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            <title type="main">Freitag, der  6. März 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band58_1981-03-06</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_01">Freitag, 6. März 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_02">GD <rs type="person" ref="#per__126509">Scheriau</rs> von Andritz hat mit den Generaldirektoren der Zellstoffabrik<lb/>
Paskov das erste Generaldirektortreffen auf Wunsch der Tschechen hat er<lb/>
diese Vorsprache mit mir vereinbart. Ich halte diese Generaldirektortreffen<lb/>
für sehr klug, sie werden alle paar Monate zusammenkommen, um auftretende<lb/>
Schwierigkeiten gleich von oben zu beseitigen. Das nächste Treffen findet<lb/>
im Mai statt, das Haarmonogramm, wie die Tschechen sagen, wir würden<lb/>
sagen der Netzplan, zeigt, daß eine kleine Produktionsverspätung vorliegt.<lb/>
Der Endfertigungstermin wird aber sicher eingehalten, von dem 4-Mrd.-S-<lb/>
Projekt haben 1 Mrd. S tschechische Zulieferer. Davon sind leider erst<lb/>
113 Mio. vergeben und diese Vergabe<add>[ist]</add> in Verzug. Die nächste Gemischte<lb/>
tschechisch-österreichische Kommission wird Gelegenheit geben, daß Außen<lb break="no"/>handelsminister <rs type="person" ref="#per__114726">Barcak</rs> bei der Wochenendreise Freitag, Samstag, Sonntag<lb/>
in Graz auch die Andritzer Fabrik besuchen wird, <rs type="person" ref="#per__126509">Scheriau</rs> ist davon be<lb break="no"/>geistert, ich erkläre gleich freimütig, der tschechische Handelsdelegierte<lb/>
<choice><choice><sic>ich</sic><corr>ist?</corr></choice></choice> ebenfalls dabei und wird dies <rs type="person" ref="#per__114726">Barcak</rs> sicher mitteilen, daß es zwei<lb/>
Gründe gibt dann in die Steiermark nach Graz zu fahren: erstens der Be<lb break="no"/>such von Andritz und zweitens der Bundesparteitag, der das Wirtschaftspro<lb break="no"/>gramm beschließen wird und wo ich zeitweise zumindestens anwesend sein<lb/>
sollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> ist auf Kur, laß Dir von der Abteilung stets<lb/>
den weiteren Fortgang berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_04">Der GD <rs type="person" ref="#per__123347">Kuchta</rs> von Technoexport ersucht mich neuerdings, ich sollte mit<lb/>
der Vöest-Alpine über ihr Ethylenwerk reden. Das Werk arbeitet noch immer<lb/>
nicht, die Schuld liegt beim belgischen Sublieferanten. Außenhandelsmi<lb break="no"/>nister <rs type="person" ref="#per__114726">Barcak</rs> läßt mich ersuchen, ich sollte mich unbedingt einschalten,<lb/>
da er und die ganze tschechische Seite wegen der Nichtinbetriebnahme große<lb/>
Schwierigkeiten hat. Ich rufe noch während der Anwesenheit von <rs type="person" ref="#per__123347">Kuchta</rs><lb/>
GD <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> an, der mir versichert, die Vöest wird alles unternehmen, da<lb break="no"/>mit der Fehler repariert wird. Über die finanziellen Folgen wird man sich<lb/>
erst nachher unterhalten. Ich verbinde <rs type="person" ref="#per__123347">Kuchta</rs> mit <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>, der ihm dies<lb/>
auch persönlich bestätigt. Ich bin überzeugt, daß diese schnelle Erledi<lb break="no"/>gung von mir die Tschechen sehr beeindruckt hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_05">GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> wird sich bemühen,<add>daß</add> ein erdölwissenschaftliches Seminar, welches<lb/>
die Opec bezahlt, auch in Wien stattfindet. Derzeit wird ein solches in<lb/>
London, Oxford abgehalten. Der Hinweis von <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs>, daß die Jugoslawen<lb/>
<pb n="58-0320" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-03-06_0320.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>resp. die Tschechen wünschen,<add>[daß]</add> die Ölleitung Bakar-Bratislava von<lb/>
Österreich benützt werden soll und womöglich bis Wien verlängert wird,<lb/>
kann <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> derzeit nicht zustimmen. Die Austria-Wien-Pipeline, mit 11<lb/>
Mio. Jahrestonnenleistung, ist derzeit nicht ausgenützt. Ein Bezug über<lb/>
die 500 Mio. t Rijeka-Bratislava-Pipeline kommt derzeit nicht infrage.<lb/>
Eine Investition zur Verlängerung würde ca. 200 Mio. S kosten. Sie wird<lb/>
derzeit nicht gebraucht und wahrscheinlich auch in absehbarer Zukunft<lb/>
nicht. Gegebenenfalls könnte man, wenn mehr als 11 Mio. t über die AWB ge<lb break="no"/>leitet werden sollten, die 18 Zoll-Leitung <choice><choice><sic>lopen</sic><corr>?</corr></choice></choice>, daß heißt durch entspre<lb break="no"/>chende Investitionen eine größere Durchleitung leicht erreichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_06">Die AWB-Verträge mit den internationalen Ölgesellschaften laufen bis<lb/>
1983. Angeblich, erklärt <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>, hätte man dort die 40 % Heizöl-schwer-<lb/>
Ausbeute den Internationalen garantieren müssen. Jetzt wird die Raffine<lb break="no"/>rie aber doch auf 90 % Vergaserproduktion eingestellt. Optimal wären<lb/>
nur 60 % und 40 % zu importieren. Derzeit werden bis 3 Mio. t Heizöl<lb/>
schwer produziert, in Hinkunft sollen es nur 1 1/2 Mio t sein. Gegen<lb break="no"/>über Deutschland ist nicht die veraltete Raffinerie und die schlechte<lb/>
Planung dieser Raffinerie an dem erhöhten Heizölschwerausstoß schuld,<lb/>
sondern der Rohöleinsatz. Die Deutschen, die 21 % Heizöl schwer haben,<lb/>
zum Unterschied der 40 % von uns, haben dieses gute Ergebnis durch den<lb/>
entsprechenden Rohöleinsatz. Hätte Österreich die selbe Qualität, würden<lb/>
sie 22 % Heizöl schwer nur erzeugen müssen. Dem stünde allerdings die<lb/>
behauptete Zusage von 40 % Heizöl schwer zu liefern entgegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Versuch dies sehr geschickt und vertraulich<lb/>
die Behauptung von Heizöl schwer Lieferverpflichtung zu verifizieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_08"><rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> ist bezüglich der Gasversorgung Österreichs sehr optimistisch.<lb/>
Die Russen werden liefern wollen, aber auch in Katar und Kamerun usw., wo<lb/>
man jetzt größere Gasmengen entdeckt, wird es sehr bald einen großen<lb/>
Export geben. Notwendig ist nur ein Liquidgashafen. Die ÖMV untersucht<lb/>
jetzt, ob ein solcher in Bakar in Jugoslawien errichtet werden sollte.<lb/>
Monfalcone wäre der Konkurrenzhafen, der jetzt allerdings weniger in<lb/>
Frage kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_09">Bezüglich der Versorgung der Gärtner mit Warmwasser erklärt <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> dezi<lb break="no"/>diert, daß die ÖMV zur Investition nichts beitragen kann und will. Sie<lb/>
stellt das 40-Grad-Kühlwasser umsonst zur Verfügung. Dadurch werden die<lb/>
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Investitionen müssen sie selbst über eine Genossenschaft besorgen. Ich<lb/>
empfehle GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> sich doch mit den landwirtschaftlichen Kreditinsti<lb break="no"/>tuten und Organisationen darum gemeinsam zu bemühen. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> erklärt, die<lb/>
ÖMV ist derzeit illiquide. <rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs> muß 3 Mrd. S Betriebsmittelkredite<lb/>
jetzt auf 6 Mrd. S erhöhen. 1980 wird die ÖMV das erste Mal für 320 Mio.<lb/>
S Zinsenbelastung in ihren Bilanzen haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Laß die AK diese Behauptung prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_11">Bezüglich der Biomasseverwertung wird jetzt eine Studie von der ÖMV mit<lb/>
Waagner-Biro ausgearbeitet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_12">Mr. <rs type="person" ref="#per__130194">Baum</rs> von der UNO macht wieder einmal eine Tagung für Entwicklungslän<lb break="no"/>der wie seinerzeit auch in der Hofburg, diesmal in Den Haag. Die ÖMV<lb/>
würde den Bohrspezialisten Ing. <rs type="person" ref="#per__113371">Spörker</rs> schicken, wenn das Handelsmini<lb break="no"/>sterium dazu ermächtigt. Die Einladung erfolgt nämlich an die Regierung.<lb/>
Ich erkläre mich sofort dazu bereit, daß <rs type="person" ref="#per__113371">Spörker</rs> als Handelsministerre<lb break="no"/>präsentant dorthin fährt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_13">Ich informiere GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>, daß der Energiesprecher der SPD im Bundesrat,<lb/>
Oberbürgermeister <rs type="person" ref="#per__130197">Wolfram</rs> von Recklinghausen, mit GD <rs type="person" ref="#per__130199">Liesen</rs> und seinen<lb/>
Leuten von der Ruhrgas jetzt wegen Gaslieferungen auf meinen Wunsch in<lb break="no"/>tervenieren wird. GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> ist damit sehr einverstanden. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> betrach<lb break="no"/>tet diese, wie er sagt, 4-Augengespräche, an denen aber immer <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs><lb/>
teilnimmt, als wichtige Informationsquelle für den Handelsminister. In<lb/>
Wirklichkeit aber bin ich mir vollkommen klar, möchte er gar nichts an<lb break="no"/>deres mit dieser Alibihandlung sagen, er hätte mich stets in allem aus<lb break="no"/>führlichst informiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_14">Ein gewisser Direktor der Z will seinen Verwandten, Dr. <rs type="person" ref="#per__130205">Gassner</rs>, der<lb/>
allerdings schon 44 Jahre alt ist, bei uns im Handelsministerium unter<lb break="no"/>bringen. Ich schicke ihn sofort zu SC <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wer ist <rs type="person" ref="#per__131470">Zelezny</rs>?<add>Tel. Nr. - 7292/215 hat behauptet, er kennt BM gut</add><lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_16">Der spanische Botschafter geht jetzt nach Madrid zurück. Sein letzter<lb/>
Wunsch mir gegenüber ist, ob wir nicht doch aus Spanien Muscheln importie<lb break="no"/>ren lassen können. Wo er herkommt, ist gerade das größte Muschelproduk<lb break="no"/>tionsgebiet. Das Handelsministerium hätte dagegen gar nichts einzuwenden,<lb/>
<pb n="58-0322" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-03-06_0322.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>die Schwierigkeiten kommten vom Gesundheitsministerium, Lebensmittelun<lb break="no"/>tersuchungsanstalt, <rs type="person" ref="#per__97808">Petuely</rs>, hat ein neues Prüfverfahren entwickelt und<lb/>
schließt die spanischen Muscheln aus. Der spanische Botschafter kann dies<lb/>
nicht verstehen, denn in den EG ist man sehr wohl bereit, diese Muscheln<lb/>
zu importieren. Ich verspreche ihm, einen diesbezüglichen Brief an den<lb/>
Gesundheitsminister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> zu schreiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs>-Abteilung bereitet etwas vor.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_18">Die ARGE Qualitätsarbeit hat größte Schwierigkeiten mit ihrer Anerkennung<lb/>
resp. Abgrenzung gegen die ARGE Made in Austria. Sie wollten zuerst eine<lb/>
Studie für 800.000,–– S machen, haben dies jetzt aber zurückgestellt.<lb/>
Wichtig erscheint mir wirklich, daß zwischen diesen beiden Vereinen, an<lb/>
denen die Handelskammer führend beteiligt ist, endlich eine Abgrenzung er<lb break="no"/>folgt. Insbesondere müßte das Bautenministerium als für die ÖNORM zustän<lb break="no"/>dige Behörde endlich trachten, daß bezüglich der Importe auch in diesem<lb/>
Punkt eine richtige und für die österreichische Industrie erträgliche<lb/>
Abgrenzung erfolgt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_19">Der Leiter der ARGE, KR <rs type="person" ref="#per__130207">Petschenka</rs>, ist gleichzeitig auch der Innungs<lb break="no"/>meister von Lederverarbeitern. Seinerzeit wurde erklärt, daß aufgrund<lb/>
der Washingtoner Artenschutzabkommen eine Ausnahme für Krokodil zur<lb/>
Taschenproduktion nicht mehr gegeben wird. Jetzt stellt sich heraus, daß<lb/>
Frankreich, Italien, Deutschland, die Schweiz sich an diese Vereinbarung<lb/>
nicht halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte prüfen lassen und<add>[in]</add> Österreich dann die<lb/>
selbe Ausnahmegenehmigung wieder einzuführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_21">BR <rs type="person" ref="#per__131471">Heller</rs> mit GD <rs type="person" ref="#per__130208">Binder</rs> und GD <rs type="person" ref="#per__114148">Göttlicher</rs>, alle von der Wiener Städtischen<lb/>
Versicherung, beschweren sich bitter, daß<add>[sich]</add> die österreichischen Unterneh<lb break="no"/>Amungen bei den nicht österreichischen Versicherungen immer mehr versichern<lb/>
lassen. Dies ist darauf zurückzuführen, weil die Betriebe dann über<lb/>
diese Versicherungen besonders günstige Auslandkredite vermittelt bekom<lb break="no"/>men resp. in Österreich dann entsprechende gute Kreditkonditionen erhal<lb break="no"/>ten. Dies dürfte der Grund sein, warum die Verbund, GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs>, das<lb/>
Kernkraftwerk Zwentendorf jetzt bei der deutschen Allianz versichert,<lb/>
ähnlich ist es jetzt für das große <choice><choice><sic>Eisenhüttenwerk</sic><corr>Stahlwerk in Eisenhüttenstadt</corr></choice></choice> in der DDR. Natürlich<lb/>
haben diese ausländischen Versicherungen entsprechende österreichische<lb/>
Gesellschaften. Echte Österreicher sind aber nur die Städtische und die<lb/>
<pb n="58-0323" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-03-06_0323.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Bundesländerversicherung. Die Erste Allgemeine hat zu 90 % die Generali<lb/>
und zu 10 % die CA. Die Allianz hat zu 52 % die Generali, 24 % die<lb/>
deutsche Allianz und 24 % die deutsche Münchner Rückversicherung. Noch<lb/>
unerklärlicher ist es der Städtischen, daß jetzt die Riunione resp. In<lb break="no"/>terunfall, bei der<add>[die]</add> ÖDK ein seit eh und je österreichisch versichert war,<lb/>
eingestiegen<add>[ist]</add>. <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> will dies im einzelnen genau prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>; Nächstes Jour fixe <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_23">Der Wunsch der Delegation, ich sollte in die Handelsverträgen einbauen,<lb/>
daß die österreichischen Versicherungen herangezogen werden müßen, halte<lb/>
ich nicht für gangbar. Solche Bestimmungen gibt es in den Handelsverträ<lb break="no"/>gen bis jetzt nicht und es würde äußerst schwer sein, so etwas in der<lb/>
gemischten Kommission mit den Ausländern entsprechend auch durchzusetzen.<lb/>
Möglich erscheint mir dagegen, daß jetzt sofort in der Informationsstelle<lb/>
für öffentliche Ausschreibungen auch der Wunsch der österreichischen Ver<lb break="no"/>sicherungen behandelt wird. Natürlich muß hier äußerst vorsichtig und<lb/>
vertraulich vorgegangen werden. Die Zweiteilung zwischen echten öster<lb break="no"/>reichischen Versicherungen, wie eben Städtische, Bundesländer, Donau, und<lb/>
den sogenannten Vertretern des Auslandes, Allianz, Generali usw., dürfte<lb/>
offiziell nicht gemacht werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte mit mir Rücksprache halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_25">Die Abgeordneteninformation der Wr. Abgeordneten wird schön langsam wirk<lb break="no"/>lich eine Pleite. Diese Informationssitzungen auf Anregung der Landesre<lb break="no"/>gierung unter Vorsitz von Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> und vom Wiener Abgeordnetenvertre<lb break="no"/>ter <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs> sollten über die Bundesstraßengesetznovelle informiert werden.<lb/>
Außer <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs>, der ja letzten Endes auch der Referent<add>[war,]</add> waren nur noch<lb/>
die Abgeordneten <rs type="person" ref="#per__112942">Braun</rs>, <rs type="person" ref="#per__97923">Schnell</rs>, <rs type="person" ref="#per__114542">Schemmer</rs> und ich anwesend.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_26"><rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> berichtet einleitend, daß er über die Hauptwohnsitzfrage für die<lb/>
nächste Volkszählung größte Bedenken hat. Die kleinen Bürgermeister der<lb/>
Zweitwohnsitzgemeinde drohen den Wienern mit Nachteilen, wenn sie sich<lb/>
nicht an der zweiten Wohnsitzgemeinde als Hauptwohnsitz angeben. Dadurch<lb/>
wird die Volkszählung ungeheuer beeinflußt. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> wird alle die ihm be<lb break="no"/>kannten Fälle an das Statistische Zentralamt als Durchführungsstelle<lb/>
resp. an das Bundeskanzleramt weitergeben. Es wird durch diese Art eine<lb/>
vollkommen falsche Berechnungsgrundlage der Mandate, aber auch vor allem<lb/>
die Zuteilungsschlüssel für den Finanzausgleich herauskommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_27"><rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> berichtet über die Straßenbauten in Wien. Der Osten ist gegen<lb break="no"/>über dem Westen auch beim Autobahnausbau stark benachteiligt, um dies<lb/>
einigermaßen auszugleichen, wird jetzt in Wien, Burgenland und Niederöster<lb break="no"/>reich der Autobahnbau mehr forciert. Burgenland braucht für 33 km 860<lb/>
Mio., Niederösterreich 6 Mrd., Wien aber für die 43 km 14,2 Mrd. S. Die<lb/>
Mineralölsteuer wird 1980 erstmalig, obwohl 12,042 Mrd. S eingeflossen<lb/>
sind, um 240 Mio. S weniger bringen als präliminiert, trotz der Erhöhung<lb/>
um 20 Groschen. Die jetzt beschlossenen 20 Groschen mit 1. April werden<lb/>
nur 538 Mio. mehr bringen, im Jahr werden es 980 Mio. S sein. Der Mur-Mürz-<lb/>
Furche-Ausbau würde 7 Mrd. S aber allein bis 86 brauchen. Die Verbindung<lb/>
von Wels zur deutschen Grenze, Passau, der wintersichere Ausbau für das<lb/>
Arlbergprojekt Schnellstraße würde 680 Mio. kosten. Insgesamt also müßte<lb/>
er bis 1985 die berühmten 20 Mrd S kriegen, er hofft einen Teil davon<lb/>
von den EG.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_28"><rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> hat jetzt bei seiner Vorsprache in Brüssel wegen Mitfinanzie<lb break="no"/>rung nur eines erreicht, daß die Kommission erklärt hat, sie wird sich<lb/>
um ein Mandat von dem Ministerrat bemühen. Diese wird sicherlich auch<lb/>
ein solches erhalten, ob <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> dabei aber viel Geld erhalten wird,<lb/>
bezweifle ich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_29">Beim Jour fixe mit AK und ÖGB ersuchte Dir. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> vom Konsum, daß die<lb/>
Luftaufwärmung und Umwälzung aufgrund des Arbeitnehmerschutzgesetzes<lb/>
neuerdings überprüft <choice><choice><sic>zu werden</sic><corr>wird</corr></choice></choice>, wie weit man damit im Winter nicht Ener<lb break="no"/>gieverschwendung betreibt. SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> erklärt sich bereit,<add>[dies]</add> in dem Ge<lb break="no"/>werbeordnungsnovellenentwurf, der mit 1.2.1982 in Kraft treten wird,<lb/>
in Angriff zu nehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_30">Alle stimmen überein, daß die Kesselfabrik <rs type="person" ref="#per__126571">Bertsch</rs>, auch wenn große Be<lb break="no"/>denken von SGP vorliegen, in Judenburg auf dem Gelände der VEW eine Teil<lb break="no"/>produktion aufziehen müßte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_31">Dkfm. <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs> spricht sich ganz entschieden gegen eine Liberalisierung der<lb/>
Trockenschnitzel aus. NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs>, der gleichzeitig Obmannstellvertreter<lb/>
im Milchfonds ist, meint, in die Silosperrgebiete dürfe in Hinkunft keine<lb/>
Trockenschnitzel mehr geliefert werden, dies würde auch deshalb jetzt<lb/>
schon nicht mehr gehen, weil das Landwirtschaftsministerium die Fracht<lb break="no"/>stützung dorthin eingestellt hat. Ich selbst erkläre dezidiert, daß ich<lb/>
nicht ununterbrochen Bewirtschaftungsmaßnahmen aufrechterhalten möchte,<lb/>
wenn selbst die Landwirtschaft keine Bedenken für die Liberalisierung<lb/>
der Trockenschnitzel sieht und einer Zollämterermächtigung zustimmt. Die<lb/>
<pb n="58-0325" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-03-06_0325.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>AK wird dieses Problem mit der Zuckerindustrie besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_32">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte erledigt dies auch mit MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_33">Beim Schichtarbeitergesetzvorschlag des Sozialminister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> kommt<lb/>
klar und deutlich der Gegensatz zwischen ÖGB und <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> zum Durch<lb break="no"/>bruch. Die Beschwerde der Textilindustrie bei Sektionschef <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> und<lb/>
mir ist nur ein unbedeutend kleiner Teil dieses Problems. Die Stahl-,<lb/>
Chemie-, Papierindustrie wird davon noch härter betroffen. NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs><lb/>
hat errechnet, daß 3–5 % Kostenerhöhungen durch diesen Gesetzentwurf<lb/>
entstehen, der überhaupt nicht mit dem Gewerkschaftsbund abgesprochen<lb/>
wurde. Hier entwickelt sich ein schwerer Streit zwischen Sozialminister<lb/>
und Gewerkschaftsbund.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_34">Die Wirtschaftstreuhänder haben jetzt ultimativ von SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> verlangt,<lb/>
daß er ihren Antrag auf 12 %-ige Erhöhung ihrer Gebühren bis März 81<lb/>
genehmigt, ansonsten ihr Anbot ebenfalls wieder zurückgezogen wird.<lb/>
Die Wirtschaftstreuhänderkammer würde dann die Honorarordnung rückwirkend<lb/>
mit 1. Jänner 1981 außer Kraft sezten. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> ist über diese ultimative<lb/>
Verhandlungsmethode sehr verärgert. Wir beschließen sofort, daß wir dar<lb break="no"/>auf überhaupt nicht reagieren, die AK und der ÖGB werden die Wirtschafts<lb break="no"/>treuhänder, wenn sie eine Verbandsempfehlung machen, aufgrund des Kartell<lb break="no"/>gesetzes § 36 zum paritätischen Ausschuß zitieren.<add>[Die]</add> Wirtschaftstreuhänder<lb/>
werden mit dieser Methode nicht durchkommen, denn jetzt stellt sich be<lb break="no"/>reits heraus, daß die gewünschten vorjährigen Tariferhöhungen nicht von<lb/>
uns genehmigt wurden, weshalb ihre Klienten größtenteils nicht bereit<lb/>
sind, sie anzuerkennen. Jeder verlangt heute von der amtlichen Preis<lb break="no"/>kommission oder zumindest von der Paritätischen Kommission eine entspre<lb break="no"/>chende Bestätigung, daß Tariferhöhungen oder Preiserhöhungen genehmigt<lb/>
wurden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_35">Die Beschwerde der Fa. Flaga, daß Flüssiggas in der Bündelkalkulation<lb/>
stärker erhöht wurde als die anderen Produkte, wird von der AK und vom<lb/>
ÖGB gleich in Verbindung mit der Flaschenpfandfrage mit Flaga verhan<lb break="no"/>delt.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_36">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte den Flüssiggasfirmen mitteilen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_37">NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> urgiert, daß jetzt endlich für den inländischen Erdgaspreis,<lb/>
nachdem es nicht möglich ist, mit der ÖMV und der RAG zu einer Einigung<lb/>
zu kommen, eine gesetzliche Regelung Platz greifen sollte. Ich haben inso<lb break="no"/><pb n="58-0326" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-03-06_0326.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ferne dagegen im jetztigen Zeitpunkt große Bedenken, denn für das ver<lb break="no"/>gangene Jahr, es müßte ja rückwirkend auch dann eine gesetzliche Rege<lb break="no"/>lung für die schon mit der ÖMV und RAG vereinbarte Abschlagzahlung<lb/>
gemacht werden. Ich habe bis jetzt zumindestens noch nie eine gesetzliche<lb/>
rückwirkende Regelung angestrebt. AK und ÖGB sollten diesen Wunsch an<lb/>
das Finanzministerium herantragen, wenn wir endlich die Abschlagszahlung<lb/>
bekommen haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-03-06_38"><rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> berichtet, daß jetzt die Währungszuflüsse wieder zugenommen<lb/>
haben, die Devisenreserve beträgt jetzt 60 Mrd S. Für eine Zinsenregelung<lb/>
ist die Z, <rs type="person" ref="#per__98028">Vak</rs>, aber auch die Landwirtschaftsseite, GD <rs type="person" ref="#per__127907">Klaus</rs>. Der ex<lb break="no"/>tremste liberale Banker ist derzeit die BAWAG, GD <rs type="person" ref="#per__114047">Flöttl</rs>. Dieser hat<lb/>
langfristige dreijährige Zinsgarantie mit 8 3/4 % gegeben. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> behaup<lb break="no"/>tet, daß jetzt einer Holdingfirma 14 1/2 % für Dreimonatswechsel ange<lb break="no"/>boten wurden, um von der Z die Kunden weg und zur BAWAG zu bringen. Alle<lb/>
sind wir uns einig, daß die jetzige Hochzinspolitik nicht fortgesetzt<lb/>
werden dürfte, weil sie für die österreichische Wirtschaftsentwicklung<lb/>
sich verheerend auswirkt.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 6.3.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Klaus, A</persName>
               <persName><surname>Klaus</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>GS Raiffeisenverband</occupation>
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               <persName type="label">Zelezny, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Zelezny</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation>Dir. Z</occupation>
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               <persName type="label">Schnell, Hermann</persName>
               <persName><surname>Schnell</surname><forename>Hermann</forename></persName>
               <occupation>Wr. Stadtschulratspräs.</occupation>
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               <persName type="label">Bertsch, Josef</persName>
               <persName><surname>Bertsch</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Josef Bertsch, Kessel- und Maschinenfabrik, Bludenz</occupation>
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               <persName type="label">Kazda, Josef</persName>
               <persName><surname>Kazda</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Beamter Bautenministerium/HM</occupation>
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               <persName type="label">Wolfram, Erich</persName>
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               <occupation>Oberbürgermeister Recklinghausen</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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