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            <title type="main">Dienstag, der 18. August 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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                  <idno type="signature">Band60_1981-08-18</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_01">Dienstag, 18. August 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_02">In der österr. Kontrollbank gibt es einen Beirat, in dem auch das Handels<lb break="no"/>ministerium vertreten ist. Beim letzten Begutachten der Ansuchen wurde<lb/>
die Vöest-Alpine mit einem Antrag für 6 Mrd. S Exportlieferung in die<lb/>
DDR wegen Erschöpfung der Quote abgelehnt. Die Vertreterin des Handels<lb break="no"/>ministeriums hat ohne Rückfrage bei SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> oder bei mir diese Stellung<lb break="no"/>nahme bezogen. Wie mir SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> mitteilte. Wir besprachen, daß in Hin<lb break="no"/>kunft, bevor das Handelsministerium eine solche Stellungnahme abgibt,<lb/>
unbedingt ich davon informiert werden muß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_03">SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> hat auch auf seine Intervention bezüglich der japanischen Impor<lb break="no"/>te nach Österreich, die heuer 10 Mrd. S erreichen werden, bei Exporten<add>[aus]</add><lb/>
Österreich nach Japan wahrscheinlich nur 2 Mrd. S, keine konkrete Antwort<lb/>
erhalten. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> ist auch meiner Meinung, daß wir gegen die Japaner we<lb break="no"/>sentlich aggressiver vorgehen müssen. Neben der Videorekorderquote soll<lb break="no"/>ten wir auf Zollermäßigungswünsche der Japaner, auch dann wenn sie von<lb/>
österreichischen Firmen, wie z.B. TV-Röhren von Grundig, restriktiver<lb/>
vorgehen. Er wird diesbezüglich mit SC <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> und den beteiligten Fir<lb break="no"/>men Philips und Grundig Kontakt aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Jour fixe HK und AK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_05">Dr. <rs type="person" ref="#per__125298">Kopecky</rs> von der Handelskammer informiert mich, daß die österreichi<lb break="no"/>sche Wirtschaftsdelegation nach Irak auf Wunsch des österreichischen<lb/>
Botschafters in Bagdad, <rs type="person" ref="#per__133688">Birnleitner</rs>, erfolgte. Der Septembertermin war<lb/>
ungünstig und deshalb wurde einvernehmlich festgelegt, daß sie erst in<lb/>
der zweiten Novemberhälfte abzuwickeln wäre. Wieso jetzt von irakischer<lb/>
Seite der Eindruck entstehen konnte, Österreich sei daran nicht mehr<lb/>
interessiert, ist ihm unerklärlich. Er wird sofort den irakischen Botscha<lb break="no"/>fter in Wien verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> soll alles ebenfalls veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_07"><rs type="person" ref="#per__125298">Kopecky</rs> erkundigt sich bei mir, ob ich seinerzeit den Wunsch der Sowjets,<lb/>
die Auszeichnung den goldenen Merkur zu nehmen, akzeptiert habe. Voriges<lb/>
Jahr hat nämlich der Italiener, ein obskurer Mann mit nur zwei Sekretä<lb break="no"/>rinnen und fünf Wechselprotesten, der von jeweils 50 Personen 5.000 $<lb/>
für die Auszeichnung verlangt, die Sowjetunion dafür gewonnen, diese<lb/>
Veranstaltung abzuwickeln. Für den Italiener ist es ein Geschäft, die<lb/>
Oststaaten sind scheinbar bereit, mitzuspielen, weil sie darin gewisse<lb/>
<pb n="60-1018" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band60/60_1981-08-18_1018.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Westaktivität vermuten die ihrem Image helfen könnte. Voriges Jahr z.B.<lb/>
ist es den Italienern gelungen, die Schiffswerft Korneuburg sehr wohl<lb/>
für diese Auszeichnung zu überreden. Die Fa. hatte Angst gehabt, damit<lb/>
die gut laufenden Verhandlungen über weitere Schiffsbestellungen der<lb/>
Sowjets in Österreich zu beeinträchtigen, da die sowj. Stellen sich<lb/>
auch für diese Aktion Goldener Merkur einsetzte. Heuer ist Bulgarien<lb/>
an der Reihe. Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wurde aufgefordert resp. ersucht, in<lb/>
Sofia diese Auszeichnung entgegenzunehmen. <rs type="person" ref="#per__125298">Kopecky</rs> sieht die einzige<lb/>
Möglichkeit, dies abzulehnen, indem Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> erklärt, die Handels<lb break="no"/>kammer übernimmt keine Auszeichnungen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Jour fixe HK setzen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_09">Die Fa. Schöller Schmalzerzeuger im 12. Bez., die ich aus der Zeit der<lb/>
Bewirtschaftung noch kenne, hat, trotzdem es sich um einen Kleinbetrieb<lb/>
handelt, 16 Beschäftigte, auch keinerlei besondere Leistungen, trotzdem,<lb/>
weil es nur ganz wenige Schmalzerzeugerindustrielle und schon gar keine<lb/>
gewerbliche Art gibt, das Dekret zur Führung des Staatswappens bekommen.<lb/>
In der Branche ist er durch die wenigen Betriebe, die es gibt, auch prak<lb break="no"/>tisch das führende Unternehmen. Lieber hätte ich das Staatswappen im<lb/>
Betrieb überreicht, weil dieser Betrieb auch bei der LUGA organisiert<lb/>
ist. Der Schmalzabsatz geht jetzt sehr gut, die Konsumenten kommen von den<lb/>
immer teurer werdenden Ölen trotz mancher gesundheitlichen Gegenpropa<lb break="no"/>ganda wieder zum Schmalz zurück.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__126858">SCHWOIGER</rs>: Nächstes Mal bitte unbedingt im Betrieb De<lb break="no"/>kretübergabe einteilen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_11">Der Nachfolger von Bgm. <rs type="person" ref="#per__123538">Reschen</rs>, Stadtrat <rs type="person" ref="#per__133689">Buchleitner</rs>, ersucht um Unter<lb break="no"/>stützung der Stadt Salzburg bezüglich ihrer Fernwärmeversorgung. Die<lb/>
Stadt will im Süden ein Fernwärmewerk errichten, der LH <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> hat der<lb/>
Gemeinde Elsbethen aber versprochen, daß dies nur im Einvernehmen mit<lb/>
ihrer Gemeindevertretung geschehen kann. Selbstverständlich wehrt sich<lb/>
jede andere Gemeinde, daß das Fernwärmewerk bei ihr errichtet wird.<lb/>
Ich erkläre <rs type="person" ref="#per__133689">Buchleitner</rs> sofort, daß wir an Kraft-Wärme-Kopplungen sehr<lb/>
interessiert sind, die finanzielle Unterstützung aber nur sehr beschränkt<lb/>
sein kann, weil im Budget nur 10 Mio. S zur Verfügung stehen. Viel<lb/>
wichtiger als dieses kleine Werk erscheint es notwendig, vielleicht doch<lb/>
mit der OKA ein Arrangement der Fernwärmeversorgung ganz Salzburgs resp.<lb/>
der ganzen Region zu kommen. Die OKA baut derzeit ein neues Kraftwerk in<lb/>
<pb n="60-1019" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band60/60_1981-08-18_1019.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Trimmelkam, dieses ist 30 km von Salzburg entfernt, wenn <del>dort eine <choice><choice><sic>Kraft-<lb/>
Wärmekupplung</sic><corr>Kraft-Wärme-Kopplung</corr></choice></choice> eingebaut wird, könnte die dreifache Fernwärme, die jetzt<lb/>
in Salzburg verbraucht wird, durch Trimmelkam ersetzt [werden]. Von</del><add>die Wärme ab Kraftwerk abgenommen werden müßte, würden die Kosten von</add> <choice><choice><sic>500 MW/h</sic><corr>S 500,–/MWh</corr></choice></choice><lb/>
auf <choice><choice><sic>1.500 MW/h</sic><corr>S 1.500,–/MWh</corr></choice></choice><add>steigen</add>, dadurch könnten 1004 t Kohle von Trimmelkam <choice><choice><sic>um</sic><corr>durch</corr></choice></choice> 30.000<lb/>
t Heizöl schwer ersetzt werden, die Frage ist nur, wer bezahlt die In<lb break="no"/>vestitionen von 1,3 Mrd. S. <rs type="person" ref="#per__133689">Buchleitner</rs> möchte, daß die OKA zumindestens<lb/>
anstelle der Kondensationsturbine, Investitionskosten 500 Mio. S, eine<lb/>
Turbine einbaut, die gleichzeitig in späterer Zeit auch als Kraft-Wärme-<lb/>
Kupplung verwendet werden könnte. Für diese 250-MW-Turbine müßten aller<lb break="no"/>dings um 5 bis 7 % höhere Kosten akzeptiert werden. Wir einigen uns<lb/>
sofort, daß die Energiesektion, resp. in weiterer Folge ich persönlich,<lb/>
mit GD <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> von der OKA Verhandlungen aufnehmen soll. Darüber hinaus<lb/>
wird wegen des Kraftwerksprojektes Süd ein Schreiben an die Stadtwerke<lb/>
resp. <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> abgefertigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_13"><rs type="person" ref="#per__133689">Buchleitner</rs> rechnet auch, daß das Erdwärmeprojekt in Salzburg Chancen<lb/>
hätte, dies kann ich nicht beurteilen, ich empfehle ihm nur, so wie bei<lb/>
anderen Gemeinden, z.B. jetzt im oberösterreichischen Raum der Salzach,<lb/>
die Rohölaufschließungsgesellschaft, RAG, herangezogen werden sollte,<lb/>
Aufwendungen für die Geologen kosten auch Mio. S und sind in Wirklichkeit<lb/>
nur in Verbindung mit Erdöl resp. Erdgassuche verkraftbar. Dr. <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs><lb/>
übernimmt es, mit der RAG Gespräche zu führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_14">Ein australisches TV-Team wünscht eine Diskussion über die Inbetriebnahme<add>[von]</add><lb/>
Zwentendorf. In weiterer Folge machen sie aber dann auch Aufnahmen über<lb/>
unsere Bemühungen in Australien Kohle für die E-Versorgung in Österreich<lb/>
zu kaufen. Diese scheiterten bekanntlicherweise daran, daß die australi<lb break="no"/>sche Regierung einen zu hohen Exportpreis vorschreibt. Ich weiß nicht, wie<lb/>
sich meine Interviews in Englisch wirklich anhören, daß ich so einiger<lb break="no"/>maßen rumstotternd doch mich ausdrücken konnte, überrascht mich selbst.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_15">Ein Herr <rs type="person" ref="#per__133690">Schaberl</rs>, Fa. Imperial Kapitalbeteiligungsgesellschaft, möchte<lb/>
Energiesparzentren, Investitionskosten 180 bis 200 Mio. S, in Linz, Wien,<lb/>
Salzburg und Graz errichten. Dazu benötigen sie 35.000 m² Grund, 13.000<lb/>
m² sollten verbaut werden. In Wirklichkeit, wie ich in kürzester Zeit<lb/>
draufkomme, handelt es sich um nichts anderes als Verkaufsausstellungen.<lb/>
Dort sollen auch Beratungen über Energiesparen durchgeführt werden, wes<lb break="no"/>halb sich die EVA sehr positiv für diese Zentren ausspricht. Noch kürzer,<lb/>
als ich die Geschäftsidee durchschaut habe, komme ich auf den Kern der<lb/>
Sache, <rs type="person" ref="#per__133690">Schaberl</rs> erwartet von mir ein Empfehlungsschreiben. Dies lehne<lb/>
<pb n="60-1020" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band60/60_1981-08-18_1020.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ich ganz entschieden ab, was den Herrn sehr erschüttert. Er hat Schwie<lb break="no"/>rigkeiten mit den Behörden und sonstigen Stellen und wollte sicherlich<lb/>
mit meinem Empfehlungsschreiben, daß sich dann entsprechende Türen für<lb/>
ihn öffnen. Ich erklärte ihm dezidiert, wenn eine Behörde beim Handels<lb break="no"/>ministerium anfragt, wird selbstverständlich dann vom Handelsministerium<lb/>
ein entsprechendes Antwortschreiben kommen. Für Privatpersonen gebe ich<lb/>
niemals Empfehlungsschreiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_16">Der sowjetische Botschafter <rs type="person" ref="#per__114403">Jefremow</rs> geht derzeit auf Urlaub nach Moskau<lb/>
zurück. Er wird dort mit <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs>, wie er <choice><choice><sic>die</sic><corr>das</corr></choice></choice> schon etliche Male ge<lb break="no"/>tan hat, in der Nähe Moskaus seinen Urlaub in einem Sanatorium verbringen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> und er sind gute Freunde, ich ersuche ihn, außer den Grüßen<lb/>
doch noch in Moskau die unbefriedigende Exportentwicklung österreichi<lb break="no"/>scher Produkte neuerdings anzuschneiden. In den ersten Halbjahren ist<lb/>
für 9,7 Mrd. S hauptsächlich natürlich Energie importiert worden und<lb/>
nur für 3,7 Mrd. österreichische Waren in die SU exportiert worden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114403">Jefremow</rs> zeigt mit Recht auf, wie sich in diesem Jahr die Situation auch<lb/>
für österreichische Exporte in die SU geändert hat. Voriges Jahr eine<lb/>
Abnahme um fast 10 %, jetzt eine Zunahme um +50 %. Trotzdem bleibt<lb/>
das Handelsbilanzdefizit bestehen. Konkrete Verhandlungen werden jetzt<lb/>
von einer sowjetischen Delegation unter einem Vizeminister geführt, die<lb/>
bei der Vöest-Alpine ein Stahlwerk in Minsk bestellen wollen. Darüber<lb/>
hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, die <rs type="person" ref="#per__114403">Jefremow</rs> in Moskau während<lb/>
seines Urlaubes erörtern wird. Er ersucht mich darüber Bundeskanzler<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zu informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__126858">SCHWOIGER</rs>: Bei nächster Besprechung im BKA erinnern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_18">Das <choice><choice><sic>sowjetische</sic><corr>jugoslawische?</corr></choice></choice> Präsidiumsmitglied <rs type="person" ref="#per__133691">Doronjski</rs> ist verstorben, ein Kondolenz<lb break="no"/>buch in der jugoslawischen Botschaft aufgelegen. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs><lb/>
und ich haben uns selbstverständlich dort eingetragen, der Geschäfts<lb break="no"/>träger, der neue Botschafter ist noch nicht in Wien eingetroffen, war<lb/>
sehr glücklich zu erfahren, daß nun endgültig feststeht, daß Staatssekre<lb break="no"/>tär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> nach Jugoslawien fährt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-08-18_19">Vor etlichen Jahren hat bei einer Messeeröffnung mich Herr <rs type="person" ref="#per__133692">Karglmayer</rs><lb/>
ersucht, seinen Stand, er verkaufte Toupets, zu besuchen. Dort hatte<lb/>
er einen Fotografen, der diese Bilder dann dem Kurier verkaufte. Jetzt<lb/>
hat <rs type="person" ref="#per__133692">Karglmayer</rs> einen neuen Salon am Bauernmarkt bezogen. Dieser gehörte<lb/>
zu dem großen irakischen Restaurant, mit einem eigenen Aufzug vom Re<lb break="no"/>staurant zu erreichen, welches vor etlichen Monaten in die Luft ge<lb break="no"/><pb n="60-1021" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band60/60_1981-08-18_1021.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sprengt wurde. Der Friseursalon war verhältnismäßig wenig beschädigt,<lb/>
er hat ihn jetzt um 1 Mio. S erworben und hat mich zu seiner Eröffnung<lb/>
eingeladen. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> und ich haben uns dort insoferne köstlich amüsiert,<lb/>
weil er mir selbstverständlich wieder einen Pepi verpaßt hat, wie ich<lb/>
für einige Fotoaufnahmen gerne aufsetzte. Daß ich so etwas sowieso<lb/>
nie tragen würde, ist für mich selbstverständlich, und für <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> war<lb/>
es direkt beglückend, sie wäre schwer enttäuscht gewesen, wenn ich tat<lb break="no"/>sächlich mein Äußeres dadurch verjüngt hätte.<lb/>
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               <persName type="label">Patolitschew, Nikolaj S.</persName>
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               <occupation>österr. Botschafter im Irak</occupation>
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               <persName type="label">Doronjski, Stevan</persName>
               <persName><surname>Doronjski</surname><forename>Stevan</forename></persName>
               <occupation>jugoslaw. Präsidiumsmitglied [richtig identifiziert?; im Text steht
                  sowjetisch, das scheint ein Versehen zu sein?]</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Schaberl, A</persName>
               <persName><surname>Schaberl</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Fa. Imperial Kapitalbeteiligungsgesellschaft</occupation>
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               <persName type="label">Jefremow, Michail T.</persName>
               <persName><surname>Jefremow</surname><forename>Michail T.</forename></persName>
               <occupation>sowj. Botschafter</occupation>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Albrecht, Anneliese</persName>
               <persName><surname>Albrecht</surname><forename>Anneliese</forename></persName>
               <occupation>Sts. HM</occupation>
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               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName type="label">Buchleitner, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Buchleitner</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Stadtrat Salzburg</occupation>
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               <persName type="label">Kopecky, Heinrich</persName>
               <persName><surname>Kopecky</surname><forename>Heinrich</forename></persName>
               <occupation>HK</occupation>
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               <persName type="label">Haslauer, Wilfried</persName>
               <persName><surname>Haslauer</surname><forename>Wilfried</forename></persName>
               <occupation>LH Sbg.</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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