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            <title type="main">Donnerstag, der 18. September 1980</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band56_1980-09-18</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_01">Donnerstag, 18. September 1980<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_02">Das Präsidium des Verbandes der E-Werke, 9 bedeutende Generaldirek<lb break="no"/>toren, wollten wegen der neuen Baukostenverordnung unbedingt die<lb/>
Indizierung durchsetzen. Da ich aus prinzipiellen Gründen genau wie<lb/>
die AK und der ÖGB gegen eine solche Indizierung bin, einigten wir<lb/>
uns dann nach längerer Debatte, daß wir in die Verordnung nicht die<lb/>
fixen Sätze der Baukostenzuschüsse schreiben, sondern ein Kalkula<lb break="no"/>tionsschema darin verankert wird. Die daraus sich ergebenden Sätze<lb/>
werden dann von den EVUs verlautbart. Ein Schiedsgericht soll dafür<lb/>
sorgen, daß die Konsumenten sich nicht überfordert fühlen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_03">GD <rs type="person" ref="#per__114463">Altziebler</rs>, derzeitiger Sprecher der E-Werke, wollte darüber hinaus<lb/>
eine allgemeine Energiediskussion, insbes. im Anschluß an die große<lb/>
Münchner Weltenergiekonferenz. An dieser hat wieder eine größere<lb/>
österreichische Delegation teilgenommen. Alle mußten allerdings zu<lb break="no"/>geben, daß diese Weltenergiekonferenz mit 3500 Teilnehmern zwar<lb/>
prinzipielle Beschlüsse faßte, einer der wichtigsten, es geht nicht<lb/>
ohne Atomenergie, aber ansonsten zu gar nichts gut ist, außer daß<lb/>
viel Unterlagenmaterial dort aufliegt. Da München nicht sehr weit<lb/>
ist, fiel die Größe der österreichischen Delegation diesmal nicht<lb/>
auf. Bei der letzten und bei der nächsten, die außer<add>[-halb von]</add> Europa statt<lb break="no"/>finden, würde<add>[es]</add> sicherlich wieder heftige Kritik in der Öffentlichkeit<lb/>
über die Größe der Delegation geben. Die Kritik der E-Unternehmun<lb break="no"/>gen, daß die Energiefragen nicht klar entschieden werden, daß die<lb/>
Parteien sich rumdrücken um die Frage der Atomenergie, müßte der Ge<lb break="no"/>neraldirektor der EVUs ihren Landeshauptleuten sagen. Diese sind<lb/>
selbst als Präsidenten der Aufsichtsräte ihrer Gesellschaft nicht<lb/>
bereit, eine klare Antwort auf die Wünsche und Beschlüsse der Ein<lb break="no"/>führung der Kernenergie zu geben. Ich betrachte es schon als eine<lb/>
gewisse Zumutung, daß man zu mir kommt, sich auszuweinen, entspre<lb break="no"/>chende Hilfe zu verlangen und in den eigenen Gesellschaften und Or<lb break="no"/>ganen keine klare Stellungnahme zu beziehen. Darüber hinaus kommt<lb/>
es sogar zu eindeutigen Kontrastellungnahmen zur gemeinsam beschlos<lb break="no"/>senen Aktion, Aufklärung der Bevölkerung über Notwendigkeit der Kern<lb break="no"/>energie.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_04">MR <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> berichtete mir anschließend auch, daß eine zweite Verord<lb break="no"/>nung erlassen werden muß, wo die Bereitstellungspreise für die Son<lb break="no"/>derabnehmer eine 16-%ige Erhöhung erfahren sollen. Die letzte Regulie<lb break="no"/>rung war 1976. Interessant ist, daß in beiden Verordnungen, 1954 für<lb/>
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Bundesland Kärnten immer ausgenommen war und einen eigenen Bescheid<lb/>
hatte. MR <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> führt diese über 25 Jahre alte Praxis auf die<lb/>
Stärke und den überragenden Einfluß des jetzt schon in Pension be<lb break="no"/>findlichen GD der Kelag zurück.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Erkundige Dich gelegentlich, wo es noch<lb/>
solche Ausnahmeregelungen gibt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_06">In der Hofburg gibt es seit dem Konflikt mit Afghanistan die erste<lb/>
Ost-West-Besprechung, an der sowohl die Sowjets als auch die Ameri<lb break="no"/>kaner teilnehmen. Der Leiter der amerikanischen Delegation, gleich<lb break="no"/>zeitig Präsident von Pepsi Cola, ist der Vorsitzende des Beratungsgre<lb break="no"/>miums des Weißen Hauses für Präsident <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs> über die Ost-West-Be<lb break="no"/>ziehung. Auf der sowjetischen Seite war Präsident <rs type="person" ref="#per__97500">Gwischiani</rs>, der<lb/>
Schwiegersohn von <rs type="person" ref="#per__97652">Kossygin</rs>, anwesend. Wie mir der polnische Außen<lb break="no"/>handelsminister <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> und dann abends auch Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> von<lb/>
der DDR bestätigten, ist im Osten dieses erste Gespräch zwischen<lb/>
Sowjets und Amerika sehr wichtig erschienen. Noch niemals waren alle<lb/>
Mitglieder dieser Organisation überhaupt anwesend, wie diesmal in<lb/>
der Hofburg.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_07"><rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> nützte die Gelegenheit, um während des Kongresses schnell die<lb/>
Tagesordnung und das gesamte Programm der Gemischten Kommission in<lb/>
Krakau nächste Woche zu besprechen. Interessant ist, daß die Polen<lb/>
von sich aus vorgeschlagen haben, über die neue Situation Österreich<lb/>
offiziell auch in der Gemischten Kommission zu informieren. Da<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> auch die Seewirtschaft in seinem Ministerium hat, ist er mit<lb/>
den Streiks der Hafenarbeiter konfrontiert. Über 40.000 befanden<lb/>
sich im Ausstand. Sie haben beschlossen, eine freie Gewerkschaft zu<lb/>
gründen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_08">Beim Jour fixe mit AK und ÖGB berichtete ich über die eingeleiteten<lb/>
Maßnahmen zwecks amtlicher Fixierung des Kaffeepreises. Die geforder<lb break="no"/>ten Unterlagen wie Mischungszusammensetzung, Deckungsbeitrag für alle<lb/>
Produkte, wie insbes. der Finanzberater und Abteilungsleiter <rs type="person" ref="#per__97693">Lejolle</rs><lb/>
verlangt hat, weitere Aufteilungsschlüssel und Nachkalkulationen<lb/>
usw. können von den Betrieben kaum erbracht werden. Dr. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> vom<lb/>
Konsum erklärte mir dezidiert, daß sie den größten Teil der gefor<lb break="no"/>derten Unterlagen gar nicht besitzen. Das ganze Kaffeepreisproblem<lb/>
<pb n="56-1158" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-09-18_1158.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wird aber, wie ich zum ersten Mal hörte, nicht im Preisunterausschuß<lb/>
weiterbehandelt. Die Präsidenten der Interessensvertretungen haben<lb/>
beschlossen, daß dies höchstens durch Sozialpartnergespräche erfol<lb break="no"/>gen sollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_09"><rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> berichtete über die Verhandlungen mit der HK wegen Verschär<lb break="no"/>fung Verleihung von Staatswappen. Er möchte für die einzelnen Bran<lb break="no"/>chen Kennzahlen und eine allgemeine Bestimmung, wonach arbeitsrecht<lb break="no"/>liche gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden müssen. Die Wirt<lb break="no"/>schaftszweige werden derzeit immer detaillierter, um die im Gesetz vor<lb break="no"/>gesehene außerordentliche Leistung und führendes Unternehmen in der<lb/>
Branche leichter erfüllen zu können. Eine Lösung muß jetzt in dieser<lb/>
Frage gefunden werden, denn immer mehr Branchen drängen auch zu<lb/>
einer Entscheidung: Molkereien, wo alle fast als vorrangiges Unter<lb break="no"/>nehmen vom Milchwirtschaftsfonds bezeichnet werden, die Reisebüros,<lb/>
die Immobilienmakler, Beherbergungsbetriebe, Gast- und Schankbetriebe<lb/>
usw. Die AK hätte am liebsten einen speziellen Punkt, was die ar<lb break="no"/>beitsrechtlichen gesetzlichen Bestimmungen qualifiziert. Dies ist,<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> richtig sagt, juristisch unmöglich. Man kann nur die Ein<lb break="no"/>haltung verlangen, niemals ein besonderes Einhalten, wie eben verlangt<lb/>
wurde. Im Prinzip ist die AK aber brennend daran interessiert, daß<lb/>
eine Einschränkung der Verleihpraxis erfolgt. Diesbezügliche Verhand<lb break="no"/>lungen werden mit der Handelskammer entsprechend begrüßt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_10">Bezüglich der RAG- und ÖMV-Inlandsgaspreisfestsetzung will Dr. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs><lb/>
äußerst restriktiv vorgehen. Sekretär <rs type="person" ref="#per__114598">Hruby</rs>, der die Energiefragen<lb/>
in der AK behandelt, allerdings <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> unterstellt ist, hat hier<lb/>
eine wesentlich lockerere Haltung, ebenso die ÖGB-Vertreter. Je stu<lb break="no"/>rer die AK ist, umso mehr werden Ölgesellschaften ihre Gasvorräte nicht<lb/>
abbauen, sondern weiter konservieren. Dies entspricht aber anderer<lb break="no"/>seits meinen Vorstellungen der Krisenvorsorge. Am liebsten wäre mir,<lb/>
alle Ölvorräte und Gasvorräte werden erschlossen, aber nicht ausge<lb break="no"/>beutet. Dies ist die zweckmäßigste Vorsorge im Rahmen der Wirtschaft<lb break="no"/>lichen Landesverteidigung. Allerdings müssen dann die Konsumenten<lb/>
umso höhere Gaspreise bezahlen, denn die Importpreise aus der Sowjet<lb break="no"/>union steigen ständig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_11">MR <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> berichtet über die Baukostenzuschußverhandlungen. Die AK<lb/>
und der ÖGB sind mit der Vorgangsweise, die auch mit den EVUs in<lb/>
der Früh besprochen wurde, einverstanden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_12">Bezüglich der Paraphierung des Abkommmens Griechenland zur EG und<lb/>
daraus sich ergebenden Vertrages mit Österreich erheben AK und ÖGB<lb/>
keinen Einspruch.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_13">Bezüglich der Postgesetznovelle, die das Postregal wieder gegenüber<lb/>
den Werbeprospektverteilern, die seit 1936 diese Tätigkeit ausüben<lb/>
können, gibt es auch von seiten des ÖGB Bedenken. Die Postge<lb break="no"/>werkschaft hat bereits dagegen protestiert, da die Briefträger zu<lb break="no"/>sätzlich diese Arbeit nicht übernehmen können. Auch die 500 Fixange<lb break="no"/>stellten der Firmen, wobei die Fa. Feibra 50 % der Verteilung über<lb break="no"/>nimmt, und die 1500 Austräger werden in den Stellungnahmen der AK<lb/>
und des ÖGB zu berücksichtigen sein. Wir einigen uns darüber, daß die<lb/>
Fachbearbeiter mit SC <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> Kontakt aufnehmen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_14">Bezüglich der Tätigkeit des Vereines Made in Austria wird festgestellt,<lb/>
daß dieser trotz seines 5,6 Mio. S Budgets, je 2 1/2 Mio. HK und Han<lb break="no"/>delsministerium, 500.000.–– OeNB und 100.000,–– AK, derzeit keine<lb/>
befriedigende Tätigkeit entfalten kann. Der Geschäftsführer der Han<lb break="no"/>delskammer, <rs type="person" ref="#per__113034">Dorfner</rs>, ist bestrebt, den größten Teil des Geldes wieder<lb/>
der HK zurückzubringen, 70 % davon fließen wieder direkt oder indi<lb break="no"/>rekt in Organe der HK. Der Geschäftsführer der AK, <rs type="person" ref="#per__126970">Markon</rs>, kann nur<lb/>
registrieren, daß die restlichen 30 % dem Verein für Konsumentenin<lb break="no"/>formation zufließen. Das Präsidium, <rs type="person" ref="#per__115655">Mautner Markhof</rs>, bis jetzt noch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115586">Prosquill</rs>, in Zukunft der neue Gremialvorsteher für die Werbebranchen<lb/>
Prof. <rs type="person" ref="#per__114057">Mittag</rs>, vom WIFI Dr. <rs type="person" ref="#per__114539">Kirchmair</rs> und nur der Vizepräsident der<lb/>
AK, Zentralsekretär <rs type="person" ref="#per__112942">Braun</rs>, soll jetzt durch <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs>, VKI, und <rs type="person" ref="#per__113035">Wessely</rs>,<lb/>
HK, ergänzt werden. In der langen Debatte meinen <rs type="person" ref="#per__115583">Muhm</rs> und insbes. Abg.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> vom ÖGB, dieser Verein ist zu stark auf die Sozialpartner<lb/>
ausgerichtet. Durch die derzeitige schlechte Zahlungsbilanz und insbes.<lb/>
Handelsbilanzsituation sollte dieser Verein viel aktiver in Erschei<lb break="no"/>nung treten und dies könnte nur durch eine gesetzliche Regelung er<lb break="no"/>folgen. <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> schlägt vor, ich sollte den alten Gesetzesentwurf<lb/>
wieder zur Diskussion stellen. SC <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> wird mit <rs type="person" ref="#per__115583">Muhm</rs>, ÖGB, <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs>,<lb/>
AK, <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs>, OeNB, diese Beratungen beginnen. Ich selbst werde im<lb/>
nächsten Jour fixe mit der HK darauf hinweisen und ersuchen, daß man<lb/>
auch von der HK entsprechende Vertreter schickt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Jour fixe HK setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_16">Dr. <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> berichtet, daß im Juli und August die Zahlungsbilanz nur<lb/>
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Kapitaltransfer 11 Mrd. S wurden wieder ausgeborgt, die Kreditinsti<lb break="no"/>tute ca. 6 Mrd., der Bund und die Österr. Kontrollbank ca. 5 Mrd., ist<lb/>
der Devisenbestand wieder auf 51 Mrd. S gestiegen. Die OeNB wird an dem<lb/>
Hartwährungskurs, sprich 7,10 S für die DM, festhalten. Das Zahlungs<lb break="no"/>bilanzdefizit<add>[wird]</add> in diesem Jahr ca. 25 Mrd. S betragen. 11 Mrd. S ent<lb break="no"/>fallen auf Zinsleistungen, 14 Mrd. auf Tilgungen. Die Zahlungsbilanz<lb/>
ist also trotz der Aufstockung des Devisenbestandes äußerst kritisch.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_17">In der Fraktion der LUGA gebe ich einen kurzen politischen Bericht<lb/>
über die Personalfrage <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>. In der Diskussion teilt<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112945">Höllesberger</rs> mit, daß die kleine Gruppe besorgte Sozialisten, der<lb/>
Univ.Prof. <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> angehört, wahrscheinlich sogar ihr geistiger<lb/>
Führer, jetzt in den Sektionen, als Mitarbeiter getarnt, kurzfristig<lb/>
auftauchen, um dort dieses 22-Seiten-Papier sozusagen unter die<lb/>
Funktionäre zu streuen. Diese sind natürlich durch eine solche Vor<lb break="no"/>gangsweise sehr beunruhigt, daß sie selbst eine strenge Parteiführung<lb/>
wünschen und diese Diskussion an der Spitze der Parteiführung in den<lb/>
letzten Monaten genauso ablehnen wie das Unterlaufen der Parteifüh<lb break="no"/>rung durch solche Diskussionen mit besorgten Sozialisten in den<lb/>
Sektionen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Was weißt Du darüber?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_19">In der Vorstandssitzung berichte ich über die Wirtschafts- und insbe<lb break="no"/>sondere Budgetsituation. Überschattet wird aber dies von dem Bericht<lb/>
der Verhandlungen der Brauereiarbeiter. 6 Fühlungnahmen haben zu<lb/>
keinem Ergebnis bis jetzt geführt, da die Unternehmer sich ganz<lb/>
strikte dagegen wehren, eine 12-monatige Laufzeit zu vereinbaren.<lb/>
Das letzte Mal, wo ich mich sogar einschalten mußte, kam es zwar<lb/>
zu keiner Vereinbarung über eine 12-Monatslaufzeit, wie das früher<lb/>
etliche Jahre geschehen ist, die Unternehmer haben aber zugesichert,<lb/>
es liegt ja nur an der Gewerkschaft, wenn sie wieder eben durch ent<lb break="no"/>sprechend zeitgerechte Einreichung bei der Paritätischen Kommission<lb/>
innerhalb der 12 Monate dann Verhandlungen verlangt. Tatsächlich hat<lb/>
dies die Brauergruppe getan, die Unternehmervertreter haben aber<lb/>
diesen Punkt im Lohnunterausschuß zurückgestellt, wodurch jetzt schon<lb/>
13 Monate verflossen sind. Das Anbot 6 % würde daher bedeuten, daß<lb/>
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wären. In einer geheimen Abstimmung haben die Betriebsräte mit 39<lb/>
Pro- und 4 Stimmen dagegen, bei 3 ungültigen, für die Forderung der<lb/>
12-Monatslaufzeit ausgesprochen. Bezüglich der Höhe von 9 % waren<lb/>
sogar 43 dafür, 1 dagegen bei 2 ungültigen Stimmen. Der Vorstand be<lb break="no"/>schloß einhellig, die jetzt Betriebsinformationen für Freitag be<lb break="no"/>schlossen haben, daß wenn es dort zu Streikbeschlüssen kommt, diese<lb/>
von der Gewerkschaft unterstützt werden. Während andere Gruppen be<lb break="no"/>richten konnten, daß sie innerhalb eines Tages, d.h. mit einer Ver<lb break="no"/>handlung, sich mit den Unternehmern einigen konnten, selbst die Süß<lb break="no"/>warenarbeiter und Obst- und Gemüsekonservenarbeiter je 7,5 % für<lb/>
13 Monate im Durchschnitt, wobei für die Frauen, die insbes. bei den<lb/>
Süßwarenarbeitern eine große Rolle spielen, die Lohnerhöhungen bis zu<lb/>
8,7 % betragen, bei Obst und Gemüse, die ja eine etappenweise Anglei<lb break="no"/>chung der Frauenlöhne an die Männerlöhne beschlossen haben, wird es<lb/>
bei den Brauereiarbeitern diesmal sehr hart sein. Ich informierte<lb/>
den Vorstand selbstverständlich auch über die Telegramme der Brauer,<lb/>
die ich als Handelsminister bekommen habe, als auch über den persön<lb break="no"/>lichen Brief, den <rs type="person" ref="#per__114051">Beurle</rs> mir geschrieben hat. Ich habe <rs type="person" ref="#per__114051">Beurle</rs> dann<lb/>
natürlich sofort rückgerufen, dieser meinte allerdings, er wollte mir<lb/>
nur seine Besorgnis ausdrücken, wolle sich aber jetzt in die Ver<lb break="no"/>handlungen nicht einschalten. Er sagte, dies müßten die Verhandler<lb/>
selbst lösen. Obwohl er der Generaldirektor der größten Brauerei<lb/>
Österreichs ist, will oder kann er sich über sein Verhandlungskomitee<lb/>
nicht hinwegsetzen. Dies war mir, ich gestehe dies ganz ehrlich, nur<lb/>
recht, denn auch ich hätte größere Schwierigkeiten gehabt, diese<lb/>
verfahrene Situation jetzt zu retten. Ich habe noch Zentralsekretär<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> ersucht, er soll GD <rs type="person" ref="#per__114051">Beurle</rs> sehr eingehend über den Verhandlungs<lb break="no"/>verlauf informieren, dies ist dann auch geschehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_20">GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>, ÖMV, GD <rs type="person" ref="#per__97496">Gruber</rs>, NEWAG, GD <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs>, Wr. Stadtwerke, und Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114585">Schmidt</rs>, Austria-Ferngas, berichteten mir über die Gaspreisverhand<lb break="no"/>lungen mit den Sowjets. Die Sowjetunion weiß nicht genau, ob sie<lb/>
die Gaspreise für den neuen 40 Mrd. m³ Vertrag mit Westeuropa zuerst<lb/>
fixieren soll, oder die laufenden Verträge korrigieren soll. Bis jetzt<lb/>
hat sie die Verträge eingehalten, jetzt hat sie erstmalig, wonach<lb/>
2 mal im Jahr im April und Oktober Gaspreiserhöhungen erfolgen sollen,<lb/>
diesen Vertragspunkt eindeutig gebrochen. Die Sowjets wollen den<lb/>
Gaspreis an die Ölpreise heranführen, koste, was es wolle, und waren<lb/>
daher immer nur bereit, im April entsprechende Provisorien zu ver<lb break="no"/><pb n="56-1162" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-09-18_1162.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>einbaren. Dadurch kommt es laufend durch die Indizierung und jetzt<lb/>
durch die weiteren Gaspreisforderungen zu exorbitanten Steigerungen.<lb/>
Darüber hinaus sind ihre Vorstellungen jetzt so, daß sie im Jahre 81<lb/>
bei 5 $ liegen würden und die Niederländer jetzt mit 4,40 $, die Me<lb break="no"/>xikaner und selbst Algerier mehr oder minder diesen Preis akzeptie<lb break="no"/>ren müssen. Die Algerier haben die Amerikaner mit ihren Preisforde<lb break="no"/>rungen so schockiert, daß der dann von der Regierung bevollmächtigte<lb/>
Verhandler glattwegs ihre überhöhten Forderungen ablehnte und rund<lb break="no"/>weg erklärte, zu eben einen 4,40 $ abzuschließen oder Lieferung nicht<lb/>
zu übernehmen. Die Franzosen wieder haben zu ähnlichen Preisen die<lb/>
Lieferungen akkordiert und die vorgelegten Rechnungen für den höhe<lb break="no"/>ren algerischen Gaspreis ganz einfach nicht zur Kenntnis genommen.<lb/>
Die Algerier dürften jetzt für Frankreich und Amerika nachgeben.<lb/>
Bei den Sowjets wird dies natürlich viel schwieriger sein, trotz<lb break="no"/>dem wurde festgehalten, daß bei den nächsten Verhandlungen in Wien<lb/>
mit Vizeminister <rs type="person" ref="#per__126517">Ossipow</rs> vom Außenhandelsministerium gegebenenfalls<lb/>
ich ebenfalls eingeschaltet werde. Ich erklärte mich sofort dazu be<lb break="no"/>reit, weil bei diesen exorbitanten Preisforderungen mit Sicherheit<lb/>
damit zu rechnen ist, daß die zukünftige größere Gasmenge, die die<lb/>
Sowjets liefern wollen, in Österreich nicht abgesetzt werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_21">Die Deutsche HK Hamburg und der Verein Hamburger Exporteure gaben<lb/>
einen Empfang im Hilton. Sie waren sehr positiv und angenehm über<lb break="no"/>rascht, daß ich dort auch aufkreuzte. Die diesmaligen Exporttage der<lb/>
Hamburger in Wien sind besser organisiert als die letzten, wo es ja<lb/>
nur zur Aussprache zwischen Kammerfunktionären gekommen ist. Diesmal<lb/>
sind die Firmen eingeladen, mit denen sich sehr gute Gespräche schon<lb/>
am ersten Tag ergaben. Ich konnte mich daher in meiner Ansprache für<lb/>
die Aktivität der Hamburger und für das gute Gelingen und die gute<lb/>
Organisation herzlichst bedanken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_22">Die HK hat in voller Stärke, Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, sein<lb/>
Stellvertreter <rs type="person" ref="#per__126971">Wakolbinger</rs> und noch Referenten, aber auch unter Ein<lb break="no"/>ladung von MR <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs> und MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> in<lb/>
seiner Begleitung eine Essen offeriert. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> war sehr froh, daß<lb/>
auch ich daran teilnahm und wir haben in freundschaftlicher Art und<lb/>
Weise vor den Deutschen demonstriert, welche Art der Zusammenarbeit<lb/>
es bei uns in Österreich gibt. <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> kennt ja aus seiner Zeit, wo er<lb/>
in Wien halboffiziell die damalige DDR vertreten hat, die österrei<lb break="no"/>chischen Verhältnisse sehr genau. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ist mehr oder minder immer<lb/>
wieder stolz darauf, verweisen zu können, welch gute Zusammenar<lb break="no"/><pb n="56-1163" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-09-18_1163.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>beit es mit dem Handelsministerium gibt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_23">MR <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs> und MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> mußte ich unter 6 Augen mitteilen, daß<lb/>
sich Außenminister <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> bei mir bitter beschwert hat, daß jetzt in<lb/>
dem morgen zu paraphierenden DDR-Vertrag eine Klauselformulierung auf<lb break="no"/>genommen wurde, die nicht den Vereinbarungen mit dem Außenministerium<lb/>
entsprach. Ich habe <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs> sofort mitgeteilt, daß dies Kompli<lb break="no"/>kationen mit dem Außenministerium auslösen wird. <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs>, der<lb/>
wieder einmal nichts wußte, hat MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> gefragt und dieser sagte,<lb/>
SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> hätte alles mit dem Außenministerium abgesprochen. Dies<lb/>
bestreitet <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> auf das Entschiedenste. Trotzdem hat er mich natür<lb break="no"/>lich ermächtigt, daß ich morgen auch diese Formulierung paraphieren<lb/>
kann. Dies habe ich weder <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs> noch <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> gesagt, sondern<lb/>
von ihnen eine restlose Aufklärung verlangt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte stelle fest, wie es wirklich war, damit<lb/>
ich <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs><add>[ein]</add> entsprechendes Schreiben schicken kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_25"><rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> teilte mir vertraulich mit, daß für die Bekleidungs- und Textil<lb break="no"/>industrie weitere 200 Mio. S Importe genehmigt werden. <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> möchte<lb/>
außerdem, daß über die Paraphierung keine wie immer geartete Verlaut<lb break="no"/>barung in der Zeitung erfolgt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte entsprechend vorsorgen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_27">Die Rank Xerox Firma hat eine gute Idee, sie hat die Münchner Lach-<lb/>
und Schießgesellschaft, ein sehr kritisches und gutes Kabarett, das<lb/>
ich in München vor Jahren schon einmal gesehen habe, zu einer Öster<lb break="no"/>reichtournee eingeladen. Bregenz, Klagenfurt, Linz und jetzt Wien<lb/>
wurde von den Kunden der Rank Xerox nicht nur deutsche kritische<lb/>
Kabarettnummern, sondern auch spezifisch österreichische gebracht.<lb/>
Interessant für mich war, daß gegenüber der letzten Aufführung, die<lb/>
ich sah, die allerdings Jahre schon zurückliegt, jetzt das Kabarett<lb/>
immer mehr moralistisch arbeitet. Diese Moralprediger nun haben mir<lb/>
weniger gefallen. Wo sie dagegen sozialkritisch und politisch attak<lb break="no"/>kierten, waren sie sehr gut. Im Kabarett traf ich <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> und <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs>.<lb/>
Selbstverständlich diskutierten wir wieder über die nicht gerade sehr<lb/>
rosigen Zustände in unserer Partei. Das größte Problem war und wird<lb/>
noch viel mehr in Zukunft sein, die Parteifinanzierung zu organisieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-09-18_28">Die, die bis jetzt Geld gegeben haben, sind verärgert und auch sehr<lb/>
verunsichert. Dies wird sich finanziell bei allen Parteien nieder<lb break="no"/>schlage, aber auch die SPÖ hart treffen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Dorfner</surname><forename>A</forename></persName>
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               <persName type="label">Gwischiani, Dschermen</persName>
               <persName><surname>Gwischiani</surname><forename>Dschermen</forename></persName>
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               <persName type="label">Beurle, Christian</persName>
               <persName><surname>Beurle</surname><forename>Christian</forename></persName>
               <occupation>Dir. Brau-AG</occupation>
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               <persName type="label">Lachs, Thomas</persName>
               <persName><surname>Lachs</surname><forename>Thomas</forename></persName>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Wessely, Werner</persName>
               <persName><surname>Wessely</surname><forename>Werner</forename></persName>
               <occupation>Jurist HK</occupation>
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               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName><surname>Reisinger</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>GD Wr. Stadtwerke</occupation>
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               <persName><surname>Markon</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>GF AK; Falschschreibung?</occupation>
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               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>HK-Kammeramtsdir./Gen.Sekr.</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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