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            <title type="main">Montag, der 25. August 1980</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_01">Montag, 25. August 1980<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_02">Der Fachverband der Brauer hat <rs type="person" ref="#per__126872">Macho</rs>, Sekretär der Brauarbeiter,<lb/>
mitgeteilt, daß Ranshofen beabsichtigt die Aluminiumverschluß<lb break="no"/>produktion einzustellen, dadurch werden in Ranshofen 80 Beschäftigte<lb/>
von dieser Produktion wegkommen. Der Fachverband ist deshalb dagegen,<lb/>
weil er seinen Brauereien empfohlen hat, diese Aluminiumverschlüsse<lb/>
zu verwenden. Die größte Konkurrenz entsteht jetzt durch die Plastik<lb break="no"/>verschlußproduktion.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte ergründet, welche Ursache<lb/>
dieser Entschluß hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_04">Dr. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs>, ÖFVW, hat mit <rs type="person" ref="#per__126874">Hoffmann</rs>, der für 1 Mio. S eine Ausstellung<lb/>
der Nationalparkidee veranstaltet, verhandelt und glaubt, daß es<lb/>
ohne weiters möglich sein wird, ein Kompromiß zwischen den Fremden<lb break="no"/>verkehrsinteressen, Elektrizitätsinteressen und den Nationalpark<lb break="no"/>interessen zu erreichen. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> möchte, daß dieses Kompromiß wo<lb break="no"/>möglich von mir gefunden wird, damit dieser Streit dann zwischen<lb/>
diesen verschiedensten Interessensbereichen beigelegt werden kann.<lb/>
Ich glaube nicht, daß <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> hier recht hat. Ich kenne jetzt aus<lb/>
der Praxis z.B. in Osttirol die Widerstände, die von den Gemeinden<lb/>
und von den einzelnen Betroffenen ausgehen. Eine Kompromißlösung<lb/>
wird äußerst schwierig zu finden sein. Vor allem bin ich überzeugt,<lb/>
daß die Landesgewaltigen, seien es Landeshauptleute oder die in den<lb/>
Landesregierungen für die Landschaftsschutzfragen verantwortlichen<lb/>
Landesräte, sehr schwierig auf ein generelles Kompromiß zu bringen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Versuche mit <rs type="person" ref="#per__126874">Hoffmann</rs> Kontakt aufzunehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_06">Der ehrgeizige neue Exponent für den Verein für Tourismus <rs type="person" ref="#per__126873">Reitinger-<lb/>
Laska</rs> hat für seinen Verein 60 Leute eingeladen, wovon immerhin<lb/>
20 gekommen sind. Als zweite Stufe möchte er dann eine Incoming-<lb/>
Gesellschaft gründen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> sofort mitgeteilt, daß wir<lb/>
durch die gekürzte Budgetlage sicherlich kein Geld haben, um diesen<lb/>
Verein oder eine Incoming-Gesellschaft, wer immer sie gründet, zu<lb/>
finanzieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte auch den Fremdenverkehrsabteilungen<lb/>
mitteilen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_08">Die neue Idee "Cine Austria" von der ÖFVW zu unterstützen, nimmt<lb/>
laut Mitteilung von <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> konkrete Formen an. <rs type="person" ref="#per__112623">Knöbl</rs> für Wien, aber<lb/>
insb. in New York eine Frau <rs type="person" ref="#per__126875">Caha</rs> wird versuchen, Filmproduzenten<lb/>
nach Österreich zu bringen. In Salzburg wird jetzt ein Film<lb/>
Hoks-Kutsch<add>[?]</add> gedreht, mit<add>[einer]</add> amerikanischen TV-Station ist eine 14-tei<lb break="no"/>lige Serie in Vorbereitung. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> glaubt, daß wir ein paar Jahre<lb/>
gewisse Starthilfe geben sollten, dann müßte aber der Filmfonds beim<lb/>
Unterrichtsministerium eingeschaltet werden, der ja wesentlich mehr<lb/>
Mittel zur Verfügung stellen kann als die ÖFVW.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit Büro vom Unterrichtsminister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> darüber Kontakt aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_10">Die Werbeagentur <rs type="person" ref="#per__113373">Weinberger</rs> hat mit dem Panoramafotograf <rs type="person" ref="#per__126876">Hausmann</rs><lb/>
einen Exklusivvertrag. <rs type="person" ref="#per__126876">Hausmann</rs> darf eine amerikanische Panorama<lb break="no"/>kamera verwenden, die weitwinkelmäßig bis 8 km aus dem Flugzeug ge<lb break="no"/>stochene Aufnahmen machen kann. Ein solches Diapositiv kostet 45.000<lb/>
S. <rs type="person" ref="#per__126877">Weinberger</rs> möchte nun einen Panoramaatlas durch die österreichi<lb break="no"/>sche Schulverwaltung mitfinanziert produzieren. Da diese Produktion<lb/>
ungeheuer teuer kommen würde, sehe ich keinerlei Möglichkeit durch<lb/>
Unterstützung des Staates, ganz zu schweigen vom Handelsministerium<lb/>
diese Produktion zu subventionieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_11">Die Idee "Austriaidentifizierung"<add>[?]</add> durch Verpackung, Werbung, Auf<lb break="no"/>treten nach außen durch einen Staatspreis auszuzeichnen, halte ich<lb/>
für sehr gut, <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> wird entsprechende Vorschläge mit <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> und<lb/>
den Beamten des Handelsministeriums besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und mir sofort eine Sitzung<lb/>
darüber vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_13">Die Fa. Schneider beschwert sich, daß die AUA für ihre Stewardessen<lb/>
Werbemäntel jetzt angeschafft hat. Die AUA hat nicht einmal eine<lb/>
Ausschreibung gemacht. Daß die österreichische Fluglinie keine<lb/>
österreichische Modefirma dafür herangezogen hat, kann ich nicht<lb/>
verstehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte laß diesen ganzen Fall eingehend<lb/>
prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_15">Mit Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> und SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> bespreche ich die zukün<lb break="no"/>ftigen Aktivitäten auf dem Außenhandelssektor, insbes. die Messebe<lb break="no"/>suche. Ich bin sehr froh, daß <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> sich bereit erklärt hat, wo<lb/>
Österreich besonderes Interesse daran hat und das Handelsministe<lb break="no"/>rium einen solchen Messebesuch veranstalten müßte, wie z.B. jetzt<lb/>
in Bagdad, diese Reisen zu unternehmen. Durch das eingeschränkte<lb/>
Reisebudget muß aber genau überlegt werden, wann und wo hingefahren<lb/>
wird. MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> möchte die Gelegenheit nützen, um jetzt zwischen den<lb/>
Gemischen Kommissionen eben als Auslandsreisen mit Frau Staatsse<lb break="no"/>kretär zu organisieren. Dies habe ich mühsam seit 1970 abgestellt.<lb/>
Nach meiner Auffassung sind die Gemischten Kommissionen zum größten<lb/>
Teil schon sinnlos. Jetzt dann noch zwischendurch entsprechende<lb/>
Reiseaktivitäten zu entfalten, kann niemand verantworten. <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs><lb/>
hat dies auch sofort eingesehen, <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> wird deshalb mit <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> die<lb/>
weiteren Zeitpläne besprechen. Ich beabsichtige zu den nächsten Ge<lb break="no"/>mischen Kommissionen in Staatshandelsländer Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs><lb/>
zu entsenden. Es wird daher sehr gut sein, wenn <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> an den Ge<lb break="no"/>mischten Kommissionen, sofern sie in Wien stattfinden, teilnimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte die Zeitpläne mit <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs> und mir be<lb break="no"/>sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_17">Sektionschef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> möchte einen Ministerratsvortrag über die GATT-<lb/>
Verhandlungen ausarbeiten lassen, der nur die formellen Regelungen<lb/>
über die internationalen Ausschreibebedingungen beinhaltet. Be<lb break="no"/>kanntlich will das GATT jetzt eine generelle Regelung, wonach alle<lb/>
Ausschreibungen in einem Mitgliedsland, welche vom Staat oder Staats<lb break="no"/>organisationen durchgeführt werden, international absichern. Da<lb break="no"/>durch würden in Österreich automatisch alle anderen GATT-Mitglieder<lb/>
mitbieten können, ja sogar einen Schritt weiter, zu jeder Ausschrei<lb break="no"/>bung eingeladen werden müssen. Zu diesem Zweck müßten alle Ausschrei<lb break="no"/>bungen in einer GATT-Sprache, Englisch, Französisch oder Spanisch,<lb/>
in einer Zentralstelle in Österreich deponiert werden und auch kund<lb break="no"/>gemacht werden. Diese Aufgabe müßte das Handelsministerium erfüllen.<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> hat diese Verhandlungen so geführt, daß selbst Sek<lb break="no"/>tionschef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> von diesen Ausschreibungsmodus überrascht wurde.<lb/>
Ich bin nicht bereit, diese Arbeit im Handelsministerium zu überneh<lb break="no"/>men. Die Aufwendungen dafür werden früher oder später gigantisch<lb/>
<pb n="56-1040" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-08-25_1040.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sein. Abgesehen davon würden, wenn wir dieses GATT-Übereinkommen<lb/>
genau einhalten, und bei Österreich ist dies immer zu erwarten, ich<lb/>
würde fast sagen zu befürchten, damit eine ungeheure Konkurrenz<lb/>
für die österreichische Industrie entstehen. Heute werden von einzel<lb break="no"/>nen Ländern einheimische Firmen bis zu 5 % höheren Preisen trotzdem<lb/>
bevorzugt. Da auch die Bundesstellen größte Bedenken gegen dieses<lb/>
System haben, wurde von seiten Österreichs bei den Verhandlungen nur<lb/>
für gewisse Amtswirtschaftsstellen eine solche Ausschreibungsmoda<lb break="no"/>lität akzeptiert. Die Amerikaner, die Europäische Gemeinschaft und<lb/>
Kanada wollen nun außer diesen Amtswirtschaftsstellen auch die<lb/>
Ausschreibungen von größerem Umfang einbeziehen. SC <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> hofft,<lb/>
daß wenn der Ministerrat nur die Amtswirtschaftsstellen akzeptiert,<lb/>
wie dies bis jetzt vorgesehen ist, es zum Scheitern dieses Abkommens<lb/>
kommt. Österreich würde dann diesem Abkommen nicht beitreten. Ich<lb/>
lasse mich auf ein solches Risiko erst gar nicht ein. Ich verlange<lb/>
von Sektionschef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, daß außer dieser Abgrenzung auf die Amts<lb break="no"/>wirtschaftsstellen im Ministerrat klar und deutlich die Problematik<lb/>
der formellen Organisation ebenfalls dargelegt wird. Gleichzeitig<lb/>
verlange ich, daß dieser Ministerratsvortrag in einer interministe<lb break="no"/>riellen Sitzung genau besprochen wird. Ich möchte vor allem wissen,<lb/>
wer in den einzelnen Ministerien für diese Regelung und wer insbes.<lb/>
gegen diese Regelungen ist. Dasselbe gilt selbstverständlich auch<lb/>
für die Interessensvertretungen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte über diese interministerielle Sitzung<lb/>
einen genauen Bericht anfordern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_19">Dipl.Ing. Dr. <rs type="person" ref="#per__116707">Janitschek</rs>, derzeit in der Gesellschaft für Energie<lb break="no"/>wesen tätig, hat als Prokurist der Verbundgesellschaft seinerzeit<lb/>
einen besonderen Vertrag für die KKWP, Kernkraftwerkplanungsgesell<lb break="no"/>schaft, bekommen. Jetzt wurde diese Gesellschaft liquidiert und er<lb/>
soll Geschäftsführer für die Verbundplan werden. Über seine Vertrags<lb break="no"/>auflösung mit der KKWP, Rechtsnachfolger die Verbundgesellschaft,<lb/>
kommt es zu keiner Einigung. Trotz mehrmaliger Urgenz meinerseits<lb/>
bei GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs>, dann aber auch bei Dir. <rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg</rs> von der ÖDK, wo<lb/>
<rs type="person" ref="#per__116707">Janitschek</rs> übernommen werden soll, wurde von diesem jetzt eine opti<lb break="no"/>male Lösung ausgearbeitet. <rs type="person" ref="#per__116707">Janitschek</rs> ist damit nicht einverstanden,<lb/>
weil er auf Teile seiner Abfertigung und vor allem seiner wesent<lb break="no"/>lich höheren Pension verzichten sollte. Die Universitätsprofessoren<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126878">Tomandl</rs> und <rs type="person" ref="#per__126879">Strasser</rs> wurden zu Gutachten aufgefordert. <rs type="person" ref="#per__126878">Tomandl</rs><lb/>
sieht aber keinen Rechtsanspruch für die Pension, während <rs type="person" ref="#per__126879">Strasser</rs><lb/>
<pb n="56-1041" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-08-25_1041.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sogar den wertgesicherten Pensionsanspruch anerkennt. Ich erkläre<lb/>
<rs type="person" ref="#per__116707">Janitschek</rs>, er muß sich jetzt entscheiden, ob er das vorgeschlagene<lb/>
Kompromiß von der Verbund resp. ÖDK annimmt oder prozessieren möchte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte nächstes Jour fixe <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_21">Beim Pressefrühstück unter Vorsitz <rs type="person" ref="#per__109808">Albrechts</rs> berichtet <rs type="person" ref="#per__114624">Obermair</rs> über<lb/>
die Energiesituation. Im ersten Halbjahr ist lt. Statistik der<lb/>
Energiezuwachs nur um 0,9 % höher als im Vorjahr gewesen. Bei einem<lb/>
geschätzten Bruttonationalprodukt für das erste Halbjahr von über<lb/>
5 % ist eine Entkoppelung jetzt klar und deutlich. Ich glaube aller<lb break="no"/>dings, daß dieses günstige Verhältnis auf die Dauer nicht zu halten<lb/>
sein wird. MR <rs type="person" ref="#per__111722">Kinscher</rs> berichtet über die Verordnung Verkauf unter<lb/>
dem Einstandspreis, wo jetzt auf einstimmigem Beschluß des Beirates<lb/>
für 2 Jahre auch Eier und Bier einbezogen werden. Für alkoholfreie<lb/>
Getränke müssen noch entsprechende Unterlagen geliefert werden.<lb/>
Die Handelskammer hat nur mitgeteilt, daß in der Paritätischen Kom<lb break="no"/>mission vor längerer Zeit der Tafelwasserpreis mit 4,20 fixiert<lb/>
wurde, Tafelwasser und Mineralwasser aber zu Schleuderpreisen um<lb/>
1,90 bis maximal 2,90 in den Supermärkten, Diskontläden usw. ver<lb break="no"/>kauft wird. Diese Unterlage ist unzulänglich und müßte noch wesent<lb break="no"/>lich ergänzt werden. Insb. aber schreibe ich einen Brief an die<lb/>
Coca-Cola-Organisation, weil man von dort auch die Limonaden einbe<lb break="no"/>zogen haben möchte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Über die 2. Septemberbeiratssitzung möchte<lb/>
ich dann einen genauen Bericht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_23">MR <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> berichtet über den neuen DDR-Wirtschafts- und Kooperations<lb break="no"/>vertrag, der beim Besuch des Staatspräsidenten <rs type="person" ref="#per__114104">Honecker</rs> in Wien<lb/>
unterfertigt werden soll. Im vergangenen Jahr ist der Import aus<lb/>
der DDR um 12 % auf 1,6 Mrd. S, der Export aber um 28 % auf 2,3 Mrd.<lb/>
S. gestiegen. Da mir Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> mitteilte, auf der Leipziger<lb/>
Messe werden um 40 % mehr Konsumgüter bestellt, habe ich diese<lb/>
Information der Presse weitergegeben. Im Rahmen des Kreditüberein<lb break="no"/>kommens, 12 Mrd. S plus jetzt aufgestockt um weitere 5 Mrd. S, kauft<lb/>
die DDR nicht nur Maschinen und Anlagen, sondern seit meiner Inter<lb break="no"/>vention auch wesentliche Konsumgüter von Bekleidung, Schuhe bis zu<lb/>
Schokolade und Wein. Die DDR hat also die Verpflichtung, aus dem<lb/>
laufenden Wirtschafts- und Kooperationsvertrag jährlich<add>[um?]</add> 7–10 %<lb/>
ihre Bezüge aufzustocken, eingehalten, Österreich hat dafür seit<lb/>
<pb n="56-1042" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band56/56_1980-08-25_1042.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>1. Jänner 1975 der DDR die volle Liberalisierung gegeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_24">Nach dem Pressegespräch fragt Frau <rs type="person" ref="#per__116032">Freisinger</rs> von der Presse, wann<lb/>
endlich MR <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> als Sektionsleiter der Energiesektion bestellt<lb/>
wird. Sie erklärt, daß ich mich über die langsame Bestellung und<lb/>
Rückhaltetaktik der Personalvertretung beschwert habe, jetzt aber<lb/>
scheinbar nicht die Bestellung sofort vornehme. Ich erkläre dezi<lb break="no"/>diert, daß ich mich zu gar nichts drängen lasse, umso mehr, als ich<lb/>
ihr empfehle sich über die Energiesektionsführung bei allen Interes<lb break="no"/>sensvertretungen umzuhören.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_25">GD Dr. <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> berichtet mir über seine Gespräche mit Präs. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> we<lb break="no"/>gen der Zahlungsbilanzsituation. Er ist der Überzeugung, die ich<lb/>
nur bestätigen kann, daß jetzt von seiten der Regierung kaum ener<lb break="no"/>gische Schritte zu erwarten sind. <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> wird daher mit den Ge<lb break="no"/>werkschaftskollegen und auch Arbeiterkammerleuten diese Situation<lb/>
im einzelnen besprechen. Der deutlich sichtbare Streit zwischen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> findet auch in diesem Punkt seinen Niederschlag.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band56_1980-08-25_26">Mit Zentralsekretär <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> bespreche ich unseren nächstjährigen Ge<lb break="no"/>werkschaftstag. Wir werden ihn, obwohl er der zehnte ist, genauso<lb/>
ohne Pomp und Aufmachung veranstalten. Diese Gewerkschaftstage<lb/>
waren für mich persönlich immer reine Arbeitstagungen, wo das höchste<lb/>
Gremium nicht nur seine Organe wählte, sondern auch tatsächlich den<lb/>
Delegierten eingehend über unsere Tätigkeit berichtet wurde und ins<lb break="no"/>besondere die Beschlüsse für die kommende Arbeit gefaßt wurden. Zu<lb/>
diesen unseren Gewerkschaftstagen wurde daher auch niemals Regierun<lb break="no"/>gen oder sonstige hohe Persönlichkeiten eingeladen, außer dem So<lb break="no"/>zialminister hat nie jemand daran teilgenommen. Selbst die Handels<lb break="no"/>attaches der Großmächte wurden erst immer auf ihr Drängen besonders<lb/>
eingeladen. Das Hauptreferat wird so wie auch in den letzten Ge<lb break="no"/>werkschaftstagen der Gewerkschaftspräsident gebeten zu halten. Meine<lb/>
Aufgabe wird dann sein, die zukünftige Arbeit unserer Gewerkschaft<lb/>
zu referieren, dazu habe ich aber noch eine ganz schöne Weile Zeit.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Reisebüroverband ÖVT</occupation>
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               <occupation>Veranstalter Nationalparkausstellung</occupation>
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               <occupation>Experte f. Arbeitsrecht Uni Wien; evtl. Falschidentifikation</occupation>
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               <occupation>Unterrichtsminister</occupation>
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               <occupation>Finanzreferent HK, GF Eisenwerk Sulzau-Werfen, Obmann
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               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
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