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            <title type="main">Donnerstag, der 22. Jänner 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band58_1981-01-22</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_01">Donnerstag, 22. Jänner 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_02">Die Aussprache mit GD <rs type="person" ref="#per__114051">Beurle</rs>, Stellvertreter Dr. <rs type="person" ref="#per__129946">Schreiber</rs> u.<lb/>
dem Personalvertreter <rs type="person" ref="#per__127957">Kriechbaum</rs> von der Brau AG mit ZBRO <rs type="person" ref="#per__113132">Suko</rs><lb/>
und dem Sekretär der Getränkearbeiter <rs type="person" ref="#per__126872">Macho</rs> in der LUGA zeigte<lb/>
die ganze Problematik dieses Konzernes, aber auch der Arbeitnehmer<lb break="no"/>vertreter. Die Brau AG kaufte einen Betrieb nach dem anderen, da<lb break="no"/>durch entsteht bei ihnen eine riesige Überkapazität, da ja<add>[der]</add> Bier<lb break="no"/>absatz im vergangen Jahr auch für die Brau AG rückläufig war.<lb/>
Der große Happen, die Schwechater, ist bis jetzt in keiner Weise<lb/>
verkraftet. Auf Arbeitnehmerseite ist es bis jetzt nicht geglückt,<lb/>
den Zentralbetriebsrat so zu konstituieren, daß auch die Schwecha<lb break="no"/>ter dahin vertreten wären. Diese wehren sich ganz entschieden da<lb break="no"/>gegen. Erst jetzt ist wieder ein Streit um Depots der Liesinger,<lb/>
die vor längerer Zeit von der Brau AG aufgekauft wurden, zu einem<lb/>
Verfahren vor dem Arbeitsgericht gekommen. Die Brau AG muß aber,<lb/>
wie GD <rs type="person" ref="#per__114051">Beurle</rs> mitteilte, unbedingt weitere Konzentrationsbeschlüs<lb break="no"/>se im Aufsichtsrat fassen, um Kosten sparen zu können. Während 1979<lb/>
noch 12 Mio. S Gewinn gemacht wurden, werden es 80 bereits 50 Mio.<lb/>
S Verlust sein. Das Ziel ist, die Linzer Brauerei stillzulegen.<lb/>
Dort soll ein alkoholfreies Zentrum entstehen, insbes. muß die<lb/>
Flaschenabfüllanlage stillgelegt werden. Sie ist total veraltet,<lb/>
es müßten riesige Investitionen getätigt werden, wenn man sie<lb/>
weiter betreiben würde. Vorübergehend könnte in Linz höchstens Faß<lb break="no"/>bier abgefüllt werden. Der Bgm. von Linz, <rs type="person" ref="#per__114604">Hillinger</rs>, ist natürlich<lb/>
ganz entschieden gegen die Stillegung der Brauerei in Linz. Die<lb/>
Betriebsräte könnten sich gegebenenfalls mit dieser Maßnahme ab<lb break="no"/>finden, wenn eine Garantie gegeben wird, daß tatsächlich dann dieses<lb/>
alkoholfreie Zentrum in Linz errichtet wird. Die Brau AG hat in<lb/>
Klagenfurt die Fa. Pago erworben. Diese Produktion ganz nach Linz<lb/>
zu verlegen ist unmöglich. <rs type="person" ref="#per__114051">Beurle</rs> meinte, dies würde ein Niklasdorf<lb/>
für Klagenfurt. Aus Klagenfurt könnten höchstens 38 hl Liter Limo-<lb/>
Produktion nach Linz verlegt werden. Auch hier müssen 1,5 Mio. S<lb/>
investiert werden. Die Betriebsräte fürchten, daß der Fall Brauerei<lb/>
Linz so abläuft, wie seinerzeit wie bei der Brauerei Gmunden. Dort<lb/>
hat man auch zuerst ein AHF-Zentrum geplant, nach und nach wurde<lb/>
dann dieser Plan aufgegeben und die Brauerei total stillgelegt.<lb/>
Die nicht von der Geschäftsleitung ausgesprochene Absicht, meinen<lb/>
die Arbeitnehmer, ist, so wie in Wieselburg ein Brauzentrum Ost<lb/>
<pb n="58-0091" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-22_0091.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>geschaffen wurde, jetzt im Westen auch ein Brauzentrum geschaffen<lb/>
wird, dann würden nicht nur die Brauerei in Linz, sondern auch die<lb/>
in Kaltenhausen und in Zipf stillgelegt werden. Anzeichen dafür sind,<lb/>
daß bis 1984 1,4 Mrd. S investiert werden sollen. <rs type="person" ref="#per__113132">Suko</rs> teilte mit,<lb/>
daß es in der nächsten Arbeitsausschußsitzung keine endgültigen<lb/>
Beschlüsse geben kann. Vorher muß nicht nur der Zentralbetriebsrat<lb/>
diese Fragen behandeln, sondern es muß auch eine Betriebsrätekonfe<lb break="no"/>renz einberufen werden. Ein solcher Beschluß wurde bei der letzten<lb/>
Rationalisierung, sprich Stillegung, geschaffen. Die wirkliche Krux<lb/>
für uns Lebensmittelarbeiter besteht darin, daß es jetzt einen zer<lb break="no"/>strittenen Betriebsrat der Brau AG gibt, dadurch kann das Unternehmen<lb/>
auf der einen Seite seine Politik leichter in eigener Regie mit örtl.<lb/>
Betriebsräten und Direktionen durchführen, auf der anderen Seite<lb/>
aber dem Gesetz entsprechend die Mitsprache des Zentralbetriebsrates<lb/>
sich sehr erschwert, weil er kaum selbst eine einheitliche Meinung<lb/>
hat. Die einfachste Antwort, die jeder Betriebsrat gibt, ist, jetzt<lb/>
nichts beschließen, alles verschieben. Dies kann die Leitung der<lb/>
Brau AG wieder nicht akzeptieren, da sich ja Bestellungen von Ma<lb break="no"/>schinen und Anlagen durchführen muß. Das Ganze ist furchtbar verwor<lb break="no"/>ren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_03">Der Kurier hat einen Jugendpreis ausgeschrieben, wo nach Klassen,<lb/>
aber auch einzelne sich an einer FV-Ausschreibung beteiligen können.<lb/>
Die Absicht war, Schulen sowohl mit ihren örtlichen Vereinen und FV-<lb/>
Einrichtungen, aber auch Fachleute Kontakt nehmen und entsprechende<lb/>
Vorschläge origineller, aber auch durchführbarer Art erstatten, wie<lb/>
der FV in ihrer Gegend erhöht werden könnte. Der Kurier ersucht mich,<lb/>
daß ich die Jury bestehend aus einem Künstler, Unterrichtsministeri<lb break="no"/>umsvertreter, Spielcasinorepräsentanten, ÖFVW usw. bestand. Die ein<lb break="no"/>gesendeten Vorschläge wurden sortiert, der erste Preis entfiel auf<lb/>
eine Schule im Weinviertel, dort wurde ein perfektes FV-Konzept<lb/>
vorgelegt. Ich fürchtete, daß dort ein Profi am Werk war. Dies war<lb/>
allerdings nach der Ausschreibung nicht verboten, ganz im Gegenteil,<lb/>
die Absicht war ja, daß sich die Schule mit Fachleuten zusammensetzt<lb/>
und beraten läßt. 10 Preise, die gestiftet wurden, gaben der ganzen<lb/>
Klasse die Chance eine Woche Urlaub in Österreich zu verbringen.<lb/>
Der erste Preis gab sogar einem Schüler, der sich dafür interessierte,<lb/>
die Möglichkeit, in Siezenheim oder in Wien ein FV-Studio-Stipendium<lb/>
durch die Casino AG zu bekommen. Erschüttert war die Redakteurin<lb/>
<rs type="person" ref="#per__120556">Kasbauer</rs>, welche für den FV im Kurier zuständig ist, aber auch der<lb/>
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wurden. Mich hat es nicht überrascht, selbst wenn 10 Preise ausge<lb break="no"/>schrieben sind, sind die Jugend und auch ganze Klassen nur schwer<lb/>
für Aktivitäten zu gewinnen. Teilweise fürchte ich aber auch, glauben<lb/>
alle, es werden sich hunderte daran beteiligen, weshalb sie sich<lb/>
erst gar nicht anstrengen, um einen Preis zu bekommen. Der Kurier<lb/>
wird vielleicht die ganze Aktion wieder wiederholen, natürlich wird<lb/>
er nicht schreiben, daß sich an der ersten Aktion nur 12 beteiligt<lb/>
haben, von denen 10 diesen Urlaubsaufenthalt bekommen werden. Der<lb/>
Herausgebervertreter <rs type="person" ref="#per__129949">Waldstein</rs> begrüßte und bedankte sich vielmals<lb/>
bei mir, daß ich mich für diese Aktion die Zeit nehme. Ich erklärte<lb/>
der Jury, daß ich alles akzeptiere, was fremdenverkehrsfördernd ist,<lb/>
am besten charakterisierte ich, glaube ich, dies sehr hart, für den<lb/>
FV prostituiere ich mich ja schon.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_04">Ein Gespräch über den FV führte ich dann auch mit Herrn <rs type="person" ref="#per__129947">Klocker</rs><lb/>
von der deutschen Zeitschrift die Bunte. Mir unerklärlich wollte<lb/>
diese Zeitung nicht nur mit mir, sondern gleichzeitig auch mit dem<lb/>
Präs. des Reisebüroverbandes <rs type="person" ref="#per__112934">Raml</rs>, vom FV-Büro GD <rs type="person" ref="#per__112998">Sokol</rs> und von<lb/>
Touropa-Vorstandsdirektor <rs type="person" ref="#per__129948">Grassl</rs> sowie MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> führen. Scheinbar<lb/>
will die Bunte dieses Gespräch als eine Art brainstorming, um den<lb/>
neudeutschen Ausdruck zu gebrauchen, aufziehen. Mir kann es nur recht<lb/>
sein, mir ist, wie ich ja gerade vorher sagte, jedes Mittel recht, um<lb/>
für den österr. FV Propaganda zu machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Warum diese große Gesprächsrunde?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_06">Die Partei-Geburtstagsfeier für den 70jährigen Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
in der Löwelstraße war wirklich ein Auftrieb aller Angestellten d.<lb/>
Hauses. Der Saal war bummvoll, als <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> ihm gratulierte und <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs><lb/>
ihm 2 Bände seiner Reden überreichte. Die erste war vom Sozialisten<lb break="no"/>prozeß 36 seine Verteidigungsrede. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> bemerkte mit Recht, daß<lb/>
auch damals schon der Vorsitzende des Gerichtes ihm ständig ver<lb break="no"/>suchte ihn zu unterbrechen, der Redeschwall <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky's</rs> war damals<lb/>
auch nicht aufzuhalten. Sicherlich hat aber damals nicht so langsam<lb/>
und bedächtig gesprochen wie heute. Überrascht hat mich, daß <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs><lb/>
die wichtigsten Reden der Reihe nach ohne ein Manuskript oder einen<lb/>
Spickzettel aufsagen konnte. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> hat sich also hier wirklich mit<lb/>
diesem Problem oder, besser gesagt, mit dem Inhalt dieses Buches sehr<lb/>
genau beschäftigt. Für <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war es ein schönes Geschenk, wie er<lb/>
selbst dann ausführte. Seit den Griechen weiß man, daß es nichts<lb/>
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er und muß er seine Ideen durchsetzen. Daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst sehr<lb/>
redegewandt ist, weiß nicht nur er, sondern kann jedermann feststel<lb break="no"/>len. Die Art, wie er spricht, bedächtig, insbes. wenn er frei spricht,<lb/>
die Sätze bildend, nicht immer vollendend, aber stets mit bedeuten<lb break="no"/>den Aussagen, ist für mich auch sehr beeindruckend. Als ich ihm<lb/>
dann persönlich gratulierte, war ich überrascht, daß er sich bei<lb/>
mir für die gute Zusammenarbeit bedankte. Er meinte, ich hätte ihn<lb/>
niemals enttäuscht, erinnerte an unseren gemeinsamen Kampf, wo, wie<lb/>
er sagte, viele ihn verlassen hatten, als es darum ging, ob Öster<lb break="no"/>reich zur EG soll oder nicht und, wie ich damals sagte, ich der letz<lb break="no"/>te EFTA-Partisan sein werde. Das war das einzig Strittige, denn er<lb/>
meinte, er wird der letzte sein. Tatsächlich wurde ja in den 60er<lb/>
Jahren darüber hart gerungen und in der Partei gab es viel mehr, die<lb/>
zur EG beitreten wollten, als Neutralitätsfanatiker wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
und mich, die ganz entschieden dagegen waren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_07">Bei der Sektionsleitersitzung, an der <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs> wegen einer Venenent<lb break="no"/>zündung nicht teilnehmen konnte, berichtete also gleich SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
über die Verhandlungen mit dem jap. Botschafter. Mit 15.2. <choice><choice><sic>werden</sic><corr>wird</corr></choice></choice><lb/>
für Videorekorder ein Kontingent von 8.500 Stück <choice><choice><sic>festlegen</sic><corr>festgelegt</corr></choice></choice>. Als<lb/>
Gegenleistung, hat <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> den Japanern gesagt, bekommen sie 120.000<lb/>
Farbfernsehröhren, 18 und 20 Zoll, zollfrei als Kontingent. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
ist überzeugt, daß die Japaner sich nicht beim GATT oder sonstwo<lb/>
wegen der Videorekorder-Einfuhrbeschränkung beschweren werden. Über<lb break="no"/>raschend für mich ist, daß noch immer nichts auf meine Intervention<lb/>
bei dem Außenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__127902">Tanaka</rs> bei der letzten IEA-Tagung<lb/>
von den Japanern zu hören ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> soll beim jap. Handelsrat einmal<lb/>
Rückfrage halten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_09">Bezüglich der zugesagten Zollermäßigung für 3 Produkte gegenüber<lb/>
der DDR, die wir ja weltweit geben müssen, einigten wir uns auf<lb/>
Heizöl schwer, Kräne und Ethylacetat. Da Ethylacetat von der DDR-Ver<lb break="no"/>tretung nicht akzeptiert wird, schlägt <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> die Stilmöbel und die<lb/>
Küchenmöbel vor. Angeblich hat das Branchenreferat, MR <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs>, gemeint,<lb/>
dies geht ohne weiteres. Ich sprach mich ganz entschieden gegen<lb/>
Küchenmöbel aus. Ich kann mir vorstellen, welchen Krach wir bekom<lb break="no"/>men, wenn, ohne daß die HK oder der Fachverband dieser Regelung zu<lb break="no"/>stimmt, die Küchenmöbel in eine zollfreie Einfuhr aus der DDR vor<lb break="no"/><pb n="58-0094" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-22_0094.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schlagen<add>[werden]</add>. Schon Stilmöbel wird eine gewisse Schwierigkeit ergeben.<lb/>
Das Hauptproblem aber ist, daß das Finanzministerium erklärt, es würde<lb/>
solche Zollermäßigungen nur auf Antrag des Handelsministeriums im<lb/>
Einzelgenehmigungsverfahren bewilligen, da müßte die Industriesektion<lb/>
die Nichterzeugung oder nicht bedarfsmäßige Erzeugung bestätigen.<lb/>
Dies gilbt weder für Möbel noch für Kräne, derzeit nicht einmal<lb/>
bei Heizöl schwer. Um diese Zusage des Bundeskanzlers effektuieren<lb/>
zu können, muß daher das Finanzministerium einen Verordnungsentwurf<lb/>
für diese 4 Produkte erlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_10">ANMERKUNG FÜR SC <rs type="person" ref="#per__108322">MEISL</rs> u. <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die einzige Lösung ist eine<lb/>
schriftl. Information an den neuen Finanzminister.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_11">Bezüglich der Hemdenimporte, Mindestpreisverordnung, hat sich SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
jetzt den Einwänden der AK, ÖGB, aber auch insbes. d. Fachverbandes<lb/>
gebeugt und schlägt für die Verhandlungen mit den Portugiesen eher<lb/>
eine Erhöhung des Kontingentes von 1,030.000 Mio. auf 1,300.000 vor.<lb/>
Ich meinte, es handelt sich also nur, daß eine Null verschoben wird.<lb/>
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Arbeitsstoffkennzeichnung gibt. Dies verlangt nicht nur das Arbeit<lb break="no"/>nehmerschutzgesetz und das Giftgesetz § 39 GewO gibt uns dazu die<lb/>
Möglichkeit. Wichtig ist, daß die Symbole und die Norm der Europ.<lb/>
Gemeinschaft auch in unsere Verordnung übernommen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_14">Die Kreditgeber möchten gerne in den Beirat aufgrund des Gewerbe<lb break="no"/>strukturgesetzes. Die HK hat dort 5 Vertreter, wir mischen uns nicht<lb/>
ein, wem sie entsendet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_16">Der Vertrag für die Textverarbeitung des Handelsministeriums lauft<lb/>
1981 aus. Allgemein besteht der Wunsch, statt einer teuren zentrali<lb break="no"/>sierten Textverarbeitungsanlage mehrere kleinere zu kaufen, damit<lb/>
die einzelnen Sektionen diese besser benützen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs> sofort nach Rückkehr be<lb break="no"/>sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_18">Im Jahr der Behinderten wird jetzt überall in den Sektionen ent<lb break="no"/>sprechende Aktivität entfaltet. Auch mit anderen Ministerien müßte<lb/>
unsere Vorgangsweise koordiniert werden. Als Koordinator wurde von<lb/>
der SL-Sitzung auf Vorschlag <rs type="person" ref="#per__111737">Marschs</rs> MR <rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs><add>[evtl. Falschidentifikation]</add> bestimmt. Staatsekr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> wird aber die notwendigen Arbeiten durchführen lassen und<lb/>
vor allem mit den anderen Ministerien insbes. mit den Staatssekretä<lb break="no"/>rinnen koordinieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_19">SC <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> berichtet, daß die Erarbeitung der Unterlagen für den<lb/>
Unterausschuß des Handelsausschusses bezügl. d. Energiesicherungs<lb break="no"/>gesetzes positiv verläuft. Insbes. gibt es bezügl. der leitungs<lb break="no"/>gebundenen Energielegistik guten Kontakt mit den Ländern, für die<lb/>
Landesgesellschaften ist der Niederösterreicher <rs type="person" ref="#per__117159">Plöchl</rs> als Sprecher<lb/>
bestimmt, die Steirer haben allerdings mit dem <rs type="person" ref="#per__127000">Manninger</rs> ebenfalls<lb/>
entsprechende Vertretung. Die Unterlagen für den Unterausschuß müs<lb break="no"/>sen noch dahingehend ergänzt werden, daß das Energiesicherungsge<lb break="no"/>setz Lenkungsmöglichkeiten nur dann vorsieht, wenn es sich bei Gas<lb/>
oder Kohle um Energieträger handelt. Für die Chemie Linz wäre es<lb/>
aber wichtig, wenn auch das Rohstoffgas entsprechend gelenkt werden<lb/>
kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> soll entsprechende Formulierungen<lb/>
für die nächste Sitzung vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_21">Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> berichtet, daß die Verhandlungen mit der BRD über die<lb/>
Herkunftsangaben als gescheitert betrachtet werden müssen. Die Land<lb break="no"/>wirtschaft u. die HK wehren sich gegen jedwede weitere Zugeständnis<lb break="no"/>se, die Deutschen erklärten dezidiert, sie werden die Weinordnung des<lb break="no"/>halb, die die Landwirtschaft Österreichs dringend wünscht, unterferti<lb break="no"/>gen. Bei der ersten Besprechung am 9. Jänner im Rahmen der Europ. Ge<lb break="no"/>meinschaft stelle sich dann sofort heraus, <choice><choice><sic>was</sic><corr>daß</corr></choice></choice> sich diesem Veto Itali<lb break="no"/>en anschließt und auch die Franzosen haben wissen lassen, sie brauchen<lb/>
keinerlei Regelungen über Qualitätsweine im Verkehr mit Österreich.<lb/>
Die harte Linie der Landwirtschaft dürfte sich also hier einmal<lb/>
ad absurdum führen. Eine Änderung könnte sich noch ergeben, wenn die<lb/>
DDR tatsächlich um ein Herkunftsbezeichnungs-Abkommen mit Öster<lb break="no"/>reich ersucht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_22">Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> ist im Aufsichtsrat der INPADOC, dies ist eine Gründung<lb/>
Anfang der 70er Jahre, alleiniger Vertreter ist das Finanzministe<lb break="no"/>rium. Dieses hat auch um nicht zuletzt 100 Mio. S bis jetzt zuge<lb break="no"/>schossen. 75 war 15 Mio. Verlust, im 80er Jahr sind es immerhin<lb/>
<pb n="58-0096" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-22_0096.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>noch 6 Mio. Wenn das europ. Patentübereinkommen über das Euronet<lb/>
allen Mitgliedsstaaten dann die Informationen, die heute noch das<lb/>
Inpadoc teilweise noch verkaufen kann, dann zur Verfügung stellt,<lb/>
ist Inpadoc überhaupt nur mehr <choice><choice><sic>äußerster Verlust trächtig</sic><corr>äußerst verlustträchtig?</corr></choice></choice> zu führen.<lb/>
Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> wollte meine Einstellung wissen, ob das Handelsministe<lb break="no"/>rium, sprich Patentamt, sich um die Kompetenz für die Inpadoc bewer<lb break="no"/>ben sollte. Dies habe ich ganz entschieden abgelehnt, in den 70er<lb/>
Jahren hätte man die Funktion der Inpadoc ohneweiters im Patentamt<lb/>
mit geringerem Kostenaufwand durchführen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_23">Die Aussprache mit GS <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs> von der HK, Prof. <rs type="person" ref="#per__112995">Grümm</rs>,<lb/>
derzeitig Internationale Atomenergieorganisation, NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs>, <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> und mir sollte die Vorgangsweise für den Unter<lb break="no"/>ausschuß im Parlament festlegen. Ein ausgesprochener Fachmann,<lb/>
nämlich <rs type="person" ref="#per__112995">Grümm</rs>, ÖAAB-Funktionär und deshalb, so hoffe ich, auch ein<lb/>
Vertrauter von <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, erörterte die notwendigen Ergänzungen bezügl.<lb/>
des Lagerungsproblemes, Stahlbehälter, sollte man Dr. <rs type="person" ref="#per__129950">Kreysa</rs>,<lb/>
Seibersdorf konsultieren. Bezügl. der Erdbebensicherung haben 12<lb/>
Geologen im GEOWAG-Gutachten entsprechende Vorschläge erstattet.<lb/>
Hier müßte man die kritischen Bemerkungen von den Geologen noch<lb/>
einzeln präzisieren lassen, damit mit eventuelle Abhilfe schafft.<lb/>
Bezügl. d. Grundwassers meint <rs type="person" ref="#per__112995">Grümm</rs>, sollte ein lokaler Test sofort<lb/>
durchgeführt werden. Der Schlier, auf dem das Kraftwerk gebaut ist,<lb/>
hat eine große Resorptionsfähigkeit und der Grundwasserstrom fließt<lb/>
ungeheuer langsam, von Zwentendorf bis Tulln 300 Jahre, dort wird<lb/>
in der Zwischenzeit selbst bei einem Auslaufen von noch so radio<lb break="no"/>aktiver Substanz der größte Teil bereits resorbiert sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_24">Bezüglich der Reaktorsicherheit wurde durch die Sonderausführung<lb/>
der Schweißnähte mit einem 1/1<add>[?]</add> Schwingungsprobe durch den Tüv,<lb/>
technischer Überwachungsverein, die größte Sicherheit gewährleistet.<lb/>
Über Dr. <rs type="person" ref="#per__116423">Binner</rs> sollte man sich aber neuerdings mit dem Tüv-Vertreter<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> ins Einvernehmen setzen. Die GKT sollte Pläne vorlegen,<lb/>
wie die Kosten und der Abbau vor sich gehen soll, wenn das Kernkraft<lb break="no"/>werk dann nach Jahrzehntelanger Benutzung stillgelegt werden muß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_25">Bezüglich der über regionalen Alarmpläne müßte Minister <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs><lb/>
die notwendigen Veranlassungen treffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_26"><rs type="person" ref="#per__112995">Grümm</rs> bestätigte die alte These von mir, es muß gelingen im Unter<lb break="no"/>ausschuß das ganze Problem von den Politikern wegzubringen zu den<lb/>
Fachexperten. Notwendig ist es, daß die Strahlenschutzkom<lb break="no"/><pb n="58-0097" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-22_0097.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>mission die notwendigen Werte neuerdings bestätigt, die maximal<lb/>
abgegeben werden dürfen, daß die Reaktorsicherheitskommission fest<lb break="no"/>stellt, daß dieses Kernkraftwerk den Anforderungen der Sicherheit<lb/>
entspricht und daß der techn. Überwachungsverein dies neuerdings<lb/>
nach entsprechender Überprüfung bestätigt. Diese drei wichtigen<lb/>
Institutionen können neben den 80 im Atominstitut vorhandenen Fach<lb break="no"/>leuten und den 500 in Seibersdorf zu all den offenen Problemen heran<lb break="no"/>gezogen werden. GS <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> bestätigte allerdings, daß dieses Problem<lb/>
nicht auch von der ÖVP so einfach zu lösen ist. Dort, wie auch inner<lb break="no"/>halb der Sozialisten, gibt es Gruppen, die alle diese Fachleute als<lb/>
Atomlobby ablehnen. Der jetzt momentan im Parlament zw. Energie<lb break="no"/>sprecher <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs>, <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> und <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, den Parteien stehende Streit, wie<lb/>
Material in den Unterausschuß kommen soll, ist ein noch bis jetzt<lb/>
nicht überwundenes Hindernis. <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> besteht darauf, daß eine Ent<lb break="no"/>schließung gefaßt werden soll, wonach die Regierung beauftragt wird,<lb/>
das Material zur Verfügung zu stellen. Die ÖVP wieder schließt sich<lb/>
dem an und möchte, so fürchte ich, nichts präzisieren. Dr. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs><lb/>
möchte womöglich weiter lavieren, um auf der einen Seite mit <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> ge<lb break="no"/>meinsam zu dokumentieren, daß das Atomvolksbegehren die seiner<lb break="no"/>zeitige Volksabstimmung womöglich nicht ändern soll, auf der anderen<lb/>
Seite aber doch den Grundsatz, die ÖVP bekennt sich zur friedlichen<lb/>
Nutzung der Kernenergie, nicht total mißachtet. Dr. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> versucht<lb/>
jetzt seit Wochen ein entsprechendes Kompromiß zu erzielen. Da<lb/>
Klubobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> und <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> sich noch freitags treffen, um die Vor<lb break="no"/>gangsweise zu besprechen, wird bei uns kein endgültiger Beschluß<lb/>
gefaßt. Ich schlage <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> und damit indirekt der ÖVP vor, wenn der<lb/>
Unterausschuß von mir sehr konkrete Auskünfte über entsprechende<lb/>
Gutachten von Institutionen wie Reaktorsicherheitskonferenz Tüv usw.<lb/>
verlangt, bin ich gerne bereit, diese auch dann zu beschaffen. Mir<lb/>
geht es weniger darum, wie dieses Material in den Unterausschuß zur<lb/>
Behandlung kommt, sondern wie schnell es gelingt dezidierte Forde<lb break="no"/>rungen der ÖVP im Unterausschuß formuliert zu bekommen. Fest für<lb/>
mich, aber ich glaube auch für die HK, ist, daß alles nur mehr<lb/>
schriftlich erfolgen soll. Langfristige Diskussionen und Enqueten<lb/>
haben in der Vergangenheit schon gezeigt, führen zu nichts. Die<lb/>
Gefahr, die die ÖVP heute noch sieht, daß sich der Bundeskanzler,<lb/>
wie man so schön sagt, abseilt, ist nicht mehr gegeben. Selbst<lb/>
Prof. <rs type="person" ref="#per__112995">Grümm</rs> bestätigte, daß er bei der Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__112571">Tollmann</rs><lb/>
eindeutig sich zur Kernenergie bekannt hat. Dies hat er auch durch<lb/>
Unterschrift auf dem Volksbegehrensantrag dokumentiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-22_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte die Forderungen <rs type="person" ref="#per__112995">Grümm's</rs> punktations<lb break="no"/>mäßig sofort festhalten.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>MR, Leiter Gruppe FV u. Gewerbeförd. HM</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Salcher, Herbert</persName>
               <persName><surname>Salcher</surname><forename>Herbert</forename></persName>
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               <persName><surname>Tanaka</surname><forename>Rokusuke</forename></persName>
               <occupation>jap. HM</occupation>
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               <persName type="label">Kehrer, Karl</persName>
               <persName><surname>Kehrer</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>HK-Kammeramtsdir./Gen.Sekr.</occupation>
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               <persName><surname>Peyerl</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName><surname>Rief</surname><forename>Siegfried</forename></persName>
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               <occupation>GD-Stv. Brau-AG</occupation>
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               <occupation>MR HM/OB</occupation>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName><surname>Steyrer</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>SPÖ-NR-Abg., ab 1981 Gesundheitsmin.</occupation>
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