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            <title type="main">Dienstag, der 19. Mai 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_01">Dienstag, 19. Mai 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_02">Im Parlament wurde der Bericht des Untersuchungsausschusses über das<lb/>
AKH verhandelt. Jeder Abgeordnete bekam einen Viertelmeter hohen Stoß<lb/>
von Protokollen; daß diese niemand liest, ich würde sogar behaupten, kaum<lb/>
jemand lesen kann, ist selbstverständlich. Daß die Diskussion bis spät<lb/>
in die Nacht dauerte, die Auseinandersetzung sehr hart war, zum Schluß<lb/>
die ÖVP noch einen Mißtrauensantrag nur gegen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> einbrachte, war<lb/>
zuletzt für mich zumindestens überraschend. Der stellvertretende Klubob<lb break="no"/>mann, für den Wirtschaftsbund zuständig, <rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs>, hat sich allerdings als<lb/>
letzter Redner bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fast dafür entschuldigt. Die ÖVP findet keine<lb/>
einheitliche Linie in ihrem Kampf gegen die Regierung. Die radikalen<lb/>
Sprecher der ÖVP, <rs type="person" ref="#per__97641">Kohlmaier</rs>, <rs type="person" ref="#per__116692">Steinbauer</rs>, <rs type="person" ref="#per__111712">Bergmann</rs> heizen an, der Wirt<lb break="no"/>schaftsbund versucht dann noch zu retten, was noch zu retten ist, <rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs><lb/>
erklärte z.B., daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> als ehrenwerter Mann überhaupt gar nicht<lb/>
in Zweifel gezogen werden kann. Der Mißtrauensantrag sei nur eine so<lb break="no"/>zusagen eine politische Notwendigkeit. Überraschend für mich und wahr<lb break="no"/>scheinlich viele andere war, daß dann aber die FPÖ sich diesem Miß<lb break="no"/>trauensantrag anschloß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_03">Ein von keiner Regierung gesponsertes, drucktechnisch sehr gut gemachtes<lb/>
Magazin "Africa", von sechs Privaten finanziert, wünschte eine Aussprache<lb/>
über die österr.-afrikanischen Wirtschaftsbeziehungen. Daß sie in Englisch<lb/>
erfolgen mußte, war für mich unangenehm, vor allem konnte ich natürlich<lb/>
keinesfalls die detaillierten Aussagen, die ich sonst sicherlich in<lb/>
Deutsch gemacht hätte, erklären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_04">In der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, der eine Fragestunde<lb/>
vorher hatte, sich wegen der ÖVP-Methode, private Personen wie z.B.<lb/>
in seinem konkreten Fall <rs type="person" ref="#per__131960">Udo Proksch</rs> über Verschulden zu fragen, die<lb/>
bereits durch Gerichtsentscheid eindeutig widerlegt wurden, sehr erregt.<lb/>
Die Volkspartei schafft in ihrer Presse Verdachtsgründe, skandalisiert<lb/>
das Ganze, macht schändlichste Verleumdungen und der Abg. <rs type="person" ref="#per__112142">Feurstein</rs>, auf<lb/>
den <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sowieso nicht besonders gut zu sprechen ist, frägt dann ganz<lb/>
unschuldig, was <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dazu sagt. Daß es gar nichts mit der ursprüng<lb break="no"/>lichen Frage zu tun, hat dann Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> bei seiner Wortmeldung<lb/>
zum AKH-Bericht spät nachts noch einmal festgestellt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_05">Bezüglich der Bundesanleihe dürfe man nicht komplizierte Erklärungen,<lb/>
daß die Tagesgeldzinsen günstiger sind, als wenn man jetzt die Anleihe<lb/>
zeichnet, erklären, sondern müßte es wesentlich einfacher darstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_06">Der Profil-Artikel über die Meinungsbefragung durch ein Salzburger<lb/>
Institut sei <choice><choice><sic>tendenziös</sic><corr>tendenziell? tendenziös, aber?</corr></choice></choice> richtig. Irgendwie hat sich dieses Institut<lb/>
aber allerdings die Unterlagen verschafft, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> glaubt nicht, daß<lb/>
sie ausgebildete Interviewer haben, wie dies Fessel oder IFES, daß sie<lb/>
auch gar nicht über die notwendigen EDV-Maschinen verfügen. Er selbst<lb/>
läßt jetzt prüfen, ob es nicht zweckmäßig ist, so wie die französische<lb/>
Gesetzgebung 14 Tage vor der Wahl jede Verlautbarung über Meinungs<lb break="no"/>umfragen zu verbieten. In Schweden hat man den Weg gewählt, daß die<lb/>
Meinungsumfrage Aufgabe der statistischen Behörden ist. Dieser ist<lb/>
für Österreich nicht zweckmäßig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_07"><rs type="person" ref="#per__132173">Euginer</rs> berichtet, daß derzeit der höchste Beschäftigungsstand mit<lb/>
2,783.158 für Mitte Mai festegestellt wurde. Gegenüber 1968 sind um<lb/>
460.000 mehr beschäftigt. Die Arbeitslosenrate beträgt 1,9 %.<lb/>
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andererseits die VEW Arbeitskräfte freistellen muß und es trotzdem diese<lb/>
günstige Beschäftigungslage gibt. Die finanzielle Belastung der Länder<lb break="no"/>bank ist so groß, daß er den Betrag gar nicht sagen möchte und gar nicht<lb/>
sagen darf. Zur Sanierung wird es <choice><choice><sic>drei Parteienvereinbarungen</sic><corr>einer Dreiparteienvereinbarung?</corr></choice></choice> bedürfen.<lb/>
Nationalbankpräs. <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> wird assistieren, da ja davon das bürgerliche<lb/>
Lager am stärksten betroffen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_09">Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> berichtete, daß jetzt mit dem ÖGB die Steuerver<lb break="no"/>handlungen konkret geführt werden. Es kommt nur eine kleine Reform in Frage.<lb/>
Das Budget verträgt nicht mehr, die Wohnbauförderungsmittel werden ja<lb/>
auch dadurch gekürzt, andererseits muß er jetzt für das Budget große<lb/>
Beträge, <sic>Anonymitätverzinsung</sic> der Staatsschuld, aufnehmen und auch die<lb/>
Sozialversicherung kostet viel.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_10"><rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtet, daß der Anpassungsfaktor 5,2 % mit 1. Jänner 1982<lb/>
ist, daß aber jetzt schon mit dem Finanzminister vereinbart wurde,<add>[daß]</add> die<lb/>
<choice><choice><sic>Mindestpensionen</sic><corr>Mindestpensionisten</corr></choice></choice>, d.h. die Ausgleichszulagenempfänger, die Inflationsrate,<lb/>
die zwischen 6,5 und 7 % liegen wird, abgegolten bekommen. Dadurch wird<lb/>
der Bund 4,9 Mrd. für die normale Anpassung, 800 Mio. für die normalen<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> meint, es müßten neue Berechnungsgrundsätze geschaffen werden,<lb/>
denn 1985 müßte der Bund, nach dem jetzigen System, 300 Mrd. S Bundes<lb break="no"/>zuschuß der Sozialversicherung geben.<lb/>
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Abgeltung als Inflationsabgeltung sehr vorsichtig sein muß, denn der<lb/>
ÖGB wird ansonsten wegen der unteren Lohnkategorien,<add>[an ]</add> die die Ausgleichs<lb break="no"/>zulagenempfänger herankommen, ansonsten große Schwierigkeiten haben,<lb/>
wenn er die Inflationsabgeltung nicht bekommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_12">Eine lange Diskussion ergibt sich dann zwischen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs><lb/>
wegen der Anonymitätsabgabe. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> erklärte, daß er, um diese mit den<lb/>
Banken überhaupt administrieren zu können, nächste Woche mit diesen<lb/>
verhandeln wird. Sicher ist, daß diese Anonymitätsabgabe, wie jetzt vorge<lb break="no"/>sehen, erst 1983 wirksam wird, für den, der deklariert, übrigens dann<lb/>
bei der Steuer anrechenbar. Maximal kann sie brutto 2,5 Mrd.S bringen,<lb/>
eher aber ein 1,7 Mrd. S. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bemerkt, seinerzeit als er diese<lb/>
Anonymitätsabgabe vertreten hat, war der Eckzinsfuß 4 %. Er hätte sich<lb/>
vorgestellt, daß die Banken um 1 % sowieso den Eckzinsfuß erhöhen, wes<lb break="no"/>halb man so wie in der Schweiz eine 20 %ige Abgabe ohne weiteres hätte<lb/>
einführen können. Diese Zinsaufwandssteuer hätte 10 Mrd. S gebracht. Der<lb break="no"/>zeit ist eine andere Begründung, man muß mit den Ländern und Gemeinden<lb/>
teilen und das Ganze kann Konsequenzen für den Kapitalmarkt haben. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs><lb/>
meint, der Bund würde 1 bis 1,2 Mrd. höchstens erhalten, denn alle Frei<lb break="no"/>beträge müssen ja erhalten bleiben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, man sollte das Wahl<lb break="no"/>versprechen jetzt doch halten, was leicht bei seinem ursprünglichen<lb/>
Konzept man den Leuten erklären hätte können, wenn die Banken 1 % Zinsen<lb break="no"/>erhöhung gemacht hätten, jetzt bei den irrsinnig hohen Zinsniveau ist<lb/>
es nicht zu erwarten. <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> kündigt an, daß die Sollzinsen auf alle<lb/>
Fälle weiter steigen werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, in Zukunft werden sie die<lb/>
Sollzinsen doch um 2-3 % senken müssen und sich dann wieder auf die<lb/>
Anonymitätsabgabe ausreden. Er schlägt deshalb vor, man soll die Anonymi<lb break="no"/>tätsabgabe nicht aktualisieren, im Gegenteil sogar sehr lancieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_13">Damit ist für mich eigentlich ein weiterer Beweis dafür, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
von seiner ursprünglichen Idee jetzt abrücken will, <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat aber in<lb/>
der Pressestunde noch erklärt, man müsse es jetzt ganz schnell einführen,<lb/>
<pb n="59-0641" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-19_0641.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>da man lange genug darüber gesprochen hat. Natürlich werde ich über<lb/>
dieses Problem, ohne daß man die Entscheidung von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in der Land<lb break="no"/>straße schon kennt, abends von den Sektionsleitern darüber gefragt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_14">Die Nichtsanierung der Österr. Klimatechnik durch die Länderbank be<lb break="no"/>deutet, daß jetzt auch die Kredex mit 750 Mio., eine Gesellschaft der Mittel<add>[?]</add><lb/>
Länderbank, hängen bleibt. Hier muß man refinanzieren, wenn Großbritannien<lb/>
nämlich herinnen bleibt, verliert durch die Kampagne, die zu erwarten ist,<lb/>
Österreich bestimmt das dreifache A, was bedeutet, daß alle<lb/>
Anleihen mindestens ein halbes Prozent mehr für Österreich kosten<lb/>
würden.<lb/>
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in der Steiermark insbesondere durch die Frauenstimmen in den Bauern<lb break="no"/>kammern Erfolge erzielt haben. Die Bauern sind kein monolithischer Block<lb/>
mehr, behauptet <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_16"><rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> berichtet, daß jetzt das Staatsdruckereigesetz mit allen Ressorts<lb/>
abgestimmt ist, im Wirtschaftsrat wird auch das Handelsministerium einen<lb/>
Ressortvertreter entsenden können, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> beantragt, daß die Bestimmung,<lb/>
wonach eine Entschädigung geleistet werden wird, herauskommt und nur<lb/>
Sitzungsgelder vorgesehen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_17">Ich muß beim Beginn des Diktates noch total verschlafen gewesen sein,<lb/>
daß ich nicht sofort mit der furchtbaren Nachricht, daß Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs><lb/>
um ein Uhr nachts gestorben ist, begonnen habe. Alle waren wir darüber<lb/>
sehr erschüttert, ich besonders, da ich noch gestern abends mit ihm<lb/>
wegen der unzulänglichen Quartierreglung für den tschechischen Minister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114726">Barcak</rs> gesprochen habe. Zuerst hatte ich mir sogar Vorwürfe gemacht,<lb/>
daß vielleicht die in seiner Sektion liegende Frage ihn so geärgert hat,<lb/>
daß er vielleicht einen Herzinfarkt dadurch erlitten hätte. Seine Frau<lb/>
teilte mir aber dann mit, daß er noch abends in der Partei war, dann sich<lb/>
das Fußballmatch im Fernsehen angesehen hat und um ein Uhr nachts plötz<lb break="no"/>lich über Atembeschwerden klagte. Die Rettung, die sie sofort verständigte<lb/>
und auch sehr bald eintraf, konnte nur mehr den Tod feststellen. Bauten<lb break="no"/>minister <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> meinten, dies sei eindeutig Lungeninfarkt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_18"><rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> hat mir vorgeschlagen, er möchte ihn als Präsidialisten inter<lb break="no"/>imistisch seinen Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__131809">Bujatti</rs> bestellen. Da dieser Posten aber im<lb/>
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diesbezüglich ein Schreiben schickt. Ich habe auf diesen Brief für<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__114994">Böhm</rs> vermerkt, daß das Bautenministerium infolge der größeren<lb/>
Beschäftigtenzahl bisher den Präsidialisten gestellt hat, ist dem Wunsch<lb/>
des Ministers <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> Rechnung zu tragen. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> meinte nämlich zu<lb/>
Recht, sonst beginnt in seinem und sicherlich auch in meinem Ministerium<lb/>
sofort eine richtiggehende Kampagne um diesen Posten, bevor er noch über<lb break="no"/>haupt ausgeschrieben wird. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> berichtete daher dann auch in der<lb/>
Regierungsvorbesprechung über seinen Wunsch und die mit mir getroffene<lb/>
Entscheidung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_19">In der Ministerratsitzung hielt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann fest, daß <choice><choice><sic>der</sic><corr>er dem</corr></choice></choice> Hubschrauber<lb break="no"/>verkauf an Israel, <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> hat mir vorher berichtet, daß er zwei, die vor<lb/>
einem Jahrzehnt um 100 Mio. gekauft wurden, jetzt den Israeli um 250 Mio. S<lb/>
verkaufen konnte, nicht zustimmen möchte, aber keinen Einwand dagegen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_21"><rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> zeigte die neue 500-S-Silbermünze für Dr. <rs type="person" ref="#per__115580">Bauer</rs> zu seinem<lb/>
100. Geburtstag. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> bemerkte, daß der lebende <rs type="person" ref="#per__115580">Bauer</rs> dies nie erlaubt<lb/>
hätte und dem kann ich wirklich nur zustimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_22">Mit <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> besprach ich die Möglichkeit, wenigstens einige Granatwerfer von<lb/>
den VEW zu kaufen. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> erklärt sich dazu außerstande, da keine end<lb break="no"/>gültigen Prüfergebnisse vorliegen. Drei Firmen, VEW, Steyr-Daimler-Puch<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__113833">Assmann</rs>, dieser sogar als erstes, haben jetzt eigene Granatwerfer ent<lb break="no"/>wickelt, die in Erprobung sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte den VEW-Betriebsrat durch Brief davon ver<lb break="no"/>ständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_24">Mit Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> und Gesundheitsminister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> besprach<lb/>
ich die Möglichkeit der Elektrophorese für Importwildbestimmung, damit<lb/>
nicht wieder einmal Büffelfleisch eingeführt werden kann. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> würde<lb/>
in die Marktordnung überhaupt den Import von Wild einbeziehen. Beide<lb/>
werden die Möglichkeit prüfen. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> habe ich die mir zur Verfügung<lb/>
gestellten Unterlagen der Handelskammer übergeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: MR <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> soll mit dem Gesundheitsministerium<lb/>
über die Elektrophorese reden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_26">Beim Antrittsbesuch des finnischen Botschafters wollte dieser zwar<lb/>
nur dem Protokoll Rechnung tragen; da ich aber sofort mit Wirtschafts<lb break="no"/>fragen begann, intervenierte er dann auch, daß die Saunaöfen jetzt durch<lb/>
die Erhöhung des Baukostenzuschusses der Elektrizitätsversorungsunter<lb break="no"/>nehmen EVU nach seiner lnformation aus Finnland nicht importiert werden<lb/>
können. Die 5000 bis 14.000 S Belastungen des Anschlusses sind seiner<lb/>
Meinung nach ein nicht tarifarisches Hindernis, non tariff barriers.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte Jour fixe AK-HK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_28">Die Fa. Brantner bekam durch Gesellschaftsumwandlung neuerlich das<lb/>
Dekret zur Führung des Staatswappens. <rs type="person" ref="#per__132195">Brantner</rs> selbst ist mit seinen<lb/>
beiden Kindern und zwei Betriebsräten im Parlament erschienen. Sie<lb/>
nutzten die Gelegenheit und ersuchten mich, ob ich ihnen eine Zuhörer<lb break="no"/>karte verschaffen könnte, was überhaupt keine Schwierigkeit bereitete.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_29">Das große Sankt Pongauer Projekt "Alpenland" ist ausgleichs- respektive<lb/>
konkursreif. Die Baufirma Hamberger hängt 28 Mio. S, das Hotel ist mit<lb/>
200 Mio. S zwar in der Ausgleichsrechnung vorgesehen, die Frage ist aber,<lb/>
wer's erstehen wird. Da die nicht bevorrechtigten Gläubiger fürchten, wenig<lb/>
oder gar nichts zu bekommen, hat Herr <rs type="person" ref="#per__132196">Berger</rs> den Vorschlag gemacht, die<lb/>
Salzburger Hypo und die Erste Österr. Sparkasse sollten zustimmen, daß die<lb/>
Hotelanteilscheine in das Grundbuch eingetragen werden dürfen. Dann<lb/>
könnte man die noch offenen 190 Mio. S auch leichter verkaufen. <rs type="person" ref="#per__132196">Berger</rs><lb/>
wird mir eine Sachverhaltsdarstellung schicken und ich werde diese Idee<lb/>
prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte einen entsprechenden Brief dann vorbereiten.<lb/>
Die gesamte Elektrizitätswirtschaft von der Verbund bis zu den Stadt<lb break="no"/>unternehmungen sind wegen schneller Erledigung des Strompreisantrages ge<lb break="no"/>kommen. Ich halte eine solche Aussprache nicht für sehr sinnvoll. Das<lb/>
Preisverfahren ist eingeleitet, MR <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> wird sich bemühen, zu einem<lb/>
Konsens mit den Interessensvertretungen zu kommen. Ich selbst habe dies<lb/>
als Voraussetzung für eine Regelung den Vertretern ganz klar und deutlich<lb/>
gesagt. Der Hinweis, daß sie illiquid werden, daß die Investitionen ein<lb break="no"/>gebremst werden, daß der Brennstoff und die Zinsenbelastung gestiegen<lb/>
ist, alles das ist ja hinlänglich bekannt. Ich forderte die Elektrizitäts<lb break="no"/><pb n="59-0644" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-19_0644.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wirtschaft, insbesondere den GD <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> von der OKA auf, es wäre zweck<lb break="no"/>mäßig, wenn wieder die Präsidenten des Aufsichtsrates, in dem Fall die<lb/>
Landeshauptleute, schriftlich bestätigen, daß diese Preisanträge not<lb break="no"/>wendig sind und sie von ihnen gedeckt werden. Mit <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> hatte ich in<lb/>
der Vergangenheit, aber auch mit anderen Landeshauptleuten diesbezüglich<lb/>
einen leichten Hasard, da damals versucht wurde, mir den Schwarzen<lb/>
Peter dieser Preiserhöhung allein zuzuschieben. Ich empfahl den Landes<lb break="no"/>gesellschaften auch sich mit den örtlichen Kammern über ihre Preisan<lb break="no"/>träge zu besprechen. Die Preiserhöhungen von der Verbundgesellschaft<lb/>
müßten nämlich uno acto auch bei den Landesgesellschaftspreisanträgen<lb/>
berücksichtigt und gleichzeitig beschlossen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_31">Mit den von der Gaspreiserhöhung betroffenen Landesgesellschaftsver<lb break="no"/>tretern, insbesondere GD <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> von Wien und Dr. <rs type="person" ref="#per__117159">Plöchl</rs> von der<lb/>
NEWAG, besprach ich dann die weitere Vorgangsweise bei den Russengas<lb break="no"/>preisverhandlungen. GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> von der ÖMV hat mich unzulänglich informiert,<lb/>
als er meinte, man möchte jetzt am liebsten nur 1,5 Mrd. m³ von den Russen<lb/>
beziehen. Die Landesgesellschaften haben nur erklärt, wenn die Russen<lb/>
tatsächlich 6,35 $ f. 1 Mio. BTU verlangen, daß sie dann ca. nur 1,5 Mrd.<lb/>
höchstens übernehmen könnten. Wenn dagegen die 4,40 derzeitiger Preis<lb/>
bleiben würde, wären selbstverständlich 4 Mrd. zusätzliche Gasmenge<lb/>
unterzubringen. Die Landesgesellschaften rechnen jetzt gerade, wie sich<lb/>
die Gasmenge bei einem Preis von 5.50 § errechnen respektive geschätzt<lb/>
werden könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_32">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte trachte die Unterlagen sobald als möglich<lb/>
zu erhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_33">Herr <rs type="person" ref="#per__115193">Georg Mautner Markhof</rs> und Herr <rs type="person" ref="#per__132221">Haas</rs>, beide in der Familiendynastie<lb/>
immer die vierten, intervenierten wegen der Senf-Preise, die jetzt vom<lb/>
Preisausschuß der Paritätischen Kommission festgelegt wurden. Der An<lb break="no"/>trag war 7 %, die Paritätische Unterkommission, insbesondere der Ver<lb break="no"/>treter des ÖGB möchte höchstens 4 % geben. Die AK, <rs type="person" ref="#per__115003">Weiß</rs> und <rs type="person" ref="#per__127009">Zurek</rs>, sind<lb/>
bereit auf 4,5 % zu gehen und meinen auch, daß sie noch einen größeren<lb/>
Prozentsatz verantworten könnten. Die Senf-Erzeuger erklären mit 4,5 %<lb/>
unter gar keinen Umständen durchzukommen. Sie ersuchten mich, ich sollte<lb/>
also bei den Interessensvertretungen AK, ÖGB intervenieren, was ich auch<lb/>
zugesagt habe, damit vor dem Beschluß der Paritätischen Kommission am<lb/>
10.6. vielleicht doch noch eine bessere Lösung erzieht werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_34">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort mit <rs type="person" ref="#per__115003">Weiß</rs> oder <rs type="person" ref="#per__127009">Zurek</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_35">Die ÖFVW hat mit Bioköchen eine Veranstaltung organisiert, wo der<lb/>
Hauptmachatschek für diese Idee, der sehr bekannte Sportmasseur <rs type="person" ref="#per__126915">Dungl</rs>,<lb/>
die Leute ensprechend schult. Die Köche aus den Bioorten hatten ein<lb/>
sogenanntes Bioessen vorbereitet, das allerdings ohne Fleisch ganz gut<lb/>
schmeckte. Redakteur <rs type="person" ref="#per__115174">Swietly</rs>, in dem Fall nicht als ORF, sondern für die<lb/>
Zeitschrift "Der Gast", interviewte mich sogar darüber. Freimütig erklärte<lb/>
ich, ich werde auf alle Fälle, aber obwohl insbesondere die Mehlspeisen<lb/>
sehr gut schmeckten, beim Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat bleiben.<lb/>
Auch ein ORF-Redakteur machte dort ein Interview mit mir. Unwahrschein<lb break="no"/>lich, wie doch solche Aktivitäten der ÖFVW von den Massenmedien angenommen<lb/>
werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-19_36">Bei der Sektionsleitersitzung im 3. Bezirk bekam ich sofort ein Zeit<lb break="no"/>limit, ich dürfe über alles reden, aber nur, bis das Fußballspiel Deutsch<lb break="no"/>land-Brasilien beginnt. Dadurch ergab sich auch eine verhältnismäßig sehr<lb/>
kurze Diskussion. Die Stimmung in der Landstraße beginnt sich schön<lb/>
langsam ein bißchen zu verbessern.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 19.5.1981</head>
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            <head>Tagesordnung 88. Ministerratssitzung, 19.5.1981</head>
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            <head>Nachtrag TO 88. Ministerratssitzung, 15.5.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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            <head>Information f. d. Herrn BM betr. Entwurf eines Staatsdruckereigesetzes, 14.5.1981</head>
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               <occupation>berichtete im MR vom 19.5.1981 über Arbeitslosenzahlen; wohl
                  Falschschreibung</occupation>
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               <occupation>AK; evtl. Falschschreibung</occupation>
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               <persName type="label">Salcher, Herbert</persName>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Swietly, Ernst A.</persName>
               <persName><surname>Swietly</surname><forename>Ernst A.</forename></persName>
               <occupation>ORF-Wirtschaftsjournalist</occupation>
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               <persName type="label">Koren, Stephan</persName>
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               <occupation>Finanzminister, ÖVP-NR-Abg., OeNB-Präs.</occupation>
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               <occupation>Sts. BKA</occupation>
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               <persName type="label">Rösch, Otto</persName>
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               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <occupation>SPÖ-NR-Abg., ab 1981 Gesundheitsmin.</occupation>
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               <occupation>AK</occupation>
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               <persName><surname>Bergmann</surname><forename>Kurt (Politiker)</forename></persName>
               <occupation>GF ÖVP</occupation>
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