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            <title type="main">Mittwoch, der 24. Oktober 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_01">Mittwoch, 24. Oktober 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_02">Im Plenum des Nationalrates wird der Grüne Plan diskutiert, dies<lb/>
bedeutet, einen ganzen Tag nichts anderes als Hickhack der Furchen<lb break="no"/>scheisser, wie man zu unserer Oppositionszeit immer gesagt hat.<lb/>
Da ich dabei nichts zu tun habe, besteht die Möglichkeit, drei Kästen<lb/>
mit Unterlagen noch aus der Arbeiterkammerzeit aufzulösen. Unwahr<lb break="no"/>scheinlich, was in den letzten 10 Jahren, aber wahrscheinlich auch,<lb/>
wenn ich das Arbeiterkammerzeitmaterial dazurechne, in den letzten<lb/>
20 Jahren alles an Informationen gesammelt hat. Eigentlich tut es<lb/>
mir im Herzen weh, wenn jetzt alle diese wertvollen Kalkulationen<lb/>
und Informationen wegwerfen muß. Heute nach 40-jähriger Berufserfah<lb break="no"/>rung weiß ich, daß ich es ganz schlecht angelegt habe. Niemand kann<lb/>
nämlich dieses Material auch nur einigermaßen fachgerecht sortieren.<lb/>
Außerdem bin ich fest davon überzeugt, daß es auch nach einiger<lb/>
Zeit doch uninteressant ist. Natürlich könnte man aus den vielen<lb/>
Ziffern und Zahlen noch etliche Rückschlüsse auf die heutige Situation<lb/>
ableiten. Niemand fragt aber danach, weil niemand weiß, daß es<lb/>
solches Zahlenmaterial gibt. Die Kontinuität ist nur für den einzelnen,<lb/>
d.h. für mich interessant. Mein Gehirn kann es aber nicht speichern,<lb/>
einen Computer hat es damals noch nicht gegeben und außerdem wäre<lb/>
die Speicherung viel zu teuer und letzten Endes bei einer Kosten<lb break="no"/>nutzenrechnung in jedem Fall uninteressant. Daher die beste Lösung<lb/>
und übrigens auch die einzige, ins Altpapier.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Wir sollten auch beim Laufenden immer<lb/>
festhalten, was tatsächlich ablegungswürdig ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_04">Mit dem Einkaufsdirektor der Tabak-Regie <rs type="person" ref="#per__127117">Leidinger</rs>, Präsident der<lb/>
Tabakregie <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> und Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> besprach ich die Möglichkeit<lb/>
von Tabak-Importen aus Bulgarien und Albanien. Die Bulgaren möchten<lb/>
wenn wir mehr Tabake bei ihnen kaufen, bei Schiff &amp; Stern eine<lb/>
große Anlage fürs Tabakbefeuchten, -fermentieren bestellen. Die Tabak<lb break="no"/>regie aber hatte die Absicht sogar anstelle der 750 t von heuer<lb/>
nur 650 t für 20 Mio. S im nächsten Jahr an Orienttabaken und<lb/>
höchstens 200 t für 7,5 Mio. S Virginiatabaken zu kaufen. In Albanien<lb/>
war beabsichtigt statt 100 t im nächsten Jahr nur mehr 90 t zu be<lb break="no"/>stellen. <rs type="person" ref="#per__127117">Leidinger</rs> erklärte sich bereit, zumindestens die heurigen<lb/>
Quoten auch im nächsten Jahr zu beziehen. Wenn die Bulgaren aber auch<lb/>
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durch Subvention wie <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> mir nachher mitteilte, mit 450 t bei<lb/>
S 32,–– Billigstpreis das große Kontingent des Vorjahres gehabt.<lb/>
Heuer sind die Türken mit ihrem Orienttabakpreis von S 40,–– auf<lb/>
30 bis 32 zurückgegangen. Dadurch konnten sie 1.000 t verkaufen und<lb/>
werden im nächsten Jahr wahrscheinlich 1.200 t liefern können. Da<lb/>
ist die Tabakregie insbesondere wegen eines Filterkompensationsge<lb break="no"/>schäftes besonders interessiert. Die Bulgaren haben im vergangenen<lb/>
Jahr 42–43 S erlöst und müßten also eine wesentlich Preisreduktion<lb/>
akzeptieren. Die Griechen exportierten 435 t und die Jugoslawien<lb/>
immerhin 190 t, die auch wegen der Lizenzproduktion der österr. Tabak<lb break="no"/>regie, Milde Sorte in Jugoslawien. Die Hauptschwierigkeit liegt aber<lb/>
darin, daß das Gesundheitsministerium jetzt entsprechende Reduzierung<lb/>
der NO Stickoxid und CO Kohlenoxid verlangt. Dafür eignen sich nur<lb/>
gewisse Tabake. Auf diesem Sektor wird es daher sehr schwer möglich<lb/>
sein, den Oststaaten entsprechende Einkommensmöglichkeiten für ihre<lb/>
Importe zu verschaffen. Der Vizeaußenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__119260">Vutev</rs> kommt<lb/>
am 5. Nov. zu einem Wochenbesuch, er könnte entsprechende Gespräche<lb/>
mit der Tabakregie führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_06">Mit Präsident <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> besprach ich die verhältnismäßig vielen<lb/>
und weitreichenden Dienstreisen der Leitung des Patentamtes. Nicht,<lb/>
daß ich volles Verständnis dafür habe, daß man auch, wie dies beim<lb/>
konkreten Anlaßfall geschehen ist, eine Leitungssitzung einer inter<lb break="no"/>nationalen Behörde nach Tokio verlegt. Daß <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> auch dorthin<lb/>
reist, habe ich volles Verständnis, doch mußte ich ihn darauf auf<lb break="no"/>merksam machen, daß gerade die Patentamtsleitung und nur sonst ganz<lb/>
wenig andere noch stets ein sehr weitreichendes Reiseprogramm<lb/>
absolvieren. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> meinte, es liegt natürlich in meiner Entscheidung,<lb/>
ob er dorthin fahren soll oder nicht, um dies ist es mir aber nicht ge<lb break="no"/>gangen. Ich fürchte nur, daß die Stimmung im Patentamt, nachdem ge<lb break="no"/>rade nur wenige Reisen einen sehr schlechten Eindruck machten. Die<lb/>
Argumentation von <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs>, er hat 160 A-Beamte und 190.000 S nur für<lb/>
Auslandsreisen, mit denen er immer auskommt, bestätigt ja gerade meine<lb/>
Befürchtung. Das einzige richtige Argument, wenn es allerdings stimmt,<lb/>
ist, daß <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> erklärt, es profilieren sich sehr wenige mit Sprach<lb break="no"/>kenntnis, die man zu internationalen Kongressen und Organisationen<lb/>
delegieren kann. Er selbst spricht englisch, französisch und russisch,<lb/>
<pb n="50-1135" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-10-24_1135.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>also die drei Hauptsprachen und hat es daher natürlich sehr leicht.<lb/>
Ich anerkenne auch, daß er meistens allein fährt und daher dort<lb/>
wirklich gleichzeitig Repräsentant, aber auch Arbeitsmann sein muß,<lb/>
der in den Ausschüssen die entsprechende Mitarbeit zu leisten hat.<lb/>
Außerdem behauptet <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs>, daß sich nur wenige Patentamtsbeamte<lb/>
bereit erklären, bei der Arbeit für den gewerblichen Rechtsschutz<lb/>
mitzutun. Wenn es tatsächlich stimmt, daß sozusagen für diese Mehr<lb break="no"/>arbeit die Betreffenden dann gelegentlich eine Auslandsreise durch<lb break="no"/>führen können, dann bin ich mit dieser Lösung sehr einverstanden.<lb/>
Ich weiß nur nicht aufgrund der Auslandsdienstreisegenehmigungen die<lb/>
ich unterschreibe, ob dies tatsächlich der Fall ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_07">Sektionschef <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> ist auf meinen Wunsch auf einen kleinen Besuch<lb/>
ins Ministerium gekommen. Sein Zustand hat sich leider noch immer<lb/>
nicht gebessert. Wenn man mit ihm spricht und Probleme beredet, so<lb/>
macht er einen vollkommen normalen und auch aktiven Eindruck. Da<lb/>
ich seine Krankheit aber von meiner Mutter, die eine ähnliche gehabt<lb/>
hat, kenne, weiß ich, daß dies sehr täuschen kann. Momentan ist er<lb/>
ganz in seine Familie eingegliedert und betrachtet natürlich ver<lb break="no"/>ständlicherweise von seinem Familienstandpunkt und auch von seinem<lb/>
Familienproblem aus. Ich wollte ihn als so langen Kollegen und Mit<lb break="no"/>arbeiter, dem ich sehr viel verdanke, nicht vor den Kopf stoßen und<lb/>
habe mich daher auch nur erkundigt, wie es ihm geht, was der Arzt<lb/>
sagt und wie er glaubt, daß es weitergehen soll und kann. Gegen sein<lb/>
Interesse werde ich sicherlich keine Entscheidung treffen. Er selbst<lb/>
meint, er möchte überhaupt einmal wissen, wie sich seine Zukunft<lb/>
finanziell gestalten wird, da er sich in den Details nicht auskennt<lb/>
und auch gar keine Möglichkeit jetzt hat, diese Details zu erfragen,<lb/>
ohne daß sofort irrsinnige Gerüchte im Haus herumschwirren. Er er<lb break="no"/>suchte mich, ob nicht der Präsidialist <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs> diese Arbeit ganz vor<lb break="no"/>sichtig in Angriff nehmen könnte.<lb/>
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Erhebungen pflegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_09">In der Paritätischen Kommission hatte ich den Vorsitz zu führen<lb/>
und in einem Rekordtempo drei Minuten die ganze Tagesordnung <choice><choice><sic>bei</sic><corr>mit einer</corr></choice></choice>,<lb/>
wie ich zugebe, allerdings nur sehr knappen Diskussion abgewickelt.<lb/>
Da ich diese Organisation Jahrzehnte lang kenne. Da ich auch weiß,<lb/>
wie dieses System durch Präsidentenbesprechung nach entsprechender<lb/>
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liegt es, glaub ich, in aller Interesse, erst nicht viel herumreden.<lb/>
Diesmal war es nur deshalb besonders typisch, weshalb ich so schnell<lb/>
die Abwicklung durchführen konnte. Sozialminister <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> und<lb/>
der Präsident <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> kamen daher zu der Sitzung als diese bereits<lb/>
beendet war.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_10">Ich versuchte sowohl vor als auch nachher mit dem Gewerkschafts<lb break="no"/>bund, Generalsekretär <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> und Kollegen <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs>, über die weitere<lb/>
Vorgangsweise beim Benzin- und Ölpreis ein klärendes Gespräch zu führen.<lb/>
Der ÖGB steht nach wie auf dem Standpunkt, daß wir Preisregelung un<lb break="no"/>bedingt beibehalten sollen. Nur <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> meinte, wenn Du's unbedingt<lb/>
machen mußt, er rät aber davon ab. <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs> beschwerte sich aber zu Recht,<lb/>
daß wir jetzt schon solange kein Jour fixe AK, ÖGB hatten. Ich glaube<lb/>
auch, daß es dringendst notwendig ist, wenn am Freitag keine Termin<lb break="no"/>vereinbarung zustande kommt, dann eventuell in der nächsten Woche<lb/>
einen anderen Tag zu wählen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Länger als 14 Tage darf es keine Unter<lb break="no"/>brechung des Jour fixe geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_12">Die ÖFVW hat für München, für den ASTA-Kongreß, über 7.000 Teilnehmer,<lb/>
d.h. Reisebüros aus Amerika, die Sängerknaben und die Lipizzaner en<lb break="no"/>gagiert. Der Geschäftsführer Dr. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> stand auf dem Standpunkt,<lb/>
ich müßte unbedingt in München bei dieser Veranstaltung in Erscheinung<lb/>
treten. Mit Direktor <rs type="person" ref="#per__113081">Stock</rs>, Hofburgkongreßgesellschaft, und Zeitungs<lb break="no"/>leuten sind wir hingeflogen, die Abstimmung im Parlament konnte ich<lb/>
ja deshalb spritzen, weil gleichzeitig auch der ÖVP-Abgeordnete<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111728">Westreicher</rs> mit mir flog. Direktor <rs type="person" ref="#per__113081">Stock</rs> erzählte mir, daß der Kaiser<lb break="no"/>ball in Wien ganz fantastisch einschlägt. Allein über S 500.000,––<lb/>
zahlt er Vergnügungssteuer, die Gemeinde gibt ihm dafür S 190.000,––<lb/>
als Subvention zurück. Wir erinnerten uns bei diesem Gespräch, wie<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113081">Stock</rs>, als er die Idee geboren hatte, große Bedenken äußerte, ob<lb/>
unter einer sozialistischen Regierung diese k.u.k. Tradition zweck<lb break="no"/>mäßig und zielführend sei. Ich erklärte ihm damals schon Kaiserwetter,<lb/>
Kaisersemmeln, Kaiserfleisch alles hat gute Tradition und er soll<lb/>
dies ruhig fortsetzen. In der Zwischenzeit konnte ich ihm erklären,<lb/>
hat es nicht nur das Bild von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in der Wahlwerbung unter dem<lb/>
Gemälde von Kaiser <rs type="person" ref="#per__126986">Franz Joseph</rs> gegeben, sondern als <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> diese neue<lb/>
monarchistische Linie angriff, meine Aussage bei allen Wahlveranstal<lb break="no"/>tungen k.u.k. ist <del>ist</del> gut, von kaiserlich-königlich zu <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs>,<lb/>
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niemand in der ÖVP, der hart mich attackiert, wobei er sich auch auf<lb/>
die gestrige Fragestunde bezog.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_13">Die Hauptschwierigkeit, die ich jetzt noch immer im Parlament habe,<lb/>
ist die Energiefrage, ausgelöst wird dies immer wieder durch den<lb/>
Energiesprecher <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs>. Er wollte auch unbedingt einen neuen Termin<lb/>
über eine Aussprache mit ihn und Präsidenten <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> sowie <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs><lb/>
und mir um einige Fragen der Verbundgesellschaft zu besprechen.<lb/>
Genau dies will ich aber nicht, weshalb ich mit Präsident <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs><lb/>
Kontakt aufnahm und fragte, warum er, wenn er Probleme hat, mich<lb/>
nicht direkt verständigt. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> behauptet, es handelt sich um<lb/>
prinzipielle Fragen und nicht um Personalangelegenheiten. Genau<lb/>
aber um dies geht es. Bei der DoKW will Direktor <rs type="person" ref="#per__114988">Hermann</rs> im Pension<lb/>
gehen, sein Vertrag wird also auslaufen. Die ÖVP möchte von mir<lb/>
wissen, ob ich prinzipiell bereit bin, dort wieder einen ÖVP-Mann<lb/>
zu akzeptieren. Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs>, das Entscheidende ist, daß ein<lb/>
tüchtiger Mann dort hin kommt. Eine parteipolitische Bindung, das<lb/>
sogenannte Krampusabkommen, gibt es in der Elektrizitätswirtschaft<lb/>
nicht, ich habe zumindest noch niemals eine schriftliche Unterlage<lb/>
darüber bekommen. <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> gab sofort freimütig zu, auch er besitzt<lb/>
eine solche schriftliche Vereinbarung nicht. Ich versicherte Präsi<lb break="no"/>denten <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs>, daß er als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ver<lb break="no"/>bundgesellschaft sicher Verständnis dafür hat, daß man dies jetzt<lb/>
in den Organen der DoKW besprechen und letzten Endes dann auch be<lb break="no"/>schließen soll und wird. Ich sehe gar keinen Grund mich hier einzu<lb break="no"/>schalten. Im Parlament habe ich dann auch <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> diese Stellungnahme<lb/>
mitgeteilt. Er war darüber wenig erfreut, hat aber sofort erklärt,<lb/>
er wird sich bemühen, mit <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> über mein Büro einen Termin zu be<lb break="no"/>kommen. Selbstverständlich will ich ihn nicht vor den Kopf stoßen<lb/>
hab aber gar keine Absicht über diese Details mit ihm zu verhandeln.<lb/>
Da er aber der Energiesprecher der ÖVP ist und sich jetzt sogar auf<lb/>
einen Parteiauftrag beruft, kann ich natürlich nicht eine solche<lb/>
Aussprache kategorisch ablehnen. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> hat ihm jetzt angeboten,<lb/>
ein Mittagessen mit GD <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs>, dieses werde ich auf alle Fälle ab<lb break="no"/>warten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-10-24_14">Die Veranstaltung in München war wirklich ein großer Erfolg, der<lb/>
ehemalige Bürgermeister von New York <rs type="person" ref="#per__151067">Lindsay</rs> hat eingeleitet, mich<lb/>
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Conference, leider allerdings heruntergelesen. Die Amerikaner waren<lb/>
begeistert. Meine Argumentation bezüglich der Vorführung <choice><choice><sic>von Spanische</sic><corr>der Spanischen</corr></choice></choice><lb/>
Hofreitschule ist, es ist zweckmäßiger 7.000 Leuten, von denen aller<lb break="no"/>dings nur 5 – 6.000 tatsächlich gekommen sind, diese Wiener Attraktionen<lb/>
zu zeigen und dadurch sie zu veranlassen, Amerikaner nach Wien mit<lb/>
Package-Tours zu schicken, als, wie dies vor einigen Jahren geschehen<lb/>
ist, in Amerika selbst die Spanische Hofreitschule zu präsentieren.<lb/>
Die sie dort gesehen haben, werden kaum nach Wien kommen, die aber<lb/>
die Möglichkeit haben, Leute nach Europa zu schicken, muß man auf<lb/>
den Geschmack bringen für ihre Kunden diese Ereignisse in ihre<lb/>
Package-Tours einzubauen. Dies ist, glaube ich, auch daher der Grund<lb/>
für die Aufwendung der 1 Million, die Münchner mußten für diese<lb/>
Veranstaltung, nämlich den ASTA-Kongreß, 7 Mio. DM bereitstellen.<lb/>
Die Show haben angeblich wir ihnen gestohlen. Ich hoffe, dies trifft<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 24.10.1979</head>
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               <persName type="label">Hofstetter, Erich</persName>
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               <occupation>ehem. ÖVP-Verkehrsminister, Präs. Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Habsburg-Lothringen, Franz Joseph</persName>
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                  Joseph</forename></persName>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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