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            <title type="main">Donnerstag, der 23. Oktober 1980</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_01">Donnerstag, 23. Oktober 1980<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_02">Der Repräsentant von Hong Kong <choice><choice><sic>Trade</sic><corr>Development</corr></choice></choice> Council, <rs type="person" ref="#per__127075">Dunning</rs>, hat seinen stän<lb break="no"/>digen Vertreter Dr. <rs type="person" ref="#per__127076">Neumann</rs> mir vorgestellt. Dieser wird sich jetzt<lb/>
besonders bemühen den Hongkonger Export, aber auch den Import nach<lb/>
Hongkong entsprechend zu organisieren. <rs type="person" ref="#per__127075">Dunning</rs> ist jetzt durch ganz<lb/>
Österreich gereist und hat in Vorarlberg z.B. der Textilindustrie<lb/>
klar gemacht, <choice><choice><sic>die</sic><corr>daß?</corr></choice></choice> sie sehr wohl große Exportchancen nach Hongkong be<lb break="no"/>sitzt. Die Textilindustrie konnte oder, besser gesagt, wollte gar nicht<lb/>
glauben, daß tatsächlich eine solche Möglichkeit besteht. Überein<lb break="no"/>stimmend wurde festgehalten, daß die staatlichen Stellen oder die<lb/>
HK oder, wenn man so will, auch das Hongkonger Trade Council nur die<lb/>
Voraussetzungen schaffen können, daß die Firmen initiativ werden und<lb/>
dann durch entsprechende Besuche selbst versuchen, ihre Geschäfte ab<lb break="no"/>zuschließen. Ich sage dies immer, was wir leisten können, ist die Kon<lb break="no"/>takte herzustellen. Wichtig sind aber die Kontrakte und diese können<lb/>
nur durch Firmen abgeschlossen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_03">Im Parlament stand der Integrationsbericht zur Diskussion. Überraschend<lb/>
war, daß sich als erster gleich Präs. <rs type="person" ref="#per__97487">Graf</rs> als ÖVP-Redner meldete und<lb/>
dort nicht nur zum Integrationsbericht, sondern vor allem gleich auf<lb/>
die Stahlkrise anspielend eine wirtschaftspolitische Diskussion ein<lb break="no"/>leitete. In weiterer Folge hatte sich dann sogar der ehem. Obmann der<lb/>
ÖVP, Dr. <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs>, gemeldet. Dieser wieder machte entsprechende Vorschläge,<lb/>
wie man die österreichische Edelstahlsituation sanieren könnte. Sein<lb/>
Vorschlag lief letzten Endes darauf hinaus, daß man größere Staats<lb break="no"/>zuschüsse davon abhängig machen sollte, daß ein entsprechender Sanie<lb break="no"/>rungsplan vorgelegt wird. Gleichzeitig aber schlug er für die gesamte<lb/>
Industrie vor, es sollte ein Risikokapitalaufbringungssystem geschaffen<lb/>
werden. Bis zu 49 % sollte sich eine staatlich geförderte Gesellschaft<lb/>
sich an Neugründungen beteiligen. Natürlich sollte man vor allem aber<lb/>
den Unternehmungen Möglichkeiten einer Kapitalbildung durch steuer<lb break="no"/>liche Erleichterungen gewähren. Auf das liefen nämlich letzten Endes<lb/>
die Vorschläge <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs>' hinaus. Zu meinem Glück sagte er, er möchte, daß<lb/>
diese Probleme im Verstaatlichten-Ausschuß des Parlaments diskutiert<lb/>
werden. Ich hatte oder sah, besser gesagt, daher die Möglichkeit auf<lb/>
diese Vorschläge nicht einzugehen, sondern beschränkte mich wirklich<lb/>
auch dann in meiner Wortmeldung, bevor sich <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> dann noch einmal zum<lb/>
Schluß meldete, auf die Punkte, die den Integrationsbericht betrafen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_04">Vorher gab es natürlich noch eine umfangreiche Diskussion zwischen<lb/>
den steirischen Betriebsräten, ÖVP, <rs type="person" ref="#per__118315">Burger</rs>, SPÖ, <rs type="person" ref="#per__127077">Rechberger</rs> und <rs type="person" ref="#per__127078">Fauland</rs>,<lb/>
über die weitere Vorgangsweise resp. über das bisherige Verhalten der<lb/>
Parteien in der Steiermark. LH <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> hatte nämlich kurzfristig den<lb/>
wirtschaftspolitischen Beirat der Landesregierung in die Obersteier<lb break="no"/>mark eingeladen. Zum selben Zeitpunkt war nämlich schon vor längerer<lb/>
Zeit eine sozialistische Gewerkschaftsfraktion der Metallarbeiter<lb/>
mit den Betriebsräten nach Graz eingeladen worden. Die Termine wurden<lb/>
nicht abgestimmt. Die Sozialisten fürchteten, daß <rs type="person" ref="#per__126988">Krainer</rs> die große<lb/>
Stahlenquete von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in Leoben unterlaufen will und blieben dieser<lb/>
vom Landeshauptmann eingeladenen Sitzung fern. Am härtesten wurde<lb/>
aber dann gestritten, ob die Regierung genug getan hat, warum die<lb/>
B 17, also die Mur-Mürz-Furche, so schlechte Straßenverhältnisse hat<lb/>
und wer mehr für die Stahlarbeiter übrig hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_05">Die Diskussion war sehr hart, sehr lang und sicherlich nicht sehr<lb/>
ergiebig. Das Argument, die ÖVP hätte während ihrer Alleinregierungs<lb break="no"/>zeit alles machen können, zieht jetzt beim besten Willen nicht mehr,<lb/>
weil die ÖVP mit Recht kontert, die Sozialisten hätten ja jetzt schon<lb/>
10 Jahre Zeit gehabt und hätten eben alles machen sollen. Dies gilt<lb/>
ganz besonders für den jetzt erst in Angriff zu nehmenden Straßenaus<lb break="no"/>bau. Die ÖVP verwies darauf, daß es sich ja hier um eine Bundesstraße<lb/>
handelt. Wenn daher in der Vergangenheit, was auch stimmt, die Lan<lb break="no"/>desstellen vorgeschlagen haben, man sollte die Bundesstraßen in den<lb/>
bäuerlichen Gebieten vorerst ausbauen, so hätte die sozialistische<lb/>
Landtagsfraktion und vor allem aber der für die Bundesstraßen zustän<lb break="no"/>dige Bautenminister, in der Vergangenheit sogar der Steirer <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs>, dies<lb/>
entsprechend anders machen müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_06">Überraschenderweise wurde ich gar nicht mehr angegriffen, daß ich<lb/>
zu wenig nach Brüssel fahr, mein einziger Besuch in diesem Jahr war<lb/>
mit Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> und Präs. <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs> wegen des Griechenland-Vertrages<lb/>
hat scheinbar genügt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_07">Der freiheitliche Abgeordnete <rs type="person" ref="#per__123320">Grabher-Meyer</rs> hatte dem Außenminister<lb/>
und vor allem den Bundeskanzler angegriffen, daß diese sich zu wenig<lb/>
für die Integration einsetzen. Ich konnte darauf verweisen, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
bei jeder Gelegenheit über die Integration mit den zuständigen Mini<lb break="no"/>stern, die ihn entweder besuchen kommen, oder die er bei einer ande<lb break="no"/>ren Gelegenheit treffen, spricht. Als typisches Beispiel verwies ich<lb/>
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mit EG-Kommissaren zusammenzukommen. Ich hatte nämlich damals beson<lb break="no"/>ders darauf gedrängt, er sollte unter allen Umständen, selbst wenn er<lb/>
nur einen Kommissar eine halbe Stunde trifft, dies als offiziellen<lb/>
Besuch bei der EG ausgehen. Jetzt kam mir dies für die Argumentation<lb/>
zugute. Der Außenminister wieder hat sogar eine Botschafterkonferenz<lb/>
<choice><choice><sic>eingeralden</sic><corr>eingeladen?</corr></choice></choice>, diese kostete zwar viel Geld und hat natürlich nichts<lb/>
gebracht. Überhaupt verstehe ich das Verhalten der Oppositionspartei<lb/>
in dieser Frage nicht. Ich würde doch niemals darauf drängen, daß die<lb/>
Minister oder gar der Bundeskanzler recht viel rumreisen, ich würde<lb/>
eher kritisieren, daß sie zu viel rumreisen und zu viel Geld ausgeben,<lb/>
dadurch ohne entsprechende Erfolge erzielen zu können. Im Zuge der<lb/>
Integrationsentwicklung ist nämlich jetzt ein deutlich sichtbarer<lb/>
Stillstand zwischen EFTA-Staaten und EG eingetreten. Solange die EG<lb/>
ihre internen Schwierigkeiten hat, wird sie sicherlich nicht bereit<lb/>
sein, österreichische Wünsche insbesondere auf dem Agrarsektor zu er<lb break="no"/>füllen. Darüber muß sich doch jedermann klar sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_08">Die aufgeworfenen Detailfragen wie die Belastung der Papierindustrie<lb/>
durch Einführung des Ausgangszoll jetzt im Oktober auf eine Position,<lb/>
obwohl 5 Positionen überschritten sind, im vergangenen Jahr sogar<lb/>
bis 500 % überschritten wurde, die Stahlverhandlungen, die EG-Verhand<lb break="no"/>lungen über den Griechenland-EG-Beitritt und damit österreichischen<lb/>
Vertrag habe ich dann weitestgehend im Detail beantwortet. Vielleicht<lb/>
bin ich jetzt schon mit bald 20 Jahren zu lange Abgeordneter. Dadurch<lb/>
erscheint mir das ganze schon sehr als Routine. Ich glaube auch immer<lb/>
mehr feststellen zu können, daß die Diskussion im Parlament scheinbar<lb/>
immer für ganz wenige nur mehr von Interesse ist, die mit dieser Ma<lb break="no"/>terie sich beschäftigen oder als Redner eingesetzt sind. Alle ande<lb break="no"/>ren interessieren sich überhaupt nicht mehr. Dies war sicherlich auch<lb/>
früher der Fall, aber vielleicht nicht in so krassem Ausmaß. Alle Dis<lb break="no"/>kussionen verlaufen daher verhältnismäßig mit ganz geringer Beteili<lb break="no"/>gung. Diese Entwicklung ist bestimmt für das Parlament und den ganzen<lb/>
Parlamentarismus, ja sogar für unsere Demokratie sicherlich nicht gut.<lb/>
Die Öffentlichkeit hat dafür auch bestimmt kein Verständnis. Früher,<lb/>
als es kein Fernsehen gab, als die Zeitungen sogar noch anders berich<lb break="no"/>teten, war man auf diese Entwicklung nicht so besonders aufmerksam ge<lb break="no"/>macht worden. Jetzt, davon bin ich überzeugt, wird sich diese Entwick<lb break="no"/>lung, gegen alle Parteien richtend, auf die Bevölkerung auswirken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_09">Die Fraktion der sozialistischen Direktoren in der ÖIAG hatte mich<lb/>
zu einem Vortrag über Probleme des österreichischen Außenhandels ein<lb break="no"/>geladen. Zur selben Zeit stand die Abstimmung über die Novelle zum<lb/>
Zivildienstgesetz im Parlament an. Ich ersuchte deshalb Dr. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs><lb/>
für mich diesen Vortrag zu halten. Als ich dann ins Parlament kam,<lb/>
standen noch 5 Redner an. Ich bin daher sofort wieder zurückgefahren<lb/>
und habe <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs>, der darüber sehr glücklich war, von dieser Arbeit<lb/>
befreit. Der Besuch war, wie der Vorsitzende der Fraktion Dr. <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs><lb/>
sagte, verhältnismäßig sehr schlecht, allerdings mußten wir pünktlich<lb/>
beginnen und nachher sind noch etliche gekommen. Überraschend für<lb/>
mich war nur, daß es sich ja nicht um die ÖIAG-Angestellten handelte,<lb/>
sondern größtenteils um Direktoren aus den ÖIAG-Konzernbetrieben. Ich<lb/>
hatte deshalb sofort nach einer allgemeinen Situationsschilderung des<lb/>
österreichischen Außenhandels mit Detailinformationen begonnen. Die<lb/>
Diskussion, soweit sie noch bis zur Abstimmung möglich war, hat sich<lb/>
dann auch auf Detailfragen beschränkt. Die wichtigste, wie mir versi<lb break="no"/>chert <choice><choice><sic>wurd</sic><corr>wird? wurde?</corr></choice></choice>, Frage ist die Problematik der öffentlichen Ausschreibung.<lb/>
Wenn der Vorschlag des ehemaligen Oberstaatsanwaltes <rs type="person" ref="#per__126944">Pallin</rs> durchgeht,<lb/>
dann befürchten die Manager, wird es zu einem vollkommenen Erliegen der<lb/>
Aktivitäten in den Betrieben kommen. Ich kenne die Vorschläge nicht<lb/>
im einzelnen, hab nur darauf verwiesen im Außenhandel, das jetzige<lb/>
System <choice><choice><sic>kauf</sic><corr>?</corr></choice></choice> wird geändert werden können. Was immer in Österreich ge<lb break="no"/>schieht, wird es im Ausland Anbahnungsspesen oder, wenn man so will,<lb/>
Provisionen, das heißt Bestechungen, geben. Für das Auslandsgeschäft<lb/>
werde ich auch jedermann decken, der so etwas machen muß, wenn er<lb/>
natürlich vorher seine Organe entsprechend informiert hat und das nicht<lb/>
für seine Tasche macht. Anders ist dies für das Inlandsgeschäft und<lb/>
Inlandsaufträge. Hier muß man gegen die eingerissenen Sitten, wie sie<lb/>
jetzt beim AKH sich herausstellen, eine Änderung herbeiführen. Dieser<lb/>
Sumpf und, wie <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> gesagt hat, auch die sauren Wiesen daneben<lb/>
müssen so schnell als möglich trocken gelegt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_10">Ein zweites und sehr wichtiges Problem waren die Kompensationswünsche<lb/>
der Staatshandelsländer, im Besonderen der Oststaaten. Hier wird immer<lb/>
mehr eine Überkompensation, d.h. nicht nur die Anlagen, sondern auch<lb/>
die Verzinsung dieser Anlagen sollen in Produkten bezahlt werden, die<lb/>
aus diesen Anlagen produziert werden. Ähnlich wie bei den Zinsgewäh<lb break="no"/>rungen, wo insbesondere die Franzosen durch Mischzinsbildung mit Ent<lb break="no"/>wicklungshilfe Unterstützung, langfristige Kredite von 20 Jahren mit<lb/>
3 % Verzinsung, gehen<add>[geben?]</add>, wurde auch durch andere Staaten diese Überkompen<lb break="no"/><pb n="57-1325" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band57/57_1980-10-23_1325.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sation akzeptiert. Jetzt müssen wir uns auch damit beschäftigen, ja<lb/>
sogar abfinden. Krass ausgedrückt wird dadurch mehr oder minder der<lb/>
Entwicklungsstand des Austausches von Waren, wie es zur Zeit des Waren<lb break="no"/>verkehrsbüros, Dir. <rs type="person" ref="#per__127079">Schopf</rs>, seinerzeit gehandhabt wurde. Unmittelbar<lb/>
nach dem zweiten Weltkrieg wurden die ersten Außenhandelskontakte<lb/>
und Geschäfte ja Tausch Ware gegen Ware abgewickelt. Jetzt ist es ein<lb/>
bißchen komplizierter, aber im Prinzip dann genau dasselbe. Die geldmä<lb break="no"/>ßige Verrechnung tritt immer mehr in den Hintergrund.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band57_1980-10-23_11">Da in dieser Fraktion der ÖIAG eben ziemlich hohe leitende Direktoren<lb/>
der verstaatlichten Betriebe zusammengefaßt sind, konnte ich doch fest<lb break="no"/>stellen, daß diese durch die AKH-Entwicklung und durch die Rückwir<lb break="no"/>kungen, die sich auf alle Betriebe ergeben können, sehr verunsichert<lb/>
sind. Dazu kommt noch, daß man in der Diskussion im Parlament auch von<lb/>
seiten der ÖVP herausgestrichen hat, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt in der ver<lb break="no"/>staatlichten Edelstahlindustrie eine Managerverantwortung in aller<lb/>
Öffentlichkeit feststellt. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nicht gleichzeitig eben erklärt hat, die ÖVP-Manager sind die<lb/>
schlechten, die SPÖ- die guten Fachleute und Vorstandsdirektoren. Diese<lb/>
ganze Diskussion wird, und davon bin ich wieder überzeugt, der verstaat<lb break="no"/>lichten Industrie sicherlich nicht gut tun.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Krainer, Josef jun.</persName>
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               <persName type="label">Dunning, Len</persName>
               <persName><surname>Dunning</surname><forename>Len</forename></persName>
               <occupation>Hong Kong Trade Development Council</occupation>
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               <persName type="label">Moser, Josef</persName>
               <persName><surname>Moser</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Bautenminister</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Burger, Siegmund</persName>
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               <occupation>ÖVP-NR-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Lehner, Hans</persName>
               <persName><surname>Lehner</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Präs. LWK</occupation>
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