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            <title type="main">Montag, der  6. Oktober 1980</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band56_1980-10-06</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_01">Montag, 6. Oktober 1980<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_02">Im Wiener Vorstand wurde zu meiner persönlichen Überraschung einmal<lb/>
ein Personalproblem zumindestens angeschnitten. Obmann-Stellvertreter<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs>, <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> war bei einer unabkömmlichen Sitzung, leitet unter Vor<lb break="no"/>sitz von <rs type="person" ref="#per__97561">Hofmann</rs> ein, daß die Diffamierungskampgange gegen Stadtrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114840">Stacher</rs>, die jetzt insbesondere im Kurier gestartet wurde, nicht<lb/>
tatenlos hingenommen werden konnte. Seine Gesundheitspolitik ist<lb/>
sehr erfolgreich. Die Presse möchte ihm aber sein in der Vergangen<lb break="no"/>heit gegenüber <rs type="person" ref="#per__123341">Wilfling</rs> gezeigtes Vertrauen ihn jetzt anschwärzen.<lb/>
Niemand ist gegen kriminellen Verhaltens seines Mitarbeiters gesichert.<lb/>
Die Partei müßte sich daher dezidiert jetzt für <rs type="person" ref="#per__114840">Stacher</rs> aussprechen.<lb/>
LAbg. <rs type="person" ref="#per__114547">Gawlik</rs>, der im Gesundheitsausschuß tätig war, unterstrich dann,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__114840">Stacher</rs> eine gigantische Arbeit geleistet hat und wirklich ein<lb/>
wenig desolate Zustände von Stadtrat <rs type="person" ref="#per__123364">Glück</rs> aus der ÖVP übernommen<lb/>
hat. Überraschend für mich auch das Selbsterkenntnis, daß man <rs type="person" ref="#per__123364">Glück</rs><lb/>
aus politischen Gründen nicht die notwendigen Mittel gegeben hat, die<lb/>
eigentlich das Spitalswesen schon immer verlangte. <rs type="person" ref="#per__114547">Gawlik</rs> meinte nur,<lb/>
es bleibt dann halt, wenn <rs type="person" ref="#per__114840">Stacher</rs> jetzt besonders verteidigt wird,<lb/>
sofort der Eindruck, es muß doch irgendetwas an der ÖVP-Argumenta<lb break="no"/>tion und insbesondere der Massenmedien wahr sein. Dagegen habe ich<lb/>
ganz entschieden Stellung genommen. Man kann jemanden nicht im Regen<lb/>
stehen lassen, und ein solcher Eindruck wird entstehen, wenn man<add>[eine]</add> solch<lb/>
unbegründete Kampagne, wie sie jetzt gegen <rs type="person" ref="#per__114840">Stacher</rs> gestartet wurde,<lb/>
unbeachtet läßt. Überrascht war ich, daß es dann keinerlei weitere<lb/>
Diskussionsredner mehr gab. Der Beschluß, den <rs type="person" ref="#per__97561">Hofmann</rs> dann zusammen<lb break="no"/>faßte war, daß eine Solidaritätsaktion gestartet wird, und daß <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs><lb/>
mit dem AZ- und .... Vertreter <rs type="person" ref="#per__127014">Fischmann</rs> die entsprechende Erklärung<lb/>
abfassen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_03">Durch die Berufung von <rs type="person" ref="#per__127015">Matzenauer</rs> als geschäftsführender Präsident<lb/>
des Stadtschulrates waren bei den diversen Schulausschüssen entspre<lb break="no"/>chende Umbesetzungen notwendig, die der Wiener Vorstand ja immer nur<lb/>
zur Kenntnis nimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_04">Wie Sekretär <rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs> weiter berichtete, hat die BORG Meidling bean<lb break="no"/>tragt, die Untersuchungshäftlinge <rs type="person" ref="#per__123733">Winter</rs> und <rs type="person" ref="#per__123341">Wilfling</rs> auszuschlie<lb break="no"/>ßen, die BORG Innere Stadt auch <rs type="person" ref="#per__114998">Sevcik</rs><add>[evtl. Falschidentifikation]</add> und <rs type="person" ref="#per__127016">Sedlicek</rs>. <rs type="person" ref="#per__127016">Sedlicek</rs> von ITT<lb/>
ist nach Mitteilung des Vorstandsmitglieds und Bezirksobmanns der<lb/>
Donaustadt <rs type="person" ref="#per__114542">Schemer</rs> nicht nur ein guter Genosse, sondern er ist auch<lb/>
<pb n="56-1233" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-10-06_1233.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>100-%ig überzeugt, daß dieser irgendwelche Unregelmäßigkeiten nur<lb/>
auf Weisung gemacht hat. Übereinstimmend herrschte aber die Meinung,<lb/>
daß solange jemand nicht verurteilt ist, auch die SPÖ nicht den Stab<lb/>
über jemanden brechen kann und darf. Als Ausweg wurde beschlossen,<lb/>
es wird ein Schiedsgericht eingesetzt, das aber, da ja die Beisitzer<lb/>
der Auszuschließenden nicht nominiert werden, ruht. Auch bei Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__116958">Muchna</rs> hat das Schiedsgericht jetzt zu ruhen, weil ja ein Berufungs<lb break="no"/>gericht noch über den Fall entscheiden wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_05">Die aufgrund der Parteitagsbeschlüsse notwendigen Ausnahmegenehmigun<lb break="no"/>gen für Funktionäre mit mehr als einer bezahlten Funktion bei über<lb/>
10.000 S Jahreseinkommen haben aufgrund von 145 Erhebungsbögen 23 Aus<lb break="no"/>nahmegenehmigungen notwendig gemacht. 11 beschließt der Wiener Vor<lb break="no"/>stand, wie z.B. für GR <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs>, daß er Mitglied des Aufsichtsra<lb break="no"/>tes der Bürges ist, 12 die ÖGB-Fraktion, wie z.B. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> als Obmann<lb/>
der Konsumgenossenschaft, <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> als Aufsichtsratspräsident der<lb/>
Tabakwerke, <rs type="person" ref="#per__112942">Braun</rs> als Vizepräsident der AK, <rs type="person" ref="#per__111702">Deutsch</rs> als Vorsitzenden-<lb/>
Stv. der LUGA und <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> jetzt noch als Vorsitzender der Pensions<lb break="no"/>versicherungsanstalt der Angestellten. Sollte er Sozialminister werden,<lb/>
was für mich ja ziemlich fest steht, wird wieder ein neues Reglement<lb/>
notwendig sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_06">Überraschend trotz der schlechten Presse, die jetzt die Partei hat,<lb/>
und trotz der schweren Belastung durch das AKH haben wir seit März<lb/>
1980 einen permanenten Nettogewinn unserer Mitgliederzunahmen. August<lb break="no"/>stand 246.206, um 130 mehr. Auch die Austrittsquote sinkt jetzt unter<lb/>
50 %, derzeit sind es 3.000, in der Vergangenheit waren es 5.000.<lb/>
Überraschend für mich ist diese Entwicklung genauso wie die Gemeinde<lb break="no"/>ratswahl in Linz.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_07">In der Ministerratsvorbesprechung ist <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, nachdem er auf <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs><lb/>
einen Nachruf gehalten hat, der Vizebürgermeister war zwar lange<lb/>
krank, ist dann aber doch überraschend gestorben, auf die Linzer<lb/>
Wahl zu sprechen gekommen. Dort hat bei einer geringen Wahlbeteili<lb break="no"/>gung die SPÖ gut abgeschnitten. Unsere bisherige Argumentation,<lb/>
eine geringe Wahlbeteiligung hilft nur den Bürgerlichen, stimmt also<lb/>
nicht, es kommt eben ganz darauf an, wer nicht zur Wahl geht. Die<lb/>
ÖVP hat 11.000 Stimmen verloren, die SPÖ 8.000, nur die FPÖ hat<lb/>
200 dazugewonnen und die KPÖ hat 1.000 dazugewonnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_08">Die Wahlen in Deutschland haben die FDP als das bürgerliche Gewissen<lb/>
scheinbar gebracht. Durch den Gewinn der FDP wird zwar diese nicht<lb/>
mehr Regierungssitze verlangen, doch die Politik wird schwieriger<lb/>
sein. Da die SPD, insbes. <rs type="person" ref="#per__114106">Schmidt</rs> nicht zugibt, wo sie sich der FDP<lb/>
als Koalitionspartner beugen muß, sondern immer wieder erklärt, daß<lb/>
ist sowieso ihre Politik, wird es zu einem Ausfransen auf dem linken<lb/>
Rand der SPD kommen. Eines kann man aus den Ziffern klar und deut<lb break="no"/>lich ersehen, wo die Linken Aktionen gegen <rs type="person" ref="#per__121042">Strauß</rs> mitgemacht haben<lb/>
oder vielleicht gar organisierten, wurde die SPD nur schwächer, dies<lb/>
gilt für Hamburg, Bremen und andere Städte. Die Deutschen wollen eben<lb/>
diese Krawalle auch nicht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_09">Bezüglich der Mitbestimmung wird es im deutschen Parlament jetzt<lb/>
zu einer krisenähnlichen Entscheidung kommen. Die Linken der CDU wür<lb break="no"/>den mit der SPD sofort für eine stärkere Mitbestimmung im Bundesrat<lb/>
stimmen und die FDP wird dies mit aller Gewalt verhindern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_10">In Portugal war die Wahl weniger erfreulich, die Sozialisten haben<lb/>
dort 28 % und die Kommunisten 17 % erhalten, die Bürgerlichen aber<lb/>
die Mehrheit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_11"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte trotz seiner Verkühlung, er wollte ursprünglich gar<lb/>
nicht kommen, möchte er doch uns über seine Reise in Jordanien be<lb break="no"/>richten. In der Vergangenheit hat <rs type="person" ref="#per__127017">Boumedienne</rs> einen Druck auf Irak aus<lb break="no"/>geübt, daß dieser an Iran einen Streifen abgetreten hat. In diesem<lb/>
Gebiet sind 3 1/2 Mio. arabische Minderheit. Die Behandlung dieser und<lb/>
vor allem das Bestreben, die Kontrolle über das iranische Öl zu be<lb break="no"/>kommen, hat Irak veranlaßt den Krieg zu beginnen. Sollte Irak tat<lb break="no"/>sächlich gewinnen, wäre es die stärkste Macht. Das will aber niemand,<lb/>
selbst nicht die Sojwets. <rs type="person" ref="#per__113384">Hussein</rs> hat nämlich die Kommunisten nicht<lb/>
nur verboten, sondern die ganzen Führer hingerichtet. Wenn in der<lb/>
Vergangenheit, wie z.B. unter <rs type="person" ref="#per__112987">Stalin</rs> der türkische Diktator <rs type="person" ref="#per__127018">Kemal<lb/>
Atatürk</rs> mit diesem einen Vertrag schließen konnte und dann die<lb/>
ganzen KP-ler liquidiert hat, so ist das jetzt bei dieser Sojwetunion-<lb/>
Führung nicht gut möglich. Nur um ein Beispiel zu sagen, sooft<lb/>
Sowjets in Österreich sind, statten sie stets <rs type="person" ref="#per__127019">Muhri</rs> einen Besuch ab.<lb/>
Die Sowjetunion kümmert sich also um örtliche KP-Organisationen. Die<lb/>
Sowjetunion wird daher nicht den Irak so unterstützen, daß er tat<lb break="no"/>sächlich die große arabische Macht wird und wird vor allem aber auch<lb/>
nicht neutral bleiben. Es ist ohne weiteres möglich, daß die Sowjet<lb break="no"/>union sowie Syrien und Libyen sich auf die Seite Irans schlagen. Die<lb/>
<pb n="56-1235" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-10-06_1235.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Öllieferungen werden wahrscheinlich von den Saudi-Arabern verstärkt,<lb/>
den Irak- und Iran-Ausfall teilweise ersetzen. Es besteht für Euro<lb break="no"/>päer keine Chance zu vermitteln. Sollte sich die Linie des Präsiden<lb break="no"/>ten <rs type="person" ref="#per__126219">Banisadr</rs> durchsetzen, der ja die Geiseln freilassen würde, dann<lb/>
könnte <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs> die Wahl gewinnen und das Ganze würde sich anders<lb/>
entwickeln. Die Frage ist aber, ob sich die Militärs, die ja von den<lb/>
Mullahs schwer bekämpft wurden und auch jetzt noch nicht sich innen<lb break="no"/>politisch gefestigt haben und über die <rs type="person" ref="#per__126219">Banisadr</rs>, der ja die formelle<lb/>
Oberhoheit hat, jetzt durch den Krieg so festigen und so stärken<lb/>
können, daß sie <rs type="person" ref="#per__126219">Banisadr</rs> unterstützen. Die Amerikaner halten der<lb break="no"/>zeit wegen der Geiseln still und wollen sich mit beiden arrangieren.<lb/>
Das wird allerdings nicht gehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_12">Für den Nahen Osten sieht <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> die große Friedenschance zwischen<lb/>
Jordanien und Israel. Er glaubt, daß der seinerzeitige Beschluß von<lb/>
Rabat, wonach Jordanien das Verhandlungspouvoir über die Westbank<lb/>
entnommen wurde und den Palästinensern übertragen übertragen wurde,<lb/>
vielleicht aufgehoben wird. Der kommende Mann ist nach <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> Mei<lb break="no"/>nung der jordanische König. Ich frage mich immer nur, wie der eine<lb/>
große Rolle spielen kann, bei seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit<lb/>
von den reichen Ölstaaten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_13">Über die Wirtschaft sprach <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nur, daß er das Pottasche-Werk<lb/>
der VÖEST-Alpine am Toten Meer besichtigt hat. Dort hat er 45 Be<lb break="no"/>schäftigte teils mit Familien getroffen, diesen muß man jetzt größere<lb/>
Unterstützung gewähren, sie bekommen einen Videorekorder und werden<lb/>
ständig mit österreichischen Aufzeichnungen dann versorgt. Auch eine<lb/>
Art Weinschmuggel muß man dorthin organisieren, damit die wenigstens<lb/>
ein bißchen Erinnerung an die Heimat haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_14"><rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> berichtete über seine Verhandlungen bezüglich des Datengesetzes.<lb/>
Zuerst haben von der ÖVP <rs type="person" ref="#per__97419">Ermacora</rs> und <rs type="person" ref="#per__112626">Hauser</rs> verhandelt und es wäre<lb/>
bald zu einem Abbruch gekommen. Jetzt aber möchte sich die neue Bau<lb break="no"/>ernbundspitze mit ihm arrangieren. Wenn es bei diesem Datengesetz,<lb/>
wonach <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> dann alle Förderungen im Computer gespeichert hat<lb/>
und auch über diesen abgerechnet wird, d.h. bei dieser Gelegenheit<lb/>
gleich zur Beiratsregelung und zur Bezahlung der Statistiker kommt,<lb/>
und wenn insbes. die Berater, deren Zuschüsse seit 1975 im Landwirt<lb break="no"/>schaftsministerium eingefroren sind, wieder erhöht werden, dann<lb/>
stimmt die ÖVP zu. Über die Funktion der Berater, die von der Land<lb break="no"/><pb n="56-1236" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-10-06_1236.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wirtschaftskammer dirigiert werden und die die Agrarpolitik bis in<lb/>
die Bauernhöfe hinein, eben weil sei Berater sind, entweder gutheißen<lb/>
oder verdammen, wurden seinerzeit heftigst von uns bekämpft. Da man<lb/>
sie nicht abschaffen konnte, hat man deren Zuschüsse eingefroren,<lb/>
wodurch sie jetzt nur mehr 1/3 vom Staat bezahlt bekommen gegenüber<lb/>
früher die Hälfte. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> wurde ermächtigt, dahingehend abzuschlie<lb break="no"/>ßen, die Kommission oder der Beirat, der vorgesehen ist, wird nur be<lb break="no"/>gutachtende Stellung haben. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> verspricht sich über diese Daten<lb break="no"/>erfassung und die Zentralisierung bei ihm einen wesentlichen Einfluß<lb/>
auf die Förderung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_15"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> verwies darauf, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt den 10-Punkteforderungsbe<lb break="no"/>richt am Dienstag bringen wird und gleich anschließend daran die<lb/>
Debatte ist. Er schlug vor, und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wollte dies sowieso, daß auf<lb/>
eine Entschließung des Nationalrates von 8. August Bezug genommen<lb/>
wird, wo steht, es soll das Zeit- und Kostenlimit eingehalten werden.<lb/>
Durch diese Entschließung kann <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt sozusagen dem National<lb break="no"/>rat berichten, ohne daß sofort und optisch sichtbar wird, daß er<lb/>
dies ausschließlich wegen der Forderung der ÖVP, letzte Aussprache<lb/>
zwischen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>, macht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_16">Im Ministerrat hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann mitgeteilt, daß eine eigene Trauer<lb break="no"/>kundgebung der Regierung vor dem Begräbnis, Donnerstag 9 Uhr im<lb/>
Regierungsgebäude, erfolgt, die Gewerkschaftsbewegung wird eine eigene<lb/>
Trauerfeier vor der Kremation um 16.00 machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_17">Die Geschäftsführerverträge mit <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> und <rs type="person" ref="#per__114587">Kübler</rs> wurden von mir in<lb/>
deren Anwesenheit unterfertigt, nachdem sie aktenmäßig durch unser<lb/>
Präsidium geprüft und in Ordnung befunden wurden. Bei dieser Ge<lb break="no"/>legenheit besprach ich gleich die Entwicklung des Wanderbaren Öster<lb break="no"/>reichs. Soferne es sich nicht um Massenveranstaltungen wie eben z.<lb/>
B. die letzte am Sonntag von der Kronen-Zeitung, die übrigens nach<lb/>
meiner Auffassung danebengegangen ist, oder um diese Irrsinnswander<lb break="no"/>tage der Profis handelt, kommt Wanderbares Österreich bei den auslän<lb break="no"/>dischen Gästen, aber auch bei den Inländern, sofern sie irgendwo auf<lb/>
Urlaub sind, sehr gut an. Ergänzt muß diese Propaganda aber fürs<lb/>
nächste Jahr durch, wie ich schon seit Jahren auch predige, Radelbare<lb/>
Österreich werden. Verbunden damit soll ein Fotowettbewerb sein. Auch<lb/>
der Milchwirtschaftsfonds und Semperit und Puch werden mitmachen.<lb/>
So wie beim Wanderbaren Österreich sich jetzt die Industrie dieses<lb/>
Slogans bedient und Wanderkleider und besondere Schuhe herstellt und<lb/>
<pb n="56-1237" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-10-06_1237.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>damit einen großen Erfolg hat, müßte dies auch beim Radlbaren Öster<lb break="no"/>reich gehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Die Abteilungen sollen sich hier mehr<lb/>
engagieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_19">Da wir im nächsten Jahr im Budget keine Erhöhung für die österreichi<lb break="no"/>sche Fremdenverkehrswerbung vorgesehen haben und da einmal der Fi<lb break="no"/>nanzminister kein Geld hat, dann die einzelnen Landesfinanzreferenten<lb/>
nicht wollen oder auch kein Geld haben, ist es dringendst notwendig,<lb/>
daß wir eine andere Finanzierungsbasis für die Österr. Fremdenver<lb break="no"/>kehrswerbung finden. Mit Bagatellgeschäften ist damit nichts getan,<lb/>
wie z.B. Drucksortenverkäufe oder Werbebroschürenverkauf, da diese<lb/>
uns nur steuerliche Probleme bringen. Eher müßte man sich überlegen,<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> vorgeschlagen hat, eine Pflichtberatung einzuführen, wozu<lb/>
man gegebenenfalls eine eigene Gesellschaft gründen könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Was sagen Deine Leute dazu?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_21">Ein Restaurant in Petronell, Scharmer, hat statt 4,7 Mio. Investitio<lb break="no"/>nen, ohne auch nur eine Zustimmung der Hausbank zu haben, 7,3 Mio in<lb break="no"/>vestiert. Jetzt ist sie in finanziellen Schwierigkeiten. Dr. <rs type="person" ref="#per__113626">Ortmann</rs><lb/>
wird schauen, ob es hier eine Möglichkeit gibt und die CA die Finan<lb break="no"/>zierung übernimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_22">Mit den Vertretern des Kaffeeverbandes der Bundeskammer, ÖGB und AK<lb/>
besprachen wir die weitere Vorgangsweise bezüglich der von der AK<lb/>
und ÖGB eingereichten Preisbestimmung aufgrund des § 4 Preisregelungs<lb break="no"/>gesetzes. Da die Kaffeebranche bereit ist, den Listenpreis wesentlich<lb/>
zu senken, von 5–20 %, die Großen, Doro, sprich Nestlé, und Jacobs<lb/>
sogar um 15 %, da alle geforderten Unterlagen dem Preisunterausschuß<lb/>
vorgelegt werden und wurden, kann der nach übereinstimmender Meinung<lb/>
aller Anwesenden dort das Preisverfahren eingestellt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_24">Bei dieser Aussprache stellte ich neuerdings fest, daß die Branche<lb/>
nicht weiß, wo die 40.000 t Rohkaffee, die wir jetzt lt. unserer<lb/>
Statistik kaufen werden, tatsächlich hinkommen. Maximal 34.000 t<lb/>
können in Österreich geröstet werden, die Kaffeefirmen resp. der<lb/>
<pb n="56-1238" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-10-06_1238.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Kaffeeverband haben sich deshalb schon an das Handelsministerium und<lb/>
Finanzministerium gewendet, nachdem ich diese Entwicklung bereits vor<lb/>
Monaten aufgezeigt habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108322">MEISL</rs>: Was sagt MR <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs> und vor allem das Finanz<lb break="no"/>ministerium dazu.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_26">Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> hat zuerst mir persönlich erklärt, er betrachtet die<lb/>
Kritik über die vielen Dienstreisen als ein Mißtrauen gegen ihn.<lb/>
Ich habe ihm sofort gesagt, daß dies zu unserem persönlichen Verhält<lb break="no"/>nis überhaupt nicht tangiert und daß ich mit der Arbeit, die er im<lb/>
Patentamt geleistet hat, sehr zufrieden bin. Das Patentamt war unter<lb/>
seinen Vorgängern ein österreichisch dahinschlummerndes Institut,<lb/>
jetzt hat es international großes Ansehen. Er hat dann noch den<lb/>
Vizepräs. <rs type="person" ref="#per__113625">Fichte</rs> und vor allem den sozialistischen Personalvertreter<lb/>
<rs type="person" ref="#per__123313">Endler</rs> dazugebeten und mit den dreien habe ich nur festgehalten, daß<lb/>
wenn die Personalvertretung und das Personal mit der verhältnismäßig<lb/>
starken Überlastung durch die Auslandsdienstreisen der Leitung ein<lb break="no"/>verstanden sind, habe ich dagegen nichts einzuwenden. Ich persönlich<lb/>
glaube nur, wenn <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> dank seiner sprachlichen Kenntnisse und sei<lb break="no"/>nes großen Fachwissens zweimal nach Kamerun, einmal nach Zentralafrika,<lb/>
jetzt sogar nach Nordkorea fahren soll, um dort Patent- und Marktämter<lb/>
nicht nur zu beraten, sondern sogar aufzubauen und entsprechende Ent<lb break="no"/>würfe auszuarbeiten, daß dies eine ungeheure Belastung darstellt,<lb/>
die letzten Endes unbezahlt im wahrsten Sinne des Wortes ist. Das Pa<lb break="no"/>tentamt, insbes. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> wird dafür große Vorarbeiten leisten und ich<lb/>
weiß nicht, wie lange dies gesundheitlich überhaupt möglich ist. Daß<lb/>
das Patentamt kostenmäßig nicht sehr viel Geld ausgeben kann, hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> anhand der Budgetziffern leicht nachweisen können. Da er eine<lb/>
eigene Dienststelle ist, hat er ein eigenes Reise- und Repräsentations<lb break="no"/>budget, das wesentlich tiefer liegt als natürlich das des Handels<lb break="no"/>ministeriums.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__112949">KAZDA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Was ist eure Meinung?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_28">Die Handelskammer hat eine große Gruppe von venezolanischen Wirtschafts<lb break="no"/>journalisten und Fremdenverkehrsjournalisten eingeladen, die halt<lb/>
auch einen Besuch beim Handelsminister abstatten wollten. Innerhalb<lb/>
der 3/4 Stunde haben sie sich dann insbesondere für die Sozialpartner<lb break="no"/>schaft interessiert. Sie sagten immer wieder, sie können nicht ver<lb break="no"/>stehen, daß das überhaupt funktioniert, denn bei ihnen gibt es schein<lb break="no"/><pb n="56-1239" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-10-06_1239.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>bar, wie allerdings auch bei uns wie ich ihnen erklärte, in der ersten<lb/>
Republik, nur harte Auseinandersetzungen, wenn man so will, einen<lb/>
reinen Klassenkampf auf der Straße und nicht am Verhandlungstisch.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_29">Beim Empfang anläßlich der 33. Österreichischen Betriebswirtschaft<lb break="no"/>lichen Woche der Kammer der Wirtschaftstreuhänder habe ich, für mich<lb/>
überraschend, dann doch meine Ansprache halten müssen. Präs. <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs><lb/>
will natürlich, wenn schon einmal ein Minister kommt, mit dem parlie<lb break="no"/>ren. Ich habe die 3 Punkte, die für die Wirtschaftstreuhänder von<lb/>
Bedeutung sind, vorher mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> kurz besprochen. Bezüglich der An<lb break="no"/>fechtung einer Grazer Gruppe über die Wahl des Vorstandes beim Ver<lb break="no"/>fassungsgerichtshof wird abzuwarten sein, wie dieser entscheidet.<lb/>
Sicherlich hebt er ihn auf. <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs> hat in seiner Erwiderung erklärt,<lb/>
die beiden großen Fraktionen, sprich <rs type="person" ref="#per__113112">Böck</rs> für die Schwarze und er<lb/>
für die Neutrale, werden dafür sorgen, daß sich in dieser Frage nichts<lb/>
ändert. Es wird sozusagen die Wahl wiederholt werden. Das zweite<lb/>
Problem ist die Änderung der Wirtschaftstreuhänderordnung, die sich<lb/>
aus der Novelle des GesmbH-Gesetzes ergibt. <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs> möchte, wie<lb/>
er mir nachher besonders erörterte, jetzt endlich wissen, ob nicht<lb/>
doch auch für die Wirtschaftstreuhänder der Akademikerstatus verlangt<lb/>
werden soll. Dies gilt natürlich nur für die zukünftigen Anwärter,<lb/>
die jetzt sozusagen schon im Beruf sind und die jetzt unmittelbar<lb/>
vor Abschluß der Prüfungen stehen, soll diese Bestimmung noch nicht<lb/>
gelten. Gegenüber <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> meinte <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs>, das könnte man für die<lb/>
nächsten 40 Jahre als Zielprogramm propagieren. Ich habe <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> vorgeschlagen, sie sollen eine entsprechende Aussprache<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> herbeiführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_30">Bezüglich der Honorarforderungen haben jetzt die Interessensvertre<lb break="no"/>tungen den Vorschlag der Wirtschaftstreuhänder zur Begutachtung be<lb break="no"/>kommen. Hier wird es sicherlich zu einem Kompromiß kommen. Voraus<lb break="no"/>setzung für mich allerdings ist, daß vorher die Gehaltsfrage der<lb/>
Angestellten geklärt wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-10-06_31">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__107953">BUCHAUER</rs>: Bitte mit aller Deutlichkeit diese<lb/>
in der Paritätischen Kommission übliche Vorgangsweise auch den Treu<lb break="no"/>händern klarmachen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 59. Ministerratssitzung, 6.10.1980</head>
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            <head>Information f. Bundesminister betr. GATT, 5.10.1980</head>
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               <occupation>techn. Vizepräs. Patentamt</occupation>
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               <persName type="label">Carter, Jimmy</persName>
               <persName><surname>Carter</surname><forename>Jimmy</forename></persName>
               <occupation>US-Präs. 1977-81</occupation>
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               <persName type="label">Mock, Alois</persName>
               <persName><surname>Mock</surname><forename>Alois</forename></persName>
               <occupation>Abg. z. NR, Klubobmann, ÖVP</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Fischer, C</persName>
               <persName><surname>Fischer</surname><forename>C</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM (Rochusplatz), ehem. Sekr. Bock, Mitterer</occupation>
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               <persName type="label">Böck, Josef</persName>
               <persName><surname>Böck</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Vizepräs. Kammer d. Wirtschaftstreuhänder</occupation>
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               <persName type="label">Hofmann, Fritz</persName>
               <persName><surname>Hofmann</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Wr. Planungsstadtrat, stv. AR-Präs. DoKW, Obmann BO
                  Floridsdorf</occupation>
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               <persName type="label">Burkert, Franz</persName>
               <persName><surname>Burkert</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Präs. Kammer d. Wirtschaftstreuhänder</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Schmidt, Helmut</persName>
               <persName><surname>Schmidt</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Min./BK BRD, SPD</occupation>
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               <persName type="label">Banisadr, Abolhassan</persName>
               <persName><surname>Banisadr</surname><forename>Abolhassan</forename></persName>
               <occupation>iran. Präs.</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Wilfling, Siegfried</persName>
               <persName><surname>Wilfling</surname><forename>Siegfried</forename></persName>
               <occupation>Wr. Beamter, zuständig f. Krankenhäuser</occupation>
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               <persName type="label">Muhri, Franz</persName>
               <persName><surname>Muhri</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>KPÖ-Vors.</occupation>
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               <persName><surname>Buchauer</surname><forename>Gerfried</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName><surname>Slavik</surname><forename>Felix</forename></persName>
               <occupation>Wr. Bgm. bis 1973</occupation>
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               <persName><surname>Talal</surname><forename>Hussein ibn</forename></persName>
               <occupation>jordan. König</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
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               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Winter, Adolf</persName>
               <persName><surname>Winter</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>techn. Dir. AKH</occupation>
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               <persName type="label">Blümel, Kurt</persName>
               <persName><surname>Blümel</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>LUGA-Zentralsekretär</occupation>
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               <persName><surname>Zolles</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Direktor ÖFVW</occupation>
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               <persName type="label">Gawlik, Franz</persName>
               <persName><surname>Gawlik</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Wr. SPÖ-GR-Abg.</occupation>
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