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            <title type="main">Dienstag, der 25. September 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_01">Dienstag, 25. September 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_02">Die Molkereiarbeiter haben durch den Weggang ihres Sekretärs<lb/>
in die Arbeiterkammer grosse Differenzen innerhalb ihrer Gruppe,<lb/>
wer jetzt Sekretär werden soll. Ihren ursprünglichen Vorschlag<lb/>
haben sie jetzt durch Beschluss neuerdings geändert, was unge<lb break="no"/>heure Mißstimmungen hervorrief. Mit Gewalt soll man solche Lö<lb break="no"/>sungen nicht erzwingen, weshalb ich einmal mehr ersuchte, eine Kom<lb break="no"/>promisslösung zu erzielen. Ich bin mir allerdings klar, dass dies<lb/>
ja auch kein Kompromiss war, sondern mehr den Wunsch der Mehrheit<lb/>
der Molkereiarbeiter entsprach. Da jetzt die Molkereiarbeiter-Lohn<lb break="no"/>verhandlungen Durchgeführt werden müssen, ist die Situation umso<lb/>
peinlicher. Das Problem musste einer schnellen Lösung zugeführt<lb/>
werden. Eine Rücksprache mit MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> ergab, dass er alle Vorbe<lb break="no"/>reitungen getroffen hat, dass mit 1. Dezember der neue Milchpreis<lb/>
inkrafttreten kann. Bis dahin müssen also alle Lohn- und Gehalts<lb break="no"/>verhandlungen abgeschlossen sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_03">MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> hat auch jetzt die Vorarbeiten für die Gaspreise so weit<lb/>
abgeschlossen, dass sie mit 1. Oktober inkrafttreten können. Die<lb/>
Arbeiterkammer ist nach wie vor gegen einen einheitlichen inlän<lb break="no"/>dischen Gaspreis, weshalb wir jetzt eine regionale Trennung vorneh<lb break="no"/>men, Wien, Niederösterreich, de facto also ÖMV im IV. Quartal 79<lb/>
1 Schilling von derzeit 92 Groschen, ab 1. Jänner 80 1.05 Schilling.<lb/>
Oberösterreich, sprich RAG, und einem einzigen Bohrfeld der ÖMV,<lb/>
IV. Quartal 95 Groschen, ab 1. Jänner 80 1 Schilling. <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> ist über<lb break="no"/>zeugt, dieses Kompromiss durchzubringen. Ich selbst hätte den ein<lb break="no"/>heitlichen inländischen Gaspreis den Vorzug gegeben, weil wir<lb/>
aus der dann der RAG abzuschöpfenden Übergewinne die drei not<lb break="no"/>leidenden Industriebetriebe, Chemie Linz, Lenzing und Steyrermühl<lb/>
mit Sonderrabatten hätten helfen können. Ich glaube dass die Arbei<lb break="no"/>terkammer ihren Entschluss noch sehr bereuen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Auf nächstes Jour-fixe AK und ÖGB setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_05">Im Ministerrat wurde der Energiebericht des Bundeskanzlers auf<lb/>
Wunsch <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> neuerdings zurückgestellt und für 9. Oktober in<lb/>
Aussicht genommen, den ersten umfassenden Bericht über die gelei<lb break="no"/>stete Tätigkeit des Energiesparens dann zu präsentieren. So viele<lb/>
Minister meldeten Dienstreisen an, dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit Recht sagte, er<lb/>
glaubt, dass die Regierung in den nächsten Wochen gar nicht mehr<lb/>
<pb n="50-1030" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-25_1030.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>beschlussfähig sein wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> besprach dann auch am Nach<lb break="no"/>mittag mit mir die Frage einer stärkeren Vertretung der Frauen<lb/>
in der Regierung. Ich halte seine Ansicht für richtig und bin sehr<lb/>
dafür, wenn er die richtigen Leute findet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_06">Der überaus rüstigen Frau von <rs type="person" ref="#per__151974">Broneck-Uhlenhut</rs>, die weit über<lb/>
80 Jahre und trotzdem äusserst charmant, ja sogar hübsch ist,<lb/>
hatte ich die Fremdenverkehrsmedaille in Gold zu überreichen.<lb/>
Direktor <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs>, Österr. Fremdenverkehrswerbung, erklärte mir ihre<lb/>
Aktivitäten, die beachtlich waren und teils noch sind. Mit <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs><lb/>
besprach ich dann gleichzeitig die neue Idee, wie wir Einnahmen der<lb/>
Österreichischen Fremdenverkehrswerbung erschliessen können. Die<lb/>
bis jetzt aus den Budgets des Bundes<add>, der Länder</add> und der Handelskammer kommen<lb break="no"/>den Mittel werden in Hinkunft wahrscheinlich nicht entsprechend<lb/>
aufgestockt werden können. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> hat sich daher mit Recht Sorgen<lb/>
gemacht und neue Wege durch Bezahlung der Aktivitäten der Österr.<lb/>
Fremdenverkehrswerbung vorgeschlagen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Vor der nächsten Generalversammlung ÖFVW<lb/>
Fraktionssitzung darüber einberufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_08">Das Begräbnis für <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> war vom Betriebsrat <rs type="person" ref="#per__114380">Nischkauer</rs> orga<lb break="no"/>nisiert und hat sich grundlegend vom Begräbnis <rs type="person" ref="#per__112014">Erbachers</rs> unter<lb break="no"/>schieden. Bei diesem war ich nicht in Wien, mir wurde aber mit<lb break="no"/>geteilt, dass es sehr ärmlich gewesen ist. Dieses Mal hat es<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114380">Nischkauer</rs> in die Hand genommen und beweisen wollen, wie man so<lb/>
etwas richtig organisiert. 5 Redner waren meiner Meinung nach<lb/>
zu viel. Ich brauchte daher zu Schluss nicht mehr die besonderen<lb/>
Leistungen <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauers</rs> erwähnen, sondern konnte ihm nur Dank sagen<lb/>
für die Regierung und dann unsere persönliche Freundschaft. Eigent<lb break="no"/>lich schrecklich, dass wir innerhalb eines Jahres 3 Generaldi<lb break="no"/>rektoren brauchten. Die Beschlussfassung über den neuen Generaldi<lb break="no"/>rektor <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> wird im Rundlauf erfolgen, wie ich in der Mini<lb break="no"/>sterratssitzung ankündigte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_09">Die Metallgesellschaft Frankfurt am Main hat ihre amerikanischen<lb/>
Geschäftsfreunde und auch andere Nationen zu einem Symposium ge<lb break="no"/>laden. Diesmal sind sie nach Österreich gekommen. Am interessanteste:<lb/>
war, wie mir berichtet wurde, der Vortrag des LURGI-Vertreters <rs type="person" ref="#per__151975">Paul<lb/>
Rudolph</rs>. Dieser berichtete mir dann auch beim Mittagessen über die<lb/>
<pb n="50-1031" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-25_1031.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Kohlevergasung. An der Ruhr wird jetzt mit 1 Mio. Jato für 1 Mia.<lb/>
DM Investitionen eine Fabrik geplant. Bis Mai 80 soll die Planung<lb/>
fertig sein, bis 83/84 soll sie in Betrieb gehen. Die Südafrikaner<lb/>
haben in Seattle für 3 Mia. Dollar 40.000 Barrel pro Tag, ist gleich<lb/>
2 Mio. Tonnen, eine solche Fabrik bereits in Betrieb. LURGI arbei<lb break="no"/>tet hier mit der VÖEST-Alpine zusammen. Die VÖEST hat das seiner<lb break="no"/>zeitige Fleissner-Trockensystem in diese Kooperation eingebracht.<lb/>
LURGI selbst bringt 500.000 Ingenieurstunden pro Jahr in die<lb/>
Kooperation. Die deutsche Industrie macht sich angeblich Sorgen,<lb/>
was geschehen würde, wenn der Ölpreis wieder fällt. <rs type="person" ref="#per__151975">Rudolph</rs> sieht<lb/>
hier keine Gefahr. Derzeit ist bei den Spotpreisen von 34 Dollar<lb/>
die Produktion kostenmässig möglich. Die Kohleverflüssigung ist<lb/>
meiner Meinung nach nicht mehr aufzuhalten und der Ölpreis wird<lb/>
sicherlich niemals mehr auf ein Niveau fallen, wo wir auf die Kohle<lb/>
in jedweder Form wieder verzichten werden. Diesen Fehler hat man<lb/>
hoffentlich nur einmal gemacht. Vom Ministerium hat <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> für<lb/>
die Industriesektion und Dr. <rs type="person" ref="#per__116120">Hille</rs> für die Energiesektion teilgenom<lb break="no"/>men, was ich für sehr richtig halte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Wenn es Dich interessiert, lasse Dir be<lb break="no"/>richten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_11">Bei der Sektionsleiterbesprechung wurde von <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs> berichtet, dass er<lb/>
alle Personalwünsche der Sektionen II, III und IV befriedigen<lb/>
konnte, dass aber jetzt keine zusätzlichen Posten mehr frei sind.<lb/>
Die einzige Möglichkeit besteht in einer Umschichtung innerhalb<lb/>
des Ressorts. Hier meinte <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs>, gibt es genügend Reserven. Diese<lb/>
Meinung teile ich auch. <rs type="person" ref="#per__127783">Hein</rs> vom Patentamt wird jetzt auf seinen<lb/>
Wunsch zu <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> kommen. Als Ersatz könnte vom Bundesheer ein <rs type="person" ref="#per__151976">Wakil</rs> ?<lb/>
46 Jahre übernommen werden. Die Bundeshandelskammer, <rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs>,<lb/>
möchte anstelle des in Pension befindlichen MR <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> für die<lb/>
internationalen Textilverhandlungen Dr. <rs type="person" ref="#per__116916">Waas</rs>. Dagegen ist nichts<lb/>
einzuwenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_12">Die wichtigste Frage erscheint mir aber, wenn es durch Durchforstung<lb/>
unserer Gesetze seit 1945 eine Lichtung des Erlass und wahrschein<lb break="no"/>lich auch Verordnungsgebietes erfolgen könnte. Unzählige Verbote,<lb/>
die kein Mensch mehr kennt, sicherlich auch niemand einhält, werden<lb/>
überflüssig sein. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> z.B. hat angekündigt, er wird alle Erlässe<lb/>
<pb n="50-1032" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-25_1032.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>seit 1945 der Bergbehörden jetzt auf diese Frage hin untersuchen.<lb/>
Ich ersuchte, dies sollten alle Sektionen machen. SChef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
wird die Quittierungsliste, die Embargoliste und die Einfuhr<lb break="no"/>scheine für Stahl auf diese Frage hin genau prüfen. Er möchte<lb/>
eine Vereinfachung und damit auch eine gewisse Personalentla<lb break="no"/>stung<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_13">Die Schulung für junge Mitarbeiter vom BFI kostet 60.000 Schilling<lb/>
und 2 x 3 Tage und 1 Tag nach Betreuung umfassen. Mit diesem Vor<lb break="no"/>schlag bin ich sofort einverstanden, wenn die jungen Leute bereit<lb/>
sind, wenigstens einen Teil ihrer Freizeit für diese Schulung zur<lb/>
Verfügung zu stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_14">Die Auslandsdienstreisentangente ist nicht erreicht. Die Inlands<lb break="no"/>reisentangente leicht überschritten. Bei Repräsentationen haben wir<lb/>
von 293.000 nur 194.000 verbraucht, also 100.000 Reserve. Hier wird<lb/>
zu überlegen sein, was man sinnvoll mit dem Geld anfängt. Bei der<lb/>
Überstundenregelung befinden wir uns im vorgesehenen Rahmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_15">Bezüglich der Kompetenzfragen konnte ich feststellen, dass so<lb break="no"/>wohl Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__150136">Nussbaumer</rs> als auch Minister <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> gar nicht die<lb/>
Absicht haben, die von ihren Beamten oft vorgeschlagenen Kompetenz<lb break="no"/>übergriffe zu decken. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> wird deshalb mit den entsprechenden<lb/>
Aussenamtsbeamten dieses Problem ernstlich besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_16">Bei den kommenden Verhandlungen mit den deutschen Finanz- und<lb/>
Wirtschaftsministervertretern in Graz wird von der Energiesektion<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__114528">König</rs> zeitweise daran teilnehmen, um zu klären, ob nicht für<lb/>
die Gaslieferungen aus Deutschland ein Staatsvertrag gemacht werden<lb/>
könnte. <rs type="person" ref="#per__143978">Derzeit</rs>, behauptet SChef <rs type="person" ref="#per__114998">Sevcik</rs>, würde bei den 2 x 400 Mio.<lb/>
cbm Gasverträgen aus der Nordsee keine sehr günstigen Vertragsbe<lb break="no"/>stimmungen durch Notstandsklauseln und Steuerbelastungsmöglich<lb break="no"/>keiten bestehen. Die Handelskammernovelle wegen der nächstjährigen<lb/>
Handelskammerwahlen entspricht den Wünschen des Freien Wirtschafts<lb break="no"/>verbandes. Neu wurde jetzt für die Landeskammer eine Umlagemöglich<lb break="no"/>keit auf die Löhne Basis Familienlastenausgleichsabgabe von 0.08 %<lb/>
und für die Bundeshandelskammer 0.02 % vorgesehen. Aus diesen Ein<lb break="no"/>nahmen soll auch eine Fondsregelung für die Arbeiterabfertigung<lb/>
geschaffen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte Gesetzentwurf sofort dem Büro des<lb/>
Sozialministers übermitteln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_18">Bei Leykam wurde mit 18. September eine Revision durchgeführt und<lb/>
festgestellt, dass alle Auflagen, mit einer einzigen Ausnahme er<lb break="no"/>füllt wurden. Diese war ein Termin für Einrichtungseinbauten<lb/>
bis August, der beim besten Willen nicht eingehalten werden konnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte den Betriebsrat verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_20">Die Gewerbereferententagung hat wieder einmal über alle Beschlüsse<lb/>
Einstimmigkeit erzielen könnten. Ein einziger Punkt, nämlich die<lb/>
Sperrzeiten bei verschiedenen Betriebsarten wurden zurückgestellt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> möchte auch bei der Preisreferententagung im November ein<lb/>
ähnliches Ergebnis und insbesondere die Länderwünsche dann sammeln.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> versteht es wirklich hervorragend die Länder einzubinden<lb/>
und dadurch im Sinn des kooperativen Bundesstaates, ohne dass es<lb/>
die Länder allzu stark bemerken, doch zentralistisch zu beeinflussen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> geht jetzt Gott sei Dank wieder auf die von mir ihm fast<lb/>
aufgezwungene Tour.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_21">Im Verein Made in Austria wurde jetzt das Budget beschlossen. Die<lb/>
Handelskammer gibt 2,5 Mio., sowie auch das Handelsministerium. Die<lb/>
Arbeiterkammer gibt noch 100.000 Schilling dazu und man hat im Ver<lb break="no"/>ein erwartet, dass meine Zusage, ich würde verdoppeln, wie dies<lb/>
auch beim Verein für Konsumenteninformation geschieht, einhalten.<lb/>
Die 100.000 Schilling hätte man tatsächlich auch ins Budget aufnehmen<lb/>
können. Da aber <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> mit Recht sagt, wir haben nur 2,5 Mio. Schil<lb break="no"/>ling drinnen, hat man sich dann auch im Verein auf diesen ..... Zu<lb break="no"/>schuss des Handelsministeriums geeinigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_22">Der Generaldirektor <rs type="person" ref="#per__123176">Inführ</rs> von den Welser Stadtwerken bitte die<lb/>
Stadtgaspreisdelegierung an den Landeshauptmann erst nach den<lb/>
Wahlen durchzuführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte auf Jour-fixe AK u. ÖGB setzen.<lb/>
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            <pb n="50-1034" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-25_1034.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_24">Die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung soll jetzt überarbeitet<lb/>
werden. Dies kann natürlich nur mit dem Landwirtschafts- und Ge<lb break="no"/>sundheitsministerium erfolgen. Mein Vorschlag war auf alle Fälle<lb/>
auf den neuen Minister warten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_25">Die Kurzreferate von <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> und <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> sollen bei der frak<lb break="no"/>tionellen Handelsausschussitzung eine breite Diskussionsbasis<lb/>
geben. Ich werde nur die Grundsätze meiner Energiekonzeption kurz<lb/>
einleiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_26">Am 29. November wird ein Symposium über Rohstoffkonzept gehalten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>, <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> und <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs> sowie das Wirtschaftsforschungs<lb break="no"/>institut werden dort entsprechende Berichte geben. Das Wirtschafts<lb break="no"/>forschungsinstitut wird das umfassende Rohstoffkonzept bis April 80<lb/>
erst vorlegen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_27">Im Energiesparmonat Oktober wird eine Energiekonsumentenverbands<lb break="no"/>tagung stattfinden, wo <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und WIFI über die Energieingenieure<lb/>
berichten werden. Die Industrie wird eine Tagung organisieren, wo<lb/>
über Baustoffe und Armaturen und sonstige Industrieprodukte noch<lb/>
Energieeinsparungen erfolgen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_28">Am 31.10. wird <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> eine Enquete über die Oktanproblematik abhal<lb break="no"/>ten. Er steht auf dem Standpunkt, dass in Wirklichkeit für Normal<lb break="no"/>benzin der Oktangehalt gesenkt werden müsste, damit dann eine<lb/>
richtige Mischung motorgerecht und gleichzeitig benzinsparend er<lb break="no"/>folgen kann. Dies ist im krassen Gegensatz zu der Erkenntnis der<lb/>
Arbeiterkammer und der EVA.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte diese Unterlagen beschaffen und aufs<lb/>
Jour-fixe AK u. ÖGB setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_30"><rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> berichtet, dass 20 Betriebe als Sommerkondensations-<lb/>
Elektrizitätswerke in Frage kommen. Im einzelnen muss jetzt über<lb break="no"/>prüft werden, welche davon Strom zusätzlich ins Leitungsnetz lie<lb break="no"/>fern können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_31">Die Firma Menzel hat ihr 30-jähriges Bestehen mit der Überreichung<lb/>
des Dekretes zur Führung des Staatswappens gefeiert. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sollte<lb/>
nachkommen, 10 nach 5 war er angesagt, gekommen ist er selbstver<lb break="no"/>ständlich nicht, wie ich auch sofort vermutete. Mit dem Finanzminister<lb/>
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seinem Standpunkt die Firma entsprechend gewürdigt und gleich über<lb/>
die verhältnismässig gute Bausituation berichtet. Ich selbst habe<lb/>
mich mehr auf die Geschichte dieser Firma gestürzt. Da sie bereits<lb/>
vom Vater <rs type="person" ref="#per__151977">Menzel</rs> 1906 gegründet wurde, sagte ich, die meisten Firmen<lb/>
machen sich älter, <rs type="person" ref="#per__151978">Menzel</rs> machte sich jünger.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-25_32">Die Wiener Konferenz hatte ein überladenes Programm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> hat ein<lb break="no"/>leitend gleich die politischen Gesichtspunkte herausgestrichen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> über den österreichischen Weg ein sehr gut aufgesetztes<lb/>
Referat gelesen. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> erklärte mir, dass ihm dies erinnert, wie<lb/>
er noch bei Bürgermeister <rs type="person" ref="#per__97718">Marek</rs> die PR Arbeit machen musste. Damals<lb/>
konnten sie bis zu 50.000 Schilling im Monat für Reden in Auftrag<lb/>
geben, die natürlich inhaltlich eine phantastische Substanz hatte.<lb/>
Selbst wenn ich über dieses Geld verfügen würde, täte es mir leid<lb/>
es auszugeben. Da bleibe ich lieber bei meinem System mit wesent<lb break="no"/>lich weniger Wissen. Dafür vielleicht mit mehr Wiener Schmäh, auf all<lb/>
Fälle aber frei gesprochen, zu zeigen, was ich tatsächlich weiss und<lb/>
vor allem durch die Art des Vortrages glaube ich doch die Zuhörer<lb/>
mehr mitzunehmen. Die Diskussion daran war verhältnismässig kurz,<lb/>
die darin zum Ausdruck gekommene vorsichtige Kritik wurde von <rs type="person" ref="#per__97311">An<lb break="no"/>drosch</rs> im Schlusswort natürlich dann sofort richtiggestellt. Der<lb/>
Hamburger Genosse berichtete über die Erfahrungen der Dezentrali<lb break="no"/>sierung und <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> ergänzte dann durch die Wiener Absicht des Expe<lb break="no"/>rimentes über der Donau im XXI. und XXII. Bezirk. Diese Referate<lb/>
hörte ich nicht zur Gänze, denn wir mussten mit unserem Bezirks<lb break="no"/>vorsteher bezirksinterne Probleme dringend besprechen. Er und der<lb/>
Stellvertreter fahren ja morgen nach Amerika mit der Klubtagung, so<lb break="no"/>dass wir keine andere Zeit zur Verfügung hatten Ich hoffe, dass es<lb/>
uns gelingen wird im Bezirk jetzt ein kooperatives Zusammenarbeiten<lb/>
des Bezirksvorsteher und Stellvertreter und der Fraktion der Be<lb break="no"/>zirksräte endlich zu erreichen. Die Personalprobleme sind eben doch<lb/>
die schwierigsten, wie ich immer wieder in allen Ebenen, bei allen<lb/>
Organisationen, wo ich derzeit mitwirke, feststellen kann. Immer<lb/>
mehr festigt sich bei mir die Überzeugung, dass die wirklich wich<lb break="no"/>tige – um nicht zu sagen, die einzige Entscheidung, die im politischen<lb/>
Leben eine Rolle spielt – die Entscheidung über Einsatz von Personen<lb/>
in gewissen Funktionen ist. Wenn einmal eine Wahl erfolgte, wenn<lb/>
einmal einer bestellt wurde, dann ist in Wirklichkeit die wichtigste<lb/>
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Platz und schon ist die Sachfrage oder die Sachfragen gelöst.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 25.9.1979</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 12. Ministerratssitzung, 25.9.1979</head>
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