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            <title type="main">Mittwoch, der 20. Februar 1980</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_01">Mittwoch, 20. Feber 1980<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_02">Der ehemalige polnische Botschafter in Österreich, <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs>, der<lb/>
vor 1 1/2 Jahren nach Polen zurückgerufen wurde, ist jetzt<lb/>
Aussenhandelsminister. Bei seiner Ankunft erklärte er mir zwar,<lb/>
dass er zu seiner Bestellung nichts beigetragen hat, ich glaube<lb/>
es nicht. Er kam mit einer entsprechenden Botschaft des neuen<lb/>
Ministerpräsidenten an <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, ohne dass er es mir sagte, wahr<lb break="no"/>scheinlich mit dem Hinweis, es wird alles so weitergehen, wie<lb/>
es <rs type="person" ref="#per__97591">Jaroszewicz</rs> auch mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gehandhabt hat. Ständige persön<lb break="no"/>liche Kontakte, ohne Protokoll, grosses Interesse Polens die<lb/>
ökonomischen Beziehungen zu verbessern. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gibt ihm sogar<lb/>
ein eigenes Mittagessen. Mir gegenüber meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, <rs type="person" ref="#per__97591">Jaroszewicz</rs> muss<lb/>
jetzt für seine untüchtigen Minister büssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_03">Auch im vergangenen Jahr importierten wir für 2.7 Mia, um 24%<lb/>
mehr, aus Polen. Unser Export aber machte 5.8 Mia, 8% mehr, nach<lb/>
Polen aus. Das Handelsbilanzdefizit von polnischer Seite gesehen,<lb/>
3.1 Mia, untragbar. Zugegebenermassen, 1976 waren es fast 4 Mia.<lb/>
Auf dieses Ungleichgewicht hatte ich daher einleitend sofort ver<lb break="no"/>wiesen und traditionsgemäss eine Liste von Projekten überreicht,<lb/>
an denen österreichische Firmen besonders interessiert sind.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> selbst meinte dann, es müsste ein Strukturwandel auch erfolgen.<lb/>
Sie exportieren mit einem 12%igen Anteil Elektromaschinen, Industrie<lb break="no"/>geräte usw. Unser Anteil dagegen am österreichischen Export 45%.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> glaubt, daran sei insbesondere die Zollbelastung schuld.<lb/>
Er erwartet § 6 Ermässigungen resp. überhaupt eine Zollfreistel<lb break="no"/>lung, wie die EG und EFTA Staaten haben. 1978 waren es immerhin<lb/>
39 Mio Schilling. Fürs I. bis III. Quartal 1979 19 Mio, mit anderen<lb/>
Worten auch in diesem Oststaat weniger im vergangenen Jahr als<lb/>
früher, obwohl das Volumen doch wesentlich zugenommen hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Oststaat § 6 Ermässigungen müssen analysiert<lb/>
werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_05">Innerhalb des 25 Mia Schilling Kreditrahmens sind 4 Mia für<lb/>
Investitionen vorgesehen, 2 Mia für chemische Halbfabrikate<lb/>
und Textilien, 300 Mio, ein 3-Jahreskredit für <rs type="person" ref="#per__117119">Klein</rs>- und Mittel<lb break="no"/>betriebe und 240 Mio, ein 3-Jahreskredit für Getreide. Besondere<lb/>
Zollerleichterungen erwartet er sich bei Kupferdraht, Möbel,<lb/>
Textilien, Glas, Porzellan, Schuhe, Heizöl, Methanol.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_06">Die wirklich wichtigste Frage war aber, endlich die Kohlenfinan<lb break="no"/>zierung, versprochen 300 Mio Dollar, zu klären, damit die Million<lb/>
jährliche Kohlenlieferung, ein dreiseitiges Abkommen zwischen<lb/>
Österreich, CSSR und Polen, endlich erfüllt werden könnte. Er<lb/>
erwähnte, dass von 1983 bis zum Jahre 2004 eine Summe von 20 bis<lb/>
25 Mio Tonnen geliefert werden sollte. Ich befürchtete schon, dass<lb/>
er aufgrund dieser Summierung womöglich die – wie MR <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> befürchtete –<lb/>
7 Mia Schilling Kreditrahmen zusätzlich wünscht. <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> ist aber<lb/>
schlau genug, bei seinem letzten Besuch vor etlichen Monaten ver<lb break="no"/>suchte er bei <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> noch zusätzlich 2 Mia Schilling Kredit<lb break="no"/>rahmen zu bekommen. Durch den ungeheuer grossen Anteil Österreichs<lb/>
aber an der Gesamtverschuldung Polens und vor allem auch an den<lb/>
hohen absoluten Betrag, den Polen jetzt schon hat, musste <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
sogar seine beim <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-Besuch angedeutete Bereitschaft, eventuell<lb/>
später zu erhöhen, zurücknehmen. <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> verlangte ein Regierungs<lb break="no"/>abkommen über die Kohlenlieferung und 300 Mio Dollar Kredit. Da<lb/>
wir solche Dachabkommen schon etliche Male mit Staatshandelsländern<lb/>
geschlossen haben, gibt es dafür überhaupt kein Problem.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_07">GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs>, Verbundgesellschaft, erklärte, warum sich die Finan<lb break="no"/>zierungsfrage verzögerte. Das Bankenkonsortium konnte sich nicht<lb/>
über die Führerschaft einigen. Erst jetzt im Feber wurde endgültig<lb/>
entschieden, dass die CA Konsortiumsführer ist und der Co-Manager<lb/>
die Zentralsparkasse. Ein eigenes Bundesgesetz über die Garantie<lb break="no"/>übernahme der 300 Mio Dollar wird jetzt vom Bankenkonsortium und der<lb/>
Verbundgesellschaft studiert. Beabsichtigt ist ein Bardepot<lb/>
bei der Bank Handlowy für Weglokoks zu errichten. Die Abdeckung für<lb/>
die Kohlenlieferungsforderung, die Bürgschaft übernimmt nicht die<lb/>
Österreichische Kontrollbank, sie ist auch nicht konsortiales<lb/>
Mitglied, geschweige denn Führer. Die Kreditdauer wird mit 10 Jahren<lb/>
festgelegt, die Polen wollten 12, 3 Jahre sind rückzahlungsfrei,<lb/>
die Polen wollten 5. Zu prüfen ist für die Verbund noch, ob die<lb/>
Verbundgesellschaft in ihren Bilanzen diese Kredittransaktion aus<lb break="no"/><pb n="53-0223" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band53/53_1980-02-20_0223.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>weisen muss. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> nimmt an, dass im März alles geklärt sein<lb/>
kann und dann die entsprechenden Verträge endlich unterschrieben.<lb/>
Wir werden ein Dachabkommen entwerfen, den Polen zur Stellung<lb break="no"/>nahme schicken und bei der nächsten polnisch-österreichisch Gemischten<lb/>
Kommission in Krakow unterschreiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_08">Die <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>-Idee, ein Elektrokraftwerk in Polen zu errichten,<lb/>
wird vom Ministerium für Energetik und Atomindustrie geprüft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_09">Voll Freude erzählte man mir, dass jetzt <rs type="person" ref="#per__115685">Mischek</rs> die 3 Motels,<lb/>
183 Mio Schilling, endgültig zugeschlagen wurden. Bezüglich des<lb/>
Aromatenkomplexblock, an dem die VOEST besonderes Interesse hat,<lb/>
vereinbarte ich mit <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs>, dass die VOEST-ler sich mit ihm in<lb/>
Verbindung setzen wollen. Er ist jederzeit zur Auskunft und In<lb break="no"/>formationsentgegennahme bereit. Beim Mittagessen, an dem auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> teilnahm, stellte sich heraus, dass <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> auch ein Jäger<lb/>
ist. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> und ich haben ihn sofort für seinen nächsten Besuch<lb/>
zur Jagd eingeladen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_10">Bei dem Besuch der Schokoladefabrik vom Konsum in der Arndtstrasse,<lb/>
konnte ich mich von den räumlich miesen Verhältnissen überzeugen.<lb/>
Maschinell ist die Fabrik nicht so schlecht bestückt, als Dir. Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> es immer wieder bei Diskussionen in den letzten Monaten be<lb break="no"/>hauptete. Der für die Produktion zuständige, ebenfalls anwesende Direk<lb break="no"/>tor <rs type="person" ref="#per__121999">Gerharter</rs> erklärte das Konsumkonzept. Die erste Linie Fleisch und<lb/>
Brot. Der Fleischwarenbetrieb in St. Marx hat 200 Mio Investitionen<lb/>
gekostet und arbeitet bereits im ersten Jahr aktiv. In Klagenfurt<lb/>
soll 1981 mit 80 Mio Investitionen ein neuer Betrieb aufmachen.<lb/>
In den Bundesländern eine Brotfabrik von 60 Mio, in Leoben eine<lb/>
weitere von 60. Die Wolfganggasse wird in späterer Folge eine Inve<lb break="no"/>stition von 100 Mio Schilling nötig haben. Ein weiterer Fleisch<lb break="no"/>betrieb soll noch in Hallein mit 80 Mio Schilling Investitionen<lb/>
entstehen. Die zweite Linie sind Dauerbackwaren, wo man in Linz<lb/>
15 Mio investiert hat und wahrscheinlich für die Brotproduktion<lb/>
in Linz auch 20 Mio Schilling wird investieren müssen. Die dritte<lb/>
Linie sind Essig, Sprit und Schokolade, Nährmittel, Wein, Kaffee.<lb/>
Dies kommt erst in ein paar Jahre in Frage. Die neue Süsswaren<lb break="no"/>fabrik müsste 7000 bis 8000 qm Produktionsfläche haben in Ebene,<lb/>
derzeit nicht einmal die Hälfte und in drei Stockwerken. Die Süss<lb break="no"/><pb n="53-0224" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band53/53_1980-02-20_0224.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>warenfabrik wird entweder in Atzgersdorf oder in Hirschstetten<lb/>
in dem neuen Lagerhaus gebaut. Die vierte Linie ist non food,<lb/>
chemische Fabrik in Atzgersdorf, wo ebenfalls Colgate und Palmolive-<lb/>
Produkte für diese Firma erzeugt werden. Die Kunststoffproduktion<lb/>
soll ausgebaut werden, insbesondere für den eigenen Bedarf oder<lb/>
soweit Ware zugekauft wird, verlangt die COOP eine Abfüllung<lb/>
in ihre Kunststoffbehälter und Flaschen. Die Papierverarbeitung<lb/>
soll im Ausbau der Druckerei, aber insbesondere durch die 40 Mio<lb/>
Taschen, die sie jährlich brauchen, Eigenbedarf decken. Zwei Klei<lb break="no"/>derfabriken, eine in Wien und eine in der Steiermark, erzeugen<lb/>
1.200 Hosen pro Tag. Darüber gibt es kleine Holzverarbeitungs<lb break="no"/>betriebe auch noch. Insgesamt wird in den 72 Produktionsbetrieben<lb/>
ein Umsatz von 4 Mia Schilling zu Fabrikabgabepreisen und, wenn<lb/>
man die Spannen dazu rechnet, zu 5 Mia Schilling abgegeben.<lb/>
3.000 Beschäftigte und Investitionen von 180 bis 200 Mio Schilling<lb/>
pro Jahr, zuzüglich 50 Mio, die die Taggermühle, ein Mischfutter<lb break="no"/>werk mit 18% Marktanteil, und weitere 30 Mio Schilling in COOP-<lb/>
Betrieben dazurechnen muss. In den nächsten 5 Jahren sollen 400 Mio<lb/>
noch investiert werden. Die Differenz zwischen 4 Mia Umsatz und 5 Mia,<lb/>
inklusive der Spanne ergibt, weil für Schwarzbrot 29%, für Weissbrot<lb/>
31%, für Feinbackwaren 33%, für Dauerbackwaren 30%, für Fleisch<lb/>
20% und für Wurst 25% Spanne an die Handelsbetriebe verrechnet<lb/>
werden. Die Produktion hat derzeit einen Anteil von 25% an Gesamt<lb break="no"/>umsatz und soll auf 33% gesteigert werden. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> erörterte dann,<lb/>
dass der Gesamtzentralkonsum einen Umsatz von 20 Mia und eine In<lb break="no"/>vestitionssumme von 900 Mio Schilling heuer haben wird. Davon<lb/>
müssen 500 Mio fremdfinanziert werden. 16% Eigenmittel derzeit<lb/>
werden immer durch die hohen Investitionskosten einen geringeren<lb/>
Anteil haben. Die Betriebsräte waren mit dieser Auskunft zufrieden.<lb/>
Ich auch, denn auf was es ankommt, ist, dass endgültig jetzt auf lange<lb/>
Sicht gesehen der Produktionsbetrieb, der kostendeckend arbeitet,<lb/>
nicht zuletzt durch die abgeschriebenen Gebäude und Maschinen, auf<lb/>
alle Fälle weiter aufrecht bleibt. Der Wunsch <rs type="person" ref="#per__121999">Gerharters</rs> war, ich<lb/>
sollte noch andere Betriebe besuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Wenn ich sonst schon gar nichts anderes<lb/>
zu tun habe, mit Konsum vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_12">Bei der Aussprache zwischen Bundeskanzler und Parteiobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs><lb/>
erzählte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> zuerst, was bei 25 Jahren Staatsvertrag<lb/>
geschehen soll und lud die ÖVP ein, einen Redner, den sie be<lb break="no"/>stimmt, aber man erwartet, dass <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> oder eventuell <rs type="person" ref="#per__97714">Maletta</rs> diese<lb/>
Ansprache halten wird, wie auch <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> in der Diskussion dann bestä<lb break="no"/>tigte, zu nennen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_13">Hauptproblem war aber, für mich zumindestens, die Bestellung von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115082">Wiesinger</rs> in der DoKW. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat in einem Antwortbrief am 23.1.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> erklärt, was bei der ÖDK und DoKW vorgeht. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> meint, das<lb/>
bewährte System der Vergangenheit sollte man aufrecht erhalten.<lb/>
Er gab aber einleitend selbst sofort zu, dass es kein Abkommen<lb/>
im Verbundbereich gibt, wie dies bei der ÖIAG sehr wohl besteht.<lb/>
In der Vergangenheit hätten sie aber praktisch Parität gehabt. Ihr<lb/>
Vorschlag sei deshalb <rs type="person" ref="#per__119252">Dobner</rs> anstelle von den ausscheidenden <rs type="person" ref="#per__114988">Hermann</rs><lb/>
zu bestellen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> die Situation in der Verbundgesellschaft,<lb/>
insbesondere andeutungsweise auf die Vorwürfe, die gegen <rs type="person" ref="#per__119252">Dobner</rs> er<lb break="no"/>hoben werden, reagiert und erklärt, der beste Mann in unseren Augen<lb/>
ist der unpolitische <rs type="person" ref="#per__115082">Wiesinger</rs>. Ich habe das Bewerbungsschreiben<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115082">Wiesinger's</rs> <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> übergeben. Nach längerer Diskussion hat <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> dann<lb/>
gemeint, er sehe, wir weichen von dem Vorschlag nicht ab, auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat das, ein einziges Mal allerdings, dafür um so dezidierter<lb/>
erklärt, und er bedaure dies, müsse dies aber zur Kenntnis nehmen.<lb/>
Um meine Verhandlungsbereitschaft zu zeigen und dass ich keinen<lb/>
Konflikt wünsche, ich verwies auch darauf, dass bei der ÖDK ja<lb/>
letzten Endes sogar ein einstimmiger Beschluss im Aufsichtsrat<lb/>
zustande kam, bei der DoKW wurde in der ÖVP-Alleinregierung auch<lb/>
ein unpolitischer Fachmann anstelle des Sozialisten berufen, er<lb break="no"/>wähnte ich, dass Energiesprecher <rs type="person" ref="#per__112931">Köck</rs> unserem Energiesprecher<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> gesagt hat, anstelle des derzeitigen Präsidenten <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs>, der<lb/>
weit über 70 Jahre ist, sollte <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> kommen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war von dem<lb/>
Vorschlag sofort begeistert. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> meint, dies müsste noch in den<lb/>
Vorständen der ÖVP beschlossen werden. Vorher muss er aber noch mit<lb/>
Präsident <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> selbst reden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat dann vorgeschlagen, es<lb/>
wäre zweckmässig mit den Aufsichtsratsvorsitzenden der Verbundge<lb break="no"/>sellschaft entsprechende Ressortgespräche zu führen. Damit war ich<lb/>
sofort einverstanden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte Termin mit Präs. <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> und dem Vor<lb break="no"/>sitzenden-Stellvertreter <rs type="person" ref="#per__98037">Vogl</rs> vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_15">Ich hatte sofort anschliessend <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> über diese Aussprache in<lb break="no"/>formiert. Im Laufe der Plenarsitzung ist dann auch Dr. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> zu<lb/>
ihm gekommen und hat erklärt, alle Verhandlungen werden sofort abge<lb break="no"/>brochen, es ist reinster Kriegszustand zwischen den beiden Frak<lb break="no"/>tionen. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> zeigte sich verwundert, denn die Aussprache mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> war keinesfalls so negativ. <rs type="person" ref="#per__112931">Köck</rs> dürfte sofort zu <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> gelaufen<lb/>
sein, denn dieser ersuchte mich dann, mit <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> sofort zu einer<lb/>
neuerlichen Aussprache. Dort wollte er insbesondere die Vorwürfe<lb/>
gegenüber <rs type="person" ref="#per__119252">Dobner</rs> wissen und ich habe ihm dann die Informationen<lb/>
vorgelesen. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> musste zugeben, dass die Vorfälle stattgefunden<lb/>
haben, meinte nur, <rs type="person" ref="#per__119252">Dobner</rs> sei das belastende Material von unserer<lb/>
Seite in die Hände gespielt worden, damit er gegen <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs> polemi<lb break="no"/>sieren kann. Er selbst hat dieses Material aber nie verwendet. Dem<lb break="no"/>gegenüber gibt es eindeutige Zeugenaussagen. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> war über die<lb/>
Information sehr überrascht und versuchte dann noch anstelle <rs type="person" ref="#per__119252">Dobner</rs><lb/>
den DoKW-ÖAAB'ler <rs type="person" ref="#per__122004">Gruber</rs> ins Gespräch zu bringen. Mein Hinweis, dass<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115082">Wiesinger</rs> der Beste ist, konnte nicht entkräftet werden. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> meinte<lb/>
allerdings nur, wenn die Sozialisten sich irgendwo umsehen, werden<lb/>
sie immer einen passenden Fachmann finden und dadurch die Möglich<lb break="no"/>keit haben, die ÖAAB-ler überall rauszudrängen. Überrascht war<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111410">König</rs>, als ich ihm erklärte, die beiden Parteiführer seien überein<lb break="no"/>gekommen, dass ich in Hinkunft die Elektrizitätsfragen mit den Prä<lb break="no"/>sidenten des Aufsichtsrates der Verbundgesellschaft besprechen werde.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> meinte, dafür sei er zuständig. <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> hat dann daher auch sofort<lb/>
eingeschränkt, es sollte sich nur um die Personalfragen handeln.<lb/>
Diese kleine Kontroverse zeigt mir deutlich, dass <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> natürlich<lb/>
seine Kompetenz innerhalb der Partei unbedingt halten will. Er meinte,<lb/>
Energiefragen müssten mit ihm besprochen werden. Darauf gab ich<lb/>
keine Antwort. Ich werde das System wie bisher weiter handhaben.<lb/>
Mit <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> verhandelt <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> auf parlamentarischer Ebene, mit den<lb/>
alten Präsidenten und sicherlich auch mit den neuen, wenn es <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
wird, werde ich die Energiefragen sehr wohl im gesamten Umfang und<lb/>
inklusive der Personalfragen besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Für die erste Aussprache korrigiere ich<lb/>
meine obige Anmerkung, nur Präsident <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> zu mir laden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_17">In der Paritätischen Kommission, wo <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dieses Mal den Vorsitz<lb/>
führte, wurden die Preisanträge chemische Produkte teils bewilligt,<lb/>
Stickstoffdünger sowie Armaturen an den Preisunterausschuss zurück<lb break="no"/><pb n="53-0227" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band53/53_1980-02-20_0227.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>verwiesen. Eine lange Diskussion gab es dann um die Ölprodukten<lb break="no"/>preise. Der Antrag der Erdölindustrie wurde ebenfalls dem Preis<lb break="no"/>unterausschuss rückverwiesen. <rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs> referierte dann, ich werde<lb/>
aufgefordert, Dieselkraftstoff wieder in die Preisregelung zu<lb/>
übernehmen. "Aufgefordert" hat alle dann mit Recht aufgeregt und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> haben sofort korrigiert: "ersucht". Ich betrachte<lb/>
dies aber wirklich als eine Aufforderung, halte sie für falsch und<lb/>
erklärte daher jedermann, der mich fragte, die Preiskommission<lb/>
wird dies zu prüfen haben. In meiner Erwiderung aber stellte ich<lb/>
fest, dass für mich die Versorgungsfrage die wichtigere ist. Ich<lb/>
werde daher die Ölfirmen auffordern, mir vorerst mitzuteilen, wie<lb/>
sie die Versorgungsgarantie für Diesel bei Einbeziehung in die<lb/>
Preisregelung und bei welchem Preis sie diese gewährleisten können.<lb/>
Insbesondere stellte ich zur Diskussion, ob nicht alle Derivate von<lb/>
mir dann wieder preisgeregelt werden müssen. Die ÖVP erklärt nämlich<lb/>
im Parlament immer, entweder alles frei, oder alles preisregeln.<lb/>
Generalsekretär <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> meinte deshalb, ich sollte nur zu Super, Normal<lb/>
und Ofenheizöl dann noch den Diesel preisregeln, alles andere soll<lb/>
in der Paritätischen Kommission bleiben, d.h. eben, nicht preisge<lb break="no"/>regelt sein. Ich persönlich habe mir aber alle Möglichkeiten offen<lb/>
gelassen. Präsident <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> bemerkte dann, er hätte mit GD <rs type="person" ref="#per__114404">Ebeling</rs><lb/>
von Mobil eine schwere Auseinandersetzung gehabt. Die österreichische<lb/>
Regierung und insbesondere der Handelsminister wird so behandelt, wie<lb/>
wenn wir ein Entwicklungsland wären, wo seinerzeit die Multis so vor<lb break="no"/>gehen konnten. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> war insbesondere über die Mitteilung, dass die<lb/>
Versorgung teilweise zumindestens eingestellt wird, sehr empört.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, die Multis überschätzen ihre Möglichkeit, man wird<lb/>
mit der ÖMV über eventuelle Ausweitungen reden. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> wieder sagte,<lb/>
die Ölfirmen klagen, dass 600 Schilling pro Tonne Unterdeckung ist.<lb/>
Die Tiefsonde, die in Niederösterreich niedergebracht wurde, hat<lb/>
250 Mio Schilling Investitionen gekostet. Dieser Betrag ist wesent<lb break="no"/>lich überhöht und zeigt, mit welchen Ziffern überall von der ÖMV,<lb/>
aber auch den Multis argumentiert wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Lass Dir offiziell die Kosten der Tiefboh<lb break="no"/>rung von der ÖMV schriftlich mitteilen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_19">Ich erklärte gleich, ich werde versuchen, nach wie vor die Konsens<lb break="no"/>politik fortzusetzen, wobei <rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs> allerdings sagte, es gibt keinen<lb/>
Konsens, weil die Handelskammer nicht offiziell zustimmt. Dass die<lb/>
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inoffiziell immer grünes Licht für die Benzinpreiserhöhungen ge<lb break="no"/>geben hat, wollte er nicht zur Kenntnis nehmen. Immer wieder er<lb break="no"/>klärte ich dezidiert, für mich ist die Versorgungslage das Ent<lb break="no"/>scheidende und ich werde mich daher nach wie vor nach diesen Ge<lb break="no"/>sichtspunkten primär richten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_20">ZIB 2 teilte <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> mit, daß Generaldirektor <rs type="person" ref="#per__114404">Ebeling</rs> eine Studio<lb break="no"/>diskussion akzeptiert habe und ob ich bereit wäre, sein counter<lb break="no"/>part zu sein. Natürlich habe ich in diesem Fall sofort zugesagt.<lb/>
Ich war sehr überrascht, als <rs type="person" ref="#per__114404">Ebeling</rs> über Dr. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> mir mitteilen<lb/>
ließ, er hätte an einer solchen Diskussion gar kein Interesse und<lb/>
würde vorschlagen, wir sollten beide absagen. Eine Rücksprache mit<lb/>
ihm ergab, daß er wieder von ZIB 2 so aufgefordert wurde, daß ich<lb/>
dort im Studio eine Diskussion wünsche. Da wir beide an einer Eska<lb break="no"/>lation nicht interessiert sind, ermächtigte ich <rs type="person" ref="#per__114404">Ebeling</rs> dies gegen<lb break="no"/>über dem ORF richtigzustellen und abzusagen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_21">Die Miß-Wander-Wahl in der Österreichischen Ferienmesse, von der<lb/>
Kronenzeitung inszeniert und auch durchgeführt, war in Wirklich<lb break="no"/>keit eine Pleite. 50 hatten sich insgesamt angemeldet, an der Vor<lb break="no"/>wahl beteiligten sich keine 20. Da die Wanderkleider bei dem Durch<lb break="no"/>gang, wo ich anwesend war, zu klassifizieren waren, ging ich ausschließ<lb break="no"/>lich nach der Zweckmäßigkeit. Wanderschuhe, Wanderhose, entsprechen<lb break="no"/>der Regenschutz waren für mich das Entscheidende. Nach welchen<lb/>
Kriterien die anderen entschieden, konnte ich nicht genau heraus<lb break="no"/>finden. War auch in Wirklichkeit vollkommen uninteressant.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_22">Im Sünnhof-Projekt auf der Landstraße ist jetzt endlich eine<lb/>
Einigung zustande gekommen. Herr <rs type="person" ref="#per__122881">Rogner</rs> wird mit dem Landeskonservator<lb/>
Hofrat <rs type="person" ref="#per__122869">Pötschner</rs> und einem schon anwesenden Baumeister unter Vorsitz<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__116209">Zilk</rs> die endgültige Sanierung durchführen. Damit hätte ich, weil<lb/>
ich letzten Endes vor Monaten diese Gespräche eingeleitet habe,<lb/>
direkt dem Kulturstadtrat <rs type="person" ref="#per__116209">Zilk</rs> endlich den gewünschten Erfolg bringen<lb/>
können. In Wirklichkeit habe ich nur ein wenig mitgeholfen und dies<lb/>
als Obmann der Landstraße und nicht als Handelsminister. <rs type="person" ref="#per__122881">Rogner</rs> aber<lb/>
hat sofort dazu erkennen zu geben, er möchte mit mir über Außenhandels<lb break="no"/>probleme sprechen, was für mich klar und deutlich zeigt, daß er<lb/>
sehr wohl versteht die Zugeständnisse auf der einen Seite durch<lb/>
Wünsche auf der anderen zu kompensieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Erkundige Dich, um was es dabei geht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band53_1980-02-20_24">Im Parlament gab es eine dringliche Anfrage an <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs><lb/>
wegen der Pensionsentwicklung. Die Bauern haben durch Erhöhung<lb/>
ihres Einheitswertes jetzt mehr an die Pensionsversicherung<lb/>
zu leisten und schneiden angeblich schlechter ab als bisher.<lb/>
Das Endergebnis waren zweimal namentliche Abstimmungen, die<lb/>
durch die absolute Mehrheit der Sozialisten entschieden werden<lb/>
konnten.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Weiß, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Weiß</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>ehem. ÖVP-Verkehrsminister, Präs. Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Erbacher, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Erbacher</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>GD Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Kehrer, Karl</persName>
               <persName><surname>Kehrer</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>HK-Kammeramtsdir./Gen.Sekr.</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Ebeling, Friedrich</persName>
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               <occupation>GD Mobil Österreich</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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