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            <title type="main">Montag, der  3. September 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_01">Montag, 3. September 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_02">Beim Jour fixe mit der Handelskammer hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wieder mit<lb/>
den Kommerzialräten der Statistik des Aussenhandels begonnen. Er<lb/>
hat mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> darüber gesprochen, dass jetzt Sozialisten nomi<lb break="no"/>niert wurden und die von der Handelskammer, natürlich lauter ÖVP-<lb/>
ler, Genannten bis jetzt noch nicht ernannt sind. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat ihm<lb/>
erklärt, er soll mit mir über dieses Problem sprechen. Da ich<lb/>
aber ablehne in eine Kompetenz einzumischen, die beim Bundes<lb break="no"/>kanzler liegt, einigten wir uns dann darauf, dass <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> neuer<lb break="no"/>dings ein Gespräch mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> suchen wird. Dabei soll ich dann auch<lb/>
anwesend sein. In der Regierungsvorbesprechung ist <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> im Zuge<lb/>
der Beitrittsmöglichkeit Österreichs zum EURATOM-Projekt Kernfu<lb break="no"/>sionsergieproblematik, wo Österreich 35 Mio. Schilling Mitglieds<lb break="no"/>beitrag zahlen sollte, auf die Handelskammer zu sprechen gekommen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> lehnt einen Beitritt deshalb ab, weil sie jetzt schon einen<lb/>
grösseren Anteil von internationalen Studien mitfinanziert als<lb/>
sie für die österreichische Wirtschaft im Inland aufwenden kann.<lb/>
CERN allein 100 Mio., ESA, Weltraumforschung usw. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat<lb/>
dann den Vorschlag gemacht, die Handelskammer und die Industriellen<lb break="no"/>vereinigung müssen sich mit 15 Mio. beteiligen und 15 Mio. limitiert<lb/>
soll dann <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> für dieses EURATOM-Projekt reservieren. Ich ver<lb break="no"/>wies darauf, dass <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wegen der Kommerzialräte mit ihm spre<lb break="no"/>chen möchte und er daher bei dieser Gelegenheit die Gespräche in<lb/>
dieser Richtung führen könnte. Seine Idee von 0.3 % aus Aussenhandels<lb break="no"/>förderung auf 0.2 % zu senken. Die Handelskammer soll weniger Ge<lb break="no"/>fälligkeitsannoncen geben, weniger Public Relations machen und damit<lb/>
nur die Journalisten bestechen und dieses Geld lieber für die EURATOM-<lb/>
Forschung einsetzen. <rs type="person" ref="#per__116956">Zeleny</rs> behauptete, dass ein Kommerzialrat-Titel<lb/>
der Handelskammer, resp. dem Wirtschaftsbund 50.000 Schilling bringt,<lb/>
was ich natürlich sofort bestritten habe und nicht bereit bin zu<lb/>
untersuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte kläre mit <rs type="person" ref="#per__116956">Zeleny</rs>, wie es jetzt bei ihnen<lb/>
dort weitergehen soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_04"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat grosse Bedenken, dass jetzt die Dienstpässe für<lb/>
grössere und kleinere Firmen und vor allem auch für Frauen von<lb/>
Firmeninhabern oder Direktoren ausgestellt werden. Ich schlug ihm<lb/>
<pb n="50-0932" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-03_0932.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>vor, wir sollten eine generelle Regelung versuchen. Von der<lb/>
Handelskammer wird <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs> oder <rs type="person" ref="#per__150659">Hitzinger</rs> von der Handelsabteilung,<lb/>
vom Handelsministerium schlug ich vor, MR <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> und <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> sollen<lb/>
ein diesbezügliches Gespräch führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte veranlasse mit <rs type="person" ref="#per__114537">Oder</rs> die notwendigen Be<lb break="no"/>sprechungen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_06">Neuerdings kam <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> auf das Problem des Hauptwahlbehördenleiters<lb/>
zu sprechen. Sie haben nichts gegen <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, werden ihm dies auch<lb/>
persönlich sagen, möchten aber unbedingt, dass er freiwillig davon<lb/>
Abstand nimmt, Hauptwahlbehördenleiter zu werden. Ich erklärte,<lb/>
dass ich mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> einige Male darüber gesprochen habe und er bereit<lb/>
wäre, wenn ein Kompromiss mit allen anderen Wahlbehördenleitern<lb/>
auch in den Bundesländern zustande kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Wir müssen jetzt einmal mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ein klä<lb break="no"/>rendes Gespräch für alle Probleme führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_08">Ein grosses Problem ist, ob die Immobilien-Verwalter, ausgelöst<lb/>
durch das Ansuchen von der Firma <rs type="person" ref="#per__117633">Hrabak</rs> den § 68, Staatswappen,<lb/>
bekommen soll. Auch darüber werde ich ein Gespräch mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_09"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> verwies darauf, dass <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs> jetzt ein Preisregelungsver<lb break="no"/>fahren gegen die Chemie Linz eingeleitet hat. Dies würde bedeuten,<lb/>
dass sowohl die Chemie Linz mit 13.7. jetzt nur um 8% erhöht hat,<lb/>
beim Preisunterausschuss haben sie 15% beantragt, in der Paritäti<lb break="no"/>schen Kommission hatte bereits die Landwirtschaft und die Arbeiter<lb break="no"/>kammer, Gewerkschaftsbund für 8% gestimmt, dann hat die Landwirtschaft<lb/>
zurückgezogen und jetzt den Antrag gestellt, die Preisregelung einzu<lb break="no"/>führen. Dies würde bedeuten, dass auch Bucheinsicht gewährt werden<lb/>
muss und dagegen wehren sich GD <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> und ganz besonders auch die Han<lb break="no"/>delskammer. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ersuchte mich, das Handelsministerium soll ein<lb/>
Schreiben an die Handelskammer richten, wo sie den Tatbestand mitteilt<lb/>
und gleichzeitig um die Stellungnahme der Handelskammer ersucht. Na<lb break="no"/>türlich wird das Antwortschreiben negativ sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte veranlass dieses Anfrageschreiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_11">Ich machte neuerdings die Handelskammer darauf aufmerksam,<lb/>
dass sie einen Energiesprecher jetzt dringendst benötigen. Über<lb break="no"/>einstimmend wurde festgehalten, dass die derzeitige Lösung, Dr. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs>,<lb/>
für die Partei, für die Handelskammer nicht <choice><choice><sic>befriedigt</sic><corr>befriedigend</corr></choice></choice> ist. Als<lb/>
seinerzeit die Elektrizitätswirtschaft aus der Handelskammer durch Ver<lb break="no"/>waltungsgerichtshof-Urteil Länderkompetenz und daher keine Zustän<lb break="no"/>digkeit der Bundeshandelskammer ausschied, wurde gröblichst die ganze<lb/>
Energie vernachlässigt. Angeblich wollte dann die Elektrizitäts<lb break="no"/>wirtschaft freiwillig wieder bei der Handelskammer mitwirken. Der<lb break="no"/>zeit hat die Handelskammer nicht einmal einen energiewirtschaftlichen<lb/>
Ausschuss. Diesen empfahl ich ihnen, sollten sie auf alle Fälle<lb/>
gründen, dazu dann einen wirklich starken Mann wählen – ich könnte<lb/>
mir ohne weiteres selbst dann den pensionierten <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> vorstellen –<lb/>
damit endlich vernünftige Gespräche geführt werden können. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
wird dieses Problem in den nächsten Vorstand der Bundeshandelskammer<lb/>
bringen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Erkundige Dich, ob die Elektrizitätswirt<lb break="no"/>schaft wirklich diese Koordination mit der Handelskammer seinerzeit<lb/>
gewünscht hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_13">In der ÖGB-Bundesvorstandsfraktion wurde nur ein einziger Beschluss<lb/>
gefasst, nämlich die Kontrolle des ÖGB, derzeit 5 Sozialisten, 1<lb/>
christlicher Gewerkschafter und 1 Kommunist, statutenmässig so zu<lb/>
ändern, dass der 1. Kontrollobmann-Stellvertreter, und dies soll ein<lb/>
Christlicher werden, gleichzeitig an der Präsidiumssitzung mit beraten<lb break="no"/>der Stimme, so wie der Kontrollobmann Dr. <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> teilnehmen kann. Das<lb/>
Präsidium wurde ja bereits bei der letzten Fraktionssitzung auf 7<lb/>
erhöht, davon ein christlicher Gewerkschafter. Mit dieser Kontroll-<lb/>
Obmann-Stellvertreterlösung sind die Christlichen befriedigt. Laut<lb/>
dem Stärkeverhältnis können sie dies auch sein, denn im Präsidium<lb/>
wäre aufgrund der Betriebsratswahlergebnisse 13 Sozialisten zu 1 ÖVP-<lb/>
ler auch noch gerechtfertigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_14">Beim Journalistenfrühstück hat Prof. <rs type="person" ref="#per__122950">Habersohn</rs> für die alpinen Ver<lb break="no"/>eine über die Bergunfälle referiert. Er unterstrich, dass insbesondere<lb/>
jetzt das Handelsministerium sowohl die alpinen Vereines mit 8 Mio.<lb/>
Schilling für ihren Ausbau der Schutzhütten, als auch jetzt mit den<lb/>
<choice><choice><sic>325</sic><corr>?</corr></choice></choice> Wanderführerausbildung 3 1/2 Tage Seminare im Mai und im Juni<lb/>
tatkräftigst unterstützt. Trotzdem sagte ich – weil ich weiss, dass sie<lb/>
wesentlich mehr Mittel brauchen – zu, dass selbst wenn wir im neuen<lb/>
<pb n="50-0934" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-03_0934.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Budget 80 vom Finanzminister nicht mehr als die 8 Mio. bekommen,<lb/>
durch andere Fremdenverkehrsmittel die alpinen Vereine mehr unter<lb break="no"/>stützen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_15">MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> berichtete über die Ergebnisse des Sommerfremdenverkehrs<lb/>
insbesondere Juli und stelle mit Recht fest, dass es sich hier im<lb/>
heurigen Sommer um Einflüsse wie Erdbeben Jugoslawien, Streiks in<lb/>
Portugal, Terroranschläge in Spanien usw. handelt. Im nächsten Jahr<lb/>
ist mit diesen Ziffern daher nicht mehr zu rechnen. Ich berichtete<lb/>
über das neue 10-Jahres-Fremdenverkehrsprogramm, worüber sich dann<lb/>
eine längere Diskussion, insbesondere wie man Energie einsparen kann,<lb/>
Beratungsaktion an der das Handelsministerium mit 50 % beteiligt<lb/>
ist und jetzt 100 Leitbetriebe ausgesucht werden, wie man rationeller<lb/>
arbeiten kann und wie insbesondere die Höhenenergiepreise von den<lb/>
Betrieben verkraftet werden können. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs>, ÖFVW, stellte fest,<lb/>
dass auch für den Winter und Sommer 1980 Österreich infolge der ver<lb break="no"/>hältnismässig geringen Preissteigerungen, 5 % bei den Hoteliers, noch<lb/>
immer als preisunterstes und günstigstes Land gilt. Andere Länder<lb/>
haben bis zu 20 % Preissteigerungen angekündigt. resp. schon durch<lb break="no"/>geführt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_16">Im Wiener Vorstand und dann auch im Wiener Ausschuss hat <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> über<lb/>
die politische Situation kurz informiert. Er meinte die Volkspartei<lb/>
wird sich im Herbst in Diskussionen weiterhin verstricken, wir haben<lb/>
jetzt die Aufhabe unsere Beschlüsse die aufgrund der Oktober-Wahlen<lb/>
von den eingesetzten Komitees erarbeitet wurden, durchzuführen.<lb/>
Hauptproblem ist Mieten und Wohnbaufrage bis 31.12. zu lösen. Allein<lb/>
die Gemeindebauten werden 2 Mia. Schilling für die Renovierung benöti<lb break="no"/>gen. Zweitens wird das Verkehrskonzept, das bis 31.10.1979 von den<lb/>
Bezirken diskutiert und dem Wiener Sekretariat Vorschläge ge<lb break="no"/>macht werden in kürzester Zeit dann durchgeführt werden müssen und<lb/>
drittens ist insbesondere die Dezentralisierung und die Über<lb break="no"/>tragung von Bezirkskompetenzen an den Beispielen 21., 22. Bezirk,<lb/>
so schnell als möglich durchzuführen. Am 25.9. wird eine Wiener<lb/>
Konferenz stattfinden, wo <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> über den weiteren Weg referieren<lb/>
wird. Viertens ist der Stadtentwicklungsplan durchzuführen. Organi<lb break="no"/>satorisch soll jetzt durch sieben Sichtungsgruppen aus den Be<lb break="no"/>schlüssen des Landesparteitages 1972 bis heute die notwendige Konse<lb break="no"/>quenz gezogen werden. Bei der Wiener Ausschusstagung im Feber 1980<lb/>
<pb n="50-0935" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-03_0935.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>soll dies dann endgültig beschlossen werden. Die Jugendkommission,<lb/>
Vorsitzender <rs type="person" ref="#per__114547">Gawlik</rs>, soll aktiviert werden und in der Public-Relations-<lb/>
Arbeit müsste jetzt mittelfristig bis zu den Gemeindewahlen 1983<lb/>
geklärt werden, wie es weitergehen soll. Dies gilt auch bezüglich<lb/>
der Bezirkszeitungen. Die AZ mit 44 Mio. Schilling Defizit im Jahre<lb/>
1978 hat jetzt neuerdings ausser dem Zuschuss, den sie im Juni<lb/>
bekommen hat, im Oktober einen dringendst fällig, sonst müsste sie<lb/>
schliessen. Die AZ will jetzt auf 12 Seiten reduziert werden, der<lb/>
Organisationskalender soll dann nur einmal in der Woche, wie heute<lb/>
beim Fernsehprogramm erscheinen. Mit recht wurde kritisiert, dass<lb/>
der dann sehr wenig Wert hat, denn oft sind die Einschaltungen im<lb/>
Organisationskalender von einem Tag auf den anderen notwendig.<lb/>
Im Wiener Ausschuss hat dann <rs type="person" ref="#per__97899">Fröhlich-Sandner</rs> noch über die Schulak<lb break="no"/>tivitäten berichtet. Von der ÖVP erwartet man jetzt einen reaktionä<lb break="no"/>ren Vorstoss auf Aufhebung der Schulversuche. Dies würde bedeuten,<lb/>
dass nicht nur die Gesamtschule, die es jetzt schon vereinzelt gibt,<lb/>
enden würde, sondern auch die Vorschulklassen die Differenzierung<lb/>
in vierter Klasse in Leistungsgruppen, die Sprachen usw. alles<lb/>
wieder verschwinden müsste. In Wien wird dies auch zu einer Einführung<lb/>
der 5-Tage-Woche in den Volksschulen kommen, weil sich 75 % dafür<lb/>
ausgesprochen haben. In 35 Schulen soll dann ein Samstagklub –<lb/>
Betreuung vorgesehen werden. In Wien sind durchschnittliche<lb/>
Schülerzahl 28, im Gesetz die grösste und höchste Anzahl 36. In NÖ<lb/>
gibt es jetzt 600 beschäftigungslose Lehrer. In Wien sind es 150,<lb/>
von denen 100 bis Dezember und die 50 dann später aufgenommen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_17">In der Ministerratsvorbesprechung meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> es gibt nur 2 Pro<lb break="no"/>bleme für die Regierungsklausur. Die budgetäre Frage, von der <rs type="person" ref="#per__97311">An<lb break="no"/>drosch</rs> allerdings nur summarisch referieren wird und den so wichtigen<lb/>
Operationskalender über die Energiesparmassnahmen. Die Bevölkerung<lb/>
erwartet diesen und er muss unbedingt bis morgen fertig sein.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> und S.Chef <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs> sind anschliessend dann gekommen und haben<lb/>
noch einmal die offenen, resp. geänderten Vorschläge der Ministerien<lb/>
besprochen. Das Verkehrsministerium hat gegen etliche Vorschläge<lb/>
heftigst protestiert. Auch das Innenministerium wünschte dann eine<lb/>
andere Formulierung. Ich selbst habe nur in der Kurzfassung mich<lb/>
ganz entschieden gegen den falschen Ausdruck – mit Iran soll um<lb/>
höhere Gasverträge verhandelt werden – ausgesprochen. Die anderen<lb/>
Punkte wurden in der Regierungsvorbesprechung schon von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ent<lb break="no"/><pb n="50-0936" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-03_0936.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schieden, bleiben so wie sie die Sektion V, S.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, gewünscht<lb/>
hat. Dies gilt insbesondere für die Verpflichtung der ÖMV, ihre<lb/>
Aufschliessungspläne mit dem Handelsministerium zu besprechen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst hat klar und deutlich gesagt, er ist nicht bereit,<lb/>
sich vor die ÖMV zu stellen, ganz im Gegenteil, man muss den Öl<lb break="no"/>gesellschaften zeigen, dass sie den Verlangen und Wünschen der<lb/>
Regierung nachzukommen haben. Bezüglich der Vorschläge der Länder<lb/>
im Artikel 15 a bezüglich Energiesparen jetzt auch die finanziellen<lb/>
Wünsche aufzunehmen, hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ebenfalls so wie <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> grösste<lb/>
Bedenken. Bezüglich der finanziellen Fragen gibt es nur den Finanz<lb break="no"/>ausgleich und deren Verhandlungen. Dort können die Länder alle ihre<lb/>
Vorschläge bringen. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ist also nicht bereit in den Staatsver<lb break="no"/>trag 15 a über Energiesparen irgendwelche finanzielle Vorschläge<lb/>
aufzunehmen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> unterstützt ihn in dieser Frage. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
wird einen Brief für ihn entwerfen, den dieser dann an die Länder<lb/>
schicken wird. Ein Eingriff in das Steuerrecht des Bundes wird<lb/>
auf diesem Weg nicht eingeleitet. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sprach von einem Societas<lb/>
leonina, d.h. einen nur das Finanzministerium bindenden Vertrag.<lb/>
Ich habe retrospektiv betrachtet wieder einmal vollkommen richtig<lb/>
entschieden, dass ich dezidiert erklärte, wo wir keine Kompetenz<lb/>
haben sind wir nicht bereit zu verhandeln und auch nicht bereit<lb/>
dann ein anderes Ministerium zu überzeugen, dass der oder jener Weg<lb/>
gegangen werden soll. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat seinerzeit mit <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> über diesen<lb/>
Staatsvertrag beschlossen, dass er so wie ihm die Länder damals vor<lb break="no"/>geschlagen haben abzuschliessen sei, jetzt muss er mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
selbst dieses Problem mit den Ländern besprechen und lösen. Niemand<lb/>
wird uns mehr vorwerfen können, wir hätten verzögert, oder seien<lb/>
nicht fertig geworden. <rs type="person" ref="#per__97311">Andorsch</rs> hat aber auch materiell noch immer<lb/>
die Bedenken, dass wir in dieser Wärmedämmungsregelung schlechter im<lb/>
Staatsvertrag abschliessen als die Länder es jetzt bereits haben.<lb/>
Ich habe schon seinerzeit ersucht, wir müssen in dieser Frage eine<lb/>
kurze Zusammenstellung nur der K-Werte in den Bundesländern, wie sie<lb/>
erstens dort gehandhabt werden, zweitens rechtlich verbindlich sind<lb/>
und wie drittens jetzt in den neuen Staatsvertrag die Werte vorge<lb break="no"/>schlagen werden, die einvernehmlich endlich gefunden werden konnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte diese Einseitenaufstellung sofort ver<lb break="no"/>anlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_19">Die Kärntner wollen die Vertragsunterzeichnung des Staatsver<lb break="no"/>trages in Wien und nicht wie ursprünglich beabsichtigt in Villach.<lb/>
Bei diesen Staatsvertragslösungen meint <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bekommen sie ja nicht<lb/>
viel mehr, sondern sie bekommen nur was ihnen sowieso zustehen<lb/>
würde. Er hat dies mit dem Bonmot geschildert, als <rs type="person" ref="#per__145598">Malinowski</rs><lb/>
<rs type="person" ref="#per__112987">Stalin</rs> angerufen hat, dass jetzt <rs type="person" ref="#per__97869">Renner</rs> bei ihm war und meint die Öster<lb break="no"/>reicher hätten nichts zu essen und er möchte ihnen daher einige Lebens<lb break="no"/>mittel zur Verfügung stellen. <rs type="person" ref="#per__112987">Stalin</rs> fragte woher er die denn nehmen<lb/>
wollte, worauf <rs type="person" ref="#per__145598">Malinowski</rs> die Story von <rs type="person" ref="#per__151098">Peter dem Grossen</rs> erzählte,<lb/>
der einer Stadtverwaltung, als sie bei ihm vorgesprochen hat, nicht<lb/>
helfen konnte, aber dafür die ganze Stadt geschenkt hat. Als ihm ein<lb/>
Minister fragte, aber Majestät, sie schenkten ihnen eine ganze Stadt,<lb/>
sagte <rs type="person" ref="#per__151098">Peter der Grosse</rs> nur, es ist ja ihre Stadt. Auch damals haben<lb/>
wir von <rs type="person" ref="#per__145598">Malinowski</rs> unsere Lebensmittel bekommen, die die Russen bei<lb/>
uns beschlagnahmt haben. Ich glaube allerdings nicht, dass bei den<lb/>
Staatsverträgen, die jetzt mit Kärnten und dann wahrscheinlich<lb/>
auch mit anderen Bundesländern früher oder später ausgemacht werden,<lb/>
es tatsächlich nur darum geht, dass die Länder das bekommen, was<lb/>
ihnen automatisch zusteht. Wäre dies der Fall, dann hätten sich die<lb/>
Oberösterreicher und die Steirer nicht aufgeregt, dass er den Kärnt<lb break="no"/>nern jetzt 400 Mio. Schilling für die Südautobahn-Ausbau auf der Kärnt<lb break="no"/>ner Seite zugesagt hat. Wenn gar nichts anderes mit den Staatsver<lb break="no"/>trägen geschieht, so werden doch auf alle Fälle Prioritäten dadurch<lb/>
gesetzt, die ansonsten nicht so selbstverständlich wären. Richtig<lb/>
ist andererseits, dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bei allen Landesregierungsvorsprachen<lb/>
stets immer wieder darauf verweist, dass sie ja alle Möglichkeiten<lb/>
haben durch entsprechende Zinsenzuschüsse, ERP, BÜRGES-Kredite usw.<lb/>
besonders unterstützt zu werden. In den konkreten Fällen ist ja dann<lb/>
doch im einzelnen zu bestimmen, ob und wer und wie viel sie bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_20">Zur Sprache kam auch die Vertraulichkeit im aussenpolitischen Rat.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war sehr überrascht zu erfahren, dass 20 Exemplare des ver<lb break="no"/>traulichen Berichtsprotokolles versendet wurden. Die Wochenpresse<lb/>
kann man nicht klagen und sonst auch dagegen nichts machen. Er wird<lb/>
nur auf die Eigenverantwortung in einem Brief an die Wochenpresse<lb/>
hinweisen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_21">Seine Frage war auch die Hubschrauber-Dislozierung. <choice><choice><sic>Für</sic><corr>?</corr></choice></choice> die Gast<lb break="no"/>arbeiterroute wünschen die Steirer, dass sie von Aigen nach Graz ver<lb break="no"/><pb n="50-0938" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band50/50_1979-09-03_0938.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>legt werden <choice><choice><sic>soll</sic><corr>sollen?</corr></choice></choice>. Hier handelt es sich um Militärhubschrauber und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> erklärte, dass die Dislozierung sehr viel Geld kosten würde,<lb/>
weil er dann natürlich auch das Bedienungspersonal und Hangar usw.<lb/>
dort hinbauen müsste. Ich habe anschliessend mit <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> und <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs><lb/>
über die Frage der Verlegung von Klagenfurt nach Lienz gesprochen.<lb/>
Dies war der Wunsch der Bürgermeister bei der letzten Besprechung in<lb/>
Matrei. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> wird mir ein Schreiben schicken, wo er erklärt, dass<lb/>
für die Tauern<add>[hs. korrigiert, Anm.]</add> von seiten des Alpinrettungsdienstes die Innsbrucker<lb/>
Militärhubschrauber angefordert werden können. Dieser hat insbesondere<lb/>
auch einen Seilwindenaufzug. Zwischen <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> und <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> wurde seiner<lb break="no"/>zeit vereinbart, dass immer der nächstliegende zum Einsatz kommen<lb/>
sollte. Dies wäre bei den Tauern eindeutig Innsbruck. Die von<lb/>
mir seinerzeit <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> gegebenen Wünsche von dem Bürgermeister <rs type="person" ref="#per__123750">Köll</rs><lb/>
aus Matrei dürfte im Innenministerium noch immer nicht entschieden<lb/>
sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte kläre was im Innenministerium damit ge<lb break="no"/>schehen ist, damit ich <rs type="person" ref="#per__123750">Köll</rs> antworten kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_23">Der Freie Wirtschaftsverband ersuchte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, eine Eröffnung<lb/>
vorzunehmen und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fragte mich, ob er dies tun sollte. Da er<lb/>
glaube ich, sogar schon einmal einen Konsumladen eröffnet hat,<lb/>
habe ich ihm dringendst empfohlen anzunehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band50_1979-09-03_24">Sowohl Minister <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> hat unter vier Augen mir gesagt, dass er be<lb break="no"/>züglich eines Staatssekretärs im Handelsministerium als er dies ge<lb break="no"/>hört hat, sofort dagegen Stellung genommen hat. Dies wollte er<lb/>
mir nur mitteilen. Scheinbar hat man darüber im Präsidium des Wiener<lb/>
Vorstandes gesprochen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat mir ausdrücklich bei der Bundes<lb break="no"/>vorstandssitzung ebenfalls unter vier Augen versichert, er selbst<lb/>
hat grösste Bedenken dass irgendetwas kompetenzmässig im Handels<lb break="no"/>ministerium sich ändern sollte. Ich selbst habe <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> mit aller Deut<lb break="no"/>lichkeit gesagt, dass ich nicht bereit bin, irgendwelche Änderungen<lb/>
zu akzeptieren. Einen Staatssekretär, wenn ich einen bekommen sollte,<lb/>
würde ich mitbestimmen wer es sein sollte. Und eine Kompetenz<lb break="no"/>änderung, Übertragung der Energiekompetenz an das Handelsministerium<add>[hs. Korrektur: Bautenministerium?]</add><lb/>
würde ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen zu<lb/>
verhindern. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> versicherte mir, dass dies auch seine Auffassung<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__150254">Mayr</rs> nicht daran denkt, Staatssekretär im Handelsministerium<lb/>
zu werden. Demgegenüber steht allerdings die Information von <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>,<lb/>
dass sehr wohl solche Gespräche geführt wurden. Ich selbst möchte<lb/>
mich in diese Details gar nicht einmischen, da ich allen, die mich<lb/>
diesbezüglich ansprechen, klar und deutlich meine Stellungnahme<lb/>
sage. Eine öffentliche Diskussion halte ich nicht für zielführend. Auf<lb/>
eine diesbezügliche Anfrage des Redakteur <rs type="person" ref="#per__117014">Hlavac</rs> von FS 1 habe ich<lb/>
sofort erklärt, das bringt nichts, darüber braucht er mich erst<lb/>
gar nicht zu interviewen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 9. Ministerratssitzung, 3.9.1979</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Köll</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Bgm. Matrei am Brenner, Tirol</occupation>
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               <persName type="label">Renner, Karl</persName>
               <persName><surname>Renner</surname><forename>Karl</forename></persName>
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               <persName type="label">Burian, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Burian</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Weiser, Peter</persName>
               <persName><surname>Weiser</surname><forename>Peter</forename></persName>
               <occupation>Energieverwertungsagentur</occupation>
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               <persName type="label">Maurer, Andreas</persName>
               <persName><surname>Maurer</surname><forename>Andreas</forename></persName>
               <occupation>nö. LH (ÖVP), AR-Vors. DoKW</occupation>
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               <persName type="label">Hlawac, Franz</persName>
               <persName><surname>Hlawac</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>ORF</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Stalin, Josef</persName>
               <persName><surname>Stalin</surname><forename>Josef</forename></persName>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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