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            <title type="main">Freitag, der 21. September 1979 bis Sonntag, der 23. September 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_01">Freitag 21. September, bis Sonntag, 23. September 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_02">Bei der Staatswappenüberreichung der Firma Palfinger in Salzburg<lb/>
besichtigte ich vorher den Betrieb. Zu meiner grössten Überraschung<lb/>
fand die Übergabe des Dekretes in einer kleinen Halle statt, die<lb/>
Arbeiter mussten aber weiterarbeiten. Der Betrieb hat nämlich so<lb/>
grosse Aufträge, kann die Bestellungen kaum erfüllen und hat seinen<lb/>
hydraulischen Kräne-Absatz wesentlich steigern können. Bei der<lb/>
Firma Bühl in Häring dagegen war es ein wirklich schönes Familien<lb break="no"/>fest. Diese Giesserei hat sich vom Glockenguss auf den Industrie<lb break="no"/>guss umgestellt und ist gut ausgelastet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_03">Die Gemeinderäte mit den Bürgermeister <rs type="person" ref="#per__151981">Frisch</rs> von Kirchbichl<lb/>
hatten jetzt ihr Moorstandbad, welches seit 1930 existiert, sanieren<lb/>
müssen. Einen Gesamtaufwand von 32 Mio. Schilling, Neubau eines<lb/>
Gasthauses, Wassereinleitung, Ufersanierung ca. 8 Mio., 6 Mio. für<lb/>
Grunderwerbsstrassen und Abfindungen müssen jetzt finanziert werden.<lb/>
Vom Bund erwarten sie Zuschüsse und Darlehen von 14.5 Mio. Schilling.<lb/>
Überrascht war ich nur, dass dieses Projekt bereits eingereicht<lb/>
ist und ich davon nichts wusste. Dies war sehr blamabel.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte erkundige Dich sofort, wie dies Projekt<lb/>
steht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_05">Die beste Veranstaltung bei all den ganzen Reisen hat Bürgermeister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__151982">Tanzer</rs> von Rum organisiert. Er hat als Bürgermeister die Wirtschaft<lb/>
treibenden eingeladen und dadurch kam es zu einer stundenlangen,<lb/>
sehr ergiebigen und – wie ich glaube auch – aufgeschlossenen Dis<lb break="no"/>kussion nach meinem Referat. Da in Tirol ein grosser Arbeits<lb break="no"/>kräftemangel herrscht, möchte die Textilindustrie, Dr. <rs type="person" ref="#per__151983">Beier</rs>, hat<lb/>
mir ein diesbezügliches Memorandum überreicht, mehr Gastarbeiter.<lb/>
Er könnte sich vorstellen, dass für die Exportindustrie ein eige<lb break="no"/>nes Gastarbeiterkontingent festgelegt wird. Ich versprach dieses<lb/>
Problem mit der Handelskammer zu besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte auf nächstes Jour-fixe mit der Handels<lb break="no"/>kammer setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_07">Der bekannte Reiter <rs type="person" ref="#per__151984">Lauda</rs> hat sich bei mir bitter beklagt, dass<lb/>
aus Niederösterreich nicht einmal 40 Waggon Stroh zu bekommen sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_08">Ich versprach sofort beim Landwirtschaftsministerium zu interve<lb break="no"/>nieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte das nötige sofort veranlassen und<lb/>
über Abwicklung mir berichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_10">In Eben am Achensee wurde eine öffentliche Wählerversammlung beim<lb/>
Bürgermeister in seinem Hotel, das grösste im Ort, abgehalten. Da<lb/>
dort noch eine sehr gute Fremdenverkehrssaison ist, konnte erst um<lb/>
20.15 Uhr begonnen werden. Die Diskussion lief zuerst überhaupt nicht<lb/>
an, ausser einem Betrunkenen, der stänkerte, meldete sich niemand.<lb/>
Später kam sie dann allerdings schön langsam in Schwung und<lb/>
dauerte dann entsprechend lang. Ein Mechanikergehilfe <rs type="person" ref="#per__151980">Riedner</rs>, Maurach<lb/>
6212, Postfach 1, beschwerte sich bei mir, dass bei den Büromaschi<lb break="no"/>nenmechaniker-Meisterprüfungen in Innsbruck Leistungsforderungen ge<lb break="no"/>stellt werden, die niemand erfüllen könne. Technische Zeichnungen,<lb/>
zu denen man 2 Tage braucht, sollen in einem Tag bereits gemacht<lb/>
werden. Die mündliche Prüfung ist äusserst streng. Ich versprach ihm,<lb/>
dass SChef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> dies prüfen wird und er eine schriftliche Infor<lb break="no"/>mation bekommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Die Prüfung ist bereits Mitte Oktober. Bitte<lb/>
alles schnell veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_12">In Rum bei der Metro-Besichtigung empfingen uns auch die neu ge<lb break="no"/>wählten Betriebsräte. METRO hatte sich bis jetzt dagegen gewehrt<lb/>
und die Betriebsräte sehr schlecht behandelt. Der Bürgermeister aber<lb/>
hat organisiert, dass nicht nur der Geschäftsführer, sondern auch die<lb/>
Betriebsräte mit uns den Rundgang machen. 220 Beschäftigte. Da von<lb/>
6 bis 20 Uhr geöffnet ist. Der Umsatz beträgt derzeit 700 Mio.<lb/>
und soll 1981 bereits 1 Mia. erreichen. Das Umsatzziel war aber seit<lb/>
eh und je 1 Mia.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_13">Die Eröffnung der Innsbrucker Messe war dieses Mal insofern anders,<lb/>
als sowohl Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> nur die Leistungen, allerdings<lb/>
getarnt als diese des Landes, herausstrich, als auch die anderen<lb/>
Redner <rs type="person" ref="#per__114375">Lugger</rs>, Bürgermeister, <rs type="person" ref="#per__116957">Menardi</rs>, Handelskammerpräsident, als<lb/>
auch Präsident <rs type="person" ref="#per__112216">Bassetti</rs> sich nur positiv äusserten und die Bundes<lb break="no"/>regierung überhaupt nicht attackierten. Ich hatte es daher sehr<lb/>
leicht auf einzelne Bemerkungen einzugehen und generell festzuhalten<lb/>
dass ich mich den positiven und optimistischen Äusserungen meiner<lb/>
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dann herausgestrichen, was die Bundesregierung macht. Schliesslich<lb/>
und endlich befindet sich je Tirol jetzt gerade in einem Wahl<lb break="no"/>kampf.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_14">Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> hat unter vier Augen mich gefragt, wie es<lb/>
jetzt mit Osttirol weitergehen soll.Ich erklärte ihm, wir könnten<lb/>
jederzeit über die Regelung des Ausbaues der Osttiroler Wasser<lb break="no"/>kräfte verhandeln. Er meinte, dies könne nur auf einer 50:50-<lb/>
Gesellschaft, wie es die Osttiroler Studiengesellschaft ja schon ist<lb/>
geschehen. Dagegen habe ich mich entschieden ausgesprochen und auf<lb/>
Kärnten, sowie Vorarlberg verwiesen. Dort hat der Landeshauptmann<lb/>
<rs type="person" ref="#per__118211">Kessler</rs> sogar erklärt, dass die Lösung, die wir gefunden haben,<lb/>
eine äusserst gute ist. <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> meinte, Vorarlberg sei anders als<lb/>
Tirol und er möchte eigentlich nicht denselben Weg gehen. Hier wird<lb/>
es noch schwierige Auseinandersetzungen mit <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> und dem Land<lb/>
Tirol geben. <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> wünschte – und ich versprach es ihm – wenn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> dann Generaldirektor ist und sich ein wenig eingearbeitet<lb/>
hat, mit diesen gemeinsam das Problem neuerdings zu besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte für <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> Gespräch vormerken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_16">In Innsbruck auf der Berg-Isel Schanze hatte der Pensionistenverband<lb/>
aus ganz Österreich 6.000 Teilnehmer zusammengeführt. Den ganzen<lb/>
Vormittag und bis Mittag hat es schrecklich geregnet. Im letzten<lb/>
Moment ist dann – und dies wahrscheinlich nur für eine ganz kurze<lb/>
Zeit – herrlichstes, strahlendes Sonnenwetter gewesen. Ich habe<lb/>
natürlich bei der Begrüssung dieser Veranstaltung meinen Wiener Schmäh<lb/>
rennen lassen, was den Pensionisten sehr gefreut hat, wie ihr stän<lb break="no"/>diger Applaus bewies.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_17">In Villach hatte der Pensionistenverband der Stadt eine grosse Ver<lb break="no"/>anstaltung, wo ich unvorgesehen auch noch schnell reinplatzte.<lb/>
Auch dort herrschte eine Bombenstimmung. Die Pensionisten sind<lb/>
wirklich unser bestes Wählerpotential und unsere <choice><choice><sic>getreusten</sic><corr>treuesten</corr></choice></choice> Wähler.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_18">Die Tavola rotonda brachte als wichtigstes Ergebnis, dass der<lb/>
italienische Aussenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__122024">Stammati</rs> erklärte, er wird<lb/>
sich für eine schnellere Zollabfertigung in Thörl-Maglern, Tar<lb break="no"/>visio einsetzen. Ich gebe mich keiner Illusion hin, es wird ihm<lb/>
wahrscheinlich kaum gelingen. Die österreichischen Teilnehmer<lb/>
und insbesondere die Organisatoren dieser Tavola rotonda waren<lb/>
von Anwesenheit der beiden Minister sehr begeistert. Erstmals hat<lb/>
ein italienischer Minister allerdings teilgenommen, während ich<lb/>
zu jeder bis jetzt gefahren bin und dies auch in Hinkunft beabsich<lb break="no"/>tige.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_19">Im bilateralen Gespräch hat <rs type="person" ref="#per__122024">Stammati</rs> dann ersucht, ob wir nicht<lb/>
auf das Kontingent von 200.000 cbm Rundholz 100.000 drauflegen<lb/>
könnten. Ich erklärte, wir würden mit dem italienischen Handelsrat<lb/>
noch diesbezügliche Gespräche führen, denn dies könnte nur von<lb/>
seitens des Landwirtschaftsministeriums mit mir gemeinsam gelöst<lb/>
werden. Die Sägeindustrie Österreichs hat dagegen grösste Bedenken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Lasse prüfen, was wir hier machen könnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_21">Der Nelken-Export wird erst mit l.November festgelegt und ist<lb/>
dann zu spät. Die Italiener ersuchten bereits im Oktober über das<lb/>
Kontingent Bescheid zu bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort mit Landwirtschaftsministerium<lb/>
klären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_23">Das Salami-Kontingent besteht in einem Wertkontingent und wird<lb/>
mengenmässig durch die ständigen Preissteigerungen verringert.<lb/>
Die Italiener nehmen uns sehr viel Vieh ab und erwarten daher eine<lb/>
Erhöhung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort von der Abteilung intervenieren<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_25">Ablehnen musste ich als hoffnungslos die grössere Einfuhr von<lb/>
Wermut in Behältern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte prüfen lassen, vielleicht besteht eine<lb/>
geringe Möglichkeit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_27">Ich intervenierte wegen der falschen Zertifikate von Bekleidungs<lb break="no"/>importen aus Italien für Ware aus Thailand, Südkorea usw. <rs type="person" ref="#per__122024">Stammati</rs><lb/>
ersuchte um konkrete Fälle, damit er dies prüfen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Bekleidungsindustrie soll entsprechende<lb/>
Unterlagen liefern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_29">Bezüglich der Unterschreitung der Basispreise durch die Brescia-<lb/>
Stahlwerke wird Italien konkrete Anschuldigungen prüfen und ab<lb break="no"/>stellen. Italienischerseits beschwerte man sich bei mir wegen der<lb/>
österreichischen Exporte von Blechen der 2. Wahl.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort VÖEST fragen, was da los ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_31">Die 140 Lire pro Tonne zusätzliche Gebühr in Triest für Öltrans<lb break="no"/>port kann von der italienischen Seite im Prinzip nicht entschie<lb break="no"/>den werden, solange nicht das Gericht endgültig ausjudiziert hat.<lb/>
Der SChef des italienischen Aussenamtes fragte mich, ob ich an der<lb/>
prinzipiellen Regelung oder an der finanziellen Belastung – heuer<lb/>
ca. 80 Mio. Schilling – interessiert war. Ich erklärte sofort, nur<lb/>
um diese geht es uns. <rs type="person" ref="#per__122024">Stammati</rs> war von den Besuch und von der Aus<lb break="no"/>sprache sehr beeindruckt, wie mir <rs type="person" ref="#per__122020">Giuli</rs><add> [evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> am nächsten Tag erzählte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_32">Der Wandertag der Landstrasse mit mir als Oberwanderer der Nation,<lb/>
wie ich auf Plakaten genannt wurde, fiel im wahrsten Sinne des Wortes<lb/>
im letzten Moment ins Wasser.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_33">Ich nützte daher die Gelegenheit dass Squash-Tennis und Sauna-Zentrum<lb/>
in der Baumgasse zu besichtigen. 50 Mio. Schilling Investition war<lb/>
notwendig, um dieses prächtige Fitness-Zentrum mit allen Drum und<lb/>
Dran, inklusive Luxuskabinen, 1.000 Schilling pro Tag, zu errich<lb break="no"/>ten. Ich traf dort auch <rs type="person" ref="#per__115601">Höfinger</rs> von der Zentralsparkasse. Dieser<lb/>
meint, es besteht kaum eine Chance, dass sich dieser Betrieb amor<lb break="no"/>tisiert und gewinnträchtig geführt werden kann. Die Zentral<lb break="no"/>sparkasse hätte dies nicht finanziert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_34">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Hat dieser Betrieb um Kredite für uns ange<lb break="no"/>sucht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-21_37"><add>(BM mit Dr. Gehart gesprochen.)</add><lb/>
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               <persName type="label">Menardi, Heinrich</persName>
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               <persName type="label">Wallnöfer, Eduard</persName>
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               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Höfinger, Paul</persName>
               <persName><surname>Höfinger</surname><forename>Paul</forename></persName>
               <occupation>Dir. Z</occupation>
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               <persName type="label">Wiesinger, Anna</persName>
               <persName><surname>Wiesinger</surname><forename>Anna</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers (Sekretärin)</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName><surname>Lugger</surname><forename>Alois</forename></persName>
               <occupation>Innsbrucker Bgm., BP-Kandidat 1974</occupation>
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               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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