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            <title type="main">Dienstag, der 20. Jänner 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_01">Dienstag, 20. Jänner 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_02">GD <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> von der Vöest informierte ich über das Verhandlungser<lb break="no"/>gebnis in Moskau. Er war über die Andeutung der Sowjets, anstelle der<lb/>
700.000 t Kokskohle wenigstens 250.000 bis 300.000 t Heizkohle zu<lb/>
liefern, erfreut. Auch wenn diese Menge niemand in Österreich derzeit<lb/>
brauchen kann, wird er versuchen, eine Verwertung dafür, Dreiecksge<lb break="no"/>schäft oder eine andere Konstruktion, zu finden. Bezüglich der Finan<lb break="no"/>zierung des großen Gasvertrages, sowjetische Forderung eines höheren<lb/>
Kreditanteiles, war er wenig überrascht. Schon jetzt mußte bei den 10<lb/>
Schiffen auf die sowjetische Forderung anstelle von 15 % Baranzahlung<lb/>
auf 5 % + einige andere Kleinigkeiten eingegangen werden. Nach wie vor<lb/>
wehrt sich aber <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>, daß für 50.000 t Erdölrohre, die er liefern<lb/>
soll, die Fa. <rs type="person" ref="#per__110995">Pisec</rs>, Bundesrat der ÖVP und Handelsfirma, eingeschaltet<lb/>
werden muß. Der Generaldirektor der <choice><choice><sic>Prosujusimport</sic><corr>?</corr></choice></choice>, <rs type="person" ref="#per__129248">Afanasis</rs>, verlangt<lb/>
dies ganz offiziell. Ein sowjetischer Vertragsentwurf, den die Vöest<lb/>
von diesem bekommen hat, sieht bereits die Handelsfirma Pisec vor.<lb/>
Die offizielle Begründung der Sowjets ist, daß sie unbedingt zwischen<lb/>
die Produktionsfirma und ihre Abnahmefirma eine Handelsfirma dazwi<lb break="no"/>schengeschaltet werden muß. In Belgien und in Frankreich, aber auch<lb/>
in Deutschland bei Mannesmann ist dies ebenfalls der Fall. Begründet<lb/>
wird dieses Verlangen, weil bei<add>[einer]</add> eventuellen Embargoforderung des<lb/>
Staates bei der Produktionsfirma die Handelsfirma eben dann trotzdem<lb/>
als inländische nicht so leicht einem Embargo zu unterwerfende Firma<lb/>
den Vertrag dann weiter erfüllen kann. <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> vermutet aber so wie<lb/>
bei allen anderen Verträgen im COMECON, wo er bereits eine solche<lb/>
Konstruktion akzeptieren mußte, daß hier eine Finanzierung der österr.<lb/>
kommunistischen Partei über dann noch eine dritte einzuschaltende<lb/>
Firma oder Provisionsabtretungen der wahre Grund sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Versuche ganz vorsichtig rauszubekommen, ob<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> etwas davon weiß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_04">GD <rs type="person" ref="#per__98102">Wolfsberger</rs>, Siemens, wurde von mir über die Kabellieferungen ver<lb break="no"/>ständigt. Da die Sowjets abgelehnt haben den indischen clearing,<lb/>
Dreiecksgeschäft, hier heranzuziehen, fürchtet er, daß weder die<lb/>
deutsche Siemens, aber auch die österreichische Siemens in Hinkunft<lb/>
solche Geschäfte nicht mehr machen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Kabelindustrielieferung und Pro<lb break="no"/>duktion besonders beobachten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_06">Im sozialistischen Nationalratsklub berichtete <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> über sein Problem<lb/>
des Weisungsrechtes gegenüber dem Staatsanwalt. Er ist nach wie vor<lb/>
der Meinung, daß daran im Prinzip nicht gerüttelt werden kann. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs><lb/>
berichtet über die Alma-Anzeige. Hier wollte er keineswegs feststellen,<lb/>
daß eine strafbare Handlung bereits feststeht, er meinte nur, die<lb/>
Staatsanwaltschaft mußte von ihm verständigt werden, ob zu Unrecht bezo<lb break="no"/>gene Mittel eine strafbare Handlung darstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_07">Minister <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> berichtete, daß die Nebenbahnen der ÖBB 1 Mrd. S<lb/>
pro Jahr kosten, bei einem Gesamtabgang von 3 1/2 Mrd. S ein beträch<lb break="no"/>tlicher Anteil. Die Bundesländer sollen eben jetzt zu einer Leistung<lb/>
herangezogen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_08">Abg. <rs type="person" ref="#per__97476">Gmoser</rs> fragte, ob man nicht die Affäre des Bundesrats <rs type="person" ref="#per__129251">Pölzl</rs>, er<lb/>
wurde von der ÖVP durch Landtagsbeschluß als Bundesrat beurlaubt, da<lb/>
er aber noch gar kein Bundesrat ist, sondern an seine Stelle eben<lb/>
der ehemalige NR <rs type="person" ref="#per__129252">Kaufmann</rs> von der Steiermark in den Bundesrat entsen<lb break="no"/>det wurde, gibt es gar keine Beurlaubung von ihm. Dieses Manöver wurde<lb/>
nur durchgeführt, um ihn eben leichter übergehen zu können. Die Frage,<lb/>
die sich jetzt stellt ist, ob damit der Bundesrat überhaupt verfassungs<lb break="no"/>mäßig zustandekommende Beschlüsse fassen kann. Der derzeitige Vor<lb break="no"/>sitzende des Bundesrates, der ÖVP-ler <rs type="person" ref="#per__128473">Schwaiger</rs> aus Tirol, wird deshalb<lb/>
nach Graz fahren, um mit der dortigen ÖVP-Leitung dieses Problem ein<lb break="no"/>gehend zu besprechen. Man muß abwarten, was bei dieser Aussprache<lb/>
herauskommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_09">Abg. <rs type="person" ref="#per__112988">Wille</rs> schnitt die Frage der Äußerung des Staatssekretärs <rs type="person" ref="#per__97937">Seidel</rs><lb/>
bei der Pressestunde-Diskussion am Sonntag bezüglich der Besteuerung<lb/>
des 13. und 14. Monatsgehaltes an. Er meinte, daß es leicht ist,<lb/>
die aufgebrachten Arbeiter zu beruhigen, wenn man ihnen sagt, daß<lb/>
jemand, der 600.000 S 13, 14 hat, dafür nur 36.000 S Steuer bezahlen<lb/>
muß. Der höchste Steuersatz beträgt 6 % für den 13. und 14. <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs><lb/>
meinte, Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97937">Seidel</rs> hätte vorsichtiger sein sollen, ebenso<lb/>
der Betriebsratsobmann der Vöest, <rs type="person" ref="#per__128858">Ruhaltinger</rs>. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> als Vorsitzen<lb break="no"/>der der Privatangestellten meinte, diese Äußerung wird jetzt eine<lb/>
Eigendynamik entwickeln. Bei einem Wahlkampf hat die SPÖ ausdrücklich<lb/>
erklärt, daß an diesem Besteuerungssystem nichts geändert wird. Grund<lb break="no"/>sätzlich muß es daher bei diesem bestehenden System bleiben. Was<lb/>
möglich ist, ist eine Obergrenze einzuziehen, bis zu welchem dieser<lb/>
geringe Steuerprozentsatz gilt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_10">Bei der Sektionsleitersitzung auf der Landstraße wurde über diese<lb/>
Frage nach meinem Bericht heftigst diskutiert. Dort stoßt die Äußerung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97937">Seidels</rs> und überhaupt das System zu ändern auf den heftigsten Wider<lb break="no"/>stand.<lb/>
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65. bekommen hat, nachdem <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> natürlich ihm vorher herz<lb break="no"/>lichst gratulierte. Die Haltung von <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> zum 13, 14 ist die einzig<lb/>
richtige. Das ganze Problem muß man aber im Rahmen der Steuerreform<lb/>
beachten, wo ja neue Mittel für eine Vollbeschäftigungspolitik ge<lb break="no"/>schaffen werden müssen. Zur Konjunkturerhaltung und Krisenbekämpfung<lb/>
1974 sind nämlich größere öffentliche Arbeiten noch nicht gemacht<lb/>
worden, die man eben in der Zwischenzeit erledigte und vor allem eine<lb/>
geringere Verschuldung des Bundes gewesen, die man eben jetzt nicht<lb/>
mehr hat. Er informierte dann über die Erstellung des Wirtschaftspro<lb break="no"/>grammes der 80-er Jahre. Bezüglich der Bankmanager und Änderung<lb/>
verwies er darauf, daß, hätten die Länderbank und die CA-Vorstände so<lb/>
in Deutschland gehandelt, wären, wie dies z.B. der Deutschen Commerzbank<lb/>
geschehen ist, die Vorstandsvorsitzenden längst weggeschickt worden.<lb/>
In Österreich wird niemand verdrängt, Vorstandsvorsitzender der Län<lb break="no"/>derbank <rs type="person" ref="#per__113125">Erndl</rs> wurde bis Jahresende verlängert, <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> hat sich be<lb break="no"/>achtenswert verhalten, als er die Transferierung der CA in die Län<lb break="no"/>derbank akzeptierte. CA-Vorstandsvorsitzender <rs type="person" ref="#per__122965">Treichls</rs> Vertrag wurde<lb/>
2-mal verlängert und er ist jetzt 67. Erst jetzt ist in der größten<lb/>
amerikanischen Bank Chase Manhattan der Generaldirektor mit 65 in<lb/>
Pension geschickt worden. Bezüglich der Bezügebegrenzung, dieselbe<lb/>
Höhe wie der Bundespräsident, muß man jetzt dann in den dafür vorge<lb break="no"/>sehenen Gremien verhandeln. Die Bankdirektoren haben einen sehr hohen<lb/>
Gehalt, dies ist erträglich, gelöst sollen die Nebenbezüge durch Auf<lb break="no"/>sichtsratsposten dahingehend geregelt werden, daß so wie bei der ÖIAG<lb/>
die Aufsichtsratsbezüge von den Vorständen in die Tochter oder sonst<lb/>
wohin Delegierten der ÖIAG abgeführt werden müssen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vergaß,<lb/>
oder weiß es nicht zu erwähnen, daß ich dieses System auch in der<lb/>
Verbund eingeführt habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_12">Abschließend erwähnte er noch einmal, daß die Österreicher bereit<lb/>
gewesen wären, zur Geiselbefreiung als Transferland für die Bezahlung<lb/>
eingeschaltet zu werden. 1,3 Mrd. $ Gold wäre sofort möglich gewesen<lb/>
zur Verfügung zu stellen. Die Amerikaner haben aber vorgezogen, dies<lb/>
Ganze über Großbritannien abzuwickeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_13">Nach der Klubsitzung informierte ich <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> über meinen Sowjetbe<lb break="no"/>such und überbrachte ihm auch das Geburtstagsgeschenk, mit dem Bemerken,<lb/>
ich bin ein zu gut bezahlter Amtsgehilfe, aber dafür ein umso <choice><choice><sic>ver<lb break="no"/>lässlicher</sic><corr>verlässlicherer</corr></choice></choice>. Über das Verhalten der ÖMV und der Nachlieferung von Gas<lb/>
teilte er meine Meinung, dies könne ich mir unter gar keinen Umständen<lb/>
gefallen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_14">Eine Aussprache mit GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> von der ÖMV in Anwesenheit von Koll.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> benützte ich, um mit <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>, wie man so schon sagt, Fraktur<lb/>
zu sprechen. Ich erklärte ihm dezidiert, daß der Bundeskanzler mich<lb/>
ermächtigt hat, festzustellen, daß die Vorgangsweise ungehörig ist.<lb/>
Ich selbst erklärte, er könne mich nicht blöd sterben lassen, indem<lb/>
er über die Nichtlieferung von 170 Mio. m³ im vergangenen Jahr mich<lb/>
nicht informiert. Überhaupt beschwerte ich mich, daß trotz mehrerer<lb/>
Aufforderung niemals Ziffern von ihm zu bekommen sind, sondern immer<lb/>
nur vage Andeutungen. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> gab sich sehr erschüttert, er meinte nur<lb/>
als Ausrede, daß der sowjetische Gasunterhändler auf seiner Ebene,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115018">Baranowski</rs>, ihn ersuchte, er möge die Nichtlieferung niemandem sagen,<lb/>
er könne dies im eigenen Wirkungsbereich heuer nachholen, wenn es<lb/>
sozusagen niemand erfährt. Diese Ausrede ist deshalb lächerlich, denn<lb/>
Nichtlieferungen ergeben sich allein schon aus der Statistik, außer<lb break="no"/>dem war es der OÖ Ferngas sogar bekannt. Daß die Sowjets dies genau<lb/>
wußten, konnte ich ja in Moskau genau feststellen. Niemand in der SU<lb/>
kann so etwas in Eigenregie machen. Außerdem mußte <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> zugeben, daß<lb/>
selbst wenn es strengst vertraulich zwischen ihm und <rs type="person" ref="#per__115018">Baranowski</rs> aus<lb break="no"/>gemacht worden wäre, er mich hätte unbedingt informieren müssen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> ist fest davon überzeugt, daß diese Abreibung genügt hat,<lb/>
daß die ÖMV in Hinkunft tatsächlich die Zahlen liefern wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte dies ganz besonders in Zukunft beach<lb break="no"/>ten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_16">GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> möchte in Hinkunft auch, daß die ÖMV auch bei allen Auslands<lb break="no"/>reisen von mir verständigt wird, damit sie ihre Vertreter mitschickt.<lb/>
Eine solche permanente Einladung besteht nicht nur für die ÖMV, son<lb break="no"/>dern für alle größeren Firmen. Wer sich an mich wendet, wird immer<lb/>
mitgenommen.<lb/>
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wieder in Erinnerung rufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_18">Im Ministerrat, der ohne eine Vorbesprechung sofort begann, wurde, wie<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann feststellt, erstmals in Österreich fast eine öffentliche<lb/>
Sitzung daraus. Das Fernsehen hatte ersucht zu Beginn einen Schwenk<lb/>
durchführen zu dürfen, die Journalisten sind aber dann mit reingekom<lb break="no"/>men und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat vor Eingang in die Tagesordnung <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zu seinem<lb/>
Geburtstag gratuliert. Bis jetzt hat dies selbstverständlich immer der<lb/>
Vizekanzler gemacht und so war von vornherein klar, daß <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
dies auch diesmal machen wird. Erstmals hatte sich <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> eine solche<lb/>
Rede aufgesetzt und runtergelesen. Die Einleitung war schon für mich<lb/>
einmalig. Niemals während der 11 Jahre hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> jemals <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
anders als Herr Bundeskanzler angesprochen. Diesmal auch, sehr geehrter<lb/>
Herr Bundeskanzler, dann aber die Ergänzung, lieber <rs type="person" ref="#per__97668">Bruno</rs>. Natürlich<lb/>
hatte er es sehr schwer, diese Laudatio zu halten, hat es aber sehr<lb/>
geschickt aufgebaut und sich der Aufgabe entledigt. Als Geschenk über<lb break="no"/>reichte er ihm von der Bundesregierung die Silbermünzen seit 1970.<lb/>
Da niemand mich aufforderte zu diesem Geschenk etwas beizutragen,<lb/>
und wahrscheinlich auch die anderen Minister nicht, handelt es sich<lb/>
eigentlich um ein Geschenk von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> selbst. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwiderte frei,<lb/>
er hat bereits erklärt, daß Reden, die zu seinem 70. gehalten<lb/>
werden, nicht als bare Münze zu nehmen sind, sondern Ausdruck der<lb/>
freundschaftlichen Gesinnung. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> wurde ständig als lieber Freund<lb/>
bezeichnet, dem er sehr zu Dank verpflichtet ist. Die Leistung der<lb/>
11 Jahre ist ein integrierender Faktor und das Werk aller und er<lb/>
möchte allen danken, insbesondere aber <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>. Als er vor 11 Jahren<lb/>
hinter der Pallas Athene <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> fragte, ob er Finanzminister werden<lb/>
will, hat er dies mit einer Selbstverständlichkeit bejaht, die ihn er<lb break="no"/>staunt hat, aber dann sofort überzeugte, wie tüchtig er war. Die Presse<lb/>
muß und wird über diese beiden Geburtstagsreden sicherlich das schrei<lb break="no"/>ben, was auch mir dabei aufgefallen ist, der Streit zwischen den<lb/>
beiden, der mörderisch war, soll begraben sein, ob es notwendig war,<lb/>
so dick sich die gegenseitige Freundschaft zu bezeugen, weiß ich nicht,<lb/>
ich hätte dies sicherlich nicht zusammengebracht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_19">Nach dem Ministerrat verlangte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann eine Nachbesprechung.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> sollte über die Straßen und über das Konferenzzentrum berich<lb break="no"/>ten. Bei den Straßen hat <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> wieder einmal mehr in alle Details<lb/>
gehend von den hunderten Metern jedes einzelnen Straßenbauvorhabens<lb/>
genau informiert. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> ist über diese Detailinformation und über<lb/>
diese Art der Berichterstattung immer wieder erschüttert. Der langen<lb/>
Rede kurzer Sinn, er bracht 20 Mrd. S für das mittelfristige Programm<lb/>
bis 1985. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> konnte gar nichts anderes sagen, als hier muß man<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_20">Bezüglich des Konferenzzentrums meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, daß die ÖVP dies<lb/>
demagogisch aktualisiert. Die vorgesehenen 5 Mrd., die der Bund gar<lb/>
nicht hat, sollen der verstaatlichten Industrie zur Verfügung gestellt<lb/>
werden. Das Konferenzzentrum wird aber gerade für Mittelbetriebe<lb/>
wichtige Aufträge bringen. Trotzdem stimmten die österreichischen<lb/>
Wirtschaftsbündler dieser Demagogie, sozusagen Beschäftigung für die<lb/>
Mittelbetriebe gegen Subvention der verstaatlichten Industrie, zu. Für<lb/>
die nächsten 5 Jahre werden ja auch nicht 5 Mrd. für das Konferenzzen<lb break="no"/>trum verbraucht, sondern nur 1 1/2 Mrd. Eine kleine Kommission aus<lb/>
Bundeskanzler, Bautenminister, Finanzminister, Handelsminister, Außen<lb break="no"/>minister und ein bis zwei Staatssekretären, auf alle Fälle <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs><lb/>
von ihm, soll dieses Problem behandeln. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs>, der mit der Idee,<lb/>
das derzeit bestehende Konferenzzentrum in der Hofburg auszubauen, mußte<lb/>
dann natürlich dazu Stellung nehmen. Er meinte, für die zweite Welt<lb break="no"/>raumkonferenz 82 werden 1400 Plätze benötigt, außerdem Übersetzungs<lb break="no"/>möglichkeit für 6 Sprachen. Der Umbau in der Hofburg würde 33 Mio. S<lb/>
nur kosten, weshalb er eben für dieses Hofburg-Konferenzzentrum ein<lb break="no"/>tritt. Wenn dieser Umbau nicht erfolgt, muß man in die Stadthalle<lb/>
gehen, wo man dafür 20 Mio. bezahlen muß. Ich bin sehr gespannt, wie<lb/>
es in der kleinen Kommission weitergehen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_21">Nationalbankdirektor <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> hat wegen der Errichtung eines aus dem<lb/>
Gewinn des Vorjahres der Nationalbank zu schaffenden Außenhandelsför<lb break="no"/>derungsinstitutes die Zustimmung jetzt von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, auch des Finanz<lb break="no"/>ministers <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>, <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat dies ja entschieden abgelehnt, und<lb/>
möchte, wenn ich nichts dagegen habe, sofort damit beginnen. Ich war<lb/>
sehr einverstanden, denn jedwede Aktivität zur Verringerung der<lb/>
Zahlungsbilanz muß unverzüglich ergriffen werden, u.a. glaubt <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs>,<lb/>
daß man auch neben dem Alpin- und Langlauf den Tourenskitourismus wieder<lb/>
fördern soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Jour fixe <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_23">Die Zusammenkunft der Arbeitskreisleiter unter Vorsitz von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> war verhältnismäßig kurz. Der Kabinettsdirektor <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> er<lb break="no"/>örterte den Zeitplan, der allgemein akzeptiert wurde. Auf Anfrage<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haidens</rs>, wie lang die Beiträge sein sollten, meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, es dürfe<lb/>
kein Buch draus werden. Da 10 Ausschüsse existieren, wenn jeder Aus<lb break="no"/><pb n="58-0080" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-20_0080.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schuß nur 10 Seiten schreibt, so ist bereits ein Buch vorhanden mit<lb/>
100 Seiten. Da sich niemand anderer meldete, meinte er, mich sehr<lb/>
freundschaftlich fragend, ob ich etwas dazu jetzt sagen möchte, oder<lb/>
erst beim nächsten Mal, man weiß bei mir nicht, wann ich Beiträge lie<lb break="no"/>fere. Überhaupt überhäuft er mich in letzter Zeit mit solchen Freund<lb break="no"/>schaftsbeweisen, daß ich fast befürchte, es hängt irgendetwas in der<lb/>
Luft. Meine Einstellung brauche ich nicht zu ändern, ich habe seit<lb/>
11 Jahren mehr oder minder immer das akzeptiert, was man mir übertra<lb break="no"/>gen hat und nach bester Möglichkeit erfüllt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_24">Die Aussprache mit Minister <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> und den Vertretern der Auffang<lb break="no"/>gesellschaft für die Fa. Kneissl verlief, wie ich erwartet habe. Die<lb/>
soziale Arbeitsmarktverwaltung verlangt eine Beschäftigungsgarantie.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs> von der Trebag-Treuhand in München ist dazu nicht bereit. Seine<lb/>
Auffassung ist, er verlangt ja von niemandem eine Subvention, möchte<lb/>
nur nicht für Schulden aufkommen, die Kneissl noch gemacht hat. Wenn<lb/>
die gesetzliche Verpflichtung für die Sozialversicherungsbeträge be<lb break="no"/>steht, dann müsse dies eben die österreichische Regierung in sich er<lb break="no"/>ledigen. Bezüglich des Insolvenzentgeltgesetzes, wo auch 17 bis 20<lb/>
Mio. anfallen, kann <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs>, gesetzlich ermächtigt, auf die 17 bis 20<lb/>
Mio. ev. verzichten, auf die Sozialversicherungsbeträge nicht. Derzeit<lb/>
sind die Krankenkassen mit 15 1/2 Mio. S, in Summe wahrscheinlich 20–<lb/>
25 Mio. S, also nicht 30 Mio. S fällig. Der Vertreter der CA, Vst.-Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98018">Uher</rs>, erklärte, die CA hat für 46,3 Mio. bereits verzichtet, durch gün<lb break="no"/>stigen Vertragsabschluß mit <rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs>. Dieser wieder sagte, niemand<lb/>
hätte den vollen Betrag bezahlen können. Angeblich hat auch das Land<lb/>
Tirol die 10 Mio. wie vorgesehen verweigert. LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__126597">Fili</rs> hat nur 2,6<lb/>
Mio für Zinsenzuschuß für die Jännerlöhne genehmigt. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> wieder<lb/>
bestand unbedingt auf einer Beschäftigungsgarantie. Mein Kompromiß, und<lb/>
ich trete dort seit dem Vorjahr ja nur als ehrlicher Makler auf, war,<lb/>
wenn die Gemeinde Kufstein für Beschäftigungsgarantie, die <rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs> be<lb break="no"/>reit ist dann auch abzugeben, auf Lohnsummensteuer, Gewerbesteuer ver<lb break="no"/>zichtet, vielleicht sogar noch einen Barbeitrag leistet, dann müßte<lb/>
diese Beschäftigungsgarantie auch für das Sozialministerium ausreichen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs> braucht also keine weitere geben, sondern nur die er gegenüber<lb/>
Kufstein, allerdings dort mit Rückzahlungsverpflichtung, wenn er sie<lb/>
nicht einhält, gibt, ohne Rückzahlungsverpflichtung dem Sozialmini<lb break="no"/>sterium ebenfalls offiziell bekanntzugeben. <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> wäre, wie er mir<lb/>
dann nachher versicherte, mit einer solchen Kompromißlösung ev. einver<lb break="no"/>standen. Der Treuhänder <rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs> drohte allerdings, wir mußten Gott sei<lb/>
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der Auffanggesellschaft, empfehlen den ganzen Vertrag fallen zu lassen.<lb/>
Ich bin überzeugt, dies wird nicht geschehen, die CA wird sich selbst<lb/>
auch überlegen, ob sie nicht noch doch die 10 Mio. aufbringt, und mit<lb/>
dem Land werde ich, nachdem man mir gegenüber schon erklärt hat, dazu<lb/>
sei man bereit, ein ernstes Gespräch führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> und dann mit LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__126597">Fili</rs><lb/>
verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_26">Die Sektionsleitersitzung war sehr heftig, aber dafür umso kürzer.<lb/>
Nicht nur, daß ich ins Parlament zurückmußte, wollten alle die <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-<lb/>
Story im Fernsehen zu seinem 70. Geburtstag sehen. Im Parlament<lb/>
war dann auch fast der ganze Klub vor dem Fernsehschirm, während im<lb/>
Plenum die Tagesordnung abgespult wurde. Außer dem Sicherheitsbericht<lb/>
mit viel demagogischen Argumenten, dem Schülermitbestimmungsgesetz,<lb/>
mit 2/3-Mehrheit daher von der ÖVP zugestimmt, gab es noch verschie<lb break="no"/>denste andere Gesetze. Zum Schluß kamen sogar noch GATT, Gesetze des<lb/>
Zollausschusses, wo sich aber niemand meldete. Ich wollte der Staats<lb break="no"/>sekretär <rs type="person" ref="#per__97614">Karl</rs> die Regierungsbank gerne überlassen, sie meinte aber,<lb/>
dies seien Materien, die das Handelsministerium betreffen und ersuchte<lb/>
mich daher darauf Platz zu nehmen. Dies paßte mir wieder insoferne,<lb/>
daß ich ja größten Wert darauf lege, wenn außer das Budget und auch<lb/>
damals bei der Kernenergie bis jetzt alles einstimmig beschlossen wur<lb break="no"/>de oder zumindestens mit der ÖVP über die Handelskammer entsprechender<lb/>
Akkord erzielt werden kann. Ich bleibe daher bei allen diesen Ab<lb break="no"/>stimmungen immer auf der Regierungsbank sitzen, damit möchte ich<lb/>
auch optisch beweisen, daß meine Stimme niemals notwendig ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-20_27">Überraschend für mich war, daß die erste Regierungsvorlage, die der<lb/>
neue Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> zu vertreten hat, es einen einzigen<lb/>
Redner, nämlich die Abg. <rs type="person" ref="#per__129945">Wieser</rs> von der ÖVP, gegeben hat. Diese dankte<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> für sein bisheriges Verständnis und Zusammenarbeit, dadurch<lb/>
erhielt sie vom ganzen Haus Beifall für diese anerkennenden Worte an<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs>. Ich erklärte ihm nachher, so was war, solange ich mich er<lb break="no"/>innern kann, niemals der Fall. Ein neuer Minister erhält eine gewisse<lb/>
Schonfrist, um sich einzuarbeiten. Dies ist aber das Maximum, was ihm<lb/>
Oppositionsparteien zuerkennen. Daß er bei Beginn seiner Tätigkeit<lb/>
Applaus von allen bekommt für seine zukünftige Arbeit, ist einmalig.<lb/>
Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> meinte, dies geht sogar über die sozialpartner<lb break="no"/><pb n="58-0082" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-20_0082.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schaftliche Kooperation vom Handelsminister hinaus. Dies muß ich<lb/>
auch neidlos feststellen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 72. Ministerratssitzung, 20.1.1981</head>
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            <head>Nachtrag TO 72. Ministerratssitzung, 20.1.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>GF Exportring, verhinderter steir. ÖVP-BR</occupation>
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               <occupation>ÖVP-BR-Abg. (Tirol)</occupation>
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