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            <title type="main">Donnerstag, der 13. September 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_01">Donnerstag, 13. September 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_02">Die Firma Belvedere ist durch das Ableben von Herrn <rs type="person" ref="#per__1137365">Fiala</rs> in eine<lb/>
schwierige Situation geraten. Die Firma hat 17,6 Mio. Schilling Kredit<lb/>
oder wie sich Herr Dr. <rs type="person" ref="#per__1137366">Bader</rs>, der Begleiter der Frau <rs type="person" ref="#per__1137367">Fiala</rs> ausgedrückt<lb/>
hat, Kontostand bei der Länderbank. Die Länderbank hat aber eine<lb/>
Zession auf alle Eingänge und gibt nicht den notwendigen Betriebs<lb break="no"/>mittelkredit. Von September bis Dezember ist mit 30 Mio. Schilling<lb/>
Umsatz zu rechnen, die ebenfalls zitiert werden. 15 Mio. Schilling<lb/>
könnte das Grundbuch belastet werden, so dass für die 3 Mio. Schilling<lb/>
Betriebsmittelkredit, die sie jetzt zusätzlich dringendst brauchen,<lb/>
um die Produktion aufrecht erhalten zu können, gar keine Schwierig<lb break="no"/>keit bestünde. Sollte die Bank diese unnachgiebig Haltung aufrecht er<lb break="no"/>halten, dann würde für die 180 Beschäftigte eine schwierige Situation<lb/>
entstehen. Ich habe auf Wunsch von Frau <rs type="person" ref="#per__1137367">Fiala</rs> sofort mit GD <rs type="person" ref="#per__113125">Erndl</rs><lb/>
von der Länderbank gesprochen, der mir versicherte, die Bank hat gar<lb/>
kein Interesse daran, diesen Betrieb nicht über die Runden zu bringen.<lb/>
Er ersuchte mich, ich sollte sofort Frau <rs type="person" ref="#per__1137367">Fiala</rs> zu Direktor <rs type="person" ref="#per__1137368">Lolein</rs><lb/>
schicken, er wird mit ihm sprechen und alles entsprechend vorbereiten.<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__1137366">Bader</rs>, ein Vorarlberger, hat sehr geschickt sofort nach unserer<lb/>
Aussprache mit der Bank vorher schon einen Termin vereinbart. Er war<lb/>
fest davon überzeugt, dass ich die Intervention durchführen werde und<lb/>
dass er dann bei der Bank eine bessere Chance hat. Vorarlberger sind<lb/>
halt doch clevere Leute. Die Firma erwartet sich ausserdem aus der<lb/>
Arbeitsmarktförderung eine entsprechende Unterstützung. Zu diesem Zweck<lb/>
habe ich sie sofort mit MR <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> zusammengebracht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Ich möchte am laufenden gehalten werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_04">Die Wochenpresse, Redakteur <rs type="person" ref="#per__1137369">Hacker</rs>, rief an, um von mir die Stellung<lb break="no"/>nahme zu zwei Studien, die angeblich vorliegen, zu bekommen. Wirt<lb break="no"/>schaftsforscher hätten errechnet, dass jetzt eine Benzinpreiserhöhung<lb/>
nicht notwendig ist. Die zweite Studie geht davon aus, dass aus Energie<lb break="no"/>spargründen vielleicht doch eine Benzin- und Ölpreiserhöhung notwendig<lb/>
ist, worauf die Wifo<add>[Wort fehlt, Platz freigelassen, Anm.]</add> entsprechend abgeschöpft werden sollen.<lb/>
Da ich die beiden Studien nicht kannte, wie ich gleich freimütig<lb/>
zugegeben habe, erklärte ich auch, vorher keine wie immer geartete<lb/>
Stellungnahme abgeben zu können. Ich hätte erwartet, dass <rs type="person" ref="#per__1137369">Hacker</rs> mir<lb/>
die Studie anbietet. Dies hat er aber nicht getan. Er hat mir nicht<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte trachte die Studien zu bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_06">Am ÖGB-Kongress hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> das Referat angekündigt, die Zukunft<lb/>
insbesondere für das Jahr 2000 gehalten. Mit der Zukunft hat er sich<lb/>
verhältnismässig wenig beschäftigt, wie dies auch dann natürlich von<lb/>
der christlichen Fraktion sofort entsprechend kritisiert wurde. Neue As<lb break="no"/>pekte gab es für mich nicht. Den grössten Beifall erreichte er dann,<lb/>
wenn er, wie z.B. auf Vorarlberg und deren neues Volksbegehren zu<lb/>
sprechen kam. Sein Beispiel, die Vorarlberger haben seit 1971 bis 1978<lb/>
2 Mia. 308 Mio. Mineralölsteuer abgeliefert, verbaut für Autobahnen<lb/>
Strassen usw., wurden aber 4 Mia. 495 Mio. In der Debatte gab es dann<lb/>
natürlich die erwarteten Angriffe der christlichen Gewerkschafter<lb/>
und in seinem Schlusswort dann die entsprechende Replik. Manchmal wird<lb/>
zwischen uns Genossen auch in einer Art polemisiert, die mir gar nicht<lb/>
gefällt. Meine Leute meinten, dass Schlusswort wäre von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> so<lb/>
wichtig gewesen, sonst hätte man angenommen er hat eine Rede, die ihm<lb/>
irgendwer sehr gescheit aufgesetzt hat, nur runtergelesen. Dies kann<lb/>
aber deshalb nicht stimmen, denn sonst hätte er nicht so starken Beifall<lb/>
bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_07">Was mir viel weniger gefällt ist, dass manchmal eine Art der Diskussion<lb/>
jetzt Platz greift, die auf lange Sicht gesehen verheerend ist. <rs type="person" ref="#per__97476">Gmoser</rs><lb/>
schreibt in der Wochenpresse am Kongress ist er nicht delegiert, dass<lb/>
der Gewerkschaftsbund personalmässig derzeit nicht sehr gut besetzt ist<lb/>
In der Bildungsabteilung war einmal der Leiter <rs type="person" ref="#per__137456">Senghofer</rs>, jetzt wie<lb/>
sich <rs type="person" ref="#per__97476">Gmoser</rs> ausdrückt, ein lieber Kollege. In der sozialpolitischen<lb/>
Abteilung war einmal <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs>, jetzt ebenfalls ein lieber Kollege.<lb/>
Wie soll es auf die beiden Kollegen, die sich sicherlich redlich bemühen,<lb/>
wirken, wenn ein immerhin jetzt auch im Nationalrat sitzender Gewerk<lb break="no"/>schafter sie so öffentlich kritisiert. Wenn die beiden nicht die richtigen<lb/>
Leute waren, die <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> letzten Endes bestellt hat, dann wäre es die ver<lb break="no"/>dammte Pflicht und Schuldigkeit gewesen – und dies nicht nur von <rs type="person" ref="#per__97476">Gmoser</rs> –<lb/>
sondern auch von den anderen, die vielleicht dieselbe Meinung haben,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> davon abzuhalten diese zu bestellen. Wahrscheinlich hätte man<lb/>
aber viel früher schon müssen entsprechend vorsorgen, dass gute oder viel<lb break="no"/>leicht sogar bessere Leute als <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> beabsichtigt auf diese Posten zu<lb/>
bringen, im Gewerkschaftsbund so verankert werden, dass sie dann die<lb/>
Nachfolge von einem <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> oder <rs type="person" ref="#per__137456">Senghofer</rs> hätten antreten können.<lb/>
Immer wieder stelle ich fest, dass in der Personalpolitik sich niemand<lb/>
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kümmert, dann aber, wenn eine unmittelbare Personalentscheidung<lb/>
heransteht nicht weiss, wie man letzten Endes diese so wichtige<lb/>
Frage befriedigend lösen kann. Auch jetzt wird von seiten des<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> schon wieder erklärt, dass die Nachfolge von <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs><lb/>
ein grosses Problem sein wird. Niemand stellt aber die Weichen ent<lb break="no"/>sprechend und gibt einen tüchtigen Mann, wie z.B. den Jugendsekre<lb break="no"/>tär <rs type="person" ref="#per__112979">Verzetnitsch</rs> jetzt schon Gelegenheit sich besser zu profilieren<lb/>
Noch schlimmer habe ich aber den Diskussionsbeitrag und die Aus<lb break="no"/>einandersetzung zwischen <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> und <rs type="person" ref="#per__97777">Nenning</rs> empfunden. <rs type="person" ref="#per__97777">Nenning</rs><lb/>
war nicht im Saal, wie ich dann später feststellen konnte und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> meinte, sicherlich mehr als Gag gedacht, <rs type="person" ref="#per__97777">Nenning</rs> als Kern<lb break="no"/>kraftgegner hätte immer die Modeströmung mitgemacht. Als es Mode<lb/>
war katholisch zu sein, ist er der Amtskirche beigetreten, als es<lb/>
IN war nackt zu sein, hat er sich als Nackerpatzl gezeigt, als<lb/>
man lange Haare trug hat er auch dies mitgemacht und jetzt ist er<lb/>
eben bei den Kernkraftgegnern. So darf man nicht in der Öffentlich<lb break="no"/>keit gegen einen anderen Genossen argumentieren. <rs type="person" ref="#per__97777">Nenning</rs>, mit dem<lb/>
ich nachher über die Frage sprach, er sagte er musste mit <rs type="person" ref="#per__97326">Bacher</rs><lb/>
über ORF streiten und war deshalb nicht da, meinte, dies würde er<lb/>
auch noch ertragen. Dass von dieser Art der Polemik etwas bei den<lb/>
davon Betroffenen als Stachel zurückbleibt, bin ich fest überzeugt.<lb/>
Damit wird das Klima, damit wird die Zusammenarbeit, damit wird die<lb/>
Solidarität furchtbar vergiftet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_08">Die einzigen neuen, für mich relevanten Ziffern des Finanzministers<lb/>
waren, dass die Neuverschuldung bei 3.5 % von BIP liegen wird, dass<lb/>
werden ca. 35 Mia. Schillinge sein. Eine endgültige Budgetaussage<lb/>
durfte er ja nicht machen. Ein weiterer Punkt war, dass er die<lb/>
Schillingaufwertung mit 1.5 % so bewertet, dass dadurch die Lebens<lb break="no"/>haltungskostensteigerung um 1/2 % verringert werden können. Wie weit<lb/>
dies ziffernmässig von seinen Leuten errechnet wurde, kann ich<lb/>
nicht beurteilen. Eines steht für mich nur fest, er nimmt an, dass<lb/>
wir im Jahr 78, 30 Mia. Schilling Energieimporte haben, wodurch<lb/>
sich allein 450 Mio. Schilling Kostenentlastungen durch die 1.5 %<lb/>
Aufwertung ergeben. Ich glaube nicht, dass wir tatsächlich für<lb/>
30 Mia. Schilling Energie importieren werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte prüfen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_10">Im weiteren Tages-Kongressverlauf wo über die Berichte weiter<lb/>
debattiert wurden, stellte sich dann heraus, dass die christ<lb break="no"/>lichen Gewerkschafter doch in diesem Kongress eine wesentlich här<lb break="no"/>tere oppositionelle Rolle spielen wollen und werden. Sie werden<lb/>
den Bundesvorstandsanträgen nicht zustimmen. Auslösendes Moment<lb/>
soll angeblich der Antrag über die Schulreform gewesen sein.<lb/>
Während sie beim letzten Bundeskongress noch für die integrierte<lb/>
Gesamtschule gestimmt haben, sind sie jetzt nicht mehr bereit,<lb/>
diese zu akzeptieren. Auch abgeschwächte Formulierungen haben sie<lb/>
abgelehnt. Für mich ist es ganz klar, die ÖVP hat die christlichen<lb/>
Gewerkschafter jetzt zurückgepfiffen. Wenn die ÖVP jetzt eine<lb/>
Schuldiskussion im Parlament führen will, kann sie es nicht ertragen,<lb/>
dass dann womöglich darauf verwiesen wird, dass der Gewerkschafts<lb break="no"/>kongress einstimmig eine solche Schulpolitik genehmigt hat. Ein<lb/>
ähnliches Verhalten hat sich ja schon beim Jugendkongress abgezeich<lb break="no"/>net. Dort haben die christlichen Jugendfunktionäre gegen den Ausdruck<lb/>
konservative Kräfte polemisiert. Konservativ heisst bewahrend und<lb/>
in der gesamten Lehrlingsausbildung will eben die Handelskammer und<lb/>
auch sicherlich andere nichts ändern. Wenn daher gegen diese<lb/>
konservativen Kräfte polemisiert wurde, wäre es sicherlich mög<lb break="no"/>lich gewesen, ein Kompromiss zu erzielen, wenn man es wollte.<lb/>
Ähnlich war die Stellungnahme zu den berufsbegleitenden Schulen<lb/>
für Hilfsarbeiter soll es auch eine Schulmöglichkeit geben und<lb/>
nicht nur für die Lehrlinge und Mittelschüler. Dasselbe beim Berufs<lb break="no"/>ausbildungsfonds, den der 8. Bundeskongress bereits beschlossen hat<lb/>
und wo man jetzt wieder von seitens der jungen christlich Gewerk<lb break="no"/>schafter verlangt, damit sollte sich der Jugendvorstand neuerdings<lb/>
beschäftigen. Anstelle der Forderung, dass die Lehrlingsstellen pari<lb break="no"/>tätisch besetzt und gebildet werden müssten, wollten die Christ<lb break="no"/>gewerkschafter, dass es zweckmässig wäre, sie permanent zu über<lb break="no"/>prüfen ob sie, nämlich die Lehrlingsstellen, die Aufgabe, die ihnen<lb/>
übertragen wird, erfüllen. Dieselbe Problematik bei den Lehrwerk<lb break="no"/>stätten, die überbetrieblich, wie sie eben der öffentliche Bereich<lb/>
schon hat, wie sie der ÖGB mit seinen Lehrwerkstätten selbst prak<lb break="no"/>tiziert neuerdings überprüft werden sollte. Dasselbe auch beim<lb/>
Fahrtkostenzuschuss resp. Ersatz. Während all diese Forderungen<lb/>
vorher von den Christgewerkschaftern gemeinsam mit den Sozialisten<lb/>
beschlossen wurden, rücken jetzt die Christgewerkschafter von all<lb/>
diesen seinerzeitigen gemeinsamen Beschlüssen ab. Sie wollen sich nicht<lb/>
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dann im Parlament nicht neuerdings immer wieder als schon im<lb/>
ÖGB zugestimmt, zitiert zu werden. Nach meinem Dafürhalten spielt<lb/>
die inhaltliche Differenz mit den christlichen Gewerkschaftern<lb/>
nicht die grosse Rolle, die man jetzt vielleicht aus deren Ver<lb break="no"/>halten herauslesen kann. Wirklich problematisch ist aber, dass<lb/>
in der Öffentlichkeit jetzt der Eindruck entstehen wird, dass<lb/>
der Österreichische Gewerkschaftsbund eben nicht mehr so geschlossen<lb/>
ist, als er dies bis jetzt war. Die wichtigste Frage, nämlich die<lb/>
personelle Besetzung wurde einvernehmlich geregelt, was sicherlich<lb/>
von grosser Bedeutung ist. Gut wäre es allerdings auch gewesen,<lb/>
hätte man sich über die Prinzipien der zukünftigen Arbeit einiger<lb break="no"/>massen einigen können. Diese Meinung sagte ich auch ganz klar den<lb/>
neben mir sitzenden Sekretär der christlichen Gewerkschaft, <rs type="person" ref="#per__137471">Wedenig</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-13_11">Bei der Ordensüberreichung für Direktor <rs type="person" ref="#per__1137370">Teichmann</rs>, der Flug-Union<lb/>
Berlin, hatte Frau <rs type="person" ref="#per__123172">Oelhafen</rs>, unsere Vertreterin der Österreichischen<lb/>
Fremdenverkehrswerbung in Berlin auch Journalisten mitgebracht.<lb/>
Diese haben interessanterweise aufgrund ihrer Erfahrungen der<lb/>
letzten Tage mir entsprechende Vorschläge unterbreitet. Erstens<lb/>
meinte sie, müsste man nicht nur wanderbares Österreich propagieren,<lb/>
sondern die einzelnen Regionen müssten ihre spezifisch schönen Gebie<lb break="no"/>te oder Wanderrouten viel stärker den Konsumenten nahebringen.<lb/>
Ausgelöst wurde dies durch den Besuch von Lunz am See mit der<lb/>
Drei-Seen-Wanderung. Zweitens sollte man Österreich als besonders<lb/>
schönes Land, das man gar nicht allein durchwandern kann, sozusagen<lb/>
"verliebtes Österreich" propagieren. Zu viel Glück für Einen, wäre<lb/>
die Parole. Dies wurde wieder durch einen Besuch in Dürnstein aus<lb break="no"/>gelöst. Drittens wird es notwendig sein, dass die Qualität von<lb/>
entlegenen Gemeinden und Gebieten wesentlich stärker gefördert wird<lb/>
und sich dadurch verbessert. Sie waren in Geras bei einem Hobby-Kurs<add>[hs. ergänzt, Anm.]</add><lb/>
dort sehr begeistert und sind dann in andere umliegende Städte ge<lb break="no"/>fahren, wie z.B. Gars am Kamp und dort war Mittwoch Nachmittag alles<lb/>
tot, nicht einmal Zigaretten konnte man kaufen. Was meiner Meinung<lb/>
nach dringend wäre ist also, dass im Rahmen der Ladenschlussmög<lb break="no"/>lichkeiten die Landeshauptleute mit den Bürgermeistern entsprechende<lb/>
Voraussetzungen schaffen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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