staatssekretärin</occupation>
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               <persName type="label">Treichl, Heinrich</persName>
               <persName><surname>Treichl</surname><forename>Heinrich</forename></persName>
               <occupation>Bankier</occupation>
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               <persName type="label">Martin, A</persName>
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               <persName type="label">Mock, Alois</persName>
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               <occupation>Abg. z. NR, Klubobmann, ÖVP</occupation>
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