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            <title type="main">Mittwoch, der  1. April 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_01">Mittwoch, 1. April 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_02">In der Fraktion zum Unterausschuß über das Mittelstandsgesetz schlug<lb/>
der Präs. d. Freien Wirtschaftsverbandes und Vizepräs. d. HK, <rs type="person" ref="#per__97757">Mühl<lb break="no"/>bacher</rs>, vor, wir sollten den ÖVP-Initiativantrag dilatorisch be<lb break="no"/>handeln. Seine Idee war, die wichtigsten Forderungen des Entwurfes,<lb/>
nämlich die ganzen finanziellen Fragen, dem Finanzausschuß zuzu<lb break="no"/>weisen. Ich teilte diese Meinung, denn nichts wäre mir verhaßter,<lb/>
als im Handelsausschuß diese Fragen unter Zuziehung des Finanz<lb break="no"/>ministeriums zu verhandeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_03">Im Unterausschuß wurde dann von dem Hauptsprecher, Generalsekr.<lb/>
des Wirtschaftsbundes Dr. <rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs>, versucht, unterstützt durch der<lb/>
ÖVP-Wirtschaftssprecher Dr. <rs type="person" ref="#per__112625">Keimel</rs>, wir sollten doch den Gesetzent<lb break="no"/>wurf durcharbeiten, um durch andere Formulierungen vielleicht eine<lb/>
einvernehmliche Lösung zu finden. Genau dies widersprach unserer<lb/>
Taktik. Nach einer lang dauernden grundsätzlichen Diskussion, wo<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112625">Keimel</rs> immer wieder darauf verwies, daß in Bayern ein solches<lb/>
Mittelstandsgesetz existiert und bestens funktioniert, mußte die<lb/>
ÖVP nachgeben und mehr oder minder der Aufteilung des Gesetzes<lb/>
zustimmen. Ich verlangte nur eine klare Kompetenz und einen klaren<lb/>
Gesetzesauftrag, was ich zusätzlich für die Klein- u. Mittelbetriebe<lb/>
zu tun hätte. Der Versuch Dr. <rs type="person" ref="#per__112625">Keimels</rs> mir einzureden, der bayrische<lb/>
Wirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97598">Jaumann</rs> hätte ihm erklärt, er hätte die Kompe<lb break="no"/>tenz für den Mittelstand ausschließlich verlangt, ließe sich diese<lb/>
auch niemals nehmen und hätte nur kleinere Schwierigkeiten, wenn<lb/>
es dann darum geht vom Finanzminister die noch notwendigen Mittel<lb/>
dafür zu bekommen, denn in diesem Fall hätte der Finanzminister<lb/>
im Mittelstandsgesetz ein gewisses Mitspracherecht, ließ ich nicht<lb/>
gelten. Ich betrachte, ohne daß ich es sagte, die schwierige Stel<lb break="no"/>lung des Landwirtschaftsministers in Österreich nicht zuletzt des<lb break="no"/>halb, weil<add>[es]</add> den Bauern geglückt ist, die Landwirtschaftsminister<lb/>
immer für die gesamte Entwicklung für sie verantwortlich zu machen.<lb/>
Gibt der Finanzminister dann irgendwelche Mittel und führt Aktionen<lb/>
für die Bauern durch, so wird dies als mehr oder minder schon<lb/>
längst fällige Leistung des Finanzministers akzeptiert. Kann der<lb/>
Landwirtschaftsminister aber wegen dem Finanzminister, meistens<lb/>
wegen budgetären Gründen, seine ihm von der Landwirtschaftskammer<lb/>
übertragene Forderung nicht durchsetzen, dann wird er entsprechend<lb/>
attackiert. Zuletzt resultiert daraus das schlechte Klima und die<lb/>
<pb n="59-0448" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-01_0448.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ewige Kampfstellung. Da ich eine solche Situation mit der HK nicht<lb/>
wünsche, ich überzeugt bin, daß die HK auch gar kein besonderes<lb/>
Interesse daran hat, lehne ich seit 11 Jahren erfolgreich diese<lb/>
Theorie, ich habe die Wirtschaft in jeder Beziehung und gegen jede<lb/>
anderen Minister auch dann, wenn es ausschließlich dessen Kompetenz<lb/>
ist zu vertreten, auf das entschiedenste ab. Beim Durchgehen der<lb/>
einzelnen Paragraphen und darin festgelegten deklaratorischen Erklä<lb break="no"/>rungen, aber noch viel wichtiger dann bei sehr konkreten Forderungen<lb/>
stellten Dr. <rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs> und ich dann fest, wer dafür dann eigentlich<lb/>
kompetent ist. Wie erwartet, lag der wichtigste Teil dieses Gesetz<lb break="no"/>entwurfes beim Finanzressort. <rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs> meinte, er würde versuchen<lb/>
im Finanzausschuß jetzt alle diese Forderungen bei einem Gesetz<lb/>
für Jungunternehmerförderung anzuhängen. Mir ist jeder Vorgang<lb/>
recht, den ich nicht beeinflussen kann und will und für den ich<lb/>
<choice><choice><sic>vorallemal</sic><corr>vor allem einmal</corr></choice></choice> nicht kompetent bin. <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> meinte nachher, dort<lb/>
hätte er kaum Chancen alle diese Forderungen durchzusetzen. Ich<lb/>
hoffe auf den Obmann des Unterausschusses und gleichzeitig auch<lb/>
des Handelsausschusses, Bgm. <rs type="person" ref="#per__112996">Staudinger</rs>, von meiner Vorgangsweise<lb/>
überzeugt zu haben, denn ich erklärte rundweg, unsere offene Aus<lb break="no"/>sprache und unsere stets wichtige klare Kompetenzabgrenzung zu<lb/>
anderen Ausschüssen und Ressorts hat ja dazu geführt, daß wir,<lb/>
da wir ja meistens nur unsere eigenen Agenden behandelten, stets<lb/>
einvernehmliche Lösungen und Beschlüsse dann im Parlament dann<lb/>
fassen konnten. <rs type="person" ref="#per__112996">Staudinger</rs> ist natürlich darauf sehr stolz. Da es<lb/>
ja klar ist, daß wir früher oder später zu diesem Gesetz positiv<lb/>
Stellung nehmen werden, habe ich angedeutet, daß ich fest davon<lb/>
überzeugt bin, auch hier würde weder eine einvernehmliche Regelung<lb/>
möglich sein. Dr. <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> von der FPÖ war mit jeder Vorgangsweise<lb/>
einverstanden und meinte, vielleicht könne man also die ressort<lb break="no"/>überschreitenden Wünsche durch einen einvernehmlich festgelegten<lb/>
Entschließungsantrag im Hohen Haus dann dokumentieren. Da damit<lb/>
die anderen <choice><choice><sic>Ressorts Unterausschüsse</sic><corr>Ressortunterausschüsse?</corr></choice></choice> mehr oder minder präjudiziert<lb/>
wären, ging niemand auf <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> seine Idee im konkreten ein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_04"><rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> hatte auch vorgeschlagen, man könne jetzt gar nicht end<lb break="no"/>gültig fixieren, wie es weiter gehen soll, Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat ja<lb/>
erklärt, er wird demnächst mit Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, also auf Sozialpartner<lb break="no"/>ebene, die Gespräche führen, was in nächster Zeit geschehen müsse,<lb/>
alle einigten wir uns darauf abzuwarten, wie es jetzt auf Sozial<lb break="no"/>partnerebene weiter geht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_05">Fest steht, daß die von <rs type="person" ref="#per__112988">Sepp Wille</rs> immer wieder verlangte Definiti<lb break="no"/>on <pb n="59-0449" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-01_0449.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>für wen das Gesetz gelten soll, die ÖVP in Schwierigkeiten bringt.<lb/>
Genauso fest steht aber, daß ich bereits dezidiert erklärt habe,<lb/>
dieses Gesetz könnte nur für die dem Handelsministerium unterliegen<lb break="no"/>den Klein- u. Mittelbetriebe gelten und keinesfalls für die freien<lb/>
Berufe. Die ÖVP wird sich dies auch noch mal besonders überlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_06">KR <rs type="person" ref="#per__132639">Kohn</rs>, empfohlen von RA Dr. <rs type="person" ref="#per__123312">Michael Stern</rs>, Exporteur nach Hong<lb break="no"/>kong, wollte von mir wissen, wer ihm die Importwaren offeriert und<lb/>
<choice><choice><sic>vorallemal</sic><corr>vor allem einmal</corr></choice></choice> zusammenstellt, mit wem er diesbezüglich verhandeln könn<lb break="no"/>te. Er erklärte, er hätte meinen Aufruf, man solle sich um den Ex<lb break="no"/>port mehr bemühen, dahingehend verstanden, daß er eben als Importeur<lb/>
jetzt seine Verbindungen in Hongkong benützt, um österr. Waren dort<lb/>
zu verkaufen. Er fährt viermal im Jahr nach Hongkong und möchte<lb/>
jetzt die notwendigen Offerte mitnehmen. Ich kann mich nur wundern,<lb/>
wie manche Unternehmer sich die Tätigkeit und Funktion eines<lb/>
Handelsministeriums vorstellen. Wir empfahlen ihm die HK, die ja<lb/>
vielleicht über ihre Außenhandelsstelle respekt. über die Außen<lb break="no"/>handelsabteilung entsprechende Firmenwünsche österr. Exporteure<lb/>
kennt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_07">LAbg. <rs type="person" ref="#per__132638">Koffler</rs> aus Kärnten wolle allen Ernstes wieder haben, daß<lb/>
bei den Bürges-Krediten mehr oder minder nicht in der Gewerbeordnung<lb/>
gedeckte Personengemeinschaften entsprechend berücksichtigt werden.<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hat ihm dann auseinandergesetzt, wie er als Vorsitzender<lb/>
des Aufsichtsrates der Bürges bereits bis zur maximalen Praeter-<lb/>
Legem-Auslegung gegangen ist. Zuletzt haben dann selbst <rs type="person" ref="#per__132638">Koffler</rs><lb/>
und sein Begleiter eingesehen, daß das Handelsministerium hier<lb/>
wirklich schon im Interesse der Unternehmer maximalst handelt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs><add>ALLE</add>: Bitte<add>[das]</add> nächstemal immer vermerken, welcher<lb/>
Partei der LAbg. angehört.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_09">Die Fa. Kapsch, die keine Videorekorder erzeugt, aber eine General-<lb/>
und Alleinvertretung für eine japanische Videorekorder-Produktion<lb/>
hat, beschwerte sich bitter über die Kontingentaufteilung. Zum Glück<lb/>
war zu dieser Besprechung nicht nur der zuständige SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, der<lb/>
äußerst erfahrene MR <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs>, sondern auch von der Außenstelle<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs> geladen worden. Die letzteren beiden konnten nämlich<add>[auf]</add><lb/>
den, wie ich glaube, sogar berechtigten Angriff von Kapsch-Direktor<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133780">Dworschak</rs> replizieren. Die Fa. Kapsch hat den Fehler gemacht und<lb/>
darauf vergessen ev. Abnehmer als Importeure einzuschalten. Hätte<lb/>
sie nämlich diesen erklärt, sie würde das Importgeschäft zwar für<lb/>
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zur Verzollung zur Verfügung stellen, so wäre dies eine vollkommen<lb/>
legale Lösung gewesen. Was die Fa. Kapsch hart attackiert, ist, daß<lb/>
der große Japanimporteur <rs type="person" ref="#per__114100">Weiner</rs>, wie <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> und <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs> dann im<lb/>
Laufe der Diskussion dann feststellten, gesetzesverletzend Händler<lb/>
aufgefordert hat, ein Kontingent für ihn zu verlangen. Damit setzt<lb/>
er neben anderen Firmen wie Sanyo, Fischer, EVC Umgehungstatbe<lb break="no"/>stände. Richtig ist, daß von den über 1 Mio. gestellten Anträgen von<lb/>
dutzenden von Firmen jetzt auch die ca. 2 Dutzend echte Importeure<lb/>
auch der Vergangenheit nur 46 Stück Importquote bekommen, da ins<lb break="no"/>gesamt ja die 8.500 Stück <choice><choice><sic>feststellen</sic><corr>feststehen?</corr></choice></choice>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> und <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs> sollen nachdenken,<lb/>
ob es nicht wirklich ein besseres System gibt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band59_1981-04-01_11">Bei der Betriebsversammlung in Zwentendorf habe ich natürlich nur<lb/>
ausschließlich über die Energieverhältnisse und ganz besonders<lb/>
detailliert über die weitere Vorgangsweise im Unterausschuß für<lb/>
die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf und für die<lb/>
beiden Kohlekraftwerke in Dürnrohr referiert. In der Diskussion<lb/>
wurde dann insbesondere von einer Frau schon ziemlich am Ende ge<lb break="no"/>meint, sie wäre ja sehr interessiert an dem hochstehenden Vortrag,<lb/>
der wirklich so nicht angelegt war, und der bisherigen Diskussion<lb/>
gewesen, möchte aber gerne wissen, wie gehts jetzt für sie oder, wenn<lb/>
man so will, für die hundert Beschäftigten weiter. Haben sie eine<lb/>
Hoffnung, kann ich ihnen versprechen, daß sie hier einmal in Zukunft<lb/>
eine gute Beschäftigung haben werden, sollen sie sich eine andere<lb/>
Arbeit suchen, bleiben sie weiter ein nicht gewünschtes Anhängsel<lb/>
der in der Elektrizität Beschäftigten usw. Ich fühlte mich ver<lb break="no"/>pflichtet ihnen allen darzulegen, daß ich in meinem Vortrag ver<lb break="no"/>sucht habe, die Schwierigkeiten aufzuzeigen, die ich sehe. Nach wie<lb/>
vor bin ich optimistisch, daß es früher oder später gelingen wird,<lb/>
eine Lösung zu finden, garantieren kann dies aber niemand. Am<lb/>
allerwenigsten bin ich aber bereit, irgendwie Hoffnungen oder gar<lb/>
Versprechungen zu machen, von denen ich nicht überzeugt bin und die<lb/>
ich <choice><choice><sic>vorallemal</sic><corr>vor allem einmal</corr></choice></choice> nicht einhalten könnte. Den Betriebsratsobmann<lb/>
<rs type="person" ref="#per__132650">Kamminger</rs> konnte ich als Zeugen rufen, daß ich mich stets in der<lb/>
Elektrizitätswirtschaft selbst für die Zwentendorfer eingesetzt<lb/>
habe. Wenn aber jemand ein besseres Angebot bekommt, ja wenn er<lb/>
überhaupt eine zukunftsträchtige Arbeit wo kriegt, sollte er auch<lb/>
dann weggehen, wenn das Unternehmen heute sagt, er ist als Fach<lb break="no"/><pb n="59-0451" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band59/59_1981-04-01_0451.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>mann, wenn das Kernkraftwerk in Betrieb geht, für das Kernkraftwerk<lb/>
unentbehrlich, dann wird eben die E-Wirtschaft respek. die Manager<lb/>
von Zwentendorf diese Leute mit viel Geld vielleicht zurückholen<lb/>
müssen. Dir. <rs type="person" ref="#per__110040">Nentwich</rs> meinte zu diesem Punkt dann, wenn man die<lb/>
Anlagen konserviert, so müsse man auch die notwendigen Beschäftigten<lb/>
ebenfalls konservieren. Mit seinen ausführlichen Äußerungen hat<lb/>
er dann Beifall der dortigen Versammlung erhalten. Ich kann<lb/>
schon verstehen und war ihm auch nicht böse, wie er nachher zu mir<lb/>
meinte, daß<add>[er]</add> eine solche Stellungnahme einnimmt, andererseits könnte<lb/>
ich eine solche Erklärung nicht abgeben, denn mit Recht würden<lb/>
dann die Kolleginnen und Kollegen, wenn es doch nicht zum Betrieb<lb/>
des Kernkraftwerkes kommt, mir vorwerfen, ich hätte ihnen nicht nur<lb/>
Mut gemacht, daß sie bleiben, sondern mehr oder minder eine zukünf<lb break="no"/>tige gute Beschäftigung versprochen.<lb/>
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persönlich weitergehen soll. Sein Vertrag lauft aus, er wird jetzt<lb/>
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weiter verwendet wird. Ich habe ihm nur zugesagt mit GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs><lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Kamminger, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Kamminger</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation>BRO AKW Zwentendorf</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Dvorak, B</persName>
               <persName><surname>Dvorak</surname><forename>B</forename></persName>
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               <occupation>Beamter HM (Rochusplatz), ehem. Sekr. Bock, Mitterer</occupation>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <occupation>Wirtschafts- und Verkehrsminister Bayern</occupation>
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               <occupation>Vizepräs. BHK, Präs. FWV</occupation>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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               <occupation>Rechtsanwalt</occupation>
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