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            <title type="main">Dienstag, der  5. Mai 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_01">Dienstag, 5. Mai 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_02">Der Wiener Ausschuß und die sozialistischen Gemeinderäte hielten ge<lb break="no"/>meinsam die erste Trauersitzung für Stadtrat <rs type="person" ref="#per__97786">Nittel</rs> ab. Dabei kündi<lb break="no"/>gte Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> an, daß <rs type="person" ref="#per__97786">Nittel</rs> posthum zum Bürger der Stadt Wien er<lb break="no"/>nannt wird. Landtagspräsident <rs type="person" ref="#per__113043">Pfoch</rs> hielt die Gedenkrede. Da <rs type="person" ref="#per__113043">Pfoch</rs><lb/>
als mein Nachfolger des Wiener Obmanns der SJ mit dem Verbandsobmann<lb/>
der SJ <rs type="person" ref="#per__97786">Nittel</rs>, wie wir eben alle aus der SJ viel zu tun hatten, war<lb/>
diese tief empfunden und sehr persönlich geprägt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_03">In einer ähnlichen Situation war ich vor dem Bezirksausschuß der Land<lb break="no"/>straße am Abend. Je mehr man darüber nachdenkt und dann sogar noch<lb/>
sprechen muß, umso mehr erscheint das Ganze unwirklich. Wieso und wa<lb break="no"/>rum traf es gerade <rs type="person" ref="#per__97786">Heinzi</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_04">Mit Stadtrat <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs> und Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> besprach ich die Möglichkeit eines<lb/>
Profischiweltmeisterschaftsrennens auf der Hohen-Wand-Wiese. <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs>,<lb/>
der dafür zuständige Stadtrat, sagte sofort zu, meinte nur, es müsse<lb/>
die Temperatur −2 bis −10 Grad betragen, nur unter diesen Bedingungen<lb/>
könnte ein künstlicher Schnee auf der Hohen-Wand-Wiese erzeugt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_05">Bei der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs>, der den Vorsitz führ<lb break="no"/>te, vorgeschlagen, es sollten alle öffentlichen Gebäude, allerdings<lb/>
nur in Wien, vorgeschlagen, es sollten alle Bundesgebäude am Begräbnis<lb break="no"/>tag <rs type="person" ref="#per__97786">Nittels</rs> <choice><choice><sic>beflaggen</sic><corr>beflaggt werden</corr></choice></choice>. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> berichtete dann auch über die Schul<lb break="no"/>reformverhandlungen. 80 % besuchen noch immer die Hauptschule. Die<lb/>
Lehrpläne der Hauptschule und der Unterstufe der Mittelschule sollten<lb/>
jetzt gegenseitig angepaßt werden. Die Zustimmung der ÖVP auch zu<lb/>
diesem kleinen Schritt, die SPÖ hat also die Gesamtschule fallen<lb/>
lassen, ist noch nicht sicher. Die ÖVP müßte einem gewissen Druck der<lb/>
Lehrergewerkschaft ausgesetzt sein, um sich überhaupt zu einer kleinen<lb/>
Reform herunterzulassen. Da die Schulgesetze seinerzeit auf Vorschlag<lb/>
von Vizekanzler <rs type="person" ref="#per__97818">Pittermann</rs> Verfassungsrang erhielten, damals war die<lb/>
SPÖ in der Opposition und dachte wahrscheinlich nie daran eine Allein<lb break="no"/>regierung einmal zu stellen, muß jedes kleine Zugeständnis von der ÖVP<lb/>
schwer errungen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_06">Am Abend gab es in der Bezirksausschußsitzung dann mit den Lehrern,<lb/>
in unserem Bezirk sind es Lehrerinnen, eine heftige Diskussion. Diese<lb/>
jungen Genossinnen können es nicht verstehen, daß jetzt die Gesamt<lb break="no"/><pb n="59-0574" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-05_0574.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schule, die sie als vollkommen richtig bezeichnen, fallen gelassen<lb/>
wird. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> und ich hatten große Mühe, ihnen und vor allem dann auch<lb/>
den anderen Mitgliedern des Ausschusses klarzumachen, daß selbst<lb/>
wenn <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> noch so sehr an der Idee festhält, er gar nichts errei<lb break="no"/>chen kann, wenn die ÖVP ihm nicht zustimmt. Jedes auch noch so schlech<lb break="no"/>te Kompromiß auf dem Weg zu einer Gesamtschule ist besser als eine<lb/>
fulminante Niederlage im Parlament zu erreichen, wenn man einen Ge<lb break="no"/>setzentwurf einbringt, der dann letzten Endes nicht die Zustimmung der<lb/>
ÖVP findet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_07">Mit Minister <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> besprach ich die Möglichkeit der Erhaltung der<lb/>
Achenseebahn, die der Bürgermeister von Jenbach unbedingt möchte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> ist nicht bereit, nach dem Heimfallsrecht die Bahn in die<lb/>
ÖBB einzugliedern. Für die Privatbahnen gibt es aber jetzt Zuschuß<lb break="no"/>möglichkeiten, wenn das Land entsprechende Zuschüsse ebenfalls leistet.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> wird den Bürgermeister davon verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte sofort ein Schreiben an den Bürgermeister<lb/>
richten, damit er sich mit <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> in Verbindung setzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_09">Verteidigungsminister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> ist bereit, den Generaltruppeninspektor<lb/>
nach Lagos, Nigeria, zu schicken, wenn Steyr-Daimler-Puch die Kosten<lb/>
übernimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit GD <rs type="person" ref="#per__111400">Malzacher</rs> nach Rückkehr verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_11">Verteidigungsminister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> sieht keine Möglichkeit, den Wunsch des<lb/>
Bürgermeisters von Mannersdorf<add>[zu erfüllen]</add>, einen Teil des Truppenübungsplatzes<lb/>
in einen Naturschutzpark zu verwandeln, da die Sicherheitszone so<lb/>
groß gehalten werden muß. Er ist aber trotzdem bereit, mit dem Bürger<lb break="no"/>meister neuerdings in Verhandlungen zu treten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte Schreiben an den Bürgermeister von Manners<lb break="no"/>dorf mit dieser Mitteilung veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_13">Sozialminister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> berichtet über die Arbeitsmarktsituation.<lb/>
Ende April gab es nur 56.000 Arbeitslose, das sind 2 % Arbeitslosen<lb break="no"/>rate, 15.000 weniger als im Vormonat, allerdings noch immer 7.000 mehr<lb/>
als im Vorjahr. Die österreichische Entwicklung geht konträr <choice><choice><sic>aller</sic><corr>zu allen</corr></choice></choice><lb/>
anderen Entwicklungen in Westeuropa. Ich dürfte mit meinem Optimismus,<lb/>
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und geglaubt wurde, hoffentlich wieder recht behalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_14">Über die Schwerst-, Nacht- und Schichtarbeiter berichtete <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs>,<lb/>
daß jetzt 6 Sozialpartnergespräche mit seinen Beamten stattgefunden<lb/>
haben. Jetzt wird die Vorlage fertiggemacht. Man verlangt von der<lb/>
Handelskammer, daß sie wenn ein Kompromiß zustandekommt, sich dann<lb/>
innerhalb der ÖVP durchsetzt und die ÖVP dieser Regelung auch zustimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_15">In der Gewerkschaftsfraktion war dies der Hauptpunkt. Dort berichtete<lb/>
der AK-Referent <rs type="person" ref="#per__133063">Czerny</rs> über die Einzelheiten des Gesetzes. Einige<lb/>
Punkte seien durchgesetzt worden, wie der Zusatzurlaub, das Sonderruhe<lb break="no"/>geld und Arbeitnehmerschutzbestimmungen, insbesondere die ärztliche<lb/>
Betreuung, die bereits bei Betrieben über 50 Beschäftigte einsetzen<lb/>
sollte. Die Finanzierung des Sonderruhegeldes, 2 1/2 % Abgabe der Unter<lb break="no"/>nehmer bei 25 % Bundeszuschuß, möchte die Handelskammer lieber, daß<lb/>
nach dem Sozialversicherungsgrundsatz die Hälfte der Arbeitnehmer, die<lb/>
Hälfte der Arbeitgeber finanziert wird. Dies wird aber strikt abge<lb break="no"/>lehnt, hier hat das Verursacherprinzip zu gelten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_16">In der Diskussion und letzten Endes dann auch besonders im Beschluß<lb/>
kam die Meinung <rs type="person" ref="#per__97346">Benyas</rs> zum Ausdruck, daß wenn die ÖVP diesem Gesetz<lb break="no"/>entwurf, der jetzt noch im einzelnen formuliert wird und der die ur<lb break="no"/>sprünglich vorgesehenen Kurzpausen nicht mehr enthält und auch die<lb/>
Mitbestimmung, insbesondere allgemeiner Kündigungsschutz, Betriebsräte<lb break="no"/>zustimmung usw., beinhaltete und jetzt fallen gelassen wird, trotzdem<lb/>
die ÖVP aber nicht zustimmt, dann wird man diesen Gesetzentwurf mit<lb/>
SPÖ-Stimmen allein beschließen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_17">Der Verbundgeneraldirektor <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> hatte mit LH <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> und seinem<lb/>
Landesamtsdirektor <rs type="person" ref="#per__116100">Kathrein</rs> ein Arbeitsessen und dann bis spät in die<lb/>
Nacht hinein gezecht. <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> wollte mich dann in der nächsten Zeit<lb/>
treffen und ich habe sofort zugesagt, er kann jederzeit kommen. Dadurch<lb/>
verließ ich die Ministerratssitzung, um mit ihm zuerst unter vier<lb/>
Augen zu sprechen. <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> erklärte, mir er könne von seiner Forde<lb break="no"/>rung, für Osttirol 50 % für die TIWAG zu verlangen, nicht abgehen. Die<lb/>
Osttiroler Studiengesellschaft, die ebenfalls 50 zu 50 seit Jahrzehnten<lb/>
geführt wird, hatte dreimal eine Wasserrechtskonzession leider zu sei<lb break="no"/>nem Nachteil, ich habe dies aber nicht besonders herausgestrichen, ist<lb/>
sie eben abgelaufen. Die Schwierigkeiten mit dem Naturpark und einer<lb/>
<pb n="59-0576" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-05_0576.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>eventuellen Wasserrechtsverhandlung verlangt, daß man Tal für Tal<lb/>
durchgehen wird. 95 % der Osttiroler sind für das Wasserkraftwerk,<lb/>
5 %, die dagegen sind, machen sich allerdings öffentlich bemerkbar.<lb/>
Die Kärntner geben 700 ha für den Nationalpark, Tirol soll 25.000 ha<lb/>
geben. Nachdem jetzt Sellrain-Silz fertiggebaut wird, gibt es keine<lb/>
Großbaustelle in Tirol und er müßte deshalb jetzt endgültig mit mir<lb/>
ins reine kommen, damit eben Osttirol gebaut werden kann. Tirol braucht<lb/>
eine Großbaustelle. Er kann Osttirol nicht verraten, dies müsse ich<lb/>
einsehen. Meine Gegenargumente waren sehr hart, ich erklärte, daß<lb/>
Tirol bis jetzt immer Privilegien gehabt hat, wie Ausbau des Großkraft<lb break="no"/>werkes Kaunertal, jetzt des Kühtaitals in Sellrain-Silz. Möglichkeit<lb/>
des Stromexportes nach Bayern, alles Privilegien, die eigentlich dem<lb/>
Bund durch die Verbundgesellschaft nach Gesetzauftrag vorbehalten<lb/>
sind. Damit muß jetzt leider Schluß sein. <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> war sehr erschüt<lb break="no"/>tert und meinte, er könne zwar nicht zustimmen, aber er überlege eben,<lb/>
ob es doch vielleicht mit 49 1/2 % Beteiligung in Tirol ginge. Er<lb/>
versuchte dann noch das Heimfallsrecht, daß die Vorarlberger aufgrund<lb/>
eines Landesgesetzes aus den 20-er Jahren haben, ebenfalls für Tirol zu<lb/>
erreichen. Dies könne er aber genauso wenig wie die Vorarlberger im<lb/>
Jahre 2030 finanziell schaffen. Natürlich meinte er, er könnte die<lb/>
Anlagen dann zum Buchwert erhalten. Mit den Vorarlbergern wurde aber<lb/>
eindeutig vereinbart, daß sie den Verkehrswert zahlen müssen, den<lb/>
kann weder Vorarlberg noch Tirol aufbringen. Außerdem gibt es keine<lb/>
solche gesetzliche Bestimmung in Tirol und ich war nicht bereit, auch<lb/>
nur einen Hoffnungsschimmer <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> dafür zu geben. Immer wieder<lb/>
erklärte ich stur, die Zeit der Privilegien in Tirol ist vorüber.<lb/>
Das einzige, was <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> dann verlangte, war, daß man statt einer<lb/>
Aktiengesellschaft eine GesmbH macht und daß in einem Syndikatsvertrag<lb/>
festgehalten wird, daß sensible Fragen, wie z.B. Personal, nur mit<lb/>
2/3-Mehrheit beschlossen werden können. Den Bau würde die TKW durch<lb break="no"/>führen, die Administration und kommerzielle Führung liege bei der<lb/>
TIWAG, die technische Führung des Kraftwerkes dann bei der TKW.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_18">GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> und <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> wurden dann der Sitzung zugezogen. Die<lb/>
neuerliche Idee von <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs>, man könnte so wie in Salzburg eine<lb/>
Lösung für die SAFE und TKW-Ausbau der Salzach finden, geht nicht, dort<lb/>
handelt es sich, wie <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> selbst zugeben mußte, nicht um Groß<lb break="no"/>kraftwerke, die Stromteilung ist daher einfach. Die vorgesehene bürger<lb break="no"/>rechtliche Gesellschaft für jedes Kraftwerk kann gegebenenfalls auch<lb/>
durch eine Teilung jederzeit erfolgen, der Investitionsaufwand, der<lb/>
11 Mrd. S für Osttirol derzeit beträgt, wozu noch die Verzinsung mit<lb/>
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Kraftwerken an der Salzach überhaupt nicht vergleichen. Letzten Endes<lb/>
erklärte <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs>, wenn er für nicht meßbare Schäden, wofür jetzt die<lb/>
TKW in Zillertal 5 Mio. S der Talschaft gibt, wenn diese ebenso in<lb/>
Osttirol erfolgen, dieses ganze Problem mit seinen Leuten zu besprechen.<lb/>
Meine Hartnäckigkeit hat sich jetzt bewährt, <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> gibt nach.<lb/>
Wichtig dabei war aber, daß ich immer wieder sagen konnte, ich habe<lb/>
mich mit Vorarlberg und Kärnten geeinigt, dort gab es sogar Zusiche<lb break="no"/>rungen, daß 50 % die Kärntner von der ÖDK bekommen und haben sich<lb/>
jetzt auch mit 49 % zufrieden geben müssen. Ich bin nicht bereit, eine<lb/>
andere Politik als Bundesvertreter zu akzeptieren. <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> verlangte<lb/>
dann noch einen entsprechenden Brief, wo ich diese Politik auch ge<lb break="no"/>setzlich und womöglich verfassungsrechtlich begründen sollte. GD<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> ist überzeugt, daß ein solches Schreiben möglich ist. Da es<lb/>
sich das erstemal um eine schriftliche Unterlage für ein äußerst<lb/>
schwieriges Problem handelt, schlug ich <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> vor, er persönlich<lb/>
muß dies mit Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> davon sofort verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_20">Der Landesfremdenverkehrsverband Südtirol wollte nur auf einen Sprung<lb/>
vorüberkommen, tatsächlich entwickelte sich dann eine lange Diskussion.<lb/>
Da in Südtirol der Winter vollkommen ausließ, es gab sehr wenig Schnee,<lb/>
sind die Betriebe in einer schrecklichen Situation. Die Südtiroler<lb/>
waren über unsere Maßnahmen, die wir seinerzeit Mitte der 70-er Jahre<lb/>
nach erstmaligem starken Rückgang des Sommerreiseverkehrs getroffen<lb/>
hatten, nur einigermaßen informiert. Ich versprach ihnen sofort, die<lb/>
Ergebnisse unserer Arbeitsgruppen und insbesondere unserer Stützungs<lb break="no"/>aktion für notleidende Betriebe im Detail mitzuteilen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte wirklich alle Unterlagen LRat <rs type="person" ref="#per__133065">Spögler</rs><lb/>
schicken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_22">Die amerikanische Firma 3M, die in Österreich derzeit nur Handel,<lb/>
allerdings mit 40.000 sehr guten Produkten betreibt, hat von mir das<lb/>
Staatswappen bekommen. Selbstverständlich habe ich dort mit den an<lb break="no"/>wesenden amerikanischen Vertretern ernsthafte Gespräche bei der Be<lb break="no"/>sichtigung geführt, daß doch auch eine Teilproduktion in Österreich<lb/>
aufgenommen werden sollte. Für die Postverwaltung <choice><choice><sic>wird</sic><corr>werden?</corr></choice></choice> jetzt in einem<lb/>
kleinen Raum von 2 Personen <choice><choice><sic>Moduls</sic><corr>Module?</corr></choice></choice> erzeugt. GD <rs type="person" ref="#per__133066">Klein</rs> sagte mir aller<lb break="no"/>dings, auch in Deutschland, wo er jahrelang gearbeitet hat, hätte 3M<lb/>
<pb n="59-0578" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-05_0578.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>so begonnen und jetzt sei dort eine riesige Produktionsstätte. Ich<lb/>
versuchte den Amerikanern klarzumachen, daß sie bei uns wesentlich<lb/>
bessere Produktionsbedingungen vorfinden würden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Investorenwerbung soll sich mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133066">Klein</rs> in Verbindung setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_24">In der ÖGB-Bundesfraktion gab es außer der Diskussion über das Schwerst-,<lb/>
Nacht- und Schichtarbeitergesetz eine allgemeine Diskussion über die<lb/>
Sozialversicherung und Lohnpolitik. Insbesondere der geschäftsführende<lb/>
Obmann der Metallarbeiter, <rs type="person" ref="#per__112988">Wille</rs>, ist sehr besorgt, daß jetzt einzelne<lb/>
Gewerkschaften vielleicht zu höhere Lohnabschlüssen kommen und die<lb/>
Metallarbeiter zurückbleiben würden. Seine allgemeine wirtschaftliche<lb/>
Theorie ist, daß von der 500 Mio. betragenden Lohn- und Gehaltssumme ei<lb break="no"/>ne 5 %-ige Erhöhung schon 25 Mrd. Kaufkraft schafft. Die Bruttoinlands<lb break="no"/>produktion geht um 1 % zurück, das seien auf der Lohn- und Gehaltssumme<lb/>
weitere 5 Mrd., zusätzlich der 6 Mrd. Steuersenkung würden also 36 Mrd.<lb/>
Kaufkraftüberhang entstehen. Der OeNB-Direktor <rs type="person" ref="#per__97873">Rieger</rs> spricht daher<lb/>
jetzt schon von über 100 Mrd. über unsere Verhältnisse leben aus der<lb/>
Kumulierung der Leistungsbilanzdefizite. Diese makroökonomischen<lb/>
kumulierten Zahlen sagen in Wirklichkeit in meinen Augen gar nichts.<lb/>
Außerdem stimmen sie in der Zusammenrechnung auch nicht. Wichtig ist,<lb/>
daß die Gewerkschaften ein sehr <choice><choice><sic>rückhaltende</sic><corr>zurückhaltende</corr></choice></choice> Politik machen, daß die<lb/>
Preise aber jetzt gerade in den letzten Monaten sehr angezogen haben.<lb/>
Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> ersuchte mich deshalb auch, wir sollten als Re<lb break="no"/>gierung die Sozialpartner einladen und mit ihnen eine <choice><choice><sic>rückhaltende</sic><corr>zurückhaltende</corr></choice></choice><lb/>
Preispolitik besprechen. Er meinte, man müsse ein Signal setzen. Da<lb break="no"/>gegen bin ich entschieden, erklärte mich aber bereit, bei der Pari<lb break="no"/>tätischen Kommissionssitzung, wo ich bei der 250 den Vorsitz führen<lb/>
werde und gleichzeitig auf Wunsch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> einige Bemerkungen machen<lb/>
sollte, dieses Problem zu erwähnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_25">Das wirkliche Problem ist, daß die Sozialversicherung Mitte der 80-er<lb/>
Jahre pleite ist und daß wir daher eine Sanierung vorbereiten müssen.<lb/>
Die Erhöhung der Krankenkassenhöchstbeitragsgrenze, derzeit über 15.000,<lb/>
auf annähernd 20.000 S wie bei der Pensionshöhe bringt nicht allzu viel,<lb/>
die Rezeptgebühr, derzeit 15 S, erbringt ebenfalls nur 140 Mio. Die<lb/>
Defizite der Anstalten liegen aber in den Milliardengrößen. Für die<lb/>
Einkaufsmöglichkeit der Frauen, wo 42.800 Anträge gestellt wurden<lb/>
und 40.000 Versicherungsjahre eingekauft wurden, hat man 1 Mrd. Nach<lb break="no"/>zahlungsbeträge erhalten, mindestens 6 Mrd. aber wird diese neue Ver<lb break="no"/><pb n="59-0579" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-05-05_0579.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sicherung für die Eingekauften in Summe kosten. Die Zeit der sozialen<lb/>
Geschenke, der Füllhornsozialpolitik, die man über alle ausbreitet,<lb/>
ist endgültig vorbei.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_26">Sekretär <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> berichtete über das Wirtschaftsprogramm. Da er ja<lb/>
in der Redaktion neben dem Kabinettsdirektor <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> tätig war, dankte<lb/>
ihm <choice><choice><sic>den</sic><corr>dann</corr></choice></choice> auch die Fraktion für die geleistete Arbeit. <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> berichtete<lb/>
daß der <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>-Plan, den die ÖVP jetzt vorlegt, ungeheuer widersprüchlich<lb/>
ist und daß jetzt die Kosten dieses Planes berechnet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107953">BUCHAUER</rs>: Bitte sofort mit <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> deswegen in Verbin<lb break="no"/>dung setzen und die Unterlagen beschaffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_28"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> berichtete dann über die nächsten Arbeiten im Parlament bis<lb/>
zur Sommerpause.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_29">Der Vorsitzende der Steuerkommission, Abg. <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs>, kündigte an, daß am<lb/>
19. Mai mit Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>, der sich jetzt in die Steuerfragen<lb/>
gut eingearbeitet hat, über die administrativ notwendigen Maßnahmen<lb/>
verhandelt wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_30"><choice><choice><sic>Gemeinderatsgewerkschaftsobmann</sic><corr>Gemeindebedienstetengewerkschaftsobmann</corr></choice></choice> <rs type="person" ref="#per__114543">Pöder</rs> kündigte an, daß die Gewerkschaft<lb/>
beschlossen hat, am Begräbnistag um 15 Uhr eine 5 Minuten öffentliche<lb/>
Verkehrsruhe wegen des Mordes an <rs type="person" ref="#per__97786">Nittel</rs> durchzuführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_31">Mit Sekretär <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> und dem Betriebsratsobmann der Brauerei Schwechat<lb/>
besprachen wir die weitere Vorgangsweise innerhalb der Brau AG. Die<lb/>
Direktion hat den Betriebsräten angekündigt, daß die alkoholfreien Ge<lb break="no"/>tränke im vergangenen Jahr 85 Mio. S Verlust gebracht haben. Konsum<lb/>
und Meinl bekommen Sonderrabatte in Form von Naturalrabatt. Während<lb/>
das Bier einen 90-Mio.-Gewinn gebracht hatte, hat man jetzt, weil die<lb/>
Minusziffern der alkoholfreien Getränke den Betriebsräten unerklärlich<lb/>
waren, zugegeben, daß doch 35 Mio. S Gewinn gemacht werden sollten. Die<lb/>
Betriebsräte haben jetzt beschlossen, sie verlangen die finanziellen<lb/>
Unterlagen und wollen einen Vertreter der AK beiziehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_32">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__107953">BUCHAUER</rs>: Vielleicht kann man, ohne bei der<lb/>
Firma zu fragen, aus statistischen Ziffern Unterlagen erarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_33">Bei 3M hat mir GD <rs type="person" ref="#per__133066">Klein</rs> gesagt, es müßten sich die österreichischen<lb/>
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im Zuge der Innovation z.B. gute Produkte von 3M stärker nach Öster<lb break="no"/>reich zu integrieren. Er wollte wissen, mit wem er sich dabei ins<lb/>
Einvernehmen setzten könnte. Ich versprach ihm, diesbezügliche Kontakt<lb break="no"/>leute zu schicken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_34">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__107953">BUCHAUER</rs>: Bitte setzt Euch persönlich mit<lb/>
ihm ins Einvernehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_35">Auf der Landstraße kam es zu keiner Bezirksvorstandssitzung, weil die<lb/>
Bezirksräte, so wie übrigens in den letzten Monaten, Detailgespräche<lb/>
über ihre Bezirksratsarbeit führten. Da diese Sitzungen furchtbar<lb/>
lange dauern, sie werden nach allgemeiner Auffassung viel zu wenig<lb/>
straff geführt, kommt es dann darüber zu unerquicklichen Personaldis<lb break="no"/>kussionen. Dieses Problem wird im Landstraßer Präsidium früher oder<lb/>
später zu lösen sein. Dies sind für <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> und für mich scheinbar<lb/>
kleine Sorgen, in Wirklichkeit aber sehr große.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-05-05_36">In der Ausschußsitzung berichtete <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> über die letzten Beschlüs<lb break="no"/>se<add>[, über die]</add> im <choice><choice><sic>AKH-Bereich</sic><corr>[in der]</corr></choice></choice> Wiener Ausschußssitzung berichtet <choice><choice><sic>wurden</sic><corr>wurde</corr></choice></choice>, ich über<lb/>
die wirtschafts- und sozialpolitische Situation. Es gab neben Organi<lb break="no"/>sationsfragen dann eine lange Debatte. Dies war der Grund, daß ich<lb/>
erst um 10 Uhr zu den Irakern kommen konnte. Dort traf ich die iraki<lb break="no"/>sche Delegation, aber auch die Österreicher noch vollständig an. Von<lb/>
der Handelskammer war sogar Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> deligiert worden.<lb/>
Diese Delegation sucht Einkaufsmöglichkeiten, weil, wie wir überein<lb break="no"/>stimmend feststellen, unsere Wirtschaftsbeziehungen auf einem sehr<lb/>
tiefen Niveau sind. Der irakische Botschafter war gerührt, daß ich<lb/>
überhaupt noch gekommen bin. Über die konkreten Möglichkeiten der<lb/>
Wirtschaftsbeziehungsverbesserung wurde intensiv gesprochen, von mir<lb/>
persönlich zumindestens weniger intensiv gegessen. Das irakische Essen<lb/>
ist ja furchtbar schwer und am Abend gerade für mich nicht sehr be<lb break="no"/>kömmlich. Die Verhandlungen werden morgen bei einer offiziellen Aus<lb break="no"/>sprache mit mir fortgesetzt.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 86. Ministerratssitzung, 5.5.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Fremuth, Walter</persName>
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               <persName type="label">Pfoch, Hubert</persName>
               <persName><surname>Pfoch</surname><forename>Hubert</forename></persName>
               <occupation>Wr. Vize-Bgm., SPÖ</occupation>
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               <persName type="label">Burian, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Burian</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Mühlbacher, Kurt</persName>
               <persName><surname>Mühlbacher</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>Vizepräs. BHK, Präs. FWV</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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               <persName type="label">Buchauer, Gerfried</persName>
               <persName><surname>Buchauer</surname><forename>Gerfried</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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