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            <title type="main">Dienstag, der 14. Juli 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_01">Dienstag, 14. Juli 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_02">Beim Jour fixe erklärte Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, daß die HK die Bestellung<lb/>
von MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> für den sowjet. Glasminister <rs type="person" ref="#per__133282">Jaschin</rs> im Imperial nicht<lb/>
bezahlt. <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> hat den Handelskammerverantwortlichen <rs type="person" ref="#per__133883">Strasser</rs> er<lb break="no"/>sucht die sowjet. Delegation unterzubringen, dieser bestellte im<lb/>
Intercontinental. Die Sowjets bezahlten dann selbst, jetzt müsse im<lb/>
Imperial 7.300 Abstandsgeld bezahlt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_04">Ich ersuchte <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> für KR <rs type="person" ref="#per__117633">Hrabac</rs> eine höhere Auszeichnung bei<lb/>
uns zu beantragen, da er ja freiwillig auf die Führung des Staats<lb break="no"/>wappens verzichtet hat. Damit hat er uns aus einem großen Dilemma be<lb break="no"/>freit, als verschiedene Branchen, wo es sicherlich größte Schwierig<lb break="no"/>keiten gegeben hätte. Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meinte, <rs type="person" ref="#per__117633">Hrabac</rs> hätte mit ihm<lb/>
noch nicht gesprochen, die HK ist sehr verärgert, daß der VKI gegen<lb/>
gewisse Branchen wie eben z.B. Grundstücksmakler, Gebäudeverwalter<lb/>
ist, obwohl der Verein dieses Problem innerhalb seiner Organe noch<lb/>
gar nicht besprochen hat. Wir einigten uns darauf, daß SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
und Präsidialist <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs> dieses Problem besprechen sollen, um eine<lb/>
ev. Abgrenzung vorzunehmen.<lb/>
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unseren Plan zu verwirklichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_06">Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat wegen der Verordnung betreffend Kaffeekonditorei<lb/>
noch nicht mit LH <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> sprechen können, damit die Tiroler ihre<lb/>
Bedenken zurückziehen, da dieser scheinbar auf Urlaub ist.<lb/>
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wann <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> zurückkommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_08"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat den Außenhandelsminister der mongolischen Volksrep.<lb/>
eingeladen und ersucht mich, jetzt eine schriftliche Einladung an<lb/>
ihm zu erlassen. Dies mache ich selbstverständlich gerne, denn ich<lb/>
habe <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, was ihn ungeheuer erfreut, vor langer Zeit schon er<lb break="no"/>klärt, daß er in meinem Namen jeden Minister einladen kann, der ihm für<lb/>
die österr. Wirtschaft als notwendig erscheint. Ich habe zwar mit<lb/>
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Bundeshandelskammer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Einladungsschreiben vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_10"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> beschweren sich darüber, daß jetzt die Ölge<lb break="no"/>sellschaften Schwierigkeiten haben, in das inländische Kohlengeschäft<lb/>
mit ihren Verkaufsorganisationen und, sprich aufgekauften, Großhändlern<lb/>
und Kleinhändlern ins inländische Kohleliefergeschäft einzusteigen.<lb/>
Insbesondere ist es BP, GD <rs type="person" ref="#per__97556">Hirnigel</rs> der sich bitter beschwert. Hier<lb/>
gibt es innerhalb der Bundeskammer selbst einen heftigen Streit, da<lb/>
der Obmann der Handelssektion, KR <rs type="person" ref="#per__121792">Steidl</rs>, gleichzeitig Kohlenhändler,<lb/>
angeblich auch die Kohlepolitik der jetzt bestehenden Großhändler,<lb/>
die eingesetzt sind und seit Jahrzehnten das Kohlengeschäft auf mit<lb/>
den inländischen Kohlenbergbauprodukten betreiben, <choice><choice><sic>new Kammer ??</sic><corr>Newcomer</corr></choice></choice><lb/>
nicht rein lassen wollen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_11">Ich habe am Nachmittag dann mit dem BP-Vertreter <rs type="person" ref="#per__133637">Schreinzer</rs> und dem<lb/>
Gaskoks-GD <rs type="person" ref="#per__131063">Dreßler</rs> eine Aussprache, wo diese zwar erklären am nächsten<lb/>
Dienstag Gespräche persönlich darüber zu führen, von denen ich mir aber<lb/>
nicht viel erhoffe. <rs type="person" ref="#per__131063">Dreßler</rs> erklärt hier sogar zu Recht, daß wenn<lb/>
er jetzt ins Ölgeschäft einsteigen will, auch die ÖMV nicht bereit<lb/>
ist ihn zu beliefern, ebenso wenig wie Multis. Die BP hat in Graz die<lb/>
Fa. Alpenkohle und in Klagenfurt die Fa. <choice><choice><sic>Sogeitschek</sic><corr>?</corr></choice></choice> aufgekauft.<lb/>
Gaskoks ist nur bereit diese beiden Firmen zu beliefern, wenn nicht<lb/>
gleichzeitig ein Importkontingent für Kohle festgelegt wurde. Da wir<lb/>
für heuer und im nächsten Jahr 46.000 to Importkohle für den Haus<lb break="no"/>brand freigegeben haben, bei einer neuerlichen Sitzung am heutigen<lb/>
Tag wurde sogar auf 110.000 to erhöht, könnte BP durch Importe ihren<lb/>
Bedarf jederzeit decken. Von den 46.000 to ist allerdings noch nicht<lb/>
eine to tatsächlich eingeführt worden. Die inländische Kohle dürfte<lb/>
billiger sein, sonst wäre schon längst von BP und anderen jugoslawische<lb/>
Kohle importiert worden. Ich appellierte an beide Firmen, sie soll<lb break="no"/>ten aus diesem Streit ein Kompromiß anstreben, das in Hinkunft eine<lb/>
Intervention bei mir überflüssig macht. Ich stehe aber selbstver<lb break="no"/>ständlich auch in Zukunft für ein Vermittlungsgespräch jederzeit zur<lb/>
Verfügung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Laß dir von MR <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> über den Ausgang be<lb break="no"/>richten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_13"><rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> ersuchte mich um ein Kompromiß für die Erhöhung der Höchst<lb break="no"/>grenze für Bürges-Kredite. Die Banken verlangen 2 % Hinaufsetzung,<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hätte 1 1/2 % in Erwägung gezogen, die AK hat zwar 1 % vor<lb break="no"/>geschlagen, aber erklärt, sie wäre, wenn die HK 1 1/2 % verlangt, auch<lb/>
damit einverstanden. Ich sollte jetzt sofort diese 1 1/2 % genehmigen,<lb/>
damit die Aktionen wieder laufen. Diese Forderung, erklärte ich, könne<lb/>
keinesfalls ich zugestehen. SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> führt derzeit Verhandlungen<lb/>
und wird, so bin ich überzeugt, so wie auch in der Vergangenheit eine<lb/>
vernünftige Kompromißlösung letzten Endes vorschlagen, der ich unter<lb/>
gar keinen Umständen vorgreife. Er hat mich informiert, daß er jetzt<lb/>
die Interessensvertretungen um schriftl. Stellungnahme zu den Wünsch<lb/>
des Bankverbandes eingeladen hat. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> erklärte, er wir sehr schnell<lb/>
eine schriftliche Beantwortung durchführen.<lb/>
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aufgehoben wird, um die Versorgung sicherzustellen. Da es hier auch<lb/>
vonseiten der Stahlindustrie größte Bedenken gibt, schlug ich vor,<lb/>
über das gesamte Schrottproblem mit GD <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> sowie den<lb/>
AK-Vertretern eine Aussprache durchzuführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_17">Ich informierte die HK, daß der nordkoreanische Botschafter jetzt zur<lb/>
Abstattung der 2 Mrd. S Schulden vorschlug, daß sich österr. Firmen<lb/>
an einem Goldbergbau in Nordkorea beteiligen sollen. Diese Information<lb/>
wird die HK an die betreffenden Fachverbände respek. Firma weitergeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_18">Die HK teilt nicht die Meinung von FPÖ-Abg. <rs type="person" ref="#per__133372">Holger Bauer</rs>, daß der<lb/>
Benzinpreis tief gehalten werden soll, damit die Ausländer recht<lb/>
viel bei uns tanken, die Deviseneinnahmen steigen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> bemerkt<lb/>
überhaupt, daß <rs type="person" ref="#per__133372">Holger Bauer</rs> wahrscheinlich ein zukünftiger Handels<lb break="no"/>minister in einer <choice><choice><sic>rot-Braun</sic><corr>rot-blauen</corr></choice></choice> Koalition sein wird. Das, erkläre ich,<lb/>
ist nicht mein Problem, wer mir nachfolgt, <rs type="person" ref="#per__133372">Holger Bauer</rs> hatte sich<lb/>
nur seinerzeit für eine Pressearbeit im Handelsministerium durch<lb/>
Intervention von Klub- u. Parteiobmann <rs type="person" ref="#per__97807">Peter</rs> interessiert. Ich habe<lb/>
damals SC <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> ersucht zu prüfen, ob eine solche Möglichkeit be<lb break="no"/>steht, aus finanziellen Gründen allein ist dieses Projekt gescheitert.<lb/>
Da die FPÖ mich jetzt als Preistreiber Nr. 1 wegen meiner nachgiebigen<lb/>
Haltung gegenüber den Ölkonzernen apostrophiert, die Ölmultis wieder<lb/>
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berechtigt, weil auch der ÖVP-AK-Präs. mich wegen der Preiserhöhung<lb/>
ebenfalls attackiert. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> ist über diese Idee erschüttert und meint,<lb/>
es wäre meine Aufgabe, entweder die Preisregelung für Altöl aufzuheben<lb/>
oder eben einer höheren Preis festzusetzen, genau dies werde ich aber<lb/>
nicht tun. Ich habe diese Idee dann auch nachmittags mit ÖGB-Sekr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs> besprochen, der darin auch den einzigen Ausweg sieht, wenn<lb/>
tatsächlich in Tirol und Vorarlberg die Versorgung gefährdet wäre.<lb/>
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einer ev. Einschaltung von Philips bei der großen Telefonumstell<lb break="no"/>aktion auf das Digitalsystem. Minister <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> hat mich informiert,<lb/>
so wie dies auch schon der Sekretär der ÖFEG getan hat, daß eine di<lb break="no"/>rekte Einschaltung von Philips nicht möglich ist, im Peripheriege<lb break="no"/>biet kann Philips zuliefern. Die Telefoninvestitionen dagegen sind<lb/>
durch die ÖFEG auf die vier Firmen Kapsch, Schrack, ITT und Siemens<lb/>
aufgeteilt und vertraglich vereinbart.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_20">Philips hat mir jetzt bestätigt, daß die kleinzölligen Farbfernseh<lb break="no"/>röhren vom Mutterkonzern für die Produktion in der Steiermark frei<lb break="no"/>gegeben wurde. Ich informiere die HK, daß ich jetzt im Handels<lb break="no"/>ministerium mit Grundig jetzt die entsprechenden Verhandlungen zu<lb/>
führen habe, daß, wenn die inländ. Produktion bedarfsdeckend in<lb/>
Österreich erfolgt, keine zollfreien Einfuhren mehr aus Japan für<lb/>
Grundig freigegeben werden können. Die HK, die natürlich auch Philips<lb/>
vertritt, ist damit einverstanden. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meint, Philips sei ein<lb/>
Großbetrieb, den man in jeder Sparte berücksichtigen müsse.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_21">Wir diskutieren bei dieser Gelegenheit gleich die Idee des Bundes<lb break="no"/>kanzlers wegen des Ausschreibungsgesetzes. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> fürchtet, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> entgegen dem Rat von Staatssekr. <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs>, mit dem er gespro<lb break="no"/>chen hat, aber auch gegen meinen Vorschlag hier vorsichtigst vorzu<lb break="no"/>gehen, sein 10-Punkte-Programm durchziehen will, wo ja die öffentl.<lb/>
Ausschreibung und der sauberste Zuschlag verlangt wird. Da damit<lb/>
aber viele österr. Firmen, was <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sicherlich nicht beabsichtigt,<lb/>
in Hinkunft gar keinen Zuschlag mehr bekommen würden, schlagen <rs type="person" ref="#per__97893">Sallin<lb break="no"/>ger</rs> und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> vor, wir müßten unbedingt meine Idee durchsetzen. Das<lb/>
Handelsministerium hat ja ein eigenes System entwickelt, das sich in<lb/>
den letzten Jahren sehr bewährt hat, wie beide zugeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_22">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__97727">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wie laufen die Gespräche jetzt<lb/>
auf Beamtenebene?<add>Entwurf bei Schwarz</add><lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_23">Der Rapsanbau wird vom Finanzminister jetzt mit 30 Mio. gestützt, die<lb/>
HK macht sich Sorgen wie es in Hinkunft weiter gehen soll, nachdem<lb/>
die Industrie nicht mehr bereit ist, im nächsten Jahr weitere Zuschüs<lb break="no"/>se zu geben. Ich verständige am Nachmittag über das Ergebnis Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> von der Unilever. Dieser beharrt nach wie vor darauf, daß die<lb/>
30 Mio. vom Finanzminister und die 5 Mio<add>[, die]</add>. die Industrie bereit ist heu<lb break="no"/>er zu bezahlen, der letztmalige und höchste Zuschuß<add>[sind,]</add> der jetzt erreicht<lb/>
werden konnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Das Branchenreferat soll weiter beobachten<lb/>
und berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_25">Bezüglich des Baues eines Messeschiffes ist die HK nur bereit zu<lb/>
überprüfen, wie weit ihre jetzigen Richtlinien über Messebeteiligung<lb/>
Fremdsprachenförderung usw. für dieses Projekt zutreffen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
ist überhaupt für etwaige Hilfen sehr skeptisch, um nicht zu sagen<lb/>
ablehnend.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_26">Ich bringe den Messestreit zw. Wien und Wels zur Sprache, da die<lb/>
Wr. Messe sich an Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wegen einer Vermittlung gewendet<lb/>
hat. Ich erkläre dezidiert, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat jetzt dafür die Verant<lb break="no"/>wortung, die er allerdings genauso wenig wie ich wirklich hat, weil<lb/>
ja beide Messen scheinbar nicht bereit sind zu kooperieren. Das Trau<lb break="no"/>rige ist, daß beide Messen soz. geführt sind. Die Welser Messe, die<lb/>
z.B. bei der Vierrad-Ausstellung den Ausstellern mehr bringt, deshalb,<lb/>
obwohl die Wr. Messe jetzt international hat entscheiden lassen, daß<lb/>
sie die Vierrad-Ausstellung hat, sicherlich gegenüber der Welser Messe<lb/>
verlieren wird. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, der Mitglied des Aufsichtsrates der Wr. Mes<lb break="no"/>se ist, meint, er verstehe auch nicht, daß man den Vertrag mit Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__131198">Draxler</rs>, dem einzigen Fachmann in dem Dreiervorstand, hat auslaufen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Erkundige dich über die Hintergründe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_28">In der MRV erklärt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, daß der Rechnungshof jetzt einen Brief<lb/>
geschrieben hat wo über Innenrevision angeblich 20 Punkte aufgeworfen<lb/>
werden. Diesen Brief müßten, wie Minister <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> im einzelnen ausführt,<lb/>
auch die anderen Ministerien bekommen haben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ist verwundert,<lb/>
daß keine Innenrevision noch besteht, denn im Ministeriengesetz 1974<lb/>
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behandelt hat, meinte, für nachgeordnete Dienststellen kann höchstens<lb/>
eine begleitende Kontrolle bestehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wo ist dieser Brief vom Rechnungshof?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_30">Die Bauarbeitergewerkschaft, Sekr. <rs type="person" ref="#per__97741">Millendorfer</rs>, hat an <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> einen<lb/>
Brief geschrieben, wo sie tiefste <choice><choice><sic>Besorgung</sic><corr>Besorgnis?</corr></choice></choice> über die Ankündigung<add>[ausspricht]</add>, daß<lb/>
die 30 S weiter bleiben sollen. 30 S inkammeriert und Bauaufträge<lb/>
dafür auszugeben wäre den Bauarbeitern lieber. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, wenn<lb/>
jetzt bei der Steuersenkung die Arbeiter 150 S bekommen, kann man<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_31"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fordert bei dieser Gelegenheit gleich <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> auf, über die<lb/>
Budgetsituation zu berichten. Dieser meint, die Minister hätten noch<lb/>
nicht die schwierige Situation erfaßt, 7 Mrd. S mehr für die Staats<lb break="no"/>schuldenrückzahlung nächstes Jahr, 7 Mrd. S mehr für die Sozialver<lb break="no"/>sicherung und viele andere kleine Wünsche, dazu noch jetzt die Er<lb break="no"/>höhung der Dienstposten. Im jetzigen MR werden 900 für die ÖBB und<lb/>
die Post und 554 für das Unterrichtsministerium genehmigt. Dies be<lb break="no"/>deutet, daß wieder 100 Mio. S BÜG 81 aufgenommen werden müssen.<lb/>
Im nächsten Jahr sollen noch 976 dazukommen, außerdem wünscht die<lb/>
Landesverteidigung 170 anstelle der 1000 Dienstposten, die einge<lb break="no"/>spart werden und die nur von einzelnen Ministerien in ihrem Zentral<lb break="no"/>stellenbereich bis jetzt zugestanden werden, würden also 1116 neue<lb/>
Posten kommen. Es wird zwar die Staatsdruckerei aus dem Hoheitsbe<lb break="no"/>reich rausgenommen, wodurch 887 Posten erspart werden, dies gilt aber<lb/>
nur optisch. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> bemerkt dazu allerdings, daß<lb/>
dies auch bei der Herausnahme der Salinen geschehen ist. Auch dort<lb/>
wurde damit das Ansteigen anderer Dienstposten kompensiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_32">Bezüglich der Subventionen hat <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> ersucht, bis 23.6. einen Be<lb break="no"/>richt dem Finanzminister zu geben, einzelne Ressorts haben über<lb break="no"/>haupt nicht geantwortet, die anderen, an Subventionen könnte nichts<lb/>
eingespart werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_33">In rechtsfreien Räumen, wo keine Deckung ist, wird wie z.B. von den<lb/>
Ministerien 10 S für Essenssubvention pro Beschäftigten gegeben, eben<lb break="no"/>so für Betriebsausflüge.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_34">Wegen der 10 S entwickelt sich eine harte Diskussion, da <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
erklärt, das Finanzministerium sei selbst immer mit Zuschüssen groß<lb break="no"/>zügig im eigenen Ressort vorgegangen. Tatsächlich wurde 1971 3–<lb/>
5 S pro Essen im Ressort von einzelnen Ministern genehmigt, jetzt<lb/>
macht dies 200 bis 250 Mio. S aus, weil bereits fast alle Ressorts<lb/>
dies geben. <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> im Wissenschaftsministerium hat dies deshalb<lb/>
nur abgelehnt, weil sie, wie sie behauptet, auch sofort die Universi<lb break="no"/>täten, also nachgeordnete Dienststellen kommen, als nächster Schritt<lb/>
muß sie dann auch der Mensa für Studenten einen solchen Essenszu<lb break="no"/>schuß geben, die Belastung wäre für das Budget unerträglich, diese<lb/>
Subvention wird nämlich aus dem Sachaufwand auch für die Beamten be<lb break="no"/>zahlt. Da die Dienststellenausschüsse dies in den einzelnen Mini<lb break="no"/>sterien durchgesetzt haben, hat sich die Gewerkschaft bis jetzt für<lb/>
dieses Problem nicht besonders interessiert. Wenn es den nachgeord<lb break="no"/>neten Dienststellen aber jetzt gegeben werden soll, macht das bei<lb/>
der Post, Bahn, Gendarmerie, Polizei ungeheure Beträge aus. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meint, hier müsse man besonders vorsichtig vorgehen, die heute zu<lb/>
beschließenden Aushilfskräfte für Post und Bahn und auch die vom<lb/>
Unterrichtsministerium gestellten Anträge sind zwar notwendig, um<lb/>
die Schulbetriebe insbesondere bei den berufsbildenden höheren<lb/>
Schulen abwickeln zu können. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> verweist darauf, daß jetzt<lb/>
immer mehr Lehrer von den pädagogischen Anstalten kommen, die unter<lb break="no"/>zubringen sehr schwer sein wird. Er läßt bei Beginn des Studiums bei<lb/>
den pädagogischen Akademien die Hörer unterzeichnen, daß sie keinen<lb/>
garantierten Arbeitsplatz nach Absolvierung haben werden. Trotzdem<lb/>
ist der Andrang dort sehr groß. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> warnt aber dennoch davor,<lb/>
daß wir versuchen, über den öffentlichen Dienst die Arbeitsmarkt<lb break="no"/>probleme zu bereinigen. In Frankreich geschieht dies, wodurch der<lb/>
Beamtenapparat ungeheuer aufgebläht wird. Bei Lehrern ist dies inso<lb break="no"/>ferne eine Ausnahme, als jetzt noch wesentliche Mehrdienstleistungen<lb/>
bezahlt werden müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_35">Bezüglich der 10 S meint <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, das wären 2.200 S netto, die der<lb/>
Beamte heute bekommt, die man ihm nicht ohne weiteres wegnehmen kann.<lb/>
Das Finanzministerium soll daher vorschlagen, wie dieses Problem in<lb/>
der eigenen Verwaltung gelöst wird, damit die anderen dann dies<lb/>
ebenfalls so machen könnten. Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__123215">Fast</rs> meint, das sei eine<lb/>
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Postgewerkschaft, <rs type="person" ref="#per__133643">Smella</rs>, ihn darauf verwies, daß einzelne Ressort-<lb/>
Erlässe jüngster Zeit rausgegeben haben, wo Gutscheine für Wirte<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> angekündigten 5 Mrd. Einsparungen sind nicht vom heurigen<lb/>
Budget, sondern von den noch von den Ressorts vorgeschlagenen Er<lb break="no"/>höhungen durchzuführen. Dies wird noch eine harte Auseinandersetzung<lb/>
auch in der Öffentlichkeit, denn die ÖVP wird sagen, 5 Mrd. S hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> angekündigt, wird vom Budget eingespart.<lb/>
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Staatssekretärinnen jetzt einen Tätigkeitsbericht ablegen müssen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, er hat dies ja deshalb verlangt, um gerade der ÖVP<lb/>
zu beweisen, daß die Staatssekretärinnen sehr wohl positive Arbeit<lb/>
geleistet haben. Darin eine Diskriminierung der Frauen zu sehen,<lb/>
findet er für unrichtig, verärgert meinte er, er könne ja auch diese<lb/>
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parlamentarische Anfragebeantwortung gibt, die alle Staatssekretäre<lb/>
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dieses "geschlechtsspezifische" Problem aus der Welt geschaffen.<lb/>
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Autobahn<add>[?]</add> sofort einstellen. Er verlangt eine Aktion der Bundesre<lb break="no"/>gierung und erörtert einmal mehr mit vielen Details und Ziffern<lb/>
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Male so wie wir gehört hat, meint nur lakonisch, <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> hat mir<lb/>
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Irak, wo dieser sich beschwert, daß eine Delegation in Österreich<lb/>
schlecht behandelt wurde. Ein Teil hat sich für Hotelbau interessiert,<lb/>
die Handelskammer wünscht aber hier scheinbar keine Initiative und<lb/>
hat sie nach Berndorf zur Besteckindustrieproduktion geschickt,<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird daher an <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> einen entsprechenden Brief schicken.<lb/>
Ich selbst verlange nur eine Abschrift dieses Schreibens, da <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
nicht wünscht, daß ich irgendetwas unternehme.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_40">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Brief von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-Kabinett verlangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_41"><rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs>, der jetzt nach Irak fährt, wünscht von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> entsprechen<lb break="no"/>de Weisung, was er dort tun soll. Anschließend kommt er auf die Bio<lb break="no"/>spritsituation zu sprechen und meint, da kontroversielle Standpunkte<lb/>
existieren, sollte man endlich eine parlamentarische Enquete darüber<lb/>
abhalten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wirft ein, daß er hört, daß die Energiebilanz bei<lb/>
Biosprit nicht sehr positiv ist. <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> meint, nur bei Abfall<lb break="no"/>energie ließe sich überhaupt ein Projekt verwirklichen, sie hat<lb/>
jetzt den Auftrag gegeben, die Wissenschaft wird es genauer prüfen.<lb/>
Zuckerhirse sei besser als Getreide. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> wieder meint, rasch<lb break="no"/>wüchsige Hölzer seien die Lösung. LH <rs type="person" ref="#per__97703">Ludwig</rs>, der in Brasilien dies<lb/>
studiert hat und jetzt nach Niederösterreich verpflanzen möchte,<lb/>
muß dann auch den Boden, dreimalige Ernte im Jahr und das Klima nach<lb/>
Österreich verpflanzen. Eine Abnahmegarantie, wie er sich und die<lb/>
Landwirte dies vorstellen, würde eine neue Marktordnung erfordern.<lb/>
Der Beimischungszwang sei die beste Lösung. Ich erkläre dann dezidiert,<lb/>
daß all diese Probleme dutzendemale durchbesprochen sind und meiner<lb/>
Meinung nach der einzige politische Gegenzug gegen die Landwirt<lb break="no"/>schaftsforderung der wäre, den Beimischungszwang vorzusehen, wenn<lb/>
die Ölwirtschaft bereit ist, das Ethanol zu übernehmen, und dies kann<lb/>
nur bei einem vernünftigen Preis geschehen. Ich schlage vor, daß die<lb/>
zuständigen Minister endlich einheitlich vorgehen sollten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
bestimmt, daß unter Vorsitz<add>[von]</add> <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> ein Ministerkomitee zusammentreten<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_43"><rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> urgiert die Satellitenfernsehdurchführbarkeitsprüfung, dies<lb/>
wird nach Entscheidung <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> der Vizekanzler in seiner Vertretung<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> im Fernsehen allzu viel Steine geworfen werden. Jetzt seien<lb/>
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Er selbst ist der Überzeugung, daß die Arbeitszeitsenkung und Ur<lb break="no"/>laubsverlängerung Sozialpartnerverhandlungen waren und bleiben soll<lb break="no"/>ten. Dieses System hat sich bestens bewährt. Der Sozialminister hat<lb/>
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dies z.B. gemacht hat, als das Volksbegehren zur Arbeitszeitver<lb break="no"/>kürzung, als wir in der Opposition waren, dies in der ÖGB-Fraktion<lb/>
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Sozialminister ist aber vom ÖGB nominiert, der einzige Minister,<lb/>
den der ÖGB immer wieder erklärt, nur auf seinen Vorschlag bestellt<lb/>
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aufgeholt, übrig bleibt nur der öffentliche Dienst, wo man bei den<lb/>
Beamten, in den Spitälern, in sonstigen Dienstleistungen mehr beschäf<lb break="no"/>tigen muß, die Kosten des Staates steigen, die Budgets werden stark<lb/>
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sollen darüber verhandeln. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> bemerkt, daß in der Öffentlich<lb break="no"/>keit der Eindruck entsteht, daß in der Regierung Differenzen sind.<lb/>
Derzeit kann er aber in der Stahlindustrie, insbesondere in der Stei<lb break="no"/>ermark, aber auch in anderen Mitgliedsbetrieben der Metallarbeiter<lb/>
immer wieder feststellen, daß die Arbeitsplatzsicherung dort wichti<lb break="no"/>ger ist. Die ÖGB-Fraktion, aber auch nicht das Präsidium hat über<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_45"><rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> berichtet über den Wunsch<add>[von]</add> Amnesty International Vietnamesen<lb/>
und Kambodschaner in Österreich als Flüchtlinge wieder aufzunehmen.<lb/>
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Repräsentantenhaus hat jetzt beschlossen mit 30.9. 2400 Flüchtlings<lb break="no"/>quote zu erhöhen.<lb/>
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Daraus ergibt sich, daß defacto nur kleinste Zahlen in Österreich<lb/>
vorhanden sind, maximal 30.000, wovon 20.000 schon Alterspensionisten<lb/>
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es tatsächlich eine versteckte Arbeitslosigkeit von Hunderttausenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_48">Überrascht war ich, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in der Vorbesprechung überhaupt nicht<lb/>
über seinen Frankreich-Besuch erzählt hat. Noch mehr überrascht war<lb/>
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gehabt, oder er will große Differenzen zwischen <rs type="person" ref="#per__133649">Mitterrand</rs>, sprich<lb/>
Frankreich, und Deutschland, weniger vielleicht mit Bundeskanzler<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114106">Schmidt</rs>, als wie mit dem Präsidenten der Sozialistischen Internatio<lb break="no"/>nale, Exbundeskanzler <rs type="person" ref="#per__114110">Brandt</rs>, Differenzen bereinigen. Da <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
aber stets in der Außenpolitik die Informationen im Ministerrat<lb/>
oder in der Vorbesprechung so abstimmt, wie er es für seine persön<lb break="no"/>liche Zwecke richtig hält, kommt es oft vor, daß man überraschend<lb/>
etwas erfährt, noch überraschender aber meistens nichts.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_49">Die Getreidepreisverhandlungen und das gesamte Getreidekonzept<lb/>
können dann nachmittags endlich abgeschlossen werden. Die Handels<lb break="no"/>spannen für Getreide werden um 1 S bei Roggen und Weizen erhöht. Für<lb/>
Futtergetreide wünscht die Handelskammer genau dasselbe, doch wird<lb/>
dies von der Landwirtschaft entschieden abgelehnt. Die Landwirt<lb break="no"/>schaft ist auch nicht bereit den Repor<add>[?]</add> um 6 S zu erhöhen, auch mein<lb/>
Vorschlag, 5,80 S, wurde abgelehnt, wir einigen uns dann auf den<lb/>
Vorschlag der Landwirtschaftskammer 5,50 S zu bezahlen und eine wei<lb break="no"/>tere Reprostufe<add>[?]</add> einzuführen. Weitere Wünsche der Handelskammer<lb/>
gelingt es dann durch meine Vermittlung um 5 Groschen die Ein- und<lb/>
Auslagerung sowie die Bearbeitung zu erhöhen, also nur marginale<lb/>
Erhöhungen, die aber immerhin den Finanzminister auch ein paar Mio.<lb/>
kosten, im Kompromißwege durchzusetzen. Da die Handelskammer ja in<lb/>
diesem System auch im Getreidewirtschaftsfonds dann zustimmen muß,<lb/>
sonst gibt es dort keine Lösung, muß ich ja als Vermittler versuchen<lb/>
dieses Getreidekonzept, das eigentlich ja den Landwirtschaftsminister<lb/>
betrifft, durchzuziehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_50">Bei dieser Gelegenheit will infolge der schlechten Ernte die verein<lb break="no"/>barte Erhöhung des Verwertungsbeitrages um 2 Groschen wieder zurück<lb break="no"/>nehmen. Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> neigt dazu, von den 7 1/2<lb/>
Groschen Erhöhungen 1 1/2 Groschen ev. zurückzunehmen. Nicht offi<lb break="no"/>ziell, aber sowohl den AK-Vertretern als auch <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> flüstere ich<lb/>
zu, daß dies eine verheerende Politik wäre. Wir haben mit Präs.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs> das letzte Mal als Kompromiß diesen Betrag abgeschlossen.<lb/>
Eine Reduktion bedeutet nicht nur eine Desavouierung von <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs>,<lb/>
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energisch auftreten und dann kann man schon mit weiterem Nachgeben<lb/>
der anderen Verhandlungspartner rechnen. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs>, <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115003">Weiß</rs>, also die Konsumentenvertreter, schließen sich meiner Meinung<lb/>
an. Präs. <rs type="person" ref="#per__113056">Bierbaum</rs> meint dann zum Schluß, ich vertrete die Handels<lb break="no"/>interessen stets sehr erfolgreich, was die Handelskammer allerdings<lb/>
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nämlich des Finanzministers resp. der Konsumenten lösen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_51">Das Kuratorium für alpine Sicherheit, SC <rs type="person" ref="#per__127070">Pickl</rs> und Prof. <rs type="person" ref="#per__127069">Rabovsky</rs>,<lb/>
ein Kollege von mir aus der AK, ersuchen das Handelsministerium jetzt<lb/>
ihrem Verein beizutreten. Bis jetzt hat die Länderbank mit 250.000<lb/>
S den Verein gesponsert, jetzt müssen sie über Mitgliedsbeiträge<lb/>
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die Unfallversicherungsanstalt, die notwendigen Beträge aufbringen.<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> hat dies übernommen und glaubt, daß er eine Lösung finden<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_52">Der neue Verein für gefährdete Betriebe hat nach Rücksprache mit<lb/>
Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs>, die an dieser Sitzung auch teilnimmt, die<lb/>
Vereinsleitung vorgestellt. Frau <rs type="person" ref="#per__133377">Mauerhofer</rs> von der SPÖ-Zentrale<lb/>
führt dies, Dr. <rs type="person" ref="#per__133650">Pichler</rs> ist ein praktizierender Rechtsanwalt, Koll.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133651">Swoboda</rs> ist in der AK in der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung<lb/>
beschäftigt. Der Betriebswirt <rs type="person" ref="#per__133652">Zehetner</rs> ist derzeit im Zivildienst;<lb/>
alles junge ambitionierte Leute, die jetzt einmal drei Firmen,<lb/>
Niklasdorf, Zizala und die Fa. Stütz, wo von 35 Beschäftigten nur mehr<lb/>
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Sowohl <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> als auch ich haben ihnen klargemacht, daß wir kei<lb break="no"/>nerlei finanzielle Unterstützung dem Verein geben können. <rs type="person" ref="#per__133377">Mauerhofer</rs><lb/>
rechnet, daß die Z sie kräftigst unterstützen wird. Bezüglich der<lb/>
personellen Unterstützung erklären sowohl <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> als auch ich, daß<lb/>
wir jederzeit zur Verfügung stehen und daß auch Beamte des Ressorts<lb/>
in Firmen eingesetzt werden können. Da wir aber uns dem Vorwurf nicht<lb/>
aussetzen können und wollen, daß wir einen parteipolitischen Verein<lb/>
fördern, einigen wir uns darauf, daß wenn der Verein eine Firma be<lb break="no"/>raten will, vorher das Handelsministerium entsprechende Erhebungen<lb/>
und auch entsprechende Informationen diesem Betrieb gibt und gleich<lb break="no"/>zeitig auch dem Verein dann indirekt über <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> informiert. Sekr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> wird überhaupt der Verbindungsmann zu diesem Verein. Bei dem<lb/>
Besuch von Niklasdorf wurde schon Mag. <rs type="person" ref="#per__133379">Grabner</rs> vom Handelsministe<lb break="no"/>rium delegiert, der dafür der zuständige Referent ist. <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> wird<lb/>
zu entscheiden haben, wie im einzelnen vorgegangen wird. Jetzt<lb/>
erscheint ihm, und da muß ich ihm zustimmen, wichtig, daß mit SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
abgeklärt wird, wie die gewerberechtliche Situation bei Vereinsbe<lb break="no"/>ratung, Genossenschaftsumbildung, Heranziehen von Fachleuten geregelt<lb/>
wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_53">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte nimm Dich dieses Falles besonders an,<lb/>
damit wir nicht Schwierigkeiten mit der Handelskammer bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_54">Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> ruft an und urgiert etliche Nominierungen<lb/>
des Handelsministeriums.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-14_55">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wieso ist dies alles bei uns steckengeblieben.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 96. Ministerratssitzung, 14.7.1981</head>
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            <head>Nachtrag TO 96. Ministerratssitzung, 14.7.1981</head>
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            <head>2. Nachtrag TO 96. Ministerratssitzung, 14.7.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (2. Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>LH-Stv. bzw. LH NÖ, ÖVP</occupation>
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               <persName type="label">Weihs, A</persName>
               <persName><surname>Weihs</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>AK; evtl. Falschschreibung</occupation>
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               <persName type="label">Kehrer, Karl</persName>
               <persName><surname>Kehrer</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>HK-Kammeramtsdir./Gen.Sekr.</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Sinowatz, Fred</persName>
               <persName><surname>Sinowatz</surname><forename>Fred</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister</occupation>
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               <persName type="label">Sterk, Georg</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Hrabovsky, A</persName>
               <persName><surname>Hrabovsky</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>AK, mit JS befreundeter Bergsteiger; Falschschreibung?</occupation>
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               <persName type="label">Blaha, Hermann</persName>
               <persName><surname>Blaha</surname><forename>Hermann</forename></persName>
               <occupation>AK</occupation>
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               <persName type="label">Lehner, Hans</persName>
               <persName><surname>Lehner</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Präs. LWK</occupation>
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               <persName type="label">Dreßler, Friedrich</persName>
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               <persName><surname>Löschnak</surname><forename>Franz</forename></persName>
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               <persName type="label">Hrabak, Johann</persName>
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               <occupation>Standesvertreter (?) Gebäudeverwalter</occupation>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>Betriebswirt, Verein für gefährdete Betriebe</occupation>
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               <persName type="label">Schipper, Hans</persName>
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               <occupation>SPÖ-NR-Abg., ab 1981 Gesundheitsmin.</occupation>
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               <persName type="label">Draxler, Alfred</persName>
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               <occupation>Dir. Wr. Messe</occupation>
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               <persName type="label">Schmidt, Helmut</persName>
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               <occupation>Min./BK BRD, SPD</occupation>
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