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            <title type="main">Dienstag, der 13. Jänner 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_01">Dienstag, 13. Jänner 1981<lb/>
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die 80 Mio. S pro Jahr Margarineproduktion bei Ebhart &amp; Herout ein<lb break="no"/>stellen will. Die Zollerhöhung von 18 auf 22 % trifft Hofer kaum.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97936">Seefranz</rs> meint, er hätte mit ÖGB über die Möglichkeit eines Antidum<lb break="no"/>pingverfahrens gesprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_04">ÖGB-Sekretär <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs> und AK-Sekretär <rs type="person" ref="#per__114467">Wehsely</rs> erklären mir, daß die Auf<lb break="no"/>fanggesellschaft für Kneissl, Repräsentant <rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs>, 50 Mio. Eigenkapi<lb break="no"/>tal auf 100 Mio. Eigenkapital erhöhen wird. Vorstandsdirektor <rs type="person" ref="#per__98018">Uher</rs>,<lb/>
CA-BV, erklärt, diese verliert nur 10 % der Außenstände, das wären<lb/>
20 Mio S. Aus diesem Grund ist die CA scheinbar nicht bereit, für die<lb/>
Auffanggesellschaft die 10 Mio. neben dem Land Tirol, 10 Mio., und dem<lb/>
Bund, 10 Mio., zusätzlich noch zu geben. Ich erkläre <rs type="person" ref="#per__98018">Uher</rs> sofort, er<lb/>
muß in diesem Fall dann die Verantwortung für das Scheitern des Pro<lb break="no"/>jektes tragen, wenn die Auffanggesellschaft zurückstehen würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte mit Sozialministeriumvertretern die Frage<lb/>
weiterbehandeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_06">Beim Jour fixe ersucht mich <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, daß das Handelsministerium<lb/>
einen Teil der chinesischen Besuchskosten übernimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte laß prüfen, wie wir ein nichtpräjudizi<lb break="no"/>elles Kompromiß anbieten könnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_08">Die Handelskammer fragt, wie die Verfassungsgerichtshofbeschwerde<lb/>
<rs type="person" ref="#per__117855">Steinhauser</rs> wegen der Wahlen in Wien weitergehen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte für nächstes Jour fixe Bericht vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_10">Die Kleine Zeitung vom 9. Jänner 1981 schreibt über die Staatswappen<lb break="no"/>verleihung. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> möchte, daß solange nicht ein neues System gefun<lb break="no"/>den wird und die Richtlinien geändert sind, die Fa. Rabak und die<lb/>
offenen Fragen, insbesondere die Fa. Henn, endlich erledigt werden. Er<lb/>
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Betriebsrat in einer Firma existieren muß, wenn das Unternehmen die<lb/>
Möglichkeit einer Betriebsratswahl verhindert, genügt es vollkommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wie ist die Rechtslage hier wirklich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_12"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> beschwert sich, daß die Dienstpässeinflation dadurch ent<lb break="no"/>standen ist, daß das Handelsministerium ohne Vorschlag der Handels<lb break="no"/>kammer Dienstpässe ausstellt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_14">Ich informiere über die Gasverhandlungen wegen Oberösterreich. Die<lb/>
Aussprache mit den Landeshauptleuten <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> und <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> wegen<lb/>
der Mur-Mürz-Furche und der neuen Vereinbarung mit der steirischen<lb/>
Landesregierung. Auch Voitsberg III wird zwischen der Landesregie<lb break="no"/>rung und der österreichischen Draukraftwerken jetzt konkret ver<lb break="no"/>handelt. Der Bau wird auf alle Fälle fortgesetzt. Für Eumig und<lb/>
Kneissl berichte ich über die vorgesehenen Lösungen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_15">Die Handelskammer nimmt mit Befriedigung das Kompromiß zwischen<lb/>
Philips und Grundig bezüglich der 120.000 Farbfernsehröhreneinfuhren<lb/>
aus Japan zur Kenntnis.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_16">Die Handelskammer behauptet aber mehr rhetorisch als ernst gemeint,<lb/>
daß weder <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> noch <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> zum Sowjetbesuch von mir zum Wochen<lb break="no"/>ende eingeladen wurden. Zufällig erscheint am Schluß MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs>, der<lb/>
mir brühwarm mitteilt, ich sollte unbedingt in der Sowjetunion die<lb/>
Atommüllagerung zur Sprache bringen und klärt sofort auf, daß die<lb/>
Handelskammer selbstverständlich von dem Besuch verständigt wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_17">Bezüglich des Atommülls informiere ich Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, der<lb/>
meint, die Amerikaner würden niemals zustimmen, daß der Atommüll aus<lb/>
amerikanischen Brennstäben in die Sowjetunion geliefert werden. Dies<lb/>
bestreite ich nicht, doch werde ich trotzdem die Frage in der Sowjet<lb break="no"/>union zur Sprache bringen. Wenn wir mit Frankreich, Sowjetunion und<lb/>
Amerika über Atommüllagerung reden, besteht vielleicht doch die Chance<lb/>
eine Lösung mit einem der drei Länder zu finden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ist damit<lb/>
einverstanden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_18">Bei der Aussprache bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs>, die zwar<lb/>
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wurde, hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> auch das Problem der Kernkraftwerksicherheit<lb/>
zur Sprache gebracht. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> war zuerst einverstanden, daß jetzt eine<lb/>
Studie der Sozialpartner ausgearbeitet wird, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte aber,<lb/>
hier würde die SPÖ ein hearing veranstalten. In der Präsidentenbe<lb break="no"/>sprechung der Sozialpartner sind nach Meinung <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs><lb/>
schon zu viele Personen, um über dieses Problem endgültig zu entschei<lb break="no"/>den.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Mit <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> noch vor Reise in Sowjetunion<lb/>
besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_20">Der Angriff des Energiesprechers NR <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> über den sowjetischen<lb/>
Spitzenstromliefervertrag der Verbundgesellschaft gegen Grundlast aus<lb/>
der Sowjetunion ist nach Meinung von <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> unzweckmäßig. Die Be<lb break="no"/>hauptung <rs type="person" ref="#per__111410">Königs</rs>, daß dadurch die Energieabhängigkeit aus dem Osten<lb/>
noch steigt, ist wirklich falsch. Wenn die Sowjets keine Grundlast<lb/>
liefern würden, könnten wir uns ja dann den Spitzenstrom auf alle<lb/>
Fälle behalten. Eine Austauschmöglichkeit aber nicht zu nützen, auch<lb/>
wenn das Verhältnis sicherlich nicht 4 zu 1, sondern 2 1/2 zu 1 wird,<lb/>
wäre dasselbe, wie wenn wir Nutzrinder oder gar Zuchtrinder im Inland<lb/>
schlachten würden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_21">In der Ministerratsvorbesprechung geht <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sofort auf die Frage<lb/>
der Creditanstaltsvorstandsbestellung ein. Zum erstenmal höre ich,<lb/>
daß es zwischen den Freiheitlichen und den Sozialisten ein Papier dar<lb break="no"/>über geben soll. In der Regierungsvorbesprechung wird dies nur an<lb break="no"/>gedeutet, in der sozialistischen Fraktion der Gewerkschafter erfahre<lb/>
ich dann Details. Die Etappenlösung und vor allem die Wünsche der<lb/>
Freiheitlichen über die Höhe der Bezüge der Vorstandsdirektoren, über<lb/>
die Konzernreorganisation usw. soll dort geregelt sein. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
glaubt, daß die Bestellung noch immer erfolgen wird. Sollte die ÖVP<lb/>
geschäftsordnungsmäßige Tricks machen, wird bei der außerordentlichen<lb/>
Hauptversammlung, die ja auch die privaten Aktionäre über ÖVP-Wunsch<lb/>
verlangt haben, die Aufsichtsratszusammensetzung <choice><choice><sic>zu ändern</sic><corr>geändert? zu ändern sein?</corr></choice></choice>. Diese<lb/>
Forderung war wieder einmal ein Eigengoal der ÖVP, denn jetzt konnte<lb/>
das Finanzministerium einen Tagesordnungspunkt, Abberufung und Wahl<lb/>
des Aufsichtsrates, verlangen. Sollte insbesondere der Vorsitzende<lb/>
des Aufsichtsrates Handelsminister a.D. <rs type="person" ref="#per__97358">Bock</rs> sich nicht objektiv ver<lb break="no"/>halten, wird er ebenfalls abberufen. Der freiheitliche Obmann <rs type="person" ref="#per__122970">Steger</rs><lb/>
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<rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs>, aber auch den Niederösterreicher <rs type="person" ref="#per__122968">Ofner</rs> durchgesetzt, an der Sub<lb break="no"/>stanz der Vereinbarung, sagte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, ändert sich nichts. Er hofft,<lb/>
daß alles noch in normalen Formen abläuft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_22">Rechtsanwalt <rs type="person" ref="#per__128688">Graff</rs> von der ÖVP hat von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ein vertrauliches Ge<lb break="no"/>spräch verlangt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat sofort die Vertraulichkeit abgelehnt und<lb/>
einen Mann vom Verfassungsdienst und seinen Kabinettschef <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> zu<lb break="no"/>gezogen. Dort hat er kriminelle Beschuldigungen gegen <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> vorge<lb break="no"/>bracht, ohne neue Fakten vorzulegen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat ihm bei dieser Ge<lb break="no"/>legenheit gleich vorgeworfen, daß er nicht in der Finanzprokuratur,<lb/>
wie er der Rechtsanwaltskammer mitgeteilt hat, Dienst geleistet hat,<lb/>
sondern zwar dort aufgenommen wurde, sofort aber dem Kabinett des<lb/>
Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__97634">Klaus</rs> zugeteilt wurde. Die Geldbeschaffung des Wahl<lb break="no"/>onkels Dr. <rs type="person" ref="#per__128853">Steiner</rs> von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ist <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> Meinung nach korrekt,<lb/>
es handelt sich nicht nur um den Wohnungsverkauf, sondern auch um<lb/>
die Ersparnisse aus der Arztpraxis, die dieser 25 Jahre führte. Wenn<lb/>
die ÖVP ihre Taktik fortsetzt, wird sich die Situation nur verschär<lb break="no"/>fen. Die Wirtschaftspartner, die über diese Entwicklung nicht glück<lb break="no"/>lich sind, sind auf die jetzige Parteiführung <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, die keine echte<lb/>
Führung ist, sondern sehr laviert, einflußlos.<lb/>
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bei der Geiselbefreiung möglich ist, insbesondere die Transferie<lb break="no"/>rung der zu bezahlenden Beträge. Die Iraner wollen Österreich, die<lb/>
Amerikaner Großbritannien stärker einschalten. Die internationale<lb/>
Lage ist sehr kritisch. Die größte Katastrophe wäre, wenn Polen<lb/>
etwas passiert, dann ist der Entspannungszustand zu Ende und der kalte<lb/>
Krieg beginnt in voller Härte. <rs type="person" ref="#per__128854">Haig</rs>, der neue Außenminister, geht auf<lb/>
die Kurspolitik der Stärke.<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs>. Da mit den Ländern sehr gutes Einvernehmen und Sachfragen<lb/>
positiv gelöst werden, ist die Idee der Länderfront der ÖVP-Landes<lb break="no"/>hauptleute endgültig zusammengebrochen. Mit Landeshauptleuten und<lb/>
Sozialpartnern könnte man heute unter Ausschaltung der ÖVP ruhig wei<lb break="no"/>terregieren, trotzdem will <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> diese Politik nur im äußersten<lb/>
Notfall machen, wenn die ÖVP weiterhin so destruktiv arbeitet. Die<lb/>
Meinungsforscher nämlich haben ergeben, daß die Bevölkerung wünscht,<lb/>
daß sich die Parteien vertragen sollen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird daher weder pro<lb break="no"/>vozieren, noch überheblich agieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_25">Mit <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> wird das Problem der Burgtheaterreise in die Sowjet<lb break="no"/>union besprochen. Einige Burgschauspieler wollen unbedingt, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__128241">Landovský</rs>, der gar keine Sprechrolle hat, wieder mitfahren muß. Dies<lb/>
betrachtet die Sowjetunion wieder als Provokation. Die Außenpolitik<lb/>
kann nicht von Schauspielern bestimmt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_26">Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97614">Karl</rs> berichtet, daß in das Erdbebengebiet bereits für<lb/>
20 1/2 Mio. S Güter geliefert wurden. Pfadfinder, Malteser und eine<lb/>
private Tiroler Organisation haben sich dort bestens bewährt. Auf<lb/>
das Konto wurden bis jetzt 9 1/2 Mio. S zusätzlich eingezahlt. Durch<lb/>
die Verdoppelung stehen 19 Mio. für das Rote Kreuz zur Verfügung.<lb/>
Die Italiener wünschen dafür endgültige Fertigbauhäuser.<lb/>
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wegen der 28 Mio. 1980 allein bezogenen Subventionen für Käseexport.<lb/>
Alma wird dies genauso zurückzahlen müssen. Die Landwirtschaftskammer<lb/>
spricht von einer Verleumdung und Rufschädigung. Präs. <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs> hat<lb/>
seinerzeit mit dem Genossenschaftsvertreter <rs type="person" ref="#per__127907">Klaus</rs> und <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> verein<lb break="no"/>bart, alles soll ruhig überprüft werden, die Vorarlberger Nachrichten<lb/>
haben aber entweder von Rupp oder Alma oder sonst irgendjemand eine<lb/>
Information bekommen und das Ganze in die Öffentlichkeit gebracht.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> verlangt nur die Einschaltung der Staatsanwaltschaft, um zu<lb/>
prüfen, ob eine strafrechtliche Beurteilung vorliegt.<lb/>
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Budgetüberschreitungsgesetz, BÜG. Um im Parlament keine Diskussion<lb/>
darüber zu entfachen, möchte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, daß ein Gutachten des Bundes<lb break="no"/>jugendrings vorliegt. Insgesamt wird dieses Jugendtreffen 8 Mio. S<lb/>
kosten. In der Ersten Republik wären in so einem Fall 50.000 gekommen,<lb/>
jetzt rechnet man mit maximal 5.000 Teilnehmern. Am meisten freut<lb/>
mich, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwähnte, die Organisation wird klappen, denn der<lb/>
Wiener Jugendobmann <rs type="person" ref="#per__114118">Woller</rs>, ein Funktionär des 3. Bez., wird dies<lb/>
durchführen. Ich habe am Abend natürlich <rs type="person" ref="#per__114118">Woller</rs> sofort diese positive<lb/>
Information weitergegeben, der sich auch darüber sehr freute.<lb/>
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den Ländern bezüglich Zuschußleistung reden. Ich glaube kaum, daß<lb/>
die Länder sich dazu bereitfinden werden.<lb/>
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einem Weltraumsatellitenprogramm der Schweiz und Deutschland mit<lb/>
150 Mio. S beteiligen soll. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, <rs type="person" ref="#per__97326">Bacher</rs> sollte einmal in<lb/>
die Regierung kommen, um seine mediale Konzeption darzulegen. <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs><lb/>
erinnert daran, daß mit dem Wissenschaftsministerium, der Post und dem<lb/>
ORF dieses Projekt ja abgesprochen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_31">Im Ministerrat informiere ich über meine Wochenendreise in die SU.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> wird mich vertreten. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> berichtet dann zusätzlich über die<lb/>
Auseinandersetzung wegen des ungerechtfertigten Subventionsempfangs der<lb/>
Fa. Alma.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_32">Eine Aussprache mit Präs. <rs type="person" ref="#per__97938">Seidl</rs> und GD <rs type="person" ref="#per__116012">Amon</rs> von der OÖ Ferngas be<lb break="no"/>nütze ich, um diesen vorzuwerfen, sie hätten zu wenig Erdgasmengen<lb/>
eingelagert. Im Vorjahr waren es 380 Mio., die sie im Speicher hatten,<lb/>
jetzt sind es nur 198 Mio. m³. Der Speicherstand wird 81 40 Mio. nur<lb/>
mehr betragen und 82 sogar auf 30 Mio. zurückgehen. Heuer haben sie<lb/>
930 Mio. zur Verfügung und nicht, wie, da man den Speicherstand abziehen<lb/>
muß, im Fernschreiben mir angegebenen 971 Mio m³. 82 rechnen sie nur<lb/>
mehr mit 670 Mio. m³. Beim Streit ÖMV OÖ Ferngas, der auch vormittags<lb/>
bei einer Aussprache in der ÖMV fortgesetzt wurde, haben sie keiner<lb break="no"/>lei positive Ergebnisse erzielen können, weshalb sie glauben mit<lb/>
Recht die 50 %-ige Kürzung angekündigt zu haben und wahrscheinlich<lb/>
auch durchführen müssen. Ich telefoniere sofort in Anwesenheit von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97938">Seidl</rs> und <rs type="person" ref="#per__116012">Amon</rs> und einem <rs type="person" ref="#per__128855">dritten Mann</rs><add>(Sommer)</add> der OÖ Ferngas mit Dir. <rs type="person" ref="#per__97429">Feich<lb break="no"/>tinger</rs>. Dieser erklärt mir dezidiert, daß es zu keiner 50 %-igen<lb/>
Kürzung kommen wird. Nachmittags werden die Verhandlungen fortge<lb break="no"/>setzt und eine Lösung gefunden werden. Ich drohe der OÖ Ferngas an,<lb/>
daß die AK ja verlangt, endlich eine Lösung im Land, wie es die ande<lb break="no"/>ren Länder Niederösterreich und Wien unter Beteiligung der Landesge<lb break="no"/>sellschaften schon längst haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte laß prüfen, wie das Energiegesetz<lb/>
aus der Nazizeit angewendet werden könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_34">Das neue Gremium für den Groß- und Einzelhandel unter Führung von<lb/>
KR <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs> stellt sich bei mir vor und äußert gleich den Wunsch<lb/>
die amtliche Preisregelung aufzuheben, auch bezüglich der Grundpreis<lb break="no"/>auszeichnung müßten noch unmögliche Forderungen der AK geändert<lb/>
werden. Die Grenze von 5 S ist zu tief. Man wünscht 10 S. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>,<lb/>
<pb n="58-0045" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-13_0045.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>aber vor allem Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> erklären, daß man über diese<lb/>
Fragen verhandeln wird, in Deutschland und in der Schweiz ist es<lb/>
leichter, dort ist die Grenze 1 DM resp. 1 sfr. Ich erwähne dann<lb/>
noch die Frage des Ladenschlusses. Hier ist das Gremium sehr froh,<lb/>
daß ich keine Änderungen beabsichtige. Die Händler möchten auch das<lb/>
Problem des Ladendiebstahls objektiver dargestellt. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> wird<lb/>
die diesbezüglichen Verhandlungen über die Wünsche des Gremiums mit<lb/>
dem Gremienvertreter im konsumentenpolitischen Beirat weiterführen.<lb/>
Stark kritisiert wird, daß der Konsumvertreter <rs type="person" ref="#per__97860">Rauter</rs>, ohne dazu er<lb break="no"/>mächtigt zu sein und vor allem zur größten Überraschung der anderen<lb/>
Verhandlungsteilnehmer, im Dezember dann verlautbart hat, daß 5.500<lb/>
Geschäfte werden in Zukunft sperren müssen. Seine Angaben, daß mit<lb/>
150 m² Verkaufsfläche 1 Mio. S Umsatz derzeit gemacht wird, ist falsch,<lb/>
er liegt wesentlich höher.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_35">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Bitte löse dieses Problem bei der nächsten<lb/>
Sitzung im konsumentenpolitischen Beirat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_36">Der neue Gremialvorsteher für den Landesproduktenhandel <rs type="person" ref="#per__128856">Oder</rs>, den ich<lb/>
schon aus der Zeit des Getreidewirtschaftsfonds, also nach 45, als<lb/>
seriösen Firmenvertreter kenne, ersucht bei seinem Antrittsbesuch,<lb/>
daß man die Wünsche des Landesproduktenhandels stärker berücksichtigt.<lb/>
Ich erkläre ihm sofort die Schwierigkeiten, die es da infolge der<lb/>
Preisregelung und der gegensätzlichen Meinung der Konsumentenvertre<lb break="no"/>ter, AK, ÖGB gibt. Dies versteht er vollkommen. Erwartet sich aber<lb/>
auch von mir teilweise Unterstützung gegen das immer weitere Vordrin<lb break="no"/>gen der landwirtschaftlichen Genossenschaft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_37">Der Bundesversorgungssicherungsausschuß muß konstituiert werden,<lb/>
eine Geschäftsordnung sich geben und die weitere Arbeit beschließen.<lb/>
Da ich die immerhin über 30 Mitglieder, die meisten persönlich,<lb/>
seit Jahrzehnten kenne, ist es auch mit dem Wiener Schmäh leicht<lb/>
möglich überall sofort einstimmige Beschlüsse zu bekommen, auch dann,<lb/>
wenn es einzelne Abänderungswünsche gegeben hat, die wir ja weitest<lb break="no"/>gehend berücksichtigt haben. Dieser Ausschuß beschließt, daß in einer<lb/>
Unterkommission die entsprechenden Vorarbeiten geleistet werden,<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__112956">Schwarz</rs>, mein ständiger Vertreter dort, wird mit MR <rs type="person" ref="#per__112950">Winterleitner</rs><lb/>
die notwendigen schriftlichen Tagesordnungspunkte den Interessensver<lb break="no"/>tretungen, anderen Ministerien und insbesondere den Ländervertretern<lb/>
mitteilen. In den Ländern werden<add>[sich]</add> jetzt die Landesversorgungssicherungs<lb break="no"/><pb n="58-0046" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-13_0046.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ausschüsse ebenfalls konstituieren. Theoretisch könnte jetzt nicht<lb/>
nur die Arbeit beginnen, sondern alle Vorkehrungen getroffen werden,<lb/>
daß bei einem Mangel, aber auch schon bei der Gefahr-in-Verzug-Situa<lb break="no"/>tion Maßnahmen vom Handelsministerium gesetzt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_38">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bei einem Pressefrühstück zweckmäßig einmal<lb/>
präsentieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_39">In der ÖGB-Bundesfraktionssitzung berichtet <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zuerst über die<lb/>
Creditanstalt und dann über die zukünftige Arbeit der Wirtschafts<lb break="no"/>kommission. <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> ergänzt, indem er die 10 Arbeitsausschüsse zur<lb/>
Kenntnis bringt, ohne das personelle Problem zu erörtern. Die Ge<lb break="no"/>werkschaften legen natürlich größten Wert darauf in den einzelnen<lb/>
Ausschüssen mitzuwirken, was <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch sofort zusagt. Mit Staats<lb break="no"/>sekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs>, die als einzige Staatssekretärin, aber auch als<lb/>
einzige Frau den Ausschuß Preis-, Wettbewerbs und Konsumentenschutz<lb break="no"/>politik führen wird, alle anderen werden von Regierungsmitgliedern<lb/>
ebenfalls geleitet, bespreche ich dann die Zusammensetzung ihres<lb/>
Ausschusses. Ich bin sehr froh, daß <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> diese wichtige Funktion<lb/>
bekommen hat. Wir einigen uns mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, daß keine Beamten des<lb/>
Hauses mitwirken sollen. Der Ausschuß wird sich daher <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> Vor<lb break="no"/>sitzender, Sekretär <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs> oder Dr. <rs type="person" ref="#per__97843">Preiß</rs>, Mitglieder dann <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs>, <rs type="person" ref="#per__116971">Smol<lb break="no"/>ka</rs>, <rs type="person" ref="#per__114467">Wehsely</rs>, <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs>, <rs type="person" ref="#per__113061">Kadits</rs> vom Konsum, ein Freier-Wirtschaftsverband-<lb/>
Vertreter, ich informiere darüber <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> am Abend, <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, der<lb/>
Univ.Prof. und Abg. <rs type="person" ref="#per__114139">Nowotny</rs> sowie von der Gemeinde Wien der Nachfolger<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagodas</rs> und<add>[als]</add> sehr gut beschriebene Senatsrat <rs type="person" ref="#per__128683">Leitner</rs>. Diese Arbeits<lb break="no"/>gruppe könnte also sehr wertvolle und sehr zweckmäßige Arbeit leisten.<lb/>
Da keinerlei Sekretäre zu den Kommissionen bis jetzt nominiert wur<lb break="no"/>den, werde ich natürlich trotzdem, so wie <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> sicher <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs>, ich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> zu meinem Energieausschuß mitnehmen. Keinem Minister kann<lb/>
verwehrt werden, daß er seine unmittelbaren Mitarbeiter mitnimmt,<lb/>
auch dann, wenn dieser nicht ausdrücklich von der Wirtschaftskommission<lb/>
nominiert wird. Die Arbeitsgruppen sollen bis Ende Februar abge<lb break="no"/>schlossen haben, im März wird es dann eine ganztägige Wirtschaftskom<lb break="no"/>mission geben, das Programm möchte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann in der Öffentlichkeit<lb/>
insbesondere auch von den wissenschaftlichen Institutionen, Uni<lb break="no"/>versitäten usw. diskutiert haben, damit nach dieser großen Diskussion<lb/>
in der Öffentlichkeit der Bundesparteitag im Mai endgültig entschei<lb break="no"/>det. Wie 1968 für die 70-er Jahre, soll dann dieses Wirtschafts<lb break="no"/>programm für die 80-er Jahre die Grundlage der Regierungspolitik<lb/>
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der Fraktion. <rs type="person" ref="#per__128858">Ruhaltinger</rs>, Vöest-Alpine-Betriebsrat, fragt insbesondere,<lb/>
wie es in der Energie weitergeht, worauf ich aufgefordert wurde, dies<lb/>
im Detail zu erklären. <rs type="person" ref="#per__97741">Millendorfer</rs>, Bauarbeiter, verweist darauf,<lb/>
daß dort jetzt bereits 12,3 % die Arbeitslosenrate beträgt, <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs><lb/>
sagt, wenn er 600 Mio. zusätzlich im Straßenbau gibt, sind höchstens<lb/>
25 mehr beschäftigt, im Wohnbau dagegen wären es 600 Bauarbeiter.<lb/>
Die Wohnbauförderung muß aber neuerdings jetzt überdacht werden.<lb/>
Die Beamten des Ministeriums, meint <rs type="person" ref="#per__97741">Millendorfer</rs>, MR <rs type="person" ref="#per__128859">Lebeda</rs> hat nur<lb/>
negative Momente in den Baubericht vorgesehen. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> meint, dar<lb break="no"/>über wird man eben mit den Leuten diskutieren und er richtet sich<lb/>
überhaupt nicht was seine Beamten ihm sagen. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> kommt schein<lb break="no"/>bar jetzt auf richtige Konfrontation mit seiner Beamtenschaft. <rs type="person" ref="#per__112988">Wille</rs><lb/>
verweist darauf, daß wir in der CA-Frage in die Defensive gelangt<lb/>
sind, die Personalpolitik der CA der Vergangenheit muß man viel<lb/>
stärker darstellen. <rs type="person" ref="#per__112942">Braun</rs>, Obmann der Privatangestellten, ergänzt,<lb/>
daß im CA-Personalbüro 40 Beschäftige sind, wo kein einziger Sozialist<lb/>
darunter ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_40"><rs type="person" ref="#per__97741">Millendorfer</rs> berichtet dann über die Sozialversicherungsprobleme<lb/>
als Präsident des Hauptverbandes. Die Medikamentenkosten machen jetzt<lb/>
5 Mrd. S aus. Die Honorarverhandlungen mit der Ärztekammer 6,1 % ver<lb break="no"/>laufen auch sehr zäh. Die Witwerpension würde 625 Mio. S im Endeffekt<lb/>
kosten, 84 allein 229 Mio. bei der Variante des Hauptverbandes kosten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-13_41">Im Parteivorstand auf der Landstraße als auch im Bezirksausschuß<lb/>
wird über die letzte Zeit von mir und GR <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> genau informiert<lb/>
und darüber dann auch entsprechend diskutiert. Die Genossen erwarten<lb/>
jetzt endgültig, daß die Polemik zu Ende geht, insbesondere wird na<lb break="no"/>türlich die Art der Regierungsumbildung kritisiert. Alle glauben,<lb/>
daß ich wesentlich mehr weiß, als ich aus den Zeitungen entnehmen<lb/>
konnte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat offiziell in keinem Gremien bis jetzt darüber ge<lb break="no"/>sprochen, auch offiziell noch keinen Namen genannt. Er wird dies<lb/>
erst im Präsidium in den Parteivorstand am Mittwoch, glaube ich, tun.<lb/>
Allerdings weiß natürlich jedermann aus den Zeitungen, wie sich die<lb/>
Regierung umbilden wird. Die Diskussion darüber ist in den Organisa<lb break="no"/>tionen nicht sehr erfreulich.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 71. Ministerratssitzung, 13.1.1981</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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