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            <title type="main">Donnerstag, der 21. Mai 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band59_1981-05-21</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_01">Donnerstag, 21. Mai 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_02">Die Quartierbeschaffung für die irakische Delegation, insbesondere auch<lb/>
der Wunsch des Ölministers <rs type="person" ref="#per__126956">Karim</rs> auf die Jagd zu gehen, ist komplizierter<lb/>
als erwartet. Kurzfristige Quartierbestellungen für eine größere Anzahl,<lb/>
die Iraker beabsichtigen angeblich mit 20 Personen zu kommen, sind fast<lb/>
unmöglich. Da das Jagdrevier in der Nähe des Sommersitzes von Bundes<lb break="no"/>präsident <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> ist, kam jemand auf die Idee bei ihm anzufragen,<lb/>
ob wir nicht dort wohnen könnten. Zu meiner größten Überraschung hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> dem zugestimmt, obwohl er die Räume, die er ständig be<lb break="no"/>wohnt, räumen muß. Ein solches Entgegenkommen zeigt also, daß er mir<lb/>
mehr als freundschaftlich verbunden ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_03">Die Sektionsleitersitzung fand ohne den leider verstorbenen Sekt.Chef<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs>, dafür aber bereits mit dem mit der provisorischen Leitung be<lb break="no"/>trauten Bautenminister-Sektionschef <rs type="person" ref="#per__131809">Bujatti</rs> statt. Selbstverständlich<lb/>
mußte die Punkte, die sonst immer <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs> referierte, Dr. <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> vortragen.<lb/>
Die Dienstreisen im Inland wurden nur vom Präsidium, d.h. also auch den<lb/>
Büros und von der Sekt. V überschritten. Bei der V-Sektion wird jetzt<lb/>
aber die Regelung, daß insbesondere Dr. <rs type="person" ref="#per__114528">König</rs>, aber auch sein Stellver<lb break="no"/>treter <rs type="person" ref="#per__97502">Habel</rs> mit ihren eigenen PKW reisen, abgestellen, sodaß alle Sektionen<lb/>
dann in dem Tangentenanteil liegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_04">Bei den Auslandsdienstreisen gibt es eine fast 40%-ige Überschreitung,<lb/>
dies ist allerdings auf eine Übersiedlung bei unseren Genf-Vertretungen<lb/>
zurückzuführen, die auch in diesem Konto abgerechnet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_05">Die Überstunden mit 33 % Tangente sind wieder nur bei den Zentralstellen<lb/>
um 40 %, beim Patentamt um 36 % überschritten. Hier wird es auch not<lb break="no"/>wendig sein, Überstundenpauschalen, die nicht auf Überstunden begründet<lb/>
sind, zu reduzieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_06">ANMERKUNG FÜR STS. <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Hier müssen wir gemeinsam auch<lb/>
in den Büros erste Schritte setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_07">Die Repräsentationsspesen sind mit 110.000 S Tangente nur mit 53.000, also<lb/>
nicht einmal die Hälfte ausgenützt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte zeitgerecht über zweckmäßige Ausgaben be<lb break="no"/>raten.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_09">Die Statistische Koordination soll jetzt durch eine Besprechung des<lb/>
Gesandten <rs type="person" ref="#per__107953">Buchauer</rs>, Grundsatzabteilung, mit den in jeder Sektion zu<lb break="no"/>ständigen Statistikern verbessert werden. Das Ministerium hätte auch<lb/>
Möglichkeit, von der EDV im Statistischen Zentralamt Gebrauch zu machen.<lb/>
Bis jetzt hat es allerdings noch keine zweckmäßigen Vorschläge gegeben.<lb/>
Ich bin überzeugt davon, daß in vielen Ministerien und Dienststellen<lb/>
EDV-Arbeit gemacht wird, weil man eben entsprechende freie Kapazitäten<lb/>
hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107953">BUCHAUER</rs> Besprechen wir zuerst eine zweckmäßige Auswer<lb break="no"/>tung der Statistik.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_11">Im Personal müssen wir laut Beschluß der Regierung tausend Dienstposten<lb/>
im nächsten Jahr einzusparen, drei im Handelsministerium streichen. Das<lb/>
Patentamt wehrt sich dagegen, daß es davon einen übernehmen mußte.<lb/>
Als nämlich das Handelsministerium drei Totilsposten<add>[?]</add> dazubekommen hat,<lb/>
weil die Zentralbuchhaltung im Finanzministerium respektive Rechenzentrum<lb/>
aufgelöst wurde, hat man dem Patentamt von diesen drei keinen Dienst<lb break="no"/>posten gegeben, weil zu klein ist. Jetzt aber hat man ihm einen genommen,<lb/>
als es darum ging drei einzusparen. Hier liegt, glaube ich, wirklich eine<lb/>
ungleiche Behandlung vor. Da das Patentamt, Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs>, aber diese Lösung<lb/>
bereits akzeptiert hat, müssen wir nun in Zukunft gerechter vorgehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte darauf achten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_13">Die Koordination der einzelnen Sektionen und der verschiedensten Ab<lb break="no"/>teilungen ist mangelhaft. Vor allem kommt es immer wieder bei den<lb/>
Präsidialabteilungen, insbesondere Budget, zu differenzierten Auffassungen.<lb/>
Derzeit wird von der Bürges nicht der gesamte budgetär vorgesehene Be<lb break="no"/>trag benötigt. Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> glaubt, daß er dadurch maximal in den<lb/>
ersten Monaten 8 Mio. S im Jahr ersparen könnte. <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> spricht von<lb/>
22 Mio. S. Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> hat für die Fernwärme zwei Jahresbudgets,<lb/>
20 Mio. S zur Verfügung. <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> spricht von 42 Mio. Wenn diese Ziffern<lb/>
letzten Endes vielleicht durch Umschichtung am Jahresende teilweise er<lb break="no"/>füllt werden können, ist es vollkommen unzweckmäßig jetzt schon von so<lb/>
großen Budgetsubventionen an die Bürges oder an Fernwärmeunternehmungen zu<lb/>
reden, geschweige denn das Geld auszugeben. Wenn sich nämlich die An<lb break="no"/>tragssituation ändert, würden wir dann allein aus diesem Grund in große<lb/>
Budgetschwierigkeiten geraten. Insbesondere aber ist bei der Bürges die<lb/>
<pb n="59-0654" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-21_0654.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Vorbelastung gigantisch, weshalb auch hier noch einmal festgestellt<lb/>
wird, es wäre zweckmäßig auf Prämien umzusteigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_14">Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> berichtet von einer Aussprache mit Sts. <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> in Berlin.<lb/>
Dieser hat mich wissen lassen, daß die großen Abschlüsse, die jetzt mit<lb/>
Japan getätigt werden, in der Vergangenheit ware auch Frankreich be<lb break="no"/>sonders mäßig in Berlin tätig, keine wie immer gearteten Einfluß auf die<lb/>
DDR-Politik, Österreich zu bevorzugen, haben wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_15">Das Grenzabkommen mit dem Burgenland und Westungarn sollte nach Meinung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108322">Meisls</rs> so weit geklärt werden, daß vielleicht schon beim <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-Besuch<lb/>
bei <rs type="person" ref="#per__131810">Losonsci</rs> am 23.6. entsprechende grundsätzliche Stellungnahmen<lb/>
und Formulierungen zu erkennen sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte äußerst vorgehen wegen Präjudiz mit<lb/>
Jugoslawien.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_17">Die Maßnahmen gegen Italien wegen der Zollämterreduktion bringen die<lb/>
österr. Firmen in große Schwierigkeiten. Einzelne von ihnen erklären,<lb/>
sie müßten, wenn sie die Waren aus Italien nicht zeitgerecht vom Zoll<lb/>
ausgeliefert bekommen, Arbeitskräfte kündigen. Einzelunternehmer wieder<lb/>
erklären, daß sie bankrott gehen, wenn sie für die Ware, die sie ja sofort<lb/>
weiterverkaufen wollten und Kredite dafür aufgenommen haben, Wechsel unter<lb break="no"/>schrieben, längere Zeit die Waren bei österr. Zollämtern liegen bleiben.<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs> ist, wie mir Dr. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> mitteilt, wesentlich flexibler als Sekt.<lb/>
Chef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>. Ich habe aus dieser Situation die Erkenntnis gewonnen, daß man<lb/>
bei allen Maßnahmen viel vorsichtiger, umsichtiger vorgehen muß, als ich<lb/>
dies leider in der Vergangenheit getan habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte in Hinkunft solche Aktionen nur im Einver<lb break="no"/>nehmen mit der HK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_19">Bezüglich der Kontingentierung von Videorekordern teilt <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> mit, daß<lb/>
die Japaner eigentlich eine verständnisvollere Haltung zeigen als die<lb/>
Amerikaner und die Schweizer. Da die letzten beiden aber davon nicht<lb/>
betroffen sind, stört mich dies wenig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_20">Die Grundsatzabteilung hat jetzt die Wirtschaftsprogramme der einzelnen<lb/>
Parteien verglichen. Dringend notwendig wäre, die vom Gewerkschaftsbund,<lb/>
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endlich zusammenzufassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107953">BUCHAUER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Vielleicht könnte eine Arbeitsgruppe<lb/>
hier weiterhelfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_22">Bezüglich der Differenzierung des Inlandsgaspreises, ÖMV mit dem NÖ-<lb/>
Gebiet um fünf Groschen mehr als die RAG in OÖ und für das kleine Gebiet<lb/>
auch, das die ÖMV dort betreibt, um fünf Groschen also weniger, wurde vom<lb/>
Ministerium ein Gutachten von Prof. <rs type="person" ref="#per__123207">Schmidt</rs>, Montanistische Universität<lb/>
Leoben, angefordert. Dieses Gutachten beweist jetzt nur eines, daß eine<lb/>
solche Differenzierung nicht berechtigt ist. Ich erklärte sofort, das ist<lb/>
das erste Mal, daß ich höre, daß ein Gutachter entgegen der Auffassung des<lb/>
Auftraggebers ein solches Gutachten vorlegt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wie kam es zu der Bestellung dieses<lb/>
Gutachters im einzelnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_24">Die Förderungsrichtlinienänderungsgespräche mit dem Ziel, Prämien einzu<lb break="no"/>führen, haben bis jetzt noch zu keinem endgültigen Ergebnis geführt,<lb/>
dafür aber zum Wunsch der Gastronomie lebende Musik durch Subventionen,<lb/>
auch des Handelsministeriums zu fördern. Hier erklärte ich sofort, da<lb/>
sei ich nicht objektiv. Mein Sohn ist zwar kein davon lebender Berufs<lb break="no"/>musiker, doch glaube ich die Schwierigkeiten in dieser Branche ein biß<lb break="no"/>chen zu kennen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Vielleicht kann man unserer Budgetlage<lb/>
in Zukunft angepaßt eine kleine, wenn auch andere Lösung als <rs type="person" ref="#per__115688">Feichtenberger</rs><lb/>
wünscht, vorsehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_26">Die Erledigung von §-6-Zollbegünstigungen, welche bis jetzt die Sekt. II,<lb/>
Außenhandel, administrativ durchgeführt hat, soll jetzt die Industriesektion<lb/>
abwickeln. Dagegen hätte ich gar nichts einzuwenden, wenn man mir nicht<lb/>
gleichzeitig andeutet, es würde Schwierigkeiten geben, die Kanzleiabferti<lb break="no"/>gung dann so schnell durchzuführen als bisher. Gegen eine solche Vorgangs<lb break="no"/>weise habe ich mich ganz entschieden ausgesprochen. Wenn es zu einer Ver<lb break="no"/>einfachung innerhalb des Ministeriums kommt, ist dies sehr zu begrüßen.<lb/>
Daß aber dann womöglich die Ansuchenden länger warten müssen, werde ich<lb/>
unter gar keinen Umständen akzeptieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte darauf ganz besonders achten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_28">Bei dem Fortbildungskurs für junge Mitarbeiter, der am 16. u. 17. Juni<lb/>
wieder stattfindet, wird beschlossen, daß alle Sektionsleiter und, soweit<lb/>
es meine Zeit erlaubt, auch ich auf alle Fälle mit den Leuten ein Round<lb break="no"/>table-Gespräch führen. Die Absicht ist, daß diese jungen Mitarbeiter er<lb break="no"/>kennen sollten, wie die Zusammenarbeit an der Spitze einigermaßen funkio<lb break="no"/>niert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_30">Bei den Ordensauszeichnungen für Ausländer kommt es immer wieder vor, daß<lb/>
wegen der Ordensgrade, die die Betreffenden bekommen sollen, große<lb/>
Differenzen sind. So unter anderen würde die Zahl der Beschäftigung als<lb/>
Kriterium herangezogen, dies ist für gewisse besonders Auszeichnungswürdige,<lb/>
die sich um die Zulieferung österr. Autobestandteile sehr verdient gemacht<lb/>
haben, unzulänglich.<lb/>
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ich diese auf alle Fälle aus der Welt schaffe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_32">Die Sekt. IV wird jetzt einen Entwurf über ein Pfandgesetz für alle Ge<lb break="no"/>binde, also nicht nur Glas, sondern auch Kunststoff und Blech, ausarbeiten.<lb/>
Die Sekt. III hat aber über Einweggebinde schon diesbezügliche Überlegungen<lb/>
angestellt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Hier müßte besser koordiniert werden.<add>bereits geschehen</add><lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_34">Da über die Gütezeichen, ARGE-Qualitätsarbeit, "Made in Austria", Normungs<lb break="no"/>institut, wir zwar wissen, daß es verschiedenste Institutionen gibt, die<lb/>
sich damit beschäftigen, aber nicht wissen, wer und wie diese Gütezeichen<lb/>
vergeben werden, wird das Bautenministerium ersucht, das letzten Endes<lb/>
dafür zuständig ist, eine Grundsatzerhebung und Arbeit zu veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_35">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte mit Sekr. <rs type="person" ref="#per__117111">Schuberth</rs> darüber vorher sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_36">Sekt.<add>[-Chef]</add> <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> berichtet, daß der Energiebericht jetzt im Sommer bereits<lb/>
in die Begutachtung gehen wird, auch dann, wenn das Ausbauprogramm der<lb/>
Elektrizitätswirtschaft noch nicht endgültig beschlossen ist. Ich halte<lb/>
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bis alle Detailunterlagen vorgelegen sind und dann konnte man mit<lb/>
Ach und Krach 14 Tage Begutachtung den Interessensvertretungen und allen<lb/>
beteiligten Stellen einräumen. Den Weg, lieber den unvollständigen Ent<lb break="no"/>wurf in die Begutachtung zu schicken, dafür eine längere Begutachtungs<lb break="no"/>frist, während dieser dann noch die vorliegenden endgültigen Ziffern zu<lb/>
ergänzen, halte ich für richtig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_37">Die Energiespararbeitsgruppe, interministerielle Kommission, soll jetzt<lb/>
endgültig im Juni unter Vorsitz von <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> zusammentreten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_38">MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> hat sich bitter beschwert, daß im Vorprüfungsverfahren bei<lb/>
den Russengaspreisverhandlungen zwei Groschen von der ÖMV irrtümlich,<lb/>
aber fälschlich um zwei Groschen höher festgesetzt wurden. Dr. <rs type="person" ref="#per__112977">Neuhold</rs><lb/>
von der Energiesektion hat hier die Unterlagen nicht entsprechend ge<lb break="no"/>prüft. Da ein Groschen 20 Mio. S beträgt, hat sich MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> darüber sehr<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_39">Im Staatsdruckereigesetz wird jetzt vorgesehen, daß im Wirtschaftsrat<lb/>
auch ein Handelsministervertreter entsendet werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_40">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Vorsichtigst recherchieren und überlegen, wer dafür<lb/>
in Frage kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_41">Die österr.-sowjetische Arbeitsgruppe für Patente und Lizenzen wird ihre<lb/>
10. Sitzung in Wien abhalten. Das Patentamt ersucht, daß es dafür einen<lb/>
Empfang geben kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_42">Das Europäische Patentamt wird jetzt die Dokumentation der Öffentlichkeit<lb/>
zur Verfügung stellen. Dadurch wird die Inpadoc größte Schwierigkeiten<lb/>
haben. Angeblich ist das Europäische Patentamt bereit, Inpadoc zu über<lb break="no"/>nehmen. Dadurch würde sich der österr. Staat die 8 Mio. S Subvention pro<lb/>
Jahr ersparen. Dir. <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs>, der ja in der Vergangenheit immer erklärt<lb/>
hat, als die Inpadoc gegründet wurde, diese wird zumindestens kostendeckend,<lb/>
ja sogar mit Gewinn arbeiten, wird oder würde mit der Überstellung sicher<lb break="no"/>lich nicht erfreut sein. Auch gibt es angeblich Verträge mit WIPO in Genf,<lb/>
die einer solchen Überstellung zustimmen müßte. Bedenken gibt es, ob die<lb/>
Sowjetunion nicht eine anti-neutrale Haltung darin erblicken könnte.<lb/>
Für mich ist aber nur entscheidend, daß auf die Dauer der Finanzminister<lb/>
<pb n="59-0658" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-21_0658.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>diese unerwarteten Defizite in Hinkunft wird nicht übernehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_43">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte recherchieren, was das Büro<lb/>
des Finanzministers dazu sagt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_44">Die Patentanwaltskammer hat gegen die Gebührenerhöhung des Patentamtes<lb/>
demonstriert, solange nicht das Europäische Patentamt ebenfalls eine<lb/>
Gebührenerhöhung vornimmt. Diese soll nun mit 1. November, 15 % beabsichtigt<lb/>
sein. Damit könnte auch das österr.Patentamt seine Gebühren nachziehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_45">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte recherchieren, ob dies auch tatsächlich<lb/>
stimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_46">Die beiden Fraktionssprecher und Personalvertreter der Sozialisten, im<lb/>
Handelsministerium Gen. <rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs>, im Bautenministerium Gen. <rs type="person" ref="#per__117111">Schuberth</rs>, teilten<lb/>
mir mit, daß jetzt in der Bundessektion Wirtschaftsverwaltung, Vorsitzender<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs>, mit 7:11 natürlich in der Minderheit sind, aber entsprechende<lb/>
Einflußmöglichkeiten trotzdem haben. <rs type="person" ref="#per__117111">Schuberth</rs> wird jetzt die reine<lb/>
Fraktionsarbeit machen. Bezüglich der Personalvereinbarungen mit der ÖVP,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs>, und Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs>, Bestellung der drei Abteilungsleiter <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__131812">Artner</rs> und <rs type="person" ref="#per__131813">Korschitz</rs>, stelle ich fest, daß, obwohl es keinerlei schrift<lb break="no"/>liche Aufzeichnungen gibt, es trotzdem bei der Vereinbarung bleibt. Wichtig<lb/>
erscheint mir nur, daß auch gleichzeitig jetzt bestätigt wird, daß Dr. <rs type="person" ref="#per__116120">Hille</rs><lb/>
die entsprechende Abteilung im Sommer ebenfalls zugesprochen erhält.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_47">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte auch diese Vereinbarung entsprechend absichern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_48">Die Forderung der Personalvertretung, daß jetzt die A-Beamten der nach<lb break="no"/>geordneten Dienststellen den Zentralsstellen gleichgestellt werden müßte,<lb/>
kann nur von Sts. <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> mit den einzelnen Gruppen verhandelt werden.<lb/>
Die sozialistische Fraktion hat immer erklärt, dies müsse man im Zuge<lb/>
der fortzuführenden Besoldungsreform erledigt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_49">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte diese Sprachregelung überall anwenden.<lb/>
Die Fernsehfirma Grundig hat für ihre neue große Betriebsserie der 18-<lb/>
Zoll-Geräte neue automatische Bestückungen aufgestellt. Wo früher Frauen<lb/>
die einzelnen Bauelemente zusammensetzten, wird dies jetzt durch eine<lb/>
Maschine erledigt. Der technische Fortschritt in dieser Produktion ist<lb/>
<pb n="59-0659" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-21_0659.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>rasant. Der Grund, warum mich aber Grundig eingeladen hat und sogar ein<lb/>
deutschen Vorstandsdirektor nach Wien gekommen war, ist, daß sie eine<lb/>
Erhöhung der 120.000 Stück Farbfernsehröhren Zollfreiimporte aus Japan<lb/>
um 60.000 Stück benötigt. Die Fernsehproduktion würde von 200.000 auf<lb/>
über 400.000 erhöht. Ich versprach, diesen Wunsch mit Philips entsprechend<lb/>
zu akkordieren, wie ich dies auch anerkannterweise in der Vergangenheit<lb/>
zur Zufriedenheit von Grundig gemacht habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_50">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__126858">SCHWOIGER</rs>: Bitte Termin mit GD <rs type="person" ref="#per__126973">Lap</rs>, Philips, und seinen<lb/>
dafür zuständigen Vorstandsdirektoren vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_51">Bei der Besichtigung der Lehrwerkstätten von Grundig wurde mir mitgeteilt,<lb/>
daß jetzt, wenn die Berufsschule auf zwei Tage ausgedehnt werden soll, das<lb/>
sehr umfangreiche und wesentlich bessere Ausbildungsprogramm der Grundig<lb break="no"/>Lehrlinge nicht mehr durchgeführt werden kann. Die Lehrlinge in der Lehr<lb break="no"/>werkstätte haben halben Tag theoretischen Unterricht und einen halben Tag<lb/>
praktischen. Man hat mir den Lehrstoff gezeigt und demonstriert und ich<lb/>
muß zugeben, daß es für die Lehrlinge bei Grundig schlechter wäre, einen<lb/>
zweiten Tag in der Berufsschule zuzubringen, als diesen Ausbildungstag<lb/>
bei Grundig zu verlieren. Der Ausbildungsleiter meint deshalb, man müsse<lb/>
wahrscheinlich eine Trennung zwischen der Ausbildung in der Industrie und der<lb/>
Ausbildung im Gewerbe vornehmen. In kleinen Gewerbebetrieben mag es<lb/>
zweckmäßig sein, einen zweiten Berufsschultag einzuführen und dem Lehrling<lb/>
entsprechende Kenntnisse zu vermitteln. In der Industrie bedeutet dies,<lb/>
daß die Ausbildungsprogramme darunter ungeheuer leiden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_52">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte diesen Gesichtspunkt unter<lb break="no"/>suchen lassen und mit mir besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_53">Die ADEG hat in Spittal a.d. Drau ein Lagerhaus mit 98 Beschäftigten und<lb/>
beliefert 100 Kaufleute mit 420 Mio. S Umsatz. Die Betriebsanlage wurde<lb/>
wegen Lärmbelästigung und Gesundheitsgefährdung von zwei amtsärztlichen<lb/>
Sachverständigen-Gutachten auf Beschwerde der Anrainer beanstandet. Der<lb/>
Lärm ist unzulänglich abgeschirmt und die Gesundheitsgefährdung ergibt<lb/>
sich, daß 8 Meter gegenüber der Einfahrt bereits ein Wohnhaus steht und<lb/>
die Diesel-LKW-Abgase eine solche Gefährdung ergeben. Der Besitzer des<lb/>
Wohnhauses wollte 4,5 Mio. S, 1,9 Mio. S wäre ADEG bereit gewesen zu zahlen.<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__131814">Schedl</rs> empfahl ein Gegengutachten vorzulegen, damit dieses Verfahren<lb/>
nicht bereits jetzt mit einem negativen Bescheid für die Fa. abgeschlossen<lb/>
werden muß. Die beiden ADEG-Vorstände Dr. <rs type="person" ref="#per__114723">Höllerl</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__131815">Thalhammer</rs> erklär<lb break="no"/><pb n="59-0660" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-21_0660.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ten nämlich, daß sie bereit sind, das Lager zu räumen, ein neues für<lb/>
Frischgemüse bereits gebaut wurde und sie mit dem Ganzen spätestens<lb/>
bis 1985 übersiedeln können. Früher geht es aus technischen und finan<lb break="no"/>ziellen Gründen nicht. Ich bin fest davon überzeugt, wenn die Anrainer<lb/>
wissen, daß 1985 tatsächlich die ADEG ausgesiedelt ist, könnte dieser<lb/>
Streit friedlich beigelegt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_54">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Frage ist, soll ich mich mit den<lb/>
Anrainern in Verbindung setzen?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_55">Die Vertreter des Bankenapparates, <rs type="person" ref="#per__133083">Wychera</rs> – Volksbank, <rs type="person" ref="#per__131818">Ludwig</rs> – Girozen<lb break="no"/>trale, <rs type="person" ref="#per__131819">Haider</rs> – Zentralsparkasse, wollten von mir unbedingt eine Zu<lb break="no"/>stimmung, daß die Höchstzinssätze für gefährdete Bürges-Kredite herauf<lb break="no"/>gesetzt werden. Die jetzige Regelung mit 3/4 über die Bundesanleihe ist<lb/>
für sie unzulänglich. Mit 10,5 % können sie, wie sie dezidiert erklärten,<lb/>
keinen Kredit gewähren. Ihr Vorschlag lautet daher, von der Primärrate, das<lb/>
wären jetzt 13 %, 1/4 % abzusenken. Ich habe ihnen sofort vorgeworfen,<lb/>
daß sie ja 3 % Bearbeitungsgebühren und sonstige Belastungen der Kredit<lb break="no"/>nehmer, die eigentlich gar nicht erlaubt sind, vornehmen. Außerdem hat<lb/>
ja meistens jeder Kunde von ihnen entsprechende andere Kredite, die sie<lb/>
zu höheren Zinssätzen versuchen zu geben. Ihr Argument, daß sie jetzt<lb/>
mit dem Finanzminister verhandeln, weil dieser auch bereit ist, der<lb/>
Hochzinstatsache Rechnung tragend, mehr zu bezahlen, konnte und wollte<lb/>
ich nicht akzeptieren. Der Unterschied, erklärte ich, besteht darin, daß<lb/>
das Finanzministerium Geld braucht, die Bürges aber Geld gibt. Mein Vor<lb break="no"/>schlag geht überhaupt dahin, von den Zinsenzuschüssen wegzukommen und auf<lb/>
Prämien umzusteigen. Durch Prämien wird ja auch die zukünftige Vorbelastung<lb/>
abgeschafft. Die Gespräche endeten damit, daß sie froh waren, als sie er<lb break="no"/>fuhren, daß Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> bei mir diese Verhandlungen in eigenen<lb/>
Pouvoir führt und als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bürges nicht<lb/>
nur mein volles Vertrauen, sondern auch letzten Endes meine volle Zu<lb break="no"/>stimmung zu seiner Politik dort bekommen hat und bekommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_56">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Sie wollen mit dir weitere Gespräche führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_57">Die Plenarsitzung der Gemischten tschechisch-österr. Kommission, die erst<lb break="no"/>mals unter Ministers<add>[?]</add> zumindestens ihren Abschluß fand, konnte verhältnis<lb break="no"/>mäßig kurz sein. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, die Ziffern ab<lb break="no"/>zustimmen. 1980 haben wir bei 3 Mrd. Export 5,8 Mrd. importiert, waren also<lb/>
daher schwer passiv. In den ersten drei Monaten 1981 haben wir auch schon<lb/>
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die ja nicht das Bezieherland, sondern erfassen, wohin sie die einge<lb break="no"/>führten Waren bezahlen, sind wir aktiv. Dies zeigt, daß wir einen<lb/>
riesigen Transit in die Tschechoslowakei haben müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_58">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Es müßten bei allen Staatshandelsländern, insbe<lb break="no"/>sondere COMECON, diese Unterschiede Herkunftsland – Bezieherland ziffern<lb break="no"/>mäßig festgehalten werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_59">Selbstverständlich wurden die Projektlisten wieder übergeben. Außen<lb break="no"/>handelsminister <rs type="person" ref="#per__114726">Barcak</rs> beschwerte sich, daß Österreich von Maschinen<lb/>
und Anlagen nur 4,5 % bezieht. In der CSSR macht es 50 % aus. 60 % davon<lb/>
gehen in die sozialistischen Länder, 24 % in industrialisierte Länder, also<lb/>
auch Österreich, und 26 % in Entwicklungsländer. Wenn das große Projekt<lb/>
Paskov jetzt zur Durchführung gelangt, dann wird die Statistik gleich<lb/>
wesentlich größere Bezüge feststellen. In 7. Fünf-Jahres-Plan, der jetzt<lb/>
gerade zusammengestellt wird, kann Österreich nicht mit so großen Projekte<lb/>
wie Voest-Alpine – Litvinov, Andritzer – Paskov rechnen. Trotzdem gibt<lb/>
es größere Exportmöglichkeiten, nicht zuletzt auch durch Kooperation auf<lb/>
Drittländern, die gut laufen. Die tschechoslowakische Regierung hat das<lb/>
Prinzip keine Erhöhung der <choice><choice><sic>Verschulden</sic><corr>Verschuldung</corr></choice></choice> über das notwendige Niveau. Bei<lb/>
schlechten Ernten geht daher die Notwendigkeit von Landwirtschaftsimporten<lb/>
auf Kosten der Industrie.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-21_60">Beim Cocktail in der Residenz des tschechischen Botschafters traf ich<lb/>
dann auch HK-Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>. Dieser versicherte Minister <rs type="person" ref="#per__114726">Barcak</rs> und mir,<lb/>
daß die HK mit der Entwicklung absolut einverstanden ist und vor allem<lb/>
die gute Zusammenarbeit zwischen uns drei, wenn ich so sagen darf, von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> immer sehr begrüßt wird.<lb/>
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               <persName><surname>König</surname><forename>Herwig</forename></persName>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Fischer, C</persName>
               <persName><surname>Fischer</surname><forename>C</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM (Rochusplatz), ehem. Sekr. Bock, Mitterer</occupation>
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               <persName type="label">Thalhammer, Anton</persName>
               <persName><surname>Thalhammer</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>Dr., ADEG-Vorstand</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Löschnak, Franz</persName>
               <persName><surname>Löschnak</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Sts. BKA</occupation>
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               <persName type="label">Wychera, Robert</persName>
               <persName><surname>Wychera</surname><forename>Robert</forename></persName>
               <occupation>Volksbank</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Habel, Gustav</persName>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Schuberth, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Schuberth</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>Büro Bautenminister Moser</occupation>
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               <persName type="label">Müller, Gustav</persName>
               <persName><surname>Müller</surname><forename>Gustav</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM, Fraktion soz. Beamter im HM</occupation>
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               <persName type="label">Kirchschläger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Kirchschläger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Außenminister, Bundespräsident</occupation>
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               <persName type="label">Bujatti, Günther</persName>
               <persName><surname>Bujatti</surname><forename>Günther</forename></persName>
               <occupation>SC Handel, Bauten</occupation>
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               <persName type="label">Buchauer, Gerfried</persName>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Kurzel-Runtscheiner, Oswald</persName>
               <persName><surname>Kurzel-Runtscheiner</surname><forename>Oswald</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Peyerl, Fritz</persName>
               <persName><surname>Peyerl</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <persName type="label">Tschach, Josef</persName>
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               <occupation>Sekt.R HM</occupation>
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               <persName type="label">Neuhold, Peter</persName>
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               <occupation>Beamter Energiesektion HM</occupation>
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               <occupation>Dir. Adeg</occupation>
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               <persName type="label">Karim, Tayeh Abdul</persName>
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               <occupation>irak. Ölminister</occupation>
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               <occupation>CSSR-Außenhandelsminister</occupation>
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               <persName type="label">Schmidt, Erich</persName>
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               <occupation>Leiter vw. Abt. ÖGB, SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <occupation>MR</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Losonsci, Pal</persName>
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               <occupation>Staatspräsident Ungarn</occupation>
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