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            <title type="main">Freitag, der  9. Jänner 1981</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_01">Freitag, 9. Jänner 1981<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_02">Das Presswerk Legat legte größten Wert darauf, daß ich einmal ihren<lb/>
Betrieb besichtige. Ich war überrascht über die gute technische Aus<lb break="no"/>stattung und über die große Produktpalette. <rs type="person" ref="#per__128477">Legat</rs> ist bekannt, daß<lb/>
er Badewannen und Sanitätsanlagen preßt. Die neue Leitung aber hat die<lb/>
Produktpalette auf kleinste Presstücke ausgedehnt, z.B. für Philips-Ge<lb break="no"/>räte, und selbst elektrische Geräteerzeugung aufgenommen. Für die BRD<lb/>
wurden Teilerzeugungen von Bestrahlungsgeräten und Montagen durchge<lb break="no"/>führt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_03">Die Firma will in Heidenreichstein ein Emaillierwerk errichten. Der<lb break="no"/>zeit müssen die Wannen nach Spanien oder Italien zur Emaillierung ge<lb break="no"/>schickt werden. Durch den Transport entstehen Beschädigungen. Bei unse<lb break="no"/>rer Zahlungsbilanzsituation müßte man glauben, daß ein solches Projekt<lb/>
längst positiv erledigt ist. Aus der Grenzlandförderung sollte auch<lb/>
ein ERP-Kredit gegeben werden. Jetzt wurde erklärt, erst im März könn<lb break="no"/>ten diese 16,9 Mio. S vielleicht beschlossen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Das Branchenreferat soll sofort intervenieren<lb/>
und uns Bescheid sagen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_05">Für ein Universitätsinstitut hat der Architekt <rs type="person" ref="#per__114090">Hlaweniczka</rs> verlangt,<lb/>
daß die Außenfassade in Deutschland eloxiert werden muß. Die österrei<lb break="no"/>chische Firma Piesslinger in Molln wurde trotz Intervention von Legat-<lb/>
Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__128476">Hofer</rs> bei <rs type="person" ref="#per__114090">Hlaweniczka</rs> nicht durchgesetzt. Da der Auf<lb break="no"/>traggeber immer Recht hat und immer diktieren kann, mußte <rs type="person" ref="#per__128476">Hofer</rs> letz<lb break="no"/>ten Endes nachgeben, weil er sonst womöglich in Zukunft von Lieferungen<lb/>
ausgeschaltet wird. Die Begründung von <rs type="person" ref="#per__114090">Hlaweniczka</rs> ist grotesk. Neue<lb/>
Erkenntnisse hätten ergeben, daß die Studenten von der Farbe ungeheuer<lb/>
in ihrem Lernerfolg beeinflußt sind. Der farbpsychologische Effekt<lb/>
sei daher ungeheuer wichtig und zu berücksichtigen. Die Eloxierung in<lb/>
Molln hatte den selben Effekt, da man 3 m entfernt gar nichts mehr<lb/>
unterscheiden konnte. Der Gipfel aber ist, daß diese farbpsychologi<lb break="no"/>schen Effekte für die Studenten auf der Außenfassade eine Rolle spielen<lb/>
sollen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_06">Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> hatte mit Dr. <rs type="person" ref="#per__97860">Rauter</rs>, Konsum, eine interessante<lb/>
Aussprache wegen der Klein- und Mittelbetriebsenquete. Das Institut<lb/>
für Handelsforschung hat einen Auftrag über den Strukturwandel im Han<lb break="no"/><pb n="58-0022" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-09_0022.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>del für 160.000 S, von der Handelskammer und vom Handelsministerium<lb/>
zu bezahlen, erhalten. Obwohl bereits im Juni 1979 der Bericht vorlie<lb break="no"/>gen sollte, ist er bis jetzt nicht fertig. Wir einigten uns darauf,<lb/>
daß ich jetzt schriftlich bei dem Leiter des Institutes, Dr. <rs type="person" ref="#per__121789">Bock</rs>, inter<lb break="no"/>venieren werde. Ich werde bei der Enquete die Gelegenheit nützen, um<lb/>
darauf hinzuweisen, wie schwierig es ist die notwendigen Unterlagen<lb/>
trotz Bezahlung für die von der Handelskammer gewünschten Klein- und<lb/>
Mittelbetriebe zu bekommen. <rs type="person" ref="#per__97860">Rauter</rs> vermutet, daß die Ergebnisse für<lb/>
die Handelskammer nicht den gewünschten Effekt erbringen, weshalb die<lb break="no"/>se Arbeit entsprechend verzögert wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109808">ALBRECHT</rs>: Vielleicht gibt es noch mehrere solche Bei<lb break="no"/>spiele.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_08">Dr. <rs type="person" ref="#per__127087">Querner</rs>, 42 Jahre, ist bei der EFTA als Beamter angestellt und<lb/>
derzeit Bürochef des Generalsekretärs, ein P5-Posten, dafür bekommt<lb/>
er brutto 8000 Schweizer Franken. Da jetzt Österreich den Generalse<lb break="no"/>kretärstellvertreter bekommt, weiters die Rechtsabteilung Stellvertre<lb break="no"/>ter hat und vielleicht nach Ausscheiden <choice><choice><sic>des Leiters</sic><corr>der Leiterin</corr></choice></choice> der Rechtsabtei<lb break="no"/>lung <rs type="person" ref="#per__128478">Lekman</rs>, <choice><choice><sic>ein Schwede</sic><corr>eine Schwedin</corr></choice></choice>, die Rechtsabteilung bekommen kann, läuft<lb/>
jetzt der Vertrag von <rs type="person" ref="#per__127087">Querner</rs> für diesen P5-Posten ab. Seinerzeit hat<lb/>
er schriftlich sein Einverständnis gegeben, daß diese Tätigkeit nur<lb/>
zeitlich beschränkt ist. <rs type="person" ref="#per__127087">Querner</rs> will nun entweder in einer anderen<lb/>
internationalen Organisation, GATT, ECE, ILO, in Genf unterkommen. Ich<lb/>
habe ihm sofort erklärt, daß ich jederzeit bereit bin, durch entspre<lb break="no"/>chendes Schreiben, sei es im Rahmen der EFTA oder bei einer anderen<lb/>
internationalen Organisation, zu unterstützen. Eine Übernahme in den<lb/>
Staatsdienst ist allein schon aus finanziellen Gründen nicht möglich.<lb/>
Selbst wenn er alle Prüfungen machen würde, erhielte er 1/3 des der<lb break="no"/>zeitigen Gehaltes.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_09">Der nordkoreanische Botschafter war jetzt bei einem großen Parteikon<lb break="no"/>greß in Pjöngjang und hat natürlich sofort ihre großen Ziele am Wirt<lb break="no"/>schaftsgebiet, 120 Mio. t Kohlenproduktion, 1 1/2 Mio. t Buntmetall, 20<lb/>
Mio t Zement, 1 1/2 Mrd. Stoffproduktion, 300.000 ha Neuland, 15 Mio. t<lb/>
Getreidemehrproduktion usw., angeführt. Was sie 1946 in einem Jahr pro<lb break="no"/>duzierten, können sie jetzt in 8 Stunden erzeugen. <choice><choice><sic>In den 81 Jahren</sic><corr>In den 80er Jahren? Im 81er Jahr?</corr></choice></choice><lb/>
soll sich die Produktion noch einmal verdreifachen. Im Speziellen aber<lb/>
wünschte er dann, daß mit Drittländern Österreich gemeinsame Geschäfte<lb/>
machen soll. In Simbabwe könnte ein Kohlenbergbau aufgemacht werden,<lb/>
in Mosambik Kohle, in Gabun Buntmetall. In all diesen Fällen erklär<lb break="no"/><pb n="58-0023" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-09_0023.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>te ich ihm sofort, daß dafür nur die VÖEST-Alpine in Frage käme, mit<lb/>
der VÖEST-Alpine wurde ein Stahlwerk in der Vergangenheit schon be<lb break="no"/>absichtigt. Jetzt soll es auf 3–6 Mio. t ausgebaut werden. Die Nord<lb break="no"/>koreaner verpflichten sich auch in Hinkunft pünktlich zu bezahlen.<lb/>
Jetzt haben sie noch immer riesige Schulden, bezahlen allerdings we<lb break="no"/>nigstens schon die Zinsen der Kredite.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_10">Am interessantesten war die Äußerung, daß jetzt die Partei beschlossen<lb/>
hat, es soll eine konföderative demokratische Republik in Korea ent<lb break="no"/>stehen. Nord- und Südkorea sollen also durch eine gemeinsame Regierung<lb/>
verwaltet werden, wobei beide Teile aber selbständig bleiben. Die<lb/>
Wirtschaftsabkommen des Süden und des Norden bleiben aufrecht. Die<lb/>
militärischen Beistände aber, die Militärbasen, die Militärpakte sol<lb break="no"/>len liquidiert werden. Gemeinsam sollen sie bis 150.000 Soldaten zur<lb/>
Verteidigung der Neutralität aufstellen. Gegenüber der Sowjetunion<lb/>
und Amerika, China und Japan soll eine gleiche Politik betrieben wer<lb break="no"/>den. Als ersten Schritt wünscht man gleich, daß die Sportler eine<lb/>
einheitliche Mannschaft in Hinkunft aus Nord- und Südkoreanern stellen<lb/>
sollen. Diese große politische Lösung wird, glaube ich, kaum zu verwirk<lb break="no"/>lichen sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> soll sich über Außenamt erkundigen,<lb/>
wie diese Idee dort weitergeht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_12">GD <rs type="person" ref="#per__128479">Eichinger</rs> von Plasser &amp; Theurer hat jetzt große Möglichkeiten<lb/>
Gleisstopfmaschinen und Ersatzteile in die CSSR zu exportieren. Insge<lb break="no"/>samt wurden 123 Stk., 370 Mio. S, bis jetzt geliefert. Die Kompensation<lb/>
aus der CSSR beträgt dafür ca. 20 %. Werkzeugmaschinen gehen ganz gut,<lb/>
solange die Fa. Dvorak nicht im Konkurs war, wurden auch Elektromo<lb break="no"/>toren als Kompensation nach Österreich genommen. Derzeit lauft ein<lb/>
Kompensationsgeschäft, 30 Schotterwaggons. Die ÖBB braucht weitere 20.<lb/>
Da Plasser &amp; Theurer eine 4%-ige Subvention gibt und Kreditfinan<lb break="no"/>zierung garantiert, hat der Einkaufsdirektor <rs type="person" ref="#per__128480">Herzog</rs> sich für diese<lb/>
20 Waggons sehr eingesetzt. Das Ersuchen von <rs type="person" ref="#per__128479">Eichinger</rs> ging dahin,<lb/>
daß ich <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> das gesamtwirtschaftliche Interesse an dieser Kom<lb break="no"/>pensation bestätige. Dies habe ich zuerst telefonisch und dann sogar<lb/>
noch schriftlich, damit auch dies aktenmäßig festgehalten wird, getan.<lb/>
Die Kompensation mit 4 % aus der CSSR ist äußerst günstig, da bei ähn<lb break="no"/>lichen Lieferungen nach Rumänien z.B. 20 % Kompensation übernommen<lb/>
werden müssen. Was mich eigentlich wundert, ist, daß die COMECON-<lb/>
Staaten dies nicht besser koordinieren. Wenn ein Staat 20 % durchsetzt,<lb/>
<pb n="58-0024" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band58/58_1981-01-09_0024.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>müßte dies doch ein anderer COMECON-Staat erfahren und eigentlich auch<lb/>
eine höhere Kompensation versuchen durchzusetzen. Die Gleisanlagen in<lb/>
der CSSR sind allerdings in einem so schlechten Zustand, daß die Gleis<lb break="no"/>stopfmaschinen dringendst gebraucht werden. Die Erklärung des GD <rs type="person" ref="#per__128479">Ei<lb break="no"/>chinger</rs> ist, daß das Material, Schotter, neue Schwellen usw., nicht zur<lb/>
Verfügung steht, weshalb die Gleise zwar entsprechend mit Plasser-<lb/>
&amp;-Theurer-Maschinen bearbeitet werden, nach einiger Zeit aber der Ef<lb break="no"/>fekt wieder verloren geht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_13">Das große Geschäft für Plasser &amp; Theurer ist derzeit Amerika. Dort<lb/>
hat die Eisenbahnverwaltung jetzt die privaten Eisenbahnen verpflich<lb break="no"/>tet, ihre Geleise entsprechend für Personentransporte auch in Gang<lb/>
zu halten. Die amerikanischen Eisenbahnen, meistens in Privatbesitz,<lb/>
sind nur an Gütertransporten interessiert. Aus militärischen Gründen<lb/>
müssen aber die entsprechenden privaten Gesellschaften ihren Gleisbau<lb/>
wesentlich verbessern. Um den Antidumping-Bestimmungen zu entgehen,<lb/>
hat Plasser &amp; Theurer in Amerika jetzt eine eigene Firma gegründet,<lb/>
die Zulieferungen aber erfolgen größtenteils aus Österreich. Dadurch<lb/>
kann die amerikanische Antidumpingverwaltung kaum etwas dagegen unter<lb break="no"/>nehmen. Unwahrscheinlich, daß es Plasser &amp; Theurer gelingt, auf diese<lb/>
Art und Weise die Schwierigkeiten in Amerika zu überwinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_14">Der Vertreter der schweizerisch-deutsch-österreichischen Auffanggesell<lb break="no"/>schaft für Kneissl, <rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs>, verständigt mich, daß in der CA eine grund<lb break="no"/>sätzliche Einigung über die Übernahme erfolgt ist. Der Masseverwalter<lb/>
wird jetzt nächste Woche Donnerstag einen Vertrag in Kufstein wahr<lb break="no"/>scheinlich abschließen. <rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs> ersucht um Klärung, wie jetzt die Nach<lb break="no"/>folgehaftung, 30 Mio. S für die Sozialversicherung, vom Handelsministe<lb break="no"/>rium erledigt wird. Ich setze ihm noch einmal auseinander, daß für<lb/>
diese Sozialversicherungsnachfolgehaftung vom Sozialministerium kein<lb/>
Schilling zu erhalten ist. Das Sozialministerium ist aber auf Regie<lb break="no"/>rungsbeschluß bereit, 10 Mio. S aus der Arbeitsmarktförderung sowie<lb/>
das Land Tirol als auch die CA insgesamt also 30 Mio. S zur Verfügung<lb/>
zu stellen. Ich verspreche <rs type="person" ref="#per__127880">Glauer</rs> sofort mit dem Sozialministerium dar<lb break="no"/>über Gespräche zu führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__125291">MARTIN</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_16">Im Jour fixe mit der AK und ÖGB kommt die Zollermäßigung für japani<lb break="no"/>sche Autos zur Sprache. Der Inlandsanteil muß jetzt von 12 1/2 auf<lb/>
17 % erhöht werden. Dadurch kann Semperit die Reifenexporte nach Japan<lb/>
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keine Reifen mehr zur Verfügung stellen kann. Der VW-Einkaufsdirektor<lb/>
<rs type="person" ref="#per__123317">Matousek</rs> behauptet, daß dies für Österreich ein sehr schlechtes<lb/>
Geschäft ist. Durch die Zollermäßigung von 20 % auf 4 % entsteht dem<lb/>
Bund ein Zollentgang von 360 Mio S. Semperit dagegen hat nur 24 Mio.<lb/>
S mehr Verdienst durch diese Aktion. NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> erklärt mit Recht,<lb/>
dies müsse man jetzt genau prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_18">Alle nehmen meinen Bericht, daß wir den Philips-Grundig-Streit wegen<lb/>
Einführen von japanischen Fernsehröhren mit einem Kompromiß von 120.<lb/>
000 Stk. pro Jahr 81 und 82 gelöst haben. Angeblich regt sich jetzt<lb/>
der Beamte des Finanzministeriums schrecklich auf, daß er nicht ent<lb break="no"/>sprechend eingeschaltet wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte kläre diesen Fall.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_20">Bezüglich der Behauptung der OÖ Ferngas, daß die Gasversorgung in<lb/>
Oberösterreich zusammenbricht, stellt die AK fest, daß dies nicht<lb/>
stimmen kann. Wie ich nachher telefonisch mit dem Vizepräsidenten der<lb/>
AK Linz, <rs type="person" ref="#per__112114">Freyschlag</rs> feststelle, wird dieses, wie er sagt, unverantwort<lb break="no"/>liche Manöver des Geschäftsführers der OÖ Ferngas, <rs type="person" ref="#per__116012">Amon</rs>, hart kriti<lb break="no"/>siert. <rs type="person" ref="#per__112114">Freyschlag</rs> wird bei mir beantragen, daß die OÖ Ferngas nicht<lb/>
die Genehmigung § 5 Energiegesetz bekommt. Diese aus der Nazizeit<lb/>
stammende Bestimmung, wonach ich sogar Nachfolger des deutschen Wirt<lb break="no"/>schaftsministers bin, ist die Voraussetzung, daß die OÖ Ferngas ent<lb break="no"/>sprechende Aktivitäten entfalten kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Wie weit steht dieser Antrag.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_22"><rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> teilt mit, daß ihn jetzt Dr. <rs type="person" ref="#per__126405">Klose</rs> von der Bundeshandels<lb break="no"/>kammer verständigt hat, es soll über die Sicherheitsfrage des Kern<lb break="no"/>kraftwerkes Zwentendorf zwischen Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und auch<lb/>
den Vertretern der AK und des ÖGB bei der nächsten Präsidialbesprechung<lb/>
darüber entschieden werden. Damit würde endlich im Jänner dieses Jahres<lb/>
noch ein Auftrag an Experten ergehen, einen solchen Bericht zu er<lb break="no"/>stellen. Die Bezahlung müßte durch die Interessensvertretung, aber<lb/>
natürlich insbesondere durch die Elektrizitätswirtschaft erfolgen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Nächstes Jour fixe <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_24">NR <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> berichtet, daß die Fa. Ebhart &amp; Herout befürchtet, von<lb/>
der Fa. Hofer mit Ende Jänner keine Margarineproduktionsaufträge mehr<lb/>
zu bekommen. Hofer will nur mehr importieren. Dies würde für diese<lb/>
Margarinefabrik in Hütteldorf ein furchtbarer Schlag sein, da sie sich<lb/>
jetzt auf die Produktion für Ebhart &amp; Herout umgestellt hat. Der<lb/>
ÖGB hat der Margarineindustrie zugesagt, in diesem Fall würde er<lb/>
die Margarinezölle in Österreich wieder von 18 % auf 22 % erhöhen. Die<lb break="no"/>se Maßnahme wurde aber auch bereits der österreichischen Fettindustrie<lb/>
angedroht, wenn sie nicht bereit ist, die Ölsaaten, die von österrei<lb break="no"/>chischen Bauern produziert werden, zu übernehmen. Der ÖGB und die AK<lb/>
hat also diese Maßnahme, wenn man so will, sogar 2-mal verkauft. Ich<lb/>
bin fest davon überzeugt, daß Hofer, auch wenn die 4 % Margarinezoll<lb break="no"/>erhöhung kommt, deswegen nicht von seinem Plan Margarine zu importie<lb break="no"/>ren abgehen würde, die einzige Chance, die ich sehe, daß wir im<lb/>
Handelsministerium unverzüglich Gespräche mit Hofer beginnen, um ihn<lb/>
neuerdings durch Zureden zu veranlassen, bei uns in Österreich produ<lb break="no"/>zieren zu lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort Gespräch mit Hofer vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_26">Neuerdings urgiert AK und ÖGB, daß jetzt bezüglich der Unterausschuß<lb break="no"/>sitzung über Energiesicherungsgesetz die vorbereitenden Unterlagen<lb/>
über die Lenkungsmaßnahmen noch nicht richtig angelaufen sind. Ich<lb/>
stelle fest, daß Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> von der Energiesektion sehr wohl die Ge<lb break="no"/>spräche bereits eingeleitet hat, nicht zuletzt durch die personelle<lb/>
Änderung innerhalb der Energiesektion geht es dort nur sehr langsam<lb/>
weiter. So wie bisher werden einzelne Leute, und dazu gehört Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs>,<lb/>
übermäßig belastet, weil ein Großteil der anderen largiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_27">NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> interveniert bei mir auch wegen der Bestellung des Sektions<lb break="no"/>leiter-Stv. Die Verhandlungen über die Reorganisation der Energiesek<lb break="no"/>tion gehen aus verschiedensten Gründen nur schleppend vor sich. Auf<lb/>
der einen Seite will SL <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> eine zweckmäßige Reorganisation durch<lb break="no"/>führen, die Leute, welche bis jetzt nichts oder unzulänglich gearbeitet<lb/>
haben, sollen womöglich Kompetenzen verlieren. Neue tüchtige Abteilungs<lb break="no"/>leiter sollen man entsprechend mehr Kompetenz bekommen. Die Hauptschwie<lb break="no"/>rigkeit liegt nur darin, daß es bis jetzt nicht möglich war, tüchtige<lb/>
Leute zu finden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band58_1981-01-09_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Wenn SC <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs> gesund ist, sofort mit ihm ein<lb/>
Gespräch führen.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 9.1.1981</head>
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               <persName type="label">Hofer, Norbert</persName>
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               <occupation>GF Fa. Presswerk Hans Legat GmbH, Wien Liesing</occupation>
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               <persName type="label">Freyschlag, Fritz</persName>
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               <occupation>oö. AK-Vizepräsident</occupation>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Eichinger, Kurt</persName>
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               <occupation>GD Fa. Plasser &amp; Theurer</occupation>
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               <persName type="label">Schmidt, Erich</persName>
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               <occupation>Leiter vw. Abt. ÖGB, SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <occupation>Sekr. Büro Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <occupation>Sts. HM</occupation>
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               <persName type="label">Rauter, Anton</persName>
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               <occupation>Konsum</occupation>
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               <persName type="label">Sallinger, Rudolf</persName>
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               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
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               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
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               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <occupation>ZS GPA, ab 1980 Sozialminister</occupation>
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               <persName type="label">Glauer, Heiner</persName>
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               <occupation>Wirtschaftstreuhänder, Repräsentant Fa. Kneissl Ski</occupation>
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               <occupation>Fa. Presswerk Hans Legat GmbH, Wien Liesing</occupation>
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               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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               <occupation>Leiter VW-Einkaufsorganisation Wien</occupation>
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               <persName type="label">Zöllner, Otto</persName>
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               <occupation>AK</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <occupation>Leiterin EFTA-Rechtsabteilung</occupation>
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               <occupation>Architekt</occupation>
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