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            <title type="main">Mittwoch, der 22. April 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band59_1981-04-22</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_01">Mittwoch, 22. April 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_02">Prof. <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> von der EVA will sein Energiesparbuch für die Schulen<lb/>
über den Moldenverlag herausbringen. Unterrichtsminister <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> hat<lb/>
diesbezüglich auch den ehemaligen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-Pressesekretär <rs type="person" ref="#per__114464">Kunz</rs> dies<lb/>
zugesagt. Natürlich bemüht sich auch der Verlag Jugend und Volk darum.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> wollte von mir nur die Zustimmung, daß ich gegen den Moldenver<lb break="no"/>lag nichts einzuwenden habe. Ich erklärte ihm sofort, daß der Handels<lb break="no"/>minister alle Druckereien und Verlage, die ja einen Gewerbeschein be<lb break="no"/>sitzen, gleichmäßig behandeln muß. Die Entscheidung kann daher niemals<lb/>
von mir fallen, obwohl es mir eigentlich unerklärlich ist, daß man<lb/>
Jugend und Volk so benachteiligt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte vertraulich Jugend-und-Volk-Generaldi<lb break="no"/>rektor verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_04">Das Beratungsstellennetz, welches von allen immer wieder gefordert wird,<lb/>
kann <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> nicht errichten. Sie beraten maximal bis zu 80 Fälle pro<lb/>
Jahr. <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> möchte diese Tätigkeit dem Verein für Konsumenteninforma<lb break="no"/>tion, VKI, Dr. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs>, überlassen. Diesbezügliche konkrete Gespräche<lb/>
hat dann Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> mit ihm geführt. Auch die WIFIs werden<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> abgelehnt, da sie angeblich produktbezogene Beratung durch<lb break="no"/>führen. <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> hat angedeutet, daß man überall von seiten der Firmen<lb/>
mit unerlaubten Mitteln versucht, die Beratung zu beeinflussen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> müßte mit seinem Budget mehr Beratung<lb/>
durchführen oder andere unterstützen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_06">In der Steiermark wird jetzt der ehem. GD der STEWEAG, <rs type="person" ref="#per__114463">Altziebler</rs>, der<lb/>
Energiebeauftragte von der Landesregierung als Vertrauensperson des<lb/>
LH <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs>. Daneben gibt es die von der SPÖ geschaffene Energiespar<lb break="no"/>agentur unter <rs type="person" ref="#per__132747">Herber</rs>. <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> ist fest davon überzeugt, daß beide gut<lb/>
zusammenarbeiten werden. Ich fürchte, daß wir durch diese Trennung<lb/>
eine Doppelgleisigkeit, hier Rot, hier Schwarz, haben werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_07">In Salzburg macht dies ein Landesbeauftragter und Beamter, <rs type="person" ref="#per__132749">Waldbach</rs>.<lb/>
Dort wirken der ehem. SC des Energieministeriums, <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__132748">Kaniak</rs> mit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Was wissen wir davon?<lb/>
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            <pb n="59-0515" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-22_0515.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_09">Der Verband der E-Werke kam mit einer Riesendelegation, alle Spitzen<lb break="no"/>generaldirektoren, um sich wegen der Dampfkesselemissionsgesetzver<lb break="no"/>ordnung bei mir heftigst zu beschweren. Insbesondere GD <rs type="person" ref="#per__97496">Gruber</rs> von der<lb/>
NEWAG meinte, wenn jetzt die vorgesehenen Höchstgrenzen festgelegt wer<lb break="no"/>den und wenn dann, wie vorgesehen, für einzelne Kraftwerke Ausnahmege<lb break="no"/>nehmigungen geschaffen werden, dann wird eine große Aktion der örtli<lb break="no"/>chen Umweltschützer gegen diese Ausnahmegenehmigung gestartet. Die al<lb break="no"/>ten Kohlekraftwerke müßten daher weitestgehend geschlossen werden. Dies<lb/>
könnte die E-Wirtschaft aber nicht verkraften. Der Umbau dieser alten<lb/>
Kohlekraftwerke würde das doppelte von Einbauten für Entschwefelungs<lb break="no"/>anlagen usw. in neuen Kraftwerken kosten, der Verband wünscht daher,<lb/>
daß bereits höhere Grenzwerte für alte Anlagen als die jetzt im Gesetz<lb/>
vorgesehenen Doppelgrenzwerte fixiert werden. Dies würde bedeuten, daß<lb/>
man das Gesetz wahrscheinlich novellieren müßte, das erst seit 1. April<lb/>
d.J. inkraft ist. Ich gebe dieser Idee kaum eine Chance, wir einigten<lb/>
uns aber darauf, daß der Verband jetzt eine schriftliche Darstellung<lb/>
an den Bautenminister, er ist federführend, an den Gesundheitsminister<lb/>
und <choice><choice><sic>mir</sic><corr>mich</corr></choice></choice> als Einvernehmensressort <choice><choice><sic>gerichtet</sic><corr>richten</corr></choice></choice> wird. Ich werde dann eine<lb/>
entsprechende Besprechung veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte sofort das Büro von <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> informieren,<lb/>
damit <rs type="person" ref="#per__111408">Eypeltauer</rs> nicht eine entsprechende präjudizielle Handlung setzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_11">Dkfm. <rs type="person" ref="#per__132750">Franer</rs>, Jenbacher-Werke, wünscht, daß wir die Blockheizkraftwerke<lb/>
und Gas-Wärmepumpen stärker unterstützen. In der Steiermark, in Kärnten<lb/>
und in Niederösterreich geht es einigermaßen, die anderen Landesgesell<lb break="no"/>schaften zeigen kaum ein Interesse. Dr. <rs type="person" ref="#per__121794">Kellner</rs> von der Energiesektion<lb/>
hat mit Recht darauf verwiesen, daß der Einspeisungspreis von seiten der<lb/>
örtlichen EVUs unzulänglich ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Energiesektion soll ein neuerliches<lb/>
Schreiben an die Landeshauptleute vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_13">Die Vertreter der österr. Teigwarenindustrie mit dem Fachverband der<lb/>
Nahrungs- und Genußmittelindustrie wollten wegen der Billigeinfuhren<lb/>
aus der BRD und vor allem jetzt wieder aus Italien entsprechende Schutz<lb break="no"/>maßnahmen. Allen Ernstes dachten sie daran, daß der Durumweizenpreis<lb/>
z.B. freigegeben werden soll, oder daß sogar ähnlich dem Mühlengesetz<lb/>
ein Teigwarenschutzgesetz geschaffen wird. Danach wäre die Einfuhr von<lb/>
Teigwaren kontingentiert und nur mit geringsten Mengen zugelassen. Die<lb/>
<pb n="59-0516" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-22_0516.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>einzige Möglichkeit, die wir haben, wie MR <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> ihnen klarmachte,<lb/>
ist ein Antidumpingverfahren gegen Italien, in Deutschland wäre es schon<lb/>
weniger wirksam, weil dort billige Teigwaren vielleicht über Berlin<lb/>
durch die Berlinhilfe kommen und das Außenministerium sicherlich größte<lb/>
Bedenken hätte, wenn man hier etwas dagegen unternimmt. Der Fachverband<lb/>
wird die notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellen resp. für das<lb/>
Antidumpingverfahren über die Bundeshandelskammer ans Handelsministeri<lb break="no"/>um herantragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Die Unterlagen zusammenstellen lassen<lb/>
und dann für Jour fixe HK und AK, ÖGB mir geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_15">Die Untere Salzach könnte jetzt nach Meinung der Gemeindevertreter von<lb/>
der <choice><choice><sic>österreich-Bayrischen Kraftwerksgesellschaft</sic><corr>Österreichisch-Bayerischen Kraftwerke AG</corr></choice></choice> ausgebaut werden. An<lb break="no"/>geblich wurde in einem Landkreis auf deutscher Seite mit 26 gegen 22<lb/>
Stimmen positiv votiert. Bis jetzt gibt es, wie der deutsche Landrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114657">Schmucker</rs> erklärte, allerdings ein Raumordnungsgutachten, welches den<lb/>
Ausbau strikt ablehnt. Die Gemeindevertreter hofften, daß eine Aus<lb break="no"/>sprache zwischen dem Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und dem bayrischen Minister<lb break="no"/>präsidenten <rs type="person" ref="#per__121042">Strauß</rs> diese Schwierigkeiten beseitigen wird. Ich fürchte,<lb/>
daß es kaum zu einem positiven Ergebnis kommt, auch wenn die beiden<lb/>
darüber sprechen, wenn nicht vorher, wie Landrat <rs type="person" ref="#per__114657">Schmucker</rs> mit Recht<lb/>
die Gemeinden wissen ließ, positive Beschlüsse zu Elektroausbau der<lb/>
Unteren Salzach gefaßt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Energiesektion soll brieflich sondieren,<lb/>
wie es in Bayern wirklich steht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_17">Der Handelsverband der österreichischen Mittel- und Großbetriebe hatte<lb/>
eine ganze Reihe von Wünschen, die die großen Ketten, Meinl, Spar,<lb/>
Konsum usw., betreffen. Der Milchwirtschaftsfonds hat in seinen letzten<lb/>
Preisverfügungen und Abschöpfungsbestimmungen festgelegt, daß die<lb/>
120 Mio. S, die die Verbände jetzt aus dem Käsereigeschäft durch Natural<lb break="no"/>leistungen von den Molkereien von den Molkereien an die Großhändler<lb/>
zwecks Förderung des Käseabsatzes abgegeben haben, für sich inkammerieren,<lb/>
60 Mio davon sollen die Verbände jetzt für weitere Aktionen für öster<lb break="no"/>reichischen Käseabsatz bekommen. Die zweiten 60 Mio. aber hat nach Aus<lb break="no"/>sage <rs type="person" ref="#per__115698">Meinls</rs> nicht der Milchwirtschaftsfonds bekommen, sondern die Molke<lb break="no"/>reiverbände. Die Fa. Meinl würde z.B. jetzt um 10 Mio. S weniger aus<lb/>
dem inländischen Käseverkauf erlösen. Dies entspreche ihrer gesamten<lb/>
Dividende. Die Kosten liegen bei 25 %. Trotz der Spannenerhöhung auf 8 –<lb/>
<pb n="59-0517" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-22_0517.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>15 % würden daher Meinl, aber auch die anderen veranlaßt werden, den<lb/>
wesentlich spannengünstigeren Importkäse zu verkaufen. Neben diesem<lb/>
finanziellen Projekt wendete sich der Handelsverband gegen die Grund<lb break="no"/>auszeichnung, gegen die Schaffung eines Gesetzes gefährlicher Produkte,<lb/>
insbesondere aber gegen das vorgesehene Produkthaftungsgesetz. Solange<lb/>
in Deutschland oder in der EG nicht einige vergleichbare Regelungen<lb/>
existieren, sollte man wirklich nicht in Österreich <choice><choice><sic>vorprellen</sic><corr>vorpreschen</corr></choice></choice> und da<lb break="no"/>durch die Lage der Handelsbetriebe wesentlich mehr belasten. Angeblich<lb/>
soll für das Produkthaftungsgesetz bis zu 460 Mio. S Höchstgrenze vorge<lb break="no"/>sehen sein. Die Versicherungskosten würden den Handel belasten und<add>[eine]</add> unge<lb break="no"/>heure Kostenverteuerung verursachen. Grundpreisauszeichnungsgesetz soll<lb break="no"/>te man erst später inkraft setzen. Hier habe ich sofort darauf verwie<lb break="no"/>sen, daß es in der Schweiz bereits existiert und daß wir es derzeit nur<lb/>
verschoben haben. Bezüglich der Gewerbeordnungsnovelle, wo die Unterneh<lb break="no"/>mer verpflichtet wären ihre Geschäftsbedingungen bei den Landesregie<lb break="no"/>rungen zu deponieren, wird ja noch von seiten SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagodas</rs> weiterverhan<lb break="no"/>delt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Die schriftlichen vorgelegten Unterlagen sollen<lb/>
von den zuständigen Abteilungen beantwortet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_19">GD <rs type="person" ref="#per__113025">Horwath</rs> von der BEWAG hat die Idee, daß in Hinkunft die Landesgesell<lb break="no"/>schaft den selben Prozentsatz an Strompreiserhöhung bekommen soll<lb/>
wie die Verbund. Da die BEWAG keine eigenen Kraftwerke betreibt, son<lb break="no"/>dern einen Kooperationsvertrag mit der Verbund hat, würde dies ihre ge<lb break="no"/>sellschaftsrechtlichen Verhältnisse dann wesentlich gleich belasten<lb/>
und nicht durch verschiedene Preiserhöhungsprozente differenzieren.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113025">Horwath</rs> dachte allen Ernstes, daß ich im Prinzip zustimmen könnte, daß<lb/>
dies in Zukunft so geschehen wird. Beim letzten Mal hätte dies bedeu<lb break="no"/>tet, daß die Verbund 14,8 % Preiserhöhung nachgewiesen bekommt und<lb/>
braucht, weil sie ja Kraftwerke baut, während die BEWAG mit 9 % ihre<lb/>
Kosten alle gedeckt hatte und daher keinen höheren Prozentsatz bekommen<lb/>
kann. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die AK eine solche Preiser<lb break="no"/>höhung und Preisangleichung an die Verbund akzeptieren könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Nächstes Jour fixe AK, ÖGB setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_21">Wenn aufgrund des Wirtschaftsprogrammes in Hinkunft die vorzeitige AfA,<lb/>
die bei der BEWAG 150 Mio. S ausmacht, wegfallt, würde die BEWAG we<lb break="no"/>sentlich mehr Steuern zahlen müssen. <rs type="person" ref="#per__113025">Horwath</rs> wünscht deshalb eine<lb/>
<pb n="59-0518" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-22_0518.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Änderung des Elektrizitätsförderungsgesetzes, auch wieder spezifisch<lb/>
auf die BEWAG bezogen. Die burgenländische Landesregierung, LH <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs> und<lb/>
Landesrat <rs type="person" ref="#per__98037">Vogl</rs> stehen hinter seiner Idee. Ich habe ihn sofort an den<lb/>
Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> verwiesen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Energiesektion soll das Finanzminister<lb/>
darüber verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_23">Der Verbund-GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> informiert mich von seiner Amerika-Reise. Eine<lb/>
Atommüllagerung sei, wie er sich jetzt selbst überzeugen konnte, chancen<lb break="no"/>los. Bis jetzt hat er immer gemeint, die neue Administration würde<lb/>
hier positiv votieren. Ich selbst habe stets nur auf die Franzosen ge<lb break="no"/>setzt. Im <choice><choice><sic>Staatsdepartement</sic><corr>State Department</corr></choice></choice>, aber auch im Energiedepartement hat man<lb/>
ihm jetzt nicht im Unklaren gelassen, daß selbst ein Privatkontrakt<lb/>
zwischen der Verbund und einer amerikanischen Elektrizitätsorganisation<lb/>
zur Lagerung des Atommülls nicht akzeptiert wird. Nach Auskunft <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuths</rs><lb/>
wären die Amerikaner aber bereit, wenn Österreich mit Cogema, der fran<lb break="no"/>zösischen Aufbereitungsfirma, einen Vertrag diesbezüglich schließen<lb/>
würde, diesen begünstigt zu behandeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_24">Bezüglich der Schadenersatzforderung von den Amerikanern, 15 Mio. $ für<lb/>
die Nichtinanspruchnahme der Wiederaufbereitung abgebrannter Brennele<lb break="no"/>mente, wo bereits ein Prozeß abgewickelt wird, wird man überlegen, wie<lb/>
man zu einer außerprozeßualen Regelung kommt. Das Argument <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuths</rs>, die<lb/>
SU hat sich bei 14 Mio. $ Schadenersatzanspruch auf 5 Mio. $ mit Öster<lb break="no"/>reich geeinigt, die bösen Sowjets sind also besser als die braven Ameri<lb break="no"/>kaner, hat hier scheinbar gewirkt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_25">Bezüglich der Kohlenbezüge, wo <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> aus den Westappalachen über den<lb/>
Mississippi beziehen will, die Vöest-Alpine aus den Ostappalachen über<lb/>
die Ostküste, konnte ich endlich zwischen <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs>, <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> und mir<lb/>
eine Aussprache organisieren. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> neuerdings gewarnt, hier<lb/>
Kohlenaktivitäten zu entfalten, die nicht auf die Erfahrung der Vöest-<lb/>
Alpine aufgebaut sind. Vöest-Alpine besitzt Kohlengruben in Amerika<lb/>
und muß jetzt trotzdem bis zu 6 Wochen warten, weil die Osthäfen, insbe<lb break="no"/>sondere Hampton Roads, verstopft sind. 15.000 $ Liegegebühr pro Tag ver<lb break="no"/>teuern die Kohle beträchtlich. Dies sei der Grund nach <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs>, um eben<lb/>
über den Mississippi, New Orleans auszuweichen. Mit 5 bis 10 Mio. $ Anteil<lb/>
würde <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> glauben, könnte er sich 1 Mio. t sichern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Energiesektion soll Detailunterlagen<lb/>
erarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_27">Die Veranstaltungsreihe der SPÖ im Rahmen der Österreichgespräche,<lb/>
Bezirk Bruck a.d. Leitha, war von LAbg. <rs type="person" ref="#per__132751">Krendl</rs> gut organisiert. In der<lb/>
Gemeinde Hundsheim ging es um eine NEWAG-Leitung. Ich habe mit dem<lb/>
Dir.Stv. <rs type="person" ref="#per__132752">Hofmann</rs> von der NEWAG vereinbart, daß eine auch von der<lb/>
Gemeinde nicht das Naturschutzgebiet zerstörende Leitungsumlegung<lb/>
untersucht wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Die Energiesektion soll, bevor sie entscheidet,<lb/>
mir unbedingt berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_29">In Bad Deutsch-Altenburg hat der Fremdenverkehrsverantwortliche mir die<lb/>
verschiedensten Einrichtungen gezeigt. Eine neue Fremdenverkehrsregion<lb/>
March-Donau wurde gegründet, die sich sehr bewährt hat, 1700 Betten mit<lb/>
250.000 Übernachtungen, berichtete <rs type="person" ref="#per__132753">Riedmüller</rs> mit großem Stolz. 1970<lb/>
waren sie überhaupt noch nicht existent. Radwege sollten aber von Wien<lb/>
über Schwechat, von Wien über den Hubertusdamm errichtet werden. Beim<lb/>
Hubertusdamm gibt es Schwierigkeiten mit der ÖMV und mit den Österrei<lb break="no"/>chischen Bundesforsten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort mit der ÖMV und Österr. Bundesforsten<lb/>
von den Abteilungen Kontakt aufnehmen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_31">In Deutsch-Altenburg wäre es notwendig, die B9-Umfahrung endlich durch<lb break="no"/>zuführen. Durch das Hollitzer Baustoffwerk werden täglich 5.000 t Schot<lb break="no"/>ter durch die Ortschaft transportiert und 150 Lastwagenzüge rattern täg<lb break="no"/>lich durch den Ort.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_32">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte entsprechendes Schreiben an Bautenminister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_33">Früher hat man in Deutsch-Altenburg, Hainburg usw. mit Anlagestellen<lb/>
ausgestattet gelegentlich noch Schiffe als Fremdenverkehrsattraktionen<lb/>
angelegt. Jetzt geschieht nichts mehr. Die Gemeinden wären bereit einen<lb/>
finanziellen Beitrag dazu zu leisten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_34">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__126256">Luczensky</rs>, DDSG, besprechen und einen<lb/>
Schriftverkehr führen, damit <rs type="person" ref="#per__132753">Riedmüller</rs> dann verständigt werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_35">Der Bürgermeister von Prottes hat eine Fa. König gewonnen, die von<lb/>
der ÖBB Waggons umspritzen würde und immerhin 60 Mann beschäftigen könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_36">Jetzt wird dieses Projekt vom Verkehrsministerium oder der ÖBB abge<lb break="no"/>lehnt. Die wollen die Waggonsanierung selbst durchführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_37">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte den Tatbestand erheben lassen und den<lb/>
Bürgermeister von Prottes dann schriftlich informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_38">Alle Gemeinden und der ganze Fremdenverkehrsverband waren sehr erfreut,<lb/>
daß wir die österreichische Ferienmesse in Hinkunft im Messegelände und<lb/>
nicht mehr im Messepalast durchführen und attraktiver gestalten. Die<lb/>
ofm ist heute für diesen Fremdenverkehrsverband von größter Wichtigkeit,<lb/>
weil die Wiener dann auf die Aktivitäten des Fremdenverkehrsver<lb break="no"/>bandes aufmerksam gemacht werden können. Seit der ofm-Beteiligung haben<lb/>
sie wesentliche Steigerungen zu verzeichnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_39">In Hainburg habe ich dann mit der sozialistischen Fraktion des Gemeinde<lb break="no"/>rates, aber auch mit anderen interessierten Genossen das Problem des<lb/>
Donaukraftwerkes eingehend besprochen und<add>[dieses]</add> auch besichtigt. Die Genossen<lb/>
waren sehr erfreut, als ich ihnen sofort angeboten habe, ein Bezirks<lb break="no"/>parlament mit den DoKW-Baudirektor <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> abzuhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_40">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__114580">Kobilka</rs> besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_41">Beim Besuch der Kellergasse, neu renovierte alte Heurige, hat der<lb/>
zuständige Bürgermeister <rs type="person" ref="#per__132754">Bleier</rs> sich bei mir bedankt, daß das Handels<lb break="no"/>ministerium, Dr. <rs type="person" ref="#per__113626">Ortmann</rs>, ihn in so großzügiger Weise unterstützt. Schade,<lb/>
daß ich davon nichts wußte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_42">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was haben wir dort wirklich geholfen.<add>überhaupt bisher nichts</add><lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_43">Bgm. <rs type="person" ref="#per__115605">Schneider</rs> von Petronell möchte bei den Römerausgrabungen ein Römer<lb break="no"/>haus um 5 Mio. S errichten. Das Bundesdenkmalamt lehnt dies auf das<lb/>
entschiedenste ab. Vom Fremdenverkehrsstandpunkt wäre es vielleicht wirk<lb break="no"/>lich ganz interessant dort eine weitere Attraktion zu bauen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_44">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte über das Büro <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> intervenieren und<lb/>
die mir übergebenen Unterlagen übersenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_45">Der Bgm. von Mannersdorf möchte einen Naturpark errichten und hat be<lb break="no"/>züglich des Truppenübungsplatzes, der teilweise einbezogen werden soll,<lb/>
große Schwierigkeiten im Verteidigungsministerium. Ich habe ihm nur ver<lb break="no"/><pb n="59-0521" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-22_0521.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sprechen mit Verteidigungsminister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> darüber zu sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_46">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Nächste Ministerratssitzung erinnern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_47">Das zuletzt stattgefundene Österreichgespräch in Mannersdorf war ver<lb break="no"/>hältnismäßig gut besucht. Es gab auch eine interessante Diskussion, pri<lb break="no"/>mär natürlich über Energiefragen, Benzinpreis, Atomkraftwerk usw. Leider<lb/>
waren dort natürlich nur meistens Genossen. Ich habe den parteipolitisch<lb/>
Verantwortlichen daher während meiner ganzen Nachmittagstour immer<lb/>
wieder bestätigt, daß ich allgemein gehaltene Besichtigungen mit Aus<lb break="no"/>sprachen der örtlichen Fremdenverkehrsverantwortlichen usw. als we<lb break="no"/>sentlich zweckmäßiger betrachte. Hier konnte ich mit vielen ÖVP-Funkti<lb break="no"/>onären, aber auch mit diesen dann gemeinsam Kontakt mit der Bevölkerung<lb/>
haben. Durch mein Erscheinen allein schon wurde, wie mir immer wieder<lb/>
versichert, die örtliche Organisation viel mehr gestärkt als wie noch<lb/>
so oft durchgeführte Parteiveranstaltungen. Die Leute interessieren<lb/>
sich eben mehr für Sachprobleme, wenn sie von den offiziellen Stellen<lb/>
durchgeführt werden, als wenn sie von einer Partei veranstaltet sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-22_48">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wenn möglich, in Hinkunft solche Gelegenheiten<lb/>
nützen.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 22.4.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Bachmayer, Klemens</persName>
               <persName><surname>Bachmayer</surname><forename>Klemens</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Salcher, Herbert</persName>
               <persName><surname>Salcher</surname><forename>Herbert</forename></persName>
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               <persName type="label">Kunz, Johannes</persName>
               <persName><surname>Kunz</surname><forename>Johannes</forename></persName>
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               <persName type="label">Krendl, Heinz</persName>
               <persName><surname>Krendl</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>nö. SPÖ-LT-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Bleier, A</persName>
               <persName><surname>Bleier</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Bgm. Hainburg (NÖ)? Falschschreibung?</occupation>
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               <persName type="label">Schneider, Viktor</persName>
               <persName><surname>Schneider</surname><forename>Viktor</forename></persName>
               <occupation>nö. SPÖ-LT-Abg., Bgm. Petronell-Carnuntum, Obmann
                  SPÖ-Arbeitsbauernbund</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Waldbach, A</persName>
               <persName><surname>Waldbach</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Energielandesbeauftragter Sbg.</occupation>
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               <persName type="label">Horwath, Eugen</persName>
               <persName><surname>Horwath</surname><forename>Eugen</forename></persName>
               <occupation>BEWAG</occupation>
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