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            <title type="main">Donnerstag, der  2. Juli 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_01">Donnerstag, 2. Juli 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_02">Das Interdisziplinäre Forschungszentrum ist eine Sozialpartnerein<lb break="no"/>richtung. Wie ich von Gen.Sekr. Dr. <rs type="person" ref="#per__133274">Schmutzer</rs> erfahren habe, bezahlen<lb/>
die HK und die AK je 300.000 S. <rs type="person" ref="#per__133274">Schmutzer</rs> wollte, daß auch das<lb/>
Handelsministerium entweder Mitglied wird und einen großen Mitglieds<lb break="no"/>beitrag bezahlt oder eine entsprechende Subvention dem IFZ gibt.<lb/>
Beides mußte ich ablehnen, für Forschung ist das Wissenschaftsmini<lb break="no"/>sterium zuständig und dorthin muß man sich wenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_03">Das Seminar, welches ich dann dort einzuleiten hatte, befaßte sich<lb/>
mit dem Problem des technical assessment. Die Unterlagen, die ich<lb/>
dort erhielt, ermöglichten es mir die Eröffnungsansprache, die mir<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133274">Schmutzer</rs> geliefert hatte, nicht runterzulesen, sondern eben über die<lb/>
Problematik der Prognosen und der <choice><choice><sic>Interdisziplinären Szenario</sic><corr>interdisziplinären Szenarien?</corr></choice></choice> zu<lb/>
sprechen. Die Referenten der Vorträge aus der BRD hatten immerhin<lb/>
so viele Zuhörer angelockt, daß man in der Creditanstalt auf den<lb/>
großen Sitzungssaal ausweichen mußte. Immerhin hatten sich 70 ange<lb break="no"/>meldet und es waren fast alle gekommen. Sehr erfreut war ich, auch<lb/>
zwei Beamte, die ich kannte und von der Industriesektion waren, dort<lb/>
zu treffen. MR <rs type="person" ref="#per__114402">Fellner</rs> hat mir versprochen, über das Ergebnis dieses<lb/>
Seminars zu berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__114402">Fellner</rs> soll mit allen kommen, die vom Handels<lb break="no"/>ministerium am Seminar teilgenommen hatten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_05">Die Sektionsleitersitzung mußte wieder einmal verschoben werden, weil<lb/>
der Sekretär vom SPÖ-Klub, <rs type="person" ref="#per__112147">Robert Fischer</rs> erklärte, ich müßte unbe<lb break="no"/>dingt zur 10-Uhr-Abstimmung im Parlament anwesend sein. Ich hatte an<lb break="no"/>genommen, daß es sich um eine Kampfabstimmung handelt und war dann<lb/>
sehr erstaunt, als es nur darum ging, einstimmig eine Listenabstimmung<lb/>
zu beschließen. Dazu hätte ich wirklich nicht dort sein müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_06">Die Aussprache mit Dir. <rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs> von der ÖDK brachte mir die Er<lb break="no"/>kenntnis, daß der Lastverteiler nicht optimal fährt. Anfang der Woche<lb/>
mußte er 230 MW aus Deutschland und der Schweiz importieren. Der da<lb break="no"/>durch entstandene Verlust für die Verbundgesellschaft betrug, wie<lb/>
mir <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> mitteilte, 1,1 Mio. S. Jetzt erzählte mir <rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs>, daß,<lb/>
hätte man die ÖDK aufgefordert, selbstverständlich aus dem Vorspeicher<lb/>
Galgenbichl Wasser <choice><choice><sic>abgearbeitet</sic><corr>abgeleitet?</corr></choice></choice> hätte werden können. Außerdem hat die<lb/>
KELAG zu diesem Zeitpunkt 100 MW gepumpt. Hätte man der KELAG den<lb/>
<pb n="60-0833" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band60/60_1981-07-02_0833.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Pumpstrom entzogen, so wären statt 100 MW Pumpen 100 MW Abgabe,<lb/>
200 MW zur Verfügung gestanden. Dies wurde, wie ich dann auch über<lb break="no"/>raschend von <rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs> erfuhr, in der Verbund-Aufsichtsratsfraktion<lb/>
besprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte solche wichtigen Informationen mir<lb/>
unbedingt sofort auch zu sagen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_08"><rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs> nimmt meiner Meinung nach den richtigen Standpunkt ein.<lb/>
Er möchte im RH-Bericht jetzt nicht für eine Zeit, wo er noch nicht<lb/>
Direktor war, für die dort gemachten Fehler in der ÖDK verantwort<lb break="no"/>lich gemacht werden. Dies sei der Grund, weshalb der Präs. d. Aufsichts<lb break="no"/>rates LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs>, zum damaligen Zeitpunkt als Verkehrsminister<lb/>
für die Elektrizität verantwortlich, letzten Endes entschieden hat,<lb/>
was mit den RH-Kritiken über den Villenverkauf an die ehemaligen Vor<lb break="no"/>standsdirektoren zu geschehen hat. Der Gutachter, Dr. <rs type="person" ref="#per__133275">Dietrich</rs>, Vor<lb break="no"/>sitzender der Kärntner Rechtsanwaltskammer, der jetzt erklärte, der<lb/>
Klageweg sei aussichtslos, gilt nicht nur als angesehener Jurist,<lb/>
weshalb er auch sofort von Präs. <rs type="person" ref="#per__112588">Broesigke</rs> des Rechnungshofes akzep<lb break="no"/>tiert wurde, sondern ist Gott sei Dank auch Syndikus der ÖDK. Durch<lb/>
seine letztere Funktion, wo er also mit ÖDK ständig zusammenarbeitet,<lb/>
erscheint seine Gutachtertätigkeit für diese unangenehme Frage des<lb/>
Villenverkaufes auch in dieser Hinsicht als berechtigte Auskunfts<lb break="no"/>stelle. Das Faktum ist nicht aus der Welt geschafft, wird im RH-Bericht<lb/>
daher auch kritisch vermerkt. Die ÖDK respektive die Elektrizitäts<lb break="no"/>wirtschaft kann nur hoffen, daß dieser Teil dieses Berichtes nicht<lb/>
allzu große Publikation bekommt. Daß die Dienstvilla den Direktoren<lb/>
um eine halbe Million verkauft wird, ist dabei nicht einmal noch die<lb/>
kritischste Sache. Viel schlimmer ist, daß man<add>[sie]</add> zu einem annähernd<lb/>
gleichen Betrag vorher noch renovierte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_09"><rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs>, der, als er Direktor wurde, auch das Problem der Dienst<lb break="no"/>villa an mich herangebracht hat und ich ihm und jedem anderen Direk<lb break="no"/>tor sofort ablehnend beschied, ist, glaube ich, jetzt sehr froh, daß es<lb/>
für ihn und daher unter meiner Ära dieses Problem nicht mehr gibt.<lb/>
Die Antwort an den Rechnungshof müßte deshalb auf diese Tatsache be<lb break="no"/>sonders hinweisen, um zu zeigen, daß es sich hier um eine vom Rechnungs<lb break="no"/>hof kritisierte Praxis<add>[handelt, die]</add> der Vergangenheit angehört.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Antwort an den RH-Bericht muß man sich<lb/>
genau überlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_11">Die Fa. Agip Österreich hat, wie der Generaldirektor, sein Stellver<lb break="no"/>treter und der Buchhalter mir erörterten, trotz Umstellung in der<lb/>
Ölverarbeitung der ÖMV zu keiner Verbesserung der finanziellen<lb/>
Situation geführt. Ab März wurde die Verarbeitung bei der ÖMV von<lb/>
Agip zurückgenommen. Die Versorgung ihrer Tankstellen ist durch Im<lb break="no"/>port von italienischen Benzin erfolgt. Jetzt überlegt Agip, ob sie<lb/>
nicht einzelne Tankstellen stillegt, die unrentabel arbeiten, wo<lb break="no"/>durch nach ihrer Meinung allerdings Versorgungsstörungen eintreten<lb/>
könnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_12">Auf meine inquisitorische Frage, ob tatsächlich, wie Shell behauptet,<lb/>
die ital. Regierung jetzt Exportkontingente restriktiv handhabt,<lb/>
antwortete Agip, das gilt nicht für ihre Firma. Die ital. Exportbe<lb break="no"/>willigungen, die immer nur für ein Monat gelten, wurden bis jetzt<lb/>
anstandslos ausgestellt und auch von Agip-Italien geliefert. Bei<lb/>
anderen Firmen kann es möglicherweise anders sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte die Shell, die dies behauptet, sofort<lb/>
mit der Aussage Agip konfrontieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_14">Agip-Österreich wußte von ihrer Mutterfirma Kohleexportplänen. Präs.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133287">Jakobini</rs> war auch bei Agip-Österreich. Die Aufteilung für die ital.<lb/>
Kohlenexportorganisation, wo die Agip 49 %, ursprünglich 50 %, haben<lb/>
sollte, erklärt sich daraus, daß 2 % jetzt auch der Hafen Triest be<lb break="no"/>kommen soll. Auf alle Fälle bleibt es bei den 35 % Anteil der aus<lb break="no"/>ländischen Importfirmen oder Organisationen. Dies Ganze ist nicht<lb/>
in einem Organisationsgesetz von der ital. Regierung respektive<lb/>
Parlament beschlossen, sondern, wie ich jetzt im Detail erfuhr, im<lb/>
Energieplan. Dieser ist noch immer nicht heraußen. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__130458">de Vito</rs><lb/>
wird aber sofort nach dem Erscheinen sofort eine entsprechende In<lb break="no"/>formation geben. Nach Meinung von <rs type="person" ref="#per__130458">de Vito</rs> ist der Flaschenhals derzeit<lb/>
nicht bei dem ausbaumöglichen Triester Hafen zu suchen, sondern bei<lb/>
der eingleisigen Strecke von Carnia zur Grenze. Trotzdem ist er<lb/>
überzeugt, könnten die ital. Bahnen die ersten Phasen der Kohlenlie<lb break="no"/>ferung von Triest nach Österreich ohne weiteres bewältigen. Zur Zeit<lb/>
der noch nicht bestehenden Adria-Wien-Pipeline wurden auch zwei Mio.<lb/>
Öl über diese Strecke befördert. 17 Züge pro Tag können ohne weiteres<lb/>
entsprechend der Logistik transportiert werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Energiesektion soll sich bei der ÖBB<lb/>
erkundigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_16">Auf Wunsch des Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__113372">Wallner</rs> von der Österr. <choice><choice><sic>Spielcasino</sic><corr>Spielbanken</corr></choice></choice> AG, habe<lb/>
ich mit dem tschech. Botschafter <rs type="person" ref="#per__122209">Kadnar</rs> und HR <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> über die Mög<lb break="no"/>lichkeiten eines joint venture zwischen der Österr. Spielcasino AG<lb/>
und einer tschech. Stelle, wahrscheinlich Cedoc<add>[?]</add>, die Fremdenverkehrs<lb break="no"/>organisation, zur Errichtung einer Spielbank in Prag gesprochen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113372">Wallner</rs> hatte mit dem Präs. der Cedoc, <rs type="person" ref="#per__133293">Pleskot</rs>, Vorgespräche geführt,<lb/>
dieser hatte ihm empfohlen, der Handelsminister sollte mit den<lb/>
offiziellen tschech. Stellen, eben der Botschaft und dem Handelsdele<lb break="no"/>gierten diesbezügliche Gespräche beginnen. Dazu war ich selbstver<lb break="no"/>ständlich bereit. Die tschech. Seite<add>[zeigt?]</add> sich an dem Projekt interessiert<lb/>
und wird sofort eine entsprechende Meldung nach Prag geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_17">Bei dieser Gelegenheit teilte mir <rs type="person" ref="#per__122209">Kadnar</rs> mit, daß zum Staatsbesuch<lb/>
von 5.-8. Okt. der neue tschech. Außenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__133292">Urban</rs> den Präsi<lb break="no"/>denten begleiten wird. Dadurch habe ich entsprechende Gesprächsmög<lb break="no"/>lichkeiten. Ich habe sofort angekündigt, daß ich das Spielkasino<lb break="no"/>problem bilateral mit <rs type="person" ref="#per__133292">Urban</rs> dann im kleinen Kreis und nicht direkt<lb/>
beim Staatsgespräch zur Sprache bringen werde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_18">Botschafter <rs type="person" ref="#per__122209">Kadnar</rs> wollte von mir wissen, ob ich schon anders ent<lb break="no"/>schieden hätte, welcher Betrieb bei diesem Staatsbesuch besucht<lb/>
werden soll. Der Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__133291">Weihs</rs> von der Präsidentschaftskanzlei<lb/>
hatte ihm erklärt, da würde noch der Handelsminister gefragt. Wenn<lb/>
von mir kein anderer Vorschlag kommt, dann würde die übliche Route<lb/>
Mauthausen, Voest-Alpine, Salzburg abgewickelt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit Bundespräs. verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_20">Am Ende des Gesprächs stellte ich fest, daß weder Botschafter <rs type="person" ref="#per__122209">Kadnar</rs><lb/>
noch HR <rs type="person" ref="#per__114725">Chrust</rs> jemals in einem Kasino waren und großes Interesse<lb/>
zeigten, als ich sie einlud. <rs type="person" ref="#per__122209">Kadnar</rs> geht jetzt auf Urlaub. Nach seiner<lb/>
Rückkehr habe ich mit <rs type="person" ref="#per__113372">Wallner</rs> vereinbart, werden wir mittags in Baden<lb/>
essen, ein bißchen Baden besichtigen und dann am späten Nachmittag<lb/>
das Kasino besichtigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Termin jetzt schon vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_22">Im Parlament wurde die Getreidepreis u. vor allem das Getreidesystem<lb/>
neuerdings verhandelt. Gestern haben wir in einem größeren Kreis be<lb break="no"/><pb n="60-0836" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band60/60_1981-07-02_0836.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>gonnen, zweckmäßigerweise hat man dann gesagt, es soll ein kleinerer<lb/>
Kreis weiterverhandeln. Dieser war aber meiner Meinung nach aber auch<lb/>
noch viel zu groß. Heute erschienen dann fast doppelt so viele Teil<lb break="no"/>nehmer. Ich erklärte dort rundweg, jetzt müßte man im kleinsten Kreis<lb/>
sich auf ein System einigen und schlug sehr konkret vor, die Preis<lb break="no"/>behörde würde den Getreideerzeugerpreis um 10 Groschen nach der maxi<lb break="no"/>mal günstigsten Variante beschließen. Wenn 8 Groschen Erhöhung des<lb/>
Verwertungsbeitrages der Ackerbauminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> verlangt, dann sollten<lb/>
diese zwischen den Bauern und der AK geteilt werden. Die anderen<lb/>
Probleme wie Abbau der Einlagerungsaktionen für Qualitätsweizen, aber<lb/>
auch Futtergetreide, Erhöhung der Hochzinskosten durch den Finanz<lb break="no"/>minister, letzten Endes aber auch die maximal zu akzeptierende Mehl-<lb/>
u. Brotpreiserhöhung<add>[sollten]</add> im wirklich kleinsten Kreis besprochen werden,<lb/>
damit Anfang nächster Woche endgültig dann durchgerechnet und abge<lb break="no"/>schlossen werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band60_1981-07-02_23">Interessant, wenn man die in der illegalen Zeit vor 38 und insbesondere<lb/>
noch in der Nazi-Zeit bestehende Jugendgruppe oder zumindestens die<lb/>
Teilnehmer daraus wieder trifft. Wenn man Leute jahrelang oder jahr<lb break="no"/>zehntelang nicht gesehen hat, sieht man erst, wie man älter geworden<lb/>
ist. Das Zusammentreffen war wirklich für mich sehr interessant. Da<lb/>
ich Probleme, die ich sozusagen von meiner jetzigen Position aus ganz<lb/>
anders betrachte, wenn ich so sagen darf, von unten ganz anders wieder<lb/>
aussehen. Die meisten sind schon wieder in der Pension und bringen<lb/>
meiner Tätigkeit eine ungeheure Hochachtung entgegen. Sicher spielt<lb/>
da auch mit, daß sie vielleicht auch ein wenig stolz sind, daß aus<lb/>
ihren Reihen immerhin ein Minister hervorgegangen ist. Auf diese<lb/>
Jugendfreunde könnte ich mich wirklich in jeder Beziehung verlassen.<lb/>
Mein Gag ist nur immer, daß ich sage, mich wundert nur, daß die anderen<lb/>
alle sind und schon in Pension gehen, nur ich werde nicht älter. Wenn<lb/>
man in einen Arbeitstrott eingespannt ist, hat man auch kaum Möglich<lb break="no"/>keit und Zeit über diese Arbeit und das Altwerden oder gar die Pen<lb break="no"/>sionierung nachzudenken.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 2.7.1981</head>
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               <persName type="label">Fellner, Hanns</persName>
               <persName><surname>Fellner</surname><forename>Hanns</forename></persName>
               <occupation>Branchenreferent HM</occupation>
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               <persName type="label">Martin, A</persName>
               <persName><surname>Martin</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Sekr. Büro Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Haiden, Günter</persName>
               <persName><surname>Haiden</surname><forename>Günter</forename></persName>
               <occupation>Dir. Bundesforste, später Sts., dann LWM</occupation>
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               <persName type="label">Wallner, Leo</persName>
               <persName><surname>Wallner</surname><forename>Leo</forename></persName>
               <occupation>GD Casinos Austria</occupation>
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               <persName type="label">Urban, Bohumil</persName>
               <persName><surname>Urban</surname><forename>Bohumil</forename></persName>
               <occupation>CSSR-Außenhandelsmin.</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Fischer, Robert</persName>
               <persName><surname>Fischer</surname><forename>Robert</forename></persName>
               <occupation>erst Sekr. Pittermann, dann Klubsekr. [1971 im Klub Mitarb. von Heinz
                  Fischer?]</occupation>
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               <persName type="label">Kadnár, Milan</persName>
               <persName><surname>Kadnár</surname><forename>Milan</forename></persName>
               <occupation>Botschafter CSSR</occupation>
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               <persName type="label">Dietrich, Armin</persName>
               <persName><surname>Dietrich</surname><forename>Armin</forename></persName>
               <occupation>Präs. RA-Kammer Ktn.</occupation>
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               <persName type="label">Frühbauer, Erwin</persName>
               <persName><surname>Frühbauer</surname><forename>Erwin</forename></persName>
               <occupation>Verkehrsminister, LH-Stv. Ktn.</occupation>
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               <persName type="label">Plescot, A</persName>
               <persName><surname>Plescot</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Präs. CSSR-FV-Org. Cedoc (?); vmtl. Falschschreibung</occupation>
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               <persName type="label">Fremuth, Walter</persName>
               <persName><surname>Fremuth</surname><forename>Walter</forename></persName>
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               <persName type="label">Vito Piscicelli, Maurizio de</persName>
               <persName><surname>Vito Piscicelli</surname><forename>Maurizio
                  de</forename></persName>
               <occupation>GD Agip</occupation>
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