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            <title type="main">Donnerstag, der 17. September 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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               <persName>Gustav Graf</persName>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_01">Donnerstag, 17. September 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_02">In der Fachverbandssitzung der Bekleidungsindustrie gab es eine sehr<lb/>
interessante Diskussion nach einem Referat von mir. Funktionäre der Be<lb break="no"/>kleidungsindustrie wünschen, daß der siehe<add>[?]</add> Made in Austria geschaffen<lb/>
werden soll und nicht abgewartet wird, bis die EG zu einer Lösung kommt.<lb/>
In Frankreich, Großbritannien, Finnland, USA und Kanada gibt es die<lb/>
bereits. In der EG wäre es auch längst beschlossene Sache, wenn nicht<lb/>
Deutschland dagegen wäre. Ich versprach, dies prüfen zu lassen und,<lb/>
wenn eine Möglichkeit besteht, es sofort in Kraft zu setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_04">Der Ing. <rs type="person" ref="#per__134028">Erhard</rs>, österr. Vertreter im europäischen Bekleidungsverband,<lb/>
berichtete, daß bezüglich des Multifaserabkommens Österreich die ursprün<lb break="no"/>glich auch in der EFTA durchgesetzte Resolution von Dr. <rs type="person" ref="#per__116916">Waas</rs> die beste<lb/>
Lösung wäre. Ich versprach ihm, Dr. <rs type="person" ref="#per__116916">Waas</rs> neuerdings an seine Resolution,<lb/>
auch bei den Verhandlungen mit den anderen europäischen Staaten, EG als<lb/>
auch Vereinigten Staaten, zu erinnern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Dr. <rs type="person" ref="#per__116916">Waas</rs> soll sich mit Ing. <rs type="person" ref="#per__134028">Erhard</rs> in Verbindung<lb/>
setzen und dann berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_06">Herr <rs type="person" ref="#per__126387">Liegle</rs> beschwerte sich, daß neuerdings Umgehungsimporte durchgeführt<lb/>
werden, weil man an der Grenze fast nichts kontrolliert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte neuerlichen Bericht vorlegen lassen, dann<lb/>
mich mit <rs type="person" ref="#per__126387">Liegle</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_08">Über unsere Bekleidungsaktion wurde Kritik geübt, daß wir zwar unbüro<lb break="no"/>kratischer als die anderen Ministerien handeln, doch ist die Grenze von<lb/>
1 Mio. Investitionen zu hoch, außerdem sind die Bauten und die EDV-Anlagen<lb/>
ausgenommen. Letzteres gilt, wie ich sofort richtigstellte, nicht für<lb/>
EDV-Anlagen, die zum Produktionsprozeß notwendig sind. Vor allem wurde<lb/>
kritisiert, daß die Detailunterlagen immer wieder verlangt werden, auch<lb/>
dann, wenn eine Firma bereits einen 10 %-igen Zuschuß bekommen hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Laß prüfen, wie weit wir hier wirklich Vereinfa<lb break="no"/>chungen machen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_10">Als besondere Kuriosität wurde mitgeteilt, daß früher 115.000 Lederhosen<lb/>
<pb n="61-1151" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-09-17_1151.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>in Österreich erzeugt wurden, jetzt ist diese Produktion auf 25.000<lb/>
zurückgegangen, 25.000 werden aus der DDR importiert. Lederhosen sollten<lb/>
doch wirklich eine österreichische, vielleicht noch bayrische Frage der<lb/>
Produktion sein und bleiben. Fast handelt es sich hier um eine nationale<lb/>
Monopolfrage und Produktionssituation.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_11">Im Klub hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann berichtet, so daß ich zu keinem Referat resp.<lb/>
Bericht über die Benzinpreisentwicklung gekommen bin. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> war aber<lb/>
sehr froh, daß ich erschien, obwohl ich ihr vorher gleich gesagt habe,<lb/>
es wird kaum dazu kommen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> berichtete über die Verhandlungen mit<lb/>
der ÖVP über die Wirtschaftsfragen. Neues, sagte er, gibt es dazu nichts<lb/>
zu berichten, das ÖVP-Programm ist ein Abklatsch des SPÖ-Programmes.<lb/>
Der <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>-Plan wird von den Handelskammerleuten nicht unterstützt, teil<lb break="no"/>weise sogar bekämpft, weshalb <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> auch ziemlich allein seine Idee vertre<lb break="no"/>ten muß. Die ÖVP-Ideen kommen immer mehr aus der Gruppe <rs type="person" ref="#per__111712">Bergmann</rs>, <rs type="person" ref="#per__116692">Stein<lb break="no"/>bauer</rs> usw., sind verbal radikal, die Wirtschaftslage ist sehr kritisch,<lb/>
obwohl wir den höchsten Beschäftigtenstand, die geringste Arbeitslosigkeit,<lb/>
1,5 %, und einen Verbraucherpreisindex von 6,4<add>[haben]</add>, und damit auch äußerst<lb/>
günstig gegenüber allen anderen westeuropäischen Staaten liegen. Nach<lb/>
Klimatechnik, Eumig kommt jetzt auch noch Felten &amp; Guilleaume. Dabei<lb/>
handelt es sich um einen Luxemburger Betrieb, und die Bundesregierung<lb/>
wird kaum etwas machen können. Das größte Problem für VEW ist aber Mürz<lb break="no"/>zuschlag. Im ganzen Konzern ist es geglückt, fast 4000 Beschäftigte we<lb break="no"/>niger zu haben, dabei nur eine minimale Kündigung, 300 Stück, durchzufüh<lb break="no"/>ren.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_12">GD <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> und Dir. <rs type="person" ref="#per__112049">Rimsky</rs> von Chemie Linz informierten mich über ihre<lb/>
Wünsche bezüglich Stickstoffpreiserhöhung in der PK. Da in der PK aber<lb/>
dann beschlossen wurde, den ganzen Stickstoffpreisantrag an den Preis<lb break="no"/>unterausschuß zurückzuweisen, brauchte ich keinerlei konkrete Vermittlungs<lb break="no"/>verhandlungen zwischen den Bauern und der Handelskammer führen. Beim<lb/>
israelischen Botschafter am Abend habe ich dann <rs type="person" ref="#per__112049">Rimsky</rs> darüber infor<lb break="no"/>miert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_13">In der PK gab es eine einzige interessante Diskussion. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hatte<lb/>
selbst den Vorsitz geführt, da das französische Fernsehen die ganze<lb/>
Sitzung aufzeichnete. Die Ölindustrie hatte den Antrag gestellt, es<lb/>
sollte nicht nur der Benzinpreis, sondern die gesamte Produktionspalette<lb/>
freigegeben werden, d.h. auch aus der Preisbestimmung der PK herausgenom<lb break="no"/>men werden. Darüber konnte keine Einigung erzielt werden, so daß man<lb/>
letzten Endes beschlossen hat, für Normal- und Superbenzin wird die auch<lb/>
die ansonsten der PK unterliegende Preisregelung bis zum 31. Jänner ausge<lb break="no"/><pb n="61-1152" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-09-17_1152.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>setzt. Alle anderen Produkte bleiben aber in der PK. Damit wäre meiner<lb/>
Meinung nach der richtige Weg eingeschlagen. Wenn die Ölindustrie sich<lb/>
nicht sehr schlecht aufführt und entweder abgesprochene Preise oder<lb/>
vereinzelt zu hohe Preise festsetzt, wird wahrscheinlich es möglich sein,<lb/>
mit 1. Februar dann zu verhindern, daß es zu einer amtlichen Preisrege<lb break="no"/>lung wieder kommt, dafür aber dann Benzin auch der PK ab diesem Zeit<lb break="no"/>punkt unterworfen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_14">Der neue Vorsitzende des Wirtschafts- und Sozialbeirates, NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs>, be<lb break="no"/>richtete, daß jetzt eine Wohnbaustudie fertiggestellt wird, eine Ener<lb break="no"/>gieproblemstudie vor der Fertigstellung ist und eine regionale Struk<lb break="no"/>turpolitikstudie bis 1982 vollendet werden soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte was weißt Du über die Energieproblemstu<lb break="no"/>die?</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_16">In der Fraktionssitzung der LUGA berichtete ich über die politische Si<lb break="no"/>tuation. Übereinstimmend wurde dann in der Diskussion festgestellt, daß<lb/>
doch viel zu wenig Fraktionsarbeit geleistet wird. Interessant für mich<lb/>
war, daß diese berechtigte Kritik von unserem neuen Zentralsekretärstell<lb break="no"/>vertreter <rs type="person" ref="#per__116991">Göbl</rs> kam. Die jungen Leute nehmen sich also scheinbar doch<lb/>
mehr um die politische Arbeit auch innerhalb der Gewerkschaft an. Von den<lb/>
alten Sekretären war dies und ist dies sicherlich auch in Zukunft nicht<lb/>
zu erwarten. In der Zentralvorstandssitzung selbst wurde dann die Dis<lb break="no"/>kussion fortgesetzt, aber natürlich über den Benzinpreis. Die meisten<lb/>
Funktionäre aus den Betrieben, unser Zentralvorstand setzt sich ja aus<lb/>
Betriebsratsobleuten zusammen, berichteten, daß es im Betrieb eine starke<lb/>
Diskussion über die gesamte Benzinpreisentwicklung und Freigabe gegeben<lb/>
hat. Die Freigabe hat jetzt wirklich schockartig gewirkt, insbesondere<lb/>
Bäcker, die nachts gar kein anderes Fahrzeug hätten als ihren eigenen<lb/>
Wagen, meinen, man müsse für die Nachtschichtarbeiter, die kein öffent<lb break="no"/>liches Verkehrsmittel haben, eine entsprechende steuerliche Regelung<lb/>
oder entsprechende Zuschüsse erreichen. Da dies von vornherein aussichts<lb break="no"/>los ist, erklärte ich ihnen sofort, hier könnten wir höchstens an die<lb/>
Unternehmer herantreten, damit diese entsprechende Abgeltung geben.<lb/>
Immer wieder wird aber auch die Frage der Mitbestimmung diskutiert. In<lb/>
diesem Punkt gibt es glaube ich gegenüber den Auffassungen des Sozialmi<lb break="no"/>nisters <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> kaum eine differente Stellungnahme der Gewerkschaften.<lb/>
Bei seinen anderen Programmpunkten ist dies nicht so einheitlich. Die<lb/>
Live-Sendung WIR war nicht, wie im Tagesprogramm angezeigt, eine Diskussion<lb/>
über den Benzinverbrauch, sondern selbstverständlich primär über die Ben<lb break="no"/><pb n="61-1153" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-09-17_1153.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>zinpreisentwicklung. Auch WIR wird in Hinkunft alle Donnerstage der<lb/>
Hörerschaft mitteilen, wo es preiswerte Benzine zu kaufen gibt. In<lb/>
Österreich herrscht jetzt wirklich eine Benzinhysterie. Da ich immer be<lb break="no"/>haupte, es gibt nur drei Preise, die den Mann interessieren, nämlich Bier<lb break="no"/>preis, Zigarettenpreis und Benzinpreis, so ist halt jetzt durch die Er<lb break="no"/>höhung des Benzinpreises, aber insbesondere durch die Freigabe und die<lb/>
ungewohnte Art, wie jetzt die Preise in Hinkunft sich entwickeln werden,<lb/>
nämlich differenziert, teilweise weit auseinanderliegend, zumindestens<lb/>
in den nächsten Tagen ein ergiebiger Diskussionsstoff.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_17">Da niemand wußte, wie lange im Parlament die Diskussion über die <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-<lb/>
Erklärung dauern wird, konnte ich auch <choice><choice><sic>vorherein</sic><corr>im vorhinein</corr></choice></choice> keine Zusage machen,<lb/>
bei der Verabschiedung des israelischen Handelsrates zum Empfang zu<lb/>
kommen. Ich habe zwar von vorneherein erwartet, daß die über 20 Redner<lb/>
sehr lange brauchen werden, allgemein glaubte man aber, zwischen 6 und<lb/>
8 Uhr wird es zu Ende gehen. Nach der Live-Sendung bin ich aber dann doch<lb/>
noch zum Empfang gefahren, damit ja nicht der Eindruck entsteht, daß<lb/>
ich persönlich oder vielleicht auch die Regierung irgendetwas gegen die<lb/>
israelische Vertretung hat. Ich weiß allerdings nicht, wie viele Minister<lb/>
außer mir noch hingekommen sind. Ich selbst habe dort niemanden getrof<lb break="no"/>fen. Der israelische Botschafter hat mir strengst vertraulich gesagt und<lb/>
mich ersucht, ob ich nicht doch auch eine Aussprache zwischen ihm und<lb/>
dem Bundeskanzler einleiten könnte. Mein Vorschlag ihm gegenüber, er<lb/>
solle sich bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> melden, und ich würde <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vorher davon verstän<lb break="no"/>digen, geht leider nicht, weil er aus Israel die Weisung hat, er darf<lb/>
nicht mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> Gespräche beginnen. Andererseits macht er sich große<lb/>
Vorwürfe und hat angeblich schlaflose Nächte wegen des schlechten Klimas<lb/>
zwischen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und der israelischen Regierung. Ich versprach ihm,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> davon zu informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte nächsten Ministerrat erinnern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-09-17_19">Im Kolosseum gibt es jetzt als neueste Attraktion gleichzeitig 7 Kino<lb break="no"/>vorstellungen. Da die Parlamentsdebatte aber bis spät in die Abendstunden<lb/>
dauerte, habe ich gerade noch 5 Minuten von einem Film gesehen. Die<lb/>
Ausstattung dieses Kinocenters ist sehr beachtlich, muß auch sehr viel<lb/>
Geld gekostet haben, der Vorteil der Konzentration von 7 Filmen in einem<lb/>
Haus liegt darin, daß Leute eben wählen können, wenn ein Film besonders<lb/>
gut geht, kann man ihn in einen größeren Saal verlegen, angeblich wird<lb/>
auch bei den Vorführern gespart, weil mehrere Filme gleichzeitig bedient<lb/>
werden. Ob sich das ganze allerdings rentiert, wird erst die Zukunft er<lb break="no"/>weisen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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                  (Bekleidungsindustrie)</occupation>
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               <occupation>Dir. Chemie Linz</occupation>
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               <persName type="label">Waas, Gerhard</persName>
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               <occupation>Beamter HM, Tokio-Runde</occupation>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>Leiter vw. Abt. ÖGB, SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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