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            <title type="main">Montag, der 24. August 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band61_1981-08-24</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_01">Montag, 24. August 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_02">Der Geschäftsführer der ÖFVW, Dr. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs>, berichtet mir, daß eine be<lb break="no"/>friedigende Lösung über die Abgrenzung der Geschäftsführung des Direk<lb break="no"/>toriums gefunden wurde. Die HK beabsichtigt angeblich wieder die Gleich<lb break="no"/>stellung der beiden Geschäftsführer, was von mir ganz entschieden ab<lb break="no"/>gelehnt wurde und auch weiter abgelehnt wird. In NÖ haben sich 13 Reise<lb break="no"/>büros zu einer Incoming-Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Jedes<lb/>
bringt 20.000 S, 250.000 gibt die NÖ Landesregierung, denselben Betrag<lb/>
erwartet man auch vom Handelsministerium. Der NÖ Fremdenverkehrsdirektor,<lb/>
Hofrat <rs type="person" ref="#per__115027">Hlous</rs>, ersucht mich nachmittags dann, eine solche Stützung zu ge<lb break="no"/>währen, prinzipiell sage ich zu, doch nicht für die Arbeitsgemeinschaft,<lb/>
sondern für gewisse Aktivitäten, die von uns finanziert werden und<lb/>
fremdenverkehrsmäßig wichtig sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_03">Ich schlage <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> vor, daß wir vom Handelsministerium gute Ideen,<lb/>
die allerdings durchgeführt sein müssen, wie z.B. der Gästesingchor in<lb/>
Schallerbach, der Ringautobus für Wanderer im Innviertel, prämieren<lb/>
sollten. MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> wird ein diesbezügliches Papier vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_04">Dr. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> schlägt vor, wir sollten für Österreicher, die im Ausland eine<lb/>
Tätigkeit entwickeln, also meistens Exportfirmen, und sich mit Österreich<lb/>
identifizieren, ebenfalls Anerkennungspreise aussetzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> soll mit SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> diese Idee verfolgen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_06">Kollege <rs type="person" ref="#per__133758">Hirschler</rs>, ehemaliger Mitarbeiter in der AK, beschwert sich über<lb/>
den VKI. Er hat den Eindruck, daß der Ing. <rs type="person" ref="#per__133759">Kerraus</rs>, Heizungsberatung, sehr<lb/>
wohl die Fa. Mühlhofer bevorzugt empfiehlt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_07">ANMERKUNG FÜR STS. <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Bitte hör Dir den Fall an.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_08">Beim Antrittsbesuch des neuen Präs. d. Statistischen Zentralamtes, Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133315">Schmidl</rs>, den ich schon seit drei Jahrzehnten, als er noch ein kleiner<lb/>
Beamter im Statistischen Zentralamt war, und ich in der AK und mit<lb/>
Statistik zu tun hatte, ersuche<add>[ich]</add> die Beamten, die mit dem Statistischen<lb/>
Zentralamt zu tun haben, dabei zu sein. <rs type="person" ref="#per__133315">Schmidl</rs> möchte jetzt eine Har<lb break="no"/>monisierung der Statistik zwischen Bund und Land und Gemeinden erreichen.<lb/>
Durch diese Reorganisation könnten dann auch etliche Belastungen der<lb/>
Betriebe, wie z.B. zweimalige Meldung über den Bettenbestand der Hotels<lb/>
und Pensionen, wegfallen. Durch eine bessere Bestandsstatistik, zwischen<lb/>
<pb n="61-1043" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-08-24_1043.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Land und Gemeinde auch abgestimmt, könnte die zweimalige Erhebung pro<lb/>
Jahr entfallen. Derzeit ist es so, daß die Umsatzstatistik die Abteilung<lb/>
3 macht, und die Nächtigung die Abteilung 4. Auch die Außenhandelsstatistik<lb/>
sollte verbessert werden, um die Transaktionen, die nicht Ware sind,<lb/>
besser zu erfassen, wie z.B. die Anlagen, Know-how oder die Software, wo<lb break="no"/>für ja auch dann Zahlungen nach Österreich geleistet werden. Der Rüstungs<lb break="no"/>export wird nach wie vor gemeldet, in der Außenhandelssumme erfaßt, aber<lb/>
nicht einzeln ausgewiesen. Die Rüstung macht noch immer höchstens 0,8 % –<lb/>
1,4 % unseres Exportes aus.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_09">Neu für mich war, scheinbar auch von allen Leuten, die sich im Handels<lb break="no"/>ministerium mit der Statistik beschäftigen, daß viermal im Jahr der<lb/>
Mikrozensus auch für Sonderprogramme herangezogen werden kann. Der Mikro<lb break="no"/>zensus dient primär, um die Bevölkerung und die Wohnungserhebung zu er<lb break="no"/>gänzen. Die 1.000 Interviewer können aber für die verschiedensten Fragen<lb/>
herangezogen werden. Voraussetzung für dieses Sonderprogramm ist aller<lb break="no"/>dings, daß es zwei Jahre vorher festgelegt wird. Wenn ich mir vorstelle, wie<lb/>
viel schon Erhebungswünsche an mich herangetragen wurden, die ich nicht<lb/>
zuletzt wegen finanzieller Schwierigkeiten abgelehnt habe, und jetzt er<lb break="no"/>fahre, daß das Statistische Zentralamt diese Arbeit kostenlos machen<lb/>
würde, so ärgere ich mich noch im Nachhinein, daß wir doch Einzeler<lb break="no"/>hebungen gemacht haben, die wir bezahlen mußten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_10">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte über die Grundsatzabteilung sofort ent<lb break="no"/>sprechende Programme entwickeln lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_11">Beim Journalistenfrühstück berichtete Dkfm. <rs type="person" ref="#per__133761">Schellenbauer</rs> von der ÖPG<lb/>
über die schon im vergangenen Jahr fast 100.000 to erreichende Haushalts<lb break="no"/>sammlung. Wenn man bedenkt, daß 1964 mit 300 to begonnen wurde, 1970<lb/>
nicht einmal noch 10.000 erreicht wurden, so ist tatsächlich ein gi<lb break="no"/>gantischer Fortschritt festzustellen. Jetzt werden auch Spezialsammlungen<lb/>
vorbereitet, wie z.B. alte Fernsehgeräte und sonstige Elektrogeräte, die<lb/>
dann bezüglich der alten hochwertigen Metalle die drinnen sind und beim Aus<lb break="no"/>baanln<add>[Ausschlachten]</add> zurückgewonnen werden könnten, interessant werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_12">Über die Fremdenverkehrsergebnisse der E-Hälfte der Sommersaison be<lb break="no"/>richtet MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs>. Der Juli war mit –5 % sehr schlecht. Die Privaten<lb/>
wieder –9 %, die Gewerblichen –5 %, nur Vorarlberg und das Burgenland<lb/>
haben in der bisherigen Sommersaison gut abgeschnitten. Dies liegt in<lb/>
Vorarlberg daran, daß Baden-Württemberg bereits im Juli Ferien hatte,<lb/>
und Vorarlberg, als dem Land am nächsten liegendes, viele Baden-Württem<lb break="no"/><pb n="61-1044" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-08-24_1044.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>berger Gäste hatte. Im Burgenland selbst ist ein kontinuierlicher<lb/>
Aufstieg durch die günstige Propaganda und Aktivitäten des Landes, wo<lb break="no"/>durch jetzt Feriengäste, die früher im Westen Österreichs hängenblieben,<lb/>
immer mehr ins Burgenland kommen. Im August und September wird die<lb/>
Fremdenverkehrsziffer besser sein, denn das große Bundesland Nordrhein-<lb/>
Westfalen hat diesmal erst am 23. Juli Ferienbeginn gehabt. Nach den<lb/>
Überlegungen MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzls</rs> müßten die 25 % teilhabenden Nordrhein-West<lb break="no"/>falen die Augustziffern allein schon um 2,4 Mio. mehr Übernächtigungen<lb/>
verbessern. Es ist eigentlich schon sehr tragisch, daß der österr.<lb/>
Fremdenverkehr so stark von den Ferienordnungen in der BRD, die ja be<lb break="no"/>kanntlicherweise rotieren, abhängig ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Nach Abschluß sollte man eine gewisse Analyse<lb/>
vornehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_14">Der sowj. Geschäftsträger <rs type="person" ref="#per__133762">Boronin</rs> verständigt mich, daß der Vizeminister<lb/>
für Schwarzmetallurgie, <rs type="person" ref="#per__133763">Kolpakow</rs>, der mit der Vöest-Alpine wegen eines<lb/>
Stahlwerkes verhandelt hat, bevor er nach Moskau zurückgefahren ist, ihm<lb/>
erklärte, die Deutschen seien viel schneller bei Ausarbeitung von Offerten<lb/>
und Erstellung von Angeboten als die Vöest-Alpine. Ich habe, nachdem auch<lb/>
der Außenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> diesbezüglich bei mir urgiert hat,<lb/>
mit dem Dir. <rs type="person" ref="#per__127143">Cempirek</rs> von der Vöest-Alpine gesprochen. Dieser war über<lb/>
diese Beschwerde sehr verwundert, denn er hat mit <rs type="person" ref="#per__133763">Kolpakow</rs> ausgemacht,<lb/>
daß am 14. September das Anbot in Moskau liegt. Verzögert hat bisher<lb/>
die sowj. Seite, weil sie unzulängliche Informationen und Daten geliefert<lb/>
hat. <rs type="person" ref="#per__127143">Cempirek</rs> ist fest davon überzeugt, daß auch die anderen Konkurren<lb break="no"/>ten, Salzgitter/Deutschland und Donelli/Italien, nicht früher offerieren<lb/>
werden. Letztere Firma allerdings wird ein wesentlich billigeres Offert<lb/>
erstellen. Die Schwierigkeiten werden sich bei der Preisverhandlung er<lb break="no"/>geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Für die Gemischte Kommission in Moskau bitte<lb/>
Unterlagen darüber zusammenstellen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_16">Der Steyr-Daimler-Puch-Direktor für Waffenexporte ersucht Dr. <rs type="person" ref="#per__114601">Sachs</rs> und<lb/>
mich um eine Bestätigung, daß Steyr-Daimler-Puch keine offiziellen<lb/>
Verbindungen mit Israel hat. Der Omann-Vertreter von Steyr-Daimler-Puch<lb/>
hat in Erfahrung gebracht, daß das arabische Boykottbüro in Damaskus<lb/>
solche Untersuchungen jetzt durchführt. Steyr-Daimler-Puch ist sehr<lb/>
glücklich, daß das Handelsministerium auf die ersten Andeutungen schon<lb/>
so kooperierend mit der Firma reagiert hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_17">Dir. <rs type="person" ref="#per__133765">Böck</rs> von der BAWAG, der gleichzeitig auch bei den Bausparkassen<lb/>
mitarbeitet, ersucht mich, ob ich für Energiesparaktivitäten den<lb/>
Ehrenschutz dort übernehme, was ich sofort zusage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_18">Die Direktoriumssitzung bei der ÖVFW verläuft reibunglos, die Geschäfts<lb break="no"/>führer berichten über Aktivitäten, darunter auch, daß für die Rück<lb break="no"/>führung der 60 Kinder aus Amerika, durch Konkurserklärung der Flugfirma<lb/>
Montana, die ÖFVW 100.000 S für die rund 300.000 S Kosten zur Verfügung<lb/>
gestellt hat. Obmannstellvertreter <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> berichtet, daß z.B. Ameri<lb break="no"/>kaner, die in Österreich durch Reisebüros vermittelt und in seinem Hotel<lb/>
gewohnt haben, von diesen den Rückflug sich bezahlen ließen. Sie waren<lb/>
nicht bereit, zu ihrem Konsulat zu gehen und sich dort Geld aufzunehmen,<lb/>
sondern haben durch ihr energisches Auftreten dies erreicht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_19">In New York soll bekanntlicherweise ein Austria-Haus errichtet werden.<lb/>
Daran wird die Austria-Versicherung, aber auch die AUA zu einer Besprechung<lb/>
herangezogen. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> berichtet auch, daß Herr <rs type="person" ref="#per__126228">Böhm</rs> von der Fa. Schöps<lb/>
solche Handelshäuser errichten möchte, die man ebenfalls integrieren<lb/>
könnte. Dafür käme New York, aber auch Tokio in Frage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_20">Das Budget der ÖFVW kann doch nur um 6 % das nächste Jahr erhöht werden,<lb/>
weil die Verbindungsstelle angeblich in einer Rundfrage mit den Ländern<lb/>
festgestellt hat, daß diese nicht bereit sind, die 12 % Erhöhung zu<lb/>
akzeptieren. Sie schlagen lieber für 82 6 %, und für 83 dann wieder 6 %<lb/>
vor.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_21">Die Lagerhalle für die ÖFVW ist fertiggestellt, übernommen und soll<lb/>
im Oktober feierlichst eröffnet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_22">Die Stellungnahme zum RH-Bericht wird einhellig genehmigt, da sie ja<lb/>
in der Vorwoche von der Arbeitsgruppe im Detail ausgearbeitet wurde.<lb/>
Die vom RH vorgeschlagene Änderung der Indexklausel im Agenturvertrag<lb/>
würde heuer eine höhere Bezahlung ergeben, als wir sie zu leisten haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Dies möchte ich nächstes Mal im Detail mit <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs><lb/>
besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_24">Bezüglich der Änderung der Satzung und der Geschäftsordnung wird fest<lb break="no"/>gehalten, daß für den offenen Punkt Stellvertretung von mir, ich nur<lb/>
versuchen kann, mit der HK, nächstes Jour fixe, oder mit den Länderfunk<lb break="no"/>tionären, die ich zu einer Sitzung nach Wien einladen muß, entsprechende<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte unverzüglich die Länder-Fremdenverkehrs-<lb/>
Landesräte zu einer Sitzung nach Wien einladen. Termin aber einvernehm<lb break="no"/>lich mit den Ländern festlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_26">Bezüglich Verkaufsverhandlungen für das Haus in der Margaretenstraße<lb/>
wird <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> jetzt mit Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__127036">Kornis</rs> neuerliche Gespräche führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_27">Der jetzt zweieinhalb Jahre beschäftigte Mag. <rs type="person" ref="#per__133767">Hanauska</rs> trennt sich ein<lb break="no"/>vernehmlich, er konnte sich in die Organisation nicht einfügen. Die in<lb/>
der Verkaufsförderung tätige Frau <rs type="person" ref="#per__133768">Richter</rs> ist 32 Jahre beschäftigt und<lb/>
muß wegen familiären Gründen ausscheiden. Es wird eine einvernehmliche<lb/>
Lösung mit ihr vereinbart.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_28">Die Druckaufträge liegen alle auf, können besichtigt werden, darüber<lb/>
gibt es keine Diskussion, weil es auch nichts zu beschließen gibt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_29">KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> berichtet, daß jetzt im Fremdenverkehrsverband Wien mit<lb/>
25 Interessenten ein Incoming-Pool für Südamerika geschaffen werden<lb/>
soll. Er hat dort erklärt, daß das Handelsministerium für das Jahres<lb break="no"/>budget<add>[von]</add> 3 Mio. S keinerlei Förderung gibt, sondern erst nach ein bis<lb/>
eineinhalb Jahren dann gewisse Aktivitäten subventionieren wird.<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> hätte sicherlich gern eine andere Politik gemacht, ich habe<lb/>
aber sofort erklärt, daß ich die Auskunft des KR <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> hundertprozen<lb break="no"/>tig decke. Zuerst muß eine Aktivität nachgewiesen werden, bevor das<lb/>
Handelsministerium mit Subventionen einspringt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Achte, daß <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> bei der Abwicklung dann<lb/>
unbedingt recht behält.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_31">Die beabsichtigte Vorbesprechung zur großen Eumig-Sitzung konnte nur<lb/>
sehr kurz sein, denn <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war mit dem deutschen Grundig-Vorstand<lb/>
im Flugzeug nach Fürstenfeld gefahren, dann auch nach Wr. Neudorf. Diese<lb/>
Fahrt hat kürzer gedauert als dann von Wr. Neudorf bis Wien. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
hat dann aber doch noch schnell erzählt, die Grundig möchten mit Sony<lb/>
gemeinsam eine Videorekorderproduktion in Österreich aufziehen. Vor<lb break="no"/>aussetzung dafür ist, daß sie entsprechende Präferenzen bei der zoll<lb break="no"/>freien Einfuhr von TV-Röhren aus Japan bekommen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in<lb/>
<pb n="61-1047" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band61/61_1981-08-24_1047.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Anwesenheit von Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>, Sts. <rs type="person" ref="#per__97937">Seidel</rs> und auch Sozial<lb break="no"/>minister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> darauf aufmerksam gemacht, daß hier Zusagen der<lb/>
Regierung für Zollschutz an Philips wegen Lebring gegeben wurden. In<lb/>
der Vorbesprechung und dann aber auch in der offiziellen Sitzung er<lb break="no"/>klärte er deshalb dezidiert, der Handelsminister verhandelt über Lösungen<lb/>
dieses Präferenzproblems, und er erwartet, daß es mir gelingt, wie im<lb/>
letzten Jahr einen Kompromiß zu finden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_32"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bestätigt in der Vorbesprechung und dann auch in der Sitzung,<lb/>
daß der Bund dieselben Aktivitäten leisten wird wie die Länder. Für<lb/>
Fürstenfeld derzeit 25 Mio., Kirchdorf 12 Mio. und Wr. Neudorf 14,5 Mio.<lb/>
vorgesehen. Neu ist jetzt aufgetaucht, daß Fohnsdorf eine Lieferschuld<lb/>
von 120 Mio. an Eumig hat. Der Masseverwalter <rs type="person" ref="#per__97702">Löwenstein</rs>, der das erste<lb/>
Mal bei der offiziellen Sitzung auch dabei war, muß diese Schuld fällig<lb/>
stellen. Wie sich nach der Sitzung, bei einer Aussprache im kleinen<lb/>
Kreis dann herausgestellt hat, ist es keine Lieferschuld, sondern hat<lb/>
sich bei der Absonderung vom Fohnsdorfer Betrieb zu einer eigenen Ges.<lb/>
m.b.H. aus Steuergründen aufgrund des Strukturbereinigungsgesetzes<lb/>
ergeben. Dieses Problem muß jetzt noch gesondert geregelt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_33">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte mit den Eumig-Dir. <rs type="person" ref="#per__133769">Nehr</rs> die Details be<lb break="no"/>sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_34">In der Sitzung sind, nicht zuletzt, weil dort Wahlen stattfinden, die<lb/>
Steirer, sowohl LH <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> als auch der Wirtschaftslandesrat <rs type="person" ref="#per__128705">Fuchs</rs>, die<lb/>
intransigentesten. Sie wollten unbedingt, daß neben den 25 Mio., die sie<lb/>
zur Verfügung stellen, nicht nur der Bund 25 Mio. dazuschießt, sondern auch<lb/>
die Länderbank 25 Mio. Da GD <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> dies ganz entschieden ablehnte, hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann als letztes Anbot vorgeschlagen, daß je 30 Mio. das Land und<lb/>
der Bund für Fürstenfeld geben sollen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_35">Eine große offene Frage war die Sozialversicherungsnachfolge. Jede Auf<lb break="no"/>fanggesellschaft oder Pachtgesellschaft müßte die 34 Mio. S Sozialver<lb break="no"/>sicherungsschulden mitübernehmen. Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> hat seinerzeit<lb/>
als Krankenkassenfachmann dieses Problem eingehendst bearbeitet und konnte<lb/>
daher bis ins letzte Detail Auskunft geben. Er weiß auch, wie man diese<lb/>
Schwierigkeit überwinden kann. Mit <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> und mir besprach er die Mög<lb break="no"/>lichkeit, daß diese 34 Mio. nicht sofort schlagend werden, dazu müßte nur<lb/>
der dafür notwendige Bescheid erst später ausgestellt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_36">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte diesen Fall genau untersuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_37">Ein weiteres offenes Problem war die 110-Mio.-Gläubigerforderung, die die<lb/>
Länderbank erklärt, für Kleingläubiger großzügig zu behandeln. <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs><lb/>
teilte mir mit, daß große Firmen wie IBM, Transalpin, also Transportunter<lb break="no"/>nehmen und Lieferung Mobil Oil, auch mit Beträgen von hunderttausenden<lb/>
Schillingen darunter sind, wenn die bezahlen müssen, gehen sie sicherlich<lb/>
nicht zugrunde. Der Masseverwalter wird selbstverständlich die wirklichen<lb/>
Kleinbetriebe entsprechend bevorzugt von der Länderbank behandelt be<lb break="no"/>kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_38">Zusammenfassend stellte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann fest, daß die Auffanggesellschaften<lb/>
gegründet werden sollen, die Länderbank keinerlei weitere finanziellen<lb/>
Obligos eingehen muß, und der Bund dieselben Beiträge leisten wird, wie<lb/>
die Länder bereit sind, für Auffanggesellschaften oder für Nachfolgegesell<lb break="no"/>schaften zu übernehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_39"><rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> hat zwar über diese Vorgangsweise gemeckert und auch dagegen pro<lb break="no"/>testiert, daß die Länderbank nicht bereit ist, hier noch zusätzliche Mittel<lb/>
bereitzustellen, dann aber letzten Endes den Kompromiß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs>, 30 Mio.<lb/>
Land, 30 Mio. Bund, für Fürstenfeld auch akzeptiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_40">Anschließend gab es dann noch im kleineren Kreis eine Diskussion, wer ei<lb break="no"/>gentlich jetzt die Bundesbeiträge wird leisten. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> hat gegenüber<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs> festgehalten, daß dies das BKA sein muß. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat allerdings<lb/>
dann festgestellt, daß ja <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> ihm gegenüber erklärt hat, 100 Mio.<lb/>
für Eumig bereitzustellen, davon ist erst ein geringer Teil verbraucht,<lb/>
so daß die ersten Beträge von <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> tatsächlich geleistet werden können.<lb/>
Über die zukünftigen Belastungen wird man dann zwischen BKA und Sozial<lb break="no"/>ministerium neuerdings sprechen müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band61_1981-08-24_41">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte stelle in Hinblick auf diese Entscheidung die<lb/>
finanziellen Leistungen der einzelnen Ressorts fest.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 24.8.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>MR, Leiter Gruppe FV u. Gewerbeförd. HM</occupation>
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               <occupation>ÖPG [unklar; berichtet bei Journalistenfrühstück über Hausrats- und
                  Altgerätesammlung]</occupation>
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               <occupation>ZS GPA, ab 1980 Sozialminister</occupation>
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               <occupation>Masseverwalter Eumig [Werk Kirchdorf oder insgesamt?]</occupation>
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               <occupation>Stat. Zentralamt</occupation>
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               <occupation>sowj. Außenhandelsminister</occupation>
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               <occupation>vmtl. Mitarbeiter in der ÖFVW? [scheidet nach zweieinhalb Jahren
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               <occupation>vmtl. Mitarbeiterin ÖFVW [??; scheidet nach 32 Jahren aus]</occupation>
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